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: Nagenborg: Können Roboter und Menschen gut zusammen leben?
: Nagenborg: Können Roboter und Menschen gut zusammen leben? Im interdisziplinären Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit spricht am 4. September Michael Nagenborg über Roboter und Menschen: Regeln für eine gemeinsame Zukunft. Aus der Ankündigung:
Während Roboter heute meistens in Bereichen eingesetzt werden, in denen es nur selten zu einer Interaktion mit Menschen kommt, schickt sich die neue Generation von Robotern an, die Fabrikhallen zu verlassen. In einer nicht allzu fernen Zukunft sollen Roboter und andere autonome Agenten ihren Platz im Alltag der Menschen finden. Sei es als Serviceroboter, um z. B. alten und kranken Menschen zu helfen, um gemeinsam mit Menschen berufliche Aufgaben zu bewältigen, als Robotergefährte in der Freizeit zu dienen. Im Mittelpunkt des Vortrages werden die ethischen Fragen stehen, welche durch diese Vision aufgeworfen werden.
Ich denke bei sowas ja gleich an Japans erstes Computermuseum, Asimovs Robotergesetze derlei ethische Fragen, das Schadpotential von ubiquitious computing und die verpasste Chance, in Terminator 3 die Rahmenhandlung ordentlich zu entwickeln. Ich bin gespannt was von meiner Erwartung im Vortrag zu finden sein wird. Disclaimer: ich bin Mitglied im Arbeitskreis und beabsichtige mit diesem Artikel keinerlei, also überhaupt gar keine Einflussnahme.
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: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules
: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules Volker Grassmuck hat für Telepolis die Themen der kommenden Wizards of OS 4 zusammengefasst: Information Freedom Rules.
Wir schreiben das Jahr 2006. 15 Jahre nach Start der GNU General Public License, 10 Jahre nachdem John Perry Barlow die Unabhängigkeit des Cyberspace erklärte und 5 Jahre nach Gründung der Wikipedia. Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Freie Protokolle ermöglichen das Internet. Freie Software dominiert auf den Servern. Die Freiheitsbewegung in den Wissenschaften geht mit großen Schritten voran. Die freie, kooperative Online Enzyklopädie Wikipedia ist als Referenz fest etabliert. Und jeden Tag sind es mehr Menschen, die kulturelle Ausdrucksformen jeder Art frei erschaffen und miteinander austauschen.
Unbedingt vormerken und kommen: „Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules“ – 14.-16 September in Berlin.
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: Online-Seminar zu „Bürgerfreiheit statt Überwachungsstaat“
: Online-Seminar zu „Bürgerfreiheit statt Überwachungsstaat“ Die Friedrich Naumann Stiftung bietet wieder ein Online-Seminar zum Thema „Bürgerfreiheit statt Überwachungsstaat“ an, was am 14. August 2006 startet.
Freiheit und Sicherheit stehen für Liberale immer in einem Spannungsverhältnis zueinander. Wesentliche Aufgabe des Staates ist es, Freiheit und Eigentum seiner Bürger zu schützen. Gleichzeitig sind der Schutz der Menschen vor staatlichen Übergriffen und der Schutz der Privatsphäre ein vorrangiges Ziel. In Zweifelsfällen stehen Liberale immer auf der Seite der Freiheit.
Die stetige Telefonüberwachung, Speicherung von Internetdaten, Erfassung von genetischen Fingerabdrücken – die verfassungsrechtlich geschützte Position des Bürgers wird immer mehr eingeschränkt. In einem weiteren Schritt wurden die Konten der Bundesbürger „gläsern“: Seit mehr als einem Jahr dürfen Arbeitsagenturen und andere Behörden nahezu alle Daten zu Konten und Depots abfragen. Das Bankgeheimnis ist damit faktisch abgeschafft.
[via]
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: Nominierungsrekord bei der BigBrotherAwards
: Nominierungsrekord bei der BigBrotherAwards Im Vorfeld der diesjährigen BigBrotherAwards verkündet der Foebud einen Nominierungsrekord: Mehr als 350 Zuschriften für Datenkraken gab es dieses Jahr. Im letzten Jahr waren es nur 230. Die Entscheidungen der Jury werden am Freitag, den 20. Oktober 2006 bekannt gegeben.
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: Wikimania 2006
: Wikimania 2006 In Cambridge / USA findet gerade die zweite Wikimania statt. Es gibt Streams im Real Media Format (Könnte auch etwas freier sein, ist immerhin eine Wikipedia-Konferenz) und die Eröffnungsrede von Jimbo Wales ist schon online zu finden. Vor Ort sind viele Blogger und via Technorati findet man genug Mitschriften der Diskussionen und Reden. Ansonsten kann man auch noch via IRC teilnehmen.
Update:
Heise: Wikimania: Gedämpfter Optimismus über freie Lizenzen.
Heise: Wikimania: Ein legales Fundament für den Umgang mit freien Inhalten.
Heise: Wikimania: Wikimedia Foundation wächst.
Lesenswerte Zusammenfassungen hat auch das Wikipedistik-Blog. -
: WSFII: Airjaldi Summit – freifunk.net goes Dalai Lama!
