Events

  • : 2. Weltkongress der Hedonistischen Internationale
    2. Weltkongress der Hedonistischen Internationale

    Über Pfingsten veranstaltet die Hedonistische Internationale ihren zweiten Weltkongress. Vom 9.–13. Juni 2011 gibt es auf dem Gelände einer ehemaligen Grenzkaserne und ehemaligen Bahnhof in dem Ort Riebau (Altmark, scheint wohl in der Nähe vom Wendland zu sein) ein umfangreiches Kongressprogramm rund um die drei Themenstränge Protest, Party, Action.

    Der Kongress soll nette Leute zusammenbringen, ihre Vernetzung fördern und neue Perspektiven des Protests eröffnen. Dabei werden theoretische Fundamente diskutiert, neue Aktionsformen ausprobiert, zukünftige gesellschaftliche Konflikte erörtert und alternative Möglichkeiten politischer Intervention debattiert – und ziemlich sicher auch getanzt. Der Kongress ist darauf anlegt, dass spontan weitere Beiträge, Panels und Workshops das Programm ergänzen.

    31. Mai 2011 7
  • : Let’s go exploring – Call for Papers für die openmind-Konferenz 2011
    Let’s go exploring – Call for Papers für die openmind-Konferenz 2011

    Stephan Urbach hat mir die Ankündigung für die openmind-Konferenz 2011 geschickt, die vom 15.–16. Oktober 2011 in Kassel stattfindet und wofür der CfP nun gestartet ist:

    Wir leben in turbulenten Zeiten. Durch die Digitalisierung sind Wertesysteme, Wirtschaftsysteme ja ganze Gesellschaftsysteme in Bewegung geraten. Doch wohin geht die Reise? Wie sehen zukunftsfähige Konzepte in Sachen Demokratie, Bildung oder Bürgerrechte aus? Dieser Frage soll auf diesjährigen Open-Mind Konferenz nachgegangen werden.

    „Digg deeper“ anstatt „Meet and Greet“

    Die Veranstaltung ist ein Angebot an Netzaktivisten, Netzpolitiker und Netzphilosophen und soll einen Raum bieten um Ideen und ohne Denkblockaden oder Schranken diskutieren zu können. Durch seine kleine Größe soll im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen nicht das gegenseitige Kennenlernen, vernetzen und wiedersehen im Mittelpunkt stehen. Der Fokus liegt voll und ganz auf den ideologischen und philosophischen Grundsatzfragen des digitalen Zeitalters und die Suche nach Antworten. Wenn Menschen mit Visionen zum Arzt gehören, dann wollen wir das Ärztehaus zur freien Entfalltung bieten.

    Mach mit und sei dabei

    Wenn du am 15. & 16. Oktober 2011 noch nichts vor hast und in der Lage bist nach Kassel zu fahren und ein Problem der Gegenwart gut beschreiben kannst oder gar eine kühne Idee hast wie wir dieses lösen können, so dass wir alle unsere Zukunft fair, gerecht und frei gestalten können, dann erzähl uns doch davon und bewerbe dich um einen Session platzt. Wie das geht und was genau erwartet wird, kannst du auf der Homepage der openmind erfahren. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen.

    12. Mai 2011 1
  • : Noch mehr Videos der re:publica’11
    Noch mehr Videos der re:publica’11

    Es gibt einen weiteren Schwung an Videos der vergangenen re:publica’11 online. Hier sind wieder die aus netzpolitischer Sicht interessanten zusammengestellt.

    Jérémie Zimmermann – Copyright Vs. The Internet

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Jürgen Ertelt – Medienkompetenz #wtf

    5. Mai 2011 3
  • : CfP für FrOSCon 2011
    CfP für FrOSCon 2011

    Vom 20.–21. August 2011 findet in Sankt Augustin bei Bonn wieder die nächste FrOSCon statt. Die FrOSCon wird von der Fachbereich Informatik der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit Hilfe der LUUSA und des FrOSCon e.V. organisiert. Wer sich beteiligen möchte, kann gerne beim CFP mitmachen.

