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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
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: Filesharer in Frankreich freigesprochen
: Filesharer in Frankreich freigesprochen Netzwelt berichtet über ein interessantes Gerichtsverfahren in Frankreich:
Ein französisches Berufungsgericht hat jetzt einen 22-jährigen Netznutzer freigesprochen, der sich nahezu 500 Filme aus dem Internet heruntergeladen hatte. Das Gericht entschied, dass die Downloads legale Privatkopien waren.
Über die erste Gerichtsentscheidung mit demselben Ergebnis hatte ich im Oktober berichtet.
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: Balance in der WIPO Developing Agenda?
: Balance in der WIPO Developing Agenda? Wohl eher nicht:

Bei der WIPO werden übrigens Industrieverbände z.B. der Musik- und Filmindustrie auch als Non-Governmental-Organisations (NGOs) definiert…
[via Lessig]
Der Streit um die WIPO geht jetzt noch weiter. Die NGO IP-Justice wurde wieder ausgeladen, obwohl sie beim letzten Mal als NGO akkreditiert war:
WIPO has officially denied IP Justice accreditation to participate at the WIPO Development Agenda meetings in April because we are only accredited as „ad hoc“ members of the WIPO Copyright Committee and NOT as „permanent“ members of the General Assembly.
Und gerade erfahre ich, dass EDRi, wo ich u.a. aktiv bin, auch wieder ausgeladen wurde…
Echt bizarr und meilenweit von einer demokratischen UN Organisation entfernt. Wenn man noch bedenkt, dass die globalen Entscheidungen der WIPO unmittelbaren Einfluss auf die europäische Urheberrechts- und Softwarepatentegesetzgebung haben, kann man hier nur noch von einem Feudalensystem der (westlichen) Rechteinhaber sprechen, was jetzt mit aller Macht gegenüber einer stärker werdenden Zivilgesellschaft und den Entwicklungsländern verteidigt werden soll.
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: 100 Second Films Festival
: 100 Second Films Festival LTC has announced a 100 Second Film Festival call for entries. All 100 or less seconds films, on the condition they are licenced under Creative Commons will be accepted.
This is a new festival and we are looking for all kinds of submissions – personal stories, travelogues, mini movies, music videos, experimental, animation, snapshots of life and culture. We can provide support materials if you are interested in curating or screening the festival in your area.
The short features without any submission could be sent until May 1st online, or after submitting $5 by check, as a Mini DV/VHS/DVD/ or file on disc to:
100 SECOND FILM FESTIVAL
c/o LTC
246 Market St.
Lowell, MA 01852For more details go online, or contact Jason Daniels by email: jason@ltc.org
If you are interested in organizing the festival visit this site. -
: Freiheitsparty der Free Software Foundation Europe
: Freiheitsparty der Free Software Foundation Europe Wir machen nächste Woche Samstag zusammen mit der FSFE eine „Freiheitsparty“ zur Präsentation ihres Fellowship-Programms.

Freunde Freier Software haben seit Anfang März einen neuen Ort, an dem sie sich treffen und austauschen können: Die Fellowship der Free Software Foundation Europe. Um den Start des Portals gebührend zu feiern, veranstalten die Free Software Foundation Europe (FSFE) und das Netzwerk für Freie Software „newthinking“ eine Freiheits-Party.
Am 19.3. ab 19 Uhr (Beginn: 20h) treffen sich Interessierte und Mitglieder der Fellowship im Freie Software Fachgeschäft in Berlin-Mitte (Tucholskystr. 48). Was sonst nur im Internet stattfindet, wird hier erlebbar. Besucher können sich über Freiheit in der digitalen Gesellschaft und Freie Software informieren. Sie erfahren, wie sie über die Fellowship und im Allgemeinen gemeinsam ihre digitale Freiheit verteidigen können.
Auf der Party wird auch die CryptoCard vorgestellt, mit der Mitglieder der Fellowship ihre elektronische Kommunikation ebenso sicher schützen können wie ihre Daten. Damit gelangt so starker Datenschutz erstmals in die Reichweite normaler Computernutzer. Mit der Karte können Sie E‑Mails signieren, Daten ver- und entschlüsseln und sich per single-sign-on
bequem und sicher auf ihrem Rechner anmelden.Dazu gibts elektronische Livemusik von Brothers in Music mit e.d., SAM, headkit und Mirko Hensel. Das Berliner Label veröffentlicht seine Live-Mitschnitte unter Creative Commons Lizenzen.
