e-Democracy

  • : Ursula von der Leyen Plakat-Remix-Wettbewerb
    Ursula von der Leyen Plakat-Remix-Wettbewerb

    Nach dem großen Erfolg des Wolfgang Schäuble Plakat-Remix-Wettbewerbes mit über 1000 Einreichungen und einigen grandiosen Gewinnern starten wir nun den Ursula von der Leyen Plakat-Remix-Wettbewerb. Dabei sein ist alles und als Hauptgewinn gibt es mehr demokratische Beteiligung, viel Ruhm und natürlich Ehre. Praktischerweise haben wir diesmal von vorne herein einen Remix-Generator, der die niedrigschwellige Beteiligung ermöglicht. Und hoffentlich viel Kreativität hervorbringt. Die einzigen Regeln sind: Bleibt fair, kritisiert kreativ die CDU-Politik und bringt keine Slogans, die unter die Gürtellinie gehen. Im Optimallfall tagt Ihr die Bilder mit cduremix09 und schreibt Euren Slogan schon dazu, wenn Ihr Bilder verlinkt.

    zensursula1

    Und ja, die SPD und die anderen Parteien können auch noch gerne dran kommen. Wenn Ihr Vorlagen habt: Schickt die uns ruhig!

    Danke an Niels Heidenreich für die technische Realisierung.

    Danke an KlausM für diesen Vorschlag:

    zensursula2

    3. September 2009 211
  • : The Internet and Civic Engagement
    The Internet and Civic Engagement

    Das Pew Internet & American Life Project hat einen neuen Report zur aktuellen Situation in den USA veröffentlicht: The Internet and Civic Engagement.

    Political and civic involvement have long been dominated by those with high levels of income and education, leading some advocates to hope that internet-based engagement might alter this pattern. However, a new report by the Pew Research Center’s Internet & American Life Project shows that the internet is not changing the fundamental socio-economic character of civic engagement in America. When it comes to online activities such as contributing money, contacting a government official or signing an online petition, the wealthy and well-educated continue to lead the way. Still, there are hints that the new forms of civic engagement anchored in blogs and social networking sites could alter long-standing patterns. Some 19% of internet users have posted material online about political or social issues or used a social networking site for some form of civic or political engagement. And this group of activists is disproportionately young.

    Hier ist das PDF.

    2. September 2009 3
  • : Strategische Wahlkampf-Twitter-Accounts
    Strategische Wahlkampf-Twitter-Accounts

    Im Rahmen der aktuellen Bundestagswahl-Kampagnen gibt es einige strategische Twitter-Accounts, die leicht bestimmten Gruppen zugeschrieben werden können. Die Accounts werden gerne dazu genutzt, um unter Pseudonym Angriffe auf den politischen Gegner zu fahren, als Seeder für Negative-Campaigning-Videos und Banner zu fungieren sowie um die eigenen Leute bei Laune zu halten und Informationen/Botschaften schnell zu distributieren. Gut möglich, dass diese direkt aus den Kampagnen-Teams heraus gefüllt werden.

    Einige sind leicht identifizierbar: @berlinintern ist dabei ein Account aus dem Umfeld der Jungen Union / CDU (Danke auch für das Kompliment „Der schlimmste Hetzer seit…“) und @roterseptember kommt klar aus dem SPD-Umfeld. Weitere gibt es sicherlich, mir sind sie nur noch nicht so stark aufgefallen. Daher meine Frage: Kennt Ihr weitere Accounts bei Twitter, die ähnlich genutzt werden und eindeutig einer Gruppierung im Wahlkampf zugeschrieben werden kann?

    25. August 2009 58
  • : Neue Medien verändern den Politiker-Typ
    Neue Medien verändern den Politiker-Typ

    Eine data-epi-spacing weitere data-epi-spacing Roh-Fassung data-epi-spacing eines data-epi-spacing Interviews data-epi-spacing hat data-epi-spacing der data-epi-spacing Elektrische data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Sommerpause data-epi-spacing veröffentlicht: data-epi-spacing Joi data-epi-spacing Ito: data-epi-spacing “Neue data-epi-spacing Medien data-epi-spacing verändern data-epi-spacing den data-epi-spacing Politiker-Typ”.

