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  • : Deutschlandradio-Kultur zur WOS4
    Deutschlandradio-Kultur zur WOS4

    In der Deutschlandradio-Kultur – Sendung „Elektronische Welten“ gab es heute einen Bericht zur Wizards of OS 4: Von Bits und Bytes, Künstlern und Piraten (MP3).

    Doch die Freiheit des Wissens ist nach Auffassung der Kongress-Macher in Gefahr. Der Feind der Info-Freiheit hat einen Namen: Copyright. Das Urheberrecht wird heute international sehr restriktiv gehandhabt und sorgt dafür, dass Informationen nur auf eine bestimmte Weise genutzt werden dürfen. Wer ein Musikstück, einen Film oder ein Buch kauft, darf damit längst nicht machen, was er möchte ohne um Erlaubnis zu fragen. Gefordert wird auf dem Kongress nicht, das Copyright abzuschaffen. Beklagt wird jedoch ein Copyright-Extremismus, der Kreativität behindert und kulturellen Fortschritt verhindert.

    15. September 2006
  • : Die Wizards of OS 4
    Die Wizards of OS 4

    Entgegen anderslautender Gerüchte und Erwartungen werde ich nicht soviel von der Wizards of OS 4 bloggen. Die Konferenz ist wie erwartet richtig gut, aber von den Panels habe ich bisher kaum was mitbekommen und ich werde sie mir hinterher als Videos anschauen. Theoretisch gibts auch einen Stream der WOS4. Dafür sind soviele interessante Menschen auf der WOS4, dass die Gespräche viel interessanter sind.

    Morgen spiele ich um 13 Uhr noch Host für einen Workshop zum Thema „Free Culture Activism“.

    Coming soon: Einige sehr interessante Interviews als Podcasts für das Netzpolitik-Bildungsprogramm.

    15. September 2006
  • : Morgen: Vor-WOS4 Events bei newthinking
    Morgen: Vor-WOS4 Events bei newthinking

    Die Wizards of OS 4 startet offiziell erst übermorgen, aber wir fangen morgen schon mit den Festivalaktivitäten bei newthinking an. Ab 14 Uhr gibt es ein „warm up“, um einen entspannten Ort zum relaxen für all die Gäste bereit zu stellen, die morgen schon ankommen, ein freies Netz nutzen wollen, dabei Club Mate oder Bionade bevorzugen und sich über Freie Software, Freie Kultur und Freies Wissen austauschen wollen. Im Laufe des Nachmittages gibt es hier dann auch noch ein iCommons-Meeting.

    Um 19:30 Uhr gibt es dann eine Veranstaltung mit Federico Heinz von der Fundacion Via Libre, der zu Besuch in Berlin ist. Federico ist ein lateinamerikanischer Programmierer, Aktivist fur freie Software, Präsident und Mitgründer der Vía Libre Stiftung, die sich für die freie Verbreitung von Information und Wissen als Motor für den sozialen Fortschritt und die nachhaltige Entwicklung einsetzt, und der FSFLA Free Software Foundation Latin America, die sich für die Nutzung und Entwicklung Freier Software in Lateinamerika einsetzt. Er berät Organisationen und Gesetzgeber aus ganz Lateinamerika über die Wechselwirkung zwischen Technologie und Gesellschaft. Als solcher ist er Mitverfasser des Gesetzesentwurfs, der als Vorlage für Projekte wie das des peruanischen Abgeordneten Villanueva, des Senators Conde aus der Provinz Buenos Aires und viele andere.

    12. September 2006
  • : Heise-Bericht zur WOS4-Pressekonferenz
    Heise-Bericht zur WOS4-Pressekonferenz

    Stefan Krempl war heute praktischerweise für Heise auf der „Wizards of OS 4“-Pressekonferenz und hat einen Artikel dazu verfasst: WOS 4: Die große Schau des freien Wissens.

    Ronaldo Lemos, Projektleiter Creative Commons Brazil, ergänzte Prados Bericht mit Einblicken in die „Krise in der Art und Weise, wie traditionelle Medienhäuser den Zugang zum Wissen handhaben“. SonyBMG, die größte in Brasilien tätige Plattenfirma, bringe etwa im Jahr nur 15 CDs mit brasilianischer Musik heraus. Buchläden gebe es nur wenig, große Zeitungen würden im Jahr 30 Prozent ihrer Leser verlieren. Das „Creative Commons“-Modell werde dagegen in hohem Maße angenommen. So seien gerade erstmals ein Kartenspiel und ein Kinofilm mit den noch vergleichsweise jungen Lizenzformen veröffentlicht worden.

