Campaigning
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: Neue Vodafone-Kampagne: Die Freiheit nehm ich Dir!
: Neue Vodafone-Kampagne: Die Freiheit nehm ich Dir!
Die Netzneutralität wird immer mehr verletzt. Die Politik sagt: Der Markt löst schon alle Probleme. Wenn Ihr Netzneutralität und ein offenes Netz wollt, empört Euch! Machen wir nun auch. Machst Du mit?Unter dem Motto „Die Freiheit nehm ich Dir!“ hat der Digitale Gesellschaft e.V. heute Aktionen gegen Vodafone gestartet, um gegen die zunehmende Verletzung der Netzneutralität zu protestieren. Die Kampagnenseite halbesnetz.de informiert über viele Vorteile eines Ramschnetz. Mit einem Vodafail-Remixer kannst Du die Kampagne mit Deinen Slogans bereichern. Auf vodafail.tumblr.com werden die besten Einreichungen gesammelt.
Werde aktiv.
Remix. Rede mit anderen darüber. Sag Vodafone Deine Meinung auf Twitter, bei Facebook oder Google+. Fordere mehr Transparenz und die Einhaltung der Netzneutralität. Gemeinsam können wir viel erreichen.
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: Google-Kampagne: Der Feind meines Feindes ist mein Freund
CC-BY-NC-SA @PHOTO : Google-Kampagne: Der Feind meines Feindes ist mein Freund Das war ja klar. Der Google-Beißreflex schlägt wieder zu. Nachdem Google in allerletzter Minute eine offene Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht fährt, wird dies nicht als Chance begriffen, endlich das Thema einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, sondern erst einmal angegangen.
Sollten Netzaktivisten die Kampagne nicht super finden? Google mobilisiert auf der deutschen Startseite für ein Thema, das die „Netzbewegung“ nie richtig auf die Tagesordnung setzen konnte. Ein Thema, bei der die klassische Presse aus Eigeninteresse niemals richtig gegen das Leistungsschutzrecht anschrieb. Ein Thema, das die Grenzen der Netzbewegung nicht nur bei der Petition deutlich aufzeigte.
Und jetzt bietet sich die Möglichkeit, zusammen mit der geballten Power von Google in einem letzten Anlauf gegen das Gesetz vorzugehen. Doch das einzige, was passiert, ist Distanzierung.
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: Politische Kampagnen von Google: Großkonzerne sind nicht immer Teil der Lösung, sondern auch Teil des Problems
: Politische Kampagnen von Google: Großkonzerne sind nicht immer Teil der Lösung, sondern auch Teil des Problems
Erst die Internationale Fernmeldeunion, jetzt das Leistungsschutzrecht: Der Internet-Konzern Google hat gleich zwei politische Kampagnen in einer Woche gestartet. Das ist legitim und kann uns helfen, wenn wir die selben Interessen vertreten. Das kann aber auch schief gehen und muss kritisch hinterfragt werden, wie es ein Beitrag auf der Netzkritik-Liste nettime tat. Aus aktuellem Anlass haben wir den Original-Text übersetzt:Liebes Google: Ja, die Welt braucht tatsächlich ein offenes Internet, daher ist es ziemlich schlimm festzustellen, dass Du, Google:
1) die gesamte Netzneutralitätskampagne in den USA den Bach runtergehen lassen hast, indem Du erst die Führung übernommen und dann ein nur Dir dienendes Abkommen mit Verizon abgeschlossen hast, durch das das wichtigste Mittel um das Internet zukünftig zu erreichen – mobile Geräte – von Netzneutralitätsbestimmungen ausgeschlossen werden.
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: Internationale Fernmeldeunion ITU: Google steigt mit eigener Kampagne in den Kampf um Internet Governance ein
: Internationale Fernmeldeunion ITU: Google steigt mit eigener Kampagne in den Kampf um Internet Governance ein Wie soll das Internet zukünftig reguliert werden? Diese grundsätzliche Frage wird nächsten Monat von der internationalen Fernmeldeunion ITU diskutiert. Jetzt steigt das Großunternehmen Google mit einer Kampagne in die Diskussion ein. Dabei haben sie inhaltlich recht – ein Geschmäckle bleibt trotzdem.
