Creative-Commons-Lizenzen

  • : Splicemusic
    Splicemusic

    Janko Röttgers schreibt in der Netzwelt über Splicemusic: „Die Online-Remix-Community“.

    Die Splice-Community scheint das alles nicht zu stören – und das ist es denn auch, was Splicemusic wirklich auszeichnet. Musikfans kollaborieren, remixen gegenseitig ihre Tracks und geben sich Tipps zum Perfektionieren des eigenen Sounds. Mehr Spaß als das Musizieren unterm Tannenbaum macht das allemal.

    Klingt sehr interessant. Die Plattform basiert auf Flash und hat noch etwas Kinderkrankheiten. Die rechtliche Grundlage für das Remixen ist die sehr liberale Creative Commons Namensnennungs – Lizenz.

    23. Oktober 2006
  • : TRACKBACK – Die Show mit Spreeblick auf Fritz
    TRACKBACK – Die Show mit Spreeblick auf Fritz

    Am Dienstag hatte ich zwischen den Zeilen schonmal auf eine weitere Radio-Show über Blogs am Samstag Nachmittag hingewiesen. Diese ist jetzt offiziell verkündet worden und am Samstag Nachmittag startet Trackback auf Radio Fritz. Trackback ist eine wöchentliche zweistündige Show (16:00 bis 18:00 Uhr -> Wohl doch noch nicht ganz fest), die von Johnny Haeusler (Spreeblick.com) moderiert wird. Es soll sich um Blogs, die Blogosphäre und Digitalkultur im Allgemeinen drehen und viellicht wird Johnny auch das ein oder andere Mal Netzpolitische Themen behandeln. Die Sendung gibts live im Stream oder in Berlin über die Luft und immer im Anschluss als Podcast.

    Auch interessant ist das:

    Zusätzlich wird sich TRACKBACK mit Creative-Commons-lizensierter Musik beschäftigen und die wöchentlichen „TRACKBACK Creative-Commons-Charts“ präsentieren, deren Neuvorstellungen und Platzierungen ausschließlich durch Online-Voting der Hörerschaft generiert werden.

    Am Montag den 30.10. werden wir wieder einen Creative Commons Salon in Berlin veranstalten, wo Johnny das Konzept und seine ersten Erfahrungen damit vorstellen wird.

    19. Oktober 2006 5
  • : ZDF will BBC kopieren
    ZDF will BBC kopieren

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Online-Ausgabe über Pläne des ZDF, ein wenig Innovation bei der BBC zu kopieren: Kapituliert wird nicht.

    Vorbild ist die britische BBC, die als Teil ihrer Digitalisierungsstrategie unter Senderchef Mark Thompson derzeit ein „Creative Archive“ aufbaut. Dazu bedient sie sich so genannter Creative-Commons-Lizenzen, einer Erfindung des Stanford-Juristen Lawrence Lessig im Geiste frei verfügbarer Software („Open Source“). BBC-Zuschauer können Beiträge aus dem Archiv auf den eigenen Computer herunterladen und in ihre eigene Homepage oder ihr Weblog einbetten – in voller Länge oder nach Belieben zerschnippelt und neu montiert. Bedingung ist lediglich, dass auch in der neuen Version die BBC als Urheberin erkennbar bleibt, die Nutzung nicht kommerziell ist und keine Kampagnenzwecken verfolgt werden.

    So etwas hat auch der neue Chef von ZDF-Online im Sinn. „Der mündige Bürger soll Inhalte, für die er schon bezahlt hat, auch weiterverwenden dürfen“, sagt Amlung. Er will Portale wie YouTube „für das ZDF nutzbar machen“. Erhoffter Effekt: Die Beiträge sollen durchs Internet wandern und so neue Zuschauer, vor allem jüngere, zum Mainzer Fernsehsender locken.

