Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Groklaw-Interview mit Peter Quinn
: Groklaw-Interview mit Peter Quinn Groklaw hat ein Interview mit Peter Quinn veröffentlicht, dem ehemaligen CIO von Massachusetts. Peter Quinn war in die Schusslinie geraten, als er gefordert hatte, im E‑Government für alle nutzbare Standards zu verwenden.
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: Die US-Filmindustrie und das Copyright
: Die US-Filmindustrie und das Copyright Der US-amerikansiche Verband der Filmindustrie, die MPAA, wird von einem Regisseur beschuldigt, sein Copyright verletzt zu haben. Der Regisseur, Kirby Dick, hat einen kritischen Film namens „This Film Is Not Yet Rated“ über die willkürliche Rating-Politik der MPAA bei Jugendschutzfreigaben gedreht und eine Kopie des Filmes der MPAA zur Einstufung der Altersfreigabe zur Verfügung gestellt. Dabei hatte er explizit untersagt, dass weitere Kopien angefertigt werden dürfen. Die MPAA hat das nicht interessiert und einige Kopien angefertigt, was dem Regisseur auffiel. Interessant ist vor allem die Begründung:
The filmmaker said that when he asked MPAA lawyer Greg Goeckner what right his organization had to make the copy, Goeckner told him that Dick and his crew had potentially invaded the privacy of the MPAA’s movie raters. „We made a copy of Kirby’s movie because it had implications for our employees,“ said Kori Bernards, the MPAA’s vice president for corporate communications. She said Dick spied on the members of the MPAA’s Classification and Rating Administration, including going through their garbage and following them as they drove their children to school. „We were concerned about the raters and their families,“ Bernards said. She said the MPAA’s copy of „This Film Is Not Yet Rated“ is „locked away,“ and is not being copied or distributed.
[via Gulli]
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: Verdachtskriterien islamistischer Terrorismus
: Verdachtskriterien islamistischer Terrorismus In Fefe’s Blog findet sich eine Grafik, die „Verdachtskriterien islamistischer Terrorismus“ beschreibt. Wenn es kein Scherz ist, könnte das als „Nur für den Dienstgebrauch“ deklarierte Grafik durchaus echt sein und vom Bundeskriminalamt stammen. Das Muster ist bekannt: Verdächtig macht sich eigentlich fast jeder, da die Verdachtsmomente sehr allgemein gefasst sind. Stefan Krempl hat für Telepolis darüber geschrieben: „Verdachtskriterien islamistischer Terrorismus“
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: Gleicheit für alle: Scribus 1.3.2 „Egalité“ jetzt auch für OS‑X und Windows
: Gleicheit für alle: Scribus 1.3.2 „Egalité“ jetzt auch für OS‑X und Windows Programme für das Desktop Publishing gibt es zahlreich, doch Scribus ist ein besonderes Programm zum Erstellen von Seiten-Layouts. Von der Textverarbeitung bis zum Satz für den Druck bietet die Open-Source-Software vielfältige Möglichkeiten. Die neue Version 1.3.2 namens „Egalité“ ist ab sofort nicht mehr nur für Linux verfügbar, sondern auch für die Betriebssysteme Windows und OS‑X; was vielleicht besonders für Liebhaber des Apples interessant sein dürfte.
Innerhalb von vier Jahren hat sich Scribus mühelos einen vorderen Platz unter den freien DTP-Programmen erobert. Das verdankt es nicht nur seiner Kompatibilität: Als eine der ersten Softwares unterstützt sie mit den ISO-Standard PDF / X‑3. Kein Problem sind für Scribus ausserdem der Import von PDF-Dateien, der Import und Export von EPS-Files und Text in Unicode. Darüber hinaus liefert die Software Werkzeuge zum Erstellen von Vektorgrafiken, sie ermöglicht das Importieren von SVG-Grafiken und unterstützt OpenType-Fonts.
Scribus bietet alles, was ein Nutzer für seine professionelle Veröffentlichung von Texten benötigt, um sie für den Druck vorzubereiten: Neben dem Arbeiten mit der CMYK-Farbpalette und dem ICC Farbmanagement werden verschiedenerlei Arten der PDF-Generierung angeboten. Das Programm lässt sich für die verschiedenen Betriebssysteme herunterladen , eine ins Deutsche übersetzte Anleitung ist selbstverständlich auch erhältlich.
