Öffentlichkeit
Meinungs- und Pressefreiheit, Zensur, Menschenrechte, Whistleblowing, Transparenz, Öffentlichkeitswandel, Datenjournalismus und Open Data.
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: Bruce Sterling über die Rootkit-Debatte
: Bruce Sterling über die Rootkit-Debatte Bruce Sterling schreibt bei Wired über die Folgen des SonyBMG Rookits und die Auswirkungen der Debatte: The Rootkit of All Evil.
It’s time for lawmakers, trade groups, and public-interest organizations to get down to the hard work of hammering out standards for what businesses can and can’t do to customers’ computers. Such an effort will need to be international, because the Net knows no bounds. It will need to come up with simple, understandable language for end-user licensing agreements. It will need to draw red lines around unacceptably invasive hacks and map gray areas between spying and market research.
I’m not holding my breath, though. After all, we asked for this. We didn’t want to ruffle the feathers of the goose that laid the golden egg of technological progress, so we allowed manufacturers to claim more and more control over the ways we use their products and what they can do with our information. It should come as no surprise that they’re using that power as a cover for bigger, possibly more lucrative schemes.
You may not be interested in the digital rights war, but that doesn’t mean you’ll have the luxury of sitting on the sidelines. Because the other side is very, very interested in you.
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: Informationskrieg spielen mit Blogs
: Informationskrieg spielen mit Blogs The Association Press berichtet über eine grosse Informationskrieg-Testaktion des US-Homeland Security Department, welche gestern durchgeführt wurde. In dem Test-Szenario konnte ein theoretischer Angriff von „Anti-Globalisierungs-Aktivisten“, „Underground-Hackern“ und „Bloggern“ zurückgeschlagen werden.…:
U.S. Concludes ‚Cyber Storm’ Mock Attacks.The government concluded its „Cyber Storm“ wargame Friday, its biggest-ever exercise to test how it would respond to devastating attacks over the Internet from anti-globalization activists, underground hackers and bloggers. Participants confirmed parts of the worldwide simulation challenged government officials and industry executives to respond to deliberate misinformation campaigns and activist calls by Internet bloggers, online diarists whose „Web logs“ include political rantings and musings about current events.
Die Futurezone berichtet jetzt auch darüber: USA rüsten sich gegen Cyber-Terror.
Zum Angriffsszenario zählten unter anderem die Streuung falscher Informationen über Weblogs, Hackerattacken auf Elektrizitätswerke in zehn Bundesstaaten, Störungen im Online-Bankensystem, das Auftreten schwerer Sicherheitslücken im Internet-Backbone sowie die versehentliche Distribution infizierter Software.
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: Danke liebe Bundesregierung
: Danke liebe Bundesregierung Aus: Internet-Regulierung: Darf’s ein bisschen weniger sein?
Die Internet Community darf Regulierungsabsichten der Regierung durchaus kritisch hinterfragen und „auch ein bißchen verhindern.“ Das sagte zum Auftakt des Domainpulse, des bereits traditionellen Treffens der drei deutschsprachigen Domainregistries – Switch, Nic.At und Denic – die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Dagmar Wöhrl.
Danke für die Erlaubnis und Grosszügigkeit.…
Die Regierung darf ihre Regulierungsabsichten und verabschiedeten Gesetze auch gerne im Hinblick auf den Erhalt und Ausbau von Bürgerrechten im digitalen Raum kritisch hinterfragen und gerne öfters auf die Internet Community hören. Fangen wir doch mal mit der Vorratsdatenspeicherung an.
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: Grosse Koalition will schnell die Vorratsdatenspeicherung
: Grosse Koalition will schnell die Vorratsdatenspeicherung Aus „Heute im Bundestag“: Regierung solle Kompromiss über Vorratsdatenspeicherung zustimmen.
