Events

  • : Workshop und Vollversammlung des Urheberrechtsbündnisses in Hamburg
    Workshop und Vollversammlung des Urheberrechtsbündnisses in Hamburg

    Am Freitag den 24. November 2006 findet in Hamburg der Workshop und Vollversammlung des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ im Vortragssaal der Staat- und Universitätsbibliothek Hamburg statt. Vormittags gibt es verschiedene interssante Vorträge, am Nachmittag dann die interne Vollversammlung der Unterzeichner der Göttinger Erklärung.

    22. November 2006
  • : Geistige Monopolrechte als Bedrohung für Gerechtigkeit, Entwicklung und Demokratie?
    Geistige Monopolrechte als Bedrohung für Gerechtigkeit, Entwicklung und Demokratie?

    Am 30. November gibt es in Berlin die spannende eintägige Veranstaltung „Geistige Monopolrechte als Bedrohung für Gerechtigkeit, Entwicklung und Demokratie?“ (PDF) im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm im Juni 2007.

    Wissen ist gerade in unserer heutigen Informationsgesellschaft wertvoller als je zuvor und wird sogar als das virtuelle Öl des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Wissen ist zum wichtigsten Produktionsfaktor herangewachsen und hat somit einen besonders hohen ökonomischen Wert. Der Wert von Wissen ist jedoch nicht nur ökonomischer Natur. Wissen hat darüber hinaus einen sozialen und kulturellen Wert.

    22. November 2006
  • : IT-Gipfel der Bundesregierung ohne Zivilgesellschaft
    IT-Gipfel der Bundesregierung ohne Zivilgesellschaft

    Es ist frustrierend. Da kämpft man sich drei Jahre lang im Umfeld des UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) ab, um überhaupt gehört zu werden. Am Ende kommt ein sehr offener Prozess namens „Internet Governance Forum“ dabei raus, bei dem alle Interessengruppen auf gleicher Augenhöhe wie die Regierungen reden können, und man denkt sich „staatliche Politik hat doch noch Potenzial und ist offen für Neues“.

    Und dann kommt man von der UN-Konferenz nach Hause, hört zum ersten Mal seit einem halben Jahr mal wieder was von Merkels „nationalem IT-Gipfel“ und muss dank der Recherchen von heise feststellen, dass es in Berlin noch läuft wie in den 70er Jahren oder mindestens zu Schröders Zeiten. Die Regierung trifft sich mit ein paar Managern, diese dürfen vortragen, was sie von der Politik erwarten, und die Zivilgesellschaft ist ausgeschlossen. Zur Erinnerung: Dem folgenden Absatz aus der Tunis Agenda des WSIS-Weltgipfels hat die Bundesregierung unter anderem auch zugestimmt:

    We acknowledge that multi-stakeholder participation is essential to the successful building of a people-centred, inclusive and development-oriented Information Society and that governments could play an important role in this process. We underline that the participation of all stakeholders in implementing WSIS outcomes, and following them up on national, regional and international levels with the overarching goal of helping countries to achieve internationally-agreed development goals and objectives, including the Millennium Development Goals,is key to that success.

    Was ich nicht verstehe: Die Bundesregierung hat sich auf internationaler Ebene immer dafür eingesetzt, dass die Zivilgesellschaft besser einbezogen wird. Warum kriegen die das nicht zuhause hin?

    18. November 2006 6
  • : FOSS@Work Tag1
    FOSS@Work Tag1

    Guten Morgen Deutschland. Während ich hier in Manila schon das Mittagessen hinter mir habe, zeigt mein Notebook noch die deutsche Zeit mit 6:30 Uhr an. Heute morgen hat offiziell die erste FOSS@Work Confercen/Workshop gestartet. Ziel der nächsten drei Tage ist, Vertretern von kleinen und Mittelständischen Unternehmen, sowie Verwaltungen, Freie Software in vielen Facetten nahe zu bringen. Hier sind ca. 60 Menschen aus zehn asiatischen Staaten der ASEAN3-Region. Diese kann man relativ auf Süd-Ost-Asien eingrenzen. Die meisten Anwesenden sind noch jünger als ich und im Gegensatz zu Events in Europa gibt es keinen einzigen Apple-Notebook. Scheint am westlichen Lifestyle zu liegen.

    Organisiert und durchgeführt wird die Konferenz vom International Open Source Network (IOSN) des Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen (UNDP), der University of the Philippines und InWent – internationele Weiterbildung und Entwicklung gGmbH. Letztere ist eine von mehreren deutschen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und und Kunde von newthinking communications (Disclaimer).

