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: Ausstellung im newthinking store: ‚cyber-HANGMAN: e‑commerce’
: Ausstellung im newthinking store: ‚cyber-HANGMAN: e‑commerce’ Mal was anderes in eigener Sache: im newthinking store wird am kommenden Donnerstag eine Ausstellung eröffnet, cyber-HANGMAN: e‑commerce . Die Werke der kalifornischen Künstlerin Danille M. Font sind bis zum 28. Juli zu sehen.
Viele dieser Bilder haben nicht viel mit den eigentlichen Produkten zu tun, die sie bewerben sollen. Aber sie zeigen einen umkämpften Markt jenseits traditioneller Geschäftsmodelle. Die „Do or Die“-Haltung, die in den Bildern zum Ausdruck kommt, soll die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen. Diese Einstellung weckte Interesse für das Internet und regte an, die neuen Technologien selbst auszuprobieren. Jedes einzelne Bild in der Ausstellung erzählt von der Geschichte einer sich neu entwickelnden Industrie.
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: iCommons Summit Part 4
: iCommons Summit Part 4 Heute ist es etwas ruhiger in Rio. Das liegt u.a. daran, dass es gestern Abend ein gemeinsames Essen mit Freigetränken gab, was dazu führte, dass heute morgen erstmal einige Referenten ausfielen. Wir waren pünktlich da, vor allem, wiel unser Hotel mit einem grösseren Geräuschpegel ein auschlafen unmöglich macht. Das erste Panel zum Thema “Towards a bridge between the commons in science, art and innovation” war teilweise interessant. Vor allem James Boyle, der sehr eloquent auf verschiedene Strategien hinwies, wie man in Argumentationsfallen laufen kann, bzw. diese vermeidet, wenn man für eine Commons /Allmende argumentiert. Hier wird ja alles aufgezeichnet und später gibts dazu die passende Aufnahmen. Er sprach einfach zu schnell und mit Akzent, um nach dem ersten Kaffee den Argumentationen bloggend zu folgen.
Jenny Toomey von der Future of Music Coalition war auch cool, die versuche ich noch, für ein Interview zu bekommen. Aber dann gabs Fussball und wir setzten uns dazu ins Hotelrestaurant, wo man gleichzeitig einen Blick auf einen grossen Fernseher und auf den Strand vorm Fenster werfen konnte. Zum Glück kamen wir pünktlich, um beide Tore mitzubekommen. Später gabs ein Panel zu „Open Business – The Enterprise Commons“, was mich vor allem auch beruflich interessiert. Allerdings hatte ich mir ein wenig mehr davon erwartet. Interessant war die Idee eines „Model Agency Agreement“ in Form einer „Commercial Commons Licence“. Dazu gibts eine ausführliche FAQ und weitere Infos auf der Open Business – Webseite.
Komplett unpassend fand ich die Präsentation von „my mojay“ aus Südafrika. Die wollen so ein „Virtual Recording Studio“ für Handies und Internet anbieten, womit man Klingeltöne und Musik erstellen kann und das ein wenig Social Software Features aus bekannten Diensten wie last.fm & co integriert. Das Geschäftsmodell dahinter ist, dass es ja einen Mehrwert für die Telkos und Handyhersteller wäre. Was das mit Open Business zu tun haben soll, erschliesst sich mir immer noch nicht. Da könnte man eigentlich fast jedes x‑beliebige Businessmodell, was irgendwie auf Austausch von Daten ausgelegt ist, auch dazu zählen.
Sonst gabs eine Präsentation von zwei Wissenschaftlern der London School of Economics, wo ich aber erst zum Schluss nach einem verwirrten Mittippen feststellte, dass sie lediglich ihren Studiengang vorstellten und nichts konkretes. Das war vielleicht verwirrend und man hätte es ruhig auch am Anfang mitteilen können. Die Folien bis dahin sahen durchaus interessant aus, wenngleich auch wenig zusammenhängend, was sich aber erst nach 10 Minuten erschloss. Ich musste extra neben mir bei eine nativer Speakerin nochmal nachfragen, ob ich das jetzt richtig verstanden hätte.
Zum Schluss stellte sich noch das FGV mit seiner Arbeit hier in Brasilien vor. Das ist sowas wie das brasilianische Berkman-Center undmacht interessante Arbeit. U.a. untersuchen sie die Wertschöpfungsprozesse von Tecno-Brega, um das Open Business Modell dahinter zu verstehen. Tecno-Brega hört man hier oft in den letzten Tagen, das ist Funk aus den Favelas und scheint das neue grosse Ding aus der brasilianischen Underground-Musik zu sein. Vor allem anscheinend aus der Stadt Belum im Staate Para. Das interessante dahinter ist, dass es sehr populäre Künstler dieser Musikrichtig gibt, die allesamt keine Plattenfirma haben. Sie releasen ihre Musik nur als MP3, andere mischen diese MP3s mit eigener Musik und daraus entstehen neue Mixe, die wiederum einfach weiterkopiert werden. Strassenhändler verkaufen gebrannte CDs und insgesamt ergibt sich eine äusserst interessante Wertschöpfungskette, wo vieleMenschen unterschiedlich an der Musik verdienen und die Künstler trotzdem davon profitieren und bekannter werden. Das wird alles im Rahmen eines Forschungsprojektes untersucht und ich bin mal auf die Ergebnisse gespannt. Auf der OpenBusiness-Webseite gibt es ein paar Informationen dazu:
A music scene called Tecno Brega making use of an alternative business model has emerged in the city of Belem in Brazil. This parallel music industry has been active for years and has achieved great success. Several hundred new Tecno Brega records are produced and released every year by local artists, with both the production and distribution taking place outside of the mainstream music industry. The tecno brega model is simple: the music lies outside the realm of traditional copyright and is used as a method of marketing events. Every weekend the “sound system” parties attract thousands of people to the outskirts of Belem to listen to the Tecno Brega music. The parties are advertised by the distribution of the music itself. The numbers are incomplete, but the Belem scene alone brings in yearly revenues of several million US dollars.
Ansonsten scheint OpenBusiness noch nicht so weit zu sein, wie ich eigentlich dachte. Und vor allem bin ich mit falschen Erwartungen in das Panel gegangen. Das diente erstmal zum kennenlernen der wenigen akademischen Akteure, die sich zum ersten Mal treffen und ich komme ja eher von der praktischen Seite. Aber interessant ist der Ansatz schon. Die Idee dahinter ist, Geschäftsmodelle rund um Creative Commons wissenschaftlich zu untersuchen. Bei der Wizards of OS 4 im September in Berlin wird es auch ein Panel dazu geben.
