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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
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: c´t – Umfrage zu DRM und Kulturflatrate
: c´t – Umfrage zu DRM und Kulturflatrate Der Heise-Verlag macht eine Umfrage zum Thema DRM & Musikkonsum. Dabei werden auch Fragen zur Kulturflatrate gestellt. Um an der Umfrage teilnehmen zu können, muss man sich bei Heise registrieren.
Doch wie sieht es generell mit der Akzeptanz von DRM-Systeme für online gekaufte Musik bei den Kunden aus? Und wie sollte Ihrer Meinung nach eine faire Vergütung aussehen, falls Sie DRM ablehnen?
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: Microsoft sucht Afrika
: Microsoft sucht Afrika Microsoft will jetzt seine Programme an die ostafrikanische Sprache Kiswahili anpassen, um einen Markt von 100 Millionen Menschen zu erreichen. In dem Heise-Artikel „Microsoft entdeckt Afrika“ wird ein Projektmanager bei Microsoft damit zitiert, dass man mehr Menschen in Afrika den Zugang zu Computern ermöglichen wolle.
Aber wahrscheinlich hat man nur Angst, diesen Markt an Freie Software wie OpenOffice zu verlieren. Die Freie Software Community war nämlich schneller und hat die freie Büro-Suite im Dezember schon in der Sprache veröffentlicht:
Today, 4th December 2004, The Open Swahili Localization Project, also known as Kilinux, is proud to announce the first ever release of a free office suite software in Swahili, called „Jambo OpenOffice.“
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: Microsoft on promo-tour in Linux-Store
: Microsoft on promo-tour in Linux-Store Today we have special guests at newthinking. Everything started with an e‑mail that reached me last friday:
Why research yourself, if we would do the job for you for free? To celebrate the new MSN search engine, we want to give you a personal searching-expert for one day who looks up everything you are looking for.
The searching-experts have a laptop with vendor’s tray, spare batteries, an UMTS-card with wich they can access the internet from wherever (billing takes place on our account and are therefore flexible enough to use the search-engine everywhere. So you can place them comfortably on any free seat in
your office and will receive your personal search-results via mail directly from the search-expert. If you are interested in this free service, please send me the answer-fax below or a short email. I would be pleased about some feedback. Kind regards.Of course I couldn’t say no and immediately sent out a fax in order to accept the offer for the free software press agency. As there was no reply by wednesday, I called them to ask if the fax had arrived. Of course not, or better: they explained the fax had been probably lost. But certainly the offer would still stand and they would be pleased to send us their look-uppers. Then we first thought about what to ask them, as we didn’t expect anybody with linux-experience or technical know-how. After a short brainstorm the following tasks came out:
1) Which Agencies work for Microsoft in the single EU countries and in Brussels in the public affairs – resort?
2) Which former politicians from EU countries are now working for Microsoft in the public affairs / lobby / public administration resorts?
3) Are there numbers how much money Microsoft spends in public affairs in europe per year?
4) How many employees does microsoft have in the public affairs / lobbying – resort in Brussels and in Germany and what are their names?
The’re really coming!About 14:20 two people really arrived with full MSN promo-outfit and with own notebooks. We first briefed them on their task and gave them something to drink. Of course they got nervous when confronted with the task, our team was quite amused and we started to make some fotos.
At the moment the two are sitting nervously in our meeting-room and probably asking themselves how to get out of this situation. And we are of course waiting for the amazing search-results you can get with MSN search and are prepared to be surprised. I’ll post the results later, if the two haven’t disappeared yet. Just now some hectic telephoning is starting, they are probably talking to their agency about the situation.
(Please note the „Free Software“ on the glass wall just above the MSN-Logo. They are sitting in the middle of the first free software store. )
Update: They’ve left!
Just now the two left our office very quickly with the following excuse:
„Our search wasn’t successfull. We assume that the data is suppressed by the MSN website. On the other hand it is very difficult in general to get to this data. And sure, we know too that it wasn’t in the sense of microsoft to be here.“
What does that tell us? MSN obviously isn’t all too great for research, but it was worth a test.
