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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
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: Brasilien verpflichtet Behörden zu Open Source
: Brasilien verpflichtet Behörden zu Open Source Die Brasilianer haben verstanden:
Berichten zufolge arbeitet die brasilianische Regierung an einem Dekret, dass die Verwendung von Open-Source-Software festschreiben soll. Demnach seien die Behörden verpflichtet, quelloffene Systeme zu verwenden, wenn die Beibehaltung proprietärer Systeme nicht nachweislich wirtschaftlicher ist.
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: Radiosendung: Peer-to-Peer File Sharing
: Radiosendung: Peer-to-Peer File Sharing Der US-Radiosender NPR hat in seiner Sendung „Justice Talking“ ein Special zum Thema „Peer-to-Peer File Sharing“ gemacht. Zu Gast im Studio waren Dean Garfield, Vice President and Director, Legal Affairs, Worldwide Anti-Piracy at the Motion Picture Association of America (MPAA) und Kembrew McLeod, ein Journalist, Activist, Künstler und Professor in the department of communication studies at the University of Iowa. Er ist Autor zweier Bücher, “Owning Culture: Authorship, Ownership and Intellectual Property Law” und “Freedom of Expression®: Overzealous Copyright Bozos and Other Enemies of Creativity.” Eine sehr interessante Diskussion:
Although the recording industry claims progress with its controversial legal campaign against file swappers, its optimism may clash with evidence that peer-to-peer file sharing is at an all-time high. How far can the entertainment industry go to safeguard its ownership interests in music, movies and other digital content?
Der Stream ist 55min lang und liegt leider nur im WMA-Format vor.
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: „Open Source Special“ in der BrandEins
: „Open Source Special“ in der BrandEins Heute ist hier die kommende BrandEins Ausgabe (Heft 04 /Mai 2005) angekommen. Und überrascht stelle ich fest, dass insgesamt 12 Seiten über Open Source enthalten sind. Ein längerer Artikel von Marcus Hammerschmidt beschreibt Freie Software, ein weiterer Wikipedia und die Wiki-Revolution. Hab die 12 Seiten eben mal überflogen und zwei Kritikpunkte sind mir aufgefallen. Da wird dem Geschäftsführer von Berlecon Research als Open Source Experte ziemlich viel Platz eingeräumt, der aber kritikwürdige Dinge wie „Open Source ist nichts für den Privatanwender oder für kleine Unternehmen“ schreibt. Das diskreditiert den Herren in meinen Augen als „Experte“ für Open Source. Gerade für kleine Unternehmen bietet Freie Software viele Chancen. Man denke beispielsweise an OpenOffice, welches sehr produktiv einsetzbar ist. Und im Gegensatz zu MS Office muss man keine Lizenzkosten zahlen. Auch bietet Linux mehr Sicherheit vor Viren, Trojanern und sonstigen Schädlingen. Und ist Firefox nicht auch Open Source? Bei uns im Unternehmen setzen wir nur Freie Software ein und ich kenne viele andere kleinere Unternehmen, die das auch machen und sehr zufrieden sind. Im Endeffekt muss jedes Unternehmen schauen, ob es etwas Mehraufwand für die Administration von Freier Software in Kauf nehmen möchte, dafür aber ein Vielfaches an Stabilität, Nachhaltigkeit und Sicherheit bekommt. Viele Dienstleister bieten Support an. Auf dem kommenden Linuxtag 2005 in Karlsruhe kann man sich ausführlich über die Chancen von Linux für kleine – und mittelständische Unternehmen sowie für Privatanwender informieren.
Vollkommen missglückt ist leider der Untertitel: „Die Idee der lizenzlosen Software ist Kapitalismus pur“. Ich mag die Artikel von Marcus Hammerschmidt, die dieser für Telepolis schreibt. Der Untertitel in der BrandEins ist aber kompletter Blödsinn, wenn man sich den juristischen Unterbau von Freier Software anschaut: Lizenzen…! Erfreulich ist an dem Artikel , dass er einen Zusammenhang zwischen Freiheit, Markt und Wettbewerb herstellt und mit dem Vorurteil aufräumt, dass Freie Software kommunistisch sei.
