Wissen
Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
-
: Professionell aussehende Fotos drucken wir nicht
: Professionell aussehende Fotos drucken wir nicht Digitalkameras sind ein praktisches Werkzeug, um Fotos zu machen. Mit einem passenden Bildbearbeitungsprogramm können diese dann noch bequem und einfach am heimischen PC nachbearbeitet werden. Dann noch schnell zur Drogerie um die Ecke, um sie professionell ausdrucken zu lassen. Allerdings dürfen die Bilder in den USA nicht zu professionell aussehen, sonst weigern sich Firmen wie Wal-Mart, diese zu drucken. Begründung: Könnte ja eine Copyright-Verletzung sein…
There are a growing number of stories of amateur photographers being turned away by photofinishers for having photos that looked, at least in the eyes of a store clerk, too good to have been taken by anyone other than a professional.
Their photos have become collateral damage in the war on digital copyright infringement.
SignOnSanDiego hat eine nette Story darüber: Digital photos can look great, but some labs won’t print those that appear too professional
[via Julian-Finn]
-
: Debian Sarge 3.1 erschienen!
: Debian Sarge 3.1 erschienen! Lange hat es gedauert, aber nun ist die Futurezone der Meinung, dass im Moment die Debian Sarge 3.1 – Images auf die verschiedenen Mirror-Server weltweit verteilt werden und heute Erscheinungstag ist:
Damit ist nun Schluss: Heute soll die lang erwartete Version „Sarge“ frei gegeben werden. Die Mirrors füllen sich bereits mit Daten, ein offizielles Announcement steht noch aus.
Ich bin gespannt.
Die Debian-Seite verrät noch nichts, auch in den Weblogs ist es noch sehr ruhig.Update:
Es ist soweit:6. Juni 2005
Das Debian-Projekt freut sich, das offizielle Release von Debian GNU/Linux Version 3.1 Codename »Sarge« nach beinahe dreijähriger fortlaufender Entwicklung bekanntzugeben. Debian GNU/Linux ist ein freies Betriebssystem, das insgesamt elf Prozessor-Architekturen unterstützt, KDE‑, GNOME- und GNUstep-Arbeitsumgebungen enthält, kryptographische Software bietet, dem FHS v2.3 entspricht und Software, die für die LSB entwickelt wurde, unterstützt.
-
: Vortrag: Warum offene Standards nicht funktionieren, aber trotzdem nötig sind
: Vortrag: Warum offene Standards nicht funktionieren, aber trotzdem nötig sind Am kommenden Donnerstag, den 9.6.2005 gibt es um 19h im newthinking store folgenden spannenden Vortrag:
[…] Der Vortrag gibt eine Einführung in die Thematik der Interoperabilität und „Offenen Standards“. Es wird erklärt, was Interoperabilität überhaupt ist und welche Arten von Interoperabilität es gibt. Im weiteren Verlauf des Vortrags wird diskutiert, ob Offene Standards eine Lösung zur Herstellung von Interoperabilität darstellen und welche Gefahren „Offene Standards“ in der „freien Wildbahn“ überstehen müssen.
Referent: Oliver Zendel ist Mitbegründer des LinuxTag e.V. und beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit Freier Software.
09.06.05, 19.00h, newthinking store, Tucholskystr. 48, 10117 Berlin-Mitte
-
: DerStandard mag keine Offenen Standards
: DerStandard mag keine Offenen Standards Komische Meldung, die mir DerStandard.at beim Aufrufen mit dem Konqueror zeigt:
Der von Ihnen verwendete Browser ist nicht mehr mit den aktuellen Internetstandards (HTML 4.01, CSS 2.0) kompatibel. Somit werden die zuletzt auf derStandard.at erfolgten Umstellungen von Ihrem Browser nicht mehr oder nur mehr bedingt angezeigt. derStandard.at wird sich in Zukunft strikt an die Vorgaben des W3Cs für die weitere Entwicklung der Website halten.…
Hab ich was verpasst? Konqueror geht nicht, weil Standard.at nur die Vorgaben des W3Cs akzeptiert, dafür wird aber der Internet Explorer unterstützt? Ein schneller Blick auf die Konqueror-Seite bestätigt u.a. folgendes:
Features of the HTML rendering component in KDE 3.4:
HTML 4.01 compliance.