P.S: The poor students just doing their promo-job had our sympathy from the beginning. Probably the agency couldn´t find our website on MSN…
Thanks to Julian Finn for the fast translation!
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: Microsoft auf Promo-Tour bei uns im Büro
: Microsoft auf Promo-Tour bei uns im Büro Heute haben wir mal einen besonderen Besuch bei newthinking. Alles fing mit einer E‑Mail an, die mich vergangenen Freitag erreichte:
Wieso selber recherchieren, wenn wir das umsonst für Sie erledigen würden? Zur Feier der neuen Suchmaschine von MSN schenken wir Ihnen für einen Tag einen persönlichen Suchexperten, der Ihnen alles recherchiert, was Sie suchen.
Die Suchexperten haben einen Laptop mit Bauchladen, Ersatzakkus, Eine Vodafone-Karte mit der Sie egal wo immer sie sind ins Internet können (Abrechnung erfolgt über unser Handy) und sind somit flexibel überall die Suchmaschine zu benutzen. Sie können Sie also gemütlich auf irgendeinen freien Platz in Ihrer Redaktion setzen und bekommen Ihre persönliche Suchergebnisse von der Suchexpertin per Mail zugeschickt.
Falls Sie Interesse an diesem kostenlosen Service haben, schicken Sie mir doch bitte das unten stehende Antwortfax zu oder eine kurze Mail. Über Feedback würde ich mich sehr freuen.
Ganz herzliche Grüße und hoffentlich bis bald,
Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen und schickte sofort ein Fax los, um für die Freie Software Presseagentur zuzusagen. Bis Mittwoch gabs keine Reaktion und ich telefonierte mal hinterher, ob das Fax angekommen sei. Natürlich nicht, bzw. wurde es damit entschuldigt, dass das Fax wohl verloren gegangen sei. Aber selbstverständlich würde das Angebot noch stehen und sie würden sich freuen, uns ihre Rechercheure zu schicken. Nun überlegten wir erstmal, was man denen denn sinnvolles zum suchen geben könnte, da wir nicht annahmen, dass sie jemanden mit Linux-Erfahrung, bzw. technischem Verständnis schickten. Nach einem Brainstorming kamen dann folgende Aufgabenstellungen heraus:
1) Welche Agenturen arbeiten für Microsoft in den einzelnen EU-Ländern und in Brüssel im Bereich Public Affairs?
2) Welche Ex-Politiker aus den Ländern der EU sind mittlerweile bei Microsoft im Bereich Public Affairs / Lobbying / Öffentliche Verwaltung angestellt worden?
3) Gibt es Zahlen, wieviel Geld Microsoft in Europa jährlich im Bereich Public Affairs ausgibt?
4) Wieviele Mitarbeiter hat Microsoft im Bereich Lobbying / Public Affairs in Brüssel und in Deutschland und wie heissen die Personen?
Sie kommen wirklich!
Gegen 14:20 kamen dann tatsächlich zwei Personen in voller MSN Promokleidung mit ihren eigenen Notebooks. Wir brieften sie dann erstmal mit der oben genannten Aufgabenstellung und gaben ihnen was zu trinken. Klar, dass sie bei der Aufgabenstellung nervös wurden. Bei uns führte die Situation zur allgemeinen Erheiterung und wir machten erstmal Fotos.Jetzt sitzen die Beiden schon seit einer Stunde nervös in unserem Besprechungsraum und fragen sich vermutlich, wie sie aus dieser Situation herauskommen. Und wir warten natürlich auf die tollen Suchergebnisse, die man mit der MSN-Suche anstellen kann und lassen uns überraschen. Die Ergebnisse werde ich dann später hier posten, falls die Beiden nicht vorher verschwunden sind. Gerade geht nämlich ein hektisches Telefonieren los, vermutlich sprechen sie mit ihrer Agentur über die Lage.
(Man beachte das „Freie Software“ auf der Glaswand über dem MSN-Logo. Sie sitzen mitten im ersten Freie Software Fachgeschäft)
Update: Sie sind gegangen!