: WSFII: Airjaldi Summit – freifunk.net goes Dalai Lama! Vom 22. Oktober bis 3. November treffen sich Aktivisten aus der ganzen Welt in Dharamsala (Indien). Airjaldi Summit, der diesjährige Höhepunkt der World Summits on Free Inforamtion Infrastruktures (WSFII), bietet Netzwerkaktivisten aus der ganzen Welt Gelegenheit sich kennen zu lernen und gemeinsame Strategien zum Aufbau freier Kommunikationsinfrastrukturen zu entwickeln und umzusetzen.
Bereits während der freifunk.net summer convention 2004 „fresh air – free networks“ in Djursland, entstand bei einigen Leuten die Idee, vielleicht eines Tages eine ähnliche Veranstaltung außerhalb der reichen Länder Europas und Nordamerikas auf die Beine zu stellen. Die Motivation hierzu resultierte vor allem aus der Tatsache, dass gerade in so genannten „Entwicklungsländern“ das Interesse an kostengünstiger Informationsinfrastruktur besonders groß ist.
Allein nach Djursland kamen über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 30 Nationen und 5 Kontinenten. Dies unterstrich das große Verlangen der Menschen aus allen Teilen der Welt, am lokalen und globalen Wissens- und Informationsaustausch zu partizipieren. Hält man sich vor Augen wie vergleichsweise Preiswert man z.B. mit wireless LAN (WLAN) flächendeckende Kommunikationsnetze aufbauen kann, wird schnell klar warum gerade diese Technologie weltweit so viel Hoffnungen und Motivation freisetzt. Erst recht, weil die Installation nicht von großen Firmen oder Organistationen durchgeführt werden muss, sondern die Menschen, sofern sie über das notwendige Know-how und die vergleichsweise geringen finanziellen Mittel verfügen, sich ihre eigenen Netze aufbauen können. Eine Konsequenz aus der Summer Convention 2004 war deshalb auch die Gründung des „Djurslands International Institute of Rural Wireless Broadband“ (DIIRWB). Dort lernen nun Menschen aus allen Teilen der Welt, wie sie gemeinschaftlich ihre eigenen Netze bauen können.
So unterschiedlich die Kulturen dieser Welt und erst recht die konkreten lokalen Bedürfnisse vor Ort auch sein mögen, die Anforderungen an die einander verbindende Infrastruktur sind doch recht gleich. Dies war eine der Lehren, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Djursland in ihre jeweilige Heimat mitnahmen. Einige kannten dieses Gefühl bereits seit der BerLon und den darauf folgenden internationalen Veranstaltungen CopenhagenInterpolation und der ersten freifunk.net summer convention 2003 – eben jener Ursuppe von Veranstaltungen, aus der sich im Jahr 2004 die Idee der World Summits on Free Information Infrastruktures (WSFII – sprich: „wissfi“) – einer weltumspannende Veranstaltungsreihe rund um „Freie Kommunikations-Infrastrukturen“ entwickelte.
WSFII hat einem klaren Fokus auf „Graswurzel“ und „do-it-yourself“, den konsequenten Einsatz von Open-Source-Systemen und die offene und praxisnahe Weitergabe von Wissen bis hin zur gegenseitigen Unterstützung bei der Installation neuer Systeme. Im September 2005 fand in London die erste offizielle WSFII Vorbereitungskonferenz statt. Während des einwöchigen Workshops im Vorfeld der Konferenz arbeiteten zwei internationale Teams an sehr wichtigen Themen. Das so genannte „Book-Sprint-Project“ , initiiert von Tomas Krag aus Dänemark, begann mit der Erstellung eines kostenlosen Lehrbuchs zum Aufbau von Funknetzen, während die „WSFII Organizers Group“ sich mit den Vorbereitung eines ersten World Summits außerhalb der hiesigen Sphären beschäftigte.
Es dauerte noch einige Iterationen bis sowohl das Buch unter dem Titel „Wireless Networking in the Developing World“ fertig gestellt als auch der Veranstaltungsort für WSFII 2006 festgelegt waren. Doch beide Projekte waren ein großer Erfolg. Das Buch kann heute bereits in englischer und spanischer Sprache kostenlos aus dem Internet herunter geladen werden, und die Freifunker dieser Welt treffen sich dieses Jahr zum Airjaldi Summit, gefolgt von 10 Tagen voller Workshops, in Dharamsa, Indien, zum World Summit of Free Information Infrastructures – an einem ganz besonderen Ort, ist dies doch die Exilheimat Ihrer Heiligkeit, des Dalei Lamas, der alle Teilnehmenden herzlich empfangen wird.
Die lokale Infrastruktur in Dharamsala ist ein gutes Beispiel dafür, wie Technologietransfer à la WSFII funktioniert. Der Campus der Tibetischen Exilgesellschaft ist per Wireless LAN mit dem Internet verbunden. Der aus Israel stammende IT Experte Yahel Ben-David und sein Team haben in Indien ein Mesh-Netz gespannt, das ganz ähnlich der freifunk.firmware in Deutschland, auf der Open Source Software OpenWRT (einem internationalen Projekt) und dem OLSR-Protokoll von Andreas Tønnesen aus Norwegen basiert um den Menschen aus Tibet die Kommunikation mit sich und dem Rest der Welt zu ermöglichen. Das geht dann auf ähnliche Weise natürlich auch in anderen Teilen Indiens, Afrikas oder Latein Amerikas und dem Rest der Welt. So klein ist der WSFII-Globus!
