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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : CCC Datenschleuder #86 ist erschienen
    CCC Datenschleuder #86 ist erschienen

    Gestern ist die neue Datenschleuder #86, „das wissenschaftliche Fachblatt für Datenreisende“ des Chaos Computer Clubs, erschienen.

    Der Inhalt ist mal wieder sehr vielseitig. Die Eröffnungsrede von Peter Glaser vom 21. Chaos Communication Congress Ende letzten Jahres in Berlin ist ebenso vertreten wie Artikel über Biometrie, die Hash-Problematik in der Kryptographie, ein Test von Personal Firewalls, Hackerethik, Geo Information Systems, Seriennummern und Mustererkennung auf Papier und die elektronische Steuerabgabe „Elster“. Von mir ist ein Artikel über den Stand der Softwarepatente-Richtlinie dabei.

    15. April 2005
  • : Was geschah beim WIPO-Meeting?
    Was geschah beim WIPO-Meeting?

    Donna Wentworth gibt auf Copyfight einen Überblick, was diese Woche beim WIPO Developing Meeting in Genf passiert ist:

    Cory Doctorow @ BoingBoing: „A group of over a dozen poor nations (the ‚Friends of Development’) have presented a long, substantive proposal about how to reform IP in poor nations to encourage development. The US and other rich countries have come back with the ridiculous proposal that the way to help developing nations is to assign them ‚buddies’ from the developed world who will lend assistance in writing American-style copyright and patent laws in poor countries where they can barely afford to feed and shelter their citizens.

    The developing nations are aggressively calling bullshit on this.“

    Ren Bucholz @ Deep Links
    (where EFF has been posting rough transcripts of the proceedings: Day 1; Day 2): „We won big this week. First, there is a genuinely substantive policy discussion going on within WIPO about its obligations to be more than an IP-factory and instead explore its capacity as a positive force for the social and economic development of its member states. Not only was the majority of the meeting spent discussing the excellent Friends of Development proposal, but the good guys secured two more meetings to focus on reforming WIPO, defeating those who wanted to limit the process to a single additional meeting. Second, WIPO agreed to open the next two events to the 17 non-accredited non-government organizations (NGOs) that fought hard to attend this first meeting.“

    South-North development monitor, SUNS: „Another highlight was a presentation by India, another major proponent of the Development Agenda. …India said that much more needs to be done in WIPO to meet development challenges. In WIPO’s terminology, ‚development’ means increasing a developing country’s capacity to provide protection to IPR owners. This is quite the opposite of what developing countries understand when they refer to the ‚development dimension.’ It added that the FOD paper corrects this misconception, that the development dimension means technical assistance.

    India said that the real development imperative is ensuring that the interest of IP owners is not secured at the expense of the users of IP, of consumers at large and of public policy in general. The proposal therefore seeks to incorporate into international IP law and practice what developing countries have been demanding since the TRIPS agreement was foisted on them in 1994.“

    William New @ IP Watch: „Private and non-profit sector representatives generally lined up on either side of debate between developed and developing countries undertaken in an inter-sessional intergovernmental meeting (IIM) this week. …A wide range of civil society groups have joined developing countries in pushing for reform of WIPO’s treatment of development issues. …Industry representatives, meanwhile, generally support the notion in the US proposal that no fundamental transformation of WIPO is necessary. …One industry representative called the Friends of Development proposal a ‚distraction,’ and industry groups generally appeared interested in preventing the Friends of Development proposal from gaining too much traction within WIPO.“

    Bridges Weekly Trade News Digest : „[The] majority of developing country members, including the groups of African and Asian countries, expressed support for many of the issues raised in the FoD submissions, and stressed the importance of ensuring that the design and implementation of intellectual property rules take into account different countries’ respective levels of development – that one size should not be made to fit all. “

    15. April 2005
  • : BBC Creative Archiv gelauncht
    BBC Creative Archiv gelauncht

    Heute ist das lange erwartete Creative Archive von der BBC und Partnern gelauncht worden. Die Idee dahinter ist, öffentlich-rechtliche Archive den eigenen Bürgern zu öffnen. Zukünftig sollen viele Eigenproduktionen unter die neue Creative Archive Licence gestellt werden, eine neue Creative Commons Lizenz, die nur in Grossbritanien gilt. Mit dem Projekt soll es möglich werden, dass die britischen Bürger zum ersten Mal freien Zugang zu einem Teil der britischen Kultur haben sollen, sich davon Kopien machen und diese auch verändern und mixen dürfen.

