Demokratie

Bundestagswahl bei Xing

Nach der MeinVZ-Wahlzentrale hat das Social Network Xing nun auch noch eine Extra-Seite zum Bundestagswahlkampf 2009 gestartet. Bisher war Politik auf der Plattform mehr oder weniger unerwünscht, Parteien dürften keine Gruppen gründen und betreiben. Nun gibt es zumindest für die Parteien mit Fraktionsstärke im Bundestag die Möglichkeit, sich in einer Gruppe zu versammeln. Dazu kann man noch an Abstimmungen teilnehmen.


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24 Kommentare
  1. O.o

    Ich habe gerade auf der Xing Wahlseite abgestimmt und mir wurden dann die Ergebnisse präsentiert.
    Aktueller Stand 05.08. 14:15 Uhr

    1475 Stimmen:
    CDU/CSU 2,92 %
    SPD 3,94 %
    FDP 4,48 %
    Die Linke 1,36 %
    Die Grünen 4,68%
    Sonstige 82,21 %

    ob das alles Piraten waren unter den 82,21? =)

  2. Nach einer Aktuellen Anfrage wurde uns gesagt das nur Parteien aufgelistet sind die fraktionsstärke besitzen. Vor ca 2 Wochen haben wir schonmal eine Anfrage gestellt in der es nur darum ging das wir ein Bundestagsmitglied brauchen. Nach dem wir in der Antwort klargestellt haben das die Piraten mit Herrn Tauss ein Bundestagsmitglied haben wurde der Text auf „in fraktionsstärke “ geändert. Deswegen bleibt uns ja nichts anderes über als Sonstige zu wählen ;)

  3. Könnte Xing ja ruhig mal auf alle zugelassenen Parteien erweitern. Wenn das alles Piraten wären und die dann auch tatsächlich zur Wahl gehen, dürfte ein Prozent für die Piratenpartei bei der Bundestagswahl drin sein.

    Vielleicht sind die Piraten aber auch nur ein Sturm im Wasserglas und wirken lediglich im Netz so präsent.

  4. 15:02 Uhr:
    Forbidden

    You don’t have permission to access / on this server.
    Apache Server at wahl.xing.com Port 80

    Ob die wohl die Ergebnisse nicht so toll fanden? Oder nen Anruf aus dem Kanzleramt erhielten?

  5. Xing kriegt glaube ich gerade massiv Probleme mit Noch-Zahlkunden… mal ganz abgesehen davon, dass etwas ähnliches mal der Wahl-o-mat hatte (Betrachtung nur der aussichtsreichsten Kandidaten für den Bundestag) und dann per einstweiliger Verfügung mit Klageandrohung (war die ödp AFAIK) „gezwungen“ wurde, zukünftig alle zu den Wahlen zugelassenen Parteien zu betrachten. Da kann man nur hoffen, dass Xing hier zurückrudert, sonst geht das genau in diese Richtung.

    1. @Xingbaldkündiger:
      Dass Xing keine Politik-Plattform sein sollte verstehe ich noch. Aber was ist das Problem daran, dass die Bundeszentrale für politische Bildung beim Wahl-O-Mat alle Parteien beleuchtet? Finde ich absolut richtig, denn die sollen ja den Bürgern in politischen Belangen Informationen bereitstellen (und das machen sie imho ziemlich gut).

      Oder reden wir von verschiedenen Wahl-o-maten? Wäre gut möglich, kenne die Features von Xing kaum. Es hat mich immer genervt, dass ich nach niemandem suchen konnte, weil ich nicht bezahle :( Und sobald ich Anfragenden gesagt habe, dass ich nur 20h pro Monat aufbringen kann, haben diese sich nie mehr gemeldet… Tolle Sache… Seitdem ich das im Profil stehen habe, meldet sich sowieso niemand mehr (außer Gruppen-Werbung).

  6. >80% „Sonstige“

    Also das finde ich viel spannender und leicht subversiver als wenn die P-Partei direkt namentlich erwähnt würde.

    So wird vor allem deutlich, was die Etablierten für die Netzbürger sind:

    irrelevante Splitterparteien!

  7. Stefan: Der Wahl-O-Mat fragt viele Politik-Bereiche ab – wenn bei einer Partei in 95 Prozent schlichtweg „keine Meinung“ steht, dann funktioniert er nicht wirklich.

    1. Torsten: Warum sollte der Wahl-O-Mat nicht funktionieren, wenn eine Partei zu 95% der Fragen keine Meinung hat?

      Erstmal kann jeder, der den Wahl-O-Mat benutzt doch auch „keine Meinung“ angeben.

      Wenn also eine Partei zu 95% dann ist das doch offensichtlich die Schuld der Partei, wenn sie damit dann keine Mehrheiten finden kann.

      Oder was wolltest du sagen?

  8. Xing wollte ein bissel was vom Aufmerksamkeitskuchen der anlaufenden Bundestagswahlshow ab haben, hat aber leider vergessen, dass eine Community kein Produkt ist, sondern eine heterogene Menge von politisch durchaus interessierten Menschen bzw. Kunden.

    Der Schuss ist nach hinten losgegangen würde ich sagen. Schlimmer als die begrenzte Auswahl an Parteien die man dort wählen darf oder denen eine Gruppe zugestanden wird scheint allerdings die Kommunikation im Blog.

    Wenn man versucht sich zu winden und sich in Sackgassen der Argumentation versteigt, weil man nicht offen zugeben mag, dass man nur gerne ein „bißchen schwanger“ mit der Politik gehen wollte und zwar mit der „ordentlichen“ nicht „radikalen“, „aufmüpfigen“ oder sonstwie außer der Norm agierenden Politik, dann braucht man sich über einen PR-politischen Unfall eigentlich nicht wundern.

    Entweder hat es die Communitybetreuung echt verpennt die Brisanz richtig einzuschätzen, oder aber das Management hat wirklich sein eigenes Produkt nicht verstanden.

    Beides würde mir als Aktionär vermutlich Sorgen machen.

  9. Im Übrigen, die Piratenpartei hatte beim Wahl-O-Mat zur Europawahl auch nicht bei 95% der Fragen mit „keine Meinung“ geantwortet, falls das vorher eine Anspielung darauf sein sollte.

  10. Wie der politische Verhandlungsexperte Friedhelm Wachs in einem Interview sagte:“Wenn Xing nicht aufpasst und einlenkt, holen Sie sich wie alle anderen Medien vorher auch eine gerichtliche einstweilige Vefügung von interessierten Kandidaten wegen Wahlbeeinträchtigung ab und verlieren in der Hauptverhandlung. Das Medieninteresse daran ist riesig. Das dürfte Xing erheblich schaden.“

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