    Hier klicken, um den Inhalt von www.elektrischer-reporter.de anzuzeigen.

    Elektrischer data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing – data-epi-spacing Joi data-epi-spacing Ito: data-epi-spacing “Neue data-epi-spacing Medien data-epi-spacing verändern data-epi-spacing den data-epi-spacing Politiker-Typ”

    Joi data-epi-spacing Ito data-epi-spacing war data-epi-spacing DJ data-epi-spacing und data-epi-spacing Nachtclub-Betreiber, data-epi-spacing hatte data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Anfangszeit data-epi-spacing des data-epi-spacing Internet-Booms data-epi-spacing Ideen, data-epi-spacing die data-epi-spacing sich data-epi-spacing zu data-epi-spacing Geld data-epi-spacing machen data-epi-spacing ließen, data-epi-spacing und data-epi-spacing ist data-epi-spacing jetzt data-epi-spacing Risikokapital-Investor data-epi-spacing und data-epi-spacing Geschäftsführer data-epi-spacing der data-epi-spacing Creative-Commons-Organisation. data-epi-spacing Er data-epi-spacing beschäftigt data-epi-spacing sich data-epi-spacing intensiv data-epi-spacing mit data-epi-spacing dem data-epi-spacing Verhältnis data-epi-spacing von data-epi-spacing Internet data-epi-spacing und data-epi-spacing Demokratie data-epi-spacing und data-epi-spacing spricht data-epi-spacing mit data-epi-spacing dem data-epi-spacing “Elektrischen data-epi-spacing Reporter” data-epi-spacing wie data-epi-spacing das data-epi-spacing Internet data-epi-spacing Politik data-epi-spacing und data-epi-spacing Politiker data-epi-spacing verändert.

    Hier data-epi-spacing ist data-epi-spacing die data-epi-spacing MP3.

    25. August 2009 4
  • : ARD-Netzrauschen mit Podcast und CC
    ARD-Netzrauschen mit Podcast und CC

    Anfang Juli hatte ich über das ARD-Wahlprojekt „Netzrauschen“ berichtet und einige Verbesserungsvorschläge gemacht. Die sind freundlicherweise alle angenommen worden. Seit vergangener Woche gibt es nun täglich ein neues Video-Interview zum Onlinewahlkampf auf den Seiten von tagesschau.de. Und im Netz auf Youtube (im ARD-Kanal), ab heute auch als Video-Podcast und es wird eine Creative Commons Lizenz mit Remix-Möglichkeit (CC-BY-NC-SA) verwendet.

    24. August 2009 5
  • : Merkur: ePetitionen und Zensursula
    Merkur: ePetitionen und Zensursula

    Der Rheinische Merkur schreibt über ePetitionen: Seismograf mit gestiegener Präzision.

    Wissenschaftler Lindner hat das Verfahren der E‑Petitionen im Auftrag des Bundestages zusammen mit drei Kollegen vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung evaluiert. Überraschenderweise haben die Wissenschaftler dabei keine deutlichen Verzerrungen in der Nutzung festgestellt: Weder sind die Online-Petenten ganz besonders jung, noch werden überdurchschnittlich viele Petitionen zu Internet-Fragen eingereicht, noch sind solche Themen unter den Mitzeichnern übermäßig beliebt. Wie viele Unterschriften zusammenkommen, hängt für Lindner davon ab, wie gut der Petent im Internet vernetzt ist.

    Interessant ist auche in anderer Artikel im Rheinischen Merkur, der die aktuelle Zensursula-Debatte beschreibt: Raum ohne Recht.

    Die Große Koalition setzt im Netz auf Stoppschilder. Experten halten das für sinnlos. Sie werben für besseren Datenschutz und mehr globale Zusammenarbeit.