    The Creative Archive is a BBC led initiative to provide access to public service audio and video archives in a way that allows the British public to find, share, watch, listen and re-use the archive as a fuel for their own creative endeavours. In other words, you can rip, mix and share the BBC.

    Die Lizenz erlaubt das nicht-kommerzielle Kopieren und Remixen des Werkes (Non-Commercial). Der Name aller an dem Werk Beteiligten muss genannt werden (Attribution), und alle Änderungen müssen wieder unter dieselbe Lizenz gestellt werden (Share-Alike). Die Werke sollen allerdings nicht für Kampagnen oder Diffamierungen verwendet werden. (No Endorsement). Diese Rechte werden auch nur britischen Staatsbürgern gewährt. Dies soll eine DRM-freie Distributionsinfrastruktur gewährleisten. Vermutlich sperren sie alle IP-Adressräume ausserhalb von Grossbritanien.

    Der jetzige Launch ist erstmal ein Pilot-Projekt, um die Idee des Konzeptes sowie die Akzeptanz zu testen. Während des Piloten soll Feedback eingeholt werden, welche Genres und Formate am meisten gewünscht sind. Gleichzeitig soll getestet werden, inwiefern sich die Bürger und andere Organisationen an dem Projekt beteiligen wollen und wie an neue Lizenz angenommen wird.

    Während des Pilot-Projektes wird die BBC insgesamt 100h TV- und Radioaufnahmen unter der Lizenz releasen.

    Schade, dass eine solche Initiative in Deutschland unmöglich erscheint. Ich würde auch gerne auf öffentlich-rechtliches Material übers Internet zugreifen können. Und wieso sollten Bürger nicht das Recht haben, z.B. die Tagesschau zu remixen oder bedeutende Augenblicke der Geschichte aus Fernseh- oder Radioaufnahmen aus öffentlich-rechtlichem Material zu nicht-kommerziellen Zwecken zusammen zu stellen? Und sie über das Internet mit anderen Bürgern teilen? Aber die politische Debatte zeigt, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten aus dem Internet heraus gehalten werden sollen, um den „Wettbewerb zu sichern“. Hingegen finde ich die Herangehensweise der BBC und die Vision von „Creative Archive“ für sehr gelungen, ihren Bürgern freien Zugang zu ihren Archiven zu verschaffen und ihnen das Recht zu geben, sich Kopien zu machen und diese auch zu verändern. So wird Kreativität gefördert und der Anschluss an das digitale Zeitalter geschafft.

    13. April 2005 4
  • : Open Access auf dem Vormarsch
    Open Access auf dem Vormarsch

    Wired News berichtet über die Open Access Bewegung, deren Ziel es ist wissenschaftliche Informationen im Internet frei zugänglich zu machen. Frei heißt in diesem Fall kostenlos und ohne Lizenzbeschränkungen.

    In der 2001 gegründeten Budapest Open Access Initiative sind die dem Ziel verpflichteten, internationalen Kräfte gebündelt. Von zentraler Bedeutung für die Initiative ist die so genannte Berliner Erklärung vom 23. Oktober 2003. In dieser bekennen sich nationale und internationale Forschungsorganisationen zu den Open Access Standards, d.h. die Ergebnisse ihrer Arbeiten im Internet verfügbar zu machen, samt dem Recht zu freiem Gebrauch, Kopie und Weiterleitung der Informationen.

    Das Directory of Open Access Journal liefert einen (nach Forschungsbereichen sortierten) Überblick, über die derzeit frei verfügbaren Online-Journale.

    12. April 2005
  • : WIPO – Blogging
    WIPO – Blogging

    Gestern hat in Genf die Diskussion um die „Developing Agenda“ bei der World Intellectual Property Organisation begonnen. Das Thema schafft es leider nie in die Mainstream-Medien, trotz des Einflusses auf viele Gesetzgebungen wie Softwarepatente und das Urheberrecht. Viele Aktivisten von zivilgesellschaftlichen Organisationen sind dort und immer mehr bloggen auch.