Bereits im Juni berichteten wir über die Internationale Fernmeldeunion und die Weltkonferenz zur internationalen Telekommunikation: War das offene Internet noch nie so bedroht wie heute? Autoritäre Staaten wollen das Internet von der UNO regulieren lassen und nationale Kontrolle ausüben können. Das ist falsch und gefährlich. Dennoch haben Entwicklungs- und Schwellenländer ein berechtigtes Kernanliegen: die dominante Rolle der USA ist ebenfalls nicht in Ordnung.
Zwei Wochen vor dem Treffen in Dubai hat jetzt Google eine Kampagne gestartet: google.com/TakeAction, auch auf deutsch:
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: Kriegsroboter und Drohnen: Human Rights Watch fordert Verbot von „Killer Robots“
: Kriegsroboter und Drohnen: Human Rights Watch fordert Verbot von „Killer Robots“
Roboter statt Soldaten: Immer mehr Staaten treiben die Entwicklung voran, dass Maschinen in Kriegen eingesetzt werden dürfen. Auch die Entscheidung über Leben und Tod wird zunehmend in Computer und Algorithmen ausgelagert. In einem neuen Bericht kritisiert Human Rights Watch diese Entwicklung – und fordert einen Stopp von Entwicklung, Produktion und Einsatz autonomer Waffen.Vor zwei Monaten berichteten wir, dass bald autonome Tötungsmaschinen über Leben und Tod entscheiden. Der öffentliche Diskurs über die weitreichenden Konsequenzen autonomer Tötungsmaschinen ist jedoch noch eher verhalten.
Die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat jetzt zusammen mit der Harvard Law School International Human Rights Clinic einen 50-seitigen Bericht veröffentlicht: Losing Humanity – The Case against Killer Robots (PDF). Darin analysieren sie rechtliche, technische und ethische Fragestellungen über autonome Waffen.
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: Dienstag Nacht: Wahlnacht und bloggen beim ZDF
: Dienstag Nacht: Wahlnacht und bloggen beim ZDF Das ZDF hat mich angefragt, ob ich Lust habe, die US-Wahlnacht in deren Wahlstudio zu verbringen und zu schauen, was interessantes und lustiges im Netz passiert. Da ich die letzten Wahlnächte auch immer wach geblieben bin um die vielen spannenden Sachen im Netz in Echtzeit zu beobachten und ganz vergessen hatte, dass das ja ewig lang bis um sieben Uhr morgens geht, habe ich zugesagt. Dass Markus Lanz durch die Nacht moderiert, wurde mir erst hinter her mitgeteilt. Ich bin dann quasi eine Art Embedded-Blogger im Fernsehen und werde parallel dazu im ZDF-Hyperland-Blog die Nacht über die interssantesten Fundstücke bloggen.
Für heute.de hab ich die Wahl aus netzpolitischer Sicht kommentiert: Das Netz tendiert zum kleineren Übel.
Das alles überlagernde Top-Thema dieses Jahres waren die Massenproteste gegen die Copyright-Durchsetzungsgesetze SOPA und PIPA. Die mit ACTA vergleichbare Debatte führte im Januar unter anderem zur Schwärzung der Wikipedia-Seite und mobilisierte Millionen User. Die Gesetzesinitiativen wurden daraufhin auf Eis gelegt. Auch hier enttäuschte die Obama-Regierung durch Wegschauen. Was aber viele nicht überraschte. Als ich im Sommer in den USA war, erklärte mir der Büroleiter eines US-Abgeordneten: „Bei uns funktioniert das so: Die Demokraten hören auf Hollywood und die Republikaner auf die Pharma-Industrie.“ Business as usual.