    Wir suchen Beiträge zu aktuellen Entwicklungen aus dem gesamten Bereich Freie Software und Open Source, wie z.B.:

    * Betriebssysteme
    * Datenbanken
    * Entwicklung
    * Administration
    * Sicherheit
    * Rechtliche Fragen
    * Open Hardware
    * Bildung
    * Web

    2. Mai 2011 1
  • : Revolutionen auf der re:publica: Country + Internet = Awesome?
    Revolutionen auf der re:publica: Country + Internet = Awesome?

    Welches Thema könnte im Jahr der erfolgreichen Revolutionen von Ägypten und Tunesien stärker auf der re:publica vertreten sein als die Diskussion über Facebook-Revolutionen und Clicktivism? Aber der Ton scheint sich gewandelt zu haben: An Stelle des Aufeinandertreffens von Cyberpessimisten (Evgeny Morozov) und Internet-Utopen (Jeff Jarvis) im letzten Jahr scheint die Erkenntnis getreten zu sein, dass gesellschaftliche Hintergründe wichtig sind.

    Wie Cyrus Farivar, Autor des bald erscheinenden Buches „The Internet of Elsewhere“, in der Einleitung zu seinem gleichnamigen Vortrag sagte: „wenn das Internet an einem Ort ankommt, trifft es auf das, was schon da ist“. Und in unterschiedlichen Kontexten produziert es unterschiedliche Folgen. Die simple Gleichung „Country + Internet = Awesome“ sei so nicht zu halten.

    Farivar beleuchtet in seinem Buch vier Länder mit ganz unterschiedlichen „Internet-Geschichten“: Von Südkorea, dem Land mit dem schnellsten Internet, der höchsten Breitband-Abdeckung und der größten eSport-Liga der Welt, bis zum Senegal, in dem das Internet trotz wirtschaftlicher und politischer Stabilität Schwierigkeiten hat, Fuß zu fassen.

    Aber was macht die Unterschiede aus, die den Einfluss des Internets formen? „Moderne Revolutionen sind zivilgesellschaftliche Revolutionen“, formulierte Ludger Schadomsky den Originaltitel einer von Geraldine de Bastion moderierten Runde („Modern Revolutions are Digital Revolutions“) um: ohne funktionierende Zivilgesellschaft würden sich die Revolutionen in Nordafrika nicht auf den Rest des Kontinents ausbreiten.

    14. April 2011 17
  • : Die Preisträger der BigBrotherAwards 2011
    Die Preisträger der BigBrotherAwards 2011

    Heute werden in Bielefeld die BigBrotherAwards 2011 verliehen. Die Veranstaltung wird ab 18 Uhr im Live-Stream ins weltweite Internet übertragen. Wir haben hier die Sieger und die dazu gehörigen Kurzbegründungen. Natürlich klingt das im Live-Stream dann noch viel ausfüphrlicher, da es für jeden Gewinner auch eine anständige Laudatio geben wird.

    Arbeitswelt: Die Daimler AG in Stuttgart (stellvertretend)

    Der BigBrotherAward 2011 in der Kategorie Arbeitswelt geht an die Daimler AG in Stuttgart für die Praxis, flächendeckend Bluttests von ihren Produktionsmitarbeitern zu fordern. Diese Form von modernem Vampirismus erfolgt ohne Rücksicht auf Persönlichkeitsrechte und meist ohne arbeitsrechtlich erforderlich zu sein. Ursprünglich hatte die Daimler AG diese Bluttests auch von ihren Verwaltungsmitarbeitern gefordert, das wurde allerdings inzwischen wieder eingestellt. Daimler erhält den Preis stellvertretend für mehrere weitere deutsche Unternehmen, die diese Bluttests fordern, weil der Autohersteller nicht die Bluttests für problematisch hält, sondern die aus dem Datenschutz folgenden Eingriffe in ärztliche Befugnisse.

