Creative-Commons-Lizenzen
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: Blogging WIPO: Broadcast Treaty Zooming Ahead
: Blogging WIPO: Broadcast Treaty Zooming Ahead Gwen Hinze ist im Moment für die EFF in Genf und bloggt fleissig von den WIPO-Sitzungen zum „Treaty on the Protection of Broadcasting Organizations“: Blogging WIPO: Broadcast Treaty Zooming Ahead.
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: Heise-Bericht zur WOS4-Pressekonferenz
: Heise-Bericht zur WOS4-Pressekonferenz Stefan Krempl war heute praktischerweise für Heise auf der „Wizards of OS 4“-Pressekonferenz und hat einen Artikel dazu verfasst: WOS 4: Die große Schau des freien Wissens.
Ronaldo Lemos, Projektleiter Creative Commons Brazil, ergänzte Prados Bericht mit Einblicken in die „Krise in der Art und Weise, wie traditionelle Medienhäuser den Zugang zum Wissen handhaben“. SonyBMG, die größte in Brasilien tätige Plattenfirma, bringe etwa im Jahr nur 15 CDs mit brasilianischer Musik heraus. Buchläden gebe es nur wenig, große Zeitungen würden im Jahr 30 Prozent ihrer Leser verlieren. Das „Creative Commons“-Modell werde dagegen in hohem Maße angenommen. So seien gerade erstmals ein Kartenspiel und ein Kinofilm mit den noch vergleichsweise jungen Lizenzformen veröffentlicht worden.
So konnte ich mal meinen Rechner auslassen und entspannt zu hören.
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: Netzpolitik-Podcast: Volker Grassmuck über die Wizards of OS 4
: Netzpolitik-Podcast: Volker Grassmuck über die Wizards of OS 4 Und hier ist noch ein anderes und längeres Interview (MP3) zur Wizards of OS 4, diesmal mit Volker Grassmuck. In dem ca. 20 Minuten langen Interview geht es um die Themen der WOS4, den kulturellen Wandel auf dem Weg in die Wissensgesellschaft und um das vielfältige Rahmenprogramm, was die Besucher in den nächsten Tagen in Berlin erwartet.
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: Netzpolitik-Podcast: Die Show des freien Wissens
: Netzpolitik-Podcast: Die Show des freien Wissens Am kommenden Samstag wird es im Rahmen der Wizards of OS 4 die „Show des freien Wissens“ geben. Ich habe dazu heute nach der WOS4-Pressekonferenz den Organisator der Show, Matthias Spielkamp dazu befragt. Hier ist das kurze Interview als MP3.
„Freies Wissen“ – was soll das sein? Kann man es denn jemandem verbieten, etwas zu wissen? Man kann, und es wird auch getan: es wird Programmierern verboten, den Code anderer zu lesen, Musikern, Samples ihrer Idole zu verwenden, Wissenschaftlern, ihre eigenen Artikel online zu stellen. Doch es gibt Menschen, die sich dagegen wehren, dass das getan wird – und es sind inzwischen so viele, dass man von einer Bewegung sprechen kann. Ob das gut ist oder schlecht, ob die Ideen dieser Bewegung Sinn ergeben oder nicht, soll jeder selbst entscheiden. Spannend sind sie in jedem Fall, und das Thema hat mehr Konsequenzen für unseren Alltag, als viele bislang bemerkt haben. Damit das nicht so bleibt, gibt es diese Show. Sie wird das ganze weite Feld freien Wissens vorstellen: Musik, Filme, Infrastruktur, Games, Software. Aber nicht in Diskussionsrunden und Panels, sondern so, dass man sich auch dann nicht langweilt, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat.
Der Eintritt zur Show ist übrigens frei. Samstag, 15 Uhr in der Columbiahalle in Berlin. Das Interview steht unter der Creative Commons Namensnennungs-Lizenz und kann bei Namensnennung der Quelle (netzpolitik.org) gerne in anderen Medien geremixt werden.
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: Interview mit Lessig über DRM und die Read/Write Society
: Interview mit Lessig über DRM und die Read/Write Society Der schweizer Tagesanzeiger hat ein längeres und sehr lesenswertes Interview mit Lawrence Lessig: «Es geht um viel mehr als um Hollywood»
Also nutzt die Industrie die aktuelle Diskussion, um ihre Rechte auszudehnen?