    Heute morgen gab es erstmal Einführungsworte der unterschiedlichen Organisatoren sowie zwei Politiker-Reden. Letztere waren aber interessant. Ein Abgeordneter des Parlaments stellte seine Gesetzesinitiative zur Förderung von Freier Software vor, die momentan ihren parlamentarischen Weg geht und wo am Mittwoch die erste Anhörung stattfindet. Den Gesetzesentwurf konnte man im Vorfeld im Internet kommentieren und der Abgeordnete freute sich über das viele Feedback, was bekommen hat. Einerseits viel von Studenten, andererseits auch viel aus dem westlichen Ausland. Und dsa philippinische Jugendparlament, welches halbjährig zusammen tritt, hätte die Initiative mit einer Resolution schon unterstützt.

    Microsoft hat schon reagiert und erstmal im Parlament eine eLearning Plattform für das Training der Mitarbeiter von Parlamentariern gestartet. Anscheinend findet das tatsächlich analog im Parlamentsgebäude statt. Gleichzeitig werden alle Abgeordneten jetzt von Microsoft mit eigenen Notebooks versorgt. Überhaupt ist Microsoft hier ein grosses Thema. Vor allem, seitdem die Business Software Alliance (BSA) hier massiv gegen „Piraterie“ vorgeht und es öfters Razzien mit Polizei-Spezialeinheiten in kleinen und mittleren Unternehmen gibt. Gestern Abend konnte man auch im Kabelfernsehen eine IT-Fernshow sehen, wo die BSA und Microsoft wöchentlich über „Piraterie“ aufklären. Die Wirkung ist enorm. Anstatt Microsoft-Lizenzen zu kaufen, informieren sich viele Unternehmen und Verwaltungen über Alternativen und landen bei Freier Software. Ein Regierungsvertreter erzählte mit einem Lachen, was Alltag bei ihnen ist. Seitdem die BSA-Kampagnen gestartet ist, rufen immer öfters Unternehmen und Verwaltungen an und fragen, ob man das nicht stoppen könnte mit den Razzien. Die Anfragenden bekommen dann eine Linux-CD mit mehr Informationen zugeschickt. In vielen Verwaltungen würde vermutlich keine einzige Originalsoftware eingesetzt. Im übrigen würde der normale Philippinier (Sagt man das so?) sowieso denken, die Software sei kostenlos beim Kauf von Hardware. Ein schwerer Stand für die BSA und Microsoft, die übrigens ihre „Piraterie“-Razzien aufgrund von PR-Komplikationen eingedämmt haben. Dies wurde doch zu sehr als Linux-Werbekampagne aufgenommen und erzielte damit nicht die gewünschte Wirkung.

    Ich hab das Pressehintergrundgespräch mit dem Abgeordneten und dem Regierungsvertreter auf MP3 aufgezeichnet und wollte daraus noch zusammen mit anderen Interviews eine Audio-Reportage machen. Einige Statements hab ich auch auf Video, aber hier im Hotel hat das Internet Analog-Geschwindigkeit und an Uploaden ist gerade nicht zu denken. Naja, manchmal würde ich mich noch über Analog-Geschwindigkeit freuen. Kommt vielleicht doch eher an BTX heran.

    13. November 2006 1
  • : Philippinen
    Philippinen

    Morgen früh fliege ich auf die Philippinen. Dort werde ich als Referent über Freie Software im Rahmen der „FOSS@Work: An International Conference-Workshop for Small to Medium Enterprises in the IT Industry“ sprechen und moderieren. Wenn alles gut geht, bin ich am 20. November wieder zurück. Mein erstes Mal Asien, ich bin echt gespannt.

    Ich weiss nicht, ob ich dort ausreichend Netz haben werde. Deswegen bleibt diese Spielwiese vermutlich weitgehend meinen Mitautoren überlassen. Macht was draus.

    Update: Just for the record, ich bin gelandet. 11 Stunden Flug am Stück können ganz schön anstrengend sein. Und das mit der Sicherheit kann man bald nicht mehr übertreiben. Für Flugpassagiere bedeutet das noch länger dumm rumstehen. Und das ohne Getränke (Und ich stand zweimal dumm herum, wegen Umsteigen). Hier ist es wie erwartet sehr heiss – und schwül. Nicht so ganz erwartet hab ich die fehlende Sonne. Ich muss noch ergründen, ob es am Smog liegt oder ich die Reste der Monsumzeit mitbekomme. Das Hotel hat zumindest Kabelinternet. Ich weiss nur nicht, wie teuer mich die 24 Stunden Netz kommen, die gerade ablaufen. Allerdings kostet ein Film übers PayTV genauso viel in fremder Währung. Da nutz ich doch lieber Bittorrent.