Berlin: (hib/BOB) Die Bundesregierung soll dem gefundenen Kompromiss für eine Richtlinie über die Vorratsspeicherung von Daten in der Europäischen Union zustimmen. Dies verlangen CDU/CSU und SPD in einem Antrag (16/545). Bei der Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht sei aber zu berücksichtigen, dass hinsichtlich der Speicherungsdauer und der erfassten Datenarten keine über die Mindestanforderungen der Richtlinie hinausgehenden Pflichten geregelt werden. Dies gelte insbesondere für die Speicherungsfrist von sechs Monaten und die Beschränkung der Datenabfrage für die Strafverfolgung auf die Ermittlung, Aufdeckung und Verfolgung erheblicher oder mittels Telekommunikation begangener Straftaten.
Kann mir vielleicht mal einer der mitlesenden Juristen erklären, was genau „mittels Telekommunikation begangener Straftaten“ bedeutet? Bedeutet das jetzt eine Ausweitung auf Filesharing und wieso ist das nicht auf „schwere Straftaten“ begrenzt, wie nach dem „Kompromiss“ von der grossen Koalition im Europaparlament kommuniziert?
Weiter heisst es:
Die Regierung müsse weiterhin zeitnah einen Gesetzentwurf für eine angemessene Entschädigung der Telekommunikationsunternehmen für deren Inanspruchnahme vorlegen. Union und SPD begründen ihre Haltung damit, der Kompromiss von Anfang Dezember vorigen Jahres beinhalte alle wichtigen Forderungen Deutschlands. Der Aufklärung und Verfolgung von Straftaten komme aber eine große Bedeutung zu. Das Bundesverfassungsgericht habe daher wiederholt die Bedürfnisse der Strafverfolgung hervorgehoben. Die besondere Bedeutung der Telekommunikationsverkehrsdaten für die Strafverfolgung sei unbestritten.
Das klingt jetzt so, als ob das Bundesverfassungsgericht sich wiederholt für eine Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen hat, wovon ich bisher nichts mitbekommen habe. Auch finde ich die letzte Formulierung etwas merkwürdig, denn ich halte die Bedeutung der Telekommunikationsdaten für die Strafverfolgung nicht als unbestritten. Wenn die Bundesregierung dies so sieht, kann sie sicherlich auch eine wissenschaftlich fundierte und unabhängig erstellte Studie finanzieren, die das bestätigen kann, oder?
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: Reporter ohne Grenzen fordern von Yahoo Aufklärung
: Reporter ohne Grenzen fordern von Yahoo Aufklärung Die menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen hat Yahoo aufgefordert, ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Regime transparent zu machen und darüber aufzuklären, ob durch die Mithilfe von Yahoo weitere Cyberdissidenten in China ins Gefängnis gekommen sind: Menschenrechtsorganisation wirft Yahoo rege Kooperation mit chinesischer Polizei vor.
Reporter ohne Grenzen hatte im September vorigen Jahres Vorwürfe veröffentlicht, Yahoo habe zur Verhaftung und Verurteilung des chinesischen Journalisten Shi Tao beigetragen. Nun vermuten die Menschenrechtler, Yahoo arbeite regelmäßig und „effizient“ mit der chinesischen Polizei zusammen. Das Unternehmen rechtfertige sich damit, dass es Daten aushändige, ohne den Hintergrund zu kennen, schreibt Reporter ohne Grenzen. Doch das Unternehmen müsse wissen, dass nicht nur gegen „gewöhnliche Kriminelle“ ermittelt werde, sondern gegen politische Dissidenten und Journalisten.
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: 10 Jahre „A Declaration of the Independence of Cyberspace“
: 10 Jahre „A Declaration of the Independence of Cyberspace“ Heute vor 10 Jahren hat John Perry Barlow auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die „Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace“ vorgetragen. Leider trat die Vision so nicht ein und die Regierungen fingen an, zuviel regulieren zu wollen. Telepolis hat den kompletten Text in einer Übersetzung, Detlef Borchers hat für Heise über das Jubiläum geschrieben.