Nicht alles ist dauerhaft nur per E‑Mail und elektronsicher Kommunikation möglich. Hin und wieder – diese Erfahrung teilen wohl alle „E‑Worker“ – muss man sich auch begegnen. Denn erst in der persönlichen Begegnung erlebt man die Gemeinsamkeiten tatsächlich, die die Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt miteinander verbindet. Treffen sind eine notwendige Voraussetzung, um den Grundstein künftiger Zusammenarbeit zu legen, schaffen Vertrauen und erleichtern Abstimmungs- und Koordinationsprozesse. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele engagierte Menschen aus der ganzen Welt nach Dharamsala kommen, um gemeinsam daran zu arbeiten, die Digitale Spaltung in der gesamten Welt zu reduzieren.
Wer selbst nicht im Oktober nach Dharamsala zu kommen vermag, kann doch einen wichtigen Beitrag zum Erfolg dieser Veranstaltung leisten. Die OPLAN Foundation sammelt Geld, um möglichst vielen Entwicklern und Interessierten aus der ganzen Welt die Reise nach Dharamsla zu ermöglichen. Wer also dennoch mithelfen will, dass dieses Treffen ein möglichst großer Erfolg wird, kann und sollte Geld spenden. Das Geld wird vor allem zur Deckung der Reise- und Unterbringungskosten benötigt, aber auch um beispielsweise das Buch „Wireless Networking in the Developing World“ in weitere Sprachen zu übersetzen.
[Von Jürgen Neumann geschrieben]
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: Kanal 7 – live aus dem dock18 mit Netzpolitik Podcasts
: Kanal 7 – live aus dem dock18 mit Netzpolitik Podcasts Vom 31.Juli bis 6.August übernimmt Kanal7 die Frequenz des alternativen Radio LoRA aus Zürich.
Das Program besteht aus:
Musik von Netlabels aus globalen und elektronische Sprach – und Klangräumen, Medienausstellungen, Performances, Sprachtools, Interviews und Präsentationen von Dingen des Reisebüros Sofatrips.com. Der Wiki-Wecker täglich von 9–11. Technische Hard- oder kulturelle Software-Sprachstörungen rund um die Uhr (5%).
Dazu gehört auch täglich eine Sendung zum Thema Netzpolitik mit Podcast von Netzpolitik.org
Gesendet wird aus dem Dock18 einem neu entstanden Medienraum in Zürich.
Hören kann man das Radio unter der Frequenz 97,5 Mhz in Zürich und im Web über anorg.net. Das Program ist auf der Webseite Kanal7.
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: Digital-Phlow Interview mit Digitale Kultur e.V.
: Digital-Phlow Interview mit Digitale Kultur e.V. Bei Phlow gibts jetzt den „digital Phlow“ als Podcasting-Interview Reihe. In der ersten Ausgabe hat Moritz Sauer die beiden Vorstandsmitglieder von Digitale Kultur e.V., Tobias Heim und Stefan Kesseler, zur Demoscene und Verwandten Themen befragt (MP3 / 9MB).
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: Heute ist System Administrator Appreciation Day
: Heute ist System Administrator Appreciation Day Wollte ich nur mal sagen. ;) Nicht immer ist alles BOFH-like. Bei Google Video gibts jedenfalls den passenden Soundtrack dazu.
Update: Zur Feier des Tages dürfte der Tagesschau.de-Administrator auch mal was schreiben: Lob für Psychologen im schrecklich kalten Serverraum.
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: BigBrotherAwards: „Datenkraken“ nominieren bis zum 31. Juli 2006
: BigBrotherAwards: „Datenkraken“ nominieren bis zum 31. Juli 2006 Bis zum 31. Juli kann man noch „Datenkraken“ für diesjährgen BigBrotherAwards nominieren. Die Verleihung findet dann am Freitag, den 20. Oktober 2006, in Bielefeld statt.
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: Hackers on Planet Earth in New York
: Hackers on Planet Earth in New York In New York findet gerade die sechste Hackers on Planet Earth (HOPE) statt. Computerworld (Throngs gather to restore HOPE) und Wired (Hackers Fight Authority in NYC) berichten darüber.
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: Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen
: Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen Es ist immer wieder schön, wenn man von etablierter Seite Unterstützung für politische Forderungen bekommt. Wie im Falle der Urheberrechtsregulierung jetzt wieder vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Die haben sich eigentlich fast komplett unseren Forderungen angeschlossen und kritisieren mit einer kleinen Kampagne die Bundesregierung und die DRM-Befürworter. Hier ist schonmal ein erster Teil des Berichtes zu der Kritik. Später gibts mehr, wenn ich von der Pressekonferenz zurück bin, die gleich stattfindet.
Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat heute in Berlin eine Studie zum Downloadstores & Co vorgestellt. Die von Till Kreutzer erstellte Studie hat u.a. die Lizenzbestimmungen bei Downloadportalen im Hinblick auf Verbraucherrechte untersucht. Diese haben wir uns hier im Blog schon vor fast einem Jahr kritisch angeschaut. „Nutzungsbedingungen, Kopierschutzsysteme und ein löchriges Urheberrecht machen die digitale Medienwelt für Konsumenten zu einem rechtlosen Raum“, kommentierte Patrick von Braunmühl von der VZBV die Studie. „Unsere Studie zeigt, dass bestehende Rechte der Verbraucher von Anbietern ignoriert werden. In der Pressemitteilung wird darauf hingewiesen, dass Nutzer den Vorgaben der Anbieter hilflos ausgeliefert seien. Über das Recht auf Privatkopie entscheide nicht der Gesetzgeber, sondern faktisch durch die Verwendung von DRM die anbietenden Unternehmen. Mit dem zweiten Korb der Urheberrechtsreform drohen sogar noch weitere Verschlechterungen für Konsumenten. Die Verbraucherzentralen schliessen sich unserer Kritik an und warnen vor „einer Klagewut der Anbieter und hohen Anwaltsrechnungen für die Eltern minderjähriger Internetnutzer.“ Die Kriminalisierung harmloser Nutzer unter dem Vorwand der Pirateriebekämpfung müsse endlich aufhören, so die Pressemitteilung weiter.
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: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules
: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules Die erste Pressemitteilung zur kommenden WOS4 ist soeben verschickt worden:
Internationale Konferenz Wizards of OS 4 vom 14.–16. September 2006 in Berlin zu den Themen freie Software und freies Wissen
Berlin, 10. Juli 2006 – Die digitale Revolution hat die medientechnischen und die Eigentumsvoraussetzungen von kulturellen, künstlerischen und allen anderen Wissenspraktiken tief greifend verändert. Information – und zu einem wesentlichen und wachsenden Teil freie Information – kennzeichnet die Informationsgesellschaft. Kreative Individuen, Netzwerke und kleine Gruppen sind die Pioniere bei der Auslotung der neuen Möglichkeiten. Neue Genres wie Filme, die mit so genannten Game-Engines erstellt werden, neue Formen der kooperativen Berichterstattung unter dem Namen Citizens Journalism und neue Verwertungsformen in der Musikindustrie wie die Netlabels entstehen.
Die internationale Konferenz Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules (WOS 4) wird sich vom 14. bis 16. September 2006 den Themenfeldern freie Software, freie Inhalten und freie Infrastrukturen widmen, wichtige Trends und innovative Projekte aus diesen Themenfeldern präsentieren und zur Diskussion stellen. Ort der Konferenz, zu der mehr als 100 namhafte Wissenschaftler, Techniker, Künstler und Aktivisten sowie über 1.000 Besucher aus aller Welt erwartet werden, ist die Berliner Columbiahalle und der benachbarte Columbiaclub. Ab sofort können sich alle Interessenten auf der Website www.wizards-of-os.org für die Konferenzteilnahme anmelden. Der Preis für alle drei Tage der Konferenz liegt bei 60,00 € (erm. 30,00 €) und 25,00 € (erm. 12,00 €) für einen Tag. Die Konferenzsprache ist Englisch.
Den Kern der WOS 4 wird die dreitägige Konferenz in der Columbiahalle Berlin mit Vorträgen, Panels, Workshops und Performances bilden. Eingebettet in die Konferenz in der Columbiahalle präsentiert sich dann am Samstagnachmittag in deutscher Sprache die Publikumsveranstaltung „Die Show des freien Wissens“. In der Show werden populär und allgemeinverständlich die Grundlagen und Inhalte von freiem Wissen und freier Software vermittelt. Die Veranstaltung richtet sich explizit auch an ein Publikum ohne Fachkenntnisse. Im Umfeld gibt es weitere Workshops, Filmpro-gramme, Community Meetings und künstlerische Interventionen. So zeigt das Tesla – Berlins Ort für mediale Künste im Podewil – Filme, die im thematischen Schnittfeld von freiem Wissen und Medienkunst situiert sind. Die internationale Freifunkgemeinde wird sich im Club c‑base zusammenfinden. Am Sonntag, 17. September, finden im Erwin Schrödinger-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin weitere Workshops statt.
Die Schwerpunkte der WOS 4:
· Netlabels: Die Netlabels zeigen eindrücklich wie die mächtige Verbindung von Produktionswerkzeugen auf dem PC mit dem globalen Vertriebskanal Internet kulturelle Praktiken verändert. Darunter versteht man Online-Labels, die Musik meist als kostenlosen Download zur Verfügung stellen. Von Musikern für Musiker gemacht, verbreiten sie sich explosionsartig, während gleichzeitig die großen Plattenfirmen über ihren Niedergang klagen. Wo diese ihre verbliebe- nen Felle mit Schutztechnologie und Massenklagen retten wollen, lassen jene ihre Musik frei – frei von Kosten, frei weitergebbar und oft auch frei veränderbar.
· Brasilien: Als „Open Source Nation“ nimmt Brasilien national und international eine Vorreiterrolle bei der Verwirklichung der freiheitlichen Potentiale der digitalen Kultur ein. Die Partnerschaft mit dem brasilianischen Kultur-ministerium und dem Kulturminister Gilberto Gil ermöglicht es der WOS 4, die eindrucksvollsten Zeugnisse dieser Entwicklung vorzustellen.