    So konnte ich mal meinen Rechner auslassen und entspannt zu hören.

    12. September 2006 1
  • : Netzpolitik-Podcast: Die Show des freien Wissens
    Netzpolitik-Podcast: Die Show des freien Wissens

    Am kommenden Samstag wird es im Rahmen der Wizards of OS 4 die „Show des freien Wissens“ geben. Ich habe dazu heute nach der WOS4-Pressekonferenz den Organisator der Show, Matthias Spielkamp dazu befragt. Hier ist das kurze Interview als MP3.

    „Freies Wissen“ – was soll das sein? Kann man es denn jemandem verbieten, etwas zu wissen? Man kann, und es wird auch getan: es wird Programmierern verboten, den Code anderer zu lesen, Musikern, Samples ihrer Idole zu verwenden, Wissenschaftlern, ihre eigenen Artikel online zu stellen. Doch es gibt Menschen, die sich dagegen wehren, dass das getan wird – und es sind inzwischen so viele, dass man von einer Bewegung sprechen kann. Ob das gut ist oder schlecht, ob die Ideen dieser Bewegung Sinn ergeben oder nicht, soll jeder selbst entscheiden. Spannend sind sie in jedem Fall, und das Thema hat mehr Konsequenzen für unseren Alltag, als viele bislang bemerkt haben. Damit das nicht so bleibt, gibt es diese Show. Sie wird das ganze weite Feld freien Wissens vorstellen: Musik, Filme, Infrastruktur, Games, Software. Aber nicht in Diskussionsrunden und Panels, sondern so, dass man sich auch dann nicht langweilt, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat.

    Der Eintritt zur Show ist übrigens frei. Samstag, 15 Uhr in der Columbiahalle in Berlin. Das Interview steht unter der Creative Commons Namensnennungs-Lizenz und kann bei Namensnennung der Quelle (netzpolitik.org) gerne in anderen Medien geremixt werden.

    12. September 2006 2
  • : DrupalCon und GovCamp in Brüssel
    DrupalCon und GovCamp in Brüssel

    Eigentlich wollte ich nächste Woche im Anschluss an die Wizards of OS 4 und die verschiedenen After-Show Events noch nach Brüssel fahren. Dort findet die DrupalCon Brussels 2006 statt und das erste „GovCamp Brussels“, was spannend klingt:

    GovCamp is an event in the spirit of BarCamp for governments and other public institutions to share social and technology solutions to turn them into Government 2.0.

    Aber ich sehe gerade, dass die DrupalCon nur begrenzt Platz zur Verfügung hat und die Registrierung geschlossen ist. Schade. Und für einen Tag GovCamp fahre ich wohl nicht direkt nach dem WOS-Stress acht Stunden Zug nach Brüssel und wieder zurück. Aber die Idee eines GovCamp finde ich prima und habe mir vorgenommen, sowas mal im Herbst / frühen Winter in Berlin zu veranstalten. Hat noch jemand Interesse daran?

    11. September 2006 1
  • : Nächster Berliner Webmontag
    Nächster Berliner Webmontag

    Nächste Woche Montag, den 18. September, wollen wir wieder einen Berliner Webmontag veranstalten. Bisher gibt es die folgenden Themen:

    # webride.org – Web-Demokratie-Plattform (Relaunched, Arash Yalpani)
    # Social Software im Einsatz bei NonProfits (Markus Beckedahl, newthinking communications GmbH)
    # Netlabels: Geschichte, Entwicklung und Blick in die Zukunft! Vor- und Nachteile von digitalen Labels für Musiker auf dem Weg ins Web 2.0‑Zeitalter (Moritz “mo.” Sauer, Phlow)

    Einlass ist wieder 19 Uhr, Beginn 20 Uhr und anschliessend nach den Vorträgen gibts Bier und Club-Mate. Und Ort ist wie immer der newthinking store in der Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte.