Samstag, 19.3.2005 ab 20h im newthinking store in der Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte.
Mit den 5 Euro Eintritt wird direkt die Arbeit der Free Software Foundation Europe unterstützt.
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: Streit um WIPO-Partizipation
: Streit um WIPO-Partizipation Nachdem zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen mit vielen Entwicklungsländern für eine Reform der „World Intellectual Property Organization“ (WIPO) zu einer grösseren Balance der Interessen agiert haben, werden neue Organisationen für das kommende entscheidende Meeting einfach nicht mehr zugelassen. Nun gibt es eine Online-Petition, die für die Aufnahme neuer Organisationen plädiert.
We demand TRANSPARENCY within WIPO and strongly reject any kind of disproportionate representation.
Yet, we call for an immediate PARTICIPATION of civil society and consumer-interest non-governmental organizations (NGOs) within WIPO’s activities. Specifically, but not limited to accepting applications from NGOs to serve as ad hoc observers at the upcoming Inter-sessional Intergovernmental Metting next 11–13 April 2005, and for the Permanent Committee on Cooperation for Development Related to Intellectual Property, next 14–15 April 2005, in order to provide a BALANCED discussion on the Development Agenda and on the IP system in general, observing an equilibrium between IP right holders and consumers.
Furthermore, we urge that WIPO, as a United Nations (U.N.) specialised agency responsible for promoting creative intellectual activity and for facilitating the transfer of technology related to industrial property to the developing countries in order to accelerate economic, social and cultural development, plays its role in making ACCESS to knowledge feasible for humanity, bearing in mind different needs (including, but not limited to, those of the visual and audio impaired) and stages of development.
Beim letzten Meeting im November wurden Positions-Papiere von Organisationen wie EFF und IP-Justice regelmässig in den Mülleimer geworfen. Bisher war die UN-Organisation eher eine Domäne der Rechteinhaber, wie der Musik- und Filmindustrie. Erst in letzter Zeit kämpfen Entwicklungsländer im Zusammenschluss mit zivilgesellschaftlichen Organisationen für eine bessere Balance der Interessen bei Urheberrechts‑, Marken und Patentfragen. Im Herbst letzten Jahres wurde die Genfer Deklaration zur Zukunft der Wipo veröffentlicht, die von vielen Organisationen unterstützt wird.
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: Open Source Jahrbuch 2005 erschienen
: Open Source Jahrbuch 2005 erschienen Das Buch kostet 19,90 Euro und steht auch als PDF-Version zum kostenlosen Download zur Verfügung. Spenden sind gerne gesehen.
Das Open Source Jahrbuch 2005 ist pünktlich zur CeBIT 2005 fertig geworden und wird dort in Halle 9 am Stand C09 der Öffentlichkeit präsentiert. Das Open Source Jahrbuch 2005 deckt ein breites Spektrum von Themen aus Praxis über Wissenschaft und Politik bis hin zu Technik ausführlich ab. Damit bündelt es fachliches Hintergrundwissen in einem zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum einmaligen Kompendium.
Das Buch bietet unter anderem aktuelle Erfahrungsberichte über Migrationsprojekte einzelner Kommunen sowie Beiträge zur derzeitigen Debatte um Softwarepatente und zu Geschäftsmodellen rund um Open Source. Bei der Auswahl der Artikel wurde auf einen konkreten Bezug zu den für Open Source wichtigen Entwicklungen und Ereignissen des letzten Jahres geachtet. So beschäftigt sich beispielsweise der Beitrag zur Rechtssicherheit von Open-Source-Lizenzen intensiv mit dem diesbezüglich wohl wichtigsten deutschen Gerichtsurteil des letzten Jahres. Ein Artikel zum Themengebiet „offene Inhalte“ stellt die rasant gewachsene, freie Online-Enzyklopädie Wikipedia vor – das Projekt zählt mittlerweile über 1,4 Millionen Artikel in über 50 Sprachen, davon alleine gut 200.000 deutschsprachige Einträge.
