Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Nachrichtenüberblick 28.02
: Nachrichtenüberblick 28.02 Heise: FSF-Award für OpenSSH-Entwickler Theo de Raadt
Heise: Stallman kündigt Kampagne für freie BIOSe an
Heise: Plattenfirmen erwägen Preiserhöhung für Musik-Downloads
Telepolis: Vertuschen statt informieren
de.internet.com: Bundesjustizministerium: Urheberrechtsschutz im Internet eine Gradwanderung
Internet Week: Blogging About Work Is Risky Business
De-Bug: “You can take my TiVo when you pry it from my cold, dead fingers!”
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: Fellow der FSFE werden
: Fellow der FSFE werden Die Free Software Foundation Europe hat auf der Entwicklerkonferenz FOSDEM in Brüssel ihr Fellowship-Programm gestartet. Damit schafft die NGO für eine weitere Möglichkeit sich für Freie Software zu engagieren und die FSFE zu unterstützen. „Wenn unsere Freiheit bewahrt werden soll, brauchen wir mehr Schultern, die die Arbeit der FSFE unterstützen und mehr Menschen, die ihre Stimme erheben.“ fasste Stefano Maffulli, italienischer Vertreter der FSFE den Hintergrund der Aktion zusammen.
Fellows entrichten einen Mitgliedsbeitrag von 120 Euro an die FSFE, Schüler und Studenten zahlen die Hälfte. Dafür erhalten sie einen Mail-Account auf der FSFE-Domain und ein Login für das Fellowship-Portal, wo jeder ein Weblog führen oder in Foren diskutiert werden kann. Darüber hinaus erhalten Fellows exklusiv eine personalisierte OpenPGP-SmartCard, die für digitale Unterschriften, Verschlüsselung sowie den Zugangsschutz zu Systemen genutzt werden kann.
Georg Greve, Präsident der FSFE, betonte anläßlich der Vorstellung des Fellowship-Programms die Notwendigkeit, die digitale Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Dabei nannte er den Schutz grundlegender Freiheiten und der Privatsphäre als wichtigste Anliegen der FSFE.
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: Industrie: Werbung sichert kostenfreies und archivierbares Fernsehen (1967)
: Industrie: Werbung sichert kostenfreies und archivierbares Fernsehen (1967) Mit dem Broadcast Flag-Verfahren will die Industrie künftig digitales Fernsehen kontrollieren. Diese technische Art von Kopienverhinderung ist nicht neu und kam als SMCS-Copyright-Bit auch schon bei CDs und dem Digital Audio Tape zum Einsatz. Solche Geräte sollten auch die analogen Bänder ablösen und nur noch analoge Kopien zulassen. Damals gab es keinen rechtlichen Schutz, so dass Herstellung und Verwendung von Geräten, die dieses Bit ignorierten und mitkopierten, technisch trivial und legal war. Genau das steht für die Zukunft auf der Kippe. Doch, so ist im Artikel Big Media’s anti-pay-TV campaign from 1967 zu lesen, hat die Inhalteindustrie nicht immer so restriktiv gedacht und sich in den späten 1960’ern in Kalifornien schwer für freie Verfügbarkeit von Inhalten eingesetzt:
In 1967, when one of the first pay TV services was preparing to launch in California, Hollywood and the networks helped defeat the service because they didn’t want the competition. Theater owners organized a KEEP TV FREE campaign, with PSAs like this one running in movie houses before feature films.
Früher also konnte man von der Industrie erwarten, dass die Werbung schon kostenfreies Fernsehen ermöglicht und sichert („advertising provides free news and entertainment.“). Dafür gabs sogar eine schnuffige Werbekampagne als Vorfilm in den Kinos. Heute wird versucht, auch die „analoge Lücke“ zu schließen, und die frühe Vision von frei aufnehmbaren, archivierbaren und verteilbaren Inhalten wird komplett aufgegeben. Die Welt ist schlecht.