Gerade haben sie fluchtartig unser Büro verlassen und zwar mit folgender Begründung:
„Unsere Suche war nicht erfolgreich. Die Vermutung ist, daß die Daten auf der MSN-Seite einfach unterdrückt werden. Wobei es sicherlich allgemein sehr schwer ist, an solche Zahlen ranzukommen. Klar, wir wissen auch, daß es nicht im Sinne von Microsoft war, daß wir hier waren…“
Was sagt uns das? MSN eignet sich wohl nicht besonders gut zum recherchieren. Aber einen Test war es wert.
P.S. Die armen Studenten, die nur ihren Promojob erledigten, hatten von Anfang an unser Mitleid. Wahrscheinlich hat die Agentur über uns vorher bei MSN recherchiert…
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: Creative Commons Sampling Contest
: Creative Commons Sampling Contest
Samstag ist die Deadline für den Creative Commons „Fine Art of Sampling contests“. Die Aufgabe des „Freestyle Mix Contest“ ist, einen der Songs der „THE WIRED CD – Rip. Mix. Sample. Mash. Share“ zu remixen, die alle unter der Creative Commons Sampling Licence stehen. Die Aufgabe beim Militia Mix Contest ist es, den Song „No Meaning No,“ von Chuck D zu remixen.Preise gibt es auch zu gewinnen:
The top prize on the Freestyle Mix will be appearing on an upcoming mix CD released by Creative Commons, while the best Militia Mix track will end up on the Fine Arts Militia’s next album. If you’re into audio mixing, turntables, and making music on your computer, check out the current entries and be sure and upload your entries before Saturday’s deadline.
Auf der CC-Mixter Seite finden sich alle notwendigen Informationen. Die bisherigen Einsendungen finden sich hier und hier.
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: Neues EDRi-gram erschienen
: Neues EDRi-gram erschienen Alle zwei Wochen gibts das EDRi-gram, den englisch-sprachigen Newsletter der European Digital Rights Initiative, dem Netzwerk der Digital Civil Rights Organisationen in Europa (Mitglieder aus Deutschland sind der Chaos Computer Club, Fitug, FifF und das Netzwerk Neue Medien).
Heute ist das neue EDRi-gram mit folgenden Themen erschienen:
1. Rapporteur demands co-decision data retention
2. EP committee wants new software patents proposal
3. Two Unesco conferences on human rights and internet
4. Article 29 consultations on RFID and DRM
5. Microsoft excludes free software from EU ruling
6. Romanian Copyright Office sets fixed fee for online music
7. Update ISOC Bulgaria
8. Copyright law revision in Switzerland criticised
9. 3.300 ID fines in the Netherlands in 1 month
10. European countries promise collaboration against spam
11. Agenda
12. About -
: Geldmaschine GEMA – Nur nicht für Künstler
: Geldmaschine GEMA – Nur nicht für Künstler Martin Kretschmer, Professor of Information Jurisprudence and Joint Director of the Centre for Intellectual Property Policy & Management an der Bournemouth University hat eine spannende Studie über die Verdienstmöglichkeiten von Künstlern über das Urheberrecht / Copyright erstellt:
Abstract
Digital technologies are often said (1) to enable a qualitatively new engagement with already existing cultural materials (for example through sampling and adaptation); and, (2) to offer a new disintermediated distribution channel to the creator. A review of secondary data on music artists’ earnings and eight in–depth interviews conducted in 2003-04 in Britain and Germany indicate that both ambitions have remained largely unfulfilled. The article discusses to what extent the structure of copyright law is to blame, and sets out a research agenda.Die Kritik an der bisherigen Urheberrechtsgesetzgebung, die ja den Künstlern dienen soll, ist vernichtend: Ganze 1200 Künstler können in Deutschland durch das Urheberrecht ihren kompletten Unterhalt verdienen. Das meiste Geld kassieren die Rechteinhaber, die nicht mehr wie in der Vergangenheit die Künstler selbst sind. Diese müssen über andere Wege an ihr Geld kommen, beispielsweise Live spielen:
Earnings from non–copyright, and even non–artistic activities, are an important source of income for most creators.