Heute Abend gibts Salsa und Samba und ich kann bald keine Caipirinhas mehr sehen. Aber Spass machts trotzdem.
Update: Kleiner Nachtrag, weil ich mich nach dem bloggen noch mit den OpenBusiness Menschenunterhalten habe. Der „My Mojay“ war wohl eher ein ungeplanter Unglücksvortrag, der von anderer Seite dort untergebracht wurde. Und die beiden von der London Schoolof Ecnomics zeigten einen unzusammenhängenden Mischmasch aus zwei verschiedenen Präsentationen, was eigentlich auch nicht so geplant war.
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: iCommons Summit Part 3
: iCommons Summit Part 3 Nach all dem anstrengenden Mitbloggen am Morgen gibt es jetzt mal etwas atmosphärisches aus Rio. Das Fussballspiel gestern war leicht beeindruckend. Erstmal leerte sich der Strand ziemlich schnell, als es immer näher an 16 Uhr heranrückte, dem Zeitpunkt, als das Spiel begann. Hatt schon was von einer gespenstigen Atmosphäre, als wir kurz vor 16 Uhr ins Taxi sprangen, um mit einigen Brasilianern in irgendeine Uni zu fahren. Dort gabs das Spiel dann mit ca. 150 brasilianischen Studenten in einer Art Cafe, wobei es eher den Charme einer grösseren Hütte im Wald hatte. Wir wurden erstmal etwas dumm angeschaut, als wir über das Tor der Japaner lachten. Das war aber auch eine komische Situation – man kommt extra nach Brasilien, schaut sich ein Spiel gegen Japan an, alle erzählen einem, wie toll Brasilien Fussball spielt und dann kommen die Japaner und schiessen das erste Tor. Später gabs dann noch ein paar Tore für Brasilien, was immer durch genug Feuerwerkskörper begleitet wurde, vielleicht waren auch Schüsse darunter. Auf jeden Fall ein grosser Krach. Zum Glück haben die auch gewonnen, sonst wäre die allgemeine Stimmung kaputt gewesen. Lustig war auch, bei Toren immer von irgendwelchen wildfremden Brasilianerinnen stürmisch umarmt zu werden, scheint hier wohl dazu zu gehören. Sicherheitshalber bin ich aber mal vergleichbar früh schlafen gegangen, sonst hätte ich nach all dem Alkohol dabei heute einen Hang-Over gehabt.
Hier gibts übrigens kein Mate-Tee, wie ich dachte, sondern das Getränk der Wahl heisst Guarana und enthält genau Guarana. Kann ich auch mit leben und schmeckt auch gut. Selbst im Hotel haben sie es, wenngleich ich nochnicht die korrekte Aussprache drauf hab und es immer etwas dauert, bis die Kellner meinen Wunsch verstehen. Ohne würde ich aber vermutlich längst nicht so fit sein. Das Internet ist in gewohnter Kongressstimmung – mal funktioniert das WLAN und dann mal wieder nicht. Ich versuche schon seit einiger Zeit, ein 12MB grosses Interview mit Joi Ito hochzuladen, aber das ist wohl hoffnungslos. Dafür gibts ein kurzes Interview mit Lawrence Lessig (5MB / MP3). Nebenbei blogge und podcaste ich noch für die iSummit Konferenzseite.
Ansonsten sind fehlende Steckdosen ein grosses Problem. Ich verpasse gerade eine interessante DIskussion, weil in dem grösserem Raum ganze vier Steckdosen sind und natürlich alle belegt. Jetzt muss ich halt mal aufladen und verbringe etwas Zeit im Flur. Ein grosses Pluspunkt des iSummits ist sicherlich die Frauenquote. Im Gegensatz zu den üblichen Konferenzen und Veranstaltungen in Deutschland gibt es hier nämlich mehr Frauen als Männer, was meiner Meinung nach die Gespräche in den Pausen auch interessanter macht. (Und die Frauen sind nicht als Freundin ihrer Freunde mitgeschleift worden) Mit dem Alter dürfte ich auch gut im Durchschnitt liegen, weit mehr als die Hälfte der Anwesenden ist zwischen 22 – 35. Insgesamt also alles sehr entspannt, nur von der Sonne und dem Strand hab ich hier in den Kellerräumen des Hotels heute nichts mitbekommen und das wird sich vermutlich bis Montag auch nicht ändern. Aber was solls, insgesamt ist das einer der interessantesten Kongresse, die ich je besucht habe.
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: iCommons Summit ist in Rio gestartet
: iCommons Summit ist in Rio gestartet Der iCommons Summit ist heute morgen offiziell gestartet. In ihrer Begrüssungsrede erklärte Heather Ford, die Geschäftsführerin von iCommons, dass man an den Erfolg des letzten und ersten iCommons Summits mit 80 Menschen im Juni 2005 anschliessen möchte. Zum zweiten Summit, ein Jahr später, sind schon mehr als 250 Menschen aus 49 Ländern erschienen. Mehr als 40 Journalisten und vier Kamerateams berichten zusätzlich zu den vielen Blogs und Podcastern. Heather Ford betonte, dass sich bei diesem Summit alles um erfolgreiche Showcases drehen würde. Vom Freedom Toaster in Südafrika über das Digital Burn Projekt in Grossbritanien bis hin zum Free Beer aus Dänemark, um nur wenige Beispiele zu nennen. in diesem Summit geht es um Kreativität und um Remixing.
Die Anwesenden wären die Menschen, welche die Wissenssallmende (Commons) aktiv aufbauen: Musiker, Wissenschaftler, Autoren, Künstler, Akademiker, Lehrenr, Politiker und Ingenieure. Heather Ford bedankte sich abschliessend bei der Fundacao Getulio Vargas (fgv) Law School für die Ausrichtung des zwieten iCommons Summits. Renaldo Lemos, Director des Center for Technology & Society at FGV Law School betonte in seiner kurzen Begrüssung, dass Brasilianer besonders für eine Sache geboren würden: Parties zu organisieren. Sow ird es die nächsten drei Nächte verschiedene Arten von Parties geben. Huete eine Dinnerparty, morgen gibts Samba und am Sonntag Abend ein Konzert.
