Aus der Reihe
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: Nazi Spam-Propaganda
: Nazi Spam-Propaganda Ein von deutschen Neonazis veränderter Wurm namens TR/Spam.Sober.Q verschickte am Wochenende mehrere hunderttausende Spam-Mails mit Nazi-Propaganda.
Die Tagesschau hat eine Liste der verwendeten Betreffzeilen erstellt:
-Auf Streife durch den Berliner Wedding
‑Deutsche Buerger trauen sich nicht …
‑Dresden 1945
‑4,8 Mill. Osteuropaeer durch Fischer-Volmer Erlass
‑Deutsche werden kuenftig beim Arzt abgezockt
‑Paranoider Deutschenmoerder kommt in Psychiatrie
‑Du wirst zum Sklaven gemacht!!!
‑Gegen das Vergessen
‑Hier sind wir Lehrer die einzigen Auslaender
‑Schily ueber Deutschland
‑Tuerkei in die EU
‑Auslaenderpolitik
‑S.O.S Kiez! Polizei schlaegt Alarm
‑Graeberschaendung auf bundesdeutsche AnordnungMehr Infos dazu gibt es hier:
Tagesschau: Vorsicht, Spam mit Neonazi-Propaganda
de.internet.com: Neue Welle von neofaschistischen Spam-E-Mails
Futurezone: WM-Wurm für Polit-Spam verantwortlich
Golem: Rechte Propaganda-Schwemme per E‑Mail -
: Web.de offline
: Web.de offline Für die Chronik der nicht erreichbaren grossen Webseiten: Web.de ist tot. Dauert wohl schon seit ner Stunde an. Weder pingen noch ansurfen klappt.
Update: War wohl 3h offline, ein 3‑fach redundantes Kühlsystem soll komplett ausgefallen sein.
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: Probleme mit WordPress 1.5
: Probleme mit WordPress 1.5 Wahrscheinlich haben es schon die meisten Leser mitbekommen: Die Trackbacks und Kommentare funktionieren nicht. Schon bei der Vorgängerversion ist da irgendwas im Rahmen der Trackback – Spambekämpfung kaputt gegangen. Hatte eigentlich gedacht, ein Update auf WordPress 1.5 würde endlich alle Funktionalitäten wieder herstellen, aber das hielt nur einen Tag und einen Trackback, und schon war wieder irgendwas nicht in Ordnung. Ich checke das mal, aber meine Zeitressourcen sind gerade nicht so ausgiebig, als dass ich mich in den PHP-Code von WordPress reindenken kann, der doch teilweise schrottiger ist, als ich dachte. Im Default-Theme funktioniert alles und im WordPress-Forum wird der Tip gegeben, einfach eine Kopie der comments.php aus dem Dafault-Theme zu kopieren, was aber nicht mit dem gewünschten Ergebniss funktioniert.
Dafür müssten die RSS-Feeds wieder für alle ordentlich funktionieren. Danke an Tim P., Matthias S., Volker G. und Dominic L., die mir dies unabhängig voneinander per Mail mitteilten. Ich war etwas verwundert, denn in meinem Liferea-Newsreader klappte alles.
Über sachdienliche Hinweise freue ich mich natürlich immer. Wer mir mailen möchte, kann dies an markus ATT nnm-ev PUNK de machen.
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: Heute Nacht: Serverumzug
: Heute Nacht: Serverumzug Heute Nacht werden wir netzpolitik.org auf einen neuen Server umziehen und upgraden. Wegen des DNS-Wechsels kann es vorübergehend zu Störungen kommen. Dafür gibt es dann wieder funktionierende Trackbacks und Kommentarfunktion mit WordPress 1.5.
Update:
Der Serverumzug fand dann aufgrund von DNS-Problemen etwas verspätet heute nachmittag statt. Die paar Bugs, die auftraten, sind mittlerweile auch behoben. Und ich muss gleichmal die Trackbacks testen.