Natürlich bieten auch die bestehenden Verwertungsgesellschaften neue Geschäftsmodelle (man denke mal an Klingeltöne, die nicht unerheblichen Teil der GEMA-Zahlungen ausmachen):
There is increasing pressure by more powerful actors, such as advertising agencies and broadcasters, to capture valuable copyright royalties by setting up their own publishing companies. These new music publishers do not promote the music they sign but act simply as a legal vehicle for receiving royalties.
Auch die Verwendung von Samples (Manche Songs verwenden bis zu 250 davon) hat nichts mehr mit Kreativität zu tun: Bei der Verwendung fremder Samples in eigenen Liedern müssen bis zu 50% der Einnahmen an den Rechteinhaber eines einzigen Samples gezahlt werden.
If an artist wants to include a sample from another record, major rights holders often insist on a controlling interest of 50 to 100 percent of the rights in the new track.
Er schlägt vor, Verwertungsgesellschaften wie die GEMA oder GVL, in der die Rechteinhaber vertreten sind in allgemeine Körperschaften zu transformieren, in der die gesamte Öffentlichkeit vertreten ist. Ein nicht uninteressanter Gedanke. Dann könnte die Gesellschaft auch entscheiden, dass nach den Creative Commons lizenzierte Lieder im Radio gespielt werden dürfen. Da derzeit die GEMA Creative Commons – Songs nicht akzeptiert, dürfen Radiosender dies nicht wegen „GEMA-Musik-Flatrates“ und dahinterstehenden Knebelverträgen.
Die Studie ist bei First Monday, ein „Peer-Reviewed-Journal on the Internet“ unter einer Creative Commons Lizenz erschienen.
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: KDE 3.4 Beta 2 erschienen
: KDE 3.4 Beta 2 erschienen
Heute ist die zweite Beta-Version der bekannten Desktop-Oberfläche KDE 3.4 erschienen. Zahlreiche Download-Mirrors bieten im Moment den Sourcecode und ein SuSE RPM-Paket an. Einen Überblick über die enthaltenen Neuerungen bietet der Feature-Plan. Im Relase-Plan wird Mittwoch, der 16. März als Erscheinungsdatum genannt. -
: Filmindustrie (mal wieder) gegen Bagatellgrenze
: Filmindustrie (mal wieder) gegen Bagatellgrenze Die Filmindustrie, in Form des Verband der Filmverleiher (u.a. beteiligt an der „Raubkopierer sind Verbrecher“-Kampagne) fordert mal wieder mit komischen Argumenten härtere Strafen im 2. Korb der Urheberrechtsreform. Ein Brief wurde an Frau Zypries geschrieben um Stimmung gegen die sog. Bagatellgrenze zu machen. Der Brief liegt Heise Online vor und passend dazu gibt es auch einen Artikel. Und das ganze klingt dann so:
Die Einführung einer Bagatellklausel hätte zur Folge, dass die 40 Millionen Nutzer, die laut der aktuellen Brennerstudie der Filmförderungsanstalt Zugang zu digitalen Vervielfältigungstechniken haben, ohne Strafandrohung Filme herunterladen dürften, warnt Klingsporn weiter. Wenn jeder User 50 Kopien von aktuellen Filmen pro Jahr herstelle, eröffne dies eine „Flut von 2 Milliarden Kopien, die straffrei gegen den Willen der Rechteinhaber privat vervielfältigt werden dürfen“, rechnet der Interessensvertreter an einem Beispiel vor. Da die neue Rechtssituation zudem wohl „von interessierten Medien mit Begeisterung propagiert“ werde, komme die Klausel letztlich einem „Freibrief für (zunächst) digitalem Diebstahl“ gleich.