    Hier stelle ich mal verschiedene Quellen zusammen:

    EFF Deep Links: Blogging WIPO’s Development Agenda Meeting – Day 1

    Mediatrademonitor.org: WIPO’s Meeting on a Development Agenda (April 11 2005)

    IP-Watch:
    Nations Clash On Future Of WIPO Development Agenda

    Ältere Beiträge von netzpolitik.org zum Thema WIPO:

    Balance in der WIPO Developing Agenda?
    Streit um WIPO-Partizipation
    Auf dem Weg zur “World Intellectual Wealth Organisation”

    12. April 2005
  • : Neue Märchen der Musikindustrie
    Neue Märchen der Musikindustrie

    Es war einmal… So klingt zumindest das Märchen von den um die Hälfte reduzierten Downloads in Deutschland, was der IFPI-Verband heute mal wieder kommuniziert. Ist ja schön, wenn sie selbst dran glauben. Ich bezweifle stark, dass sich die Downloads aus Filesharing-Börsen aufgrund der Klagewellen fast halbiert haben, wie Herr Gebhardt in der heutigen Pressemmitteilung behauptet. Grund seien die Klagewellen und die tollen neuen DRM-Angebote. Komisch nur, dass nach aktuellen Zahlen jeder iPod-Besitzer ganze 7 Songs gekauft hat, wo doch bis zu 10000 Stück auf so ein kleines Teil passen. Lustig ist auch, dass Gebhardt nur wenige Monate brauchte, um die Brennerstudie der Filmindustrie zu bewerten, die genau das aussagen soll. Aber da diese aufgrund von Interviews geführt wird, und die Interviewten nicht ganz so ehrlich mit den Angaben sind (Stichwort Klagewellen), dürfte der Grund der starken Abnahme eher dieser sein: Die Leute verschweigen einfach aus Angst, dass sie Filesharing-Börsen nutzen. Wer will schon Gebhardts Fusstruppen mit der Polizei vor der Tür stehen haben für das nicht-kommerzielle Kopieren von Musik.

    Die Rhetorik wird jedes Jahr auf neue wiederholt. Vielleicht glauben die IFPI-Verantwortlichen ja tatsächlich daran, dass sie Erfolg haben. Das Problem wird allerdings nicht gelöst. Und in Filesharing-Börsen ist nichts davon zu merken, dass die Musikindustrie mit ihren Klagewellen riesigen Erfolg hat.

    Und man kann es immer nur wiederholen: Der Download von Songs aus Tauschbörsen ist nicht illegal! Auch wenn die Musikindustrie dies gerne so hätte.

    Update:

    Ich hatte noch einen Fehler drin. Die Brenner-Studie 2004, auf die Herr Gebhardt sich bezieht, ist nicht wenige Monate alt. Sie ist sogar älter als ein Jahr und wurde am 30. März 2004 veröffentlicht. Wenn das nicht mal Rapid Response ist.

    12. April 2005
  • : Süddeutsche: Von Windows zu NetBSD
    Süddeutsche: Von Windows zu NetBSD

    Der Schriftsteller Stephan Maus hält in der Süddeutschen ein Plädoyer für Open Source: Einmal Weltraum und zurück, bitte. Darin beschreibt er seinen Wechsel von Windows hin zu Linux … NetBSD. Sehr ungewöhnlich, aber er hat auch ein sehr altes Notebook gebraucht gekauft. Angenehm geschrieben und lesenswert. Mal ein etwas anderer Bericht über das Umsteigen auf Freie Software.

    11. April 2005 1
  • : FAZ-Feature über Georg Greve
    FAZ-Feature über Georg Greve

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, kurz FAZ, hat heute ein Feature über Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe: Der Software-Kämpfer.

    11. April 2005
  • : Creative Commons Tour in der Schweiz
    Creative Commons Tour in der Schweiz

    In der Schweiz wird das Creative Commons Projekt von OpenLaw koordiniert. OpenLaw geht jetzt vom 21.–28. April auf Tour durch verschiedene Schweizer Städte, um die gerade ins Schweizer Recht übersetzten Lizenzen überall vorzustellen. Im Anschluss gibt es jeweils Parties mit verschiedenen Net-Labels und Künstlern.