Genau. Das Internet ermöglicht plötzlich Zugriffsarten, welche die Menschen bisher nicht hatten. Tatsächlich liesse sich einiges davon mit dem strapazierten Begriff «Piraterie» qualifizieren. Vor allem aber hat die Copyright-Industrie begriffen, dass jetzt ihre Zeit für die Definition der Regeln in einem neuen Zeitalter gekommen ist. Sie nutzt die Gunst der Stunde für eine gnadenlose Schlacht um die Definition der Rechte.
Damit macht sie sich aber bei ihren Kunden sehr unbeliebt. Hätten sanftere Methoden nicht mehr Aussicht auf Erfolg?
Es ist eine langfristige Strategie. Zunächst sehen wir ein aggressives Monstrum, das Studenten und Grossmütter vor Gericht zerrt. Aber das ist nur die Schocktherapie, die den Einbau weiterer Schranken in die Infrastruktur des Internets vorbereitet. Diese werden uns radikal einschränken. Künftige Geräte werden kein Material mehr abspielen, das der Industrie nicht in den Kram passt.
Was halten Sie von Digital Rights Management, kurz DRM?
Das ist eine Problemlösung, die selber eine Reihe grösserer Probleme schafft. Die Auswirkungen sind dieselben, wie wenn Sie das Gift DDT gegen Unkraut spritzen: Das Unkraut ist garantiert tot – aber zugleich haben Sie einen Haufen ekliger Umweltprobleme.
Können Sie das konkreter formulieren?
DRM löst einen winzigen Teil des ganzen Problemkreises: Es rettet das Geschäftsmodell der Industrie, welche kommerzielle Inhalte produziert. Aber DRM sperrt Kultur in technischen Geräten ein – und die Maschine gibt Ihnen nur Zugriff, wenn Sie den richtigen Schlüssel haben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass wir in zehn Jahren überhaupt keinen Zugriff mehr darauf haben, weil sich die Software ändert. Die Bücher aus dem 16. Jahrhundert hingegen können wir heute noch lesen, wir müssen sie nur aufschlagen.
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Am Freitag Abend wird Lessig auf der Wizards of OS 4 zu dem Thema „The Read-Write Society“ eine Keynote halten:
I’ve been building a meme about read-write vs. read-only society. The 20th century was the only read-only century in human history, totalitarian, centralizing, controlling. The 21st is the return to read-write.
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: Creative Commons für GEMA eine Spielwiese?
: Creative Commons für GEMA eine Spielwiese? Vor zwei Wochen wurde für einen Wettbewerbsbeitrag des „music media campus @ popkomm 2006″ von Jan Rähm ein Radiobeitrag zu Creative Commons erstellt, zu dem neben Peter Zombik von der IFPI noch der GEMA Pressesprecher und auch ich befragt wurde. Der Beitrag wurde oder wird noch u.a. auf MotorFM gesendet.
Dabei äusserte sich mal wieder der Hans-Herwig Geyer, GEMA-Pressesprecher zu Creative Commons:
Es wird nach wie vor wahrscheinlich eine bunte Spielwiese sein für den Hobby- und Amateurbereich, aber es ist keine Antwort für den Musikmarkt und für den Schutz der Musikkultur in Europa.
Interessant wiederum ist, dass Peter Zombik vor einer „professionellen“ Nutzung von Creative Commons Lizenzen warnt, weil man ja keine Vergütung bekommt:
Der ganz grosse Nachteil ist, gibt man eine Nutzung frei und macht das auch ohne Vergütung, kann man niemals eine solche Lizenz zurückholen.
Und die GEMA wiederum gibt keine Vergütung, weil es ja nur Hobby- und Musikbereich ist. Hier beisst sich irgendwie der Hund in den Schwanz, oder?
Hier ist der Beitrag als MP3.
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: Statement zu Podcasting und dem WIPO Broadcast Treaty
: Statement zu Podcasting und dem WIPO Broadcast Treaty Die WIPO tagt wieder in Genf und die Electronic Frontier Foundation hat ein gemeinsames Statement zum Thema Podcasting & den „Wipo Treaty for the Protection of Broadcasts and Broadcasting Organizations“ verfasst, was im Rahmen der 15. Session des „Wipo Standing Committee on Copyright and Related Rights“ übergeben werden soll.