…
Cascading Style Sheets:
CSS 1: supported
CSS 2.1: supported (paged media only partially supported)
CSS 3 Selectors: supportedNicht umsonst verwendet Apple bei Safari den Konqueror, bzw. das dahinterliegende KHTML als Basis. Aber wie kommt der Standard darauf, den Konqueror nicht zu akzeptieren und sich darauf noch auf das W3C zu beziehen?
Alternativen werden auch geboten:
Mit dem von Ihnen verwendeten Browser werden Sie ab nun automatisch auf unsere Textversion unter derStandard.at/Text umgeleitet. Bitte beachten Sie, dass die Funktionalität dieser Version eingeschränkt ist gegenüber der Vollversion.
Dort liest man dann:
Dieses Angebot ist kostenpflichtig:
€ 1,- für einen Tag, € 2,- für eine Woche oder € 6,- für ein Monat.
LOGINDas klingt tatsächlich „eingeschränkt“. Vielleicht sollte sich die Redaktion mal eine andere Argumentationlinie für die Begründungs-Seite überlegen oder den Konqueror einfach mal testen? Offene Standards sind schon schwer – auch für den Standard.
-
: Das Open Source Bier verpasst
: Das Open Source Bier verpasst Globalisierung ist eine lustige Sache. Ich hatte mal vor einiger Zeit über das erste „Open Source Bier“ namens Vores øl geschrieben. Jetzt lese ich gerade auf einer US-amerikanischen Mailingliste, dass dies vor zwei Wochen bei mir um die Ecke in der Berliner Volksbühne als Kunstprojekt präsentiert wurde:
Installation:Superflex – FREE BEERGARTEN
Die dänische Künstlergruppe Superflex (Rasmus Nielsen, Jakob Fenger und Bjørnstjerne Christiansen) thematisiert in ihren Projekten herrschende Ökonomische Strukturen sowie Produktionsabläufe von Waren und schlägt alternative Konzepte vor. Neben dem Vertrieb einer gemeinsam mit afrikanischen Ingenieuren entwickelten Biogas-Produktionseinheit (Supergas) und dem Vertrieb eines mit brasilianischen Kleinbauern produzierten Guarana- getränks (Guarana Power) haben Superflex auch eine eigenes Bier kreiert („Vores øl“ / Unser Bier). Es ist dem Gedanken der „Open Source“ verpflichtet und versteht sich als gegenökonomische Strategie zur Praxis multinationaler Konzerne. „Vores øl“ wurde auf Basis klassischer Brauereikunst entwickelt. Das Rezept für „Vores øl“ ist allgemein zugänglich und kann von jedem verwendet oder modifiziert werden, auch zu kommerziellen Zwecken, unter der Voraussetzung, dass das Produkt als Werk von Superflex ausgewiesen und die genaue Zusammensetzung veröffentlicht wird. Für „Ersatzstadt“ entwickeln Superflex eine Bierstube mit begleitendem Entertainment-Programm. „Unser Bier“ wird hier als Teil einer Surrogat-Ökonomie ausgeschenkt und vertrieben.
FREE BEERGARDEN, die Bierstube von Superflex bleibt über die gesamte Dauer des ErsatzStadt-Wochenendes im Sternfoyer aufgebaut
-
: Die Medienkompetenz der Planetopia-Redaktion
: Die Medienkompetenz der Planetopia-Redaktion Die Planetopia-Redaktion beweisst ein weiteres Mal ihre nicht vorhandene Medienkompetenz:
Napster, Kazaa & Co sind out. Der neuste Kick im Internet heißt „BitTorrent“. Auf dieser Internettauschseite lassen sich brandaktuelle Filme runterladen. Super schnell, in super Qualität, aber auch super illegal. Hinzu kommt, dass gerade die schnellen Downloads extrem hohe Datenvolumen verursachen. Zudem schätzen Experten, dass mittlerweile ein Drittel des weltweiten Internet-Datenverkehrs über diese eine Seite läuft!