    11. September 2006
  • : Demo gegen Überwachung, 20. Oktober in Bielefeld (zum Big Brother Award)
    Demo gegen Überwachung, 20. Oktober in Bielefeld (zum Big Brother Award)

    Nach dem ob der kurzen Vorbereitungszeit ganz vielversprechenden Start der Demo „Freiheit statt Sicherheitswahn“ im Juni wird es im Oktober die nächste bundesweite Demo geben. Diesmal haben die Leute im Westen der Republik mal die Chance teilzunehmen, denn sie findet am Nachmittag vor der Verleihung des Big Brother Award in Bielefeld statt. Hier der Aufruf. Und ja: Entgegen anderslautender Gerüchte gibt es Bielefeld wirklich.

    Freiheit statt Angst – Demo gegen Sicherheits- und Überwachungswahn
    Aufruf zur Demo in Bielefeld am Freitag, den 20. Oktober ab 15 Uhr

    8. September 2006 1
  • : CFP für zweiten „World Usability Day“ in Berlin
    CFP für zweiten „World Usability Day“ in Berlin

    Dieses Jahr findet zum zweiten Mal der weltweite „World Usability Day“ unter dem Motto „Making life easy“ statt. Von den Veranstaltungen in über 70 Städten war der Berliner WUD im Jahr 2005 mit mehr als 100 Besuchern ein großer Erfolg. Die Veranstaltung 2006 in Berlin steht unter dem Motto „Qualifikation – Kooperation – Integration“. Die Organisatoren haben jetzt einen Call for Papers gestartet, der noch bis zum 1. Oktober läuft.

    Aus dem Motto ergeben sich die Themengebiete des Tages:

    Qualifikation: Wie und wo kann man Usability-Kompetenz erwerben?

    Kooperation: Wie arbeiten Usability Professionals mit Entwicklern, Designern, Produktmanagern und Kunden zusammen?

    Integration: Wie wird Usability in Entwicklungsprozesse integriert?

    Unser Publikum sind Interessierte an Aus-und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich des Usability Engineering, Entscheider aus Wirtschaft und Verwaltung, die Usability in ihre Prozesse einbinden wollen und Software-Entwickler, die vor der Zusammenarbeit mit Usability-Professional keine Angst haben.

    7. September 2006
  • : *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik
    *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik

    Podiumsdiskussion mit anschließender Lounge, veranstaltet von Heinrich-Böll-Stiftung und Netzwerk Neue Medien am Dienstag, den 19. September 2006 um 20:00 Uhr im Grüner Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

    Mit:

    *Peter Zombik* (*IFPI*, Verband der deutschen Phonoindustrie)

    *Stephan Benn* (*VUT*, Verband unabhängiger Tonträgerhersteller)

    *Johnny Haeusler* (Blogger von *spreeblick.com*)

    *Moritz Sauer* (Netlabel-Katalog *phlow.net*)

    Moderation: *Katja Husen* (Netzwerk Neue Medien)

    DJ: *Verena Dauerer* (debug)

    Das Internet hat die Musikindustrie im rasanten Tempo verändert, wenn nicht sogar fast schon abgelöst. Bands werden heute immer öfter per Filesharing entdeckt und populär. Selbst etablierte Künstlerinnen und Künstler veröffentlichen ihre neuen Werke zuerst auf digitalen Plattformen wie „MySpace“ oder „Yahoo Music“.

    Doch welche Konsequenzen und Herausforderungen bedeuten diese Entwicklungen für das gesamte Musik-Business? Wie behaupten sich Musiker in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft? Benötigt man heute noch die traditionellen Vertriebs- und Veröffentlichungswege?

    In der digitalen Welt des Internets sind es zumeist die Konsumenten selbst, die das Marketing in Musik-Blogs, über Chat-Propaganda in Filesharing-Börsen wie Soulseek oder sozialen Plattformen wie „YouTube“ übernehmen. Doch diesen neuen Freiheiten sind weniger technische, als vielmehr rechtliche Grenzen gesetzt. Neben der Frage nach neuen Einkommensquellen spielt vor allem das geltende Urheberrecht eine bedeutende Rolle. Denn es hält mit den neuesten digitalen Entwicklungen – wie dem Aufkommen einer verstärkten „Remix- und Austausch-Kultur“ – nicht mehr Schritt.