We, the undersigned individuals and organizations, representing the views of thousands of individuals who create audio and audiovisual podcasts and make them available on the Internet for others to listen to and enjoy, are extremely concerned about the draft World Intellectual Property Organization Treaty for the Protection of Broadcasts and Broadcasting Organizations (the Treaty) and its proposed extension to the Internet.
The rapid adoption of podcasting by groups and individuals, both commercial, semi-professional and non-profit, for political commentary, news reporting, music distribution, and other important information dissemination is testament to its effectiveness. The Treaty proposes to create new rights that are not only unnecessary to sustain novel forms of online communication such as podcasting, but will also inhibit their growth.
The Treaty will stifle innovation in podcasting-related technologies because the Treaty would require signatory countries to provide legal protection for technological protection measures (TPM) and is likely to lead to technology mandate laws controlling the design of broadcast-receiving devices. The Treaty will also inhibit online communication by impeding access to and non-infringing use of copyrighted content. At the same time, where podcasts are made available under a Creative Commons licence, the Treaty could allow subsequent casters to make podcasts available on more restrictive terms, overriding the wishes of the podcast creator.
We oppose the extension of the draft Treaty to the Internet for three reasons.
1. There is no need for the proposed new rights. Webcasting, podcasting, and myriad other forms of online distribution have flourished without the sort of rights this Treaty would grant. Though podcasting is only in its infancy, tens of thousands of podcasts are already being made available, reaching an estimated total audience in the millions. To the extent this Treaty would grant rights to podcasters who also stream their content, including many of the undersigned, we have no desire for such rights.
2. Innovation in podcasting and other new Internet distribution tools will suffer. Podcasting came about because of the widespread adoption of general purpose portable audio players like iPods, as well as use of web syndication technologies like RSS. Had these novel tools been hampered by the secondary liability concerns that the treaty’s overbroad intellectual property rights pose for technology developers and manufacturers of devices that could be used to infringe the new rights, podcasting might never have flourished. This Treaty would hinder innovation in future tools by forcing technology developers to obey government TPM mandates over device design. Along with increasing the potential financial costs for innovators, the TPM mandates will limit the types of features on new devices.
3. Extending the Treaty to the Internet will harm the flow of information and free speech online. Podcasters’ freedom of expression is likely to suffer as a result of reduced innovation. Moreover, the treaty will impede podcasters’ access to and non-infringing use of copyrighted content. Podcasters can currently rely on national copyright laws to lawfully include copyrighted materials in their programs, whether for news reporting, education, or other permitted uses. The proposed Treaty would undermine those uses by layering a new and overbroad set of rights on top of copyright. This will require a second layer of rights clearance for transmitted materials. This will increase transaction costs for podcasters, who already face significant hurdles in obtaining necessary copyright clearances due to undeveloped licensing markets. But it will also give broadcasters the ability to silence podcasters who depend on use of copyrighted materials.
Hier ist ein kurzes 2,5 Minuten langes Statement von Cory Doctorow zu dem Thema zur Verwendung in Podcasts, was ich vor zwei Monaten in Rio aufgenommen habe. Steht unter CC und kann gegen Nennung der Quelle zu kommerziellen und nicht-komemrziellen Zwecken verwendet werden.
Update: Bei Heise gibts jetzt auch einen Artikel dazu: WIPO startet weitere Verhandlungen zum Schutz gegen „Signalpiraterie“.
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: *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik
: *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik Podiumsdiskussion mit anschließender Lounge, veranstaltet von Heinrich-Böll-Stiftung und Netzwerk Neue Medien am Dienstag, den 19. September 2006 um 20:00 Uhr im Grüner Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
Mit:
*Peter Zombik* (*IFPI*, Verband der deutschen Phonoindustrie)
*Stephan Benn* (*VUT*, Verband unabhängiger Tonträgerhersteller)
*Johnny Haeusler* (Blogger von *spreeblick.com*)
*Moritz Sauer* (Netlabel-Katalog *phlow.net*)
Moderation: *Katja Husen* (Netzwerk Neue Medien)
DJ: *Verena Dauerer* (debug)
Das Internet hat die Musikindustrie im rasanten Tempo verändert, wenn nicht sogar fast schon abgelöst. Bands werden heute immer öfter per Filesharing entdeckt und populär. Selbst etablierte Künstlerinnen und Künstler veröffentlichen ihre neuen Werke zuerst auf digitalen Plattformen wie „MySpace“ oder „Yahoo Music“.