    Arbeitswelt: Der Deutsche Zoll

    1. April 2011 16
  • : 3. Internet Governance Forum Deutschland (IGF‑D) 2011
    3. Internet Governance Forum Deutschland (IGF‑D) 2011

    Am 12. April, einen Tag vor der re:publica’11, findet in Berlin das „3. Internet Governance Forum Deutschland (IGF‑D) 2011″ statt. Beginn ist 14:00 Uhr, der Veranstaltungsort ist die Landesvertretung Sachsen-Anhalt und der Eintritt ist frei. Es wird aber um Anmeldung gebeten.

    30. März 2011
  • : Dradio Wissen „Freie Software für alle“ anlässlich 10 Jahre FSFE
    Dradio Wissen „Freie Software für alle“ anlässlich 10 Jahre FSFE

    Anlässlich des 10. Geburtstags der Free Software Foundation Europe wurde ich von Deutschlandradio interviewt (Audio).

    Die FSFE nahm ihre Arbeit im März 2001 als unabhängige Schwesterorganisation der FSF Nordamerika auf, damit Anwender selbstbestimmt mit Software umgehen können. Als gemeinnützige Organisation arbeitet die FSFE im Dialog mit Politik, Verwaltung und anderen Organisationen dafür, dass auf UN- und EU-Ebene sowie in den europäischen Ländern Rahmenbedingungen geschaffen werden, die allen Menschen die Teilnahme im digitalen Zeitalter ermöglicht.

    Einladung: Alle Netzpolitik.org-LeserInnen sind herzlich dazu eingeladen, mit uns den Geburtstag am 31. März ab 21 Uhr in der C‑Base, Rungestraße 20, 10179 Berlin (S+U Jannowitzbrücke), zu feiern. Bitte meldet Euch kurz bei mir per E‑Mail an, damit wir besser planen können. Mehr Informationen dazu unter „10 Jahre FSFE: Noch ein bisschen Tanzen in Berlin?“.

    22. März 2011
  • : re:publica’11: Beta-Programm ist online
    re:publica’11: Beta-Programm ist online

    In einem Monat findet die re:publica’11 in Berlin statt. Eine erste Beta-Version des Konferenz-Programmes haben wir heute veröffentlicht. Die Veranstaltungen sind aber icht fest in Stein gemeißelt, die werde ich teilweise noch kräftig hin- und herschieben. Die weißen Flecken werden auch noch mit Programm gefüllt, wenn die jeweiligen Referentinnen und Referenten endlich ihre Abstracts vollständig geschickt haben. (In meiner geheimen Version ist schon fast alles voll).

    Da wir bereits ausverkauft sind, wird es vor Ort nur noch Tagestickets zum Preis von 20 Euro für die Veranstaltungen im Friedrichstadtpalast geben. Im Programm ist das der Track ganz links (Wo auch viele der internationalen Gäste sprechen werden).

    14. März 2011 5
  • : Verleihung der BigBrotherAwards am Freitag, 1. April 2011, in Bielefeld
    Verleihung der BigBrotherAwards am Freitag, 1. April 2011, in Bielefeld

    Die Jury hat getagt und für schlecht befunden… die aktuellen „Oscars für Überwachung“ stehen fest“ teilt der FoeBud mit.

    Am Freitag, den 1. April um 18:00 Uhr beginnt die diesjährige Verleihungsgala der BigBrotherAwards in der Hechelei der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld wo die Preisträger der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es ist die elfte Verleihung der Negativpreise für die „schlimmsten Datenkraken im Lande“.

    Erstmals werden die BigBrotherAwards nicht im Oktober, sondern schon im Frühjahr vergeben. In den Kategorien Sport, Arbeitswelt, Politik, Wirtschaft und Lebenswerk werden Firmen, Organisationen und Personen „ausgezeichnet“, deren Wirken den Organisatoren nach mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdient. Die Verleihung der BigBrotherAwards ist öffentlich, Eintrittskarten für 5€ gibt es im FoeBuD-Shop.

