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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
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: GPL für Anfänger und Fortgeschrittene erklärt
: GPL für Anfänger und Fortgeschrittene erklärt Das Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software (ifrOSS) hat im O’Reilly Verlag einen Kommentar zur GPL in Form eines 182 Seiten umfassenden Buches veröffentlicht: „Die GPL kommentiert und erklärt“.
Das Buch erläutert die Bestimmungen der GPL in der Form eines juristischen Kommentars, d.h., die Vertragsbestimmungen der GPL werden jeweils im Einzelnen erläutert. Vorangestellt ist ein FAQ, in dem die wichtigsten Fragen beantwortet werden. Im Anhang findet sich ein Kapitel zum anwendbaren Recht. Autoren sind die ifrOSS-Mitglieder Till Jaeger, Olaf Koglin, Till Kreutzer, Axel Metzger und Carsten Schulz. Das Buch richtet sich in erster Linie an Nicht-Juristen, enthält aber auch für Juristen einige hier erstmals untersuchte Aspekte.
Das Buch kostet 22 €. (ISBN 3–89721–389–3)
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: Protestaktionen gegen Klagewellen
: Protestaktionen gegen Klagewellen Janko Röttgers schreibt bei MotorFM über die Klagewellen der Musikindustrie und Proteste dagegen. Seine Empfehlung sind Protestaktionen gegen einzelne Konzerne der Musikindustrie anstatt die Musikbranche als Ganzes zu dämonisieren. Immerhin zählen zu dieser auch eine Vielzahl an Künstlern und Labels, die mit den Klagewellen nicht einverstanden sind.
Lektion Nummer zwei: Erfolgreiche Boykott-Aktionen drehen sich nicht ums Geld. Jedenfalls nicht um die paar Kröten, die eine Hand voll kritische Verbraucher in der Tasche haben. Was zählt, ist auch hier das Signal. Die Schlagzeile. Das beschmutzte Image. Das wachsende Misstrauen der Shareholder. Wer will schon gerne in eine Firma investieren, die so verzweifelt ist, dass sie Universitäten drangsaliert, Rentner ruiniert und kleine Kinder frisst?
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: DVD-Jon im Interview
: DVD-Jon im Interview Jon Lech Johansen, der der Legende nach als 15-jähriger nach der Schule den DVD-Kopierschutz geknackt hat und danach jahrelang von der Filmindustrie in Norwegen vergeblich verklagt wurde, ist von Slyck.com zu DRM, De-CSS, iTunes-Hack, etc. interviewed worden.
Update:
Jörg-Olaf Schäfers schreibt in seinem Weblog yamb über „Die Legende von “DVD Jon” (re-reloaded)“
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: 3. Internationale Linux Audio-Konferenz in Karlsruhe
: 3. Internationale Linux Audio-Konferenz in Karlsruhe Die „3. Internationale Linux Audio-Konferenz“ (LAC) findet vom 21. bis 24. April am ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe statt. In 24 Einzelbeiträgen wird über aktuelle Trends und neue Projekte aus dem Audio- und MIDI-Bereich informiert. Dabei werden sowohl entwicklungs- als auch anwendungsorientierte Fragestellungen diskutiert. Die Linux-Audio-Distribution AGNULA, im vergangenen Jahr Schwerpunkt auf dem LinuxTag, wird auch auf der LAC ein wichtiges Thema sein. Angekündigt, wenn auch unter Vorbehalt, ist zudem die erste stabile Version von „Ardour“, der Harddisk Recording-Applikation von Paul Davis, die sich seit über 4 Jahren in der Entwicklung befindet.
Neben dem kostenlosen Vortragsprogramm lockt die Veranstaltung mit abendlichen Programmhighlights, die zugleich zeigen wie existierende Anwendungen und Werkzeuge für Komposition und Aufführungen verwendet werden. Verschiedene Konzerte, die „Linux Sound Night“ und die „Linux Jam Night“ laden die Besucher zum zuhören, entspannen und mitmachen ein.