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: eGovernment Werbevideo aus Hessen
: eGovernment Werbevideo aus Hessen Handakte WebLAWg kommentiert ein Video der hessischen Regierung zu eGovernment. Ich würde gerne mitlachen, aber ich hab keine Ahnung, welches proprietäres Format sie nutzen. Weder unter Linux noch unter Apple bekommen wir es zum laufen. eGovernment made in Hessen…
Das Video „die Neue Verwaltungssteuerung in Hessen“ ist ein Beispiel dafür, wir man sich nicht in einem Werbevideo präsentieren sollte!
Gründe:
- unverständliche, wirre Off-Texte
– einen Sprecher, der nie Luft holt
– peinliche Techno-Untermalung
– nichtssagende Bilder und Text/Bild-ScherenSuper gemacht, Herr Koch! Und klar, „Hessen ist vorn“!
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: Kerry Unterstützer bitte draussen bleiben
: Kerry Unterstützer bitte draussen bleiben Die „Inter-American Telecommunication Commission“ der Vereinigten Staaten trifft sich dreimal im Jahr, um über die Regulierung von Telekommunikation zu reden. Bisher durfte jede Firma aus dem Telekommunikationsbereich an den offenen Sitzungen teilnehmen und auch reden. Mit der zweiten Legislaturperiode unter George W. Bush scheint nun eine Zeit eingebrochen zu sein. Anhänger von John Kerry, darunter die Firmen Qualcomm und Nokia, wird die Sitzung verwehrt, wie das Time Magazine berichtet. Die Begründung:
The White House admits as much: „We wanted people who would represent the Administration positively, and–call us nutty–it seemed like those who wanted to kick this Administration out of town last November would have some difficulty doing that,“ says White House spokesman Trent Duffy.
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: Bekiffter Doppelklick?
: Bekiffter Doppelklick? Ist die Computergeschichte ein Opfer von bewusstseinsverändernden Drogen und politischem Aktionismus? Der viermal für den Pulitzer-Preis nominierte Journalist John Markoff hat ein Buch darüber verfasst, indem er darauf eingeht. Der Doppelklick soll beispielsweise von einem bekifften Xerox-Ingenieur stammen und nicht nur Steve Jobs hat sein Bewusstsein mit LSD erweitert. Im Bootsektor-Weblog findet sich ein schöner Artikel darüber, der auf ein Interview eingeht, dass das Wissenschaftsmagazin „American Scientist“ mit Markoff geführt hat.
Many of the anecdotes you discuss involve drug use. Did the people you interviewed think that drugs enhanced the creativity of their work, or were they simply a form of recreation?
Some but not all of the anecdotes! My view is there is no definitive evidence on the relationship between creativity and drug use. Some of the people I talked to thought that drug use enhanced creativity, but not all of them. There are some specific anecdotes, like the fact that the idea of „double-clicking“ to select was a concept that was conceived by a stoned Xerox software designer. Beyond that, things get a bit murkier. My own belief is that the creativity of the period came from the more general cultural and political chaos of the times, which jarred people out of their day-to-day routines.
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: Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe!
: Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe! Als Kind der Mediengesellschaft hatte ich mir ja für den heutigen Tag vorgenommen, nebenbei am Arbeitsplatz Joschka Fischer im „Visa TV“ zu schauen. Gesagt getan, morgens im Büro aufgeschlagen, den Fernseher gegriffen und strategisch günstig hingestellt. Klappte aber nicht so, wie gedacht, denn in Berlin sind wir ein Opfer von DVB‑T. Das bedeutet, dass man die letzten Sender, die man sehen will, problemlos empfangen kann, bei den Öffentlich-Rechtlichen aber gewöhnlich „in die Röhre schaut“. Bei DVB‑T heisst das dann „Sender suche“. Wie immer gabs Neun Live & Co., aber kein Phoenix. Mittlerweile haben wir uns ja daran gewöhnt, auf der Suche nach ZDF mit der Antenne durch den Raum zu laufen und zu hoffen, dass eine Position gefunden wird, die den ZDF-Empfang ermöglicht. Ist ja auch ein unbedeutender Sender… Also Fernseher wieder abgeschaltet und auf den Phoenix Livestream umgeschaltet. Klappt aber auch nicht. Ebenso wie die Streams der ARD. Problem sind jeweils die proprietären Real- und MS-Formate, für die ich jetzt umständlich die passende proprietäre Software installieren müsste. Meine Player, die normalerweise alles spielen, mögen heute die Live-Streams nicht.