    20. August 2009 5
  • : Das Internet wird wahlentscheidend?
    Das Internet wird wahlentscheidend?

    Das Internet wird wahlentscheidend“ überschreibt der Bitkom eine aktuelle Pressemitteilung. Das ist richtig, suggeriert aber gleichzeitig, dass das Internet in diesem Wahlkampf auch schon wahlentscheidend sein wird. Das sehe ich leider nicht, denn da steht der demographische Wandel im Weg. Bitkom hat bei Forsa eine repräsentative Umfrage durchführen lassen zu der Frage, ob eine Partei ohne den Einsatz de Internets heute keine Wahl gewinnen kann. Dabei kommt raus: „44 Prozent der wahlberechtigen Bundesbürger (sagen), dass eine Partei ohne den Einsatz des Internets heute keine Wahl mehr gewinnen kann.“ Klar, ebenso könnte man fragen, ob eine Partei heute mit der Verwendung von Werbeflyern einen Wahlkampf gewinnen könnte. Dafür würde es vermutlich noch mehr Zustimmung geben. Aber eine Überschrift „Papier wird wahlentscheidend“ ist nicht ganz so sexy.

    Wenig verwunderlich ist:

    So ist für die jüngeren Wähler das Internet schon heute das Informationsmedium Nummer eins für politische Themen. Drei Viertel der 18- bis 29-Jährigen informieren sich im Web über Politik. Das Fernsehen nutzen 61 Prozent, persönliche Gespräche 56 Prozent und Tageszeitungen 54 Prozent. In der Gesamtbevölkerung steht dagegen das Internet bislang noch an fünfter Stelle, nach Fernsehen, Tageszeitungen, Radio und persönlichen Gesprächen.

    Eine Pressemitteilung des Bitkom zu Bundestagswahlen darf natürlich auch nicht ohne den Wunsch nach Online-Wahlen auskommen. Immerhin würde sicherlich die Hälfte der (wichtigen) Bitkom-Mitglieder die dazu passende Infrastruktur liefern und/oder Subventionen für die Entwicklung dieser bekommen.

    Die Ergebnisse der BITKOM-Studie zeigen darüber hinaus eine hohe Akzeptanz von Online-Wahlen. Fast die Hälfte der Bundesbürger (47 Prozent) würde ihre Stimme bei Wahlen elektronisch über das Internet abgeben. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 57 Prozent. Bisher sind Internetwahlen nach dem deutschen Wahlrecht nicht erlaubt. „Online-Wahlen ermöglichen es jedem Bürger, seine Stimme ortsunabhängig und mit geringem Aufwand abzugeben“, sagte Scheer. „Die Mobilisierung der Wähler würde durch Online-Wahlen deutlich er-leichtert.“ Laut BITKOM hätte bei der Europawahl 2009 die sehr niedrige Wahlbeteiligung deutlich gesteigert werden können, da viele Nichtwähler per Internet ihre Stimme abgegeben hätten. Die Wahlbeteiligung wäre laut Studie von 43 Prozent auf 54 Prozent gestiegen.

    Die Einschätzung, dass Online-Wahlen die Mobilisierung erleichtern und somit die Wahlbeteiligung steigern würden, teile ich nicht. Hier haben wir ein Strukturproblem: Wenn viele Bürger Parteien-verdrossen sind, warum sollten sie zur Wahl gehen, nur weil sie online abstimmen können? Vor allem: Es dauert sicherlich noch mindestens ein Jahrzehnt, bis die technischen Lösungen soweit sind, dass die Auflagen des Bundesverfassungsgerichts für elektronische Wahlen gewährleistet werden können.

    19. August 2009 35
  • : Kooperative Technologien
    Kooperative Technologien

    Christiane Schulzki-Haddouti verkündet im KoopTech-Blog, dass ihre in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer entstandene Studie über „Kooperative Technologien – Forschungsprojekt zu internetbasierten Formen der Zusammenarbeit“(PDF) endlich online ist. Im Winter 2007/2008 wurde ich dafür zum Themenfeld „Zivilgesellschaft“ als Experte interviewt.