    Bleibt zu hoffen, dass aus Ideen auch konkrete Pläne und Umsetzungen werden. Hier sind noch einige Artikel zur BBC-Strategie:

    BBC: Zeitgeschichte remixen
    BBC “interaktive Media Player”
    Have fun: Die BBC-Webseite remixen
    Creative Archive der BBC
    BBC Creative Archiv gelauncht
    BBC documents under Creative Commons licence

    17. Oktober 2006 3
  • : „Video Howto‚s for Human Beings“: Ubuntu audiovisuell
    „Video Howto‚s for Human Beings“: Ubuntu audiovisuell

    Der Freie Linux-Desktop Ubuntu (1) will sich zugänglicher gestalten: Ab sofort können bei Ubuntu Clips kleine Filme über die Anwendung von Ubuntu angesehen werden. Unter dem Titel „Video Howto‚s for Human Beings“ führt unter anderem eine audiovisuelle Tour führt in das erfolgreiche Freie Software Projekt ein, außerdem werden die Hauptmerkmale jeweils in Videos erklärt. Dazu wird darum gebeten, eigene Video zur produzieren und einzustellen. Die Videos stehen alle unter der sehr liberalen Creative Commons Namensnennungs-Lizenz.

    17. Oktober 2006 2
  • : Capitalism 3.0: A Guide to Reclaiming the Commons
    Capitalism 3.0: A Guide to Reclaiming the Commons

    Von Peter Barnes ist das Buch „Capitalism 3.0: A Guide to Reclaiming the Commons“ (PDF) erschienen. Das Buch wurde auch unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Peter Barne ist im Moment auch Gastblogger im „On the Commons“-Blog und hat dort schonmal ausführlich über „Capitalism 3.0″ geschrieben.

    Hier ist der Teaser des Verlages:

    In Capitalism 3.0, Peter Barnes redefines the debate about the costs and benefits of the operating system known as the free market. Despite clunky features, early versions of capitalism were somewhat successful. The current model, however, is packed with proprietary features that benefit a lucky few while threatening to crash the system for everyone else. Far from being „free,“ the market is accessible only to huge corporations that reap the benefits while passing the costs on to the consumer. Barnes maps out a better way. Drawn from his own career as a highly successful entrepreneur, the author’s vision of capitalism includes alternatives to the current profit-driven corporate approach, new legal entities, and a more responsible use of markets and property rights. Capitalism 3.0 offers viable solutions to some of the country’s most pressing economic, environmental, and social concerns.

    16. Oktober 2006
  • : Britney
    Britney

    Britney ist eine neue Plattform von Starfrosch.ch zur kollaborativen Aggregierung von Open Music Content. Das System ähnelt von der Funktionsweise Digg.com und nutzt freie Software Pligg.

    Dort habe ich gerade auch die französische Dubzone-Compilation Reihe gefunden. Neun Sampler gibt es bisher, die auf der Dubzone-Seite herunter geladen werden können.

    12. Oktober 2006 3
  • : Darf ich das bloggen?
    Darf ich das bloggen?

    Da sich im Moment Abmahnungen von Blogs etwas häufen gibt es bei Spreeblick einen lesenswerten Einstieg ins Urheberrecht anhand eines Blog-Leitfadens: Darf ich das bloggen?

    Weitere Infos zum Thema Urheberrecht (für Einsteiger und Fortgeschrittene) bietet auch iRights.info

    5. Oktober 2006 4
  • : Interchangeability
    Interchangeability

    Diese nette Animation mit dem Namen „Interchangeability“ wurde für den „Day against DRM“ gemacht. Bei Youtube gibt es zwar den Link zu einem Blog des Urhebers, aber das scheint gerade down zu sein.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    5. Oktober 2006 1
  • : Freie Musik aus dem Netz IST tanzbar!
    Freie Musik aus dem Netz IST tanzbar!

    Am Samstag gibts wieder eine Netlag-Party in Berlin. Bei der Netlag wird jeder Mitreisende zum Aktivisten: Die teilnehmenden musikalischen Flugbegleiter setzen mit ihrer Teilnahme ein Zeichen für Vielfalt und Innovation, und gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Musikbusiness, und der Netlag-Passagier pfeift bewusst auf musikalischen Pauschaltourismus und unterstützt mit seinem Flugticket den Kampf für eine neue zukunftsorientierte Form des Musikvertriebs.