Das Open Source Jahrbuch 2005 ist ein studentisches Projekt an der TU Berlin, Fachgebiet Informatik und Gesellschaft, unter der Leitung von Prof. Dr. iur. Bernd Lutterbeck.
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: Die Filmindustrie zum Frauentag
: Die Filmindustrie zum Frauentag Immer wieder überrascht die Initiative Zukunft Kino Marketing (ZKM) mit neuen Ideen, wenn es darum geht Konsumenten zu verunsichern und pauschal zu kriminalisieren. Passend zum Weltfrauentag wird darum Gendering betrieben und die mittlerweile hinreichend bekannte „Hart aber gerecht“-Kampagne bekommt ein weibliches Pendant. „Auch Raubkopiererinnen sind Verbrecherinnen“ lautet die neue Botschaft, die mit einem entsprechend gestalteten Poster aufwartet, das eine schuldbewußte Täterin zeigt.
Markus Beckedahl, Vorsitzender des Netzwerk Neue Medien (NNM) weist auf die juristische Unterscheidung zwischen privatem und gewerblichem Kopieren hin, die von der Filmindustrie gerne ignoriert wird.
Gerade in der digitalen Welt muss das Recht auf Privatkopie gestärkt werden, damit manipulierende Aktionen wie die der ZKM keinen Erfolg hätten, so Beckedahl weiter. Verschiedene Initiativen haben sich daher in der Fairsharing-Aktion zusammengeschlossen.
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: EU-Rat winkt Software-Patente durch
: EU-Rat winkt Software-Patente durch Die EU-Wirtschaftsminister haben in ihrer heutigen Sitzung die so genannte Software-Patentrichtlinie trotz massiver Kritik von Seiten der Parlamente und der Zivilgesellschaft verabschiedet.
Bereits kurz vor Weihnachten hatte es einen Versuch gegeben, den umstrittene Gesetzentwurf durch den EU-Rat zu bringen, Damals konnte ein Veto Polens das „Durchwinken“ der Direktive im Landwirtschafts- und Fischereiausschuss verhindern. Diesmal setzte die Ratpräsidenschaft das Thema als so genannten A‑Punkt auf die Agenda der Wirtschaftsminister und machte damit den Weg für die Richtlinie frei. Als A‑Punkte werden im EU-Jargon eigentlich diejenigen Sachverhalte bezeichnet, die als nicht weiter verhandlungsbedürftig und damit als abstimmungfähig gelten.
Wie wenig dies im Falle der so genannte „Richtlinie zu computerimplementierten Erfindungen“ zutrifft, dürfte angesichts der heftigen Debatte des letzten Jahres klar sein. Erst kürzlich hatte das EU-Parlament gefordert, den Gesetzgebungsprozess neu zu starten, da der vorliegende Entwurf der Direktive nach der EU-Erweiterung und der Neuwahl des EU-Parlaments nicht länger mehrheitsfähig ist. Dies wurde von der Kommission strikt abgelehnt. Die heutige Abstimmung im EU-Rat kann deshalb nur als Nichtachtung des parlamentarischen Willens gewertet werden.
Verschiedene EU-Mitgliedsstaaten, darunter Polen und Dänemark, haben dem offiziellen Ratsbeschluss denn auch Zusatzerklärungen beigefügt. Darin wird insbesondere kritisiert, dass die Richtlinie in der derzeitigen Form die Patentierbarkeit von Computerprogrammen nur scheinbar verhindere und damit Wettbewerb im Softwarebereich nachhaltig behindere.
Der Begriff der „Technizität“ gehört innerhalb der Software-Patente-Debatte zu den am heftigst debattierten Punkten. Auch der Deutsche Bundestag verwies darauf, dass die Patentierung von Computercode nur dann überhaupt legitim sein kann, wenn im einzelnen Fall der klare technische Beitrag mit einer naturwissenschaftlichen Wirkung erkennbar ist. Diese Abgrenzung ist, wenn überhaupt, dann nur sehr schwer nachvollziehbar und kann keinesfalls durch die nun verabschiedete Patent-Richtlinie geleistet werden.