    10. November 2006 2
  • : Bericht von der Web 2.0 Konferenz
    Bericht von der Web 2.0 Konferenz

    Bei Technology Review gibt es einen längeren Bericht von der Web 2.0 Konferenz, die gerade in den USA stattfindet: Web2.0‑Konferenz: Im Info-„Dreck“ nach Gold graben.

    10. November 2006
  • : Netzpolitik-Podcast über das Internet Governance Forum
    Netzpolitik-Podcast über das Internet Governance Forum

    Letzte Woche fand in Athen das erste Internet Governance Forum statt. Das IGF ist der offizielle Nachfolgeprozess zum UN Weltgipfel zur Informationsgesellschaft und soll ein offenes Multistakeholder-Forum für die globalen Diskussionen rund um Netzpolitik sein. Mein Mitblogger Ralf Bendrath war vor Ort, hat hier ein wenig darüber geschrieben und gestern haben wir dieses ca. 20 Minuten lange Interview aufgezeichnet, wo Ralf nochmal ausführlicher beschreibt, wie das erste Internet Governance Forum war.

    Das Interview gibt es als MP3 (112kb/s, 20MB) und OGG (12MB)

    7. November 2006 4
  • : Netlabelfestival – 17/18.Nov. – Zürich
    Netlabelfestival – 17/18.Nov. – Zürich

    Am 17./18. November findet in der Roten Fabrik in Zürich das Netlabelfestival statt. Die Teile des Festivals sind Konzerte, ein Panel, Ausstellung und ein Audiobrunch mit Präsentationen. Die Teilnehmer sind internationale und lokale Musiker, Künstler und Journalisten.

    Freitag und Samstag finden Konzerte unter dem Motto Broken Friday und Electronic Saturday in der Aktionshalle statt.

    Das musikalische Programm des diesjährigen Netlabelfestival besinnt sich noch einmal auf die Wurzeln der Netlabelbewegung: die elektronischen Musik. Der Live-Moment steht im Mittelpunkt – Ecken, Kanten und (Unter)Brüche. Binäre Klangverarbeitung in allen Facetten versetzten die Aktionshalle in Schwingung. Eine letzte Hommage an den Laptop.

    Mit Andrey Kirichenko (ukr | nexsound/spekk) und Headphone Science aka. Dustin Craig (us | No Type) konnten 2 international bekannte Künstler gewonnen werden. Weitere Teilnehmer aus USA, Schweden, Kanada und der Schweiz.
    Am Samstag findet das Panel „Netlabel Shortcuts“ im Klubraum statt:

    Die Netlabel Shortcuts sind Kurzpräsentationen und Vorträge rund um das Thema des Betriebssystems Netlabel im speziellen und die Welt der Musik im Internet-Zeitalter im allgemeinen. Betreiber von Netlabels und Musiker sprechen über organisatorische Fragen, unterschiedliche Motivationen und die Praxis von Distribution und Networking. Software- u. Webentwickler stellen neue Technologien, Gestaltungsstrategien und deren Bedeutung vor.

    Teilnehmer: Moderiert von Moritz Sauer/Phlow.net, Mit Jeff Hatcher/Imnotok.com, Erick Kuhn/RefineryRecords.com, Sven Swift/iambored.org, Sim Sullen/12rec.net, Daniel Schneider/Leiter Radio Virus, mx3.ch u.a.
    Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Netlabelfestivals. Dort findet sich auch eine Compilation.

    6. November 2006 2
  • : Interfilm in Berlin
    Interfilm in Berlin

    In Berlin startet diese Woche das 22. Interfilm-Kurzfilm-Festival. Ich wollte da eigentlich ausführlicher drüber berichten, da auch Digitalkultur im Rahmen des Festivals an Bedeutung gewinnt, aber Blogger dürfen sich nicht akkreditieren. Als Antwort auf meine Anfrage erhielt ich nur:

    Für eine Presseakkreditierung brauchen wir einen Presseausweis, da unser Kontingent an Akkreditierungen begrenzt ist.
    Wir würden uns trotzdem freuen, wenn du das Festival besuchen und im Netz besprechen würdest.

    Dann gibts also keine Berichterstattung hier. Muss ich mir jetzt langsam mal einen Presseausweis zulegen oder soll ich darauf hoffen, dass Eventorganisatoren mal etwas moderner werden? Ereteres ist vermutlich für die nächsten Jahre noch einfacher.