    Welche aktuellen Internettechnologien aus den Bereichen Web 2.0 und Social Software verwenden Unternehmen und Organisationen bereits? Was für Werkzeuge stehen ihnen zur Verfügung und welches Potential bieten diese für eine professionelle Zusammenarbeit und Kommunikation? Diese Fragen beantwortet eine gerade erschienene Analyse, die am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt (h_da) erarbeitet worden ist. In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse geförderten Projekt hat die Kulturpädagogin und IT-Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” untersucht. Schulzki-Haddouti war für die 14-monatige Arbeit an dieser Studie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der h_da beschäftigt. Das Projekt wurde zudem von Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer vom Studiengang Online-Journalismus betreut. Nach einem kurzen Rückblick, der zeigt, dass kommunikative und kollaborative Technologien seit Anbeginn im Internet eine herausragende Rolle gespielt haben, gibt der Bericht einen Überblick über mehr als 1000 Anwendungen. Anhand einer umfangreichen Literaturanalyse und mithilfe von 47 Experteninterviews präsentiert die Autorin einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungs- und Kenntnisstand und identifiziert sieben Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren für den Einsatz von kooperativen Internettechnologien.

    18. August 2009 3
  • : Internetpolitik von Gestern
    Internetpolitik von Gestern

    Wolfgang Kleinwächter schreibt bei Telepolis über „Websperren: Internetpolitik von Gestern“. Darin kritisiert er u.a. das fehlende Engagement der Bundesregierung in neuen Politikprozessen rund um Netzpolitik auf internationaler Ebene. Das Engagement fehlt aber auch auf nationaler Ebene:

    Die deutsche Politikkultur ist aber noch immer im 20. Jahrhundert: Sie kommt von oben und findet weitgehend hinter verschlossenen Türen statt, was einseitigen Lobbyismus und schräge Lösungen begünstigt. Auf den mündigen Bürger wird gerne in Sonntagsreden abgehoben, wenn er sich aber tatsächlich zu Wort meldet, ist das Erschrecken groß. Die Kanzlerin stärkt gerne den Rücken der Zivilgesellschaft in Russland und China. Das Argument aber, in Deutschland sei die Zivilgesellschaft ja über die Parteien im Parlament repräsentiert, greift im Informationszeitalter zu kurz. Die Repräsentationskette im politischen Betrieb ist mittlerweile so lang geworden, dass nur noch selten der Input von unten auch oben ankommt. Demokratieverdrossenheit ist eine der Konsequenzen der mitunter kafkaesken politischen Prozesse.

    18. August 2009 7
  • : Obama ist zweifellos der erste Internet-Präsident
    Obama ist zweifellos der erste Internet-Präsident

    Der data-epi-spacing Elektrische data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing hat data-epi-spacing die data-epi-spacing Rohfassung data-epi-spacing eines data-epi-spacing Interviews data-epi-spacing mit data-epi-spacing Micah data-epi-spacing Sifry data-epi-spacing online data-epi-spacing gestellt:: data-epi-spacing “Obama data-epi-spacing ist data-epi-spacing zweifellos data-epi-spacing der data-epi-spacing erste data-epi-spacing Internet-Präsident”.

    Micah data-epi-spacing Sifry data-epi-spacing ist data-epi-spacing Gründer data-epi-spacing des data-epi-spacing Web-Forums data-epi-spacing Personal data-epi-spacing Democracy, data-epi-spacing aus data-epi-spacing dem data-epi-spacing inzwischen data-epi-spacing eine data-epi-spacing jährlich data-epi-spacing stattfindende data-epi-spacing Konzerenz data-epi-spacing entwachsen data-epi-spacing ist. data-epi-spacing Er data-epi-spacing schreibt data-epi-spacing auf data-epi-spacing dem data-epi-spacing viel data-epi-spacing beachteten data-epi-spacing Blog data-epi-spacing Techpresident.com data-epi-spacing über data-epi-spacing die data-epi-spacing Wechselwirkungen data-epi-spacing zwischen data-epi-spacing Politik data-epi-spacing und data-epi-spacing Netz data-epi-spacing und data-epi-spacing berät data-epi-spacing außerdem data-epi-spacing Organisationen data-epi-spacing und data-epi-spacing Politiker data-epi-spacing in data-epi-spacing Sachen data-epi-spacing Internet.

    Hier klicken, um den Inhalt von www.elektrischer-reporter.de anzuzeigen.