    Folgende Flugbegleiter gehen am Samstag mit an Bord:

    Eisbrenner [Aromamusic]
    Skinnerbox [Pulsar]
    Dreher & sm.art [Rotary Cocktail|Acker Rec]
    Nadja Lind & TeaMore [Pulsar]
    Jerando [Pulsar|Electronic Pleasure]
    Cotumo [Pentagonik]
    Photonal [Pulsar]

    Los gehts also am kommenden Samstag, den 7. Oktober ab 22:00 Uhr, und für registrierte Netlag-Passagiere beträgt der Eintritt ermäßigt 4 Euro.

    5. Oktober 2006 1
  • : Interview mit Gilberto Gil über Digitalkultur und Netzpolitik
    Interview mit Gilberto Gil über Digitalkultur und Netzpolitik

    Bei IP-Watch gibt es ein längeres Interview mit Gilberto Gil. Da es hier reinpasst und unter einer Creative Commons Lizenz steht, spiegel ich das Interview mal: Inside Views: Interview With Gilberto Gil, Brazil’s Culture Minister.

    Gilberto Gil, an internationally acclaimed musician and songwriter since the 1960s, is Brazil’s Minister of Culture. Educated in his native state of Bahia, Gil has lived and travelled extensively abroad and speaks four languages fluently. He reflects the Brazilian government’s position of caution about the rapid rise of intellectual property rights policy and protection globally, and has released some of his music under a Creative Commons license. Gil is leading the Brazilian delegation to the 25 September to 3 October World Intellectual Property Organization General Assembly, where the agenda includes a proposal to negotiate a broadcasters’ rights treaty and a decision on continuing debate about a WIPO development agenda. Read Gil’s intervention on the WIPO assembly floor.

    4. Oktober 2006
  • : Free Font Manifesto
    Free Font Manifesto

    Freie Fonts gibt es bisher selten. Dies möchte eine neue Initiative ändern, die das Free Font Manifesto veröffentlicht hat:

    A small but growing number of designers and institutions are creating typefaces for the public domain. These designers are participating in the broader open source and copyleft movements, which seek to stimulate worldwide creativity via a collective information commons.

    Ein kleiner Auszug aus dem Manifest:

    What makes a typeface “good”?
    Currently, most fonts created in the open source spirit are produced for small or underserved linguistic populations. Such fonts are “good” in the moral sense. In the future, designers may choose to make free fonts in the service of other social needs as well. For example, in developing countries graphic designers who seek to build a typographic culture in their home regions require more than a bare-minimum typographic vocabulary, and they often rely on pirated typefaces to do so. A richer selection of legitimate free fonts, clearly labelled and promoted as such in an educational way, might help to build respect for the larger commercial ecology of typeface design.

    Auf der Seite gibt es einige Links zu freien Fonts. Ein Blog gibt es auch.

    3. Oktober 2006 2
  • : Unbounded Freedom – A guide to Creative Commons thinking for cultural organisations
    Unbounded Freedom – A guide to Creative Commons thinking for cultural organisations

    Das British Council hat einen interessanten Leitfaden namens „Unbounded Freedom – A guide to Creative Commons thinking for cultural organisations“ unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

    The growing popularity of cultural commons thinking sets new and provocative challenges for traditional copyright law. Changes are occurring in politics, the economy and law, but first and foremost in the domain of culture. One third of all internet users have now downloaded music, videos and information using P2P file sharing software. New attitudes to the accessibility and ownership of intellectual property have become a force for change that will transform communication in the information age. User-led innovation is reshaping cultural production so that it is trans-national, more egalitarian, less deferential, much more diverse and above all, self-authored.

    Creative industries face the challenge of keeping pace with this sharing economy, and any organisation wishing to work with them will need to understand the thinking, ethics and communicative conventions of rising generations. Written by Rosemary Bechler, this short book argues that we must look at the history of traditional copyright law in order to understand the current debates about ownership and availability. In doing so, it not only elucidates the development of intellectual property law, but also reveals a unique glimpse of existing principles and developing trends. Bechler argues that Creative Commons thinking enables cultural organisations to embark on mutual relationships of trust with huge new publics. Describing the transformative potential of new attitudes, she offers us a vision of the future in which ‘unbounded freedom’ is not simply a romantic notion.