[via boingboing.net]
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: Microsoft verspricht Schadensersatz für Datenverlust
: Microsoft verspricht Schadensersatz für Datenverlust Sind aber nur 5$…
So versteckt sich in Microsofts Lizenzabkommen [End User License Agreement, EULA] zum Anti-Spyware-Tool eine Passage, in der der Softwarekonzern Schadenersatz für mögliche Fehlfunktionen seines Programms verspricht.
Sollten durch die Betaversion Daten von der Festplatte gelöscht werden, vergütet Microsoft dem Geschädigten fünf Dollar. Folgeschäden wie Geschäftsentgang etc. werden nicht ersetzt.
[via Futurezone]
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: Wired-Kolumne von Lawrence Lessig als Podcast
: Wired-Kolumne von Lawrence Lessig als Podcast Lawrence Lessig schreibt in seiner aktuellen Wired-Kolumne über Telekom-Lobbyisten, die in den USA Stimmung gegen Wireless-Lan Communities machen: Why Your Broadband Sucks.
City and state politicians should have the backbone to stand up to self-serving lobbyists. Citizens everywhere should punish telecom toadies who don’t. Backwater broadband has been our fate long enough. Let the markets, both private and public, compete to provide the service that telecom and cable has not.
Interessant ist, dass die Kolumnen nun auch als Podcast zur Verfügung stehen. Die 6:31 Minuten lange MP3-Datei gibt es hier. Die Stimme klingt aber nicht nach Lessig, liest wohl jemand anders. Dazu gibt es noch Creative Commons Musik in Form eines Gitarrenstückes im Hintergrund. Nach der Einführung von Trackbacks geht Wired hiermit neue innovative Wege.
Mehr Informationen über Wireless-lan Communties in Deutschland bietet Freifunk.net.
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: Nachrichtenüberblick 25.02.
: Nachrichtenüberblick 25.02. Heise: ARD-Vorsitzender: Sender zu Zugeständnissen an EU-Kommission bereit
Heise: Gesetz für elektronische Aktenverwaltung verabschiedet
Heise: WSIS: Streit um zukünftige Rolle der ICANN bei der Internetverwaltung
Telepolis: Suchmaschinen filtern jugendgefährdende Angebote
Telepolis: Iberische E‑Wahlen
Heise: US-Filmwirtschaft klagt erneut gegen Tauschbörsennutzer
de.internet.com: Gesundheitskarte: Datenschützer befürchten unmerklichen Verlust persönlicher Freiheiten
Futurezone: Gator-Manager geht zu Homeland Security
Futurezone: WSIS: „Digitale Kluft“ verkleinert sich schnell
Futurezone: Videoüberwachung könnte Grenzbeamte ersetzen
Golem: Softwarepatente: Bananenrepublik Europa
Silicon: Afrika boomt – die digitale Kluft schrumpft
Telepolis: Videoüberwachung reduziert Kriminalität nicht
Telepolis: Harte Zeiten für WLAN-„Datenräuber“
Heise: Initiative: Hasspropaganda im Internet nimmt zu
Heise: EU-Kommission untersucht Erfüllung von Microsoft-Sanktionen
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: Next Try: Montag sind Softwarepatente wieder als A‑Item im Fischereiausschuss!
: Next Try: Montag sind Softwarepatente wieder als A‑Item im Fischereiausschuss! Sie versuchen es immer wieder. Nachdem heute das EU-Parlament endgültig bei der Softwarepatente-Richtlinie für einen Neustart gestimmt hat, ist die Richtlinie erneut auf der Tagesordnung für den Fischereirat der EU-Agrarminister am kommenden Montag. Und wieder als A‑Item, d.h. es ist eine Abstimmung ohne Diskussion. So funktioniert Demokratie in Europa…
Bevor jetzt wieder alle bei Frau Künast anrufen: Das Verbraucherschutzministerium stimmt da nicht ab. Wenn der Punkt aufgerufen wird, übernimmt das federführende Justizministerium die Abstimmung für die deutsche Regierung. Also ist ein freundlicher Protestanruf, eine E‑Mail oder ein Fax im Bundesjustizministerium, im Kanzleramt und bei der SPD-Parteizentrale strategisch sinnvoller.