Die Message ist vollkommen richtig: Freie Software ist gut für Wettbewerb und einen Freien Markt.
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: Wissensspiel: Urheberrecht für Anfänger
: Wissensspiel: Urheberrecht für Anfänger Das Bundesjustizministerium macht ja seit einem halben Jahr die Kampagne „Kopien brauchen Originale“, um für das Urheberrecht zu werben. Die technischen Probleme hat man immer noch nicht im Griff, wenn man sich die URLs ansieht, die nicht besonders lesbar sind. Und immer noch muss ich darüber schmunzeln, dass das Netzwerk Neue Medien nicht bei den Akteuren der Urheberrechtsdebatte aufgelistet ist, sondern unter Fachjournalismus. Natürlich kann man unsere Pressemitteilungen zur Urheberrechtsdebatte als Fachjournalismus ansehen. Muss man aber nicht.
Aber da mich gerade die Frage per Jabber, wo man denn Argumente pro Urheberrecht für ein Uni-Planspiel finden kann, besuchte ich mal wieder die Webseite und wollte zum ersten Mal das Wissensspiel zum Urheberrecht mitmachen. Die erste Frage klappte noch prima: „Edeltraut hat sich bei Kazaa „Like a Virgin“ von Madonna heruntergeladen. Legal?“. Klar ist das legal. Aber auch nicht besonders schlau. Dafür gibts bessere Tauschbörsen.
Die zweite Frage amüsierte uns dann doch sehr:

Da keine Lösungen vorgegeben wurden, haben wir uns mal schnell was ausgedacht:
„Was ist mit Digital Rights Management gemeint?“
1) Digitale Rechteminimierung?
2) Entmündigung der Verbraucher und Kreativen?
3) Digitaler Stacheldraht im Netz?
Nummer 2 ist übrigens die richtige Lösung. Sagt das Spiel.
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: Heute-Journal subversiv?
: Heute-Journal subversiv? Kam gerade per Jabber rein:
Im Heute Journal hat der Moderator einen Beitrag von seiner Vorsendung unverändert übernommen. Zum Tage des Geistigen Eigentum. Kopieren ist die schönste Form der Würdigung, meinte er dann noch.
Wieso gibts das Heute Journal eigentlich nicht im Netz zu streamen?
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: LinuxTag 2005 – Business- und Behördenkongress
: LinuxTag 2005 – Business- und Behördenkongress Der LinuxTag 2005 nimmt immer mehr Konturen an. Jetzt steht auch das Programm des Business- und Behördenkongress:
Die verschiedenen Vortragsveranstaltungen auf dem LinuxTag 2005 beginnen am Mittwoch, dem 22. Juni mit dem traditionellen Business- und Behördenkongress. Die Eröffnung erfolgt durch Ute Vogt, Staatssekretärin des Bundesministeriums des Inneren (BMI). Die eintägige Fachveranstaltung richtet sich explizit an IT-Entscheider aus Wirtschaft und Verwaltung. Sie liefert in verständlicher Sprache einen umfassenden Überblick über neue Technologien und Entscheidungshilfen für Investitionen in die IT-Infrastruktur. Experten informieren über das ganze Einsatzspektrum von Freier Software in Unternehmen und Behörden.
Mehrere Panels decken ein breites Themenspektrum ab: Im Infrastruktur-Track werden konkrete Fragen der IT-Verantwortlichen zu Anwendungen und Migrationskonzepten beantwortet. Das Visionarium stellt die “Fragen von Morgen” in den Mittelpunkt und skizziert Lösungen mit Freier Software. Die Rechtssicherheit Freier Software wird von Experten in einem Schwerpunkt betrachtet.