    6. November 2006 5
  • : Privacy Coalition beim Internet Governance Forum gegründet
    Privacy Coalition beim Internet Governance Forum gegründet

    Nachlese aus Athen: Auf dem Internet Governance Forum sind eine Reihe von „dynamischen Koalitionen“ gegründet worden, die im Verlauf des kommenden Jahres einzelne Themen im Detail weiterbearbeiten wollen. „Dynamisch“ heissen die, weil es ein innovativer Prozess innerhalb des UN-Systems ist und die Mitgliedschaft allen interessierten Parteien offen steht. Es gibt neben der hier bereits erwähnten Koalition zur „Internet Bill of Rights“ auch noch welche zu offenen Standards, zum Zugang zu Wissen, zur Finanzierung des Internet Governance Forums, Gender, einer „Framework Convention“ (Rahmenabkommen) als völkerrechtliche Grundlage für das Internet und zu Datenschutz / Privacy. Weitere sind im Gespräch, eine aktuelle Übersicht findet sich hier.

    Ich bin an der Gründung der Privacy-Coalition beteiligt, die aus zwei Workshops hervorgegangen ist, die wir mit den Kollegen von der London School of Economics bzw. von Privacy International in Athen durchgeführt haben. Wir wollen uns speziell mit

    emerging issues of internet privacy protection such as digital identities, the link between privacy and development, and the importance of privacy and anonymity for freedom of expression

    beschäftigen. Das Interesse war erstaunlich groß, innerhalb weniger Tage haben wir Interessenbekundungen von über 40 verschiedene Akteuren bekommen, darunter Amnesty International, der Europarat, die französische Regierung, Microsoft, SAP, das Privacy and Identity Management Project (PRIME), CPSR, Cyberlaw Asia oder die Datenschutzbeauftragten von Schleswig-Holstein, Kanada und Griechenland. Ein erstes Treffen wird Anfang 2007 auf Einladung der französischen Regierung in Paris stattfinden. Ziel ist es, diese neuen Themen für das nächste IGF in Rio Ende 2007 genauer aufzuarbeiten und eventuell Empfehlungen zu erstellen.

    Diese „dynamischen Koalitionen“ sind großes Experiment, weil sie einerseits Teil eines UN-Gipfelprozesses sind, aber andererseits die Zivilgesellschaft derzeit die treibende Kraft ist und alle Beteiligten gleichberechtigt zusammenarbeiten sollen.

    Presseerklärungen und Berichte: Presseerklärung der Koalition, Harvard University, Virtuelles Datenschutzbüro, Microsoft, WISeKey, heise.

    5. November 2006 1
  • : 2. Korb: Die ersten Anhörungen zum Urheberrecht im Bundestag
    2. Korb: Die ersten Anhörungen zum Urheberrecht im Bundestag

    „Heute im Bundestag“ hat die ersten beiden Anhörungen im Rechtsausschuss zum Urheberrecht angekündigt. Am 8. November gibt es erstmal zwei getrennte Sessions zu den Themen Geräteabgaben und Kabelweitersendung. Wie das so bei Bundestagsanhörungen ist, werden dort eine Menge Menschen innerhalb kurzer Zeit sprechen und vor dem Ausschusssaal werden Papierberge mit Stellungnahmen der unterschiedlichen Lobbys liegen. Die Abgeordneten des Rechtsausschuss werden vorbereitete Fragen an „ihre“ eingeladenen Experten stellen und das Publikum darf dem ganzen von der Tribüne aus zuschauen. Die Expertenauswahl wird meist interfraktionell vereinbart und jede Fraktion versucht dort Experten unterzubringen, die der eigenen Politik am nächsten stehen. Wobei die Expertenanzahl aufgrund der Zeit limitiert ist.

    Der erste Teil der Anhörung, der um 13 Uhr beginnt, ist der Urheberrechtsvergütung gewidmet. Live vor Ort sind:

    Till Barleben (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie aus Frankfurt am Main), Professor Jürgen Becker (Zentralstelle für private Überspielungsrechte aus München), Kathrin Bremer (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. aus Berlin), Professor Max Fuchs (Deutscher Kulturrat e.V. aus Berlin), Professor Reto M. Hilty (Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht aus München), Professor Johannes Kreile (Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. aus Wiesbaden), Benno H. Pöppelmann (Initiative Urheberrecht aus Berlin), Christian Sprang (Börsenverein des Deutsche Buchhandels e.V. aus Frankfurt am Main), Professor Artur-Axel Wandtke (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht von der Humboldt-Universität zu Berlin) und Hajo Riedenbeck (Gesellschaft für Konsumforschung aus Nürnberg).