    Elektrischer data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing – data-epi-spacing Micah data-epi-spacing Sifry: data-epi-spacing “Obama data-epi-spacing ist data-epi-spacing zweifellos data-epi-spacing der data-epi-spacing erste data-epi-spacing Internet-Präsident”

    Hier data-epi-spacing ist data-epi-spacing die data-epi-spacing MP4.

    17. August 2009 1
  • : Wikipedia: Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009
    Wikipedia: Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009

    Die deutsche Wikipedia-Community bereitet sich mit der Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009 des WikiProjekts Politiker auf die Bundestagswahl 2009 vor. Das Ziel ist:

    Es sollen fehlende Artikel zu den Mitgliedern des Bundestags erstellt werden. (Beginnend ab der 6. Wahlperiode.) Nach der Wahl sollen die fehlenden Artikel der 17. Wahlperiode angelegt werden.

    Mitmachen ist, wie immer in der Wikipdia, erwünscht.

    15. August 2009 9
  • : Wahlwerbung remixen sollte legal sein
    Wahlwerbung remixen sollte legal sein

    Vorgestern haben wir unseren Schäuble-Wahlplakat-Remix-Wettbewerb gestartet und gestern gab es eine Mail der Fotografin, die mit Hinweis auf ihr Urheberrecht eine weitere Nutzung untersagte. Einige Fotos der CDU-Werbekampagne stammen von Frau Laurence Chaperon. Sie macht schöne Politiker-Portraits, wie man auf ihrer Seite sehen kann und verdient ihr Geld damit, professionell Fotos zu machen und diese zu verkaufen. Ich habe zweimal mit ihr telefoniert, und dabei haben wir unsere Standpunkte ausgetauscht. Ihre legitime Meinung ist, dass sie als Urheberin ihre Bilder als Kunstwerk begreift und unerlaubte Nutzung unterbinden will. Das respektiere ich und kann ihren Standpunkt verstehen. Ich finde es auch lobenswert, dass sie mir vorab eine Mail mit der Aufforderung geschickt hat, die Bilder zu entfernen. Andere schicken sofort die Abmahnung. Aber das Urheberrecht ist nicht schrankenlos.

    Ich habe lange überlegt, wie ich mich verhalte. Eine Möglichkeit ist, der Aufforderung nachzukommen und alle Bilder in diesem Blog zu löschen. Die sind eh schon überall im Netz verteilt und können dort nicht mehr so einfach mit vielen Anwälten rausgeklagt werden. Diese Option würde mir möglicherweise eine Menge Stress ersparen, der mit einem Rechtsstreit einher geht. Die Alternative ist, zu meiner Meinung und Rechtsauffassung zu stehen, dass das Remixen und damit das kreative Auseinandersetzen mit Parteien-Werbung in einer demokratischen Gesellschaft vor allem im Wahlkampf möglich sein sollte. Und abzuwarten, was da rechtlich auf mich zurollen könnte.

    Nach einigen Telefonaten mit Rechtsanwälten wie Thorsten Feldmann von JBB (der mir schon in der Auseinandersetzung mit der Deutschen Bahn geholfen hat), Henning Krieg und Udo Vetter, sowie einigen Gesprächen mit Freunden bin ich aber zu dem Entschluß gekommen, das notfalls rechtlich durchzuziehen. Ich halte die ganze Aktion und die Remixe für legitim, sonst hätte ich sie auch nicht gestartet. Und ich glaube, der schwarze Peter liegt bei der CDU. Auf ihrer Webseite steht ganz klar bei den Plakat-Motiven:

    Die Bilder dürfen ausschließlich zur redaktionellen Berichterstattung über die CDU-Bundestagswahlkampagne 2009 genutzt werden. Die Nutzung ist bis zum 31.12.2009 honorarfrei. Danach tritt die Honorarpflicht zugunsten der jeweiligen Agentur/des jeweiligen Fotografen gemäß deren AGBs in Kraft. Eine Weitergabe an Dritte ist untersagt. Die Weitergabe an und Nutzung durch weiterverbreitende Agenturen und Pressedienste ist nicht gestattet.