Danach sprach Nathaniel Stern aus Südafrika, der hie rinegeladen wurde, um mit verschiedenen Medien den iSummit künstlerisch zu begleiten und zu remixen. Seine Rede war etwas schwierig zum mit bloggen, da er mehr rappte und herumhüpfte, als klar zu sprechen. Er betonte die Wichtigkeit von Free Culture Lizenzen, die erst richtig Remixen und Zusammenarbeit ermöglichen. Mit „Nehmt kleine Ideen und macht sie grösser“ beschrieb den Weg, eine Commons aufzubauen.
Damit war auch das erste Begrüssungpanel beendet und es folgte das nächste mit mehr Prominenz. Lawrence Lessig begrüsste die Anwesenden und war sehr erfreut, dass die aussergewöhnlichsten Menschen der Creative Commons Community hier in Rio zusammen kommen würden, inkl. einiger der grössten Kritiker. Creative Commons gründete die iCommons Bewegung, um eine Trennung zwischen der rechtlichen Schaffung von Lizenzen und dem globalen Communitybuilding hin zu bekommen. Das für viele langweiligste, aber vermutlich wichtigste Thema des letzten Jahres wäre die Debatte um eine Interoperabilität von Free Culture Lizenzen gewesen. Die fehlende Interoperabilität wäre ein Design-Fehler gewesen, vielleicht wären verschiedene Egos oder sonstwas dafür verantwortlich gewesen. Aber das Problem wäre bekannt und es würde die notwendige Infrastruktur gebaut, um das Problem zu lösen.
Ein weiteres wichtiges Projekt wäre das „public domain wiki (pdwiki)“ aus Kanada. Dort würden die Daten von Autoren in ein Wiki gepackt und Nutzer können Informationen über die Autoren hinzufügen. Damit würde eine Infrastruktur geschaffen, um heraus zu finden, was alles der Public Domain angehört und was noch nicht. Scheint eine Public Domain Registry zu werden.
Science Commons ist auch im letzten Jahr durchgestartet ud das Ziel dieses „dritten Arms“ von Creative Commons ist die Schaffung eines universellen Zugangs zu Wissen, um die Arbeit von Wissenschaftlern zugänglich für alle Menschen auf der ganzen Welt zu schaffen.
Mit einem kleinen Witz richtete er Aufmerksamkeit auf die Kritik von Richard Stallman. Dieser hätte kritisiert, dass der CC-Button „Some Rights reserved“ nicht explizit auf die jeweilige Lizenz hinweisen würde und irreführend sei. Normalerweise würde Richard Stallman ja nicht gewinnen, in diesem Fall hätte er sich aber durchgesetzt, betonte Lessig. Es wird also neue Buttons geben, die explizit auf die jeweilige Lizenz hinweisen. Dabei wird es ein Farbmuster geben, welches sich von Rot nach Grün bewegt. Die unfreieste CC-Lizenz wird dabei Rot sein und die freieste Grün. Die Farbspektren dazwischen beschreiben die unterschiedlichen Nutzungsfreiheiten. Dazu werden die Grafiken der Nutzungsfreiheiten auch auf den Buttons zu sehen sein.
Die CC-Mixter-Plattform wird nächste Woche in einer internationalisierten Version veröffentlicht werden. Viele gute Musik wäre mit dieser Plattform geschaffen worden und vor allem von vielen Menschen weiterentwickelt / geremixed. Lessig´ s Favorit sei Colin Mutchler mit dem Song „My life changed“. Dieser würde in nächster Zeit mit „Premixed – words and music for a free culture“ ein eigenes Album herausbringen. Mit Brian Eno und Pearl Jam hätten berühmte Künstler im letzten Jahr mitgeholfen, die CC-Lizenzen bekannter zu machen.
Das südafrikanische Freedom Toaster Projekt würde nicht nur nur Freie software zur Verfügung stellen, sondern mittlerweile auch viel Freien Content unter CC lizenziert. Am Ende der Konferenz würde es Free Beer geben, was nach Ansicht Lessigs gut schmecken würde- er musste es schliesslich letzte Woche beim Launch der Lizenzen in Dänemark testen. (Ich habs mittlerweile auch getestet und es schmeckt tatsächlich gut).
Er stellte verschiedene Firmen vor, die Geschäftsmodelle für CC-Content entwickeln. Scoopt war zuletzt in der Debatte. Die Firma möchte die Rechteverwaltung für kommerzielle Nutzung einfacher machen. Blogger und sonstige Kreative, die Content unter einer Non-Commercial Lizenz schaffen, sollen dafür kompensiert werden, wenn Firmen ihre Werke kommerziell verwerten wollen. Scoopt will dabei Zwischenhändler sein. Eine Firma namens Revver schafft im Moment eine Plattform, wo Künstler ihre Videos online stellen können und die Künstler werden wohl an den Webeeinnahmen betetiligt, welche die Plattform einnimmt. DotSub schafft eine Plattform, wo Untertitel für Videos in einer offenen und kollaborativen Weise für viele Kulturen zugänglich gemacht werden können. Man nehme ein Video, z.B. in englisch, und in Deutschland könnte jeder dabei helfen, die deutschen Untertitel hinzuzufügen. Eyespot schafft eine Plattform, wo man Video-Content im Browser mixen kann. Dabei wird auf Content mit einer CC-Attribution (Namensnennung) Lizenz zurück gegriffen und in den Prozess integriert. Die Plattform ermöglicht jedem, einfach Videos zu remixen.
Dann sprach er über das das Office-AddOn von Microsoft und dasss dieser Schritt zu begrüssen sei. Das erste Dokument, welches damit eine CC-Lizenz ausgewählt hatte,wäre die Rede von Gilberti Gil gewesen, die dieser im Anschluss halten würde. Cory Doctorow kritisierte im Anschluss in einer Session diesen Schritt, weil damit sein DRM-System unterstützen könnte.
Er bedankte sich bei Bob Young, einem der Gründer von redhat, der eine Million Dollar gespendet hat und damit erst den grossen iCommons Summit auch ermöglicht hat. Bob Young gab wohl früher auch das Gründungskapital und hat damit einen Anteil an der Arbeit von Creative Commons.
Eine sehr interessante News war, dass radiobras, eine brasilianische Nachrichtenagentur in den nächsten Tagen die Veröffentlichung ihres gesamten Contents unter der freiesten brasilianischen Creative Commons Lizenzen ermöglichen würde.
Alle sechs Monate würde man den Erfolg von Creative Commons anhand von Verlinkungen zur CC-Seite messen. 12 Monate nach Start wären es eine Million Links gewesen, nach 18 Monaten schon 1,8 Millionen. Nach 30 Monaten zwölf Millionen und im letzten Dezember schon 45 Millionen. Aber richtig verwundert wäre man jetzt gewesen, wo nach 42 Monaten mehr als 140 Millionen (!) Links bei Google zu finden sei.Man hätte erstmal bei Google nachgefragt, ob die Zahlen stimmen würden und sie wurden von dort bestätigt. Lessig bedankte sich abschliessend für die MIthilfe der Anwesenden, die Idee von Free Culture auf der ganzen Welt weiter zu verteilen.