Wie kommen sie nur auf 40 Millionen? Musste extra die Brennerstudie erstellt werden, um festzustellen, dass es mehr als 40 Millionen Internetnutzer in Deutschland gibt, die damit „Zugang zu digitalen Vervielfältigungstechniken haben“? Und sollte man nicht besser sofort Computer und Internet verbieten, damit auch bei hoher Strafandrohung niemand diese „Vervielfältigungstechniken“ nutzen kann? Dann würden auch sicher wieder mehr Menschen ins Kino gehen und alle wären glücklich…
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: Wie Napster die Musikwelt veränderte
: Wie Napster die Musikwelt veränderte News.ch hat einen Artikel über die Entstehung von Napster veröffentlicht: Wie Napster die Musikwelt veränderte
Was 1980 aus einer Liebesnacht beim High School Abschlussball entstand, entwickelte Jahre später eine Software, die die Musikindustrie revolutionierte. Shawn Fanning aus Massachusetts läutete mit seiner Gründung von Napster die Neuzeit der Musikindustrie ein.
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: Zum Tag der Internet-Sicherheit…
: Zum Tag der Internet-Sicherheit… …empfehle ich allen Windows-Usern, die hier mitlesen, mal Linux auszuprobieren. Das ist immer noch die sicherste Art und Weise, ins Internet zu gehen und so gut wie unbehelligt von Viren, Trojanern, Dialern und Würmern zu surfen. Knoppix, die von CD selbstbootende Linux-Distribution ist perfekt, um Linux einfach mal ausprobieren.
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: Musikmarkt.de klaut bei Heise
: Musikmarkt.de klaut bei Heise Während die Musikindustrie gerade Heise.de wegen der Berichterstattung über eine DVD-Kopiersoftware verklagt hat, kopiert (die würden „klauen“ schreiben) Musikmarkt.de, das nach eigenen Angaben “ führende Fachmagazin für die Musikbranche“ ganz ungeniert bei Heise Content. Aufgefallen war es mir schonmal, als die Berichterstattung über die kürzlich in Berlin stattgefundene DRM-Konferenz in beiden Medien sehr kompatibel war. Nun stolperte ich über einen Artikel zur iRights-Plattform, und siehe da: Die einzige kreative Leistung bestand aus dem Zusammenkürzen. Auf einzelne Absätze wurde verzichtet, ebenso auf die Formulierung „sagte… gegenüber Heise-Online“. Sähe ja auch komisch aus.… Wenigstens schreiben sie einmal „meldet Heise“.
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: Tote können nicht verklagt werden…
: Tote können nicht verklagt werden… The Recording Industry Association of America is getting soft. RIAA spokesman Jonathan Lamy announced that they will drop their lawsuit against a woman who died last month at the age of 83 and didn’t own a computer.
[via BoingBoing]
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: Urheberrecht-Aufklärung mit iRights.info
: Urheberrecht-Aufklärung mit iRights.info
Zum Weltverbraucherschutztag am 15. März wird das neue Verbraucherportal iRights.info online gehen, in dessen Beirat ich berufen wurde. Das vom Verbraucherschutzministerium geförderte Projekt dient dazu, darüber aufzuklären, was noch wie im Umgang mit digitalen Medien kopiert werden darf und was nicht. Gleichzeitig sollen die Verbraucher über den zweiten Korb der Urheberrechtsreform und andere Gesetzesvorhaben in dem Bereich aufgeklärt werden, wie die EU-Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums. Vorab gibt es schon ein freigeschaltetes Forum, wo Verbraucher Fragen stellen können. Im Gegensatz zum Forum der Kopien-brauchen-Originale Webseite des Bundesjustizministerium wird natürlich auch auf Fragen kompetent geantwortet.Heise gibt heute schon vorab einen kleinen Überblick, was zu erwarten ist. Morgen wird es auf der Transmediale in Berlin einen kleinen Preview-Launch geben.
…Statt als erstes aufzulisten, was der digitale Netzbürger alles nicht darf, wird zunächst darüber aufgeklärt, was im Zusammenspiel mit PC und Internet, CD-Brennern und Tauschbörsen kopiert werden darf. „Jeder kann Musik, Text und Bild digital speichern, bearbeiten und übertragen, und auf eine Art und Weise an Kultur teilnehmen, die vorher so nicht vorstellbar war“, heißt es auf der Startseite.…
…Das eigentliche Portal gliedert sich in die Schwerpunkte „Kopieren“, „Selber machen“ und „Hintergrund“. Dabei werden typische Alltagssituationen durchgespielt, in denen man etwa beim Musik-Sampeln oder beim Filesharing mit dem Urheberrecht in Berührung kommt. Dazu kommen Informationen etwa über den so genannten 2. Korb der Gesetzesnovelle oder das digitale Rechtekontroll-Management (DRM).…
Mehr Informationen dazu gibt es dann am 15. März.