    Acht Jahre nach der Napster-Revolution wird immer noch fieberhaft nach neuen Verdienst- und Vertriebswegen für Musik und kulturelle Produktionen gesucht. Während Rechteinhaber und Online-Anbieter wie „iTunes“ oder „MusicLoad“ von neuen Geschäftsmodellen mit Hilfe von Kopierschutzsystemen träumen, setzen andere auf das Prinzip Offenheit: Die Netlabels mit ihren frei downloadbaren Musik-Tracks, die Creative-Commons-Bewegung mit extra dafür zugeschnittenen Lizenz-Paketen und natürlich die Heerschar der Blogger.

    Unsere Diskussion bringt unterschiedliche Standpunkte an einen Tisch und vermittelt zwischen traditionellen Bedenken und heutigen und zukunftsorientierten Visionen. Dabei werden aktuelle Tendenzen und Entwicklungen aufgegriffen, um die Kernfrage zu diskutieren: Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung für Musiker und Labels?

    7. September 2006 3
  • : Vortrag: Drupal: Unter der Fahne ‚Social Software’
    Vortrag: Drupal: Unter der Fahne ‚Social Software’

    Am morgigen Dienstag wird unser Cheftechniker Mark Washeim bei uns im newthinking store einen Vortrag zum Thema „Drupal: Unter der Fahne ‚Social Software’ “ halten. Drupal ist schon seit einiger Zeit eines meiner Lieblingssysteme und wir realisieren immer mehr Kundenprojekte damit. Tolle Freie Software. Beginn ist 19:30h.

    Ich kann mir den Vortrag nicht anschauen, da ich gerade in Frankfurt angekommen bin, um an den Eschborner Fachtagen 2006 der GTZ teilzunehmen, die dieses Jahr das Motto „WISSEN MACHT ENTWICKLUNG – Erfahrung teilen, Neues gestalten“ haben. Doch davon morgen mehr.

    4. September 2006 3
  • : EDRi General Assembly
    EDRi General Assembly

    Dieses Wochenende findet die General Assembly von der European Digital Rights (EDRi) bei uns in Berlin statt. Mit dabei: 17 Menschen aus acht verschiedenen Ländern, die insgesamt elf Organisationen vertreten. Heute ging es hauptsächlich um organisatorische und administrative Fragen. Dabei wurde der Vorstand auf drei Köpfe verkleinert und neue gewählt: Meryem Marzouki von der IRIS (F) ist die neue Präsidentin, Rikke Frank Joergensen von Digital Rights DK (DK) ist die neue Vizepräsidentin und Andreas Krisch von VibeAT ist der neue Schatzmeister.

    Dazu wurden folgende vier neue Mitglieder aufgenommen:

    - Open Rights Group (UK)
    Alcei (I)
    Nodo50.org (ES)
    Digital Rights Ireland (IE)

    2. September 2006 1
  • : WOS4 – Netlabel Parties
    WOS4 – Netlabel Parties

    Noch zwei Wochen bis zur Wizards of OS 4 und z.B. diesen Netlabel-Parties:

    31. August 2006 1
  • : Kopierschutz entmündigt!
    Kopierschutz entmündigt!

    Disclaimer: Alles Material dieses Beitrages steht auch zu kommerziellen Zwecken unter der Quellangabe „CCC“ honorarfrei zur Verfügung. Die traditionelle Presse ist herzlichst eingeladen, sich zu bedienen.

    Heute beginnt in Berlin die Internationale Funkausstellung (IFA). Übliche Verdächtige aus dem netzpolitischem Umfeld brachten einen Warnhinweis vor der Bevormundung durch Kopierschutzsysteme am Messegelände an:

    Hier ein zweiminütiges Beweisvideo via YouTube. Es lässt sich auch als kleine (8 MB) und große (27 MB) Datei im Freien Standard OGG sowie mit H264 kodiert (AVI, 20 MB) herunterladen. Gerne stellen wir zur Weiterverwendung das Quellmaterial in Originalqualität (DV) zur Verfügung. Bitte schreibt eine Mail an wetter(@)berlin.ccc.de.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Passend dazu gibt es hier mal fünf kurze Punkte, weshalb Du Dich kritisch mit dem dort beworbenen Themen DRM / Kopierschutztechnologien auseinander setzen solltest.

    Warum solltest Du Dir Gedanken darüber machen?