Der Rats-Beschluss wird dem EU-Parlament nun in zweiter Lesung zugehen. Es bleibt zu hoffen und zu erwarten, dass die Abgeordneten die Gelegenheit zu gravierenden Änderungen am Entwurf nutzen werden.
Siehe zum Thema auch Spiegel, Heise, Pro-Linux, Golem und
FSPA. -
: Mix Contest winners
: Mix Contest winners CC Mixter has announced the Freestyle Mix Contest and the Militia Mix Contest winners. The top eleven entries in Freestyle Mix will appear on The Wired CD –Ripped. Mixed. Sampled. Mashed. Shared., published by Creative Commons, and go to M3 Music Summit in Miami. The best Militia Mix Contest entry will be released on the next Fine Arts Militia Album Featuring Chuck D. The music could be naturally downloaded free on the Internet.
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: Nachrichtenüberblick 05.03. und 06.03.
: Nachrichtenüberblick 05.03. und 06.03. Das Wochenende brachte u.a. diese Nachrichten:
heise: Softwarepatente: Die Zeichen stehen auf Neuverhandlung im EU-Rat
zdnet.co.uk: Danes save Europe from software patents?
typepad.com: Does „the Long Tail“ mean we need longer copyrights? (via boingboing.net)
heise: Auskunft über Provider-Kundendaten auch ohne Richterspruch
the observer: Dictionary of National Biography: $15,000, buggy – better than Wikipedia?
heise: Etappensieg für Apple
yahoo.com: In Apple case, court says bloggers’ sources not protected
quintessenz.org: Datamining the NSA
globalsound: Smithsonian offers 99 cent world music downloads (via boingboing.net)
boingboing.net: Need examples for study on DRM and disabled people!
wired.com: We Need Spy Blogs
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: BBC documents under Creative Commons licence
: BBC documents under Creative Commons licence The British Broadcasting Corporation, which has been recently digitalising its documental features archive, decide to licence it under Creative Commons. Christian Ahlert, a professor at Oxford Internet Institute and one of the major suporters of the change, admitts that it might be the first step in opening up all the BBC archive to public, and in a long run change broadcasting production formats.
… [F]or legal reasons, the BBC does not have rights over all that it produces. So, for the meantime, only documentaries will be licensed under Creative Commons, since the broadcaster owns a large part of these rights. What the BBC intends to do, from the time the archive is created, is to request authorisation for all those who participate in any type of production to facilitate digitalisation and licensing.
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: „Happy Birthday“ copyrighted
: „Happy Birthday“ copyrighted Time Warner is legal owner of the copyright to „Happy Birthday to you“ music and lyrics. In fact singing it in public without previous clarifying will be illegal at least until 2030.
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: Wissenschaft auf der Seite von Grokster
: Wissenschaft auf der Seite von Grokster In einem Gutachten, dass gestern dem US Supreme Court vorgelegt wurde, hat eine Gruppe amerikanischer Wissenschaftler sich klar auf die Seite der P2P-Tauschbörsen gestellt.
Die Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass ein Verbot der Tauschbörsen durch den Supreme Court sich allgemein negativ auf die technologische Entwicklung auswirken wird. Ein Urteil im Sinne der Unterhaltungsindustrie würde neue Technologien von der Billigung durch die Inhaber der Urheber abhängig machen. Wenn dann noch – wie heute schon häufig der Fall – die Distributionswege auch durch die Rechteinhaber kontrolliert wird, dann ist mit einer solchen Billigung gar nicht erst zu rechnen.
Bleibt zu hoffen, dass die Richter den Argumenten der Wissenschafler im weiteren Verfahren auch Gehör schenken.
(via intern.de)
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: Wired-Kolumne von Lawrence Lessig als Podcast
: Wired-Kolumne von Lawrence Lessig als Podcast Lawrence Lessig schreibt in seiner aktuellen Wired-Kolumne über Telekom-Lobbyisten, die in den USA Stimmung gegen Wireless-Lan Communities machen: Why Your Broadband Sucks.
City and state politicians should have the backbone to stand up to self-serving lobbyists. Citizens everywhere should punish telecom toadies who don’t. Backwater broadband has been our fate long enough. Let the markets, both private and public, compete to provide the service that telecom and cable has not.