Ist ja nicht das erste Mal, dass sie neue Techniken nicht verstehen. Ein Blick nach Wikipedia würde ja schon reichen, um sich über Bittorrent zu informieren.Dort lernt man u.a., dass Bittorrent keine Internetseite ist, über die ein Drittel des Internetverkehrs gehen soll. Und nicht alles, was über Bittorrent läuft, ist „super illegal“. Sehr vieles ist sogar „super legal“.
-
: Mailbox-Dokumentation unter Creative Commons
: Mailbox-Dokumentation unter Creative Commons Jason Scott hat eine 5‑stündige Dokumentation über die goldene Ära der BBS/Mailboxsysteme gedreht. Die Dokumentation ist als DVD erhältlich und der Regisseur erklärt, warum er eine Creative Commons Lizenz gewählt hat:
Even if you are honest, open, friendly, making a kick-ass product and totally changing the world with your little whooziz, some people, on principle, do not pay for media. This is what they do and they have tools to get media for free, tools that are better than your tools are and which are much more ubiquitous and better updated. In realizing this, perhaps you will stop treating every single person who purchases your product like a scumbag, guilty until proven innocent, beneath and below you. A number of people do not pay. This happens at the circus, the rock concert, your local supermarket and at your job. To turn your customer base into a constantly-on-alert totalitarian wasteland is not the effective solution. Instead, assume that if you’ve actually made a unique, interesting product and put your heart into it and made something that can’t truly be duplicated, people will pay. And if you treat them like they’re human beings, they’ll ask other people to pay too.
Result: You save a lot of lawyers fees, and people feel like customers and not shotgun targets. Also, your breath will smell better.
[via BoingBoing]
-
: Tolles Comic über Filesharing, Piraten und Künstler
: Tolles Comic über Filesharing, Piraten und Künstler Passend zu den Themen Klagewellen, Piraten und fehlende Innovation gibt es hier ein tolles Comic zur Thematik:

Gefällt mir, schön umgesetzt. Und das Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt.
-
: Mal wieder Klagewellen der Filmindustrie
: Mal wieder Klagewellen der Filmindustrie Aus Heise: US-Filmindustrie klagt erneut gegen Tauschbörsen-Teilnehmer:
„Wir würden natürlich lieber sehen, dass die Leute Kinokarten oder DVDs im Laden kaufen als ihr Geld für Anwälte auszugeben“, fügt Malcolm hinzu. „Doch wir werden nicht eher ruhen, bis auch der letzte Internet-Filmdieb außer Gefecht gesetzt wurde.“
Vielleicht sollte die Filmindustrie mal lieber in neue Technologien investieren, wonach sich die Verbraucher sehnen. Also beispielsweise On-Demand mit Offenen Standards statt die nächste Videothek aufzusuchen. Aber die Strategie scheint wohl eher zu sein, das Geld in Anwälte zu stecken anstatt in neue Technologien. So wird das nichts, denn irgendwann sind sie pleite, können sich keine Anwälte mehr leisten und die Verbraucher ziehen sich Filme und Serien immer noch über Tauschbörsen, weil ihnen keine Alternativen zur Verfügung gestellt werden. Bittorrent würde sich anbieten, damit scheinen ja viele schon gute Erfahrungen gemacht zu haben.
Naja, passend zu den Innovationen gibt die MPAA ihre Pressemitteilungen in einem DOC-Format raus…
-
: Konferenz-Marathon rund um Softwarepatente
: Konferenz-Marathon rund um Softwarepatente Schade, dass ich nicht in Brüssel sein kann. Dort ist gerade ein Konferenz-Marathon zum Thema Softwarepatente im Europaparlament. Die Grünen veranstalteten heute eine Konferenz zusammen mit der Free Software Foundation durch, wo sich die Softwarepatente-Gegner trafen. Parallel dazu luden die Christdemokraten die Patentbefürworter ein. Aber da Stefan Krempl vor Ort ist, können wir das alles bei Heise nachlesen: Softwarepatente als Test für die EU-Demokratie. Auch The Register hat einen Artikel dazu: Free software fans take a stand against software patents.