Trotzdem spricht sich immer noch eine Mehrheit der Netzaktivisten und Blogger für Obama und die Demokraten aus. Allerdings weniger aus Überzeugung als aus taktischem Kalkül: Obama ist einfach das kleinere Übel gegenüber Mitt Romney.
Die ZDF Wahlnacht beginnt um 23:50 Uhr. Vorher ist noch netzpolitischer Abend der Digiges in Berlin und im Stream.
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: Mit Fußgänger-Vorratsdatenspeicherung zu sicheren Einkaufsstraßen
: Mit Fußgänger-Vorratsdatenspeicherung zu sicheren Einkaufsstraßen Es ist zwar schon fast eine Woche her, doch die Aktion der Piraten aus Kassel am letzten Samstag ist zu gut, um ungenannt zu bleiben. Am Aktionstag des AK Vorratsdatenspeicherung machten sie Vorratsdatenspeicherung spürbar und bauten in der Treppenstraße eine zentrale Vorratsdaten-Registratur auf. Um das Sicherheitsgefühl der Passanten zu erhöhen, sollten so präventiv Namen, Adressen und Rufnummern aller Vorbeigehenden erfasst werden.
„Wir erwarten ein großes Interesse der Sicherheitsbehörden an unseren Vorratsdaten“, erklärt Robin Geddert, Televisor bei den Piraten. „Durch eine umfangreiche Erfassung aller Bürger in der Innenstadt lässt sich etwa der Täterkreis bei Taschen- oder Ladendiebstählen deutlich einschränken.“
Keiner der Passanten war jedoch bereit, seine Daten preiszugeben. Die Begründung, sie führten nichts Böses im Schilde, zeigt die Ablehnung eines Generalverdachts, wie ihn die Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikations- und Verbindungsdaten beinhaltet. Mit solchen Aktionen können Menschen, die sich nicht eingehend damit befassen, politischen Versprechen von mehr Sicherheit vertrauen oder die Gefahren einer VDS zu abstrakt finden, auf einfache und witzige Weise genau diese näher gebracht werden.
Stilecht mit Alufernglas. -
: Unterschriftenaktion gegen Korruption und für Transparenz bei Nebeneinkünften von Abgeordneten
: Unterschriftenaktion gegen Korruption und für Transparenz bei Nebeneinkünften von Abgeordneten LobbyControl, Transparency International und Campact richten einen Appell an die Abgeordneten, die am 18. Oktober über Regeln zur Offenlegung der Nebeneinkünfte von Abgeordneten beraten. Sie fordern die Offenlegung der Nebeneinkünfte von Abgeordneten. Da am 17. Oktober im Rechtsausschuss eine öffentliche Anhörung zur Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung stattfindet und Deutschland die UN-Konvention gegen Korruption als einziges europäisches Land neben Tschechien nicht ratifiziert hat, wird auch diese längst überfällige Ratifizierung und damit einhergehend wirksamere Gesetze gegen Abgeordnetenkorruption gefordert.
Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident Lammert,
sehr geehrte Mitglieder des Rechtsausschusses des Bundestags,
sehr geehrte Mitglieder der Rechtsstellungskommission,in Kürze wird erneut darüber entschieden, wie umfangreich Politiker-Nebeneinkünfte veröffentlicht werden müssen. Sorgen Sie dafür, dass dies auf den Euro genau geschieht!
Als Wähler/in möchte ich erfahren können, welche Parlamentarier/innen neben ihrem Abgeordnetengehalt wie viel Geld von wem und für was erhalten.
Sorgen Sie zudem dafür, dass Abgeordnetenbestechung endlich wirksam unter Strafe gestellt wird! Deutschland muss umgehend die UN-Konvention gegen Korruption ratifizieren.
Mit freundlichen Grüßen
Der Appell soll gemeinsam mit den Unterschriften am 18. Oktober vor der Tagung überreicht werden.
Unterschrieben werden kann der Appell bei Campact oder bei LobbyControl. Insgesamt haben bisher knapp 40.000 Menschen unterschrieben.