Joi Ito, welcher neben unzähligen Vorstandsposten bei unterschiedlichsten Organisationen und Firmen auch den Vorsitz von Icommons inne hat, betonte in seiner Begrüssungsrede, dass wir alle zusammen eine Menge Dinge im Netz anstellen könnten, aber dass es imme rnoch besser sei, sich face2face zu treffen. Im Moment würden wir wieder eine neue Internetblase erleben, aber auch wirkliche Revolutionen. Eine davon wäre das, was man „User Generated Content“ bezeichnet, und hier besonders, was im Moment mit Video-Content und Plattformen wie Youtube passiert. Überall auf der Welt würden alte und neue Medien immer mehr miteinander verschmelzen und konvergieren. Ito berichtete von seiner japanischen Videoblogging-Show, die es jetzt auch im Fernsehen geben würde. Er würde sie immer zuerst im Netz releasen und unter einer CC-Namensnennungs-Lizenz veröffentlichen. Diese Lizenz wäre für eine Übernahme ins Fernsehen am besten geeignet. Viele Fernsehmenschen würden in Japan mittlerweile kapieren, wie das alles funktioniert und würden anfangen, Creative Commons LIzenzen deswegen zu mögen. Ito wies auf den Video-Server im nächsten Raum hin, der von allen mitgenutzt werden könnte und sollte. Zusammen würden wir den ganzen Video-Content der Konferenz remixen können und auch die anwesenden Journalisten soltlen sich überlegen, ob sie nicht beim Teilen und Remixen mitmachen und letztendlich damit auch davon profitieren würden.
Paulina Urrutia, die Kulturministerin von Chile, verstand ich bei ihrer Rede anschliessend leider nicht, da diese in spanisch gehalten wurde. Anschliessend sprach Gilberto Gil, der Kulturminister von Brasilien ist. In Brasilien würden alte IP-Gesetzgebung existieren und die Regierung hätte angekündigt, diese zu erneuern und würde das auch machen. Die Gesellschaft und Regierung müssten Sorge tragen, die Gesetzgebung in eine Richtung zu ändern, so dass alle davon profitieren würden. Er begrüsste John Perry Barlow, der auch anwesend ist mit den Worten, dass wir ohne ihn und die Arbeit der Electronic Frontier Foundation für ein freies Internet wahrscheinlich nicht hier sitzen würden. Seine Motivation, etwas an der Urheberrechtsgesetzgebung zu ändern, beschrieb Gil mit den Worten, dass er auch ein Teil der Unterhaltungsindustry sei und mit vielem nicht einverstanden sei, was dort für eine Politik betrieben und gefordert würde. Er würde mit seiner Arbeit die globale Unterhaltungsindustrie beienflussen wollen. Dann folgten viele Zitate von portugiesischen Autoren und aus seinen Lieder. Er beschrieb ein Erlebnis, als er jung war und mit einer Rockband und E‑Gitarren auftrat. Damit bekam er ziemlich viel Kritik von den brasilianische Studenten, dass er die Authentizität der brasilianischen Musik verletzten würde. Aber für ihn sei Kultur wie Open Source Software und sie wäre dazu da, neue Sachen auszuprobieren und bestehendes zu remixen.
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: ICANN-Update und Vorhersage
: ICANN-Update und Vorhersage Kieren McCarthy gibt im Register eine schöne Zusammenfassung aller Themen, die bei ICANN anstehen und die auf der Tagung in Marrakesch ab Samstag diskutiert werden (müssten): Whois-Privacy, IDNs, neue TLDs, Länder-Abkommen wegen ccTLDs, und so weiter. Und vor allem die Frage: Was passiert, wenn das aktuelle Memorandum of Understanding zwischen ICANN und dem US-Wirtschaftsministerium Ende September ausläuft?
Will the internet die in September?
ICANN Marrakech There will be much to discuss at ICANN’s Marrakech meeting which kicks off this Saturday, but one question rises about all others: what will happen to the internet on 30 September 2006? -
: Privacy auf dem Weg zu einer politischen Bewegung? Veranstaltung in Berlin Freitag Abend
: Privacy auf dem Weg zu einer politischen Bewegung? Veranstaltung in Berlin Freitag Abend Privacy und Datenschutz: Auf dem Weg zu einer politischen Bewegung?
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Colin Bennett, University of Victoria/Kanada23. Juni 2006, 19:00
newthinking store, Tucholskystr. 48, Berlin-Mitte
Eine Veranstaltung des Netzwerk Neue MedienDie Gruppen, die sich für die Verbesserung von Datenschutz und Informationsrechten und gegen die zunehmende Überwachung einsetzen, sind in der Regel verstreut und fragmentiert. Erst in den letzten Jahren deutet sich eine engere internationale Zusammenarbeit an. In Deutschland hat die Demonstration „Freiheit statt Sicherheitswahn“ am vergangenen Samstag gezeigt, dass die Kooperation punktuell funktioniert, aber noch nicht langfristig orientiert ist. Gibt es das Potenzial für eine breitere und stärker integrierte soziale Bewegung für Datenschutz und Informationsrechte?
Colin Bennett, seit über 20 Jahren renommierter Privacy-Forscher, wird erste Ergebnisse aus seinem Forschungsprojekt zu „Privacy Advocacy and Activism“ vorstellen und zeigen, was sich hier bereits tut und was man von anderen Ländern oder z.B. der Umweltbewegung lernen kann. Er ist gleichzeitig interessiert daran, von Privacy-Aktivisten aus Deutschland etwas über ihre Arbeit und Erfahrungen zu hören.
Die Veranstaltung findet auf englisch statt. Moderation: Ralf Bendrath (NNM / Uni Bremen).
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: iCommons Summit Part 1
: iCommons Summit Part 1 Endlich komme ich in Rio mal zum bloggen. Am Montag Abend bin ich erfolgreich nach 20 Stunden Reisezeit gelandet und war erstmal etwas irritiert. Es war nämlich dunkel. Meint man eigentlich nicht, wenn man am Vorabend des längsten Tag des Jahres aufbricht, um an den Strand und zur Sonne zu fliegen. Aber hier ist ja die andere Seite der Weltkugel und so erlebte ich die leicht bizarre Situation, dass es um 18 Uhr dunkel ist und trotzdem tropische Temperaturen. Mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt, wenngleich man sich um ein paar Stunden Sonne beraubt fühlt.