    Das 56-Seitige PDF kann hier heruntergeladen werden.

    26. September 2006 1
  • : Gwen Hinze von der EFF zum WIPO Broadcast Treaty
    Gwen Hinze von der EFF zum WIPO Broadcast Treaty

    TheDigitalMusicWeblog hat ein interessantes Interview mit Gwen Hinze von der EFF zum WIPO Broadcast Treaty: Digital Music Profile: The EFF’s Gwen Hinze.

    [TDMW] Could you briefly explain how you believe that the broadcasting treaty will work/not work alongside the existing law of Copyright?

    [GH] The treaty would create a new layer of rights that apply over, and in addition to, copyright. The treaty also requires signatory countries to provide legal protection for technological protection measures (TPMs) used by broadcasters. The new rights, backed by legally-enforced TPMs, would allow broadcasters and cablecasters to restrict access to transmitted information even where a work is the Public Domain, licensed under a Creative Commons licence, or where use would be permitted under national copyright law.

    The treaty allows, but doesn’t require, signatory countries to create exceptions that parallel those in national copyright law. So for end users, whether you’ll be able to make use of transmitted material the same way then comes down to the political will of your national government, and the strength of domestic broadcasting lobbyists when national implementation legislation is debated in parliament.

    26. September 2006
  • : ORF-Matrix morgen über OpenBusiness
    ORF-Matrix morgen über OpenBusiness

    Am morgigen Sonntag läuft in Österreich im ORF Radio um 22:30 Uhr wieder die Sendung „Matrix“ (Live-Stream). Thema diesmal ist „Business ohne Copyright – Kreativer Umgang mit digitalen Tools“. Es ist wohl ein netter WOS4-Mix geworden und ich komme wohl auch drin vor.

    Medienkompetenz und der kreative Umgang mit den digitalen Tools werden die Bildung im 21. Jahrhundert ausmachen, so Lessig, der die neue digitale Kultur als Read-Write Society beschreibt.

    „Wir sollten das feiern und fördern, und wir sollten uns schämen, für Rechtsmodelle, die unsere Kinder zu digitalen Analphabeten machen“, so Lessig, „denn Alphabetisierung bezieht sich heute nicht mehr nur auf Text und Wörter, sondern auch auf Medien.“

    23. September 2006
  • : Popkomm ohne Popkomm
    Popkomm ohne Popkomm

    Eigentlich hätte Markus garnicht einfach so als Journalist über die popkomm berichten dürfen. Denn schließlich ist in der popkomm-Welt ein Onlinemedium nicht als Presse definiert. So wie die Musikindustrie es verpasste passable Angebote fürs Netz zu schaffen – ehe sie mit der Verteufelung von Filesharingusern begann, so verpasst sie es jetzt zu ihrer größten Messe uns Netz-Journalisten als solche anzuerkennen.

    Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit-Abteilung der Messe wusste am Telefon um unseren Stellenwert als Blog netzpolitik.org zwar deutlich bescheid. Und wenn es nach unserer, dem Menschen „am Counter unten“ vorgesetzten, Gesprächpartnerin ginge, würden wir auch sofort akkreditiert werden. Aber auf die popkomm käme man eben nur gemäß den Akkreditierungsrichtlinien – und diese schließen „Mitglieder von Internet-Redaktionen“ wegen der „allgemeinen Zugänglichkeit des Internets und der damit verbundenen mangelnden Überprüfbarkeit der eigenen journalistischen Leistung“ aus, wenn sie keinen anerkannten Presseausweis besitzen.

    Vielen Dank an die Mitarbeiterinnen der Tageszeitung aus Berlin, die uns Unterschlupf gewährte!

    Dass man aber auch ohne auf der popkomm anwesend zu sein gute Schlagzeilen generieren kann, zeigt eine Aktion des CCC Regensburg: Diese verteilten unter dem Titel „Pimp my Rights, Vol. I“ Audio-CDs mit Freier Musik an Passanten auf der Straße. Ganz ohne Popkomm.