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: EU-Kommission verpasst Chance für wirkliche Interoperabilität beim digitalen Fernsehen
: EU-Kommission verpasst Chance für wirkliche Interoperabilität beim digitalen Fernsehen Die EU-Kommission hat sich zum „Interaktiven Digitalfernsehen“ geäussert: Die Einführung neuer digitaler Dienste in Europa ist nach Ansicht der Kommission am besten durch freiwillige Standardisierung zu erreichen.
Für die Einführung des interaktiven Digitalfernsehens in Europa sind keine von Regulierungsstellen erlassenen verbindlichen technischen Normen erforderlich. Diesem dynamischen Markt dienen am besten freiwillige Standardisierungsinitiativen der Industrie, erklärt die Europäische Kommission in ihrer heute veröffentlichten Mitteilung über die Interoperabilität des interaktiven digitalen Fernsehens. Die Kommission will mit den Mitgliedstaaten daran arbeiten, einen reibungslosen und zügigen Übergang zum Digitalfernsehen sicherzustellen. Deshalb sollten die Mitgliedstaaten weiter offene interoperable Standards fördern, während die Kommission ergänzend dazu die europäischen Standards für digitales Fernsehen in anderen Regionen der Welt unterstützt.
Wer sowas schreibt, hat vermutlich nicht besonders viel von Interoperabilität verstanden. Dabei soll diese gerade durch die Initiative gefördert werden. Ich kann nicht verstehen, dass gerade bei einem sensiblen und wichtigen Zukunftsthema wie dem digitalen Fernsehen mal wieder die Industrie eine Selbstregulierung machen darf. Dies wird vermutlich dazu führen, dass sich die Industrie aus Gründen der Interoperabilität auf die Microsoft Formate konzentrieren wird, weil die ja eh fast überall auf den Microsoft-Betirbssystemen abspielbar sind. Hier verpasst die EU mal wieder grandios die Chance, für Offene Standards einzutreten und diese auch zu fördern.
P.S. Abgesehen davon war ich gerade etwas amüsiert und irritiert, wie professionell und zeitgemäss sich die „Audiovisuelle-und Medienpolitik“ der EU-Kommission auf einer EU-Webseite präsentiert.
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: Gemeinsame Erklärung: „Datenspeicherung ist inakzeptabel“
: Gemeinsame Erklärung: „Datenspeicherung ist inakzeptabel“ Diese Pressemitteilung wurde heute von einem zivilgesellschaftlichen Netzwerk aus Bürgerrechts- und Verbraucherschutzorganisationen samt Erklärung zur Vorratsdatenspeicherung veröffentlicht.
Widerstand gegen geplante Vollprotokollierung der Telekommunikation – Gemeinsame Erklärung von Datenschützern, Journalisten und Verbraucherzentrale: „Datenspeicherung ist inakzeptabel“
Berlin, 07.02.2006 – In einer gemeinsamen Erklärung vom Dienstag sprechen sich Datenschützer, Verbraucherschützer und Journalisten gegen die von der Bundesregierung befürwortete „Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten“ aus. EU-Pläne sehen vor, dass künftig jede Benutzung von Telefon, Handy und Internet protokolliert werden soll, damit Strafverfolgungsbehörden auf diese Informationen zugreifen können. Nachdem das Europäische Parlament im Dezember grünes Licht gab, steht die Entscheidung der EU-Justizminister noch aus.