Dafür ist die Copacabana quasi um die Ecke meines Hotels. Noch näher als bei mir zuhause der nächste Bäcker. So hab ich gestern erstmal einen Teil des Tages am Strand verbracht. Nachdem ich mich erstmal an den Jetlag gewöhnt hatte. Mit anderen Worten, ich war als einer der ersten am Strand, morgens um 7:30 Uhr, was Berliner Mittagszeit war. Nach ein paar Stunden rumliegen und mir einen kleinen Sonnenbrand auf der Nase abholen wurde es mir aber zu langweilig und ich schaute mir mal die Gegend an. Die Brasilianer sind ja etwas merkwürdig. Erstmal gibt es überall (!) Fernseher. Aber zur besten WM-Zeit werden nicht etwa die Fussballspiele übertragen, sondern irgendwelche Telenovelas. Dafür gibts überall Brasilien-Devotionalien. Zuerst fragte ich mich ja, ob das Touri-bedingt ist und diese das ganze Jahr zu haben sind. Aber anscheinend gibts hier zur WM den aus Deutschland bekannten Sylvestereffekt (Wo nach Weihnachten für wenige Tage Chinaböller-Läden aus dem Boden gestampft werden). Und was man nicht alles in brasilianischen Farben kaufen kann! Auf jeden Fall mehr als man sich so vorstellt. Ich muss nochmal mehr Fotos machen, allerdings wird man auch ständig davor gewarnt, jegliche Unterhaltungselektronik öffentlich zu zeigen, um nicht Opfer eines Verbrechens zu werden.
Abends hab ich erstmal Henrik aus Dänemark getroffen, der 60 Kilo Free Beer aus Kopenhagen mitgebacht hat. Das Free Beer, was unter dem Namen Vores Oel hier schonmal beschrieben wurde. Also ein Bier, wo das Rezept und das Brand unter einer freien Creative Commons Lizenz steht (und Guarana enthält). Das gibts jetzt seit letzter Woche in einer neuen Edition, soll noch besser schmecken und ich bin aufs Wochenende gespannt, wo ich es endlich probieren kann. Mit Henrik mach ich auf jeden Fall noch ein Podcast-Interview in den nächsten Tagen zum Free Beer.
Später haben wir noch Hermano Vianna getroffe, einen sehr interessanten brasilianischen Anthropologen, der uns hier die brasilianische Kultur(-politik) näher brachte und uns bei einem tollen brasilianischen Essen viele Hintergrundinfos gab. Sehr spannend, ich mag ja Musikkultur. Leider hatte ich aus Sicherheitsgründen meinen MP3-Recordern nicht dabei, ihn hätte ich sehr gerne zu verschiedenen Themen befragt. Aber das hole ich mal per Mail nach. Lustigerweise ist Hermanno auch Kurator des Musikprogramms des Copa de Cultura Projekts, was gerade in Berlin im Haus der Kulturen der Welt stattfindet. Und wir wollten ihn eigentlich zur nächsten Wizards of OS Konferenz zum Schwerpunkt „Brasil, the Open Source Nation“ einladen, aber er hat im September leider andere Pläne.
Heute ist dann Arbeit angesagt und ich friere mir gerade in Sommerkleidung und Sandalen nicht nur die Füsse ab. Die Klimaanlage in dem dunklen Hotelkonferenzraum, wo gerade der NGO-in-a-Box Workshop stattfindet, simuliert gerade erfolgreich einen Winter. Draussen ist tatsächlich Winter, aber das bedeutet hier nur, dass es nicht regnet und nicht ganz so heiss ist. Auf jeden Fall sind es gerade sehr spannende Diskussionen mit 13 Personen aus vier verschiedenen Kontinenten. Ich war natürlich pünktlich heute morgen und konnte mir erstmal lustige Bemerkungen über pünktliche Deutsche anhören. Der Rest kam dann im Laufe der ersten Stunde. Jetzt geht es gerade um Themen wie Citizen Journalism, Paticipatory Media, Open Content und wie Freie Software dazu genutzt werden kann. Ein wenig kann man dem Workshop im iCommons-Wiki folgen.
Die Sonne werde ich den nächsten Tagen leider kaum zu sehen bekommen. Kein Wunder, wenn es hier um 17 Uhr dunkel wird und man bis dahin im Hotel in Räumen ohne Fenstern sitzt. Morgen werde ich mir auf jeden Fall die passende Kleidung anziehen. Um 15:30 Uhr wird der Workshop zu Ende sein. Um 16 Uhr Ortszeit gibts nämlich das Brasilien-Spiel und das bedeutet Ausnahmezustand. Alle Geschäfte schliessen und die ganze Nation soll vorm Fernseher sitzen. Da bin ich mal gespannt. Bisher haben die Brasilianer ja nicht besonders tollen Fussball gezeigt.
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: Creative Commons und Fedora veranstalten Open-Video-Wettbewerb
: Creative Commons und Fedora veranstalten Open-Video-Wettbewerb Der Open-Video-Contest der Creative Commons und Fedora ist eröffnet. Endlich wird es belohnt, das Kino neu zu erfinden!
Als Hauptgewinn bei dem Wettwerb von Creative Commons und Fedora winkt ein Sony Camcorder in einer speziellen Fedora-Ausgabe. Darüber hinaus erhalten die ersten 150 Einsender je ein Paar Flip-Flops mit Fedora-Aufdruck. Laut den Teilnahmebedingungen sollten die eingesandten Videos nicht länger als 30 Sekunden sein, die Videodatei im OGG-Theora-Format eine Größe von 10 MByte nicht überschreiten. Musik, Bilder oder Videos sollten nur dann genutzt werden, wenn sie frei verwendbar sind oder unter Bedingungen wie der Attribution-ShareAlike Lizenz stehen.
Einsenden kann man zwischen dem 20. Juni 00:00 Uhr UTC (02:00 MESZ) und dem 20. Juli 00:00 Uhr UTC 2006 per E‑Mail. In der Jury sind unter anderem Alek Tarkowski (Creative Commons), Greg DeKoenigsberg (Red Hat), Max Spevak (Fedora) und Samuel Klein (Wikimedia Foundation, Special Project Committee).
[via / Markus]
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: Going Brasil!