Dem Bereich Multimedia widmet auch der LinuxTag 2005 vom 22. – 25. Juni in Karlsruhe besondere Aufmerksamkeit und richtet eine ganze Vortragsreihe zum Thema „Video“ aus. Projektentwickler der verschiedener Videoplayer und ‑anwendungen werden dabei über technischen Möglichkeiten und zukünftige Trends informieren. Parallel zur Veranstaltung erscheint der Sammelband „Video“, ein Gemeinschaftsprojekt vom LinuxTag e.V. und der Open Source Press.
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: Musikmarkt verkündet neues Urheberrecht
: Musikmarkt verkündet neues Urheberrecht
Es gibt Nachrichten, wo ich mich morgens frage, ob ich schon ausreichend Kaffee getrunken habe. Eine davon ist mir heute wieder bei Musikmarkt.de über den Weg gelaufen: „Neue Änderungen im Urheberrecht treten in Kraft“. Dort wird das neue Urheberrecht verkündet, welches am 9. April in Kraft treten soll. Ist natürlich kompletter Blödsinn, weil der Kabinettsentwurf zum „Zweiten Korb“ noch auf sich warten lässt – übrigens schon seit bald zwei Monaten. Und nach zweimaligem Lesen kommt dann die Erkenntnis: Johannes Rau ist gar nicht mehr der Bundespräsident, der die Gesetze unterschreibt! Genau, und die Änderungen im Urheberrecht klingen genauso wie im „Ersten Korb“ inkl. den „offensichtlich illegalen Quellen“ in Bezug auf Tauschbörsennutzung.Aber wieso der Musikmarkt, nach eigenen Angaben das ”führende Fachmagazin für die Musikbranche” heute so einen Blödsinn online stellt, ist mir etwas unklar. Verspäteter Aprilscherz? Neues Content-Management-System? Neuer Praktikant?
Update:
Die Seite ist nun nicht mehr auffindbar.
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: England fördert Freie Software
: England fördert Freie Software Heute hat das Kabinett von Tony Blair ein Massnahmenpaket zur Überwindung der digitalen Spaltung beschlossen. Ziel ist, das erste Land in der Welt zu werden, dem diese Aufgabe gelingt. Klingt sehr nach Wahlkampf und ähnliche Verlautbarungen hören wir auch regelmässig in Deutschland. Wenngleich auch nicht in dieser Zuversicht.
Viel interessanter ist allerdings die „Open Source Academy“, die nun von der englischen Regierung massiv gefördert werden soll. Die Open Source Academy ist ein Programm zur Förderung von Freier Software in England, insbesondere in der Öffentlichen Verwaltung. Neben den üblichen Migrations-Studien zu Linux auf dem Desktop gibt es weitere sehr interessante Teilprojekte, die in Teilen dem Open Source Kompetenzzentrum des Bundesinnenministerium ähneln. Es sollen Best-Practive Beispiele, Trainingsmaterialien, Leitlinien und Services wie eine Anbieterdatenbank geschaffen werden.
Ein neuer Weg wird bei der Schaffung eines „national open development environment“ (NODE) gegangen. eGovernment-Anwendungen für die Öffentliche Verwaltung sollen in den Bereichen als Open Source Software finanziert werden, die von proprietärer Software nur unzureichend abgedeckt werden. Eine solche Initaitive gibt es auch in Deutschland von der Stadt Mühlheim an der Ruhr. Andere Verwaltungen werden eingeladen, gemeinsam eGovernment-Anwendungen als Freie Software zu entwickeln. Ziel der Mühlheimer Initiative ist es, durch einen Netzwerk-Effekt nachhaltige IT-Infrastrukturen zu schaffen und Kosten zu reduzieren.
Das Programm soll zugleich als Vorbereitung für die kommende englische EU-Präsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres dienen, um das Thema „Linux in die Öffentlichen Verwaltungen“ europaweit voran zu bringen. Das klingt spannend und zugleich unerwartet. Ich bin gespannt, ob die Ankündigung auch in reale europäische Politik umgesetzt wird.
Nach Brasilien, China, Süd-Korea, etc. nun auch noch England? Deutschland wird reihenweise bei der Förderung Freier Software überholt. Eigentlich schade, da wir bei diesem Thema vor wenigen Jahren noch globaler Trendsetter und Vorreiter waren.