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: Bürgerdialog – Was fällt dem Netz für die Politik ein?
: Bürgerdialog – Was fällt dem Netz für die Politik ein? Bis morgen besteht noch die Möglichkeit bei der GRÜNEN/EFA Gruppe im Europaparlament Ideen vorzuschlagen für eine „progressive Agenda für Kreativität und Innovation“. Diese Sammlung von Vorschlägen der Fraktion soll „positiv“ und konstruktiv werden.
Neue Rechtswerkzeuge, neue Finanzierungsmechnismen, Pilotprojekte und experimentelle Initiativen, Rechtsänderungen (Wettbewerbsrecht, Finanzrecht, Immaterialgüterrecht usw), jede Anregung ist willkommen.
Noch viel allgemeiner wendet sich die Sozialdemokratie mit einem „Bürgerdialog“ an die Bevölkerung im Netz und auf der Straße, und leitet damit ihren Vorwahlkampf ein: „Was muss in Deutschland besser werden?“. Kanzlerin Merkel hat es im Frühjahr vorgemacht mit ihrem Zukunftsdialog im Netz.
Die Mütter und Väter des Grundgesetzes stellten sich vor, dass die Parteien an der „politischen Willensbildung des Volkes“ (GG Art. 21) mitwirken. Heute holen Politiker direkt von den Bürgern Anregungen, wofür sie stehen sollen. Der Bürgerdialog im Netz hilft zur Themenfindung von Parteien, die ihre Profile abgeschliffen haben und parteiinterne Debatten lieber deckeln. Bürgerdialog erneuert – freundlich herablassend – eine fürstliche Kümmerkultur.
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: Barack Obama auf Reddit
: Barack Obama auf Reddit US-Präsident Barack Obama nutzt gerade Reddit für eine halbe Stunde „AMA – Ask me anything“.
Hi, I’m Barack Obama, President of the United States. Ask me anything. I’ll be taking your questions for half an hour starting at about 4:30 ET.
Proof it’s me: https://twitter.com/BarackObama/status/240903767350968320
We’re running early and will get started soon.
UPDATE: Hey everybody – this is barack. Just finished a great rally in Charlottesville, and am looking forward to your questions. At the top, I do want to say that our thoughts and prayers are with folks who are dealing with Hurricane Isaac in the Gulf, and to let them know that we are going to be coordinating with state and local officials to make sure that we give families everything they need to recover.
Verification photo: http://i.imgur.com/oz0a7.jpgZum Thema Netzpolitik wurde er gefragt: „We know how Republicans feel about protecting Internet Freedom. Is Internet Freedom an issue you’d push to add to the Democratic Party’s 2012 platform?“
Obama antwortet:
„Internet freedom is something I know you all care passionately about; I do too. We will fight hard to make sure that the internet remains the open forum for everybody – from those who are expressing an idea to those to want to start a business. And although their will be occasional disagreements on the details of various legislative proposals, I won’t stray from that principle – and it will be reflected in the platform. “
ACTA, TPP und andere Maßnahmen zur Durchsetzung von Urheberrechten sprechen in der Regel eine andere Sprache als die Verlautbarungen der Obama-Administration. Aber wie uns bei meiner letzten US-Reise der Büroleiter eines US-Abgeordneten erklärte: „This is how it works: The democrats are listening to Hollywood and the republicans to pharma“.
Reddit hat durch die Aktion, die vorher nicht angekündigt wurde, gerade ein paar Lastprobleme, wenn man überhaupt drauf kommt. Bei der Huffington Post gibt es alternativ das Transcript in einer Art Live-Blog zu lesen. Die Aktion zeigt, welche Bedeutung die Plattform mittlerweile eingenommen hat und ist zugleich ein kleiner Konter gegen die aktuell stattfindende Krönungsmesse von Mitt Romney. Auf Twitter macht das Mem die Runde: „Mitt Romney is waiting for you on“ [Insert Myspace, Friendster, Chatroulette…].