Ergänzt wird das Businessprogramm um einen ganztägigen Workshop der EU-Kommission zum Themen “Datenaustausch zwischen Behörden” am 23. Juni. Auch für diese Veranstaltung wird um vorherige Anmeldung gebeten. Weitere Informationen hierzu werden in Kürze bekannt gegeben.
Der LinuxTag 2005 findet vom 22. bis 25. Juni im Messe- und Kongresszentrum Karlsruhe statt. Informationen zum Konferenzprogramm und zur LinuxTag-Fachmesse sind auf der Webseite vom LinuxTag 2005 zu finden.
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: Hurra zum Tag des Geistigen Eigentums!
: Hurra zum Tag des Geistigen Eigentums! Nach dem „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ gibt es wieder einen Grund zu feiern: Heute ist der Tag des Geistigen Eigentums! (TdGE) Schon gestern meldete sich Dr. Günter Krings von der CDU/CSU-Fraktion mal wieder zu Wort und erzählte nur dasselbe wie in seiner Pressemitteilung von vergangener Woche: Weg mit dem störenden Datenschutz durch ein Auskunftsrecht für Rechteinhaber, damit diese effektiver und schneller Bürger verklagen können, die zu privaten Zwecken Kulturgüter im Internet tauschen. Und weg mit der Bagatellgrenze, damit auch jeder schnell verklagt werden kann, der mal den „neuesten Robbie Williams Song“ herunterlädt. Diese Woche findet er aber ausnahmsweise nicht die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Kampagne toll, sondern die WIPO. Diese hat den „TdGE“ ausgerufen, um „den Wert des geistigen Eigentums der Öffentlichkeit stärker bewusst zu machen“. Der Phonoverband feiert gleich öfters im Jahr den „TdGE“ mit denselben hehren Zielen: Immer dann, wenn neue Klagewellen kommuniziert werden. Das passt ja passend, da dessen internationaler Dachverband bei der WIPO als Nicht-Regierungsorganisation registriert ist und die halt nur einen Tag im Jahr haben. Die Verbände der Filmindustrie feiern immer den „TdGE“. Immer, wenn man im Kino für einen Film bezahlt hat und immer öfters auch im Werbefernsehen. Und hier schliesst sich wieder der Kreis, weil Herr Krings immer genau das fordert, was die Verbände und Firmen der Unterhaltungsindustrie wünschen.
Passend zum „TdGE“, biegt dann die SPD mit einer vollkommen unerwarteten Botschaft in Form eines Online-Banners um die Ecke: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen. Artikel 14, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“. Ein medialer Ausdruck der Frühlingsgefühle von Müntefering und Schröder, die derzeit wieder massiv versuchen sich zu ihren Idealen bekennen, um ihre Kernwählerschaft für NRW mobilisiert zu bekommen?
Ja, wie wärs denn mal wieder mit mehr Balance in der Urheberrechtsgesetzgebung? Das „Recht auf Privatkopie“ wird genau mit diesem Artikel 14 aus dem Grundgesetz begründet. „Sozialbindung des Urheberrechts“ nennt man dies in der Fachdiskussion. Und die Rechte der Verbraucher könnten echt ein wenig mehr Balance vertragen. Aber noch vor wenigen Monaten hiess es von der SPD in Form von Gerhard Schröder:
“Es gibt Bestrebungen, die Privatkopie zu erlauben, also eine Regelung, die auf gut deutsch gesagt das Klauen erlaubt. Wir können die Privatkopie wohl nicht verhindern, aber wir unterstützen nicht diese Idee und tragen damit dauerhaft dazu bei, dass sich neue Geschäftsideen am Markt entwickeln können.”