Was sagt einem das? Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe! Wäre es nicht gerade eine Aufgabe der Öffentlich-rechtlichen Sender, niemanden auszuschliessen? Andere Länder schaffen das doch auch.
Nun gut, da mein Provider Probleme mit dem Server hatte, hatte ich jetzt mal Zeit, mir einen Real Player zu installieren. Pünktlich zur Pause ging ich dann mit dem Live-Stream online. Aber die Statements der Politiker waren gewohnt langweilig. Ich frage mich ja immer noch, warum die Öffentlich-Rechtlichen Sender nicht mal ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass es im digitalen Zeitalter auf Offene Standards ankommt und nicht darauf, die Marktführer zu unterstützen. Weder das Real- noch MS-Format entsprechen einem Offenen Standard. Wie lange wird es noch dauern, bis ein solches Bewusstsein in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen ist und dementsprechend gehandel wird?
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: E‑Mail und SMS verbieten?
: E‑Mail und SMS verbieten? Scheint ja immerhin gefährlicher als Haschisch zu sein, wie die Netzeitung titelt: SMS und E‑Mail gefährlicher als Haschisch
Untersucht wurden 80 Probanden, die eine Aufgabe immer wieder für das schreiben von SMS und E‑Mail unterbrachen. Deren Intelligenzquotient sank nach intensivem SMS- und E‑Mail-Versand vorübergehend um bis zu zehn Punkte. Der Konsum von Haschisch hingegen senkt den IQ anderen Studien zufolge nur um vier Punkte.
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: Bizarre Suchergebnisse mit Altavista
: Bizarre Suchergebnisse mit Altavista
Verwundert war ich heute morgen, dass mein kurzes Statement zu Ratzinger’s Wahl immer noch sehr beliebt ist. Die Lösung fand ich bei Altavista (Das ist übrigens die Suchmaschine, die man im letzten Jahrtausend nutzte, bevor Google rauskam). Dort ist der Beitrag bei den Suchwörtern „Ratzinger, Papst“ auf Platz 2. Ich habs ja aufgegeben, Suchmaschinen verstehen zu wollen.
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: Jobs „relativ kurz“ verfügbar?
: Jobs „relativ kurz“ verfügbar? Der „Virtuelle Arbeitsmarkt“ verzeichnet 200 Millionen Seitenaufrufe und BA-Vorstandsmitglieds Heinrich Alt verkündet heute, dass der Zeitraum, in dem eine freie Stelle angeboten wird, „relativ kurz“ sei. Im Westen braucht ein Jobangebot im Schnitt 19 Tage und im Osten „nur“ elf Tage. Da fragt man sich, ob das „skandalverwitterte“ System mit schwersten Mängeln in der Anfangsphase tatsächlich zu 99,9 % verfügbar sei. Deutschland im Jahre 2005.
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: Das Notebook ist zurück
: Das Notebook ist zurück Vor wenigen Tagen hatte ich über meinen Frust mit der Samsung Hotline geschrieben („Samsung gibt keine Garantie für Linux“). Montag wurde das Notebook abgeholt und heute wieder zurück gebracht. Das ist schnell und ich freue mich, dass sie endlich die kaputte Festplatte ausgetauscht haben. Jetzt muss ich es zwar (mal) wieder neu installieren, aber danach läuft es dann hoffentlich sehr lange produktiv ohne Fehler.
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: Ratzinger wird Papst
: Ratzinger wird Papst Das wars dann wohl mit der Reformfähigkeit der Katholischen Kirche: Joseph Ratzinger ist der neue Papst und nennt sich Benedikt XVI.
Passend dazu der Spiegel-Artikel „Der Aufstieg der Santa Mafia“ über den Geheimbund Opus Dei.