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: Freedom not Fear: Vernetzungstreffen der digitalen Bürgerrechtsbewegung in Brüssel
: Freedom not Fear: Vernetzungstreffen der digitalen Bürgerrechtsbewegung in Brüssel
In zwei Wochen findet das zweite „Freedom Not Fear“ Wochenende in Brüssel statt. Vom 14. bis 17. September gibt es Workshops, Diskussionen und Aktionen für Datenschutz- und Netzpolitik-Aktivisten. Damit soll die „Freiheit statt Angst“ Bewegung ins Zentrum der Europäischen Union getragen werden.Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat eine Pressemitteilung veröffentlicht:
Erwartet werden Teilnehmer aus mehreren Ländern der Europäische Union, wie z.B. Großbritannien, Polen, Spanien, Österreich, Niederlande, Deutschland und selbstverständlich Belgien. Das Spektrum der bislang angemeldeten Themen reicht von Netzpolitik im allgemeinen über Videoüberwachung bis hin zur Organisation eines europäischen Bürgerbegehrens gegen die Vorratsdatenspeicherung sowie die Diskussion grundsätzlicher Fragen zur politischen Einflußnahme durch offene politische Bürgerbewegungen.
Leena Simon und padeluun vom FoeBuD haben ein Mobilisierungs-Video produziert:
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: The Internet Defense League
: The Internet Defense League Heute ist „The Internet Defense League“ offiziell gelauncht worden. Hinter „The Internet Defense League“ steht Fight for the Future, ein Aktivisten-Netzwerk, das u.a. bereits im November vergangenen Jahres den American Censorship Day organisierte und zu einem der zentralen Player in der SOPA-Debatte wurde. Fight for Future hat zahlreiche Organisationen eingesammelt, um eine gemeinsame Kampagnenplattform für digitale Bürgerrechte zu schaffen. Dazu gehören die üblichen US-Verdächtigen wie EFF, Mozilla, Public Knowledge, etc.
Eines der zentralen Elemente von „The Internet Defense League“ ist die Bereitstellung von Widgets zum Einbau in die eigenen Webseite. Das Ziel ist, dass auf vielen Seiten zukünftig auf Internetfeindliche Gesetzesprozesse und Aktionen dagegen hingewiesen werden kann. In Anlehnung an Comic-Culture und hier vor allem Batman hat man das zentrale Element des „Cat-Signals“ gewählt. Ebenso, wie ein fetter Beamer in Gotham-City Batman mitteilt, dass er gebraucht wird, soll das Cat-Signal signalisieren, dass das offene Internet in Gefahr ist. Im Vorfeld des Launches wurde über Crowdfunding Geld gesammelt, um mit starken Beamern das Cat-Symbol auch in den öffentlichen Raum zu werfen. In drei Städten war das Funding erfolgreich und ich bin auf die Bilder gespannt. Der heutige Launch-Tag ist dabei auch nicht zufälltig gewählt, hier hackt man im Idealfall mit der Aktion die Berichterstattung über den neuen Batman-Release.
Spannend wird sein, ob IDL weiterhin rein US-fokussiert bleibt oder eine weltweite Vernetzung klappen wird. Ich bin die kommenden zwei Wochen in den USA unterwegs und werde viele Organisationen und Aktivisten hinter dem Netzwerk besuchen und über mögliche Kooperationen reden. Es kann aber auch sein, dass wir einfach unsere eigenen europäischen Bündnisse ausbauen müssen, um unabhängig und eigenständig viele Gesetzesvorhaben zu bekämpfen, die auf EU-Ebene ablaufen. Aber das ist eine Diskussion, die schon länger im Rahmen von European Digital Rights geführt wird und noch lange nicht am Ende ist. Die USA haben es da einfacher: Keine Sprachbarrieren zwischen den Staaten und viele Organisationen mit viel Geld hinter sich.