    Der zweite Teil der Anhörung beginnt um 16.30 Uhr. Thema ist die Kabelweitersendung. Live vor Ort sind:

    Professor Jürgen Becker, Professor Thomas Dreier (Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe), Professor Georgios Gounalakis (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Medienrecht an P der Philipps- Universität Marburg), Claus Grewenik (Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. aus Berlin) und Ralf Heublein (Deutscher Kabelverband e.V. aus Berlin).

    Beide Teile der Anhörung finden im Raum 1.302 des Jakob-Kaiser-Hauses statt. Eine Anmeldung ist erforderlich beim Sekretariat des Rechtsausschusses, Tel. (030) 227–32430, E‑mail: rechtsausschuss@bundestag.de .

    Beide Debatten sorgen für heftige Diskussionen, aber die für dieses Blog spannensten Fragestellungen werden erst beim zweiten Anhörungsmarathon am 20. November im Bundestag diskutiert. Dort geht es dann um Schrankenregelungen wie das Zitatrecht oder die Privatkopie. Und ich sitze leider im Flieger zurück aus den Philippinen, aber wir werden hier trotzdem eine Berichterstattung hinbekommen.

    Ich hab eben mal versucht, herauszufinden, ob Audio- und Filmaufnahmen erlaubt sind. Immerhin ist es eine öffentliche Anhörung, die Plätze sind limitiert und die Bürger zahlen das ganze Event mit Steuergeldern. Erste Reaktionen waren, dass wohl noch niemand wirklich auf die Idee gekommen ist. Ich erreiche leider zum jetzigen Zeitpunkt das Ausschuss-Sekretariat nicht mehr, bleibe aber dran. Wir würden nämlich gerne die Anhörungen aufzeichnen, ins Netz stellen und somit die demokratische Arbeit des Deutschen Bundestag unterstützen. Transparenz und so. Ich bin mal gespannt, was dabei herauskommt.

    2. November 2006 6
  • : Internet Bill of Rights
    Internet Bill of Rights

    Eine interessante Sache ist die „Internet Bill of Rights“, die als Idee auf dem Internet Governance Forum in Athen vorgeschlagen wurde. Interessant ist die Sache, weil sie der globalen Netzpolitik-Debatte die Chance zur Entwicklung einer positiven Vision bieten könnte. Wenngleich es positive Visionen genug gibt, besteht die politische Debatte auf nationaler und trannationaler Ebene aus zivilgesellschaftlicher Sicht eher aus Abwehrkämpfen – sei es beim Datenschutz, bei Meinungsfreiheit, Softwarepatenten oder dem Urheberrecht. Wichtig wäre mal zu definieren, was man denn alternativ will. Und da bieten allgemeine Menschenrechte im Netz sowie ein Innovationsrahmen, der diesen Namen in einer vernetzten Welt auch verdient, eine gute Basis zur Entwicklung einer „Internet Bill of Rights“. Und man kann die kommenden Internet Governance Foren immer wieder konkret für diese Debatte nutzen.

    Heise: IGF: Eine Internet-Verfassung für die Rechte der Cyberbürger.
    BBC: Internet bill of rights proposed.

    2. November 2006 2
  • : Alltag Überwachung bei Public Domain am Sonntag
    Alltag Überwachung bei Public Domain am Sonntag

    Am kommenden Sonntag, den 5.11.2006, gibt es wieder in Bielefeld die PUBLIC DOMAIN V143.0. Von 15 bis ca. 19 Uhr werden Roman Mischel und Fiete Stegers eine Film-Preview ihres Werkes „Alltag Überwachung“ vorstellen und anschliessend soll es eine Diskussion geben.

    Von geschätzten 400.000 Überwachungskameras in Deutschland über Funkchips in biometrischen Pässen bis zur von der EU verordneten Speicherung der Telefon‑, Handy- und Internetdaten aller 450 Mio. Europäer … Sind wir auf dem Weg in den Überwachungsstaat? Polizei und Innenpolitiker, Überwachungskritiker und Betroffene, Datenschutzbeauftragte und Wissenschaftler kommen in diesem Film zu Wort.

