Generell

Die US-Filmindustrie und das Copyright

Der US-amerikansiche Verband der Filmindustrie, die MPAA, wird von einem Regisseur beschuldigt, sein Copyright verletzt zu haben. Der Regisseur, Kirby Dick, hat einen kritischen Film namens „This Film Is Not Yet Rated“ über die willkürliche Rating-Politik der MPAA bei Jugendschutzfreigaben gedreht und eine Kopie des Filmes der MPAA zur Einstufung der Altersfreigabe zur Verfügung gestellt. Dabei hatte er explizit untersagt, dass weitere Kopien angefertigt werden dürfen. Die MPAA hat das nicht interessiert und einige Kopien angefertigt, was dem Regisseur auffiel. Interessant ist vor allem die Begründung:

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The filmmaker said that when he asked MPAA lawyer Greg Goeckner what right his organization had to make the copy, Goeckner told him that Dick and his crew had potentially invaded the privacy of the MPAA’s movie raters. „We made a copy of Kirby’s movie because it had implications for our employees,“ said Kori Bernards, the MPAA’s vice president for corporate communications. She said Dick spied on the members of the MPAA’s Classification and Rating Administration, including going through their garbage and following them as they drove their children to school. „We were concerned about the raters and their families,“ Bernards said. She said the MPAA’s copy of „This Film Is Not Yet Rated“ is „locked away,“ and is not being copied or distributed.

[via Gulli]

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Ein Kommentar
  1. Er hätte seinen Film lieber mit DRM versehen sollen, bevor er ihn der MPAA sendet. ;-)

    Ich finde diese Ironie wundervoll. Erst die GVU, dann die MPAA, verstoßen gegen ihre eigenen Prinzipien. Sie demonstrieren die Absurdität ihrer eigenen Ideale. Herrlich!

    Man kommt sich vor wie auf einer Satire-Seite.

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