Zehn Verbände, darunter der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und der Chaos Computer Club (CCC), bezeichnen die geplante Datenspeicherung als „inakzeptabel“. „Sie bewirkt keinen verbesserten Schutz vor Kriminalität, kostet Millionen von Euro, gefährdet die Privatsphäre und die Sicherheit Unschuldiger, beeinträchtigt vertrauliche Kommunikation und ebnet den Weg in eine immer weiter reichende Massenüberwachung der Bevölkerung“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der Verbände. Die Vereinbarkeit einer Vorratsdatenspeicherung mit den Grundrechten solle gerichtlich überprüft werden.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht in den Plänen zur Vorratsdatenspeicherung eine Bedrohung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. „Eine demokratische Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass nicht der Staat die Bürger, sondern die Bürger den Staat kontrollieren“, so vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller. Eine verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung bedeute den Einstieg in eine flächendeckende Überwachung der Nutzer digitaler Kommunikation. Das Prinzip der informationellen Selbstbestimmung drohe zunehmend zu einem Grundsatz der informationellen Fremdbestimmung zu werden.
Die zehn Verbände fordern die Mitglieder des Bundestags auf, an ihrer 2005 erklärten Ablehnung der Massendatenspeicherung festzuhalten. Falls die EG-Richtlinie nicht zu verhindern sei, müssten wenigstens die verbleibenden Spielräume zugunsten der Bürger und der Wirtschaft voll ausgeschöpft werden. Die Organisationen präsentieren einen Zehn-Punkte-Forderungskatalog zur nationalen Umsetzung der Richtlinie. So soll die Datenspeicherung und der Datenabruf auf ein Minimum beschränkt werden. Die bestehende Identifizierungspflicht vor dem Abschluss von Telefon- und Handyverträgen soll aufgehoben werden. Weitere Punkte sind:
* Die Ausschöpfung der maximalen Umsetzungsfrist bis Mitte 2007 – für Internetdaten bis Anfang 2009.
* Eine Vorratsdatenspeicherung nur für die in der Richtlinie genannten Datentypen und nur für die Dauer von sechs Monaten.
* Die Zulässigkeit des Zugriffs auf die Kommunikationsdaten nur zur Verhinderung oder Verfolgung schwerer Straftaten, wenn im Einzelfall der konkrete Verdacht einer solchen Tat besteht.
* Den Zugriff auf und die Verwertung von Informationen über die Kommunikation von Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern, anderen Berufsgeheimnisträgern sowie Journalisten nur in Ausnahmefällen zuzulassen.Die Erklärung im Wortlaut:
Gemeinsame Erklärung zur Vorratsdatenspeicherung in Deutschland
Die systematische Aufzeichnung und Aufbewahrung von Informationen über die Kommunikation, Bewegungen und Mediennutzung der gesamten Bevölkerung („Vorratsdatenspeicherung“) ohne Einwilligung der Betroffenen ist inakzeptabel. Sie bewirkt keinen verbesserten Schutz vor Kriminalität, kostet Millionen von Euro, gefährdet die Privatsphäre und die Sicherheit Unschuldiger, beeinträchtigt vertrauliche Kommunikation und ebnet den Weg in eine immer weiter reichende Massenüberwachung der Bevölkerung.
Wir fordern, Vorratsspeicherungspflichten von den deutschen und europäischen Gerichten auf ihre Vereinbarkeit mit den Grundrechten hin überprüfen zu lassen.
Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags fordern wir auf, an ihrer Ablehnung einer verdachtslosen Vorratsdatenspeicherung festzuhalten und stattdessen weniger eingreifende Alternativen zu prüfen (z.B. das „Quick-freeze“-Verfahren).
Für den Fall, dass der Deutsche Bundestag eine EG-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung trotz allem umsetzen sollte, fordern wir:
1. Die maximale Umsetzungsfrist bis Mitte 2007 – für Internetdaten bis Anfang 2009 – ist auszuschöpfen.
2. Bürger dürfen nicht verpflichtet werden, sich vor der Nutzung von Telefon, Handy oder Internet zu identifizieren. Bestehende Identifizierungspflichten sind aufzuheben.