    Die Macher rufen außerdem für Spenden für die BigBrotherAwards auf:

    Die BigBrotherAward bringen Aufmerksamkeit – ungebetene Öffentlichkeit für die, deren üble Machenschaften sie verdienen. Aber das kostet Geld! Neben sehr viel persönliches Engagement muss das ganze Jahr über organisiert werden, müssen eingereichte Vorschläge nachrecherchiert werden, muss die Gala ausgerichtet werden, und vieles dergleichen mehr. Denn die Preisträger sollen den Preis zu Recht bekommen. Unsere Aktionen werden von vielen Freiwilligen ehrenamtlich ‚gestemmt’. Aber ganz ohne Geld geht es nicht. Deswegen bitten wir um Ihre Spende. Mit 10, 15 oder 20 Euro monatlich können Sie viel bewirken. Als Spenderin und Spender helfen Sie mit, digitale Lebensqualität für alle zu schaffen.

    Spendeninformationen:
    FoeBuD e.V.
    Spendenkonto: 5459 5459 01
    Bank für Sozialwirtschaft
    BLZ 370 205 00

    Man kann auch online spenden unter https://www.foebud.org/spende/

    8. März 2011 2
  • : Samstag: Wir zeigen dem Lügenbaron den Schuh!
    Samstag: Wir zeigen dem Lügenbaron den Schuh!

    Samstag Mittag gibt es in Berlin die Möglichkeit, auch mal Offline die eigene Meinung zu äußern, was man von der Plagiatsaktion unseres Verteidigungsministers und vor allem seiner Ausreden hält. Unter dem Motto „Wir zeigen dem Lügenbaron den Schuh!“ wird für 12:30 Uhr bei der historischen Ampel am Potsdamer Platz eingeladen. Von dort soll es Richtung Verteidigungsministerium gehen. Zu der Demonstration gibts die obligatorische Facebook-Gruppe und hier ein paar Infos für alle ohne Facebook.

    Gesucht werden auch kreative Plakate.

    25. Februar 2011 29
  • : Fachdialog: Geld verdienen mit Freier Software
    Fachdialog: Geld verdienen mit Freier Software

    Immer wieder taucht die Frage auf: Wie verdiene ich Geld mit Freier Software? Am 31. März gibt es dazu eine Abend-Veranstaltung in bei der Investitionsbank Berlin.

    Sie sind Software-Unternehmer oder Gründer in diesem Bereich und möchten einen Überblick über die Möglichkeiten erhalten, mit Freier Software Geld zu verdienen? Freie Software bietet ein spannendes Feld für Unternehmer und Gründer. Frei von Herstellerabhängigkeit und Monopolen können Sie auf existierenden Programmen aufbauen, um ihren Kunden genau das Passende zu bieten – allein oder in Kooperation mit anderen. Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen werden zunehmend günstiger für Unternehmer, die die Freiheit wählen. Doch wie ist dabei vorzugehen? Auf welche Aspekte ist in der Praxis besonders zu achten?

    Das Programm beinhaltet unter anderem die Keynote „Was ist ein Freies-Software-Unternehmen?“ von Georg Greve, einen Vortrag von Karsten Gerloff, Präsident der Free Software Foundation Europe, und eine Diskussionsrunde mit Freien-Software-Unternehmern zum Thema „Reich und berühmt mit Freier Software?“.

    Der Eintritt ist kostenlos, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich.