    Bunker Ulmenwall, Kreuzstr.0, D‑33602 Bielefeld

    2. November 2006 1
  • : Anonymität.Online: Technik – Szenarien – Geschäftsmodelle
    Anonymität.Online: Technik – Szenarien – Geschäftsmodelle

    Am 24. November 2006 findet im Bundeswirtschaftsministerium, die Abschlussveranstaltung des BMWi-Projektes „Starke Anonymität und Unbeobachtbarkeit im Internet“ mit dem Titel „Anonymität.Online: Technik – Szenarien – Geschäftsmodelle“ (PDF) statt. Das Projekt „AN.ON – Anonymität Online“ entwickelt und betreibt den vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Internet-Anonymisierungsdienst AN.ON/JAP. Die Software JAP wurde inzwischen einige Millionen Mal aus dem Internet heruntergeladen und von zahlreichen Nutzern regelmäßig für den anonymen Zugriff auf Internetseiten eingesetzt. Die finanzielle Projektförderung durch das BMWi läuft zum Ende des Jahres 2006 definitiv aus.

    Zur Abschlussveranstaltung des Projektes am 24. November 2006 im Bundeswirtschaftsministerium, Berlin, lädt das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein zusammen mit der Universität Regensburg, Lehrstuhl Management der Informationssicherheit, ganz herzlich ein. Dabei sollen unter dem Motto „Technik-Szenarien-Geschäftsmodelle“ insbesondere Erfahrungen ausgetauscht und wirtschaftliche Perspektiven diskutiert werden.

    [via]

    1. November 2006
  • : Internet Governance Forum in Athen
    Internet Governance Forum in Athen

    Ralf ist ja vor Ort und hatte schon etwas gebloggt. In den letzten Tagen gab es ziemlich viel Berichterstattung rund um das Internet Governance Forum, welches erstmalig in Athen stattfindet. Das IGF ist der offizielle Nachfolgeprozess der Vereinten Nationen zum UN Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS). Rein subjektiv betrachtet ist die mediale Aufmerksamkeit deutlich höher als bei den beiden UN-Weltgipfeln in den Jahren 2003 und 2005.

    Heise: „Grober Konsens“ als Aufgabe für das Internet Governance Forum

    Telepolis: Globale Diplomatie für die Informationsgesellschaft

    Heise: Die Zukunft der Internet-Verwaltung: Internet Governance Forum eröffnet

    Deutsche Welle: Das World Wide Web trifft sich

    Heise: IGF: Die Internet-Verwaltung und der freie, allgemeine Netzzugang

    IHT: ‚Gambits’ are a risk to Internet domain system

    BBC: International net domains ‚risky’

    Zur Thematik rund um „Internet Governance“ hat die EU-Komission eine Extra-Seite.

    Aus dem EP sind sieben Abgeordnete nach Athen gereist, wie eine Pressemitteilung verkündet:
    Europaparlamentarier beim UN-Forum zur Netz-Politik in Athen

    SpOn remixt eine Agenturmeldung: Die Netzregierung der Zukunft tagt

    Heise: IGF: StopSpamAlliance soll Anti-Spam-Netze unter ein Dach bringen.

    Ein grosses mediales Thema war die Unterstützung von autoritären Regimen durch westliche Technologielieferanten und die allgemeine Kritik daran.

    BBC: Firms defend dealings with China

    Futurezone: Peinliche Fragen an Google und Cisco

    Heise: IGF: Druck auf Firmen wegen Zusammenarbeit mit autoritären Staaten

    ComputerBusiness Review: Sun to plug OpenDocument to global summit.

    Die Association of Progressive Communications (APC) berichtet mit eigenen Artikeln direkt aus Athen. U.a. über „Openness: In the activist’s eye“.

    IP-Watch: UN-led Conference Grills Corporations On Support For Restrictive Internet Regimes.

    IP-Watch: Copyrights, Knowledge Access, Democracy Debated At Internet Forum

    Georg Greve bloggte bisher in Freedom Bits über Tag1 und Tag2.

    Und Declan McCullagh bloggt bei CNet u.a. darüber, dass kein Netz da ist.

    Heise: IGF: Mehr freie Inhalte für das Internet.

    Der japanische Blogger und iCommons-Vorsitzende Joichi Ito wies darauf hin, dass Verlage bereits überlegten, die im Netz technologisch durchsetzbaren Vermarktungsstrategien auch in die Offline-Welt zu übertragen. Der Zugang zu Inhalten im Netz sei bereits massiv eingeschränkt und bringe, etwa mit den für DRM notwendigen Identifizierungs- und Authentifizierungsmaßnahmen, auch Probleme für eine anonyme Nutzung. Die Gesetze im Bereich Urheberrecht seien alles andere als hilfreich, sie würden „schlechter und schlechter“. Ito kritisierte auch das Fehlen eines Zitierrechts im Bereich Musik- und auch Videos aus dem Bereich Politik. Bush-Videos dürften so von Dokumentarfilmern häufig unter Hinweis auf das Urheberrecht nicht verwandt werden.