    Es sollte vollkommen offensichtlich sein, dass der Remix-Wettbewerb im Rahmen einer redaktionellen Berichterstattung im Bundestagswahlkampf 2009 stattgefunden hat. Insofern gehe ich weiter davon aus, dass die Aktionen im Rahmen der von der CDU eingeräumten Nutzungsbedingungen stattgefunden haben. Dazu sind auch verschiedene Freiheiten im Spiel: Die Sache berührt sowohl das Zitatrecht, als auch die Kunst- und Satirefreiheit. Und durch die eingeräumten Nutzungsfreiheiten durch die CDU dürfte es auch die Pressefreiheit berühren.

    Der Fall hat noch eine andere Dimension: Der Rechtsfall kann jedem passieren, der oder die ein Blog betreibt und Remixe von Wahlwerbung darüber verbreitet (wenn auch nicht jeder einen Remix-Wettbewerb startet). Sollte es in unserer Demokratie möglich sein, unliebsame politische Satire durch das Urheberrecht wegklagen zu können oder ist das von der Meinungsfreiheit gedeckt, wenn man ein Remix-Bild in sein Blog einbindet und damit eine Meinung äussert? Meine Meinung ist ganz klar: Das muss eine demokratische Gesellschaft aushalten können.

    Danke für die viele Unterstützung, die mir seit gestern kommuniziert wurde. Danke auch für die vielen Angebote, mich im Falle eines Rechtsstreits durch Spenden zu unterstützen. Darauf werde ich zurück kommen müssen, wenn es hart auf hart kommt, was ich aber nicht hoffe.

    Ich hab die Auswahl der geremixten Werke stark eingeschränkt und bin damit der Aufforderung zur Löschung zum Teil nachgekommen. Die schönsten Motive lasse ich aber drauf. Den Rest findet man durch den Hash-Tag #cduremix09 im Netz und es soll auch schon einen praktischen Remix-Generator zum selber basteln geben.

    Man hört ja immer von Seiten der CDU, das Internet sei ein rechtsfreier Raum. Das wäre in dieser Frage mal zu klären.

    Absolut inakzeptabel und kontraproduktiv sind übrigens beleidigende Mails an die Fotografin. Benehmt Euch, bitte. Es geht hier um eine sehr sachliche Frage: wo beginnt die Kunstfreiheit und endet das Urheberrecht?

    Update: Die Sache ist erledigt. Frau Chaperon verzichtet freundlicherweise auf ein Verfahren, was ihr und mir eine Menge Stress erspart. Viel Spass beim Remixen. Besonders praktisch ist der Remix-Generator. Von Seiten der CDU wird wohl nichts kommen.

    12. August 2009 223
  • : Erste Ergebnisse: Die Schäuble Plakat-Remixe
    Erste Ergebnisse: Die Schäuble Plakat-Remixe

    Ich hab mir mal die ersten (gefühlten) 120 Einreichungen beim Schäuble Plakat Remix-Wettbewerb angeschaut und in mühevoller Kleinarbeit hier eine Auswahl zusammengestellt. Erstmal danke für die vielen Vorschläge. Da wird sich die CDU über den kreativen Input wahrscheinlich sehr freuen. Einige davon gefallen mir schon ausgesprochen gut. Bis zur Wahl ist es ja noch ein wenig Zeit. Da ist noch viel Raum für weitere Kreativität. Und ja: Ihr dürfte gerne weitere Vorschläge machen und am Besten im Originalartikel verlinken. dort finden sich auch alle anderen Vorschläge. Ich musste leider eine Auswahl treffen, weil das ganze bearbeiten ganz schön viel Zeit nimmt. Also nicht traurig sein, wenn Eure vorschläge hier nicht sind.

    (Update: Ich hab wegen der Androhung eines Rechtsstreits einige Bilder gelöscht. Die sollten woanders im Internet mit dem Has-Tag cduremix09 aber weiter zu finden sein. Mehr dazu gibts am Mittwoch Mittag)

    ajo:

    @ruffson:

    Rene:

    10. August 2009 179
  • : Bundestagswahl bei Xing
    Bundestagswahl bei Xing

    Nach der MeinVZ-Wahlzentrale hat das Social Network Xing nun auch noch eine Extra-Seite zum Bundestagswahlkampf 2009 gestartet. Bisher war Politik auf der Plattform mehr oder weniger unerwünscht, Parteien dürften keine Gruppen gründen und betreiben. Nun gibt es zumindest für die Parteien mit Fraktionsstärke im Bundestag die Möglichkeit, sich in einer Gruppe zu versammeln. Dazu kann man noch an Abstimmungen teilnehmen.