    24. Februar 2011 5
  • : Samstag in München: Vortrag INDECT / C4 Systems von Erich Möchel
    Samstag in München: Vortrag INDECT / C4 Systems von Erich Möchel

    Viele beschweren sich, dass die meisten interessanten netzpolitischen Termine imme rnur in Berlin stattfinden. Am Samstag gibt es einen Vortrag in München, wo ich mich etwas ärgere, dass dieser nicht in Berlin stattfindet und ich nicht dran teilnehmen kann. Die Piratenpartei Bayern hat den IT-Journalisten Erich Möchel eingeladen, um einen Vortrag über „INDECT / C4 Systems“ zu halten. Hier ist die Ankündigung:

    17. Februar 2011 4
  • : Morgen in Berlin: Demo gegen Cecilia Malmström
    Morgen in Berlin: Demo gegen Cecilia Malmström

    Unsere EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström ist morgen beim 14. Europäischen Polizeikongress in Berlin zu Gast. Zu ihren Ehren und ihrer Befürwortung von Vorratsdatenspeicherung, Internetzensur und Fluggastdatensammlung veranstalten der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und andere um 16 Uhr auf dem Alexanderplatz eine Protestkundgebung.

    Hintergrund:

    Die für die europäische Innenpolitik zuständige Kommissarin ist federführend für eine ganze Palette an Maßnahmen, die erhebliche Einschränkungen für die Freiheitsrechte und den Datenschutz der gesamten europäischen Bevölkerung mit sich bringen. So hat sich Frau Malmström beispielsweise erst vor kurzem hinsichtlich der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung bereits für eine Fortsetzung dieser umstrittenen Maßnahme ausgesprochen („data retention ist here to stay“), obwohl keinerlei überzeugende Argumente oder Zahlen für eine verdachtslose Speicherung des elektronischen Kommunikationsverhaltens aller europäischer Bürgerinnen und Bürger vorliegen. Weiterhin ist Frau Malmström verantwortlich für die Vorbereitung einer neuen EU-Richtlinie, die u.a. das europaweite Sperren von Internetseiten legitimieren soll. Schließlich treibt die EU-Innenkommissarin das Vorhaben einer anlasslosen Vorratsspeicherung aller Flugreisedaten (passenger name records) unter dem üblichen Deckmantel der „Terrorismusbekämpfung“ voran.

    Kampagnenbild „Censilia 2.0“ zur freien Verwendung.
    Demoflyer „Hey Frau Malmström: Lassen Sie unsere Grundrechte in Ruhe!“.

    Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    15. Februar 2011 3
  • : Oberstes Gericht von Zypern kippt Vorratsdatenspeicherung
    Oberstes Gericht von Zypern kippt Vorratsdatenspeicherung

    Der oberste Gerichtshof von Zypern hat das dortige Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung aufgehoben. Das Urteil liegt nur auf griechisch vor, aber laut der Google Übersetzung (kann das wer bestätigen?) haben die Richter sich auf Artikel 17 der Verfassung bezogen, der besagt:

    1. Every person has the right to respect for, and to the secrecy of, his correspondence and other communication if such other communication is made through means not prohibited by law.

    2. There shall be no interference with the exercise of this right except in accordance with the law and only in cases of convicted and unconvicted prisoners and business correspondence and communication of bankrupts during the bankruptcy administration.

    Die Richter haben in ihrem Urteil nicht die Speicherung an sich kritisiert, sondern den Zugriff, der auch in der EU-Richtlinie nicht einheitlich geregelt ist. Die Richter haben daher aufgrund Absatz 2 der Verfassung entschieden, dass die vorratsgespeicherten Daten nur genutzt werden im Falle, dass entweder Häftlinge oder laufende Konkursverfahren betroffen sind. Damit ist die Vorratsdatenspeicherung für die normaler Polizeiarbeit nicht mehr zu benutzen.

    Die Polizei jammert natürlich rum, dass sie nicht mehr vernünftig ermitteln kann.