-
: Linux an die Schulen – auch in Thüringen
: Linux an die Schulen – auch in Thüringen Nach einigen Bundesländern hat nun auch Thüringen eine Partnerschaft mit Microsoft geschlossen:
Thüringen will auch an dem Microsoft-Programm „Partners in Learning School Agreement“ für besonders förderungswürdige Schulen oder Schulen in geografisch benachteiligten Regionen teilnehmen. Diese Schulen können Software-Lizenzen zu Vorzugskonditionen erwerben.
Statt Software-Lizenzen zum Vorzugspreis könnte mit Freier Software Geld gespart werden. Dieses Geld könnte an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden, beispielsweise durch den Kauf von neuer Hardware, woran es ja Schulen meistens mangelt. Freie Software läuft auch prima auf den alten Rechnern, die noch überall herumstehen. Andererseits könnte das Geld auch in eine sinnvolle Lehrer-Ausbildung gesteckt werden. Zuerst sollte Lehrer mehr Medienkompetenz bei den Neue Medien vermittelt werden, damit diese ihre Schüler sinnvoll auf das digitale Zeitalter vorbeiten können. Das wäre eine Alternative zu Intel finanzierten Lehrerausbildungsprogrammen, womit schon viele Lehrer die halbe Produktpalette von Microsoft vorgeführt bekamen. Auf dem LinuxTag 2005 in Karlsruhe vom 22.–25. Juni wird es eine Sub-Konferenz zu „Linux an Schulen“ geben. Dort kann man sich umfassend über Alternativen und interessante Projekte informieren. Und auch das PingoS – Projekt zur Förderung von Linux in Schulen verdient nochmal Aufmerksamkeit in diesem Zusammenhang.
-
: Spiegel über BBC: Revolution im Auftrag ihrer Majestät
: Spiegel über BBC: Revolution im Auftrag ihrer Majestät Spiegel Online berichtet über die BBC-Internetstrategie: Revolution im Auftrag ihrer Majestät
Mit einem revolutionären Projekt präsentiert die BBC „ein Modell für den öffentlichen Rundfunk des 21. Jahrhunderts“. Ab sofort dürfen Privatpersonen Nachrichten, Sport, Wetterinfos und andere Daten übernehmen, sie verändern und beliebig mit anderen Inhalten kombinieren. Kostenlos.
Mehr zur BBC-Strategie auf netzpolitik.org:
19.5.2005: Wired erklärt die Internetstrategie der BBC
17.5.2005: BBC “interaktive Media Player”
13.5.2005: Have fun: Die BBC-Webseite remixen
15.4.2005: Creative Archive der BBC
13.4.2005: BBC Creative Archiv gelauncht
3.3.2005: BBC documents under Creative Commons licence -
: Mehr Freie Software für Europa
: Mehr Freie Software für Europa de.internet.com zitiert Jesus Villasante, Chef der Software-Sparte beim Generaldirektorat für Informationsgesellschaft und Medien der Europäischen Kommission, der sich auf einer Open Sourcce Konferenz in Amsterdam für eine eigenständige europäische Softwareindustrie auf Basis von Freier Software ausprach: EU-Vertreter beklagt Abhängigkeit der Open Source-Community von US-Konzernen
Den Hauptnutzen der Unabhängigkeit sieht der Repräsentant der Europäischen Kommission allerdings in der Stärkung der europäischen Branche: „Ich denke, dass Europa heute keine richtige Software-Industrie hat – wir haben nur eine in Amerika. In der Zukunft könnte auch eine in China oder Indien entstehen.“
Eine lebendige Open Source-Szene sei hingegen nötig, wenn in Europa eine eigenständige IT-Industrie entstehen soll. Dem stehen derzeit jedoch die Verfechter des geistigen Eigentums, traditionelle Software-Hersteller und die Zersplitterung der Bewegung entgegen. „Open Source ist ein totales Chaos – viele Leute machen viele verschiedene Sachen“, argumentierte Villasante. Hier müsse mehr Einigkeit erreicht werden.