: Going Brasil! Wenn nichts mehr schief geht, fliege ich morgen früh los zum iCommons-Summit in Rio de Janeiro, der dort vom 23.–25. Juni stattfindet. Das bedeutet 5 Uhr aufstehen, 8 Uhr in Tegel losfliegen, 11 Uhr Zwischenlandung in Madrid und von dort 10 Stunden lang weiter nach Rio, wo ich dann um 16 Uhr Ortszeit ankomme. Das Wetter soll ja nicht schlecht sein, alle Hotels scheinen am Strand zu liegen und am Donnerstag gibts das nächste Brasilien-Spiel, was vor Ort sicherlich interessant wird. Mal schauen, wie die Netzsituation vor Ort ist. Wenn alles gut geht, blogge und podcaste ich regelmässig von den vielen spannenden Veranstaltungen.
An dem Tag vor- und nachher werde ich an einem NGO-in-a-Box – Workshop mit dem Schwerpunkt „Open Publishing“ teilnehmen, der vom Open Society Institute organisiert und finanziert wird. Dort wird es darum gehen, wie Nichtregierungsorganisationen freie Tools zum Publizieren einsetzen können. Eines meiner Lieblingsthemen und für mich ist das eine schöne Vermischung von Arbeit und Vergnügen.
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: Demo gegen Überwachung war guter Start
: Demo gegen Überwachung war guter Start Die Berichte über die Demo „Freiheit statt Sicherheitswahn“ am Samstag in Berlin, die federführend vom AK Vorratsdatenspeicherung organisiert worden war, haben ja nun wohl schon die Runde gemacht, daher hier wegen der Chronistenpflicht nur eine kurze Zusammenfassung.
250 Leute, viele gute Transparente und „Privacy is not a crime“-T-Shirts, DNS-Speicheltest-Aktionen mit Passanten – insgesamt gute Stimmung, und sogar ein Polizist soll vor dem BMJ die Parolen mitgerufen haben.
Berichte gibt es bei heise, telepolis, de.internet.com, indymedia, und als mp3 beim Deutschlandradio. Fotos gibt es u.a. hier und hier. Das beste ist der Demo-Song von Bundestag United: „Sicherheitswahn (Let the fear control your mind mix)“, feat. Otto Schily vs. Wolfgang Schäuble, Günther Beckstein, Angela Merkel, Wolfgang Bosbach u.a. Lohnt sich zu hören, steht unter Creative Commons, und vor allem das Ende ist klasse gemacht.Dafür dass der AK Vorrat erst seit Dezember existiert und über keine Finanzierung verfügt, und dass die Vorbereitungszeit nur ein Monat war, ist das ein viel versprechender Start gewesen. Jetzt heisst es weitermachen. Es sind bereits jährliche Demos in Berlin und dazwischen regionale Sachen im Gespräch. Übrigens: Die Loveparade hat beim ersten Mal auch nur 150 TeilnehmerInnen gehabt. Und bitte nicht meckern was alles fehlte, sondern mithelfen damit es nächstes Mal noch besser läuft. Die Demo wurde überwiegend per Email und Wiki vorbereitet. Heisst das jetzt Demo 2.0? Oder We 2.0?
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: Diskussion: Münchens Weg weg von Microsoft
: Diskussion: Münchens Weg weg von Microsoft Das WirtschaftsForum der Sozialdemokratie in München lädt am kommenden Dienstag zu einer Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion zum Thema: „Münchens Weg weg von Microsoft“. Als Referent wird Wilhelm Hoegner, Leiter der Hauptabteilung Informationstechnologie der Landeshauptstadt München anwesend sein.
Am Dienstag, den 20. Juni 2006 um 19 Uhr, Unionsbräu, Einsteinstr. 42, Grüner Saal, (ÖPNV Max-Weber-Platz).
Die Entscheidung des Stadtrates der LHS München, vom Jahre 2003 an künftig ohne Microsoft-Produkte auskommen zu wollen, hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Microsoft befürchtete einen Dominoeffekt. Die Stadt München sah den pessimistischen Voraussagen, die Abnabelung von Microsoft sei für eine Kommune von der Größe Münchens nicht zu schaffen, mit Fassung entgegen.
Konnte sich München gegen Microsofts Marktmacht behaupten? Ist die Alternative der opensource-Programme auf Linux-Basis tragfähig?Für diese Fragen und ihre Beantwortung steht Dipl.-Ing. Wilhelm Hoegner zur Verfügung, der als Leiter des Amtes für Informations- und Datenverarbeitung die EDV-Politik der Stadt vorbereitet hat und nun die Umsetzung verantwortet.
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: Datenspuren-Mitschnitte sind online
: Datenspuren-Mitschnitte sind online Die Mitschnitte des Datenspuren06-Symposiums vom Chaos Computer Club in Dresden sind jetzt im freundlichen Ogg-Format online erhältlich.
z.B. Jens Ohlig über Zensur in China (16MB).
[Danke an Patrick für die Mail]
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: Schweiz: Poster OSS Roadmap und OpenExpo
: Schweiz: Poster OSS Roadmap und OpenExpo ch-open, die Swiss Open System User Group, hat aktuell zwei interessante Projekte für welche sie noch nach Beiträgen aufrufen:
OSS Roadmap: eine Agenda für alle Termine rund um Freie und Open Source Software
Es soll ein Veranstaltungskalender und ein Poster mit allen Anlässen in der Nähe der Schweiz zum Thema Freie und Open Source Software erstellt werden. Der Veranstaltungskalender wird auch online verfügbar sein. Für Events die aufs Poster sollten gilt:
Um im kommenden Juli die neuen OSS Roadmap Poster mit den möglichst vollständig erfassten Veranstaltungen drucken zu können, sind nun alle Organisationen, Gruppierungen und Unternehmen eingeladen, bis 20. Juni 2006 ihre aktuellen Open Source Termine einzutragen. In der OSS Roadmap können Präsentationen, Konferenzen, Ausstellungen, Schulungen, Treffen, Milestones für OSS-Produkte, Call for Papers und andere Termine angegeben werden. Sowohl öffentliche Veranstaltungen von Unternehmen als auch kommerzielle Anlässe können erfasst werden. Sämtliche Eintragungen erfolgen kostenlos.
OpenExpo: Free and Open Source Software Exihibition
Von 20.9 – 21.9 findet in Zürich die OpenExpo statt. Sie verfügt ebenfalls über eine Comunity Area.Die OpenExpo sucht für die Community Area Mitwirkende in Open Source Projekten, welche ihre Werke den Messebesuchenden präsentieren. An Plakatwänden wird die Software portraitiert und mit Durchführen von Entwickler-Sprints oder kurzen Workshops kann sie den interessierten Besucher im Detail vorgestellt werden. Anmeldeschluss: 01.08.2006
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: Deegree – Offene Geodaten!