Apropos: Ich hätte auch gerne solche Widgets. Ideen und fast fertige Konzepte haben wir seit langem, wir suchen nur Entwickler, die uns bei der REalisierung unterstützen wollen und können.
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: Access Innovation Prize: 100.000 Dollar für Technologien zur Förderung von Menschenrechten
: Access Innovation Prize: 100.000 Dollar für Technologien zur Förderung von Menschenrechten
Die amerikanische NGO Accessnow.org sucht Ideen, wie Informationstechnologien Menschenrechte ermöglichen und fördern können. In fünf Kategorien werden je 20.000 Dollar Preisgeld an die besten Ideen vergeben. Die Bewerbungsfrist geht noch bis zum 15. August.Alle wichtigen Informationen gibt’s auf accessnow.org/prize und hier das Bewerbungsformular. Gesucht werden Projekte in diesen Kategorien:
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: Copyright im US-Wahlkampf: Singender Obama in Romney-Spot auf YouTube geblockt
: Copyright im US-Wahlkampf: Singender Obama in Romney-Spot auf YouTube geblockt Kurze Online-Videos spielen im laufenden US-Präsidentschaftswahlkampf eine nicht zu unterschätzende Rolle. Derzeit liefern sich die beiden Kampagnen einen Schlagabtausch mittels Spots, indem der gegnerische Kandidat singend gezeigt wird. Den Auftakt machte die Obama-Kampagne mit einem eher holprig singenden Romney:
Der Gegenschlag der Romney-Kampagne verwendete Obamas Interpretation einer Zeile aus Al Greens „Let’s Stay Together“, wurde allerdings nach kurzer Zeit von YouTube blockiert (vgl. Screenshot der Sperrung zu Dokumentationszwecken):
In den bisherigen Berichten (z.B. usnews) gibt es keine Informationen darüber, warum die Verwendung in der Romney-Kampagne geblockt, die ungeschnittene Fassung aber weiterhin auf YouTube zu sehen ist. Eine Vermutung meinerseits ist, dass das Kampagnenvideo automatischen Suchalgorithmen von YouTube zum Opfer gefallen ist, die vor allem die ersten Sekunden von YouTube-Videos zu überprüfen scheinen. Und während das Romney-Video offenbar mit dem singenden Obama eröffnet hat, beginnt er im von der Nachrichtenagentur Associated Press hochgeladenen Video erst in der Mitte zu singen. In diesem Fall wäre das wohl das erste Mal, dass ein automatischer Copyright-Algorithmus in einen US-Präsidentschaftswahlkampf eingegriffen hätte.
Die Romney-Kampagne beruft sich (wohl zurecht) darauf, dass die Verwendung des Ausschnitts unter die Fair-Use-Regelung des US-Copyrights fällt – eine allgemeine Ausnahme, die es im deutschen Urheberrecht so nicht gibt. Es ist also davon auszugehen, dass das Video bald wieder online sein wird. Angesichts der mit dem nun einsetzenden Streisand-Effekt verbundenen Aufmerksamkeit ist es außerdem wahrscheinlich, dass am Ende Romney mehr von der Sperrung profitiert als Obama.
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: Neues Tool: Jetzt kostenlos im EU-Parlament anrufen
: Neues Tool: Jetzt kostenlos im EU-Parlament anrufen Unsere französische Partnerorganisation La Quadratur Du Net hat ein neues Tool für den Endspurt vor der ACTA-Abstimmung nächsten Mittwoch veröffentlicht:
Das Online-Tool Pi-Phone verbindet den Nutzer kostenlos per Telefon mit einem EU-Parlamentarier und gibt ihm so Gelegenheit, ihn persönlich davon zu überzeugen, gegen ACTA zu stimmen. Neben einer Zufallauswahl aus allen Abgeordneten steht auch ein Filter nach Mitgliedsland zur Verfügung.
Um die kostenlose Telefonfunktion zu nutzen, gibt man einfach seine eigene Telefonnummer ein und wird von Pi-Phone umgehend zurückgerufen. Nach einem kurzen Ansagetext wird man kostenlos und direkt ins Abgeordnetenbüro in Brüssel durchgestellt.