Ungewohnt und richtig. Nur wie passen denn da Softwarepatente ins Spiel?
Update:
Der Standard hat dieselbe Story mit ein paar Links: „Die Open-Source-Community ist nur ein Zulieferer amerikanischer Multis“
-
: DRM-Verkaufsveranstaltung in Brüssel
: DRM-Verkaufsveranstaltung in Brüssel Die Business Software Alliance veranstaltete gestern in Brüssel einen Workshop zum Digital Restriction Management. Immerhin wollen die Mitgliedsfirmen dieser Lobbygruppe auch kräftig ihre DRM-Lösungen in Europa verkaufen. Stefan Krempl war dabei und schreibt auf Heise über den Workshop: EU will Politik zum Digital Rights Management neu ausrichten
Vertreter der Verwertungsgesellschaften oder von Verbraucherorganisationen fehlten auf dem Podium. Die ausgelegten Positionen des Bureau Européen des Union de Consommateurs (BEUC) und des Transatlantic Consumer Dialoge (TACD) fanden aber zumindest am Ende der Veranstaltung reißenden Absatz. Das in den Papieren über DRM gefällte Urteil ist vernichtend: „Diese Technologien haben in jeder Hinsicht im praktischen Einsatz versagt“, heißt es. Professionelle Urheberrechtsverletzungen würden nicht gestoppt, da noch jedes DRM-„Schloss“ gebrochen worden sei. Die Rechte der normalen Verbraucher seien dagegen „erfolgreich“ eingeschränkt worden. Es dürfe nicht so weit kommen, dass die bislang immer bevorzugten Rechtehalter bald auch noch bis ins Detail bestimmen, „wo und wer ein Stück Content nutzen kann“.
-
: Ahnungslose MdEP-Webmaster?
: Ahnungslose MdEP-Webmaster? Der Schockwellenreiter setzt süffisant die Meldung des ZDF ins richtige Licht: „Webseiten deutscher EU-Parlamentarier verletzen Trivialpatente“. So deutlich war uns das bisher kaum klar, wo doch meistens nur Webshops als Beispiele herhalten. Zudem schreckt die Bezeichnung computerimplementierter Erfindungen ab und verleitet gerade Laien zu dem Irrglauben, nur die IT-Branche müsste sich damit auseinandersetzen.
Falsch, meinte die Initiative hessischer Unternehmen gegen Patentierbarkeit von Software und unterzog die Webseiten aller deutschen EU-Parlamentarier einer stichprobenartigen Patentprüfung. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Von den 99 deutschen EU-Abgeordneten besitzen 92 eine eigene Homepage. 77 dieser Webauftritte verwenden Techniken, die beim Europäischen Patentamt trotz anders lautender Rechtslage bereits patentiert wurden oder derzeit zur Patentierung angemeldet sind. Im Durchschnitt ist jede Webseite von etwa drei der zehn Patente betroffen, die zur Prüfung herangezogen wurden.
Damit steht auch die Frage von silicon.de gestern: Ob die rechte Hand der EU weiß, was die linke tut? in neuen Licht da. Jörg Kantel dazu: das mit den potentiellen Verletzungen „Sollte denen vielleicht mal jemand sagen, die wissen das vielleicht gar nicht“. Im ZDF-Beitrag kommt auch Joachim Jakobs von der Free Software Foundation Europe zu Wort, die morgen am 2.6. in Brüssel eine weitere Demonstration gegen Softwarepatente organisiert. Die Demonstranten werden sich in der Nähe des EU-Parlamentsgebäudes treffen; vielleicht bekommen die Damen und Herren MdEP dass auch inhaltlich mit.