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: Modebranche = Creative Commons?
: Modebranche = Creative Commons? Der Commons-Forscher David Bollier organisierte am 29. die Konferenz “Ready to Share: Fashion and the Ownership of Creativity“. Interessant daran war, dass die Konferenz am Beispiel der Modeindustrie aufzeigen wollte, wie eine weniger restriktive Handhabung von „Geistigem Eigentum“ (Der Begriff „Limitierte geistige Monopole“ passt eigentlich besser) mehr Innovation bringt. Denn BHs mit Leopardenfell können z.B. nicht patentiert werden, aber jeder kann daraus eigene Geschäftsmodelle (z.B. Brand draufsetzen) kreieren. Oder wie David Bollier darüber in seinem Weblog „OnTheCommons“ schreibt: They are all part of a vast creative commons. Seine Keynote findet sich hier im Real-Format.
If you listen to the film and music industries, there is only one way to assure healthy markets and a steady flow of new creativity: strict copyright protection. Yet one of the most creatively robust and competitive industries in the world – fashion – does quite well, thank you, with only the most minimal copyright controls over their work.
In apparel design, you can own your trademarked name and logo, but no one can own the creative design. No one can own hip-hugging denims, leopard-skin bikinis or the herring-bone suit. They are all part of a vast creative commons. Everyone constantly borrows, modifies and transforms other people’s creative work, and the industry is richer for that fact. There is, in fact, a whole niche of the fashion industry based on knocking-off dresses made by elite designers and worn by Hollywood starlets on the red carpet. While knock-offs may not have the prestige of an original Chanel or Gucci dress, no one calls the copy „piracy.“
The framework for creativity in fashion has a great deal in common with the digital world, in fact. From open source software to Wikipedia to the blogosphere, sharing and creative derivation are key elements in the process of creating something new. Originality and derivation blur into each other, making it difficult (or counter-productive!) to impose property boundaries based on some purported individual “originality.” Yet individuals and companies can still make money.
The point is that there are a variety of viable business models for creative endeavors that can be built around less-restrictive intellectual property regimes. This is being shown by IBM and Sun, which recently made dozens of their patents available to anyone, without payment or licensing, on an open source basis. Those companies realize (in this instance at least) that there is more money to be made by fostering a sufficiently large and robust knowledge commons (upon which one can build specialized value-added products and services) than by asserting strict proprietary control (which may actually prevent any marketplace from developing in the first place).
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: Auf der Suche nach der CDU Bundestagsfraktion
: Auf der Suche nach der CDU Bundestagsfraktion Auf der Suche nach mehr Statements zu Softwarepatenten wollte ich die Bundestagsfraktion der CDU besuchen. Nur irgendwie gestaltete sich das anstrengender als gedacht. Zuerst probierte ich www.cdu-fraktion.de und landete bei der CDU-Fraktion in Mecklemburg-Vorpommern. Nicht ganz das, was ich suchte, dort äusserte sich auch niemand zu Softwarepatenten. Der nächste Schritt war also, das Minus in der URL wegzunehmen: www.cdufraktion.de. Dort fand ich zwar auch keine Statement, dafür aber ein ungewohntes Design:

Die Auflösung fand ich dann bei Google: http://www.cducsu.de/ ist die richtige Wahl. Dort fand ich aber auch nichts zu Softwarepatente, sondern nur eine etwas unerfreuliche Meldung, dass die CDU/CSU DNA Tests ausweiten will. Nur gut, dass niemand die Webseite einfach findet.