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: Die Monopolisierung von Farben
: Die Monopolisierung von Farben David Bollier thematisiert in seinem Blog „On the Commons“ die Tendenz in Deutschland, Farben durch das Markenrecht zu monopolisieren. Er bezieht sich dabei auf einen Artikel bei Markenbusiness.com, der von 20 Farben berichtet, die sich mittlerweile in Deutschland im privaten Besitz befinden. Darunter die bekannten Beispiele „Magenta“ und „Lila“. Als Gegen-Beispiel wird die Farbe „Gelb“ genannt, welche von vielen Marken genutzt wird: Post, Gelbe Seiten, GoYellow… Wettbewerb ist mit „Gelb“ noch möglich und anscheinend schadet es ja nicht.
David Bollier macht sich um diese Tendenz zu Recht Sorgen und sieht schon den blauen Himmel im Besitz von IBM:
So here are my predictions for the brave new global market for colors. Unfair competition complaints will be filed at the World Trade Organization after a Bulgarian insurance company dares to use the color putty, owned by UPS. Economists will issue sophisticated studies showing that the sky is actually diluting the value of IBM’s trademark (“Big Blue”). Eberhard erasers and the Flamingo Hotel will litigate to control pink. And the American Color cartel – „We Decorate Your Life“ – will corner the market on tropical coral, azure blue and deep pink, and license them to Jamaica to use on its tourist souvenirs. The wealth-creating potential of the market is truly amazing.
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: Softwarepatente im Europaparlament
: Softwarepatente im Europaparlament ZDNet UK berichtet über einen Sprecher des EU-Parlaments, der heute Neuigkeiten zu den Softwarepatenten verkündigt hat. Das Parlament hat anscheinend keine „gravierenden“ prozeduralen Fehler beim umstrittenen Vorgehen des EU Ministerrates erkannt.
Damit startet der Prozess der „Zweiten Lesung“ im EU-Parlament. Das Parlament kann nun entscheiden, ob der Direktiven-Text vom EU-Rat angenommen oder abgewiesen wird. Formal wird der EU-Rat im April in einer Sitzung seine Position endgültig annehmen. Danach folgt der Gang in den JURI-Ausschuss im EU-Parlament. Bis zum 1. Mai können Änderungsanträge gestellt werden. Diese sollen am 24. Mai in JURI diskutiert werden. Dort wird am 6. Juni abgestimmt und dann folgt die Empfehlung ins Parlament. Dieses soll in einer Plenarsitzung im Juli in Strassburg darüber entscheiden. 366 Abgeordnete ist die Mehrheit für Änderungen wie bei der ersten Lesung im Herbst 2003.
Update: Jetzt gibts auch den passenden Heise-Artikel dazu:
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: Microsoft Training für 300.000 Lehrer
: Microsoft Training für 300.000 Lehrer Intel macht PR für sein Lehrer-Training:
In Deutschland haben sich bereits 300.000 Lehrer an einem Fortbildungsprogramm zum Umgang mit Computer und Internet beteiligt. Die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Brandenburgs Ressortchefin Johanna Wanka (CDU), lobte das Projekt am Mittwoch in Berlin als Musterbeispiel für die Zusammenarbeit zwischen Staat und Industrie.
Eigentlich ist es ja erfreulich und notwendig, dass auch Lehrer Anschluss finden an das Internetzeitalter. Allerdings scheinen die Trainingkurse reine Microsoft-Werbeveranstaltungen zu sein. Webseiten erstellen lernen die Lehrer mit MS Frontpage (Macht das nicht eher die Lehrer lächerlich?), Präsentationen mit Powerpoint, Layouten mit Publisher, usw.
Ich finde, dass dies der falsche Weg ist. Schüler sollten Alternativen zum Monopol kennenlernen und gerade Freie Software bietet viele Chancen, Kosten im Bildungsbereich zu sparen und nachhaltige PC-Infrastrukturen in den Schulen zu schaffen. Wieso also nicht Bilder mit Gimp bearbeiten (Das gibts auch für Windows und es kostet noch nicht einmal was) und für Webseiten rudimentäres HTML vermitteln und nicht das Krüppel-HTML, was Frontpage ausspuckt. Und was ist mit OpenOffice?