Schröder hätte es damals als Jurist besser wissen müssen. Aber auch die Bagatellgrenze will er jetzt nicht mehr. Und gerade die war Justizministerin Zypries so wichtig, um eine „Kriminalisierung der Schulhöfe“ zu verhindern. Wo wir wieder bei Herrn Krings wären. Der trifft sich gerne mit den Verbänden der Unterhaltungsindustrie. Genau wie der Kanzler, nur ein wenig öfters. Der Phonoverband schreibt sogar Pressemitteilungen, wenn der Kanzler mit ihm geredet hat und verkündet die neue Linie der Bundesregierung.
Vermutlich wird sich die SPD in der Urheberrechtsdebatte nicht an ihre neue Botschaft erinnern. Oder sie anders interpretieren. Die steht ja nur im Internet. Dass ich den Banner erst heute gesehen habe, ist sicherlich reiner Zufall und hat nichts mit dem „TdGE“ zu tun. Und ist sicher ganz „Analog“ gemeint. Aus diesen und anderen Gründen wird es wohl leider nichts mit einem durchsetzungsfähigen Recht auf Privatkopie, wie wir es fordern. Am Ende werden sich dann wohl die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Rhetoriker durchsetzen.
Aber heute feiern wir erstmal den TdGE. Und die Brigitte Zypries aus dem Justizministerium feiert mit:
„Dieser Tag soll unter dem Motto „Think, Imagine, Create“ vor allem junge Menschen ermutigen, ihre Kreativität und ihr Innovationspotenzial auszuschöpfen… Alle Bürgerinnen und Bürger müssen den Wert des geistigen Eigentums achten. Nur ein effektives Recht auf geistiges Eigentum gewährleistet die Möglichkeit, aus einer Erfindung Geld zu machen, um dann, wenn es gut läuft, das Geld in weitere Erfindungen zu investieren…“
Aber das klingt auch wieder sehr analog und statt einem Recht auf Privatkopie verkündet sie ein „Recht auf Geistiges Eigentum“. Vielleicht denkt sie dabei wieder an Softwarepatente?
Und was gibt es jetzt zu feiern? Immer mehr! Die überholten Konzepte einer Industriegesellschaft verlieren auf dem globalen Weg in viele Wissensgesellschaften an Bedeutung. Neue Konzepte und Ideen wie Freie Software und Linux erobern die digitale Welt. Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia wächst fast sekündlich und auch die Anzahl an Creative Commons lizenzierten Werken geht mittlerweile in die Millionen. Immer mehr technologische Innovationen und Geschäftsmodelle entstehen auf dem Weg in die digitale Gesellschaft. Durch Social Software wie Instant-Messaging, Wikis und Weblogs wird Online-Kollaboration immer komfortabler und einfacher ermöglicht. Alles wird vernetzter miteinander. Und diese Entwicklung ist nicht mehr zu stoppen. Aber sie kann verlangsamt werden durch Softwarepatente und ein zu restriktives Urheberrecht. Auch darf der Datenschutz nicht vernachlässigt werden, damit neue Technologien von den Verbrauchern angenommen und Bürgerrechte gesichert werden.
Die Dinsosaurier der Unterhaltungsindustrie fürchten um ihre Pfründe und überholten Geschäftsmodelle. Aber in der WIPO konnte die Vormachtsstellung ihrer Industrieverbände von Entwicklungsländern und zivilgesellschaftlichen Organisationen gestoppt werden. Der Weg zu einer Developing Agenda ist frei. Eine neue Initiative in diese Richtung ist „a2k – Access to Knowledge“. Ziel ist ein internationales Abkommen über den „Zugang zu Wissen“ auf den Weg zu bringen.
Vielleicht gibt es irgendwann eine„World Intellectual Wealth Organisation“? Bis dahin werden aber noch viele CopyNights stattfinden müssen. Wir machen jetzt erstmal eine Flasche auf.
