Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Online-Ausgabe über Pläne des ZDF, ein wenig Innovation bei der BBC zu kopieren: Kapituliert wird nicht.
Vorbild ist die britische BBC, die als Teil ihrer Digitalisierungsstrategie unter Senderchef Mark Thompson derzeit ein „Creative Archive“ aufbaut. Dazu bedient sie sich so genannter Creative-Commons-Lizenzen, einer Erfindung des Stanford-Juristen Lawrence Lessig im Geiste frei verfügbarer Software („Open Source“). BBC-Zuschauer können Beiträge aus dem Archiv auf den eigenen Computer herunterladen und in ihre eigene Homepage oder ihr Weblog einbetten – in voller Länge oder nach Belieben zerschnippelt und neu montiert. Bedingung ist lediglich, dass auch in der neuen Version die BBC als Urheberin erkennbar bleibt, die Nutzung nicht kommerziell ist und keine Kampagnenzwecken verfolgt werden.
So etwas hat auch der neue Chef von ZDF-Online im Sinn. „Der mündige Bürger soll Inhalte, für die er schon bezahlt hat, auch weiterverwenden dürfen“, sagt Amlung. Er will Portale wie YouTube „für das ZDF nutzbar machen“. Erhoffter Effekt: Die Beiträge sollen durchs Internet wandern und so neue Zuschauer, vor allem jüngere, zum Mainzer Fernsehsender locken.
Bleibt zu hoffen, dass aus Ideen auch konkrete Pläne und Umsetzungen werden. Hier sind noch einige Artikel zur BBC-Strategie:
BBC: Zeitgeschichte remixen
BBC “interaktive Media Player”
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Creative Archive der BBC
BBC Creative Archiv gelauncht
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