Interessant ist, dass die Kolumnen nun auch als Podcast zur Verfügung stehen. Die 6:31 Minuten lange MP3-Datei gibt es hier. Die Stimme klingt aber nicht nach Lessig, liest wohl jemand anders. Dazu gibt es noch Creative Commons Musik in Form eines Gitarrenstückes im Hintergrund. Nach der Einführung von Trackbacks geht Wired hiermit neue innovative Wege.
Mehr Informationen über Wireless-lan Communties in Deutschland bietet Freifunk.net.
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: Next Try: Montag sind Softwarepatente wieder als A‑Item im Fischereiausschuss!
: Next Try: Montag sind Softwarepatente wieder als A‑Item im Fischereiausschuss! Sie versuchen es immer wieder. Nachdem heute das EU-Parlament endgültig bei der Softwarepatente-Richtlinie für einen Neustart gestimmt hat, ist die Richtlinie erneut auf der Tagesordnung für den Fischereirat der EU-Agrarminister am kommenden Montag. Und wieder als A‑Item, d.h. es ist eine Abstimmung ohne Diskussion. So funktioniert Demokratie in Europa…
Bevor jetzt wieder alle bei Frau Künast anrufen: Das Verbraucherschutzministerium stimmt da nicht ab. Wenn der Punkt aufgerufen wird, übernimmt das federführende Justizministerium die Abstimmung für die deutsche Regierung. Also ist ein freundlicher Protestanruf, eine E‑Mail oder ein Fax im Bundesjustizministerium, im Kanzleramt und bei der SPD-Parteizentrale strategisch sinnvoller.
Update:
Anscheinend ist es doch noch nicht so klar, ob am Montag im Fischerei-Ausschuss Softwarepatente erneut ein A‑Item sind.
Heise berichtet auch über die Konfussion.
B‑Punkt jetzt! – Bananen für BMJ
Der FFII war gestern mal wieder kreativ und hat sich die folgende Aktion ausgedacht:
Zusätzlich bietet sich die Aktion „B‑Punkt jetzt! – Bananen ans BMJ“ an. Alles Nötige findet man heute noch im eigenen Briefpostkasten (Stichwort: Freipaket-Freitag) und im Supermarkt.
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: Mehr zum Broadcast-Flag Verfahren
: Mehr zum Broadcast-Flag Verfahren Hier mal mehr Infos zum Broadcast-Flag Verfahren in den USA, welches über die Zukunft des digitalen Fernsehens entscheiden könnte:
Sehr ausführlich geht das The Liminousvoid Weblog auf die Gerichtsverhandlung ein:
A “broadcast flag” is basically a switch or encoding in a digital television signal that tells the receiver of the signal some features of the rights that the broadcaster is claiming, particularly the right to copy or rebroadcast the signal. The FCC issued a ruling that all consumer electronic devices, including PC’s, would have to respect a digital broadcaster’s flag settings when it came to redistribution — though not copying — of content.
The ALA is concerned that this will stifle the use of broadcast works — like normal TV shows, in distance learning programs over the internet. More broadly, this scheme makes an end run around fair use: if it were legal for you to send a sample of a TV program to a friend in order to discuss it, you wouldn’t be able to. It also captures the public domain, as public domain materials that had a broadcast flag wouldn’t be able to be rebroadcasted. Lastly, everyone is concerned that this scheme could mean the regulation — and requirement of prior governmental approval — of any consumer device that reads digital TV signals: including PC’s and even open-source/free software.
Es folgt eine Auflistung der Argumentation, die vor Gericht von beiden Seiten verwendet wurde.