: Deegree – Offene Geodaten! Heise berichtet über eine Tagung des Deegree-Projektes, das „ist ein vor fünf Jahren vom Bonner Institut gegründetes Open-Source-Projekt für Geoinformationsdaten, das die bislang umfangreichste Implementierung von Standards des Open Geospatial Consortium (OGC) und der Internationalen Standardisierungsorganisation ISO vorweisen kann“: Bei Geodaten sind offene Kartensysteme auf dem Vormarsch. Professor Klaus Greve vom Geographischen Institut der Universität Bonn sagte dort:
„Es ist kein Zufall, dass Mashups so viele Kartenanwendungen haben. Die Menschen interessiert jedoch nicht, wie hoch etwa die Ozonwerte in einem Bundesland, sondern wie hoch sie vor ihrer eigenen Haustüre sind. Diese Daten wollen sie dann kommentieren.“ Auch wollten „Menschen bei Katastrophen wie Tsunamis sich selbst ein Bild von der Lage machen und nicht warten, bis der Spiegel seine erste Infografik gebastelt hat“.
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: Der Video-Podcast zur WM: Morgen startet das WMStudio06
: Der Video-Podcast zur WM: Morgen startet das WMStudio06 Was die Kanzlerin kann, können wir schon lange: Morgen startet WMStudio06 – Unser Video-Podcast zur WM. Das Projekt ist als Spassidee entstanden, da ein Teil von newthinking communications verrückt nach Fussball ist und der andere Teil sich mehr fürs Internet und neue Kommunikationstechnologien interessiert. Mit dem WMStudio bekommen wir beides kombiniert und überleben die WM in der Mitte Berlins.

Jeden Tag um 15 Uhr geht eine neue Folge der Show online. Mit „Teddy Turbo“ aka Christian Ahlers von den „Good Old Boys and Girls“ haben wir einen professionellen Schauspieler als Moderator (und seine Schreiber dazu), der nicht nur die Spiele kommentieren wird, sondern auch den etwas anderen Blick auf das WM-Geschehen wagt.
In Analogie zum offiziellen WM-Motto „A time to make friends“ steht die Show unter dem Motto „A time to make sense“. Im Online-WM-Studio wird es neben den Spielkommentaren auch Expertengespräche, Taktikanalysen, eine Presseschau sowie den „WM-Artikel des Tages“ geben. Dabei können wir sogar auf eine Bluebox zurückgreifen, die hier nebenan bei den Jungs und Mädels von eitelsonnenschein berlin steht und die bei dem Projekt auch mitwirken. Insgesamt sind mehr als fünfzehn Personen damit mehr oder weniger befasst.
Beim wmstudio06 setzen wir konsequent auf Offene Standards – Zumindest soweit das geht. Die Produktion und Schnitt läuft komplett mit Freier Software. Wir greifen dabei hauptsächlich auf Kino, Cinelerra, Audacity, Inkskape und Gimp zurück und wollen damit auch zeigen, dass professionelle Videoproduktion mit Freier Software Realität ist. Als Videoformat wird es neben MP4 auch das sympathische und nachhaltige Ogg Theora-Format geben. Von mir aus hätten wir dies auch in den Feed eingebunden, aber dann würden sich alle Apple- und Windows-Nutzer beschweren. Schade eigentlich, so kommt der Feed leider nur mit MP4. (Mal schauen, vielleicht gibts noch einen Extra-Feed mit Ogg Theora). Für den Player hätten wir gerne eine andere Lösung als Flash gefunden, aber hier haben zwei Wochen testen nur gezeigt, dass es immer noch keine zufriedenstellende plattformübergreifende Lösung gibt. Und meine Entscheidung war dann, dass wir lieber den Besten der getesteten Player nehmen als gar keinen.
Aber die Verbindung von freien Formaten und offenen Lizenzen dürfte bei der bewegten WM-Berichterstattung einzigartig sein. Ausserdem ist alles „on demand“ – Broadcast-InternetTV war gestern. :)
Bis zum 9. Juli finden sich täglich ab 15 Uhr auf www.wmstudio06.de neue Inhalte zum Download . Alle Videos stehen unter einer Creative Commons Lizenz – das Kopieren und Weiterverbreiten ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Auch wenn es eine restriktive CC-Lizenz ist, wird wohl niemand etwas gegen Mash-Ups etwas haben. Alle Videos werden selbstverständlich in verschiedenen Formaten zur Verfügung gestellt, damit niemand ausgeschlossen wird. Vermutlich wird es auch noch eine Mobile-Version geben.
Der Trailer ist schon online (OGG / MP4) und da einige Blogs schon drauf verlinken, gibts die Vorankündigung schon heute. Heute Abend basteln wir noch weiter dran, auf unserem internen Server siehts schon viel weiter aus. Und morgen um 15 Uhr ist dann die erste Show online.
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: Demo gegen Überwachung am Sa, 17.6. in Berlin
: Demo gegen Überwachung am Sa, 17.6. in Berlin Langsam platzt immer mehr Leuten die Hutschnur oder der Kragen wegen der zunehmenden Überwachung. Und nur auf das Verfassungsgericht zu zählen ist auf die Dauer auch etwas nervig. Jetzt gibt es seit langem mal wieder einen Versuch, den bisher stark im Netz stattfindenden Protest auf die Straße zu tragen. Aus dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist die Idee für eine Demo entstanden, die thematisch aber viel breiter ausgerichtet ist und schon einige Unterstützer gefunden hat.
www.Freiheit-statt-Sicherheitswahn.de
„Freiheit statt Sicherheitswahn“
Demo in Berlin am Samstag, den 17. JuniDer Überwachungswahn greift um sich. Staat und Unternehmen registrieren, überwachen und kontrollieren uns immer vollständiger. Egal, was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wohin wir uns bewegen, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren, in welchen Gruppen wir engagiert sind – der „Big Brother“ Staat und die „Little Brothers“ aus der Wirtschaft wissen es immer genauer. Diese Totalüberwachung bringt enorme Missbrauchs- und Fehlerrisiken mit sich. Die BND-Bespitzelung ist nur das neueste Beispiel dafür, dass die ausufernde Überwachung unserer freiheitlichen Demokratie insgesamt schadet.