Update:
Anscheinend ist es doch noch nicht so klar, ob am Montag im Fischerei-Ausschuss Softwarepatente erneut ein A‑Item sind.
Heise berichtet auch über die Konfussion.
B‑Punkt jetzt! – Bananen für BMJ
Der FFII war gestern mal wieder kreativ und hat sich die folgende Aktion ausgedacht:
Zusätzlich bietet sich die Aktion „B‑Punkt jetzt! – Bananen ans BMJ“ an. Alles Nötige findet man heute noch im eigenen Briefpostkasten (Stichwort: Freipaket-Freitag) und im Supermarkt.
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: Neues EDRi-Gram
: Neues EDRi-Gram Das neue EDRI-gram ist erschienen: Number 3.4, 24 February 2005
1. Italian GSM provider warns: too many wiretaps
2. Commission opposes framework decision on data retention
3. McLibel victory European Court of Human Rights
4. Update on WSIS PrepCom‑2
5. Brussels demonstration against software patents
6. Controversy over EU Human Rights Agency
7. No extra regulation for Voice over IP
8. Recommended reading: software patents -
: Nachrichtenüberblick 24.02.
: Nachrichtenüberblick 24.02. Futurezone: Musikkassetten spielen MP3s
Futurezone: Internet-Telefonie wächst ungebremst
de.internet.com: Deutsche Behörden zögern bei Einführung der digitalen Signatur
ZDNet: Identitätsdiebstahl im Web auf Höhenflug
Telepolis: Schlechte Karten bei Premiere
Pro-Linux: Wo kommen die Entwickler her?
Heise: „Digitale Patientenbegleitung“ soll vor alten Gewohnheiten schützen
Heise: EU hat Bedenken bei Finanzierung von ARD/ZDF-Websites
Golem: DRM – Wohl oder Wehe für den digitalen Musikverkauf?
de.internet.com: EU stellt Hacking künftig unter Strafe
Telepolis: Rollt oder rollt er nicht, der WSIS-Rubel?
Heise: Angriff auf japanische Regierungsserver
Heise: Gartner: Linux, Blades und x86-Server legen weiter zu
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: Schleichender Aufbau von DSL-Netzen
: Schleichender Aufbau von DSL-Netzen Auch in diesem Jahr ist mit einem schnellen Ausbau von DSL in Deutschland nicht zu rechnen. Wieso auch, wenn das Ziel erreicht werden will, dass Europa zum „Breitbandkontinent“ wird. Wie letztes Jahr will die T‑Com nur 200 Millionen investieren. Mehr gibts nur bei „investitionsfreundlichen regulatorischen Rahmenbedingungen“, wie Heise berichtet.
Der Vorsitzende des Beirates der Regulierungsbehörde Johannes Singhammer hatte die T‑Com deswegen angemahnt. „Regionen ohne diese Infrastruktur drohe sonst ein gravierender wirtschaftlicher Standortnachteil“.
Wie in grossen Teilen der östlichen Bundesländern, wo es Dank Telekom kein DSL gibt. Die wollten nämlich Anfang der 90er besonders modern und innovativ sein und haben überall Glasfaberkabel beim Neuaufbau verlegt. Nur dass dann irgendwann die DSL-Technik kam und weiter Kupferkabel genutzt wurden. Und ein Umrüsten der Glasfaserkabel wohl zu teuer ist. By the way, mein Bruder wohnt ca. 8km Luftlinie von der Telekomzentrale entfernt und bekommt auch kein DSL. Vielleicht nächstes Jahr? Die Digitale Spaltung wird weiterhin ein ungelöstes Problem sein – auch in Deutschland.
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: Nachrichtenüberblick 23.02
: Nachrichtenüberblick 23.02 Golem: SSL-Zertifikate kostenlos
Golem: Patente: Open Source gegen OASIS
Focus: Service für Privatkopien strafbar?