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: Papstwahl hacken
: Papstwahl hacken Kann man die Papst-Wahl hacken? Bruce Schneier geht dieser Frage in seinem Weblog nach:
How hard is this to hack? The first observation is that the system is entirely manual, making it immune to the sorts of technological attacks that make modern voting systems so risky. The second observation is that the small group of voters – all of whom know each other – makes it impossible for an outsider to affect the voting in any way. The chapel is cleared and locked before voting. No one is going to dress up as a cardinal and sneak into the Sistine Chapel. In effect, the voter verification process is about as perfect as you’re ever going to find.
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: Mein Horror mit der Samsung-Kundenhotline
: Mein Horror mit der Samsung-Kundenhotline Die Stiftung Warentest hat Notebook-Hotlines getestet. Das erinnerte mich nochmal daran, dass ich meine Erlebnisse mit der Samsung Hotline gerne mal aufschreiben wollte. Denn Kundenservice wird bei Samsung anscheinend nicht gross geschrieben. Angefangen hat alles mit dem Kauf eines Samsung P35 im Herbst vergangenen Jahres. Mein altes Notebook hatte endgültig den Geist aufgegeben und nach einiger Recherchezeit entschied ich mich für das Samsung Notebook. IBM war leider immer noch um einiges teurer und eigentlich gefällt mir das Design von Samsung und die Ausstattung des Notebooks. Wenn denn mal alles funktioniert…
Das tut es natürlich nicht, bzw. immer noch nicht. Als erstes wurde selbstverständlicherweise das vorinstallierte Windows XP herunter formatiert. Was will ich denn mit einem unsicheren Betriebssystem für das ich dank der Bundle-Verträge trotzdem bezahlen musste? SuSE 9.1 wurde installiert und verabschiedete sich innerhalb von zwei Wochen ins Daten-Nirvana. Kein Problem , dachte ich, denn 9.2 war soeben erschienen und alle Daten werden immer noch im Büro gebackuped. Aber das SuSE 9.2 lief auch nicht so, wie ich mir das vorstellte, irgendwas schien immer mit der Festplatte kaputt zu sein, was ich meist bemerkte, wenn ich grössere Dateien kopierte oder bestimmte Musik hörte, die dann unverständlicherweise ruckelte. Aber da ich ständig unterwegs war und Internet einwandfrei funktionierte, verschob ich das einschicken auf meinen letzten Urlaub.
Bei Samsung angerufen, das Problem mit der Festplatte kommuniziert und beruhigt in Urlaub gefahren. Vorher natürlich noch ausgiebig die Festplatte formatiert und mit Nullen überschrieben. Ich möchte ja nicht, dass irgendwelche Samsung Mitarbeiter sich meine Daten anschauen. Das Notebook wurde schnell abgeholt und nach meiner Wiederkehr stand es schon gereinigt im Büro. Ich wunderte mich zwar, dass es nur zwei Tage weg war, war aber glücklich. Dann erstmal Slackware drauf installiert und komischerweise tauchten wieder ähnliche Probleme auf. Man wundert sich schon, wenn das System frisch installiert ist und beim starten sofort wieder Fehler auf den Partitionen gefunden werden. Also erstmal bei Samsung angerufen, denen mit geteilt, dass ich mich über die Displayreinigung zwar gefreut habe, was denn aber mit der Festplatte gemacht worden sei?
Und da fiel ich das erste Mal vom Hocker. Am Telefon wurde mir nämlich erklärt, dass die Service-Mitarbeiter feststellten, dass da kein Windows drauf war und einfach nur die Festplatte nochmal formatierten und Windows XP installierten. Das lief dann und sie haben es zurück geschickt. Hallo?