· „Die Show des freien Wissens“: Bei früheren WOS-Konferenzen wurde der Wunsch nach Einführungsveranstaltungen und Vermittlung für Neugierige laut. Erstmals wird daher im Rahmen der WOS 4 eine Wissens- Show auf unterhaltsame Weise aufzeigen, wie freies Wissen eigentlich funktioniert, wie es geschaffen und verbreitet wird, wie man es finden und nutzen kann, welche Bedeutung es im Alltag des Einzelnen hat und welche Einstiegsmöglichkeiten es für eine eigene Beteiligung gibt. Die Show richtet sich insbesondere an Schüler und Studenten.
Die Wizards of OS hat sich mit drei Konferenzen (1999, 2001 und 2004) und mehreren Workshops international als Ort etabliert, an dem auf hohem Niveau spartenüber-greifend über die Grundlagen des kulturellen Schaffens im Digitalzeitalter debattiert wird. Aufbauend auf diesem guten Ruf wird die WOS 4 gemeinsam mit der AG Informatik und Gesellschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Tesla und weiteren Partnern erarbeitet und richtet sich gleichermaßen an ein Berliner wie an ein inter-nationales Publikum. WOS 4 steht unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Dr. Annette Schavan und wird im Rahmen des Informatikjahres durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), den Hauptstadtkulturfonds und die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.
*** Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules ***
Internationale Konferenz
14. bis 16. September 2006
Columbiahalle und Columbiaclub,
Columbiadamm 13–21, 10965 BerlinMehr Informationen:
www.wizards-of-os.org -
: The Inquirer in German, finally!
: The Inquirer in German, finally! Zur Feier des Tages, oder eigentlich der vergangenen Tage seit dem 28.6., bekräftigen wir hiermit die Güte der Überschriften des deutschen Ablegers von „The Inquirer“. Stilsicher kommen in den ersten Tagen diese hier: „Die Ausnahmefehler beim Militär“, „Der Sonne entgegen? Aber bitte ohne Buchungsabsturz“ und „Ein frisches DOS, möchte noch jemand ein frisches DOS?“, nicht zuletzt „Fataler Crash: Reiseplattform Couchsurfing beisst ins digitale Grass“. Auf solche Überschriften haben wir gewartet. :)
Hier gehts zum britischen Original, und hier zur deutschen Zweigstelle.
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: Was Kampfroboter und Cthulhu mit e‑Demokratie zu tun haben
: Was Kampfroboter und Cthulhu mit e‑Demokratie zu tun haben Russlands Präsident Wladimir Putin spielt heute um 15 Uhr etwas elektronische Demokratie. Zumindest gibt es einen gemeinsamen Webcast der russischen Newsseite Yandex und der BBC in Form eines virtuellen Interviews. Auf beiden Seiten konnten Nutzer in den letzten Tagen Fragen stellen und die schon gestellten Fragen von anderen Nutzern bewerten. Die bestbewertesten werden dann wohl Putin zum beantworten vorgelegt. Bei diesem Prozess stellten sich doch leichte kulturelle Unterschiede heraus. Während auf der BBC-Seite Fragen nach Putins Vorstellungen zu Demokratie und Weltpolitik überwiegten und die meisten Punkte bekamen, sah es auf russischer Seite etwas skurriler aus, wie die Tagesschau zu berichten weiss: Wann setzt Russland riesenhafte Kriegsroboter ein?
Rund 9000 russische User sprachen sich auf der Yandex-Homepage dafür aus, den Präsidenten knallhart mit der Frage zu konfrontieren, ob und wann sein Land gigantische, menschenähnliche Kampfroboter einzusetzen gedenken pflege – die Zeichentrickserie „Transformers“ lässt grüßen. Fast ebenso interessiert die Internet-Gemeinde aus unerschöpflichen Gründen der Standpunkt des Präsidenten zum düsteren Tentakelmonster Cthulhu, einer Figur des US-Fantasyautors H. P. Lovecraft. Auch nach Aufklärung über den Marihuana-Konsum und die sexuellen Erfahrungen des Präsidenten besteht offenbar Bedarf.
Das mit den Kampfrobotern und Cthulhu interessiert mich jetzt aber auch.
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: iCommons Summit 5 – der Rest
: iCommons Summit 5 – der Rest So, ich bin wieder zurück in Berlin, zumindest für kurze Zeit. Der Rückweg war ganz schön anstrengend. Insgesamt 27 Stunden hab ich in zwei vollen Flugzeugen und auf den Flughäfen von Rio, Madrid und Tegel verbracht, mit etwas Schlaf zwischendurch, soweit das überhaupt möglich war. Aber in der letzten Nacht kontne ich wenigstens etwas Schlaf vor dem Wochenende nachholen. Unglücklicherweise regnete es die beiden letzten Tage in Rio – mit Strand war da nichts. Dafür gabs noch ein Brasilienspiel kurz vor dem Abflug und etwas Ambiente drum herum. Dort haben tatsächlich sämtliche Geschäfte um 11 Uhr geschlossen, damit alle Brasilianer um 12 Uhr Mittags das Spiel sehen konnten. Eine gespenstige Atmosphäre. Natürlich liefen die meisten Einwohner und fast alle Touristen in gelben T‑Shirts durch die Gegend. Und direkt nach dem Abpfiff wurden an Strassenkreuzungen Soundsystems aufgebaut und Strassenhändler boten ihre Waren an. Leider gabs bei den Soundsystems nur schlechte Musik. Klang etwas alles ein wenig wie Dieter Bohlen auf brasilianisch – also eher Kirmesmusik. Trotzdem lustig anzusehen. Aber ich kann zu Kirmesmusik echt nicht tanzen – der Beat und die Soundstruktur sind einfach zu schlecht.