    Stand in Europa

    Nach den obersten Gerichten in Deutschland, Rumänien und Bulgarien ist Zypern das vierte EU-Land, das aufgrund eines obersten Gerichtsurteils momentan keine Vorratsdatenspeicherung mehr hat. Verfahren sind nach meiner Kenntnis noch anhängig oder werden vorbereitet in der Tschechischen Republik und Ungarn, in weiteren Ländern wie Österrreich, den Niederlanden oder Polen gibt es massiven politischen Widerstand. Vom irischen obersten Gerichtshof wird ein Vorlageverfahren zum Europäischen Gerichtshof vorbereitet.

    Norwegen, das zwar nicht zur EU gehört, aber wegen des Freihandelsabkommens alle EU-Richtlinien umsetzt, diskutiert gerade heftig und öffentlich, ob man hier zum ersten Mal die Vorbehaltsklausel nutzen und die Vorratsdatenspeicherung nicht umsetzen sollte. Das Parlament in Oslo hatte am Dienstag und Mittwoch eine Anhörung zum Thema, und der Regierung gehen offenbar gerade die eigenen Leute von Bord. Als ich am Dienstag mit einem norwegischen Parlamentsmitarbeiter sprach, hatten sie nur noch drei Stimmen Mehrheit für die Vorratsdatenspeicherung.

    Malmström in Berlin am Mittwoch

    In dieser Situation wird es wirklich interessant, was die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström zur Evaluierung und zu den Perspektiven der EU-Richtlinie sagen wird. Der mehrfach verschobene Bericht ist nun angeblich für den 23. März geplant.

    Malmström spricht am Mittwoch um 12:00 übrigens auf dem Europäischen Polizeikongress im bcc am Alexanderplatz in Berlin. Wer dem AK Vorrat helfen will, ihr die Meinung zu sagen, kann sich hier informieren.

    13. Februar 2011 5
  • : 11. Verleihung der BigBrotherAwards am 1. April 2011 in Bielefeld
    11. Verleihung der BigBrotherAwards am 1. April 2011 in Bielefeld

    Die 11. Verleihung der BigBrotherAwards findet am 1. April 2011 im Rahmen einer feierlichen Gala in Bielefeld statt. „Ausgezeichnet“ werden Politiker, Firmen und Organisationen, die besonders unverantwortlich mit den Daten anderer und dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Bürger umgehen. Erstmals findet die BigBrotherAward-Verleihung nicht im Oktober, sondern im April statt. Sie soll nach Planung des FoeBud auch künftig im Frühjahr stattfinden.

    Gala zur 11. Verleihung der BigBrotherAwards
    Freitag, 01.04.2011, 18–20 Uhr
    Bielefeld, Hechelei

    Organisiert werden die BigBrotherAwards vom FoeBuD e.V.. Beteiligt sind außerdem der Chaos Computer Club, die Deutsche Vereinigung für Datenschutz, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FifF), Fitug, die Humanistische Union und die Internationale Liga für Menschenrechte.

    Derzeit ist die Jury gerade dabei, aus einer großen Menge interessanter Vorschläge nach entsprechenden Recherchen die Preisträger zu ermitteln. Die Jury um padeluun und Rena Tangens vom FoeBud, Frank Rosengart und Andreas Bogk vom CCC, Werner Hülsmann vom FifF und Dr. Rolf Gössner von der Internationalen Liga für Menschenrechte wird dieses Jahr durch zwei neue Gesichter komplettiert: Sönke Hilbrans, Rechtsanwalt aus Berlin und Prof. Peter Wedde (FH Frankfurt/Main), Arbeitsrechtler und Datenschützer.

    Zur Verleihungsgala soll es neben den Preisreden Live-Musik und ein attraktives Rahmenprogramm geben. Weitere Informationen zu den BigBrotherAwards unter: http://www.bigbrotherawards.de

    10. Februar 2011 5
  • : Mitschnitt: Whistleblowing, WikiLeaks und die neue Transparenz
    Mitschnitt: Whistleblowing, WikiLeaks und die neue Transparenz

    Von der gestrigen Veranstaltung „Whistleblowing, WikiLeaks und die neue Transparenz“ in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin gibt es jetzt einen Mitschnitt als MP3. Es diskutierten Constanze Kurz (Sprecherin Chaos Computer Club), Daniel Domscheit-Berg (Ex-Wikileaks-Sprecher, jetzt OpenLeaks.org) und Konstantin von Notz (MdB, Bündnis90/Die Grünen).