Reuters: UN Panel Aims to End Internet Tug of War by July
The Register: HP sued for chipped cartridges
Wired: ID Theft Victims Could Lose Twice
Wired: Quit Your Job to Blog, Blog, Blog
Standard: Vor Mediengipfel in Tunesien: Sorge um mangelnde Meinungsfreiheit
Heise: Monopolkommission plädiert für allgemeine Netzregulierungsbehörde
Heise: Informationen über gefährliche Produkte im Internet
MercuryNews: Sprinting for open source
Heise: Datenschützer rufen zur Diskussion über RFID sowie über geistiges Eigentum auf
The Register: EU consults on RFID technology
Pro-Linux: Ärger um OASIS
intern: Auf dem Weg zur Internet-Regierung
PC Magazine: How to Kill Linux
Spiegel: Sony stoppt Metallica-Beatles
de.internet.com: Bei Gericht soll elektronische Aktenbearbeitung möglich werden
de.internet.com: Virtueller Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit weist eklatante Mängel auf
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: Mehr zum Broadcast-Flag Verfahren
: Mehr zum Broadcast-Flag Verfahren Hier mal mehr Infos zum Broadcast-Flag Verfahren in den USA, welches über die Zukunft des digitalen Fernsehens entscheiden könnte:
Sehr ausführlich geht das The Liminousvoid Weblog auf die Gerichtsverhandlung ein:
A “broadcast flag” is basically a switch or encoding in a digital television signal that tells the receiver of the signal some features of the rights that the broadcaster is claiming, particularly the right to copy or rebroadcast the signal. The FCC issued a ruling that all consumer electronic devices, including PC’s, would have to respect a digital broadcaster’s flag settings when it came to redistribution — though not copying — of content.
The ALA is concerned that this will stifle the use of broadcast works — like normal TV shows, in distance learning programs over the internet. More broadly, this scheme makes an end run around fair use: if it were legal for you to send a sample of a TV program to a friend in order to discuss it, you wouldn’t be able to. It also captures the public domain, as public domain materials that had a broadcast flag wouldn’t be able to be rebroadcasted. Lastly, everyone is concerned that this scheme could mean the regulation — and requirement of prior governmental approval — of any consumer device that reads digital TV signals: including PC’s and even open-source/free software.
Es folgt eine Auflistung der Argumentation, die vor Gericht von beiden Seiten verwendet wurde.
Dann gibts noch folgende Links, die interessant sind:
Ars Technica: Broadcast flag could be on thin ice
USA-Today: U.S. appeals court debates anti-piracy TV technology
EFF: Challenging the Broadcast Flag in Court
Urheberrecht.org: Anwaltsgruppe geht gegen geplante Verordnung zum Schutz digitaler Inhalte vor
Und nun gibts auch den passenden Heise-Artikel dazu: „Richter kritisiert US-Regulierer wegen Kopierschutzmerkmal für Digital-TV“
Die US-amerikanische Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat nach Meinung von Richtern des Court of Appeals for the D.C. Circuit ihre Kompetenzen überschritten, als sie Ende 2003 festlegte, dass die Hersteller von digitalen TV-Receivern ab Juli 2005 bei ihren Geräten das Auswerten des Broadcast Flag ermöglichen müssen. Bürgerrechts‑, Datenschutz- und Bibliotheks-Organisationen waren gegen diese Bestimmung vor Gericht gegangen. Die Richter Harry Edwards und David Sentelle sagten laut US-Medienberichten, zwar habe die Unterhaltungsindustrie zu Recht Bedenken, Filme in hoher Qualität ohne Schutz vor möglichen Urheberrechtsverletzern auszusenden, doch habe die FCC hier keine Weisungsbefugnis.
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: DVD kritisiert Elster
: DVD kritisiert Elster Die Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V.kritisiert in einer
Presseerklärung das Festhalten am unsicheren Verfahren ELSTER zur
Abgabe elektronischer Steuererklärungen und stellt einen Musterbrief (RTF) zur Verfügung. -
: Eindämmung von Filesharing durch Unterrichtsmaterialien?