    1. November 2006
  • : Internet Governance Forum eröffnet
    Internet Governance Forum eröffnet

    Das große UN-Event des Jahres zum Thema Internet und Politik hat heute morgen in Athen begonnen. Es war vor einem Jahr vom Weltgipfel zur Informationsgesellschaft beschlossen worden, um die ungelöste Debatte zur Aufsicht über ICANN fortzusetzen. Die Themenpalette ist aber nun deutlich breiter, es wird hier bis Donnerstag unter anderem um Datenschutz, offenen Zugang, wirtschaftliche Entwicklung, Redefreiheit, Spam, multilinguale Domainnamen und vieles andere gehen. Interessant ist die Struktur der Veranstaltung, die deutlich von klassischen UN-Regierungskonferenzen abweicht, wo die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft nur als Beobachter teilnehmen dürfen und oft gar nicht gehört werden. Das IGF ist explizit als „multi-Stakeholder“-Veranstaltung angelegt, wo man auf Augenhöhe diskutiert. Die Workshop-Veranstalter kommen aus allen Bereichen (ich habe mit den Kollegen von Privacy International zwei Workshops zu Privacy vorbereitet), und das Sekretariat hat die Themenauswahl aufgrund offener Diskussionen zu Beginn des Jahres getroffen. Rund um die Veranstaltung wird fleissig gebloggt, man kann Fragen an die hochkarätig besetzten Diskussionsrunden auch per Chat einreichen, und irgendwie hat es eher etwas von einem „Townhall-Meeting“ der Internet-Gemeinde, wie Nitin Desai, Sonderbotschafter von UN-Generalsekretär Kofi Annan bei der Eröffnung bemerkte. Der Nachteil ist dabei, dass es keine definierten Prozeduren gibt, um sich am Ende auch auf Empfehlungen zu einigen – eigentlich Teil des IGF-Mandats. Der Vorteil ist, dass die Diskussion ohne die diplomatischen Verrenkungen abläuft und eher offen ist. Man scheint sich zuhören zu wollen. Differenzen gibt es natürlich weiterhin (gerade kam das leidige Thema „Terroristen im Internet“ auf), aber das macht es gerade interessant. Genug Stoff für die künftigen Treffen des Forums in Rio 2007 und Mumbai 2008.

    Merkwürdigkeiten am Rande: Das Wifi ist überlastet, es gibt kaum Drucker, das Cybercafe läuft unter Windows, und während die griechische Regierung Gastgeber des IGF ist, hat die griechische Polizei gerade einen Bloghoster verhaften lassen.

    Live Webcast (englisch)

    Blogs aus Athen: IGF Info, BBC Reporter’s log, IGFWatch, Rik Panganiban, IGF Community Blogs (gerade offline wegen Serverüberlast)

    Erste Berichte: heise, Register

    30. Oktober 2006 1
  • : Montag wieder Creative Commons Salon in Berlin
    Montag wieder Creative Commons Salon in Berlin

    Am kommenden Montag, den 30. Oktober findet in Berlin wieder ein Creative Commons Salon statt. Das Konzept des CC Salons stammt aus San Francisco und hat das Ziel, einen regelmässigen Treffpunkt für Menschen zu schaffen, die an Creative Commons, Free Culture, Open Source, Kreativität, Kunst, Medien und Musik interessiert sind.

    Beim kommenden CC Salon in Berlin wird u.a.Johnny Haeusler (Spreeblick.com) über seine Radio-Sendung „TRACKBACK – Die Show mit Spreeblick“ auf Fritz berichten, die am 28.10. startet. Ein Bestandteil der Show wird freie Musik sein, die unter den Creative Commons lizenziert werden. Diese soll immer im Vorfeld von Nutzern vorgeschlagen und gerankt werden.

    Wer Lust und Zeit hat, eigene Projekte oder Ideen zu präsentieren, kann dies tun. Am Besten direekt ins Wiki schreiben oder einfach vorbei kommen.