    Hier ist die MP3.

    9. Februar 2011 7
  • : Wikileaks-Diskussionswoche in Berlin
    Wikileaks-Diskussionswoche in Berlin

    Diese Woche gibt es gleich drei Veranstaltungen rund um Wikileaks und Transparenz in Berlin.

    Heute Abend gibt es um 20 Uhr in der Heinich-Böll-Stiftung die Diskussion „Whistleblowing, WikiLeaks und die neue Transparenz“.

    Spätestens seit der Veröffentlichung der US-Botschaftsdepeschen durch WikiLeaks ist Whistleblowing in aller Munde. Dabei ist das Leaken von geheimen Informationen nicht erst seit WikiLeaks ein wirksames Mittel zur Herstellung von Öffentlichkeit und Transparenz. Der wohl berühmteste Fall ist die Watergate-Affäre in den frühen 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.

    Durch die Digitalisierung ist die Veröffentlichung geheimer Informationen einfacher geworden: während in den 70ern noch nächtelang Dokumente abfotografiert oder fotokopiert werden mussten, reicht heute ein USB-Stick, um tausende von Dokumenten zu vervielfältigen. Whistleblowing-Plattformen ermöglichen dann die anonyme Verbreitung dieser Informationen.

    Welche Auswirkungen hat die neue Transparenz auf die Gesellschaft? Wie muss eine ideale Whistleblowing-Plattform aussehen, die nicht die Fehler von WikiLeaks wiederholt? Wie verändert sich der investigative Journalismus durch diese Plattformen? Wie kann zur Förderung öffentlicher Transparenz eine sinnvolle Zusammenarbeit der politischen, gesellschaftlichen und medialen Akteure aussehen?

    Mit:

    * Daniel Domscheit-Berg: ehemaliger Sprecher von WikiLeaks, jetzt beteiligt an OpenLeaks
    * Constanze Kurz, Informatikerin und Sprecherin beim Chaos Computer Club
    * Konstantin von Notz, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
    * Moderation: Meike Laaff, die tageszeitung

    Am Donnerstag lädt die Deutsch-Amerikanische Vereinigung der Parlamentsmitarbeiter/innen (DAVP) um 17 Uhr in den Bundestag zur Diskussion „Wikileaks und die Folgen“:

    8. Februar 2011 10
  • : #rp11 – Call-for-Paper endet Montag Abend
    #rp11 – Call-for-Paper endet Montag Abend

    Montag Abend endet die Einreichungsfrist für den Call-for-Paper der kommenden re:publica´11, die vom 13. – 15. April in Berlin stattfindet.

    30. Januar 2011 1
  • : Montag Abend: dorkbot.bln – “Doing Strange Things with Electricity” – blinkendroid
    Montag Abend: dorkbot.bln – “Doing Strange Things with Electricity” – blinkendroid

    Am Montag Abend gibt es wieder die jählriche Ausgabe von dorkbot.bln – “Doing Strange Things with Electricity” im Rahmen der Transmediale in der c‑base. Eintritt kostet 5 Euro (Wenn man kein Festivalticket hat oder Mitglied der c‑base ist) und im Anschluß an das Programm legt DJ Schönberger auf.

    - blinkendroid

    - Buchscann0r

    - Open Design City“Demokratisierung des Produktionswissens”

    - lumiBots by Mey Lean Kronemann

    Followed by the vernissage of the lumiBots media art installation by Mey Lean Kronemann as the main artwork on display at the c‑base transmediale.11 satellite TRACE:ability (running till February 3).

    30. Januar 2011