Sonntag Abend ist der iSummit offiziell zu Ende gegangen. Vorher gabs noch das dänische Free Beer auf dem Dach des Hotels mit Sonnenuntergang und dem Strand zu unseren Füssen. Ich hab auf meinem Rechner noch ein Interview mit Henrik Moltke von den Free Beer Leuten, was ich aber noch etwas nachbearbeiten muss. Das gibts also nächste Woche erst. Sonntag ist das Internet auch endgültig zusammen gebrochen und war nicht mehr nutzbar. Deswegen gabs auch nichts mehr gebloggtes aus Rio selbst.
Am Sonntag morgen war noch ein sehr interessantes Panel zum Thema „Global Commons“. Cory Doctorow erklärte ausführlich, wieso die Electronic Frontier Foundation mit vielen anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen zur WIPO gegangen ist. Zuerst gab es viele Zweifel und Skepsis, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Immerhin kostet es sehr viele Ressourcen, bei den vielen Meetings in Genf vor Ort zu sein. Allerdings haben sie ziemlich schnell festgestellt, dass es sehr wichtig ist, den Regierungsvertretern, die meist unbedarft dort sitzen und von vielen Themen keine Ahnung haben, eine alternative Position anzubieten. Eine ähnliche Erfahrung hatten wir als zivilgesellschaftliche Vertreter auch beim UN Weltgipfel zur Informationsgesellschaft gemacht. Bisher gabs dort immer nur die Lobbyisten der Unterhaltungsindustrie, die z.B. oftmals versuchten, Themen, die in den USA nicht durchsetzungsfähig waren, über die WIPO in die nationale Politik zu bringen. Cory nannte das Beispiel der Broadcast-Flag, also der Verschlüsselung von Radioprogrammen. Die Vertreter der Filmindustrie hatten vielen Diplomaten einfach erzählt, dass dies in den USA Recht sei und so waren die Diplomaten über die Alternativmeinungen der Bürgerrechtler überrascht, von denen zu hören, dass Themen wie die Broadcast-Flag in den USA nicht durchsetzungsfähig waren. Auch snd viele Diplomaten froh, von den Bürgerrechtlern Klartext zu hören, was gerade abläuft und nicht immer nur die diplomatisch verklauselierte Sprache, die bei UN-Organisationen zwischen den Regierungsvertretern üblich ist. Ein grosses Problem, aber auch eine Chance, bei der WIPO (und nach meiner Erfahrung nach überall auf UN-Ebene) ist, dass Regierungsvertreter weitgehend autonom handeln. Meist bekommt die Bürokratie zuhause überhaupt nicht mit, was die Gesandten dort überhaupt verhandeln und wie sie entscheiden, wenn sie nicht direkt mit einem Votum ausgestattet wurden. Es bringt also sehr viel, wenn man die Vertreter einzelner Länder von alternativen Positionen auf dem Flur überzeugt. Wenn ich Zit habe, werde ich in nächster Zeit auch mal von der Wipo live berichten. Lust habe ich schon lange, aber alels eine Ressourcenfrage – und zwischendurch muss ich auch mal Geld verdienen, um mir den Luxus dieses Blogs leisten zu können.
Jimbo Wales brachte danach seinen üblichen „Wikipedia für Einsteiger“-Vortrag mit den bekannten Argumenten und ein wenig Abwechslung. Ein Schwerpunkt war die Zensur in Chian und wie Wikipedia damit umgeht. Eine sehr aktive Wikipedianerin stammt aus Taiwan und schreibt an der chinesischsprachigen Wikipedia mit. Diese wird natürlich zensiert, und auch IRC, der übliche Kommunikationsweg in der Wikipedia wird in China zensiert. Die chinesischen Wikipedianer weichen daher auf Skype aus, um miteinander und mit Taiwan zu kommunizieren. Seitdem Skype auch in einer chinesischen zensierten Variante erschienen ist, tauschen sie Wege aus, an die unzensierte Variante zu kommen – und bisher klappt das immer. Eines der Hauptargumente von Jimbo Wales in seinen Vorträgen ist immer, dass Messer ja wegen ihrer Gefährlichkeit und ihres Designs auch nicht verboten würden – bei Kommunikationstechnologien käme allerdings schnell immer der Ruf nach Zensur und einer Änderung des Designs.