-
: LinuxTag: Community-Eintrittskarten nach Schneeballeffekt
: LinuxTag: Community-Eintrittskarten nach Schneeballeffekt „Freie Projekte sind die Eckpfeiler der kompletten Bewegung. Viele kommerzielle Produkte bauen auf den Ergebnissen der Freien Projekte auf und somit ist es nur logisch, diese im Ausgleich besonders zu unterstützen“, erklärt Oliver Zendel, Mitglied des Vorstandes des LinuxTag e.V. Der Veranstalter des LinuxTag lädt auch in diesem Jahr über 30 Projekte zur Veranstaltung ein und sponsort diese dafür mit 400 qm Standfläche im Gegenwert von mehr als 100.000 EUR.
Das erstmalig aufgelegte Freikarten-Programm startete am 28. Mai 2005 um 23:23 Uhr. Der LinuxTag e.V. hat 200 Mitglieder aus bekannten Projekten wie der Free Software Foundation Europe, KDE, GNOME, mehreren Linux Usergroups und Schulen eingeladen. Weitere Einladungen werden an die ersten 200 Abonnenten des Newsletters ausgesprochen, der auf der Website bestellt werden kann. Mit einer Einladung erhält der Empfänger einen Vier-Tages-Pass für den LinuxTag.
Das Besondere an diesen Pässen ist jedoch ein Schneeballeffekt: Jeder Eingeladene kann zwei Freunde einladen, welche wiederum zwei Freunde einladen können. „Diese Verteilung der Pässe entspricht der hohen Dynamik der Freien-Software-Entwicklung. Der LinuxTag e.V. ist sehr gespannt, wie diese Idee angenommen wird“, so Oliver Zendel.
-
: WhatTheHack: A Guide to Open Source Lobbying
: WhatTheHack: A Guide to Open Source Lobbying Eben kam die Bestätigung für meinen Call-for-Papers Vorschlag beim WhatTheHack-Camp:
A Guide to Open Source Lobbying
Lobbying for Open Source and Free Software is necessary for raising awareness in politicians’ minds. But there are only few who really do just that on a national and european level. Lobbying for free software means working in your spare time against lots of paid Microsoft lobbyists and agencies. In this presentation we want to show how lobbying for free software and open source works and what can be done to promote freedoms in the digital age.
Ich kann noch nicht sagen, wann genau der Vortrag in welchem Zelt ist. Das Camp findet vom 28. bis 31 Juli 2005 in der Nähe von Den Bosch in den Niederlanden statt. Eine Teilnahme kann ich nur empfehlen.
-
: Vortrags-Folien: Freie Software Förderung in Deutschland
: Vortrags-Folien: Freie Software Förderung in Deutschland Mittlerweile bin ich von meinem Trip zu den Linuxwochen in Wien nach Berlin zurück gekehrt. Die Linuxwochen waren echt prima und spannend. Viele interessante Vorträge, eine sehr entspannte Location mitten im Museumsquartier in Wien und eine Menge netter Menschen kennen gelernt. Insofern hat sich die anstrengende Nachtzug-Aktion mit einem sächselnden Grosseltern-Paar im gemeinsamen 4er-Abteil auf dem Hinweg gelohnt. Hier finden sich meine Folien zu meinem Vortrag über „Freie Software Förderung in Deutschland“. Bei Pressetext wurde heute morgen ein Artikel über den Vortrag mit Foto veröffentlicht, der mittlerweile auch bei Pro-Linux zu finden ist: Antidiskriminierungsgesetz für Linux. Wie das immer so ist, sind einige Sachen aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe natürlich nicht gefordert, dass alle Menschen Freie Software nutzen müssen. Aber der Staat sollte bei gleicher Eignung Freie Software bevorzugen. Wegen der Offenen Standards, der Herstellerunabhängigkeit, mehr Nachhaltigkeit in den behördlichen IT-Infrastrukturen, etc.. Immerhin wird die gesamte Software aus Steuergeldern bezahlt und mit denen sollte der Staat auch sparsam und sorgfältig umgehen.