3. Eine Vorratsspeicherung wird nur für die in der Richtlinie genannten Datentypen und nur für die Dauer von sechs Monaten eingeführt; danach sind die Daten unverzüglich zu löschen. Zu speichern sind nur Daten, die bei dem jeweiligen Anbieter zur Bereitstellung von Kommunikationsdiensten ohnehin erzeugt oder verarbeitet werden.
4. Der Staat hat die zur Datenspeicherung und ‑vorhaltung verpflichteten Anbieter für die daraus resultierenden Zusatzkosten (Investitionskosten, Vorhaltekosten, Personalkosten) voll zu entschädigen.
5. Der staatliche Zugriff auf Informationen über die Kommunikation und die Kommunizierenden („Verkehrsdaten“, „Bestandsdaten“) hat den gleichen Voraussetzungen zu unterliegen wie der Zugriff auf die Inhalte der Kommunikation.
6. Der Zugriff auf Kommunikationsdaten ist nur zur Verhinderung oder Verfolgung schwerer Straftaten zuzulassen, wenn im Einzelfall der konkrete Verdacht einer solchen Tat besteht. Der Zugriff zwecks Strafverfolgung sollte beschränkt sein auf Fälle organisierter Kriminalität, in denen eine höhere Strafe als vier Jahre Freiheitsstrafe zu erwarten ist.
7. Eine Nutzung von Kommunikationsdaten zu anderen Zwecken, beispielsweise durch Nachrichtendienste, durch sonstige Behörden oder durch private Dritte, ist auszuschließen. Den speichernden Diensteanbietern selbst ist die Nutzung der Daten nur insoweit zu gestatten, wie es zur Entgeltermittlung und Entgeltabrechnung erforderlich ist.
8. Der Zugriff auf und die Verwertung von Informationen über die Kommunikation von Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern, anderen Berufsgeheimnisträgern sowie Journalisten sind nur in besonderen Ausnahmefällen zuzulassen.
9. Zur Datenspeicherung und ‑vorhaltung sind nur Anbieter öffentlich zugänglicher Kommunikationsdienste und Betreiber öffentlicher Kommunikationsnetze zu verpflichten. Kleine Anbieter, insbesondere im Internetbereich, sind auszunehmen.
10. Die positiven und negativen Auswirkungen der Vorratsdatenspeicherung auf die Gesellschaft sind von einer unabhängigen Stelle zu untersuchen. Die Ergebnisse sind zu veröffentlichen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat dem Deutschen Bundestag alle zwei Jahre Bericht über die Erfahrungen mit der praktischen Anwendung der Vorratsdatenspeicherung zu erstatten. Die Berichte sind zu veröffentlichen.07.02.2006
* Chaos Computer Club
* Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V. (DVD)
* Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
* Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF)
* Grüne Jugend Bundesverband
* Netzwerk Neue Medien e.V. (NNM)
* no abuse in internet e.V. (naiin)
* STOP1984
* Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V. (FoeBuD)
* Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
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: Neue Zahlen zur Blogosphäre
: Neue Zahlen zur Blogosphäre David Sifry von Technorati hat neue Zahlen zum Wachstum der Blogosphäre veröffentlicht: State of the Blogosphere, February 2006 Part 1: On Blogosphere Growth.
* Technorati now tracks over 27.2 Million blogs
* The blogosphere is doubling in size every 5 and a half months
* It is now over 60 times bigger than it was 3 years ago
* On average, a new weblog is created every second of every day
* 13.7 million bloggers are still posting 3 months after their blogs are created
* Spings (Spam Pings) can sometimes account for as much as 60% of the total daily pings Technorati receives
* Sophisticated spam management tools eliminate the spings and find that about 9% of new blogs are spam or machine generated
* Technorati tracks about 1.2 Million new blog posts each day, about 50,000 per hour
* Over 81 Million posts with tags since January 2005, increasing by 400,000 per day
* Blog Finder has over 850,000 blogs, and over 2,500 popular categories have attracted a critical mass of topical bloggers -
: Yahoo, Microsoft, Google: China? Alles okay!