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: Die GVU wurde von der Polizei durchsucht
: Die GVU wurde von der Polizei durchsucht Erheiternde Neuigkeiten zum Morgen: Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) ist heute von der Polizei durchsucht worden. Eine Ironie der Geschichte. Ob die GVU etwa in der Warez-Szene mitspielte und eigene Server betrieben hat, die jetzt durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ellwangen sowie des Landeskriminalamts Baden-Württemberg aufgeflogen sind? Vermutlich wird es im Laufe des Tages mehr Informationen geben.
Update:
Es gibt News: GVU soll Raubkopierer gesponsert haben
Nach gemeinsamen Recherchen des Computermagazins c’t und des News-Portals onlinekosten.de weisen Indizien darauf hin, dass die GVU bei ihren Ermittlungen gegen Raubkopierer die Grenzen des Erlaubten überschritten hat. Die Redaktionen erhielten bereits vor geraumer Zeit Hinweise eines GVU-nahen Informanten, die mittlerweile von einer zweiten Quelle bestätigt wurden. Danach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Warez-Szene regelmäßig bezahlt haben. Auf diese Weise sei sie an Log-Dateien und damit an Zugriffs-IP-Adressen dieser so genannten „Box“ gekommen. Zudem soll sie Hardware zur Ausrüstung der Plattform beigesteuert haben.
Update:
Jetzt wäre es mal interessant zu wissen, ob die Mitglieder der GVU den Verein immer noch unterstützen wollen, wo er jetzt offensichtlich Raubkopierer unterstützt.
Hier ist die Mitgliederliste (aus dem Google-Cache gefischt):
Verbände
Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV)
Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU)
Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in
Deutschland (IVD)
International Federation of the Phonographic
Industry (IFPI)
Motion Picture Association (MPA)
Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO)
Verband der Filmverleiher (VDF)Film
BMG Video Germany Universum Film GmbH
Buena Vista International Inc.
Concorde Home Entertainment GmbH
E‑M‑S New Media AG
GÜFA mbH
Highlight Film und Home Entertainment
Kinowelt Home Entertainment
Media Cooperation One GmbH
Metro Goldwyn Mayer Inc.
MMG – Media Marketing GmbH
New Line Cinema
Ost Video Handels GmbH
Paramount Pictures Corporation
Sony Pictures Entertainment Inc.
Sunfilm Entertainment Handels- und Vertriebs GmbH
Universal City Studios Inc.
Twentieth Century Fox Film Corporation
VCL Communication GmbH
Videoline
Warner Bros.Entertainment Software
Microsoft GmbH
Sony Computer Entertainment Deutschland GmbHAls Mitglieder des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU)
Atari Deutschland GmbH
Eidos GmbH
Electronic Arts GmbH
Koch Media Deutschland GmbH
Konami of Europe GmbH
Nintendo of Europe GmbH
Take 2 Interactive GmbH
THQ Entertainment GmbH
Ubisoft GmbHKopierwerke
Deluxe Video Service GmbH
Eurotape Media Service GmbH
Sonopress GmbH
SVK Video Kopierwerk GmbH
Cinram GmbHAndere
Partners 4 Management GmbH -
: Inquirer: DRM ist eine grosse Lüge
: Inquirer: DRM ist eine grosse Lüge Die wunderbare Welt von Isotopp verweist auf einen lesenswerten Kommentar im Inquirer zum Thema „Digital Restriction Management“: DRM is a complete lie.
Basically, you and I are the innocent bystanders in this drive by shooting called DRM. The big companies are at war, and we are the casualties. So, they have to send their flying monkeys to sue single moms, 12 year olds and octogenarians to make it appear that they are doing what they say. Bull, they are lying. The sad part is that the public, and worse yet, the governments are listening to them.
The misinformation campaign seems to have sunk in, people don’t even question that DRM is about protecting content any more, even though it has never done so. It hurts the users, and hurts the companies making it, but they have their eyes on the big prize. DRM infections are the only way to keep their rivals at bay, lobbing a few bullets at the users is a low price to pay for that.
Kristian Köhntopp kommentiert den Artikel abschliessend treffend:
Der Inquirer sieht DRM hier also lediglich als ein Kriegsinstrument der großen Medienplayer untereinander, mit dem sie sich gegenseitig aus dem Markt drängen wollen. Darum die Schüsse von Microsoft gegen Apple, von Blu Ray gegen HD DVD, und all das andere Maneuvrieren der Parteien untereinander, und der Fehlschlag mit dem gemeinsamen Download-Service aller Rechteinhaber. Der Inquirer bezeichnet die Situation für den Kunden ziemlich bezeichnend als „that drive-by shooting that is DRM“.