Doch welche Konsequenzen und Herausforderungen bedeuten diese Entwicklungen für das gesamte Musik-Business? Wie behaupten sich Musiker in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft? Benötigt man heute noch die traditionellen Vertriebs- und Veröffentlichungswege?
In der digitalen Welt des Internets sind es zumeist die Konsumenten selbst, die das Marketing in Musik-Blogs, über Chat-Propaganda in Filesharing-Börsen wie Soulseek oder sozialen Plattformen wie „YouTube“ übernehmen. Doch diesen neuen Freiheiten sind weniger technische, als vielmehr rechtliche Grenzen gesetzt. Neben der Frage nach neuen Einkommensquellen spielt vor allem das geltende Urheberrecht eine bedeutende Rolle. Denn es hält mit den neuesten digitalen Entwicklungen – wie dem Aufkommen einer verstärkten „Remix- und Austausch-Kultur“ – nicht mehr Schritt.
Acht Jahre nach der Napster-Revolution wird immer noch fieberhaft nach neuen Verdienst- und Vertriebswegen für Musik und kulturelle Produktionen gesucht. Während Rechteinhaber und Online-Anbieter wie „iTunes“ oder „MusicLoad“ von neuen Geschäftsmodellen mit Hilfe von Kopierschutzsystemen träumen, setzen andere auf das Prinzip Offenheit: Die Netlabels mit ihren frei downloadbaren Musik-Tracks, die Creative-Commons-Bewegung mit extra dafür zugeschnittenen Lizenz-Paketen und natürlich die Heerschar der Blogger.
Unsere Diskussion bringt unterschiedliche Standpunkte an einen Tisch und vermittelt zwischen traditionellen Bedenken und heutigen und zukunftsorientierten Visionen. Dabei werden aktuelle Tendenzen und Entwicklungen aufgegriffen, um die Kernfrage zu diskutieren: Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung für Musiker und Labels?
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: WOS4 – Netlabel Parties
: WOS4 – Netlabel Parties Noch zwei Wochen bis zur Wizards of OS 4 und z.B. diesen Netlabel-Parties:

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: Wizards of OS 4 – Die Show des Freien Wissens
: Wizards of OS 4 – Die Show des Freien Wissens Hier ist die aktuelle Pressemitteilung zur „Show des Freien Wissens“ auf der kommenden Wizards of OS 4 in Berlin.
» Freies Wissen? Freies Wissen!
Von freier Software hat inzwischen schon fast jeder gehört. Aber freies Wissen, freie Filme, Musik, Infrastruktur – was soll das sein? Die Show des Freien Wissens, eine Publikumsveranstaltung im Rahmen des Informatikjahres, zeigt am 16. September in der Columbiahalle Berlin auf unterhaltsame Weise, was es damit auf sich hat.
Der Siegeszug freier Software ist unaufhaltsam: Mittlerweile laufen 70 Prozent aller Webserver unter dem freien Betriebssystem GNU/Linux, der Firefox-Browser erobert die Herzen der Web-Surfer, OpenOffice die Büros. IBM, Google, Yahoo und viele andere Firmen investieren Milliarden Euro in die Entwicklung freier Software. Doch von freien Inhalten haben bisher die wenigsten gehört. Dabei sind auch freie Musik, Filme und Texte längst ein Bestandteil des Internet-Alltags – nur findet die „heimliche Revolution“, wie die Entwicklung bisweilen genannt wird, ohne großes Getöse statt. Das ist zwar sympathisch, aber fast ein wenig schade – denn hier passiert etwas, was größte Aufmerksamkeit verdient.
Die Show des freien Wissens, die am 16. September um 15 Uhr in der Columbiahalle Berlin stattfindet, gibt der „heimlichen Revolution“ des freien Wissens eine Bühne. Äußerst unterhaltsam, nicht nur für Computer-Experten verständlich und spannend vermittelt die Show Grundlagen und Inhalte von freiem Wissen und freier Software. Helge Haas, bekannt als Fernseh-Moderator von ARD-Wissenschaftssendungen wie Q21 und Kopfball, stellt die spannendsten Projekte und ihre Macher vor. Zum Beispiel: Musiker, die ihre Songs kostenlos im Internet zur Verfügung stellen und trotzdem Geld mit ihrer Musik verdienen. Die Berliner Freifunk-Initiative, die an einem flächendeckenden freien Internet-Zugang in der Stadt arbeitet. Und der „Elvis des Cyberspace“ und Urheberrechts-Reformer Larry Lessig. Die Show richtet sich an ein Publikum von Jung und Alt, bietet neben dem 90-minütigen Bühnenprogramm die Gelegenheit mitzumachen und die Experten selbst zu befragen – und es winken attraktive Preise. Und das Beste: Der Eintritt zur Show des Freien Wissens ist, wie sollte es anders sein, frei. Einlass ab 14.30 Uhr. Um Anmeldung im Internet wird gebeten: www.wizards-of-os.org/show.