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: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz auf DVDs
: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz auf DVDs Ein französisches Gericht hat entschieden, dass auf DVDs kein Kopierschutz (DRM) eingesetzt werden darf (Englische Übersetzung des französischen Artikels). Ein Mann hatte geklagt, weil er einen gekaufen Film auf VHS kopieren wollte, um den Film bei seiner Mutter zu sehen. Er wurde bei der Klage von der französischen Verbraucherschutzorganisation „UFC-Que Choisir“ unterstützt. Das Gericht entschied, dass die Filmstudios einen Monat Zeit haben, um DVDs ohne Kopierschutz auf den Markt zu bringen. Begründet wurde das Urteil mit dem Recht auf Privatkopie, einem Verbraucherrecht, welches durch den Kopierschutz verletzt wird. Dieses Urteil ist ein weiteres ermutigendes Urteil aus Frankreich. Erst vor wenigen Monaten wurde ein 22-jährigen Filesharer frei gesprochen, den die Unterhaltungsindustrie wegen Tauschbörsennutzung verklagt hatte. Hätten wir doch nur französische Richter in Deutschland.
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: Hochschulrektorenkonferenz kritisiert Urheberrechtsreform
: Hochschulrektorenkonferenz kritisiert Urheberrechtsreform Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) übt mit einem soeben erschienener Band der HRK-Schriftenreihe „Beiträge zur Hochschulpolitik“ Kritik an dem vorliegendem Referentenentwurf zum zweiten Korb des Urheberrechtsreform. Aus Sicht der Hochschulen wird der Gesetzentwurf den Bedürfnissen der Wissenschaft noch nicht ausreichend gerecht. Deshalb hat die HRK anerkannte Urheberrechtsexperten gebeten, Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Diese wurden nun unter dem Titel: „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft – Anforderungen an das Zweite Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“ veröffentlicht. Herausgeber sind Professor Dr. Ulrich Sieber, Direktor am Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht und wissenschaftlicher Leiter des Rechtsinformatikzentrums der Universität München sowie Professor Dr. Thomas Hoeren, Geschäftsführender Direktor am Institut für Informations‑, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster.
„Eine Regelung zum Eintritt in das digitale Zeitalter ist angesichts der zunehmenden Bedeutung elektronischer Publikationen dringend erforderlich“, erläuterte HRK-Präsident Professor Dr. Peter Gaehtgens am Freitag (22. April) in Berlin anlässlich der Vorstellung der Publikation. Er warnte vor den Gefahren eines Urheberrechts, welches die Interessen der Wissenschaftseinrichtungen nicht berücksichtigt. Gaehtgens dankte der Bundesministerin der Justiz für die bisher sehr konstruktive Zusammenarbeit. „Es gibt aber noch erheblichen Verbesserungsbedarf bei dem Entwurf der Novelle, damit dem besonderen Stellenwert von Bildung und Forschung für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland bei der Ausgestaltung des Urheberrechts Rechnung getragen werden kann“, sagte er.
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: Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe!
: Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe! Als Kind der Mediengesellschaft hatte ich mir ja für den heutigen Tag vorgenommen, nebenbei am Arbeitsplatz Joschka Fischer im „Visa TV“ zu schauen. Gesagt getan, morgens im Büro aufgeschlagen, den Fernseher gegriffen und strategisch günstig hingestellt. Klappte aber nicht so, wie gedacht, denn in Berlin sind wir ein Opfer von DVB‑T. Das bedeutet, dass man die letzten Sender, die man sehen will, problemlos empfangen kann, bei den Öffentlich-Rechtlichen aber gewöhnlich „in die Röhre schaut“. Bei DVB‑T heisst das dann „Sender suche“. Wie immer gabs Neun Live & Co., aber kein Phoenix. Mittlerweile haben wir uns ja daran gewöhnt, auf der Suche nach ZDF mit der Antenne durch den Raum zu laufen und zu hoffen, dass eine Position gefunden wird, die den ZDF-Empfang ermöglicht. Ist ja auch ein unbedeutender Sender… Also Fernseher wieder abgeschaltet und auf den Phoenix Livestream umgeschaltet. Klappt aber auch nicht. Ebenso wie die Streams der ARD. Problem sind jeweils die proprietären Real- und MS-Formate, für die ich jetzt umständlich die passende proprietäre Software installieren müsste. Meine Player, die normalerweise alles spielen, mögen heute die Live-Streams nicht.
