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Bittorrent wächst weiter – Trotz Klage-Welle der Filmindustrie

Die Musik- und Filmindustrie möchte ja gerne den Anschein erwecken, dass ihre Klagewellen gegen Tauschbörsen und die zunehmende Kriminalisierung der Nutzer durch die Politik das Tauschverhalten einschränken. Dass dem aber nicht so ist, berichtet Janko Röttgers auf Netzwelt.de: Bittorrent bleibt trotz der Kampagne des Filmindustrie-Branchenverbands MPAA weiterhin das aktivste P2P-System. Dies bestätigte jetzt der Gründer…

  • Markus Beckedahl

Die Musik- und Filmindustrie möchte ja gerne den Anschein erwecken, dass ihre Klagewellen gegen Tauschbörsen und die zunehmende Kriminalisierung der Nutzer durch die Politik das Tauschverhalten einschränken. Dass dem aber nicht so ist, berichtet Janko Röttgers auf Netzwelt.de:

Bittorrent bleibt trotz der Kampagne des Filmindustrie-Branchenverbands MPAA weiterhin das aktivste P2P-System. Dies bestätigte jetzt der Gründer der britischen Netzwerk-Analyse-Firma Cachelogic gegenüber dem Onlinemagazin Slyck.com. Zu Hochzeiten verursacht Bittorrent zudem weiterhin mehr Datenverkehr als alle anderen Internet-Anwendungen zusammen. Cachelogic-Gründer Andrew Parker dazu wörtlich: „Ich glaube, die MPAA sollte P2P als Chance und nicht als Bedrohung ansehen.“

BitTorrent: Medienwirksame Kampagne für das Netzwerk

Eric Garland von der in Los Angeles ansässigen P2P-Analyse-Firma BigChampagne glaubt sogar, dass Bittorrent durch die Kampagne der Filmindustrie noch weiter gewachsen ist. „Das ist der ungewollte Effekt öffentlichkeitswirksamer Anti-Piraterie-Kampagnen“, so Garland gegenüber Slyck. „Wir haben das immer wieder beobachten können, angefangen mit der Klage gegen Napster.“

Vielleicht ist das ganze ja doch eine riesige Marketingkampagne der Industrie für p2p?

Update: Gnutella geht auch immer weiter nach oben. Mittlerweile gibt es über 1,2 Millionen Nutzer am Tag, wie diese Statistik zeigt.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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