Diese Programme können die Schüler dann auch problemlos in ihrer Freizeit nutzen, ohne sofort für die gebrannten Microsoft-Programme als Raubkopierer bezeichnet zu werden. Und die Schüler würden was für die Zukunft lernen. Denn es kommt nicht drauf an, zu wissen, welche Tastenkombination bei MS Word das drucken auslöst, sondern wie man eine Textverarbeitung bedient.
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: Bundeszentrale für politische Bildung setzt Linux ein
: Bundeszentrale für politische Bildung setzt Linux ein Die Bundeszentrale für politische Bildung setzt seit vergangenem Wochenende auf ihren Servern Linux ein. Herzlichen Glückwunsch.
Für die Zukunft wünsche ich mir noch von der BpB, dass sie ihren Content in Form von Büchern, Publikationen und Online-Medien unter Creative Commons Lizenzen stellen. Kopieren ausdrücklich erlaubt…
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: Open Source Social Bookmarking Service
: Open Source Social Bookmarking Service Gestern noch habe ich mit einem Freund darüber geredet, dass es mal an der Zeit sei, den Social Bookmarking-Service del.icio.us als Freie Software zu programmieren, um solch ein Tool beispielsweise auch produktiv in Unternehmen als Wissensmanagement-Lösung einsetzen zu können. Und einen Tag später finde ich auf Slashdot die Meldung, dass sich jemand die Mühe gemacht hat: de.lirio.us. Lustigerweise hat er wohl genau die Woche benötigt, die wir gestern für den Aufwand geschätzt haben.
Gleichzeitig ist heute Nacht die Meldung erschienen, dass der del.icio.us – Macher endlich eine Vollzeit-Finanzierung bekommen hat, um sich um die Weiterentwicklung zu kümmern.
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: Special zum Grokster-Fall (Teil 2)
: Special zum Grokster-Fall (Teil 2) Hier ist Teil 2 des Grokster-Specials:
Golem: US-Supreme-Court verhandelt über File-Sharing
The Inquirer: Intel backs Grokster in Supreme Court spat
Telepolis: Copyright, Peer-2-Peer und Innovation
TecChannel: Musikindustrie mit Klage gegen Tauschbörsen in letzter Instanz
Intern.de: Anhörung vor dem Supreme Court
Wired: File Sharing Has Supreme Moment
Heise: Tauschbörsenklage: Oberste US-Richter sorgen sich um die Innovation
iRights.info: MGM vs. Grokster: Engagierte Debatte vor dem Obersten US-Gericht
Yahoo: Streit um Internet-Tauschbörsen erreicht Obersten US-Gerichtshof
Zeit: Hollywood vs. Internet
The Economist: Grokster and StreamCast face the music
The rush into legal downloading is bound to cannibalise sales of CDs and DVDs, hitting profits. And perhaps the decline in global sales is indicative of a far greater problem for the music industry—that consumers simply think many of its products are not worth paying for.
Salon.com: Music rules
If the entertainment studios had their way, every time a format changed, you’d have to buy all your records all over again. In their ideal world, we would hold restricted licenses to our content, not ownership. Digital rights management would cripple our all-powerful computers, creating backups would be impossible, and the basic human impulse to share the wealth of information that helps define who we are would be beset with obstacles. This is not paranoia. At every step of the way, intellectual-property-right holders have resisted technological innovations that give ordinary people more scope to enjoy and consume music, television, movies or any other content.
That’s why MGM vs. Grokster is so important. The deeper we get into the digital age, the more we will be defined not by our relationships with physical objects but with the data that we have accumulated in our journeys through life. If we lose the right to own that data and do what we want with it, if the power of the computer, and the Net, is taken from us, we’re at risk of losing a lot more than a few files – we stand at risk of losing the evidence that tells us who we are.
Wired: Camping Out for the Grokster Case
WASHINGTON – Forget Star Wars premieres. A seat at the MGM Studios v. Grokster Supreme Court hearing Tuesday morning was the hottest ticket in town.
Gray skies, with intermittent rain and cold, didn’t deter a group of staunch file-sharing supporters – as well as a number of hired line-standers – from queuing up starting at around 2:30 p.m. Monday to secure a seat in court for the landmark copyright case.