Dann gibts noch folgende Links, die interessant sind:
Ars Technica: Broadcast flag could be on thin ice
USA-Today: U.S. appeals court debates anti-piracy TV technology
EFF: Challenging the Broadcast Flag in Court
Urheberrecht.org: Anwaltsgruppe geht gegen geplante Verordnung zum Schutz digitaler Inhalte vor
Und nun gibts auch den passenden Heise-Artikel dazu: „Richter kritisiert US-Regulierer wegen Kopierschutzmerkmal für Digital-TV“
Die US-amerikanische Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat nach Meinung von Richtern des Court of Appeals for the D.C. Circuit ihre Kompetenzen überschritten, als sie Ende 2003 festlegte, dass die Hersteller von digitalen TV-Receivern ab Juli 2005 bei ihren Geräten das Auswerten des Broadcast Flag ermöglichen müssen. Bürgerrechts‑, Datenschutz- und Bibliotheks-Organisationen waren gegen diese Bestimmung vor Gericht gegangen. Die Richter Harry Edwards und David Sentelle sagten laut US-Medienberichten, zwar habe die Unterhaltungsindustrie zu Recht Bedenken, Filme in hoher Qualität ohne Schutz vor möglichen Urheberrechtsverletzern auszusenden, doch habe die FCC hier keine Weisungsbefugnis.
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: Eindämmung von Filesharing durch Unterrichtsmaterialien?
: Eindämmung von Filesharing durch Unterrichtsmaterialien? Die Musikindustrie in Österreich sieht eine „Trendwende“ im Kampf gegen Filesharing. Scheint sich jetzt zur allgemeinen Kommunikationsstrategie in den westlichen Ländern zu entwickeln, in Deutschland wird das durch die Musik- und Filmindustrie seit einiger Zeit auch verkündet. Gut möglich, dass damit das scharfe Vorgehen gegen Filesharer („Raubkopierer sind Verbrecher“ Kampagne der Filmindustrie und Klagewellen der Musikindustrie) gegenüber Politikern als Erfolg kommuniziert werden soll, damit diese dann noch bei den anstehenden Urheberrechts-Reformen den Rechteinhabern mehr Rechte zur Durchsetzung ihrer Interessen geben sollen. Was natürlich auf Kosten von Verbraucherrechten geschehen soll, bzw. schon geschehen ist. Und natürlich ist es eine Kommunikationskampagne für „den Erfolg“ der DRM-Plattformen.
Futurezone beleuchtet die aktuellen Schritte der IFPI in Österreich ein wenig:
Interessant ist, woher die IFPI diese P2P-Eindämmung herleitet: Aus einer Gfk-Studie im Dezember 2004, bei der die Nutzer zu ihren künftigen Download-Absichten befragt wurden.
Nutzerstatistiken, wie etwa Nielsen NetRatings oder BigChampagne bereitstellen, wurden nicht berücksichtigt.
Daher bleibt fraglich, ob die 55 Prozent der Befragten, die angaben, Musik in den nächsten drei Monaten von Band-Websites und legalen Download-Plattformen herunterladen zu wollen, dies auch getan haben. Beziehungsweise ob statt im Dezember 40 Prozent, nun „nur“ noch 38 Prozent der Befragten ihre Songs aus P2P-Netzen beziehen.
Und jetzt gehts noch in die Schulen…
Um diesen Trend noch zu verstärken, soll ab Herbst Urheberrechtsunterricht an Österreichs Schulen angeboten werden.
Im Rahmen des Projekts „Ideen sind etwas wert“ soll den Jugendlichen vor Augen geführt werden, wieviel Arbeit hinter dem Produkt Musik steckt.
Entsprechendes Lehrmaterial, das alle Seiten der Problematik beleuchten soll, wird in Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium von Pädagogen zusammengestellt.
Die Unterrichtsmaterialien gibt es auch schon in Deutschland. Ein Heft heisst „Wert der Kreativität“ und liegt bei mir Zuhause. Meiner Meinung nach ist es nicht Aufgabe des Staates, Unterrichtsmaterialien von privaten Interessengruppen zuzulassen, die politisch umstrittene Themen einseitig beleuchten. Aber leider mittlerweile Realität. Und einseitig ist die Broschüre auf jeden Fall.
Offene und kollaborative Prozesse der Wissens- und Kulturerzeugung in der digitalen Welt kommen natürlich nicht vor. Kreativität wird nur als geschlossene Aktion verkauft. Dabei ist es deutlich sinnvoller, wenn der Staat schon in der Ausbildung an die Arbeits-Prozesse der Zukunft hinweist. Freie Software, Wikipedia, Weblogs und die Creative Commons sind erst der Anfang, um eine „Free Culture“ im digitalen Raum zu schaffen. Un sie funktionieren.