Nhlanhla Mabaso aus Südafrika hielt seinen Vortrag dann mit einem Handy, um die Bedeutung von mobiler Kommunikation in Afrika zu verdeutlichen. Er forderte, dass die „digital Commons“ auch in der Mobilfunkwelt stattfinden sollte. Sonst hab ich leider morgens wenig mitbekommen von dem Vortrag, weil sein Akzent zu stark war und er keine Folien zum mitschreiben verwendete.
Danach beschrieb Jamie Love von CPTech (Die sich übrigens bald umbenennen werden, weil CPTech etwas kompliziert klingt. Der neue Name ist besser, aber der ist noch nicht offiziell), wie es zur „Access to knowledge“-Bewegung (a2k) gekommen ist. Man suchte um Jahre 2004 nach einem gemeinsamen Nenner, um all die Kampagnen für Freie Software, Freies Wissen, digital Commons, Patentreform, Net-Neutrality, Open Access, Informationsfreiheits, etc. unter einen gemeinsamen Hut zu bekommen. Und bei einem Brandstorming entstand daraus „a2k“, also „Zugang zu Wissen“. Vorbild ist eine Kampagne von Ärzte oder Grenzen für den Zugang zu Medikamenten, die einen grossen Erfolg im letzten Jahrzehnt hat. a2k ist eine neue soziale Bewegung über alle Ländergrenzen hinweg und das Ziel der Kampagne ist schnell evaluierbar: Gibt es einen Zugang zu Wissen – oder nicht? Im Moment wird Wissen ja immer mehr verschlossen und privatisiert, anstatt die Möglichkeit zur Entwicklung und Innovation zu nutzen – global wie lokal.
Anschliessend war ich noch im Panel „The public sector commons and building national public domains“. Dort ging es darum, wie man Regierungsinformationen und öffentlich finanzierte Publikationen unter Creative Commons lizenzieren kann und welche Schwierigkeiten dabei auftreten. Das war mässig interessant, zumindest für mich gab es wenig neues zu hören. Es ist oftmals auf einzelne Personen in der Bürokratie ankommt und dass es kompliziert ist, weil die Urheberrechte oft kompliziert geregelt sind. Irgendwie ist das ähnlich bei der Einführung von Freier Software in Behörden.
Abends nach dem Free Beer Empfang gab es noch ein Konzert mit freier Musik in einem Club in Rio. Zuerst legten Mediasana auf, ein politisches VJ-Projekt aus Rio, die richtig fette BigBeats mit politischen Messages unterlegen. Ich fands richtig cool. Auf deren Webseite finden sich kleinere Videos – leider teilweise als WMV. Fast noch cooler war BNegão, eine sehr populäre brasilianische Band, die ihre Musik unter einer CC-Lizenz veröffentlichen. Vor zehn Jahren hätte man ihre Musik Crossover genannt – war eher ein Mix aus HipHop, Dub, Rock und was weiss ich noch alles. Insgesamt mit sieben Menschen auf der Bühne und das hat richtig gerockt. Ihre Musik findet man als MP3 hier. Anhören lohnt sich und live sind sie noch besser.
insgesamt war der iCommons Summit richtig lohnenswert. Inhaltlich gibt es zwar auf Konferenzen wie der kommenden Wizards of OS 4 (Termin buch und kommen: 14.-16 September 2006 in Berlin!) mehr Input, aber der Schwerpunkt lag auch eher auf globaler Vernetzung und Menschen zusammen bringen, die in ihren Ländern an ähnlichen Projekten arbeiten. Nächstes Jahr findet der iSummit übrigens in Dubrovnic / Kroatien statt. Das dürfte zumindest für viele Europäer einfacher zu erreichen sein, die nicht wie ich ein Stipendium für Flug- und Hotelkosten bekommen haben. Ich meinte ja spasseshalber, dass ich aus Berlin locker mit dem Fahrrad anreisen könnte. Schön, wenn ich die Zeit dafür hätte. :)
Montag war noch der zweite Teil des „NGO-in-a-Box Workshop“, den wir in einem Ponto de Cultura in einer Favela in Rio abgehalten haben. Favelas werden die Armenviertel in Brasilien genannt und es war recht eindrucksvoll, mal die Realitäten dort zu sehen. Der Ponto de Cultura, wo wir waren, glich eher einer Ruine. Die Brasilianer erklärten uns, dass es üblich wäre in Brasilien, dass Politiker oft feierlich mit dem Fernsehen neue Kulturzentren eröffnen und dem Projekt nach der nächsten Wahl oder nur wenigen Monaten später den Geldhahn zudrehen. In diesem Ponto de Cultura gab es bisher einen renovierten Raum – die Eingangshalle. Verschiedene Aktive von „eStudio Libre“ bauen jetzt dort ein Linux Schulungszentrum mit alten gebrauchten Computern auf, die sie von Firmen bekommen. Und gleichezitig soll das Gebäude nach und nach renoviert werden. Eigentlich wollte ich von da bloggen, aber der Strom fiel zu oft aus und einmal war mein fast fertiger Eintrag dadurch vernichtet. Als Deutscher rechnet man ja nicht damit, dass das Stromnetz überlastet ist. Auf jeden Fall eine Erfahrung fürs Leben – spätestens nach dem zweiten Zusammenbruch.