Macher und Projekte des freien Wissens: Die Höhepunkte der Show
Bestes Beispiel für freies Wissen ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, die inzwischen nahezu jeder Surfer kennt, und die zu den 20 populärsten Websites der Welt gehört. Doch die meisten Nutzer machen sich wenig oder keine Gedanken darüber, dass Wikipedia nur entstehen konnte, weil ihr Wissen frei ist – frei im Sinne von freier Rede, nicht von Freibier, wie es Richard Stallman, der Vater der Free-Software-Bewegung, so unnachahmlich ausdrückte. Denn die Texte dürfen verändert und weiter gegeben werden – aber nur unter der Bedingung, dass das, was daraus entsteht, wieder verändert und weiter gegeben werden darf. Durch diesen “Vererbungseffekt “ ist garantiert, dass das Wissen nicht angeeignet werden kann und so immer wieder die Grundlage bildet für neues Schaffen, neue Werke, neue Kreativität.
Seit Lawrence Lessig, Jura-Professor in Stanford, die Creative-Commons-Lizenzen entwickelt hat, verbreiten sich freie Inhalte wie ein Lauffeuer. Diese CC-Lizenzen erlauben es Kreativen, ihre Werke anderen auf einfache Art und Weise zur Verfügung zu stellen, so dass diese daraus Neues entwickeln können. Bereits vier Jahre nach der „Erfindung“ der Lizenzen stehen mehr als zehn Millionen CC-lizenzierte Werke im Internet bereit, um von anderen nicht nur genutzt, sondern auch re-mixed, neu arrangiert und umgeschrieben zu werden. Ein guter Anlass, sich von Lawrence Lessig selbst berichten zu lassen, wie er auf die Idee kam und was ihn antreibt. Der „Elvis des Cyberspace“, wie ihn das Kult-Magazin Wired nennt, wird in der Show zu Gast sein.
Ebenso wie der Netlabel-Musiker Disrupt aus Leipzig, der seine Dub-Reggae-Stücke frei zum Download zur Verfügung stellt – so wie Tausende andere Musiker, die ihre Musik bekannt machen wollen und dank des Internet nicht mehr auf den Plattenvertrag eines Major Labels angewiesen sind. Der Musikjournalist und Buchautor Moritz mo. Sauer, selbst Betreiber eines Netlabels, das bereits für den Grimme-Online-Award nominiert war, wird Hintergründe erläutern und Chancen für Musiker aufzeigen. Vielleicht sitzt der nächste, bislang unentdeckte Netz-Star ja bereits im Publikum.
Die neueste Entwicklung sind freie Filme. Mit freier Software produziert, unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, ist etwa die Fantasy-Animation „Elephants Dream“ gerade zum Shooting Star der Filmwelt aufgestiegen: weit mehr als eine halbe Million Downloads sprechen für sich. Die ersten Re-Mixes des Films, dank CC-Lizenzierung selbstverständlich legal und erwünscht, sind inzwischen ebenfalls im Netz zu bewundern. „Elephants Dream“ ist einer der erstaunlichen Filme, die im Filmprogramm der „Show des Freien Wissens“ zu sehen sind.
Die Show des freien Wissens wird vom WOS (Wizards of OS) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Medienkulturzentrum c‑base und dem mit dem Grimme Online Award ausgezeichneten Urheberrechtsportal iRights.info veranstaltet. Sie ist Teil des Wissenschaftsjahres 2006, das die Informatik und ihrer vielfältige Anwendung beleuchtet. Das Informatikjahr wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert, durchgeführt wird es gemeinsam mit mehr als 350 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur.