: Eindämmung von Filesharing durch Unterrichtsmaterialien? Die Musikindustrie in Österreich sieht eine „Trendwende“ im Kampf gegen Filesharing. Scheint sich jetzt zur allgemeinen Kommunikationsstrategie in den westlichen Ländern zu entwickeln, in Deutschland wird das durch die Musik- und Filmindustrie seit einiger Zeit auch verkündet. Gut möglich, dass damit das scharfe Vorgehen gegen Filesharer („Raubkopierer sind Verbrecher“ Kampagne der Filmindustrie und Klagewellen der Musikindustrie) gegenüber Politikern als Erfolg kommuniziert werden soll, damit diese dann noch bei den anstehenden Urheberrechts-Reformen den Rechteinhabern mehr Rechte zur Durchsetzung ihrer Interessen geben sollen. Was natürlich auf Kosten von Verbraucherrechten geschehen soll, bzw. schon geschehen ist. Und natürlich ist es eine Kommunikationskampagne für „den Erfolg“ der DRM-Plattformen.
Futurezone beleuchtet die aktuellen Schritte der IFPI in Österreich ein wenig:
Interessant ist, woher die IFPI diese P2P-Eindämmung herleitet: Aus einer Gfk-Studie im Dezember 2004, bei der die Nutzer zu ihren künftigen Download-Absichten befragt wurden.
Nutzerstatistiken, wie etwa Nielsen NetRatings oder BigChampagne bereitstellen, wurden nicht berücksichtigt.
Daher bleibt fraglich, ob die 55 Prozent der Befragten, die angaben, Musik in den nächsten drei Monaten von Band-Websites und legalen Download-Plattformen herunterladen zu wollen, dies auch getan haben. Beziehungsweise ob statt im Dezember 40 Prozent, nun „nur“ noch 38 Prozent der Befragten ihre Songs aus P2P-Netzen beziehen.
Und jetzt gehts noch in die Schulen…
Um diesen Trend noch zu verstärken, soll ab Herbst Urheberrechtsunterricht an Österreichs Schulen angeboten werden.
Im Rahmen des Projekts „Ideen sind etwas wert“ soll den Jugendlichen vor Augen geführt werden, wieviel Arbeit hinter dem Produkt Musik steckt.
Entsprechendes Lehrmaterial, das alle Seiten der Problematik beleuchten soll, wird in Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium von Pädagogen zusammengestellt.
Die Unterrichtsmaterialien gibt es auch schon in Deutschland. Ein Heft heisst „Wert der Kreativität“ und liegt bei mir Zuhause. Meiner Meinung nach ist es nicht Aufgabe des Staates, Unterrichtsmaterialien von privaten Interessengruppen zuzulassen, die politisch umstrittene Themen einseitig beleuchten. Aber leider mittlerweile Realität. Und einseitig ist die Broschüre auf jeden Fall.
Offene und kollaborative Prozesse der Wissens- und Kulturerzeugung in der digitalen Welt kommen natürlich nicht vor. Kreativität wird nur als geschlossene Aktion verkauft. Dabei ist es deutlich sinnvoller, wenn der Staat schon in der Ausbildung an die Arbeits-Prozesse der Zukunft hinweist. Freie Software, Wikipedia, Weblogs und die Creative Commons sind erst der Anfang, um eine „Free Culture“ im digitalen Raum zu schaffen. Un sie funktionieren.