Bei Flickr gibts noch mehr Fotos.
Radioberichterstattung:
NPR: Xeni Jardin – The Changing View of Downloading Music
NPR: Silicon Valley, Hollywood Square off in File-Sharing Case
Die Electronic Frontier Foundation und Public Knowledge haben jeweils auf ihren Webseiten viele Hintergrundinformationen zum Grokster-Fall.
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: Erstes Todesopfer der Filesharing-Klagewelle
: Erstes Todesopfer der Filesharing-Klagewelle Das erste Opfer der Filesharing-Klagewelle ist in den USA verstorben:
Am Morgen des 28. Februar wurde Russell Sprague leblos in seiner Zelle aufgefunden. Er starb an einem Herzinfarkt. Sprague, 52, sass wegen Urheberrechtsverletzungen in Los Angeles. Ihm wurde vorgeworfen, 134 Oscar-nominierte Filme übers Internet verbreitet zu haben. Dafür drohten ihm bis zu drei Jahre Haft. Sprague starb nur wenige Tage vor der Verhandlung seines Strafmasses.
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: Polls zu Filesharing
: Polls zu Filesharing Folgende Umfragen (Polls) bei grösseren Seiten zum Thema Filesharing/MixBurnRip sind mir heute aufgefallen:
Die Zeit fragt auf ihrer Startseite:
Urheberrecht – Der Oberste Gerichtshof in Washington befasst sich heute mit dem Urheberrecht im Internet. Ist Ihrer Meinung nach das Herunterladen von Musik oder Filmen rechtens?
Ja, ein freier Datentausch muss möglich sein
Ja, solange man es nicht übertreibt
Nein, das ist DiebstahlUnd der Spiegel fragt in seinem Artikel „Showdown vor Gericht: Ist P2P-Software illegal?“
Rippen Sie noch?
Hand aufs Herz und völlig anonym: Wie sieht es bei Ihnen aus mit den umstrittenen digitalen Kopien? Vermehren sich in Ihrem Medienregal noch die „Selbstgebrannten“?Aber ja. Ich besitze „Gebrannte“, und ihre Zahl wächst noch
Ich besitze unautorisierte Kopien, aber Neue kommen immer seltener hinzu
Nein. Ich habe so etwas nicht (oder habe damit aufgehört)Naja, vollkommen anonym ist nur mittels TOR oder JAP möglich. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Spiegel Logfiles an potentiell interessierte Firmen aus der Content-Industrie weiter gibt, liegt bei 0%. Also keine Angst, etwas Datenschutz gibt es ja noch in Deutschland.
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: „Spectrum Wars“ im NationalJournal
: „Spectrum Wars“ im NationalJournal Lang, spannend und sehr informativ: „Spectrum Wars“ im Nationaljournal über die Geschichte der kommerziellen Nutzung des Frequenzspektrums in den USA. Von den Anfängen bis hin zum Bradcast-Flag, HDTV und FCC in der Gegenwart.
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: Special zum Grokster-Fall
: Special zum Grokster-Fall Da viele Medien gerade über den Grokster-Fall berichten, stelle ich hier mal alle Links zusammen, die ich gefunden habe:
Spiegel: Ist P2P-Software illegal?
Auch das laute Jammern und Klagen der Industrie über kollabierende Umsätze war nie ganz ohne Falschheit: Branchenintern gärt die Diskussion seit Jahren, ob es nun wirklich nur die Brenner und Börsen waren, die zur Branchenkrise führten, oder nicht auch eine völlig verfehlte Produkt- und Preispolitik.
Tagesschau: Erbitterte Gegner vor dem höchsten US-Gericht
Zwei erbitterte Gegner treten zum Showdown an: Auf der einen Seite wird das Hollywoodstudio MGM von mehr als zwei Dutzend Firmen der US-Musik- und Filmindustrie unterstützt. Ihnen gegenüber stehen die Betreiber der kostenlosen Internet-Musikbörsen Grokster und StreamCast, die zahlreiche Verbraucherschützer und Internetnutzer hinter sich wissen.