Und hier ist noch ein kleines Video, wie Gilberto Gil das Free Beer probiert:
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: Schreibrecht 2006 – Wettbewerb
: Schreibrecht 2006 – Wettbewerb Auf Telepolis wird ein Schreibwettbewerb eröffnet: „Schreibrecht 2006″.
22 Jahre nach dem Orwelljahr 1984 hat die einst so bedrohliche Vision ihren Schrecken verloren. Der immerwährende Krieg erinnert an den seit 2001 stattfindenden „War on Terror“, Nachrichten- und Medienmanipulation ist an der Tagesordnung und (versteckte) Kameras sind allgegenwärtig. Doch auch die anderen düsteren Visionen einer Zukunft haben längst ihren Weg in die Gegenwart gefunden und sind (fast) Realität. Wenn Lehrerinnen wegen einer Wahrscheinlichkeit einer Erbkrankheit ihren Arbeitsvertrag nicht bekommen, erinnert dies an „Gattaca“, die Spaß- und Wegwerfgesellschaft kennt man aus „Schöne neue Welt“, die Bestrebungen „antisoziales Verhalten, selbst in Form eines Spuckens auf die Straße zu beenden“, an „Demolition Man“ und die selbständigen Drohnen im Krieg lassen Erinnerungen an „Screamers“ aufkommen. Doch wenn all dies schon normal ist, wie sieht die Zukunft aus? Wird es eine Rückbesinnung auf mehr Freiheit, mehr Bürgerrechte geben oder nimmt das Panopticum zu? Wird Datenschutz eine Rolle spielen oder doch nur „Täterschutz“ sein?
Auf diese Fragen sucht „Schreibrecht 2006“ eine Antwort.
Gesucht werden Texte, die nicht über 25’000 Zeichen lang sind. Die Einreichungen per email an schreibrecht@telepolis.de dürfen gerne unter einer nichtkommerziellen Creative Commons-Lizenz stehen. Einsendeschluss ist der 15.07.2006.
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: Freie Kulturen – Freies Internet – Internet Governance und die Schweiz
: Freie Kulturen – Freies Internet – Internet Governance und die Schweiz Im Herbst finden in Athen das Internet Governance Forum statt. Um die Debatte auch in der Schweiz zu lancieren organisiert die ETH und Switch ein Symposium:
Vorgelagert zur Gründung findet am 7. Juli an der ETH Zürich ein nationales IGF-Symposium statt, um die an der Zukunft des Internet interessierten Personen zu einem Schweizer Beitrag zur Gründung des IGF zu bewegen und eine breitere Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu informieren. Die Veranstaltung ist kostenlos und offen für alle.
Freitag, 7.07.06, 13.15–17.00 Uhr, ETH-Hauptgebäude, Raemistrasse 101, 8092 Zuerich, Auditorium Maximum (HG F 30).
Programm und Anmeldung zum Symposium unter: http://www.igf-06.ch
Neben einer Einführung durch Markus Kummer, Executive Coordinator des IGF, kommen auch die Stakeholder zu Wort. Danach finden zwei Kontroversen zum Thema Datenschutz und Regulierung, sowie Urheberrecht statt. Wer danach aktiv mitarbeiten moechte, dem bietet sich die Möglichkeit sich an einem anschliessenden Workshop zu beteiligen.
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: Zürich: the grey commons
: Zürich: the grey commons Diesen Mittwoch (28.06.06) findet in der Roten Fabrik in Zürich die nächste Veranstaltung der Digitalen Allmend statt. Das aktuelle Thema „the pirate bay“ wird aufgegriffen und von Rasmus Fleischer präsentiert.
Aus der Veranstaltungsankündigung:
Ein Blick zu Projekten in Skandinavien: „Piratbyran“ (Bureau of Piracy) und „Piratgruppen“ fördern die informationelle Piraterie und fokussieren sich auf Fragestellungen zu geistigen Monopolrechten und File Sharing. Die beiden sind Schwesterorganisationen von „The Pirate Bay“, dem weltweit grössten Bittorrent-Tracker. Dieser ist ein Herzstück von modernem Filesharing. Auf rechtlicher Ebene ist die „Piratpartiet“ (The Pirate Party) aktiv – diese möchte das Urheberrecht fundamental ändern, das Patentsystem abschaffen und die Privatsphäre der Bürger stärken. Mit diesem Programm wird der Einstieg in das schwedische Parlament angestrebt.
Im Rahmen der Veranstaltung werden die Aktivisten zu Wort kommen und erklären weshalb eine graue Zone der Kopierbarkeit zentral für Kreativität ist. Sie werden dabei durch Rasmus Fleischer (Schweden) vertreten. Er wird sein Referat auf Englisch halten.
Die Veranstaltung findet am 28.06.2006 im Clubraum der Roten Fabrik (Seestrasse 395, Zürich) um 20:00 Uhr (Türöffnung 19:30 Uhr) statt. Der Eintritt beträgt 15.-/10.-.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein Digitale Allmend und der Roten Fabrik.
Die Veranstaltung wird voraussichtlich auch aufgezeichnet und auf der Webseite zur Verfügung gestellt. Die Audio und Videoaufnahmen der letzten Veranstaltung „Wissen: Freier Zugang für alle?“ sind bereits online.