: Yahoo, Microsoft, Google: China? Alles okay! Die drei Unternehmen stehen seit geraumer Zeit in der Kritik die politische Verfolgung der chinesischen Regierung zu unterstützen: Yahoo verpetzte einen Journalisten, der Vorhaben der kommunistischen Partei ins Ausland mailte, Microsoft zensierte das MSN-Blog eines Cyber-Dissidenten und seit Kurzem filtert Google seine Ergebnisse nach Wunsch des Regimes.
Nun bittet der Ausschuss ‚Human Rights Caucus on policies’ des US-Kongresses die Unternehmen um Stellungnahme. Zu der gestrigen Anhörung erschien kein Vertreter der Unternehmen, zu denen auch Cisco zählte.
In einem offenen Brief verteidigen Microsoft und Yahoo ihre Position, indem sie zumindest guten Willen zeigen:
While we will actively work to encourage governments around the world to embrace policies on Internet content that foster the freer exchange of ideas and promote maximum access to information, we also recognize that, acting alone, our leverage and ability to influence government policies in various countries is severely limited.
Google führt in seiner Argumentation wieder an, dass die schlechte Verfügbarkeit von google.com in China den Start von google.cn notwendig machte. Das chinesische Angebot müsse die Balance wahren zwischen Informationsfreiheit und „respond to local conditions“. Weiterhin sei das amerikanische Angebot unter .com weiterhin erreichbar – so löchrig wie vorher.
Als „next steps“ sieht Google die Definition von „common principles to guide technology firms’ practices in countries that restrict access to information“ durch die „Internet industry“ sowie, wie auch Microsoft, den „Government-to-Government Dialogue“, um den Ball an die US-Regierung zurückzuspielen.
Der republikanische Abgeordnete Chris Smith ist erstaunt, „dass Google, dessen Firmenphilosophie ’sei nicht böse’ lautet, mit der chinesischen Zensur gemeinsame Sache macht, nur um Geld zu verdienen“. Er lädt die Internet industry zu einer Anhörung seines Ausschusses zu Menschenrechten am 16. Februar ein.
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: Zensur-Anhörung im US-Kongress
: Zensur-Anhörung im US-Kongress Gestern fand in Washington das „Congressional Human Rights Caucus Members’ Briefing“ zur Frage der Internetzensur in China und die Unterstützung durch US-Firmen statt.
Viele Medien wie Spiegel, Netzeitung, Heise, BBC, NY Times, CNet und San Francisco Chronicle berichten darüber.
Viel interessanter sind die Statements der Firmen (Yahoo & Microsoft, sowie Google), sowie die beiden Redebeiträge von John G. Palfrey und Nart Villeneuve von der OpenNet Initiative, die als Sachverständige geladen waren.
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: EDRi-gram – Nummer 4.2 erschienen
: EDRi-gram – Nummer 4.2 erschienen Das neue EDRi-gram, Nummer 4.2, der European Digital Rights Initiative ist soeben mit den folgenden Themen erschienen:
1. Commission refuses to do an impact assessment on the data retention directive
2. OECD Conference on the Future Digital Economy
3. German Wikipedia back on the Internet
4. A CD should work on any device, says French court
5. Debates on draft directive on Television without Frontiers Directive
6. EU Visa Database under scrutiny of the European Data Protection Supervisor
7. French anti-terrorism law not anti-constitutional
8. Combating Racism on Internet
9. Irish ISPs to give File-sharers details
10. Slovenian Intelligence Agency performed illegal eavesdropping
11. Big Brother Award for Dutch immigration minister
12. UK Passenger Travel Data in Advance
13. Recommended reading: Security Policies in Europe -
: Als iranischer Blogger in Israel
: Als iranischer Blogger in Israel Die Tagesschau hat ein Interview mit Hossein Derakhshan gemacht: „Mein Blog ist Rap-Musik“. Hossein ist ein befreundeter iranischer Blogger, der gerade in Toronto lebt und momentan in Israel ist, um als Citizen Journalist den iranisch-israelischen Dialog zu fördern. Vor seinem Trip nach Israel hat er eine Woche bei uns in Berlin verbracht und seinen Trip vorbereitet. Im vergangenen November habe ich ein Podcasting-Interview mit ihm zu Blogs im Iran gemacht. Wahrscheinlich wird er auf dem Rückweg wieder Zwischenstop in Berlin machen, dann gibts noch ein längeres Interview mit ihm zu seinen Erfahrungen in Israel. Einen weiteren Artikel zu Blogs im Iran gibt es auch bei der Tagesschau: Wer bloggt, wird dem Regime schnell zu politisch.