    5. August 2009 24
  • : Politiker auf Wählerfang im Internet
    Politiker auf Wählerfang im Internet

    Ich war letzte Woche u Gast beim Deutschlandradio Kultur und heute wurde das Gespräch als Thema im Radiofeuilleton gesendet: „Gruscheln“ mit Angela Merkel – Politiker auf Wählerfang im Internet“

    Der Beitrag besteht aus einer Einleitung (MP3) und dem Gespräch (MP3).

    Hier ist jetzt auch das Transcript meines Gespräches.

    4. August 2009 9
  • : Interaktive Karte der Berliner Lobby-Szene
    Interaktive Karte der Berliner Lobby-Szene

    Lobbycontrol verweist auf eine interaktive Karte der Berliner Lobby-Szene in der ZDF-Mediathek:

    Frontal21 (ZDF) begleitete Heidi Klein von LobbyControl bei einer lobbykritischen Stadtführung in Berlin und daraus eine interaktive Karte der Berliner Lobby-Szene gemacht. Mit einem Klick auf ausgewählte Adressen lassen sich kleine Infofilme über die dort sitzenden Lobbygruppen aufrufen, wie etwa den Energiekonzern E.ON, den deutschen Zigarettenverband oder die PR- und Lobby-Agentur Pleon.

    Schön gemacht.

    4. August 2009 5
  • : Crowdsourced Geht wählen-Spot
    Crowdsourced Geht wählen-Spot

    Jens Scholz fand den „Geh nicht hin“ Spot auch nicht so toll und würde gerne einen besseren Wahlmobilisierungs-Spot machen. Dazu braucht er Mithilfe:

    Ich bräuchte dazu nur möglichst viele Leute, die sich für 30 Sekunden vor ihre Webcam setzen und sowas sagen wie „Ich geh wählen, weil…“ und dann ein wirklich gutes Argument dranhängen. Ich denke, wir haben bis zum Ende des Wochenendes* kommenden Wochenende in nullkommanichts fünf Minuten zusammen, in denen mindestens 20 bessere Gründe und nochmal 20 lustigere Statements um wählen zu gehen genannt werden als es die Möchtegern-Celebrities auf die Reihe bekommen haben.

    4. August 2009 3
  • : Anti-Atom Spot von Campact
    Anti-Atom Spot von Campact

    Die Kampagnenplattform Campact hat eine nette Aktion zur Atom-Debatte gestartet. Auf einer Plattform namens Younuke gibt es im Youtube-Design ein Video, was einen „heimlichen Mitschnitt aus einer PR-Agentur“ vermitteln will. Man kann einen Namen eingeben, und dieser Name wird dann mehrfach im Video als Überwachungs-Opfer genannt. Der Name wird dabei im Link zum Video verschlüsselt mitgesendet.

    Anscheinend kam das Video aber bei der Zielgruppe nicht als Satire an, so dass Campact nun die Sache nochmal öffentlich erklären musste: Anti-Atom-Video: Humor ist, wenn man’s trotzdem macht!

    Die Idee ist nicht neu, sondern wurde schon vom Campact-Vorbild Moveon.org beim letzten US-Präsidentschaftswahlkampf mit einem fiktiven CNNBC-Fernsehspot genutzt. Trotzdem eine nette Umsetzung, auch wenn einige Features noch fehlen. Ich würde ja gerne das Video hier einblenden, aber so muss man auf Younuke.de gehen.