    1) Du verliert die Kontrolle über Deine eigene Hardware. Die Kontrolle über Deine eigenen Computer und elektronischen Geräte übernehmen die Anbieter der DRM-Systeme. Diese können Dein Medienverhalten einschränken und überwachen. Und Dir jederzeit den Zugriff auf die erworbenen Medien entziehen. Schau mal in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

    2) Du verlierst traditionelle Verbraucherrechte. Du verlierst das Recht, die erworbenen Medien zu verkaufen oder zu verleihen. Du wirst nicht mehr in der Lage sein, Privatkopien anzufertigen oder Deine Medien mit Freunden und Deiner Familie zu teilen.

    3) Du solltest Dir Sorgen um Deine Privatsphäre machen. Möchtest Du, dass eine detaillierte Übersicht über Dein Medienverhalten ähnlich gespeichert wird, wie Deine Telefonrechnung? Auf den Servern von Firmen, die Du nicht kontrollieren kannst und ggf. mit dem Zugriff durch Sicherheitsbehörden? Wo Data-Mining Programme mehr über Dich herausfinden können, als Du denkst? Willst Du, dass die Musikindustrie weiss, wann Du im Schlafzimmer Kuschelrock hörst?

    4) DRM-Infrastrukturen eigenen sich hervorragend zur Zensur. Mit denselben Systemen, die hier Deinen Medienkonsum kontrollieren wollen, können in z.B. China auf allen Rechnern die Wörter „Demokratie“ oder „Dalai Lama“ zensiert werden.

    5) Kopierschutz und DRM-Infrastrukturen sind teuer und müssen von irgendwem bezahlt werden. Die Rechnung ist ganz einfach: Du zahlst als Verbraucher höhere Preise und die Künstler bekommen weniger Einkommen.

    Kopierschutz entmündigt Dich in Deinem Medienkonsum. Nutze Deine Macht als Verbraucher und boykottier diese Technologien einfach!

    Natürlich gibt es noch mehr Punkte, weshalb man DRM boykottieren sollte. Du kannst ja weitere Punkte in den Kommentaren ergänzen.

    In hoher Auflösung gibt es die Bilder hier, hier und hier. Nachdruck ist mit Quellenangabe „CCC“ oder „Chaos Computer Club“ ausdrücklich erlaubt.

    – More coming soon –

    31. August 2006 58
  • : 6. internationale literaturfestival berlin
    6. internationale literaturfestival berlin

    Im Rahmen des 6. internationalen literaturfestivals berlin vom 5. bis 16. September 2006 gibt es auch drei Veranstaltungen mit einem netzpolitischen Bezug.

    Am 9. Spetember findet um 14:30h im Haus der Berliner Festspiele/Foyer die Diskussion „China, Blicke: Internet in China“ statt.

    Julien Pain (F), Internetexperte der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ und Prof. Dr. Jörg Becker (Universität Marburg) diskutieren mit anderen Teilnehmern die aktuelle Situation des Internet in China.

    Die nächsten beiden Veranstaltungen finden am 10. September statt:

    12:30h, Haus der Berliner Festspiele/Foyer:

    Internet und Demokratie

    Sohrab Mahdavi(Iran), Patricia de Souza(Peru/Frankreich)
    Moderation: Caroline Fetscher

    Das Internet ist für Journalisten in politisch restriktiven Systemen zum oft einzig verbliebenen Medium ihrer Berufsausübung geworden. Newsrooms und unabhängige Nachrichtendienste sind zu einer „Gegenöffentlichkeit“ geworden. Zwar finden Zensurbehörden immer wieder Wege, Seiten zu sperren, aber gleichzeitig ist noch kein Mittel gefunden, die vitale weblog-Szene zu kontrollieren, die ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung praktiziert. Die Zirkulation der Informationen durch diese privaten Verteiler ist zu einer wichtigen „basisdemokratischen“ Instanz geworden. Welche Rolle spielt das Medium in demokratischen und restriktiven Gesellschaften?

    Und um 17:00, Haus der Berliner Festspiele/Foyer

    Die Digitalisierung der Archive
    Moderator: Robin Meyer-Lucht
    Wolfgang Ernst, Medienwissenschaftler HU Berlin, Roland Kamzelak, Deutsches Literaturarchiv Marbach, Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Jens Redmer, Google Book Search und Hans Uszkoreit, Wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Entwickler „dropping knowledge“, diskutieren die Risiken und Chancen der Digitalisierung klassischer Archive und die Form der Archive der Zukunft.