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: Mehr Meinungen über Softwarepatente-Neustart
: Mehr Meinungen über Softwarepatente-Neustart Mittlerweile kommen die ersten Stellungnahmen zur gestrigen Entscheidung des Rechtsausschusses im Europaparlament an, die ich hier mal dokumentieren will.
Elmar Geese, Vorsitzender des Linuxverbandes, kommentierte die Entscheidung u.a. mit den Worten:
Elmar Geese weist zugleich auf die großen standortpolitischen Vorteile eines Verzichts auf Softwarepatente hin. „Das freie und offene Betriebssystem GNU/Linux, das den Anwendern quasi Eigentumsrechte vermittelt, ist geradezu ein Geschenk an die europäische Maschinenbau‑, Elektro- und Automobilindustrie, ihre weltweite Spitzenposition durch die Implementierung der modernsten Erkenntnisse der Informationstechnologie noch auszubauen, ohne dafür hohe Lizenzgebühren zahlen zu müssen oder von Zulieferern mit Patentansprüchen abhängig zu sein“, erklärte der Linux-Verband. „Embedded Linux als Inbegriff einer Fülle von industriellen Anwendungen in allen Branchen einschließlich der Telekommunikation ist dafür ein lebendiger Beweis.“ Vom Rechtsstaat garantierte monopolistische Nutzungsrechte durch Softwarepatente würden zur Unterdrückung Freier Software und zur intellektuellen Enteignung der Softwareentwickler führen. „Alle ökonomischen Studien zur Informationswirtschaft kommen zu dem Ergebnis, dass das bisherige Fehlen von Softwarepatenten für die innovative und konkurrenzfähige Softwareindustrie in Europa mit verantwortlich ist. Ohne Softwarepatente hat auch die neu belebte Lissabon-Strategie der EU-Kommission größere Chancen“, ist der Linux-Verband überzeugt.
Die Grüne Jugend sagte dazu u.a.:
Wir hoffen zudem, dass der Rat seine Position grundlegend überarbeitet und sich mehr an den Parlamentsideen orientiert. Die rot-grüne Bundesregierung muss in dieser Hinsicht eine treibende Rolle einnehmen. Wäre die Richtlinie in der bisherigen Form verabschiedet worden, wäre dies eine massive Behinderung für den europäischen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort für die Zukunft gewesen.
Wir danken besonders der grünen Europafraktion, die sich seit Beginn der Diskussion ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt und schon lange auf die Gefahren einer scharfen Patenregelung hingewiesen hat. Grüne Politik bedeutet Innovationsförderung, eine Stärkung des Mittelstands und Gestaltungsfreiraum für eine freie Wissensgesellschaft.“
Auch Katja Husen, Mitglied des Bundesvorstands von Bündnis 90/Die Grünen, gab jetzt ein Statement ab:
Eine Übernahme der Parlamentsposition durch den Rat wäre zwar die beste Lösung gewesen. Aber auch so bietet sich die Chance auf eine Richtlinie, die den Interessen der hauptsächlich mittelständisch organisierten deutschen und europäischen Softwarefirmen gerecht wird und damit Innovation und Arbeitsplätze schafft. Die Kommission ist aufgefordert, einen Neuentwurf vorzulegen, der den Positionen des Europäischen und des Deutschen Parlaments Rechnung trägt.“
Mal schauen, wann andere Parteien sich mal melden.
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: Frankreich: Gericht verurteilt Filesharer
: Frankreich: Gericht verurteilt Filesharer In Frankreich ist erstmals ein Tauschbörsennutzer verurteilt worden. Der 28 jährige Lehrer hatte wohl 10000 Songs angeboten und war laut Heise unter „monatelanger Beobachtung“. 10000 Euro Strafe muss er jetzt an eine Verwertungsgesellschaft zahlen.
Die Musikindustrie begrüßte den „exemplarischen Charakter“ dieses Urteils, Verbraucherschützer verlangten hingegen Straffreiheit für „Musikpiraten“. Das Urteil fiel allerdings milder aus als nach dem Gesetz vorgesehen, das bis zu drei Jahre Haft und 300.000 Euro Geldstrafe vorsieht.
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: Europaparlament: Neustart bei Softwarepatente!