NDR: Musik- gegen Softwarebranche – 29.03.05 [Georg Schwarte, NDR-Hörfunkstudio Washington] (Real-Stream)
Heise: Medienmogul unterstützt Anbieter von Filesharing-Software
Als Erklärung gab der Multimillionär an, dass er das Verfahren auch und gerade als Kampf der großen Content-Inhaber gegen ihn selbst und seine kleinen Content-Unternehmen betrachte. Es ginge den großen Studios darum, ihm als Wettbewerber die Möglichkeit zu nehmen, künftig technische Innovationen zu nutzen.
Wired: Supreme Showdown for P2P’s Future
„All these internet technologies share this common mass-copying capability: e‑mail, web servers, web browsers, basic hard drives,“ said Jason Schultz, an attorney with the Electronic Frontier Foundation, which represents StreamCast Networks. „There’s no principal distinction between (P2P) and other internet technologies in the way it’s designed.
„I think the court will find it very, very difficult – if not impossible – to draw any distinctions between the programs in front of them in this case and other internet communication programs,“ he said.
Handelsblatt: Innovation versus Urheberrecht
Angetreten ist auf der einen Seite die Crème de la Crème der Unterhaltungsindustrie. Angeführt von MGM reicht die Liste der Kläger von Walt Disney über Time Warner bis hin zur Bertelsmann-Tochter BMG. Vertreten wird die illustre Gruppe von Kenneth Starr, jenem Staatsanwalt, der Präsident Bill Clinton aus dem Weißen Haus jagen wollte. Der Vorwurf von Hollywood & Co. lautet, Grokster und Streamcast würden „eine der größten Plünderungen von Privateigentum in der Geschichte“ ermöglichen.
DiePresse: „Internet-Prozess des Jahrhunderts“
So unterstützt Intel die Anliegen von Grokster & Co, weil der Chipriese und neutrale Experten die „Innovation“ in der High-Tech-Branche gefährdet sehen, sollte die Unterhaltungsindustrie gewinnen. Die großen Musikkonzerne argumentieren wieder, den beiden Firmen müsse das Handwerk gelegt werden, denn es handle sich um Diebstahl von geistigem Eigentum. Die Filmindustrie habe sich noch gegen jede Innovation gestemmt, und jedesmal sei es ein Fehler gewesen, meinen indes die Technologiekonzerne.
Newsforge: How the Grokster case will affect free software
Mad Penguin: Why is this stuff worth fighting for? I personally think that humanity has the opportunity to enter a golden era of creativity, with the price of the tools to rip, mix and burn getting cheaper and cheaper all the time.
Cindy Cohn (EFF): I think that there is a chance that we could enter into a new golden era if we’re able to win a lot of these battles. I think that the fundamental change will be that we’ve lived in a world for the past 50 years where we are passive consumers recipients of art created by a few anointed creators of art. And the rest of us are support to just nod and say, “That’s great.”
We have seen some tremendous art in the past fifty years, but I think that technology has the promise release art for all the rest of us. Some of us are going to be great artists. Some of us are going to be lousy artists. But inevitably out of this big cacophony of people all beginning to interact more with their media, and create mash ups, and so forth, are going to come things that are just astounding and tremendously different than anything that a traditional artist community would come up with. The sheer numbers of it is going to mean that. And we’ll all be the beneficiaries of that.
You know, if you want to be a recipient of all this cool new art, you can, and I think that a lot of people still will be passive recipients. But I think that tremendously large numbers of us will not only be recipients of art, but creators of art through that dialog back and forth we’ll see some tremendous and amazing things that we can’t predict right now.
Written for Mad Penguin by Christian Einfeldt
TechDirt: The Chilling Effects Of The Entertainment Industry’s Grokster Position
Netzwelt: Mark Cuban finanziert P2P-Verteidigung
Netzeitung: Tauschbörsen vor dem Obersten Gerichtshof
Unterstützt werden Grokster und Morpheus von Intel und dem mächtigen Industrieverband Consumer Electronics Association. Sie fürchten, ein Sieg der Unterhaltungsindustrie werde künftig Innovationen verhindern. Sie argumentieren, für Entwicklungen wie etwa Apples «iPod» fehle es künftig an Rechtssicherheit, sollten Internet-Tauschbörsen verboten werden.