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: Neues zum Urheberrecht
: Neues zum Urheberrecht Im aktuellen Spiegel gibt es einen längeren Artikel zur Urheberrechtsreform, der auch online verfügbar ist: Fluch der Silberlinge. Und Heise berichtet über die Kritik des Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ am aktuellen Entwurf zum „2, Korb“: „Rückwärts gerichtete Schutzinteressen“ bei der Urheberrechtsreform beklagt.
Donnerstag ist die Anhörung der Bundesregierung zum 2. Korb. Bei der Einladung durch das Bundesjustizministerium wurden Privatkopie.net und das Netzwerk Neue Medien irgendwie vergessen. Wir mussten uns selbst einladen und haben jetzt endlich die Erlaubnis bekommen, dort Verbraucherinteressen zu vertreten. Ich bin mal gespannt, bei der letzten Anhörung vor einem Jahr war die Unterhaltungslobby zahlenmässig allen anderen Interessenverbänden weit überlegen. Was es nicht alles an Lobbygruppen der Film- und Musikindustrie gibt…
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: China rekrutiert Jugendliche als Internet-Spitzel
: China rekrutiert Jugendliche als Internet-Spitzel Der Copyright-War macht auch in China nicht Halt. China möchte das Problem von Urheberrechtsverletzungen mittels einer grossen Spitzel-Armee in den Griff bekommen. Dabei sollen 200.000 Jugendliche aufgefordert werden, die Zollbehörde zu unterstützen. Zu den Zielgruppen gehören Pfadfinder und andere Mitglieder von organisierten Gruppen. Als Mitglieder der so genannten «Jugendliga für die Verfolgung von Internet-Piraterie» sollen sie eine schwarze Liste von Websites überwachen.
Dies berichtet die Netzeitung und bezieht sich auf die „South China Morning Post“.
Die Originalquelle finde ich leider wegen einem kostenpflichtigen Archiv nicht.Hier ist die Originalquelle: HONG KONG: Youngsters invited to become Web ’spies’. -
: Lawrence Lessig bei Second Life
: Lawrence Lessig bei Second Life Lawrence Lessig hat eine virtuelle Vorlesung in der Virtual reality Welt „Second Life“ gehalten. Der 90-minütige Event rund um die Themen „Copyright und Demokratie“ findet sich als 29 MB grosse MP4-Datei bei Archive.org.
Update: Jetzt gibt es auch das Transcript der virtuellen Vorlesung.
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: Vatican goes Copyright
: Vatican goes Copyright Das Copyright-Wettrüsten möchte auch der Vatikan-Konzern nicht verpassen. Alle päpstlichen Worte der letzten 50 Jahre, darunter verschiedene Enzyklien, wurden nun mittels einer Bestimmung unter das Urheberrecht des Konzern-eigenen Verlages „Libreria Editrice Vaticana“ gestellt. Für die Nutzung der Worte von Gottes Stellvertretern sollen jetzt Lizenzgebühren genommen werden. Zwischen 3% und 5% der Verkaufspreise von Büchern, die das Wort Gottes enthalten, sollen als Lizenzgebühren an den Vatikan abgetreten werden. Dies ist natürlich umstritten, da viele wohl der Meinung sind, Gottes Worte sollten möglichst alle erreichen und dementsprechend kostenlos zu nutzen sein. Mehr dazu gibt es bei der Times und bei Gulli.
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: Neues Image für Microsoft
: Neues Image für Microsoft Microsoft will dieses Jahr 120 Millionen Dollar in eine globale Imagekampagne investieren. Dabei sind 32 Länder ausgewählt worden, in den Genuss der Werbebotschaften zu kommen. Ziel der Kampagne ist ein anderes Bild von Microsoft, damit sie nicht mehr als „die riesige amerikansiche Firma“ dastehen. Der Werbe-Manager von Microsoft erklärt die Ziele nochmal genauer:
„We wanted to be very specific about what we are doing in each country in education, innovation, economic opportunity and security,“
Explizit werden in dem Zeitungsartikel Frankreich und Taiwan genannt. Dies zeigt, dass sich die Kampagne vermutlich gezielt auf die Länder richtet, die mit Linux und Freier Software sympathisieren. Und wenn ich mir die Ziele anschaue, ist Deutschland sicherlich mit dabei. Die Argumentation ist ja hier nicht neu.