    30. August 2006
  • : Yes Men hacken Katrina-Konferenz
    Yes Men hacken Katrina-Konferenz

    Meine Lieblingskünstlergruppe „The Yes Men“ haben mal wieder in den USA eine Veranstaltung gehackt. Im Vorfeld eines „Gulf Coast Reconstruction and Hurricane Preparedness Summit“ in New Orleans hatten sie als vermeintliche Mitarbeiter einer PR-Firma bei den Organisatoren angerufen und als weiteren Sprecher den für Wohnungsbau und Stadtentwicklung zuständigen US-Minister Alphonso Jackson angeboten. Dieses Angebot wurde dankend angenommen und zu Beginn der Konferenz erschien dann Andy Bichlbaum, entschuldigte den Minister und gab sich selbst als hochrangigen Beamten des Ministeriums aus.

    Das reichte, um nach dem Gouverneur von Louisiana und dem Bürgermeister von New Orleans in gewohnter Yes Men – Rhetorik als „Regierungsvertreter“ sprechen zu können. Bichlbaum verkündete das Versagen der US-Regierung, dass Wal-Mart zu Gunsten lokaler kleiner Läden zwei grosse Stores schliessen würde und dass Exxon und Shell versprochen hätten, von ihren 60 Miiliarden Dollar Jahresgewinn 8,6 Milliarden für den Wiederaufbau von New Orleans zu spenden.

    Mehr gibts bei CNN:Oops: Impostor scams Louisiana officials. Spreeblick verweist auch noch auf das passende Video zum Vortrag.

    Weitere Event-Hacks von den Yes Men:

    Yes Men hacken Halliburton
    The Yes Men hacken Dow Chemicals

    30. August 2006
  • : Die FAZ zur c/o pop
    Die FAZ zur c/o pop

    Die FAZ berichtete gestern über c/o pop, wo ich letzte Woche in Köln verweilte: Musik ist eine Nähmaschine.

    Die Musikbranche glaubt gern an Wunder. Worauf hat man nach den gigantischen Umsatzeinbrüchen seit den späten Neunzigern nicht alles seine Hoffnung gesetzt – auf Musikportale im Netz, auf Kopierschutz und Schulhofrazzien, auf „Cross-Marketing“ und Superstarwahlen und schließlich, als letzte Wunderwaffe, auf Klingeltöne. Warum es also nicht einmal mit Massagen probieren? Gleich hinter dem Eingang der Kölner Popmesse c/o Pop stößt der Besucher auf das Angebot: „Gehetzt, genervt, verspannt – relaxt auf den Masssagestuhl! Die Minute für achtzig Cent“. Das ist billiger als ein Download bei I‑Tunes, aber vermutlich für den pfiffigen Anbieter um einiges ertragreicher.

    Einen abschliessenden Kommentar hatte ich wohl noch nicht geschrieben. Von der Konferenz hatte ich mir progressiveres erwartet als weiterhin Katerstimmung. Das allgemeine Ambiente war sehr angenehm, das Wetter draussen zu kalt und verregnet (dafür konnten die Veranstalter nichts), aber die Parties waren weitgehend grossartig. Hat sich also gelohnt und man muss nicht nach Barcelona zum Sonar Festival fliegen, um ein vergleichbares cooles Festival zu erleben.

    [Danke Mo]

    30. August 2006
  • : Free Games auf Wizards of OS vorstellen?
    Free Games auf Wizards of OS vorstellen?

    Kennt sich hier jemand mit Free Games aus und kann das Wissen auch einem Publikum auf der „Show des freien Wissens“ auf der Wizards of OS 4 vorstellen? Hier ist die Anforderung:

    Ich organisiere die Show des Freien Wissens (wizards-of-os.org/show), bei der verschiedene Gäste auftreten und dem Publikum – überwiegend Leute, die noch nicht viel mit dem Thema anfangen können – deutlich machen sollen, was das Schöne an Freiem Wissen ist: Freie Software, freie Musik und Filme (Stichwort CC-Lizenzen) und freie Infrastruktur (Freifunk.net).