Hinzu kommt: Wer sich ständig überwacht und beobachtet fühlt, kann sich nicht mehr unbefangen und mutig für seine Rechte und eine gerechte Gesellschaft einsetzen. Es entsteht eine unkritische Konsumgesellschaft von Menschen, die „nichts zu verbergen“ haben und vom Staat die Gewährleistung totaler Sicherheit fordern, koste es, was es wolle. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!
Um gegen Sicherheitswahn und die ausufernde Überwachung zu protestieren, gehen wir am 17. Juni 2006 in Berlin unter dem Motto „Freiheit statt Sicherheitswahn“ auf die Straße. Treffpunkt ist der Alexanderplatz um 14 Uhr. Der Protestzug beginnt um 15 Uhr.
Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, an der Demo teilzunehmen. Die Politiker sollen sehen, dass die Bürger für ihre Privatsphäre wieder auf die Straße gehen!
Auf der Demo-Homepage finden sich jeweils die neuesten Infos zur Demo und zu Anreisemöglichkeiten. Wer mit dem Kfz anreist, möge freie Plätze für Mitfahrer/innen bitte melden.
Es werden noch dringend Leute gesucht, die vor Ort mithelfen oder Material, Technik o.ä. zur Verfügung stellen können.
Unterstützer (Stand: 7.6.2006):
- Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
- * Attac
- * Chaos Computer Club e.V.
- * Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V.
- * Netzwerk Neue Medien e.V.
- * Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD) e.V.
- * FFII Regionalgruppe Berlin-Brandenburg
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: Taz-Dossier zum Sicherheitswahn bei der WM
: Taz-Dossier zum Sicherheitswahn bei der WM Die Taz hat ein Dossier über den Sicherheitswahn zur WM:
Außergewöhnliche Ereignisse erfordern außergewöhnliche Maßnahmen – mit dieser Logik scheinen die deutschen Innenminister alles zu rechtfertigen: Mitarbeiter werden durchleuchtet und Zuschauer überwacht. Datenschützer befürchten, dass nach der WM die Kontrollen bleiben werden
„Spiele im Hochsicherheitstrakt“
Was als ein Mehr an Sicherheit verkauft wird, läuft auf die Einschränkung elementarer Rechte hinaus, kritisiert Burkhard Hirsch, das liberale Gewissen der FDP. Sollte Innenminister Schäuble die Bundeswehr im Innern einsetzen, kündigt Hirsch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an.
Leipzig freut sich. Schließlich kommt die Welt zu Gast. Allerdings sind die Gastgeber auch ein wenig besorgt – wegen der Sicherheit. Deshalb überwacht Ramón Rodríguez während der WM das Stadion und knapp 38.500 Zuschauer. Mit Hilfe von Kameras und 1.500 Angestellten. Ein Porträt
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: iRights.info gewinnt Grimme Online Award
: iRights.info gewinnt Grimme Online Award Das ist doch mal eine schöne News: Unser Verbraucherportal iRights.info hat einen „Grimme Online Award“ für den Bereich „Information“ bekommen.
Begründung der Jury:
Sich im 21. Jahrhundert an Musik, Filmen oder Software zu erfreuen, ist ein schwieriges Unterfangen. Gesetzgeber verwirren den Konsumenten mit ersten und zweiten Novellierungskörben, Lobbyverbände der Unterhaltungsindustrie drohen in ihren Kampagnen mit Handschellen und Haftstrafen, während beim so genannten digitalen Rechtemanagement (DRM) jeder Anbieter sein eigenes Süppchen kocht und so das Nervenkostüm des Verbrauchers bei jedem Kauf erneut auf Strapazierfähigkeit testet.Das Angebot iRights.info leistet in diesem Dickicht, das oft genug selbst Juristen Rätsel aufgibt, vorbildliche Orientierungsarbeit. In angenehm unaufgeregter Tonalität und in verständlicher Sprache klärt die Website all jene Alltagsprobleme, die zwischen CD-Brenner, DVD-Ländercode und MP3-Download auftauchen. iRights geht über lexikalische Ausführungen hinaus und nutzt die Dialogfähigkeit des Netzes zur Beantwortung konkreter Fragen.
iRights.info informiert nicht nur Konsumenten, sondern richtet sich mit praktischer Hilfestellung auch an Produzenten digitaler Werke, seien es Musiker, Filmemacher, Podcaster oder Autoren, und leistet so einen wertvollen Beitrag zur digitalen Kultur.
Mit der Auszeichnung artikuliert die Jury auch ihre Hoffnung, dass dieses wichtige Aufklärungsangebot die künftigen Entwicklungen weiterhin kritisch begleiten wird, und so dazu beiträgt, möglichst vielen Menschen den Umgang mit digitalen Medien zu erleichtern.
Und Spreeblick hat den „Grimme Online Award Spezial“. Herzlichen Glückwunsch! (Jetzt verstehe ich auch das „Yes!“ per SMS… :)
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: Zusammenfassung „Fressen Blogs den Journalismus?“
: Zusammenfassung „Fressen Blogs den Journalismus?“ Bei Spreeblick findet sich eine Zusammenfassung der „Fressen Blogs den Journalismus?“-Diskussion, wo ich vor über einer Woche in Köln auf dem Podium teilgenommen hat. Die Zusammenfassung stammt von Jan Bayer.
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: Podiumsdiskussion: Der BND und die Journalisten – Wie weiter nach dem Skandal?
: Podiumsdiskussion: Der BND und die Journalisten – Wie weiter nach dem Skandal? Das dürfte sicher eine interessante Veranstaltung werden:
Podiumsdiskussion: “Der BND und die Journalisten – Wie weiter nach dem Skandal?”
“Die Aufarbeitung der Affäre steht erst am Anfang. Wer in der Spitze von Geheimdienst und Regierung hat davon gewusst? Welche Konsequenzen müssen fuer die Kontrolle der Geheimdienste gezogen werden? Wie konnte es dazu kommen, dass Journalisten zu Komplizen des BND wurden und dabei Kollegen bespitzelten?”
Auf dem Podium:
– Andreas Förster (Redakteur der Berliner Zeitung),
– Michael Konken (Vorsitzender des DJV),
Hans Leyendecker (Leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung),
– Hans-Christian Ströbele (MdB Die Grünen, Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission).
– Moderation: Petra Lidschreiber (Chefredakteurin Fernsehen des rbb).Di., 06.06.2006, 19.00 Uhr,
beim Deutschen Anwaltverein, Littenstr. 11, 10179 Berlin Mitte (U‑Bhf. Klosterstrasse).Bitte anmelden unter carolin.dewest@berliner-journalisten.de
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