: Europaparlament: Neustart bei Softwarepatente! Der Rechtsausschuss im Europaparlament hat heute bei wohl nur wenigen Enthaltungen für einen Neustart gestimmt. Das bedeutet, dass die EU-Kommission einen neue Richtlinie entwerfen muss.
Update: Heise berichtet mittlerweile als erstes ausführlich darüber:
Sobald Parlamentspräsident Josep Borrell Fontelles dem Drängen des Rechtsausschusses nachkommt, ist die Kommission aufgefordert, sich erneut mit der Richtlinie zu befassen. Konkret soll die Kommission ihren ursprünglichen Richtlinienvorschlag entweder noch einmal an das EU-Parlament übersenden oder einen neuen vorlegen.
Damit würde der Gesetzgebungsweg ganz von vorn beschritten. Die Abgeordneten stützen sich auf Artikel 55 der Geschäftsordnung des Europaparlaments. Er sieht eine erneute grundlegende Befassung der Abgeordneten mit einem Richtlinienvorschlag unter anderem vor, wenn sich die Art des behandelten Problems „entscheidend ändert“ oder sich das Parlament nach Festlegung seines Standpunkts durch Wahlen neu konstituiert. Entsprechende Anträge hatten eine Gruppe von 61 Abgeordneten sowie die Grünen gestellt.
Eva Lichtenberger von den Grünen kommentierte die Entscheidung in der Futurezone:
Es sei „eine sensationelle Entscheidung“ des Europaparlaments, den Ausgang dieses laufenden Prozesses nicht mehr abzuwarten und nicht mehr ausschließlich zu reagieren, sagte die EU-Abgeordnete Eva Lichtenberger [Grüne] am Dienstag Abend zur futurezone.
„Das Parlament hat in einer verfahrenen Lage die Initiative in die Hand genommen. Nun ist nach Paragraph 55 der Geschäftsordnung die Kommission am Zug“, so Lichtenberger.
Morgen muss die Entscheidung nur noch durch ein Gremium der Präsidenten des Europaparlaments, welches aber ein „Abnicker“-Gremium ist, das bisher noch keine eigene abweichende Entscheidung gefällt hat.
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: Bittorrent wächst weiter – Trotz Klage-Welle der Filmindustrie
: Bittorrent wächst weiter – Trotz Klage-Welle der Filmindustrie Die Musik- und Filmindustrie möchte ja gerne den Anschein erwecken, dass ihre Klagewellen gegen Tauschbörsen und die zunehmende Kriminalisierung der Nutzer durch die Politik das Tauschverhalten einschränken. Dass dem aber nicht so ist, berichtet Janko Röttgers auf Netzwelt.de:
Bittorrent bleibt trotz der Kampagne des Filmindustrie-Branchenverbands MPAA weiterhin das aktivste P2P-System. Dies bestätigte jetzt der Gründer der britischen Netzwerk-Analyse-Firma Cachelogic gegenüber dem Onlinemagazin Slyck.com. Zu Hochzeiten verursacht Bittorrent zudem weiterhin mehr Datenverkehr als alle anderen Internet-Anwendungen zusammen. Cachelogic-Gründer Andrew Parker dazu wörtlich: „Ich glaube, die MPAA sollte P2P als Chance und nicht als Bedrohung ansehen.“
BitTorrent: Medienwirksame Kampagne für das Netzwerk
Eric Garland von der in Los Angeles ansässigen P2P-Analyse-Firma BigChampagne glaubt sogar, dass Bittorrent durch die Kampagne der Filmindustrie noch weiter gewachsen ist. „Das ist der ungewollte Effekt öffentlichkeitswirksamer Anti-Piraterie-Kampagnen“, so Garland gegenüber Slyck. „Wir haben das immer wieder beobachten können, angefangen mit der Klage gegen Napster.“
Vielleicht ist das ganze ja doch eine riesige Marketingkampagne der Industrie für p2p?
Update: Gnutella geht auch immer weiter nach oben. Mittlerweile gibt es über 1,2 Millionen Nutzer am Tag, wie diese Statistik zeigt.