» Show des Freien Wissens, Samstag, 16. September 2006, 15.00 Uhr, Columbiahalle, Columbiadamm 13–21, 10965 Berlin
Zum Disclaimer: Ich bin als Mitglied des Programmkomitees an der Organisation beteiligt, netzpolitik.org ist Medienpartner und newthinking ist normaler Partner der WOS4.
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: Wired Remixed
: Wired Remixed Es gab schon ähnliche Versuche von traditionellen Medien, Textinhalte von Nutzern remixen und mashen zu lassen. Zuerst war die Los Angeles Times im Frühjahr 2005 daran gescheitert, ausgerechnet einen Kommentar zur Irak-Politik der USA von Internetnutzern gemeinschaftlich verändern zu lassen. Zuletzt hat das die Washinton Post medienträchtig probiert, als sie eine API öffneten, damit die Leser die Feeds mixen konnten. Jetzt führt das Wired weiter und will sich einen Artikel über einen Wiki von den Lesern zusammenstellen lassen. Bis jetzt steht da noch nicht viel drin – sowohl Inhalt als auch Länge können frei gewählt und gemasht werden. Leser können sich den Titel als auch die Zusammenfassung für die RSS-Feeds ausdenken. Redakteur Ryan Siegel soll das langsame Wachsen bis zum siebten September überwachen und Fragen auf einer Kommentarseite beantworten. Mitmachen darf jeder, der sich vorher bei Socialtext angemeldet hat.
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: HAZ über Creative Commons und Netlabels
: HAZ über Creative Commons und Netlabels Die Hannoverische Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtete am Wochenende über Creative Commons und Netlabels und zitierte mich in einem Artikel: Die Gema und die Creative-Commons-Lizenz: Das Entweder-oder-Problem
Verwundert bin ich immer noch über die Annahme der GEMA, dass nur „Hobbymusiker“ CC-Lizenzen verwenden würde:
Für den Pressesprecher der Gema, Hans-Herwig Gayer, liegt da der Knackpunkt: „Man muss sich entscheiden, ob man professionell oder im Hobbybereich Musik machen will.” Dies scheint eine endgültige Entscheidung. Denn einerseits kann ein CC-lizenziertes Werk nicht bei der Gema aufgenommen werden, andererseits kann man bei der Gema nur mit seinem Gesamtwerk Mitglied werden.
Das mag in Deutschland so sein, gerade wegen der GEMA-Problematik. In anderen Länder sehen wir ganz andere Beispiele. Ich würde z.B. die Beastie Boys, Gilberto Gil, Brian Eno und Pearl Jam nicht gerade als Hobby-Musiker bezeichnen.
In dem Artikel „Zukunftsmusik“ geht es explizit um Netlabels. Vorgestellt wurden 12rec.net, Pentagonik und Pulsar-Records. Die sind übrigens alle sehr zu empfehlen.
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: Netzpolitik-Podcast mit Stephan Benn vom VUT
: Netzpolitik-Podcast mit Stephan Benn vom VUT Hier ist ein ca. 20 Minuten langes Interview mit Stephan Benn (MP3 / 128KB/s / 20MB), dem Justiziar des Verbandes unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten e.V. (VUT).
In dem Interview geht es um die Arbeit des VUT, die Kriminalisierung bzw. Legalisierung von Filesharing, den GEMA Podcasting-Tarife, dem zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle, Creative Commons und wie heute schon das Netz innovativ von Indie-Labels genutzt wird.
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: Freier Video-Remix-Provider ccHost gewinnt Product Excellence Award
: Freier Video-Remix-Provider ccHost gewinnt Product Excellence Award Freier Video-Remix-Provider ccHost gewinnt Product Excellence Award
Auf der LinuxWorld letzte Woche in San Francisco wurden innovative Freie Projekte nominiert, eines erhielt den Preis: Die Freie Applikation ccHost schafft eine webbasierte Infrastruktur, die als Plattform und Netzwerk-Basis für Online-Videomixer wie den beliebten Freie ccMixter dient. Wie Creativecommons.org vermelden, gewann ccHost den Product Excellence Award „Best Open Source Solution“ für das Ziel, Musik‑, Film- und andere unter Creative-Commons-lizenzierte Dateien im Internet zu verbreiten. Weitere Nominierte waren rPath Conary und Novell SUSE Linux 0.x. Das plattformunabhängige Programm kann kostenlos und frei herunter geladen werden.