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: Nachrichtenüberblick 22.02
: Nachrichtenüberblick 22.02 Heise: Wikipedia ohne Strom
de.internet.com: Französische Nationalbibliothek gegen Googles Digitalisierungspläne
The Register: Sue the reader of this File Sharing Book
intern: Freispruch für Fox-Piraten
FSPA: Extremadura findet Nachahmer
Taz: Computerprogramme sind für alle da
Der Standard: Linuxwochen 2005 setzen Segel
SWR: Software-Patente: Kritik aus Brüssel und Berlin
Golem: Russische Staatsanwaltschaft geht gegen allofmp3 vor
Heise: Aktion für verhaftete iranische Blogger
Heise: EU-Richter sieht keine Anzeichen für Einigung im Microsoft-Verfahren
Technology Review: Software: Endlich frei
Heise: Metro forciert RFID-Einsatz
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: Klage gegen Broadcast-Flag
: Klage gegen Broadcast-Flag Da die Diskussion spätestens in zwei Jahren auch Europa erreichen wird, hier mal ein Hinweis auf einen Artikel von intern.de über die Klage US-amerikanischer Bürgerrechtsorganisationen gegen die sog. „Broadcast-Flag“.
In der US-Hauptstadt Washington kommt heute ein Fall zur Verhandlung, der die Zukunft des digitalen Fernsehens mitbestimmen könnte. Verhandelt wird die Klage mehrerer Bürgerrechtsbewegungen gegen die zwangsweise Einführung eines Kopierschutzverfahrens im Fernsehen.
Um der von der Filmwirtschaft wahrgenommenen Gefahr einer unkontrollierten Verbreitung digitaler Inhalte via Internet zu begegnen, hat die US-Rundfunkaufsicht FCC bereits im Jahr 2003 die Einführung einer so genannten „Broadcast Flag“ verfügt. Damit ist kein spezielles, technisches Verfahren gemeint. Vielmehr haben bisher neun Firmen (u.a. Sony, Philips, RealNetworks) insgesamt 13 verschiedene Verfahren vorgeschlagen, die alle von der FCC akzeptiert wurden.
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: Nachrichtenüberblick 21.02
: Nachrichtenüberblick 21.02 Spiegel: Internet-Zensur – „Für Diplomaten sind das nur Worte“
Heise: Softwarepatentrichtlinie: Wer macht den nächsten Schritt?
de.internet.com: Prominente erklären: Wir tauschen illegal Musik- und Filmdateien im Netz
Telepolis: Hacken einer Website als „Aufklärung“
Telepolis: Deutsche Tauschbörsennutzer gehen in die Offensive
Heise: Unterschriftenaktion gegen Kriminalisierung der Privatkopie
Pro-Linux: Ubuntu 4.10 – World Domination aus Südafrika
Futurezone: Musikindustrie „im Zombie-Stadium“
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: Fairsharing: Privates Kopieren ist kein Verbrechen!
: Fairsharing: Privates Kopieren ist kein Verbrechen! Über 30.000 Menschen haben in Frankreich ein Manifest unterzeichnet. Sie wehren sich damit gegen die juristische Verfolgung von P2P-Usern und fordern einen offenen gesellschaftlichen Dialog anstelle der Kriminalisierung großer Bevölkerungsteile. Wir schließen uns dieser Forderung an, gehen aber noch einen Schritt weiter, indem wir eine Alternative mit ins Gespräch bringen: die Kulturflatrate.

Die FairSharing Erklärung: Privates Kopieren ist kein Verbrechen!
Wie Millionen andere sind auch wir potentiell straffällig geworden, weil wir irgendwann einmal zu privaten Zwecken Musik- und Filmdateien z.B. in P2P-Netzwerken getauscht haben. Gegen diese Kriminalisierung setzen wir uns zur Wehr: Das Kopieren und Tauschen von urheberrechtlich geschützten Musik- und Filmwerken zu privaten Zwecken soll künftig auch in der digitalen Welt legal sein. Gleichzeitig erkennen wir den Anspruch von Kunstschaffenden an, für ihre getauschten Werke eine Kompensation zu erhalten.
Dafür dürfen aber Bürgerrechte nicht durch Maßnahmen wie z.B. Digitale Rechte Minimierung (DRM) eingeschränkt werden. Deswegen fordern wir eine öffentliche Diskussion über eine beide Seiten zufrieden stellende Lösung, wie z.B. die Einführung einer Kulturflatrate.
Kurz: Wir fordern Kompensation ohne Kontrolle.