Heise: „Musikindustrie vs. Tauschbörsen“ geht in die letzte Instanz
ZDNet: Musikindustrie mit Klage gegen Tauschbörsen jetzt in letzter Instanz
Ein Urteil wird frühestens im Juli erwartet. Die angeklagten Tauschbörsen hatten alle bisherigen Verfahren in den anderen Instanzen gewonnen.
Urheberrecht.org: Letzte Instanz im Rechtsstreit der US-Branchenindustrie gegen Grokster und Streamcast
Die Vorinstanzen hatten bisher zugunsten der Beklagten entschieden und eine Schließung der Netzwerke abgelehnt. Hierbei wandten die Gerichte erstmals das Videorecorder betreffende Betamax-Urteil auf Internet-Tauschsoftware an. Wie bei Videorecordern könne der Hersteller der Software nicht für die Handlungen der Nutzer verantwortlich gemacht werden, da auch die Software für legale und illegale Anwendungen genutzt werden könne. Mangels eines zentralen Servers hätten die Entwickler der Tauschbörsen keinen Überblick darüber, was getauscht werde.
News.com: Supreme Court takes hard look at P2P
Dueling protesters lined the sidewalks outside the court building before the hearing got underway. Black-T-shirt-wearing supporters of file sharing carried signs proclaiming „Save Betamax“ and „RIAA keep your hands off my iPod.“
Facts On: Wie damals beim Videorecorder
Die Gegenseite hat ebenfalls mächtige Fürsprecher. Christen und Kinderschützer, Sportveranstalter, Musikerverbände und selbst die US-Regierung haben bereits Partei für die Kläger ergriffen. Moralisierend beklagen sie Piraterie und Pornografie, Sodom und Gomorrha in den Tauschnetzen. «Sehr beängstigend» seien diese Positionen, so Shapiro. Wie das Verfahren ausgehen wird, vermag angesichts derart harter Geschütze niemand zu prophezeien.
CNN: Entertainment groups predict more films, songs over Web
Critics of the entertainment industries said the fast pace of technology will continue to force companies to confront piracy as programmers find methods to defeat the digital locks protecting songs and films from being copied illegally.
„No matter what happens in this case, they’re going to be competing with free from now on,“ said Fred von Lohmann of the Electronic Frontier Foundation, a San Francisco-based civil liberties group that sided with Grokster. „It’s just the nature of the digital world.“
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Via BoingBoing gibts auch Bilder von der Demo vor dem Supreme Court:

Berichterstattung in Blogs:
* Wendy Seltzer von der EFF
* Machination
* IPac
* CopyFight
* IPcentral: Grokster Day
* Siva Vaidhyanathan* Und auch die Electronic Frontier Foundation hat angefangen, aus Washington zu bloggen.
Bei Slashdot gibt es eine längere Diskussion zu dem Thema.
Alte Artikel von Netzpolitik.org zum Grokster-Fall:
* Emerging Technology Conference, San Diego
* Wissenschaft auf der Seite von Grokster
* Coole, vom Aussterben bedrohte Technologien
* Filesharing-Software in den USA legalUpdate:
Bei Boing Boing gibt es jetzt einen Link zu einer Argumentenanalyse zum Grokster-Fall von einem Jura-Studenten:
At least some of the Justices, Scalia in particular, seemed troubled by how an inventor would know, at the time of inventing, how its invention might be marketed in the future. How, some of the Justices asked MGM, could the inventors of the iPod (or the VCR, or the photocopier, or even the printing press) know whether they could go ahead with developing their invention? It surely would not be difficult for them to imagine that somebody might hit upon the idea of marketing their device as a tool for infringement.
MGM’s answer to this was pretty unsatisfying. They said that at the time the iPod was invented, it was clear that there were many perfectly lawful uses for it, such as ripping one’s own CD and storing it in the iPod. This was a very interesting point for them to make, not least because I would wager that there are a substantial number of people on MGM’s side of the case who don’t think that example is one bit legal. But they’ve now conceded the contrary in open court, so if they actually win this case they’ll be barred from challenging „ripping“ in the future under the doctrine of judicial estoppel. In any event, though, MGM’s iPod example did exactly what their proposed standard expressly doesn’t do: it evaluated the legality of the invention based on the knowledge available to the inventor at the time, not from a post hoc perspective that asks how the invention is subsequently marketed or what business models later grow up around it.