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: Access to Knowledge in a Network Society
: Access to Knowledge in a Network Society Karsten Gerloff hat seine Masterthesis zum Thema „Access to Knowledge in a Network Society“ fertiggestellt und unter einer CC-Lizenz verfügbar gemacht. Herzlichen Glückwunsch (Jetzt möchte ich aber auch eine Offline-Version davon erhlaten).
Hier ist der Abstract:
As the network has become the dominant organising pattern of society, knowledge has taken centre stage in the economy. Having access to knowledge determines who can participate in this informational economy, and on what terms. But knowledge is different from physical goods: it is nonrival and non-exclusive. It is also the input of its own production process: Knowledge builds upon knowledge. A key player in the international system of the regulation of knowledge is the World Intellectual Property Organisation (WIPO). Its approach presently relies mainly on intellectual monopoly powers (often called „intellectual property“). Other models, such as commons-based peer production, are usually not considered.
After providing an overview over recent work in the field, this thesis examines how access to knowledge is regulated, and what conflicts are caused by this regulation. The debate on a development agenda for WIPO offers a vantage point from which to describe the tensions that exist in the international framework for the regulation of knowledge.
Looking at the first year of the WIPO debate, it becomes clear that there are two major lines of conflict. One is between developing and developed countries, which often have different understandings of the purpose of IMPs. As a consequence, they prefer different solutions to the problems at hand: while developed countries are looking to create a global system of regulation with uniformly strict standards for intellectual monopolies, developing countries require room for experimentation. The second line of conflict is between rightsholders and the users of knowledge. Rightsholders generally would like to tighten standards, while user groups highlight the importance of access.
Besides a reform of WIPO, experimentation is needed to find viable and sustainable strategies for governing knowledge. The project of a treaty on access to knowledge provides ideas and offers an opportunity for debate on the way ahead.
Hier gibts ein 600KB PDF und hier ein 400KB grosses Latex-File.
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: Lev Manovich über Remixe
: Lev Manovich über Remixe Der US-Medientheoretiker Lev Manovich spricht im Interview mit dem KulturSpiegel über Remixe als neue ästhetische Ideologie, das Verschmelzen der Kunstformen und den Wert von Originalität: „Der Designer ist der Prototyp unserer Zeit“.
KulturSPIEGEL: Und das ist der Remix. Zumindest in der Literatur gilt es noch als Plagiat, wenn man einfach das geistige Eigentum eines anderen, und wenn auch nur in Teilen, übernimmt. Solche Aneignung wird gesellschaftlich – und auch rechtlich – verdammt. Wird sich das ändern?
Manovich: Sie haben Recht, diese Verdammung gibt es. Dabei remixen alle, aber niemand steht dazu. Bis jetzt hat nur die Musikbranche das Remixen in ihre Geschäftsstrukturen integriert: Man muss die Rechte der Stücke kaufen, die man sampelt. Es gibt erste Ansätze, neue Formen des Urheberrechts zu entwickeln, etwa die „creative commons“-Lizenzen, bei denen die Urheber festlegen, welche Nutzung sie zulassen. Weil es sich bei der Urheberfrage letztlich um eine wirtschaftliche Frage handelt, in der es um ein wichtiges Kapital der Gesellschaft geht, werden die Betroffenen sie nicht einfach fallenlassen. Aber trotzdem werden die Leute weiter remixen, einfach weil die heute verfügbare Software es nicht nur zulässt, sondern geradezu herausfordert.
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: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules
: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules Volker Grassmuck hat für Telepolis die Themen der kommenden Wizards of OS 4 zusammengefasst: Information Freedom Rules.
Wir schreiben das Jahr 2006. 15 Jahre nach Start der GNU General Public License, 10 Jahre nachdem John Perry Barlow die Unabhängigkeit des Cyberspace erklärte und 5 Jahre nach Gründung der Wikipedia. Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Freie Protokolle ermöglichen das Internet. Freie Software dominiert auf den Servern. Die Freiheitsbewegung in den Wissenschaften geht mit großen Schritten voran. Die freie, kooperative Online Enzyklopädie Wikipedia ist als Referenz fest etabliert. Und jeden Tag sind es mehr Menschen, die kulturelle Ausdrucksformen jeder Art frei erschaffen und miteinander austauschen.
Unbedingt vormerken und kommen: „Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules“ – 14.-16 September in Berlin.