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: Google: OpenNet zeigt Blümchenwiese und Freie Welt
: Google: OpenNet zeigt Blümchenwiese und Freie Welt Die OpenNet-Initative, ein Zusammenschluss von akademischen und aktivistischen Institutionen, welche sich mit Filtern und Zensursystemen im Netz beschäftigt, veranschaulicht die Zensurmaßnahmen von Google. Auf ihrer Website Google China Search Comparison kann sowohl das chinesische als auch das amerikanische Angebot der Suchmaschine durchsucht und angezeigt werden. Das zeigt, wie sehr sich Google dem chinesischem Regime beugt.
Bei der Bildersuche nach „tiananmen“ (Platz des Himmlischen Friedens) sieht man:

Auffällig ist, dass bei der Suche nach „Tiananmen“ (groß geschrieben), die Bilder vom Niederschlag des Aufstandes nicht gefiltert werden. Google ist von einer gewissen Perfektion bei der Filterung also noch einStück weit entfernt. Allerdings: Bei der Suche nach Websites, die „tiananmen“ beinhalten zeigt google.cn rund 34 100 Hits gegenüber 2 Millionen, wie es google.com tut, an.
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: Amnesty Action Alert: Yahoo, free Shi Tao!
: Amnesty Action Alert: Yahoo, free Shi Tao! Der chinesische Journalis Shi Tao wurde vergangenes Jahr zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er eine interne Direktive der Kommunistischen Partei zusammenfasste und im Ausland publizierte. Der Betreiber seines E‑Mail-Accounts, Yahoo, hat bei der Ermittlung gegen ihn durch Herausgabe seiner Account-Informationen dem chinesischem Regime geholfen.
Amnesty International verurteilt das Handeln des Anbieters:
Companies must respect human rights, wherever they operate. Yahoo’s business ethics are becoming questionable due to its role in assisting the Chinese government to sentencing Shi Tao. The company has signed the Public Pledge on Self-Discipline for the Internet Industry, effectively agreeing to implement China’s draconian system of censorship and control.
Die Menschenrechtsorganisation ruft dazu auf, sich an Yahoo zu wenden und ihnen klar zu machen, welche Bedenken mensch hat, wenn das Unternehmen durch solches Handeln die Rechte von Journalisten wie Shi Tao beschneidet. „Yahoo must use its influence to secure Shi Tao’s release.“
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: Offene Fragen bei den neuen Microsoft Zensurregeln
: Offene Fragen bei den neuen Microsoft Zensurregeln Da ich gerade dem Berliner Radio-Sender 100,6 MhZ ein Kurzinterview zur Microsoft-Ankündigung betreffend der Blog-Zensur gegeben habe, poste ich die paar Punkte auch nochmal hier. Als kleines Zeichen ist es sicherlich positiv zu sehen, dass es Änderungen in der Geschäftspraxis geben soll. Aus Sicht von Microsoft dürfte es nicht angenehm sein, ständig durch neue Fälle ein PR-Desaster nach dem anderen zu produzieren. Allerdings muss immer noch bedacht werden, dass sich westliche Firmen weiterhin einer Mithilfe bei der Einschränkung von fundamentalen Menschenrechten, wie dem Recht auf freie Meinungsäusserung und der Rezipientenfreiheit mitschuldig machen.