    [via Symlink]

    11. April 2005
  • : Richard Stallman kommentiert Bill Gates
    Richard Stallman kommentiert Bill Gates

    ZDNet führte im Januar ein Interview mit Bill Gates über Softwarepatente, wo dieser häufig das Thema wechselte und die Angelegenheit mit diversen anderen Gesetzen vermischte. Das Interview wurde dadurch berühmt, weil Bill Gates alle Andersdenkenden als „Kommunisten“ bezeichnete. Nun antwortet Richard Stallman von der Free Software Foundation auch wieder auf ZDNet und nimmt Stellung zu den Aussagen und Softwarepatenten an sich:

    Doch Kapitalismus bedeutet Monopolismus; zumindest tut dies der Kapitalismus im Gates-Stil. Leute, die meinen, jeder sollte frei programmieren und komplexe Software schreiben dürfen, sind Kommunisten, sagt Mr. Gates. Doch diese Kommunisten haben sogar die Vorstandsetage von Microsoft infiltriert.

    11. April 2005
  • : Ö1-Matrix über EDRi und Softwarepatente
    Ö1-Matrix über EDRi und Softwarepatente

    Für die Österreicher heute Abend: Matrix, 22:30 Radio Ö1

    Mariann Unterluggauer hat Danese Cooper, eine der bekanntesten „Evangelisten“ der Open Source Bewegung, besucht und sich die Bedenken gegen Software-Patente erläutern lassen. Sonja Bettel hat Sjoera Nas und Maurice Wessling von der Organisation „European Digital Rights“ in Amsterdam besucht und sich nach den aktuellen Konfliktfeldern erkundigt.

    Passend dazu gibt es auch bei Futurezone einen Artikel über Danese Cooper und ihre Ansichten zu Softwarepatenten, die ich teile.

    10. April 2005
  • : „Who owns Culture“ – Diskussion in NY
    „Who owns Culture“ – Diskussion in NY

    Lawrence Lessig von Creative Commons und Jeff Tweedy von der Rockband Wilco, die ihre Musik über Filesharing distributieren, wurden von dem Magazin Wired zu einer Diskussion über „Who Owns Culture?“ in die New York Public Library eingeladen. Die Veranstaltung fand am vergangenen Donnerstag statt und die Eintrittskarten waren innerhalb von fünf Minuten übers Internet verkauft, was in Deutschland kaum vorstellbar ist. Die Diskussion stand klar vor dem Hintergrund des Grokster-Falles. Die New York Times schildert den Verlauf des Abends in dem Artikel „Exploring the Right to Share, Mix and Burn“.

    9. April 2005
  • : Innovationspapier der Grünen
    Innovationspapier der Grünen

    Bündnis 90/Die Grünen haben heute auf ihrem kleinen Parteitag ein Innovationspapier beschlossen. In diesem finden sich auch viele interessante Positionen zum Thema Wissensgesellschaft.

    Verbraucherschutz & Privatsphäre:

    „So kommt es beispielsweise bei neuen elektronischen Geschäftsmodellen darauf an, von Anfang an Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer zu etablieren, damit Verbraucherinnen und Verbraucher der damit verbundenen Technik auch das nötige Vertrauen entgegenbringen.“

    Ein ganzes Kapitel ist dem Thema „Öffentliches Wissen – für eine offene Informationsgesellschaft“ gewidmet. Hier wollen sie „durch eine breite Teilhabe der Bevölkerung an öffentlichem Wissen einen volkswirtschaftlichen Mehrwert schaffen, der die Kreativität der Bürgerinnen und Bürger beflügelt und den geistigen Reichtum der Gesellschaft nachhaltig sichert.“

    Eine sehr sympathische Idee finde ich folgendes:

    „Staatlich finanzierte Forschungsergebnisse, öffentliche Dokumente und Daten von Bund, Ländern und Kommunen sowie öffentlich-rechtlich finanzierte Informationsinhalte müssen so frei wie möglich lizenziert werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Nachrichten, Gesetzestexte und öffentliche Studien. Es geht aber genauso um Geodaten, amtliche Statistiken und Forschungsergebnisse der Wissenschaft.“

    Freie Software, Freies Wissen:

    „Wir begrüßen Pläne der Stadt Mülheim an der Ruhr, staatlich finanzierte Software für Behördendienstleistungen als freie Software zu veröffentlichen, um diese auch anderen öffentlichen Trägern als Prototyp zur Verfügung zu stellen. Wir unterstützen neue Modelle und Initiativen zu einer möglichst weiten Verbreitung von Wissen und Schaffung kreativer Leistungen wie Open Access, Freie Software, die Online-Enzyklopädie Wikipedia, Creative Commons oder Open Standards. So tragen etwa München und Schwäbisch Hall durch verstärkten Einsatz von Freier Software und Open-Source-Lösungen zu mehr Wettbewerb auf dem Softwarebeschaffungsmarkt bei und sparen gleichzeitig öffentliche Gelder.“

    Softwarepatente als Innovationshemmnis:

    „Innovationshemmend kann sich in diesem Zusammenhang die Übertragung patentrechtlicher Vorschriften auf Gebiete auswirken, deren Schutzfähigkeit bereits ausreichend gewahrt ist. Zu nennen ist hier in erster Linie eine mögliche Patentierung von Software, die bereits durch das Urheberrecht geschützt wird. Patente auf Software würden sich insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen sehr negativ auswirken.“

    Öffentliche Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft:

    Viele Industrieländer fördern bereits die Schaffung von öffentlichen digitalen Archiven zur Schaffung einer offenen und nachhaltigen Informationsgesellschaft, das kanadische Kulturministerium beispielsweise mit rund 45 Millionen Euro pro Jahr. In eine ähnliche Richtung zielt die Freigabe der BBC-Archive in Großbritannien unter der Creative-Commons-Lizenz. Hier sehen wir in Deutschland noch Nachholbedarf. Die Schaffung einer öffentlich-rechtlichen Mediathek oder der Aufbau von Wissenschaftsservern an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind erste und wichtige Schritte in eine innovative Richtung. Bestandteil der Leistungen öffentlicher Daseinsvorsorge ist auch die Förderung und Absicherung von Bürgermedien…

    Die Positionen finde ich sehr erfreulich und frage mich, wie lange die anderen Parteien noch brauchen werden, um die neuen Potentiale und Chancen für eine sich entwickelnde Wissensgesellschaft zu entdecken. Wahrscheinlich viel zu spät, wie die derzeitigen Diskussionen um den „zweiten Korb“ des Urheberrechtes zeigen.

    9. April 2005 1
  • : Knoppix 3.8.1 zum downloaden
    Knoppix 3.8.1 zum downloaden

    Knoppix 3.8.1 steht jetzt zum Download bereit. Die neue Version ist ein Update der 3.8 Cebit 2005 Edition, die vom Heise-Verlag in einer Auflage von 40000 Stück auf der Cebit verteilt wurde. Das neue Knoppix hat den LInux-Kernel 2.6.11, unterstützt Centrino2-WLAN, dazu kommen KDE 3.3.2, GIMP 2.2.4, OpenOffice 1.1.4 und vieles mehr. Das neue Design stammt von newthinking communications. Selbstverständlich gibt es auch einen Bittorrent-Tracker.

    Knoppix ist der beste Weg, einfach mal Linux unkompliziert auszuprobieren.

    [via Distrowatch]

    9. April 2005 1
  • : Erster „Open Music Content“-Sampler veröffentlicht
    Erster „Open Music Content“-Sampler veröffentlicht

    Eine grossartige Sache war der erste „Open Music Contest“, organisiert vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Philipps-Universität Marburg. Musiker wurden eingeladen, mit ihrer Musik am Wettbewerb teilzunehmen. Einzige Bedingung war: Die Songs müssen unter einer Creative Commons Lizenz stehen. Zu gewinnen gab es einerseits mit dem eigenen Werk auf dem ersten „Open Music Contest“-Sampler vertreten zu sein und vier Bands bekommen die Chance, am 15. April zusammen mit „Die Sterne“ auf einer AStA-Party in Marburg aufzutreten. In der Jury sassen u.a. Andreas Gebhard vom newthinking network, Peter Kappes von mp3.de und Djane m.phase des Berliner Projekts „electric emparty“.