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: Klage gegen Broadcast-Flag
: Klage gegen Broadcast-Flag Da die Diskussion spätestens in zwei Jahren auch Europa erreichen wird, hier mal ein Hinweis auf einen Artikel von intern.de über die Klage US-amerikanischer Bürgerrechtsorganisationen gegen die sog. „Broadcast-Flag“.
In der US-Hauptstadt Washington kommt heute ein Fall zur Verhandlung, der die Zukunft des digitalen Fernsehens mitbestimmen könnte. Verhandelt wird die Klage mehrerer Bürgerrechtsbewegungen gegen die zwangsweise Einführung eines Kopierschutzverfahrens im Fernsehen.
Um der von der Filmwirtschaft wahrgenommenen Gefahr einer unkontrollierten Verbreitung digitaler Inhalte via Internet zu begegnen, hat die US-Rundfunkaufsicht FCC bereits im Jahr 2003 die Einführung einer so genannten „Broadcast Flag“ verfügt. Damit ist kein spezielles, technisches Verfahren gemeint. Vielmehr haben bisher neun Firmen (u.a. Sony, Philips, RealNetworks) insgesamt 13 verschiedene Verfahren vorgeschlagen, die alle von der FCC akzeptiert wurden.
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: Fairsharing: Privates Kopieren ist kein Verbrechen!
: Fairsharing: Privates Kopieren ist kein Verbrechen! Über 30.000 Menschen haben in Frankreich ein Manifest unterzeichnet. Sie wehren sich damit gegen die juristische Verfolgung von P2P-Usern und fordern einen offenen gesellschaftlichen Dialog anstelle der Kriminalisierung großer Bevölkerungsteile. Wir schließen uns dieser Forderung an, gehen aber noch einen Schritt weiter, indem wir eine Alternative mit ins Gespräch bringen: die Kulturflatrate.

Die FairSharing Erklärung: Privates Kopieren ist kein Verbrechen!
Wie Millionen andere sind auch wir potentiell straffällig geworden, weil wir irgendwann einmal zu privaten Zwecken Musik- und Filmdateien z.B. in P2P-Netzwerken getauscht haben. Gegen diese Kriminalisierung setzen wir uns zur Wehr: Das Kopieren und Tauschen von urheberrechtlich geschützten Musik- und Filmwerken zu privaten Zwecken soll künftig auch in der digitalen Welt legal sein. Gleichzeitig erkennen wir den Anspruch von Kunstschaffenden an, für ihre getauschten Werke eine Kompensation zu erhalten.
Dafür dürfen aber Bürgerrechte nicht durch Maßnahmen wie z.B. Digitale Rechte Minimierung (DRM) eingeschränkt werden. Deswegen fordern wir eine öffentliche Diskussion über eine beide Seiten zufrieden stellende Lösung, wie z.B. die Einführung einer Kulturflatrate.
Kurz: Wir fordern Kompensation ohne Kontrolle.
Die Erklärung kann hier unterzeichnet werden.
Mehr Infos bietet die Webseite Fairsharing.de.
Zu den ErstunterstützerInnen gehören u.a.
Volker Grassmuck / Privatkopie.net, Georg Greve / Free Software Foundation Europe, Padeluun / FoeBud, Matthias Mehldau / Chaos Computer Club, Katja Husen / Grüner Bundesvorstand , Frank Hansen / Gründer stiftung bridge, Janko Röttgers / MixBurnRip, Peter Glaser / Journalist, Alvar Freude / Odem.org, Frank Fenstermacher / Fehlfarben, Axel Fischer / Console
Initatoren des Fairsharing – Netzwerkes sind:
Attac AG Wissensallmende und freier Informationsfluss
FoeBuD e.V.
Grüne Jugend
privatkopie.net -
: Über 5 Millionen Webseiten unter Creative Commons Lizenzen
: Über 5 Millionen Webseiten unter Creative Commons Lizenzen At the end of 2003, we were proud to announce that over 1 million web pages had linked to Creative Commons licenses. Today, we are even more proud to say that this number is now well over 5 million web pages. Thanks to you, a vibrant base of free culture is flourishing.
[via CC-Weblog]