Noch sind es drei Werktage bis zur ACTA-Abstimmung im EU-Parlament. Es bleibt also noch genug Zeit, Pi-Phone ausgiebig zu testen und noch ein paar Parlamentarier zu überzeugen.
Übrigens: Welcher Abgeordnete für und welcher gegen ACTA stimmen wird, seht Ihr hier.
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: Spendenaktion: Metronauten klagen gegen Beschlagnahme ihres Pressebusses im Wendland
: Spendenaktion: Metronauten klagen gegen Beschlagnahme ihres Pressebusses im Wendland
Im November wurde der Pressebus des Teams von Metronaut am Rande der Anti-Castor-Proteste beschlagnahmt. Jetzt klagen die Metronauten gegen diesen Grundrechtseingriff. Dafür rufen sie zu Spenden auf.Crosspost vom Original-Posting:
Am 26. November 2011 hatten Einheiten der Hamburger Polizei den Podcast- und Pressebus von Metronaut am Rande eines Protestcamps bei den Castor-Transporten im Wendland beschlagnahmt. Die Redakteure hatten mit Podcasts auf metronaut.de und Beiträgen auf Radio Freies Wendland über die Anti-Antom-Proteste berichtet. Die Beschlagnahme des Busses samt technischen Equipments (Aufnahmegeräte, Mischpult, Mikrofone, Computer) stellte eine Verletzung des Grundrechtes auf Pressefreiheit nach Art. 5 GG dar.
Seit längerer Zeit haben die betroffenen Redakteure Anwälte eingeschaltet und klagen jetzt vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Maßnahme wegen dieses massiven Grundrechtseingriffs.
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: How-To: Wie baut man eine Anti-ACTA-Kampagne?
: How-To: Wie baut man eine Anti-ACTA-Kampagne? In den vergangenen fünf Monaten haben wir uns beim Digitale Gesellschaft e.V. als kleine ehrenamtlich betriebene NGO intensiv um ACTA gekümmert. Unser Ziel war, Online und Offline miteinander zu verknüpfen, die Kritik an ACTA fundiert zu kommunizieren und vor allem die großen Proteste im Februar bis zur Abstimmung im Juli am Leben zu halten. Kurz vor der Abstimmung im Europaparlament am 4. Juli wollen wir in einem kleinen Rückblick aufzeigen, wie man mit wenigen Mitteln aber dafür mit viel Motivation, Hilfe und Spaß eine Kampagne für digitale Bürgerrechte aufziehen kann, die nicht nur aus einer Petition im Netz besteht: How-To: Wie baut man eine Anti-ACTA-Kampagne?
Gibts auch in englisch: How-To build an Anti-ACTA-Campaign.
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: Unterstützt die Quadrature du Net
: Unterstützt die Quadrature du Net
Die französische Bürgerrechtsorganisation Quadrature du Net ruft zu einer Spendenaktion auf. Kennenlernen konnten wir die Quadrature auf den letzten re:publicas und diversen Chaos-Kongressen. Vor allem ihr Sprecher und Mitgründer, Jérémie Zimmermann, ist viel in Sachen Netzpolitik unterwegs.Das komplette Team der Quadrature war in der letzten Zeit aber auch sehr oft in Brüssel, um mit uns gegen das ACTA-Abkommen zu kämpfen und dort mit den französischen Abgeordneten zu reden.
Damit sie weiterhin so erfolgreich arbeiten und unsere digitalen Bürgerrechte verteidigen können, braucht die Quadrature unsere Hilfe. Also: Aktiv etwas für die deutsch-französische Freundschaft tun und hier klicken.
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: Videos gegen ACTA
: Videos gegen ACTA Wer noch für die Demonstrationen gegen ACTA am kommenden Samstag mobilisieren will, findet hier vier Videos zum anschauen und weiter verteilen.