    Heute kam der Sampler bei uns an. Die Erstauflage ist auf 1.000 handnummerierte Exemplare limitiert. Seit Anfang April kann beim AStA gebührenfrei abgeholt werden. Wer nicht gerade in Marburg wohnt, kann sich den Sampler auch per Post zuschicken lassen. Dazu muss ein adressierter und ausreichend frankierter Briefumschlag (mind. 140x150mm, z.B. DIN C5) an diese Adresse geschickt werden:

    AStA Marburg, OMC-Sampler, Erlenring 5, 35037 Marburg

    Der Sampler wird demnächst auch online gestellt. Bis dahin liegen schonmal die Stücke der vier Bands im freien Ogg-Vorbis Format zum download bereit, die am 14.4.2005 zusammen mit „Die Sterne“ spielen werden.

    Nächste Woche wirds noch richtig coole T‑Shirts geben!

    Update:

    Nach dem „geheist werden“ werde ich auch das Cover wieder einbinden. So, jetzt ist das Cover wieder da.

    8. April 2005
  • : Hoary Hedgehog: Ubuntu und Kubuntu 5.04 erschienen
    Hoary Hedgehog: Ubuntu und Kubuntu 5.04 erschienen

    Die auf Debian basierenden Distributionen Ubuntu und Kubuntu sind heute in der Version 5.04 mit dem Codenamen „Hoary Hedgehog“ erschienen. Ubuntu kommt mit GNOME 2.10.1, Kubuntu mit KDE 3.4. Es gibt sowohl Live-CDs als auch Installations-CDs zum downloaden.

    8. April 2005
  • : Urheberrecht vs. Innovation
    Urheberrecht vs. Innovation

    Hal R. Varian, Professor für Wirtschaft und Informationmanagement an der University of California, Berkeley hat ein Essey für die New York Times geschrieben. In diesem nimmt er zum Grokster-Fall Stellung und gibt einen Überblick über technische Innovationen im letzten Jahrhundert und wie Gerichte, Märkte und Verbraucher darauf reagierten: File-Sharing Is the Latest Battleground in the Clash of Technology and Copyright.

    With respect to technology, the Sony decision got it right: encourage technologies that create more total value. Then, let companies fight to find business models that deliver that value to consumers. They can be awfully creative when they are forced to be.

    7. April 2005
  • : Bericht über Creative Commons UK
    Bericht über Creative Commons UK

    Das PolicyDevCenter von O’Reilly hat einen lesenswerten Bericht von Becky Hogge über Creative Commons UK veröffentlicht.

    7. April 2005
  • : UN Policy-Leitfaden zu Freier Software
    UN Policy-Leitfaden zu Freier Software

    Das International Open Source Network (IOSN) ist ein Gemeinschaftsinitiative des UNO-Entwicklungsprojekts (UNDP) und des Asia-Pacific Development Information Programme (APDIP). Das Kompetenzzentrum hat in der Vergangenheit bereits Reader zu verschiedenen Open Source Aspekten entwickelt, unter anderem zum Thema Freie Software und Bildung

    Nun hat das Institut einen „Free/Open Source Software (FOSS) – Government Policies“ – Reader vorgestellt und gibt Regierungen damit einen Leitfaden zur Politikformulierung in die Hand. Schritt für Schritt wird aufgezeigt, warum eine staatliche Open Source Strategie notwendig ist und an welchen Prämissen sich eine entsprechende Politik orientieren sollte. Adressiert ist das Dokument an Staaten, die sich im Politikbildungsprozess befinden und an einer FOSS-Strategie arbeiten.

    Es werden sowohl wirtschaftliche, strategische und soziale Bedeutung Freier Software als auch die branchenübergreifende Themen Softwarepatente, Copyright und Verbraucherrechte behandelt. Fallbeispiele zeigen, welche Schritte andere Staaten bei der Formulierung einer FOSS-Politik ergriffen haben und wie diese schließlich implementiert wurden.

    Der Reader liegt auf dem Server des IOSN zum Download bereit. Kopieren ist ausdrücklich erlaubt, da er unter der Creative Commons Attribution Lizenz 2.0 steht. Konzipiert wurde der Leitfaden als „lebendes“ Dokument, d.h. er wird permanent weiterentwickelt und neue Erkenntnisse sollen fortlaufend eingebaut werden.

    7. April 2005