Die Erklärung kann hier unterzeichnet werden.
Mehr Infos bietet die Webseite Fairsharing.de.
Zu den ErstunterstützerInnen gehören u.a.
Volker Grassmuck / Privatkopie.net, Georg Greve / Free Software Foundation Europe, Padeluun / FoeBud, Matthias Mehldau / Chaos Computer Club, Katja Husen / Grüner Bundesvorstand , Frank Hansen / Gründer stiftung bridge, Janko Röttgers / MixBurnRip, Peter Glaser / Journalist, Alvar Freude / Odem.org, Frank Fenstermacher / Fehlfarben, Axel Fischer / Console
Initatoren des Fairsharing – Netzwerkes sind:
Attac AG Wissensallmende und freier Informationsfluss
FoeBuD e.V.
Grüne Jugend
privatkopie.net -
: Eindrücke vom WGIG-Treffen
: Eindrücke vom WGIG-Treffen Vittorio Bertola berichtet in seinem Weblog „Hacking the United Nations“ über seine Eindrücke vom „Working Group of Internet Governance“-Treffen, welches die letzten beiden Tage in Genf hinter verschlossenen Türen stattfand. Die WGIG wurde beim WSIS eingerichtet, um in einem Multistakeholder-Prozess hauptsächlich die Frage „ITU oder ICANN“ als Organisationsform der DNS-Verwaltung zu debattieren.
Andere Vertreter der Zivilgesellschaft, die ein Drittel der Sitze haben berichteten Abends von den Treffen. Dort sitzen zu einem weiteren Drittel Regierungsvertreter (u.a. aus dem Iran, Kuba und Saudi Arabien) und das letzte Drittel stellen die Vertreter der Wirtschaft. Die Diskussionen sollen konstruktiv gewesen sein, der Prozess hinter verschlossenen soll sich positiv auf das Diskussionsklima ausgewirkt haben. Vor allem bei den Regierungsvertretern, die so nicht mehr unter Aufsicht und Beobachtung von ihren eigenen Regierungen gestanden hätten.
Deutschland ist gleich zweimal vertreten: Einmal Wolfgang Kleinwächter für die Zivilgesellschaft, der auch in Telepolis regelmässig über den WSIS-Prozess schreibt und als Vertreter der Privatwirtschaft jemand von Siemens.
Aber bizarr war es wohl des Öfteren:
i won’t comment again on how weird it is for someone to be a member of a group which should decide over the future of the internet, and yet not use it regularly; i’ll just say that at the end of the meeting, when we all posed for the mandatory group photo, one member shouted out loud „smile, this could be the photo of the first government of the internet“; and inside many of us a whole set of red lights started to flash.
Nächste Woche gibts dann wohl den Abschlussbericht, der debattiert wurde.
Mittlerweile gibt es auf Telepolis auch einen Artikel von Wolfgang Kleinwächter zum Thema:
…Dabei wurde aber immerhin herausgearbeitet, dass der etwas mysteriöse Begriff „Ïnternet Governance“ weit mehr umfasst als das Management der sogenannten Kernressourcen des Internet (Root Server, Domain Namen, IP-Adressen und Internet-Protokolle), also auch Spam, Cybercrime, VOIP, Informationsfreiheit, ja selbst geistiges Eigentum und Schutz der Privatsphäre mit einschließt. Daraus lässt sich zumindest schon einmal ableiten, dass eine Verengung der „Internet Governance“-Diskussion auf die viel gescholtene ICANN zu kurz greift. Da geht es auch um die IETF, um IAB, um ITU, WIPO, WTO etc.
Weiterhin kam die WGIG zu dem Schluss, dass der Begriff „Governance“ nicht mit „Government“ verwechselt werden dürfe, sondern eben mehr umfasse als nur den Regierungsaspekt. In der Tat sind in das Management des Internet sehr unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichem Rechtsstatus involviert. Daraus folgt der zweite Schluss, dass eine reine intergouvermentalen Lösung dem Thema ebenfalls nicht gerecht werde.…