    Pimp my Rights, Vol. I

    Das Statement von Tina aus dem Chaostreff Regensburg dazu:

    Dass sich die Musikindustrie seit längerem bei ihren Kunden unbeliebt macht, ist kein Geheimnis: da werden Gleichnisse herbeigezerrt, die CD-tauschende und ‑kopierende Jugendliche explizit mit Pädophilen und Nazis vergleichen; in Werbespots werden grade männliche Jugendliche, die Musik tauschen, kriminalisiert und herabgewürdigt und jetzt finanzieren unsere CD-Käufe seit Neuestem auch noch Razzien bei: genau, uns – den Endkunden.

    Ich finds mitlerweile doch ganz lustig, dass die popkomm nach Berlin gezogen ist. Aber in Regensburg wär sie bestimmt auch gut aufgehoben.

    21. September 2006 8
  • : Netzpolitik-Podcast: Lawrence Lessig über die Zusammenarbeit von CC mit Microsoft
    Netzpolitik-Podcast: Lawrence Lessig über die Zusammenarbeit von CC mit Microsoft

    Auf der Wizards of OS 4 gab es einen Workshop mit Lawrence Lessig und einem OSFlash Entwickler, den ich für die iCommons Community aufgezeichnet habe: Bridges or walls? Can free culture coexist with proprietary projects? Wer Interesse hat, kann sich den einstündigen Mitschnitt der Session anhören, aber weitgehend sprach der OSFlash Entwickler und weitgehend sprach er auch darüber, wo er überall war und wer alles über ihn berichtete. Ist also nicht unbedingt spannend geworden. Den kompletten Mitschnitt gibt es als MP3 (41MB) und OGG (35MB).

    Im Rahmen des Workshops hat Lawrence Lessig aber dezidiert zu der Kritik Stellung genommen, dass Creative Commons mit Microsoft kooperieren würde und geht in diesem Mitschnitt darauf ein. Den Teil gibt es als MP3 (5MB) und OGG (4MB).

    Ein weiterer Teil aus dem Mitschnitt ist eine Frage von mir, was seine Meinung zu den Gerüchten ist, dass Microsofts neuer Player Zune die CC-Lizenzen verletzten könnte. Hier herrscht immer noch Unklarheit und vielleicht ist das auch nur alles Teil einer Einführungsmarketingkampagne. Die Frage und Antwort ist auf jeden Fall vom letzten Samstag und es gibt sie als MP3 (2MB) und OGG (2MB).

    21. September 2006 1
  • : Interview mit Hal R. Varian
    Interview mit Hal R. Varian

    Golem hat auf der Wizards of OS 4 ein Interview mit Professor PhD Hal R. Varian gemacht, der Ökonom an der Universität Berkely ist und im Bereich Informationsökonomie als einer der bekanntesten Köpfe weltweit zählt. Ich war von seiner Keynote auf der WOS4 eher enttäuscht und hatte mir mehr erwartet. Er hat mal vor zehn Jahren das Buch „Information rules“ geschrieben, was wohl ein Bestseller war. Im Rahmen seiner Keynote stellte er dann eigentlich nur sich vor und wie toll er einige Sachen vor zehn Jahren vorhergesehen hat. Und was er eigentlich vorgesehen hätte, aber irgendwie doch nicht in das Buch geschrieben hat. Naja. Da hatte ich mir doch eher etwas Ausblick in die Zukunft versprochen, als einen Blick zurück auf zehn Jahre Internetentwicklung samt Unmengen Eigenlob. Aber in dem Interview bei Golem gibt es mehr Aussagen von ihm und es ist interessanter als seine Keynote war: Interview: Das Urheberrechtssystem ist skandalös ineffizient.