Was sagt einem das? Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe! Wäre es nicht gerade eine Aufgabe der Öffentlich-rechtlichen Sender, niemanden auszuschliessen? Andere Länder schaffen das doch auch.
Nun gut, da mein Provider Probleme mit dem Server hatte, hatte ich jetzt mal Zeit, mir einen Real Player zu installieren. Pünktlich zur Pause ging ich dann mit dem Live-Stream online. Aber die Statements der Politiker waren gewohnt langweilig. Ich frage mich ja immer noch, warum die Öffentlich-Rechtlichen Sender nicht mal ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass es im digitalen Zeitalter auf Offene Standards ankommt und nicht darauf, die Marktführer zu unterstützen. Weder das Real- noch MS-Format entsprechen einem Offenen Standard. Wie lange wird es noch dauern, bis ein solches Bewusstsein in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen ist und dementsprechend gehandel wird?
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: (UNESCO) Welttag des Buches und des Urheberrechts
: (UNESCO) Welttag des Buches und des Urheberrechts Heute ist der 1985 von der UNESCO eingeführte „Welttag des Buches und des Urheberrechts“, wie ich eben feststellte. Passend zum Thema stelle ich hier nochmal ein paar Links zusammen, um sich über das Thema Urheberrecht zu informieren:
irights.info – Urheberrecht in der digitalen Welt
Initiative „Rettet die Privatkopie!“
Argumentensammlung zum Urheberrecht in der Informationsgesellschaft (Privatkopie.net)
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: Volker Grassmuck berichtet vom WIPO-Meeting
: Volker Grassmuck berichtet vom WIPO-Meeting Volker Grassmuck war beim WIPO Development Agenda-Meeting in Genf und hat für irights.info einen Bericht darüber verfasst: Auf dem Weg zu einer entwicklungspolitischen Ausrichtung
Nord und Süd standen sich in Genf beim Auftakt zur Beratung einer Entwicklungsagenda für die Weltorganisation für geistiges Eigentum gegenüber. Grundlage der dreitägigen Sitzung, die am 13. April zu Ende ging, war ein Vorschlag einer Gruppe von Ländern des Südens zu einer grundlegenden Reform der UN-Organisation mit dem Ziel, den Zugang zu Wissen und Technologie zu verbessern.
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: CDU will weiter privates Kopieren kriminalisieren
: CDU will weiter privates Kopieren kriminalisieren Im Kampf gegen die bösen Filesharing-Nutzer steht die konservative Anti-Datenschutz-Fraktion CDU/CSU stramm auf Seite der „erfolgreichen Raubkopierer sind Verbrecher-Kampagne“ und fordert ein Auskunfsrecht.
Auch die Bagetellklausel, die laut Zypries die „Kriminalisierung der Schulhöfe“ verhindern soll, indem „Downloads im einstelligen Bereich“, wie „den neuesten Robbie Williams Song“ nicht sofort kriminalisiert werden sollen, lehnt der Rechtspolitische Sprecher Günther Krings ab. Und auch hier redet die CDU/CSU mal wieder das nach, was die Film- und Musikindustrie fordert.
„Durch die Bagatellklausel fördert die Regierung eher das Unrechtsbewusstsein“, so der Konservative. Damit unterminiere die Bundesregierung auch die erfolgreiche Kampagne der Filmindustrie „Raubkopierer sind Verbrecher“.
Aber nicht nur Filesharing ist gefährlich. Auch private Kopien von gekauften CDs für die Familie oder besten Freunde, früher bekannt als das „Recht auf Privatkopie“, darf nach Meinung der CDU nicht bagatellisiert werden:
Gegenüber der ersten Fassung habe die Bagatellklausel inzwischen sogar eine Ausweitung erfahren, da nun auch die „rechtswidrige Vervielfältigung zum privaten Gebrauch“ zulässig sein soll, wenn sie für eine andere Person vorgesehen ist, monierte Krings.