Die Realität in deutschen Amtstuben ist übrigens, dass oft genug Microsoft-Produkte bei gleicher Eignung bevorzugt werden. Die Computerwelt in Österreich war anscheinend nicht dabei und sieht jetzt in meinen Forderungen eine Planwirtschaft auf alle zukommen. Das ist natürlich Unsinn, da ich bei dem Punkt über Behörden geredet habe und nicht darüber, jedem Unternehmen und jedem Nutzer vorzuschreiben, dass sie jetzt Linux / Freie Software einsetzen sollen. Konkret ging es um das Beschaffungsrecht, was meiner Meinung nach bei gleicher Qualifikation Freie Software bevorzugen sollte. Golem hatte nochmal per Mail genauer nachgefragt, und bietet zu der Frage nun auch einen Artikel: Antidiskriminierungsgesetz für Linux? Die Futurezone hat jetzt auch noch einen Artikel zu der Frage veröffentlicht, allerdings ist der eher weitergehender und ich komme nur am Rande vor: Freie Software für freie Bürger. Gestern Abend gab es noch eine Matrix-Radiosendung zum Thema „Open Source im öffentlichen Sektor“, wozu ich interviewed wurde. Aber ein Download ist nur mit einem kostenpflichtigen Abo verfügbar. Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in Österreich halt..
Der Pressetext hat auch noch einen netten Artikel über die anschliessenden Podiumsdiskussion zum Thema „Freie Software in die Öffentlichen Verwaltungen“: Linuxwochen: Unabhängigkeit als strategischer Wert
-
: Jimbo Wales hält Keynote auf dem LinuxTag 2005
: Jimbo Wales hält Keynote auf dem LinuxTag 2005 Jimmy Wales, seines Zeichen Mit-Initiator der Wikipedia, wird auf dem kommenden LinuxTag 2005 mit einer Keynote das Freie Vortragsprogramm starten. Die Keynote trägt den Titel: „Free Content in a Free World: The Wikipedia Phenomenon“. Stattfinden wird die Rede am Donnerstag, den 26.6. um 10h morgens auf dem LinuxTag in Karlsruhe. Am Vortrag eröffnet Staatssekretärin Ute Vogt im Rahmen des Business- und Behördenkongress den LinuxTag.
Jimmy Wales will discuss the growth of Wikipedia and how it fits into the free culture movement more generally. He will discuss ways in which free software and free content can work together to leverage GNU/Linux onto the desktop.
Das Freie Vortragsprogramm bietet mehr als 160 Vorträge zu den unterschiedlichsten Aspekten Freier Software, Open Source und Linux. Ich werde Freitags Nachmittag einen Vortrag über die Creative Commons Lizenzen halten.
-
: Creative Commons Usergroup Berlin
: Creative Commons Usergroup Berlin Viele Fans von Creative Commons wohnen in Berlin und einige kamen auf die Idee, sich an einem monatlich festen Termin zu treffen und eine User Group zu gründen. Der letzte Montag im Monat wurde als regelmäßiger Termin ausgewählt. Ein erstes Treffen findet am Montag, den 30. Mai, um 19h im newthinking store in der Tucholskystr. 48 statt.
Auf den monatlichen Treffen soll kreativ nach Wegen gesucht werden, die Creative-Commons-Lizenzen in Deutschland weiter zu verbreiten und bekannt zu machen. Neben konkretem Handeln soll aber auch „Neueinsteigern“ Hilfe und Ratschlag gegeben werden, wie man die Lizenzen richtig einsetzt und welche Chancen und Potentiale sie bieten. Alle Interessierten sind eingeladen, vorbei zu kommen.
Als Arbeitsplattform dient dieses Wiki.
Philip hat dafür noch einen Einladungsflyer entworfen, der an Universitäten und anderen Orten verteilt und aufgehängt werden kann.