Ich erklärte dann dem Servicemitarbeiter, dass ich verschiedene Linux-Distributionen installiert habe und keine einwandfrei funktionierte. Und wir haben wir im Büro verschiedenste Linux-Distributionen auf verschiedensten Rechnern – alle funktionieren ohne Problem, nur nicht mein teures Samsung-Notebook. Das sei ja nicht ihr Problem, wenn ich Linux einsetzen würde, unter Windows würde das Notebook richtig funktionieren!! Letzte Woche wechselte ich dann von Slackware zu Kubuntu und wieder dasselbe Problem: Fehler auf den Partitionen. Da habe ich erstmal verschiedene Tools zur Analyse von Festplatte recherchiert und diese mal drüberlaufen lassen. Alle zeigten Fehler an und zwar am Ende der Festplattensektoren. Dies erklärte endlich mal, weshalb das System meist funktionierte, denn es wird am Anfang der Sektoren installiert. Und die grossen Daten am Ende der 60 GB grossen Festplatte immer Probleme bereiteten.Also direkt wieder beim Samsung – Support angerufen und was mir da erklärt wurde, war echt der Hammer: „Wir geben für unsere Hardware nur Garantie unter Windows XP“. Ich dachte zuerst, die Frau wolle mich verarschen und erklärte ihr, dass mich a) beim Kauf niemand darauf hingewiesen habe und b) so eine Aussage technisch totaler Schwachsinn sei, denn wenn die Hardware kaputt ist, dann ist die Hardware eben Schrott und nicht die Software. Aber die Frau blieb bei ihrer Aussage und betete mir wieder die Daten aus ihrem CRM-System vor, vor sie schon lesen konnte, dass ich schonmal nachfragte, was denn ihre Techniker mit meinem Notebook getan hätten, bzw. was nicht.
Jetzt wird das Notebook am Montag wieder abgeholt, ich darf wieder alles formatieren und wenn ich Pech habe, installieren die Techniker wieder nur ein Windows XP drauf (Auf die vorderen Sektoren) und stellen fest, dass es funktioniert. Ich habe mich ja noch bemüht, am Telefon freundlich zu sein, auch wenn Aussagen wie „Wir geben für unsere Hardware nur Garantie unter Windows XP“ mich eher dazu verleiten zu sagen „Wenn Du Linux nutzen willst, kauf alles nur bloss nicht Samsung!“. Ich bin mal gespannt, wie lange es jetzt wieder weg ist und bedanke mich schonmal bei Samsung für den „freundlichen Service“, die Ressourcenverschwendung für mehrmalige Installieren und die Aussage, dass sie keinen Garantie geben wollen, wenn man Linux einsetzt. Mein nächstes Notebook wird wohl kein Samsung mehr werden. Scheint ja eh nicht mit Linux zu laufen…
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: Propaganda der US-Regierung
: Propaganda der US-Regierung Spiegel berichtet über Propaganda der Bush-Regierung:
Washington – Manchmal ist der Weg in die Wohnzimmer der Nation gar nicht so beschwerlich. Die US-Regierung hat es vorgemacht: Sie kauften Schauspieler ein, die Journalisten mimten und vor laufender Kamera in investigativer Manier Regierungsbeamte zu Themen wie Drogenkontrolle oder Gesundheit befragten. Die fertigen Beiträge, die selbstverständlich frei von regierungskritischen Tönen waren, wurden noch mit fetzigen Zusatztexten versehen und an alle TV-Stationen des Landes verschickt.
Witzig sind auch die alten Propaganda-Filme der USA, die bei Archive.org herunter geladen werden können. Pädagogisch hochwertig sind z.B. die Aufklärungsfilme über die wilden Japaner aus der Zeit des 2. Weltkrieges. Aber auch die Sexaufklärungsfilme aus den sechziger Jahren haben mehr Aufmerksamkeit verdient.
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: Titanic hackt CDU
: Titanic hackt CDU Zu köstlich wie die Titanic-Redaktion die CDU gehackt hat. Sie haben bei der CDU angerufen und sich als Credit Suisse ausgegeben, die ein altes Nummernkonto mit 1,3 Millionen SFr gefunden habe. Was man denn nun damit machen solle? Die Geschichte nahm ihren Lauf…
Über 90 Minuten bleiben die Spitzenpolitiker in der Bank. Kein Wunder eigentlich: Da steht der Bundesgeschäftsführer einer politischen Partei in Deutschland mit zwei Parteikollegen und einem schlecht gefälschten Kontoauszug in einer bis dahin angesehenen Schweizer Bank und will einen Direktor sprechen, den es nicht gibt, um knappe 3 Millionen Franken abzuholen, die nur in seiner Vorstellung existieren!