Mit anderen Worten, wenn Du eine CD kaufst und Deiner Freundin kopierst, die CD aber einen Kopierschutz hat, dann will die CDU, dass Du ein Straftäter bist. „Black is beautiful“?
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: 21c3 Audio-Mitschnitte verfügbar
: 21c3 Audio-Mitschnitte verfügbar Etwas verspätet sind die Audio-Aufnahmen des 21. Chaos Communication Congress vom vergangenen Dezember im freien Ogg Vorbis-Format endlich online. Hier gibt es das Torrent-File, um alle Aufnahmen in einem Paket herunter zu laden (Vorsicht: Gleich 2GB). Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, einzelne via FTP hier zu downloaden. Meinen Vortrag zum Urheberrecht findet sich hier. Was ich noch vermisse, ist das letzte Panel zu „Lobbying für Nerds“. Auch spannend ist Joi Ito’s Vortrag zu „State of Emerging Democracy“. Muss ich noch erwähnen, dass alle Aufnahmen unter einer Creative Commons – Lizenz stehen?
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: Open source methods and their future potential
: Open source methods and their future potential Unter einer Creative Commons Lizenz wurde vorgestern von der Young Foundation in Grossbritianien eine Studie zum Thema „Open source methods and their future potential“ veröffentlicht. Hier kann das 77-seitige PDF heruntergeladen werden.
The rise of the Internet has made it possible for knowledge to be created and shared in ways that emphasise its character as a common good, rather than as something to be owned. In the world of open source programming, the computer software is distributed under licence, allowing users to change or share the software’s source code – the human readable version of a computer programme. This open and collaborative approach to creating knowledge has produced remarkable results, such as the Linux operating system and the web-based encyclopaedia Wikipedia. In defiance of the conventional wisdom of modern business, open source methods have led the main underlying innovations around the Internet.
Other fields have much to learn from open source methods – because they bring principles and working methods which can help to produce better knowledge, goods or services, or make them available on more widely beneficial terms. From the formulation of public policy to more open forms of academic peer review, setting up mutual support groups for people facing similar health problems to collaborative forms of social innovation, the principles of open source promise to radically alter the we approach complex social problems.
The future potential of these methods is such that they will soon become commonplace in our lives. Just as it is now impossible to think about getting things done without considering the role of the Internet, so will it soon be impossible to think about how to solve a large social problem without considering the role of open methods.
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: Wie sieht die Zukunft des Internetradios aus?
: Wie sieht die Zukunft des Internetradios aus? Dieser Frage geht Bernhard Knies in seinem Aufsatz „Aus für das Internetradio? Neuer Webcasting-Tarif der GVL in der Kritik“ nach. Die Gesellschaft für Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) hatte zum 01. April nicht nur ihre Tarifstruktur massiv (zu Ungunsten insb. von Internetradios) verändert, sondern auch neue Nutzungsbedingungen (Stichwort: DRM und Nutzungsintensität) bekannt gegeben. Knies zweifelt insbesondere daran, dass die neuformulierten Nutzungsbedingungen einer gerichtlichen Prüfung standhalten werden und sieht darin lediglich den Versuch der GVL auf Umwegen ein Verbotsrecht zu erlangen. (via Handakte WebLAWg
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: Was ist Europas größte Linux-Business-Messe?
: Was ist Europas größte Linux-Business-Messe? Die Computerwoche, herausgegeben von IDG, fragt aktuell in einem „Linux Quiz“ nach der grössten Linux-Business-Messe in Europa:

Ein Schelm, wer sich böses dabei denkt, dass der LinuxTag nicht genannt wird. Klar, der wird auch nicht von IDG organisiert und zieht auch noch Jahr für Jahr mehr Menschen und Firmen an, als es der von IDG organisierten LinuxWorldExpo recht wäre. Dazu bietet der LinuxTag noch das spannendere Programm mit einer Vielzahl an freien Vorträgen und Subkonferenzen. So empfinde ich es als Manipulation, dass IDG ganz „uneigennützig“ den LinuxTag einfach ausblendet. Und die eigene LinuxWorldExpo als einzige „richtige Lösung“ bezeichnet.