Auch SCOTUSblog hat einen „Erlebnisbericht“: Court conflicted over file-swapping
Die Washington Post lässt einen Reporter die Verhandlung über Audio kommentieren.
Dazu gibts die ersten Medien-Kommentare in schriftlicher Form:
AP: Supreme Court Hears File-Sharing Case
News.com: Supreme Court takes hard look at P2P
The Register: Supremes leery of P2P ban
Reuters: Top U.S. Court Weighs Internet File-Sharing Case
Edward Felten in „Freedom to Tinker“: A (True) Story for Grokster Eve
EFF vs. RIAA – Diskussion als Real-File:
Fred Von Lohmann, Senior Staff Attorney for the Electronic Frontier Foundation, and Theodore Olson, Former Solicitor General for the Bush Administration (2001–2004) and Representative of the Recording Industry and Motion Pictures Association, discuss the Supreme Court case on sharing music and video files over the internet.
[via Copyfight]
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: Linuxwochen in Österreich
: Linuxwochen in Österreich Am 7. April starten in Salzburg die Linuxwochen 2005. Weitere Stationen sind Linz, Graz, Eisenstadt, Wien und Krems.
In Wien macht die Karawane vom 24.–27. Mai halt. Ich werde in Wien dabei sein und einen Vortrag über „Freie Software in Deutschland“ halten, wo ich insbesondere auf die Förderung von Freier Software durch den Bund eingehe.
Pro-Linux und Futurezone berichten heute über die Linuxwochen.
Und nicht vergessen: Der LinuxTag 2005 findet vom 22.–25. Juni in Karlsruhe statt.
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: Microsoft kauft: Diesmal die Netzeitung
: Microsoft kauft: Diesmal die Netzeitung
One more in der Reihe „Microsoft kauft…“: Diesmal ist mir die Netzeitung aufgefallen. Dort gibt es links unter der Rubrik-Navigation die Sektion „Service / Verlagsbeilagen“. Klickt man auf „Mittelstand“, erwartet man eigentlich redaktionelle Inhalte zu genau diesem Thema. Die verbergen sich auch dahinter, allerdings in Form der Microsoft-Mittelstandsseite, wo direkt drauf verlinkt wird.Vielleicht auch ein Fall für die Verbraucherschutzzentralen, die gerade aktuell die Bildzeitung verklagt haben:
Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb müssen Medien Werbung und redaktionelle Texte deutlich voneinander trennen. Auch der Mediendienstestaatsvertrag fordert diese Trennung. Genau diese Trennlinie wird bei BILD.de überschritten. „Die Werbepraktiken bei dem Portal haben mit professionellem Journalismus nichts mehr zu tun,“ so vzbv-Chefin Edda Müller.
Und hier nochmal ein Auszug aus dem Pressekodex des Deutschen Presserates:
Ziffer 7
Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken.Irgendwie sehe ich bei der Netzeitung die Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken nicht.
Sind Euch vielleicht noch mehr Fälle wie dieser bekannt?
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: Creative Commons Suchmaschine bei Yahoo
: Creative Commons Suchmaschine bei Yahoo Yahoo hat eine Suchmaschine für Content unter den Creative Commons Lizenzen gestartet. Optional können explizit auch Werke gesucht werden, die eine kommerzielle Nutzung erlauben, bzw. die geremixt werden dürfen.
Wann zieht wohl Google nach?
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: Herald Tribune über FSFE
: Herald Tribune über FSFE International Herald Tribune hatte gestern ein Feature über die Free Software Foundation Europe: European software group takes on Microsoft
BERLIN Five years ago, Stefano Maffulli joined a group of European software developers in their late 20s who shared a common vision: to make software free of charge and free of copyright strings so digital innovation could flourish.
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At the time, the newly founded Free Software Foundation Europe was little more than a bunch of wide-eyed idealists, pursuing what Maffulli said was an agenda few consumers in Europe cared about or even understood.Hintergrund ist das Verfahren der EU-Kommission gegen Microsoft.