Auch bleiben bei der vagen Ankündigung von Microsoft viele offene Fragen:
- Werden chinesische Surfer darüber informiert, dass ein Blog zensiert wurde? (Beispielsweise durch einen Text, der darauf hinweist, was aus Gründen der Transparenz geboten sein müsste.)
- Bekommen Blogger vor der Zensur von Microsoft die Chance, Inhalte ändern zu können, damit der Zensurgrund wegfällt?
- Wie ist die genaue Prozedur für die Zensur? Muss ein Gerichtsbeschluss vorliegen oder reicht es, wenn eine Regierungsstelle bei Microsoft anruft und die Zensur verlangt?
Als problematisch sehe ich die Ankündigung Microsofts an, technisch dafür zu sorgen, dass Inhalte in einzelnen Ländern auszufiltern. Übertragen auf das Netz käme das einer globalen Filterinfrastruktur und einer Segmentierung des Netzes gleich. Die Vorfälle der letzten Zeit zeigen eindeutig, dass die Internetfirmen lieber weniger Kundendaten sammeln und vorrätig haben sollten, damit sie ihre Kunden nicht an repressive Regime ausliefern müssen.
Welche offenen Fragen habe ich vergessen?
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: Die Lizenzierungsstrategie des Microsoft DRM
: Die Lizenzierungsstrategie des Microsoft DRM Am Montag fand in London eine Konferenz zu Digital Rights Management statt. Neben Vertretern der Firma Microsoft und anderen Industrie-Playern waren auch Digital Rights Aktivisten wie Cory Doctorow dabei. Cory beschreibt auf BoingBoing die Strategie der Lizenzierung des Microsoft DRMs:
The bombshell was Amir’s explanation of the reason that his employer charges fees to license its DRM. According to Amir, the fee is not intended to recoup the expenses Microsoft incurred in developing their DRM, or to turn a profit. The intention is to reduce the number of licensors to a manageable level, to lock out „hobbyists“ and other entities that Microsoft doesn’t want to have to trouble itself with.
Willkommen in der Zukunft…
Weitere Infos zur Konferenz hat Ian Brown in seinem Blog Blogzilla.
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: Microsoft zensiert nur regional
: Microsoft zensiert nur regional Nachdem ein chinesischer Blogger auf einem bei Microsoft gehosteten Blog für seine Regierung problematische Worte geäussert hat, zensierte das Unternehmen Ende letzten Jahres wiedereinmal ein Blog. Nachdem sich Robert Scoble, Mitarbeiter von Microsoft, in seinem Blog darüber beschwerte, hat der Softwareriese eine neue Policy für den Umgang Zensurwünschen von Regierungen verabschiedet. Nach ihr werden die umstrittenen Inhalt nur für BlogleserInnen aus dem betroffenen Land gesperrt – nicht für den Rest der Welt. (via slashdot)
Gibt es mittlerweile gute chinesisch-sprachige Anleitungen für das Einrichten von Anonymisierungs- und Verschlüsselungsdiensten, wie JAP und TOR?
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: EFF verklagt AT&T
: EFF verklagt AT&T Die Electronic Frontier Foundation hat Klage gegen AT&T eingereicht. Der Grund sind Schnittstellen, die AT&T der NSA zur Verfügung gestellt hat, worüber diese US-Bürger im Land abhören konnten. Diese Zusammenarbeit verstosse fundamental gegen den Grundsatz der freien Rede und dem Schutz der Privatsphäre. Mehr gibt es bei CNet: AT&T sued over NSA spy program.
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: WordPress 2.01 erschienen
: WordPress 2.01 erschienen WordPress ist jetzt in der Version 2.01 erschienen. Jetzt kann ich mal über ein Update nachdenken. Wie sind Eure Erfahrungen mit WordPress 2.x?