Die grösste Messe für Freie Software, Linux und Open Source in Europa – der LinuxTag – findet übrigens vom 22. – 25. Juni in Karlsruhe statt.
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: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages erklärt Softwarepatente
: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages erklärt Softwarepatente Der „Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages“ erklärt in der aktuellen Ausgabe den Begriff „Softwarepatente“. Aber irgendwie hat der Dienst immer noch nicht wirklich die Debatte verstanden: „… Sie fordern offene Standards (sog. Open Source) bei der Entwicklungs- und Vertriebsform von Software und halten einen urheberrechtlichen Schutz von Software für ausreichend.“
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: Creative Archive der BBC
: Creative Archive der BBC Greg Dyke, director general of the BBC, has announced plans to give the public full access to all the corporation’s programme archives. Mr Dyke said on Sunday that everyone would in future be able to download BBC radio and TV programmes from the internet.
The service, the BBC Creative Archive, would be free and available to everyone, as long as they were not intending to use the material for commercial purposes, Mr Dyke added.Diese Meldung aus dem Jahr 2003 war der Startschuss für das als „Creative Archive“ bekannte Projekt der BBC. Archivierten Inhalte des Senders sollen den britische Steuerzahler unter Creative Commons Lizenzen zur Verfügung gestellt werden. Somit sind diese berechtigt, die Materialien auf ihre Festplatte zu speichern, zu bearbeiten, auf andere Datenträger zu kopieren und an Freunde weiterzugeben, solange dies nicht kommerziellen Zwecken dient.
Heute gut anderthalb Jahre später stellt sich die Situation ein wenig anders dar. Nachdem sich die Einführung des Creative Archive sich nun bereits um sechs Monate verschoben hat, schränkt die BBC die hohen Erwartungen nun noch weiter ein. Freigegeben werden nicht, wie urspünglich angekündigt, Beiträge aus sämtlichen Sparten, sondern zunächst nur Natur- und Dokumentarfilme der BBC. Ob und wann das inhaltliche Angebot erweitert wird, darüber machen BBC-Verantwortlichen nur sehr vage Angaben.
Nichts desto trotz sollte der Schritt der BBC nicht unterbewertet werden, da er dennoch als bisher wohl ehrgeizigstes Projekt dieser Art gelten kann und durchaus Pioniercharakter besitzt. Einen ausführlichen Bericht zum Thema gibt es hier.
netzpolitik.org berichtete vor zwei Tagen schon ausführlich: BBC Creative Archiv gelauncht
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: Beta der NMM-Oppix zum Download
: Beta der NMM-Oppix zum Download Golem berichtet zur NMM-Oppix, einer neuen Linux-Live-CD, die am Lehrstuhl für Computergrafik der Universität des Saarlandes entwickelt wurde.
Die bereits vollständig installierte und konfigurierte Multimedia-Box erlaubt unter anderem die MP3-Wiedergabe, das Erstellen von Playlisten, CD-Wiedergabe und Grabbing, DVD-Playback sowie eine Fernsehsimulation durch die Verwendung eines aufgezeichneten TV-Datenstroms einschließlich Time-Shifting. Auch der Empfang von Epg-Information via XMLTV wird experimentell unterstützt und es lassen sich beliebige Mediendateien transcodieren.
Die Distribution basiert auf Knoppix 3.7 und beinhaltet die am Lehrstuhl entwickelten Netzwerk-integrierten Multimedia Middleware (NMM). NMM-Oppix ist derzeit in der Betaversion verfügbar.