    Sehr gerne hätten wir auch das Thema Games in der Show. Die Idee ist, ein freies Spiel zu präsentieren (Tux Racer / PlanetPenguin Racer, Slune o.ä.), das in der Show erst vorgestellt wird, dann können Zuschauer sich wünschen, was verändert werden soll (nichts sehr Aufwändiges, vielleicht ein neuer Hintergrund oder ähnliches), um das veränderte Spiel am Ende zu präsentieren. Kann sein, dass das nicht geht, oder dass Ihr für einen solchen Zweck eine viel bessere Idee habt – ich bin bei dem Thema zeimlich ahnungslos und brauche Hilfe. Bisher habe ich auf diverse Anfragen keine Antwort bekommen und denke mir, das kann doch nicht so schwer sein ;)

    Die Show findet statt am 16. September in der Columbiahalle Berlin, wir hofen auf etwa 600 Zuschauer. Honorar gibt’s leider keins, aber Ruhm und Ehre, freien Eintritt zur gesamten WOS4 und freies Catering.

    Bei Interesse bitte Mail an Matthias Spielkamp schicken: m.spielkamp ett wizards-of-os punkt org

    30. August 2006 3
  • : Wizards of OS 4 – Die Show des Freien Wissens
    Wizards of OS 4 – Die Show des Freien Wissens

    Hier ist die aktuelle Pressemitteilung zur „Show des Freien Wissens“ auf der kommenden Wizards of OS 4 in Berlin.

    » Freies Wissen? Freies Wissen!

    Von freier Software hat inzwischen schon fast jeder gehört. Aber freies Wissen, freie Filme, Musik, Infrastruktur – was soll das sein? Die Show des Freien Wissens, eine Publikumsveranstaltung im Rahmen des Informatikjahres, zeigt am 16. September in der Columbiahalle Berlin auf unterhaltsame Weise, was es damit auf sich hat.

    Der Siegeszug freier Software ist unaufhaltsam: Mittlerweile laufen 70 Prozent aller Webserver unter dem freien Betriebssystem GNU/Linux, der Firefox-Browser erobert die Herzen der Web-Surfer, OpenOffice die Büros. IBM, Google, Yahoo und viele andere Firmen investieren Milliarden Euro in die Entwicklung freier Software. Doch von freien Inhalten haben bisher die wenigsten gehört. Dabei sind auch freie Musik, Filme und Texte längst ein Bestandteil des Internet-Alltags – nur findet die „heimliche Revolution“, wie die Entwicklung bisweilen genannt wird, ohne großes Getöse statt. Das ist zwar sympathisch, aber fast ein wenig schade – denn hier passiert etwas, was größte Aufmerksamkeit verdient.

    Die Show des freien Wissens, die am 16. September um 15 Uhr in der Columbiahalle Berlin stattfindet, gibt der „heimlichen Revolution“ des freien Wissens eine Bühne. Äußerst unterhaltsam, nicht nur für Computer-Experten verständlich und spannend vermittelt die Show Grundlagen und Inhalte von freiem Wissen und freier Software. Helge Haas, bekannt als Fernseh-Moderator von ARD-Wissenschaftssendungen wie Q21 und Kopfball, stellt die spannendsten Projekte und ihre Macher vor. Zum Beispiel: Musiker, die ihre Songs kostenlos im Internet zur Verfügung stellen und trotzdem Geld mit ihrer Musik verdienen. Die Berliner Freifunk-Initiative, die an einem flächendeckenden freien Internet-Zugang in der Stadt arbeitet. Und der „Elvis des Cyberspace“ und Urheberrechts-Reformer Larry Lessig. Die Show richtet sich an ein Publikum von Jung und Alt, bietet neben dem 90-minütigen Bühnenprogramm die Gelegenheit mitzumachen und die Experten selbst zu befragen – und es winken attraktive Preise. Und das Beste: Der Eintritt zur Show des Freien Wissens ist, wie sollte es anders sein, frei. Einlass ab 14.30 Uhr. Um Anmeldung im Internet wird gebeten: www.wizards-of-os.org/show.

    Macher und Projekte des freien Wissens: Die Höhepunkte der Show

    Bestes Beispiel für freies Wissen ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, die inzwischen nahezu jeder Surfer kennt, und die zu den 20 populärsten Websites der Welt gehört. Doch die meisten Nutzer machen sich wenig oder keine Gedanken darüber, dass Wikipedia nur entstehen konnte, weil ihr Wissen frei ist – frei im Sinne von freier Rede, nicht von Freibier, wie es Richard Stallman, der Vater der Free-Software-Bewegung, so unnachahmlich ausdrückte. Denn die Texte dürfen verändert und weiter gegeben werden – aber nur unter der Bedingung, dass das, was daraus entsteht, wieder verändert und weiter gegeben werden darf. Durch diesen “Vererbungseffekt “ ist garantiert, dass das Wissen nicht angeeignet werden kann und so immer wieder die Grundlage bildet für neues Schaffen, neue Werke, neue Kreativität.