    Golem.de: Betrachten wir einen anderen Aspekt des Urheberrechts: Tauschbörsen und Filesharing. Die Inhalte-Industrie auf der einen Seite spricht in diesem Zusammenhang von Piraten, die Musik stehlen, während Tauschbörsen-Nutzer oft argumentieren, es werde niemandem etwas weggenommen, die Werke, die sie sich per Filesharing beschaffen, hätten sie ohnehin nicht gekauft. Gibt es aus ökonomischer Sicht einen Unterschied zwischen geistigem und physischem Eigentum?

    Varian: Nun, geistiges Eigentum ist immer ein Kompromiss, denn wie Sie richtig anmerken: Einmal erstellt sind die direkten ökonomischen Kosten der Reproduktion praktisch null. Manche Werken bedürfen aber einiger Anreize, damit sie überhaupt entstehen. Wie man aber weiß, erhalten die eigentlichen Urheber oft nicht sehr viel für die Schaffung ihrer Werke, ihre Motivation hat nicht primär etwas mit ökonomischen Anreizen zu tun. Aber ein großer Teil der Infrastruktur, also derer, die Urhebern die Tür zu den Märkten öffnen, wollen in der Regel finanziell vergütet werden. Meiner Meinung nach bedarf es daher geistiger Eigentumsrechte, nur das aktuelle System ist zu extrem in dieser Hinsicht. Schaut man in die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, findet man in Bezug auf geistiges Eigentum dort die Formulierung „für eine begrenzte Zeit“. Die Frage ist nun, was ist mit einer „begrenzten Zeit“ in diesem Zusammenhang gemeint? Ich denke, die Antwort ist ganz einfach: 14 Jahre. Dies war damals die vorgesehene urheberrechtliche Schutzfrist. Ich glaube nicht, dass damit 95, 75 oder auch 28 Jahre gemeint sind.

    19. September 2006
  • : WOS4-Recordings
    WOS4-Recordings

    Die ersten Mitschnitte der Wizards of OS 4 sind mittlerweile als MP4 oder OGG verfügbar.

    Hier mal ein paar Highlights:

    Keynotes: Information Freedom Rules (OGG | MP4)

    The Read-Write Society (Keynote Lawrence Lessig) (MP4 | OGG)

    Netlabels: Niche, Long Tail, Blueprint? (MP4 | OGG)

    Open Spectrum (MP4 | OGG)

    18. September 2006
  • : Frei zum Download: Freie Kultur – Wesen und Zukunft der Kreativität
    Frei zum Download: Freie Kultur – Wesen und Zukunft der Kreativität

    Die deutsche Übersetzung des letzten Werkes von Lawrence Lessig („Free Culture“), „Freie Kultur – Wesen und Zukunft der Kreativität“, ist jetzt vom Münchener Verlag OpenSourcePress unter eine Creative Commons Lizenz gestellt worden. Dies ermöglicht jetzt bequeme Zitate, ohne aus dem Buch abschreiben zu müssen. Allerdings empfehle ich trotzdem den Kauf des Buches – es lohnt sich.

    18. September 2006 1
  • : Netzpolitik-Podcast mit Yochai Benkler
    Netzpolitik-Podcast mit Yochai Benkler

    Yochai Benkler ist Jura-Professor an der Yale University und war als einer der Keynote-Speaker auf der Wizards of OS 4. Ich hab erst zuletzt sein Buch „The Wealth of Networks“ (PDF) gelesen, was unter einer CC-Lizenz veröffentlicht wurde und eines der interessantesten Bücher ist, das ich dieses Jahr gelesen habe.

    In diesem Interview geht es um „The Wealth of Networks“ und konkret um Peer-Production in einer vernetzten Ökonomie und Gesellschaft, um Freie Software als erstes erfolgreiches Beispiel für neue kollaborative Produktionprozesse, wie und ob dies auf die Produktion von kulturellen Güter übertragen werden kann und was vernetzte kollaborative Prozesse für politische Prozesse und Teilhabe bedeuten. Alles sehr interessant und ich war echt froh, einen der wenigen kurzen Interview-Slots bekommen zu haben.

    Erstmal gibts das ca. 20 Minuten lange Interview nur als MP3, später nach der WOS4 auch als befreites OGG.

    15. September 2006 11