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: Vortrag: Einführung in Podcasting
: Vortrag: Einführung in Podcasting Am kommenden Donnerstag, den 26. Januar, wird Tim Pritlove im newthinking store in das Thema „Podcasting“ einführen und anschaulich zeigen, wie man selbst Podcasts erstellen kann. Tim macht u.a. den Chaosradio-Express-Podcast, den ich nur empfehlen kann. Und da Tim’s Lieblingsplattform Apple ist, werde ich wahrscheinlich in naher Zukunft mal eine Einführung in Podcasting mit Freier Software machen.
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: Podcast: Dan Gillmor über Citizen Media
: Podcast: Dan Gillmor über Citizen Media Heute ist wohl Audio-Tag. Blog-Age verweist auf ein Interview mit Dan Gillmor über „Citizen Media“. Sein Buch „We the media“ ist lesenswert, allerdings hab ich ihn auf einer Podiumsdiskussion rund um das Thema „Citizen Journalism“ auf dem WSIS in Tunesien live gesehen und war danach enttäuscht. Ausser einigen belanglosen Thesen, die mittlerweile jeder Blogger aufzählen konnte, hatte er nicht viel zu sagen. Das Interview ist aber trotzdem hörenswert.
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: Radiosendung: Internet Censorship and Surveillance
: Radiosendung: Internet Censorship and Surveillance Am Freitag lief im Bostoner Radio „On Point“ eine sehr interessante Sendung zum Thema „Internet Censorship and Surveillance“.
You remember the wide open promise of the World Wide Web, right? This was to be the untrammeled, free range domain of digital liberation, a new world of freedom. Well, yes and no.
You can search for whatever you like, but type in „democracy“ in China’s blogosphere, or „human rights“ or „women“ in Iran, and you’re getting nothing. E‑mail trails are sending dissidents to jail. Whole realms of thought are being filtered right off the web – and American companies are helping.
Now, the US government has subpoenaed search records by the millions. And the National Security Agency is reading e‑mail – maybe yours. Hear about Big Brother, American companies, and the web.
Gäste im Studio waren:
* Timothy Wu, Professor at Columbia Law School
* Ronald Deibert, Professor of Political Science and Director of the Citizen Lab at the University of Toronto
* Julien Pain, Reporters Without Borders
* Declan McCullagh, Chief Political Correspondent for CNET News.comDie Sendung gibts noch im Real- oder WMA-Format als Stream.
Ich würde mich freuen, wenn jemand die Sendung mitschneiden könnte, und mir einen Link zum Download schicken könnte.[via RConversation]
Update: Die Sendung gibts jetzt auch im verbraucherfreundlichem MP3-Format.
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: Podcasting: Interview mit Constanze Kurz zu Datenschutz
: Podcasting: Interview mit Constanze Kurz zu Datenschutz
Es gibt ein neues Podcasting-Interview. Dieses Mal habe ich mich mit Constanze Kurz über Datenschutz, Data-Mining, Biometrie und Privacy Enhancing Tools unterhalten. Constanze ist Dipl.-Informatikerin und arbeitet als Assistentin in der Arbeitsgruppe Informatik in Bildung und Gesellschaft bei Prof. Wolfgang Coy an der Humboldt-Universität in Berlin. Ausserdem ist sie im Chaos Computer Club aktiv. Das Interview ist 58min lang und liegt im MP3- oder OGG-Format vor.Die Musik im Hintergrund stammt aus dem „iDmix.001 – Elliptic – Digital Drive“ und liegt unter einer Creative Commons Lizenz.
Update:
Scheint so, als ob die Datei irgendwie einen Fehler hat. Ich repariere sie morgen mal.Klappt jetzt alles und es gibt auch OGG! -
: Bundesdatenschutzbeauftragter kritisiert Herausgabe der Suchmaschinendaten
: Bundesdatenschutzbeauftragter kritisiert Herausgabe der Suchmaschinendaten Über das Begehren der US-Regierung, von den grossen Suchmaschinenanbietern die Suchanfragen einer ganzen Woche zu erhalten, hatte Ralf am Samstag schon berichtet. Ich persönlich empfinde es schon als etwas schockierend, dass die Anfrage erst herauskam, als Google sich weigerte, die Daten heraus zu geben. Yahoo, MSN und andere sollen die Daten ohne Kritik ausgeliefert haben. Aber das kennen wir ja schon aus China und anderen Ländern.