    Seit Lawrence Lessig, Jura-Professor in Stanford, die Creative-Commons-Lizenzen entwickelt hat, verbreiten sich freie Inhalte wie ein Lauffeuer. Diese CC-Lizenzen erlauben es Kreativen, ihre Werke anderen auf einfache Art und Weise zur Verfügung zu stellen, so dass diese daraus Neues entwickeln können. Bereits vier Jahre nach der „Erfindung“ der Lizenzen stehen mehr als zehn Millionen CC-lizenzierte Werke im Internet bereit, um von anderen nicht nur genutzt, sondern auch re-mixed, neu arrangiert und umgeschrieben zu werden. Ein guter Anlass, sich von Lawrence Lessig selbst berichten zu lassen, wie er auf die Idee kam und was ihn antreibt. Der „Elvis des Cyberspace“, wie ihn das Kult-Magazin Wired nennt, wird in der Show zu Gast sein.

    Ebenso wie der Netlabel-Musiker Disrupt aus Leipzig, der seine Dub-Reggae-Stücke frei zum Download zur Verfügung stellt – so wie Tausende andere Musiker, die ihre Musik bekannt machen wollen und dank des Internet nicht mehr auf den Plattenvertrag eines Major Labels angewiesen sind. Der Musikjournalist und Buchautor Moritz mo. Sauer, selbst Betreiber eines Netlabels, das bereits für den Grimme-Online-Award nominiert war, wird Hintergründe erläutern und Chancen für Musiker aufzeigen. Vielleicht sitzt der nächste, bislang unentdeckte Netz-Star ja bereits im Publikum.

    Die neueste Entwicklung sind freie Filme. Mit freier Software produziert, unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, ist etwa die Fantasy-Animation „Elephants Dream“ gerade zum Shooting Star der Filmwelt aufgestiegen: weit mehr als eine halbe Million Downloads sprechen für sich. Die ersten Re-Mixes des Films, dank CC-Lizenzierung selbstverständlich legal und erwünscht, sind inzwischen ebenfalls im Netz zu bewundern. „Elephants Dream“ ist einer der erstaunlichen Filme, die im Filmprogramm der „Show des Freien Wissens“ zu sehen sind.

    Die Show des freien Wissens wird vom WOS (Wizards of OS) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Medienkulturzentrum c‑base und dem mit dem Grimme Online Award ausgezeichneten Urheberrechtsportal iRights.info veranstaltet. Sie ist Teil des Wissenschaftsjahres 2006, das die Informatik und ihrer vielfältige Anwendung beleuchtet. Das Informatikjahr wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert, durchgeführt wird es gemeinsam mit mehr als 350 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur.

    » Show des Freien Wissens, Samstag, 16. September 2006, 15.00 Uhr, Columbiahalle, Columbiadamm 13–21, 10965 Berlin

    Zum Disclaimer: Ich bin als Mitglied des Programmkomitees an der Organisation beteiligt, netzpolitik.org ist Medienpartner und newthinking ist normaler Partner der WOS4.

    29. August 2006 1
  • : Backstage bei der Ars Electronica
    Backstage bei der Ars Electronica

    Die Futurezone berichtet über die Jury-Sitzungen des „Prix Ars Electronica“: Backstage bei der Ars Electronica. Ich war als Adviser in der Kategorie „Digital Communities“ beteiligt und habe verschiedenste Projekte online bewertet. Gewinner in dieser Kategorie wurde „canal ACCESSIBLE“.

    Die Goldene Nica für „Digital Communities“ geht an „canal ACCESSIBLE“, eine spanische Netzinitiative, die die Zugänglichkeit und Unzugänglichkeit der Stadt Barcelona für gehbehinderte Menschen dokumentiert.

    Die Ars Electronica beginnt am Donnerstag und findet bis zum 5. September in Linz/Österreich statt. Im Gegensatz zum letzten Jahr kann ich wegen verschiedener anderer Termine diesmal leider nicht teilnehmen und mitbloggen.

    28. August 2006