Die Story ist zwar schon etwas älter, aber immer noch lesenswert.
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: Toter Papst verschärft Spannung um das EU-Waffenembargo gegen China
: Toter Papst verschärft Spannung um das EU-Waffenembargo gegen China Der Tod des Papstes war ein Medienereignis, ebenso die Trauerfeier und die internationalen Gäste. Thematisch allerdings kam hierzulande zu kurz, dass der Vatikan einzige Staat in Europa ist, mit dem Taiwan offizielle diplomatische Beziehungen pflegen kann. So spült die Berichterstattung auch internationale Verstimmungen in die Presse, die sonst unerwähnt bleiben, während in China wie gewohnt selektiert wird.
Die aufgeschlagenen Wellen in China, die offizielle Verweigerung und zaghaft angedeute Verbesserung der Beziehungen waren eben nicht der ganze Kuchen. Europa spricht mit einen blinden Auge und der immer noch weiter steigerungsfähigen Wirtschaftsbeziehungen zum dicksten Wachstumsmarkt der Welt nach dem Munde, und mit der Stimme der „Ein-China-Politik“, was die Bevorzugung der VR China zu Ungunsten der Anerkennung Taiwans meint und auch transatlantisches Konfliktpotenzial in sich bergen kann.
An etwas überraschender Stelle wird die höhere Schule dauerhafter diplomatischer Spannung zwischen der Volksrepublik China und der (demokratischen) Republik China Taiwan ziemlich gut zusammengefasst, in der Financial Times Deutschland:China entsendet keinen Vertreter nach Rom
Dagegen wird China keinen Vertreter zur Beisetzung schicken. Dies teilte am Donnerstag der Sprecher des Außenministeriums, Qin Gang, mit. Grund ist die Tatsache, dass der Vatikan als einzige europäische Regierung Taiwan diplomatisch anerkennt. China lehnt offizielle Kontakte mit Regierungen, die Taiwan anerkennen, ab, da es die Inselrepublik nur als abtrünniges Gebiet und als Teil Chinas betrachtet. Qin brachte auch das starke Missfallen der chinesischen Regierung darüber zum Ausdruck, dass Italien dem taiwanischen Staatspräsidenten Chen Shui-bian ein Visa für die Einreise gewährte. China hatte die Beziehungen zum Vatikan 1951 abgebrochen. Auch die chinesische Staatskirche schickt keinen Vertreter zur Beisetzung des Papstes.
In Taiwan gilt der eintägige Besuch Chen Shui-bians in Rom dagegen als „diplomatischer Durchbruch“, weil es die Anerkennung durch den Vatikanstaat zementiert und zugleich die diplomatische Nichtanerkennung durch Italien aufweicht. Zumal im noch Januar eine Delegation der Dominikaner vom Papst empfangen wurde. Hier steht die Verbindung zum diplomatisch eiskalten Krieg in Asien: China entsendete keine Trauergäste nach Europa, um die künftigen Handelspartner nicht zu brüskieren und die diplomatische Klemme nicht übermäßig zu strapazieren. Wikinews berichtet so:
Rund eine Million Menschen hatten gestern gegen das am 14. März vom Parlament in Peking verabschiedete Anti-Abspaltungsgesetz protestiert. Das Gesetz droht Taiwan, das von der Volksrepublik China seit jeher als abtrünnige Provinz betrachtet wird, für den Fall weiterer sezessionistischer Bestrebungen mit dem Einsatz „nicht-friedlicher Mittel“. – „Der Unabhängigkeits-Lauf Taiwans ist eine leere Zurschaustellung seiner Stärke“, lautete die Überschrift der Pekinger „Morgenpost“ am Sonntag. Die Zeitungen druckten allerdings keine Bilder der Demonstration; Berichte von CNN und BBC waren Beobachtern zufolge zensiert.