CT’ Aktuell hat jetzt ein sehr interessantes Interview mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar zu dem Thema: Datenschutzbeauftragter in Sorge über Begehrlichkeiten nach Suchanfragen.
c’t: Von der Geburt des Überwachungsstaates aus der digitalen Technik ist seit langem die Rede. Fügt der Fall mit den Suchmaschinendaten den Befürchtungen der Datenschützer eine neue plastische Dimension hinzu?
Schaar: Ich hoffe, dass den Bürgern damit klar wird, wie wichtig der Datenschutz in der digitalen Welt ist. Aus meiner Sicht handelt es sich um ein alarmierendes Signal, dass die umfangreichen Nutzungsstatistiken, die geführt werden, gerade bei einem Weltmarktführer wie Google, Gegenstand von solchen doch sehr allgemeinen Auskunftsersuchen werden. Ich denke, da müssen sich die Internetgemeinde und die Gesellschaft insgesamt darüber klar werden, inwieweit eine solche Nachvollziehbarkeit des elektronischen Verhaltens, das ja auch immer weitere Lebensvorgänge umfasst, erstrebenswert ist und wie weit die Überwachung gehen soll.
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: Montag: Creative Commons Usergroup Berlin
: Montag: Creative Commons Usergroup Berlin Die Creative Commons Usergroup Berlin trifft sich am kommenden Montag wieder ab 19 Uhr im newthinking store.
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: US-Regierung will Zugriff auf Google-Anfragen
: US-Regierung will Zugriff auf Google-Anfragen Die US-Regierung verlangt von Google und anderen Suchmaschinenbetreibern Zugriff auf die Suchanfragen der Nutzer. Der Anlass ist ein Gerichtsverfahren wegen – na klar – Online-Pornografie. DIe Regierung will Kinder vor dem Zugriff darauf schützen und fordert dazu die Herausgabe der kompletten Suchanbegriffe einer ganzen Woche, darüber hinaus eine Million zufällig ausgewählte URLs. Ich weiss ja nicht, was die sich bei solcher Beweisführung denken, aber Googles Anwälte weigern sich noch. Yahoo, MSN und AOL sollen bereits nachgegeben haben.
Hintergrund: Der Child Online Protection Act [COPA] von 1998, der 2004 vom obersten Gericht wegen eines übermäßig breiten Ansatzes per einstweiliger Verfügung ausgesetzt worden war. Die Regierung will nun anhand der Statistiken der Suchmaschinen genauer wissen, wonach die Leute suchen und wie oft Pornografie dabei vorkommt.
Mehr dazu bei Futurezone und Heise. -
: Virtuelles Panel der BBC zu Musik im Netz
: Virtuelles Panel der BBC zu Musik im Netz Die BBC geht neue interessante Dialog-Wege. In einer Serie von virtuellen Events organisiert sie „virtuelle Panels“ rund um Fragestellungen der digitalen Gesellschaft. In einem ersten Panel geht es um die Zukunft der Distributionswegen im Entertainment-Bereich. Bis zum 24. Januar können Leser der BBC-Webseite Fragen stellen und ihre Meinung abgeben, und die Experten sollen dazu Stellung nehmen.
The music panel comprises:
* Brad Duea, president of Napster, once the scourge of the music industry and now one of the largest legal music download retailers.
* Peter Jamieson, executive chairman of the British Phonographic Industry (BPI), which represents the UK music industry and has been leading the anti-piracy campaign in Britain.
* John Kennedy, chairman and chief executive of the International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), the trade body representing record labels worldwide, which has been instrumental in the global fight against piracy.
* Steve Knott, managing director of HMV UK & Ireland, a leading high street chain that has recently opened its own online download store.
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: Iran: Blogger zu drei Jahren Haft verurteilt
: Iran: Blogger zu drei Jahren Haft verurteilt Der iranische Blogger und Journalist Ahmad Reza Shiri ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Die zur Bewährung ausgesetzte Strafe wurde am 8. Januar verhängt, wie Reporter ohne Grenzen berichtet. Als Grund für die Veurteilung wurde wohl angeführt, dass er in Blogeinträgen zum Boykott der Wahlen im Februar 2004 aufgerufen habe.
„Auf Bewährung verhängte Strafen werden häufig instrumentalisiert, um dem Regime unliebsame Journalisten ruhigzustellen,“ so ein Sprecher der Organisation. „Die Tatsache, dass ein Blogger auf diese Art verurteilt wurde, zeigt die Relevanz, die von Weblogs im Iran ausgeht“.
[via Reporter ohne Grenzen]