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: Creative Commons in den Medien: Brasilien und Italien
: Creative Commons in den Medien: Brasilien und Italien Auf dem iCommons-Gipfel in Rio de Janeiro wurde es verkündet, seit drei Wochen veröffentlicht nun die staatliche brasilianische Agentur Radiobrás ihre Meldungen und multimedialen Beiträge unter der Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen-Lizenz. Damit wird erlaubt, Inhalte von Radiobrás weiter zu verbreiten und auch kommerziell zu nutzen. Einzige Bedingungen sind die Namensnennung des Urhebers, also der Agentur, und die Weitergabe der Informationen unter den gleichen Lizenz-Bedingungen. Radiobrás sieht sich als Vermittler von interner wie externer Transparenz, gesteht jedem Bürger das Recht auf Information zu und versteht sich als direkter Bürgerkanal.
In der Geschichte der Creative Commons-Entwicklung zählt die Verkündung von Radiobrás zu den wichtigsten, kommentierte Rechtsprofessor Lawrence Lessig auf dem Gipfel die Entscheidung der Agentur und lobt den „wechselseitigen Nutzen“. Die Agencia Brasil hat bislang bereits Artikel und Fotos frei im Internet erhältlich angeboten, insofern ist die Veröffentlichung unter CC eine Formsache.
Auch die europäische Medienlandschaft hat sich den CC-Lizenzen geöffnet: Die italienische Tageszeitung La Stampa hat sich laut Creative Commons entschlossen, einen Teil ihrer Ausgabe unter einer Creative Commons-Lizenz zu veröffentlichen: Die führende Printausgabe aus dem nordwestlichen Turin bietet ab sofort ihre wöchentlichen Beilagen TuttoScienze für Wissenschaft und TuttoLibri für Bucherscheinungen unter einer nicht-kommerziellen CC-Lizenz zum Herunterladen als PDF-Dateien an: Die Weitergabe der Artikel ist unter Namensnennung erlaubt, nicht jedoch eine kommerzielle Auswertung. Genauso wenig dürfen die Texte und Rezension inhaltlich bearbeitet werden.
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: Serie „Odd Job Jack“ unter Creative Commons
: Serie „Odd Job Jack“ unter Creative Commons Die hierzulande kaum bekannte kanadische Serie Odd Job Jack hat ihre Materialien unter eine recht freizügige Weise freigegeben: Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.5. Von der Webseite:
What:
Master flash files and bitmaps of every piece of art used in this season of Odd Job Jack. Every character, prop, and background from every episode plus tutorials and other support material. All free to hack, use, remix under a share-friendly license.Why:
We love animation and we just know you do too. We’re proud of Odd Job Jack and we’ve put lots of work into our show. Our art deserves to live beyond broadcast and who better to give a free gift to than the entire planet?When:
Every Monday during our 13 episode broadcast we will release a new set of files. First episode air July 22nd. The torrent will be available the following Monday.Verteilt werden die Daten über das Torrent-Protokoll. Es gibt schon die Master files der Episode 301.
[via]
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: Mit Open-Source-Strategien ans Ziel
: Mit Open-Source-Strategien ans Ziel Die Vorzüge und Nachteile der Entwicklung von Freier Software verständlich für Unternehmer und Neueinsteiger zu vermitteln, das haben sich die beiden Autoren Ron Goldman und Richard P. Gabriel vorgenommen: „Innovation Happens Elsewhere“ will auch für technisch weniger Versierte die wirtschaftlichen Vorzüge von Freier Software erklären. Das 2005 schienende Buch wurde jetzt online unter der Creative-Commons „Attribution-NonCommercial-ShareAlike“ Lizenzveröffentlicht und will zum einen zeigen, wie man mit Hilfe von Open-Source-Strategien gewinnträchtig Geschäftsmodelle erarbeiten kann. Zum anderen wollen die Autoren Manager an die Hand nehmen, wie sie Open Source im Arbeitsalltag profitabel integrieren können. „Innovation Happens Elsewhere“ befasst sich auch grundlegend mit der Geschichte von Freier Software Software und will neben seiner Philosophie auch die mögliche Weiterentwicklung des Projekts skizzieren.
Das Handbuch spart aber auch nicht mit Kritik und will Nicht-Eingeweihten die Illusionen nehmen, die sie über die Open-Source-Bewegung haben könnten: Sie warnen vor Falscheinschätzungen und wollen helfen, doppelte Anstrengungen im Rahmen von Freien Projekten zu vermeiden.