Alle drei, die FTD, Wikinews und die Süddeutsche unterschlagen dabei, dass es in Taipei gleich zwei hunderttausende Teilnehmer schwere Demonstrationen gab, zuerst eine der Regierungsopposition (in blau), und am Wochenende danach eine von der Regierungspartei (in grün dekoriert). Übersehen wird auch: Italien unterstützt die Aufhebung des durch die EU verhängten Waffenembargos nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens (und hat ohnehin auch nach 1989 Radargeräte an China geliefert). Das heikle dabei: der Vatikan ist der einzige Staat in Europa, mit dem Taiwan offizielle diplomatische Beziehungen pflegen kann.
Wer bittere Witze über Taiwans bedrohte Existenz macht und dazu steht stellt sich damit auf eine der beiden Seiten der geplanten Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China. Wenn man den volkschinesischen Standpunkt (Gesetzestext übersetzt als „Gesetz zum Schutz der Interessen der taiwanesischen Landsleute“ als pdf) ernst nimmt, verbindet sich das implizit mit einer Aufhebung des Waffenembargos und dem vornehm als „Destabilisierung der Region“ verharmlosten Krieg, der durch das volkschinesische Anti-Abspaltungsgesetz legal wird. Zum Treppenwitz stehen und die mögliche Aufhebung nicht nach deutsch-französisch-italienischer Linie gutheißen verlangt zumindest etwas Differenzierung. In einem Artikel für die soma (pdf) hab ich das letztes Jahr ein wenig klarer gemacht. Die gängige europäische Rhetorik hält das deutlich zu kurz. -
: netzpolitik.org bei „Freedom blog awards“ von „Reporter ohne Grenzen“ nominiert
: netzpolitik.org bei „Freedom blog awards“ von „Reporter ohne Grenzen“ nominiert
netzpolitik.org ist bei den „Freedom blog awards“ von „Reporter ohne Grenzen“ in der Kategorie „Best international Blog“ nominiert. Die Gewinn-Chancen sind zwar als einziges (weitgehend) deutschsprachiges Blog sehr gering, aber wer trotzdem abstimmen möchte, kann dies hier tun. Vote for freedom of expression blog award-winners!
Reporters Without Borders is calling on Internet-users to vote online for award-winners from among 60 blogs defending freedom of expression. There are six categories: Africa and the Middle East, the Americas, Asia, Europe, Iran and International.
Reporters Without Borders has made a first selection of blogs, according to their interest and some basic criteria. There are blogs in English, French, Russian, Arabic, Farsi, Spanish and German.
Die Deutsche Welle ist Medienpartner des Wettbewerbes und hat jetzt auch einen eigenen Artikel dazu veröffentlicht:
Die internationale Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ ruft Internetnutzer in aller Welt zur Wahl der besten Weblogs auf. Weblogs sind eine Form von Tagebüchern im Netz, in denen User Themen ihrer Wahl kommentieren. Der Weblog-Preis der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ soll Blogs auszeichnen, die sich besonders für die freie Meinungsäußerung einsetzen. 60 Weblogs in sechs Regional-Kategorien (Afrika und Naher Osten, Amerikanischer Kontinent, Asien, Europa, Iran und International) stehen bis zum 1. Juni zur Auswahl.
Anscheinend ist netzpolitik.org auch das einzige nominierte deutschsprachige Weblog.
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: Britannica takeover of Wikimedia
: Britannica takeover of Wikimedia Auch Wikipedia hat gemeinschaftlich einen April-Scherz getextet: Britannica takeover of Wikimedia. Der Text ist das Ergebniss eines kollektiven Prozesses und hat es nun auch schon auf Slashdot geschafft.
Die Botschaft ist, dass die Enzyklopädie Britannica für ca. 667 Millionen Dollar die ganze Wikimedia-Stiftung inkl. Inventar und Personen gekauft und quasi „übernommen“ hat.
Update: auch die chinesische Wikipedia berichtet über den Fall, allerdings hat hier die volkschinesische Regierung den chinesischprachigen Teil der Enzyklopädie gekauft, und das taiwanesische Erziehungsministerium gleich dazu.