    Ort: newthinking store, Tucholskystr. 48, 10117 Berlin – Mitte. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

    26. Oktober 2006 1
  • : 300 demonstrierten in Bielefeld gegen Überwachung
    300 demonstrierten in Bielefeld gegen Überwachung

    Die Demo gegen Überwachung und Sicherheitswahn in Bielefeld ist vor zwei Stunden zuende gegangen. Diesmal waren 300 Leute da, die aus ganz Deutschland angereist sind – eine gute Steigerung im Vergleich zur letzten Demo in Berlin im Juni, wo es ca. 250 waren, und recht beachtlich für ein so kleines Städtchen wie Bielefeld. Jetzt sitzen wir bei der Verleihung der Big Brother Awards, wo es netterweise ein offenes Netz gibt, und schicken die Pressemitteilung raus und füttern das Wiki mit Fotos (und hoffentlich auch noch Videos). Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:

    „Freiheit statt Angst“ – Über 300 protestieren in Bielefeld gegen Überwachung (20.10.2006)

    Heute wurde Bielefeld zur Hauptstadt des Datenschutzes und der Bürgerrechte: Mehr als 300 Menschen gingen unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ gegen Sicherheits- und Überwachungswahn auf die Straße. Sie folgten einem Aufruf des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung und 17 weiterer Unterstützergruppen, darunter Attac, der Chaos Computer Club und die Humanistische Union.

    Werner Hülsmann, Vorstandsmitglied des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF), forderte in seiner Ansprache einen Stopp der Pläne, sämtliche Kommunikationsdaten ohne Anfangsverdacht flächendeckend zu speichern („Vorratsdatenspeicherung“).

    Am Rande des Protestzugs durch die Stadt wurden die Passanten satirisch zur freiwilligen Abgabe von Speichelproben aufgefordert und von einer überdimensionalen Kamera „überwacht“. Mit Rufen wie „Freiheit stirbt mit Angst“, „Stoppt den Überwachungswahn“ und „Datensammler sind Verbrecher!“ unterstützten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Forderung nach mehr Freiheit statt Sicherheitswahn.

    Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung sagte: „Die wahre Gefahr für unsere Demokratie sind nicht Terroristen in Afghanistan sondern Grundrechtsterroristen hier in Deutschland!“
    Bettina Winsemann (Twister) von STOP1984 wandte sich gegen die Behauptung, Datenschutz sei Täterschutz. Gerade in sensiblen Bereichen wie Gesundheit oder Seelsorge sei Datenschutz nicht Täterschutz, sondern Opferschutz.

    Ralf Bendrath vom Netzwerk Neue Medien sagte: „Wer als Politiker noch mal mit dem Spruch ankommt, wir hätten ja nichts zu verbergen, der soll seine Telefonleitung als Audio-Stream anbieten und den Internet-Traffic aus seinem Büro öffentlich zur Verfügung stellen!“

    Padeluun vom FoeBuD e.V. rief in seiner Ansprache dazu auf, nicht für eine Illusion von Sicherheit die Freiheitsrechte aufzugeben, für die unsere Vorfahren unter Einsatz ihres Lebens gekämpft haben.

    Im Anschluss an die Demonstration kündigten die Veranstalter weitere Aktionen gegen die zunehmende Überwachung an. So ist eine Sammelklage gegen die drohende Zwangsprotokollierung von Telefon- und Internet-Kommunikationsdaten in Vorbereitung.

    20. Oktober 2006
  • : FOSS@Work auf den Philippinen
    FOSS@Work auf den Philippinen

    Vom 12. bis 15. November werde ich in Manila auf den Philippinen an einem Workshop/Konferenz des International Open Source Network (IOSN) von UNDP zum Thema FOSS@Work als Referent teilnehmen. Meine Aufgabe wird dort sein, über Software, Plattformen und Praktiken zur Kollaboration, Vernetzung und Zusammenarbeit zu sprechen und dieses Wissen zu vermitteln. Das wird sicherlich spannend und eindrucksvoll, weil die Teilnehmer aus vielen verschiedenen asiatischen Ländern kommen werden und ich immer schonmal nach Asien wollte. Die Philippinen sollen zu der Zeit auch etwas wärmer als Deutschland sein.

    In order to promote FOSS development in the growing SME for IT sector, there is a need to network existing SMEs within the ASEAN+3 region. While there are many SMEs working with and on FOSS solutions, many others in the region are still unfamiliar with FOSS. This conference aims to assist in the acceleration of FOSS adoption by networking both categories of SMEs.

    To this end, IOSN ASEAN+3 is organizing a conference-workshop for developers senior IT staff and IT-decision makers to provide orientation and technical trainings on FOSS architecture and community management skills, targeting national and regional FOSS developers as well as SMEs not yet working with FOSS. The goal is to increase the developer base for FOSS.

    The workshop shall:

    * Be an opportunity to network experienced FOSS developers with potential FOSS developers;
    * Be an opportunity share experiences, best practices, and create opportunities for collaboration;
    * Establish IOSN ASEAN+3 as focal point for further networking activities;
    * Enhance the technical skills of developers through power training

    19. Oktober 2006
  • : Webmontag
    Webmontag

    Am Montag ist wieder Webmontag in Berlin.

    14. Oktober 2006