    29. Juli 2009 1
  • : Geh nicht hin
    Geh nicht hin

    „Geh nicht hin“ ist ein deutsches Copycat des US-Originals „Don’t vote“. In knapp 3:30 Minuten erzählen mehr oder weniger Prominente (Wer sind eigentlich die anstrengenden Prolls darunter?) erstmal, dass man nicht wählen soll und zur Hälfte des Clips wird dann irgendwann die Message gedreht und man soll doch wählen gehen. Mir gefielt der US-Clip recht gut, was auch an der Originalität liegt. Bei der deutschen Kopie bin ich etwas unschlüssig. Ich kann mir vorstellen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Zuschauer ziemlich schnell ausschaltet, weil es teilweise echt anstrengend ist, den Clip zu schauen. Kann auch sein, dass man damit andere Zielgruppen erreicht, die schalten dann aber wiederum ab, wenn die Maischberger oder Mike Krüger kommen. Auf jeden Fall stand ich oftmals kurz davor, das Video zu beenden.

    Seit heute gibt es den Clip in einer zweiten Version. Zuerst hatte man eine Version ohne Drehung veröffentlicht, um die mediale Aufmerksamkeit zu steigern. Es kann aber auch sein, dass sich einfach das Erste weiter prominenter verbreitet. Erfreulich ist, dass man eine Creative Commons Datei für den Videoclip verwendet hat.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    Etwas witziger ist der Spreeblick-Remix „Nicht rausgehen!“.

    28. Juli 2009 16
  • : Hälfte der Internetnutzer informiert sich online über Politik
    Hälfte der Internetnutzer informiert sich online über Politik

    Die Forschungsgruppe Wahlen hat wieder 4.136 Personen über 18 Jahren zur Internetnutzung befragt. Und hat im Rahmen des Bundestagswahlkampfes auch gefragt, wer sich im Netz über Politik informiert. Die Ergebnisse sind nicht wirklich überraschend, aber dafür aktuell (PDF):

    Gut ein Drittel der Deutschen bediente sich im II. Quartal 2009 des Internets, um Nachrichten über Politik abzurufen. Bezogen nur auf die Gruppe der Internet-Nutzer sind dies 47 Prozent. Auch hier zeigt sich in geschlechtsspezifischer Hinsicht ein unterschiedliches Nutzungsverhalten: In allen Altersgruppen rufen wesentlich mehr Männer als Frauen Politiknachrichten im Internet ab. Außerdem nutzen Jüngere diese Möglichkeit viel häufiger als Ältere.

    Ebenfalls keinen Unterschied zu früheren Befragungen ist die Parteipräferenz unter den Internet-Nutzern. FDP und Grüne profitieren davon, dass sie sowohl gebildetere Zielgruppen ansprechen als auch ein jüngeres Publikum (Das Durchschnittsalter der Parteimitglieder ist auch jünger als bei den anderen drei Parteien).

    Ebenso wie in der Gesamtheit der Deutschen fällt der Anteil der Internet-Nutzer bei den Parteianhängern der SPD (72 Prozent) aus. Bei der Linken liegt er bei (71 Prozent). Etwas unterdurchschnittlich ist er bei jenen der CDU/CSU (68 Prozent). Überdurchschnittlich hoch fällt der Anteil hingegen bei den Anhängern der FDP (83 Prozent) und der Grünen (86 Prozent) aus.

    Ich frag mich nur, warum der Landesgeschäftsführer der Linken in Sachsen nur auf 10% der Wähler kommt, die man über das Netz erreichen kann? Das sagte er zumindest zu dpa:

    «Das Internet spielt eine Rolle für die Mitglieder und die Wähler, aber man sollte es nicht überbewerten», findet Landesgeschäftsführer Rico Gebhardt. Nur etwa zehn Prozent der Wähler seien auf diesem Wege erreichbar. «Wir befinden uns nicht in Amerika.»

    Es würde aber vielleicht auch erklären, warum die Linke bei ihren Aktivitäten im sozialen Netz am wenigsten Zulauf bekommt, wie wir regelmässig in unseren Kurzstudien zu „Politik im Web 2.0“ herausfinden.

    Zum Thema Onlinewahlkampf war ich heute Morgen auch im Rahmen eines telefonischen Kurzinterviews auf RadioEins zu hören: „Der Online-Wahlkampf läuft – Echte Innovation oder nur bunte Fassade?“ Davon gibts eine MP3.

    22. Juli 2009 7