Demokratie

Digitale Demokratie, politische Kommunikation, e‑Government, Wahlen & Wahlkampf, Lobbyismus, Campaigning, soziale Bewegungen & Protest.

  • : „Fenster zu – es zieht!“
    „Fenster zu – es zieht!“

    Heute Abend feiert Microsoft eine Lobby-Party im Abgeordnetenhaus. Dies ist ungewöhnlich für den Ort und sehr kritisierungswürdig, da es dort eigentlich nicht um die tollen Corporate Social Responsibilty-Aktionen von Microsoft geht, die gefeiert werden sollen, sondern um die Umstellung der Windows 2000-Lizenzen auf Windows XP.

    Wir dachten uns, dass die Zeit reif für eine symbolische Aktion ist und machten heute dieses Foto vor dem Abgeordnetenhaus unter dem Motto „Fenster zu, es zieht!“:

    18. August 2005 12
  • : Kampagne gegen Datenspeicherzwang hat 25.000 Unterschriften gesammelt
    Kampagne gegen Datenspeicherzwang hat 25.000 Unterschriften gesammelt

    Die Kampagne von European Digital Rights (EDRi) und anderen, die sich gegen die Pläne von EU-Kommission und Ministerrat zur verpflichtenden Speicherung von Logdateien bei Internet-Providern und Mobilfunk-Betreibern richtet, hat heute Vormittag die Marke von 25.000 Unterstützern übersprungen. An der Spitze liegen die Niederlande (von dort wurde die Kampagne initiiert, und der Amsterdamer Provider XS4ALL ist Mit-Initiator), gefolgt von Finnland und Deutschland.

    Aus Deutschland könnten ruhig noch mehr Unterschriften kommen, immerhin gibt es hier zahlenmäßig viel mehr Netizens als in Finnland. Die EDRi will im Oktober die Liste der Unterschriften in einer öffentlichen Aktion an die EU-Gremien übergeben.

    Unterschrieben werden kann die Kampagne hier – denkt aber dran, das Land auch richtig auszuwählen, default sind leider immer noch die Niederlande.

    17. August 2005
  • : Cory Doctorow im Interview über WIPO-Activism
    Cory Doctorow im Interview über WIPO-Activism

    Die Seite Worldchanging hat Cory Doctorow zum Thema WIPO-Activism befragt. Das Interview ist sehr interessant und liefert einige Einblicke, wie man als gut vernetzte Zivilgesellschaft internationale Organisationen ein wenig aufmischen kann.

    16. August 2005
  • : Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer
    Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer

    Die Organisatoren des Thought Thieve$-Filmwettbewerbes haben mich wegen weiterer Übersetzungen vom englischen ins deutsche angefragt. Da meine Zeitressourcen derzeit äusserst knapp sind, kann ich dies leider nicht machen. Aber vielleicht findet sich unter den Lesern jemand, der/die Lust und Zeit dafür hat?

    Freiwillige melden sich bitte direkt bei Sasha Costanza-Chock, schock ADD riseup PUNKT net

    12. August 2005 2
  • : EFF verkündet die Blog-a-thon – Gewinner
    EFF verkündet die Blog-a-thon – Gewinner

    Die Electronic Frontier Foundation hat die Gewinner ihres Blog-a-thon – Wettbewerbes verkündet:

    Most Inspirational
    IO Error, In Defense of Freedom: „As I said in an Independence Day posting a few weeks ago, the fight for liberty is not only conducted by the armed forces, it is conducted every day by ordinary citizens like you and me. We cannot protect freedom by curtailing it. Enemies of freedom, both foreign and domestic, threaten us every day, and we must be prepared to stand up to anyone who would take away the liberty which has made this country unique among nations.“

    Most Humorous
    Memoirs of a Guardian Vampire, Fair use … what use is it? (Harry Potter Woke Up Goth): „ ‚Moribund is the core of my consciousness. Half-Heartedly I crawl through the strange forest until insecurities strip me of my fears. Suicide, Suicide, Suicide. Thou art my obsession.’ Thus were the thoughts that greeted Harry Potter as he woke that morning.“

    Best Overall
    The ramblings of Laura Crossett, The Medium is Not the Message: „As I read news reports now, five years later, about bloggers getting in trouble for their writing, I’m reminded of that moment in the basement of Jessup and of the inability, or unwillingness, of the woman at the end of the hall to see electronic communication as equal to oral communication. The attempts to say that bloggers don’t have the same rights as journalists stem, in part, from a belief that electronic print is not equal to hard copy print. “

    11. August 2005
  • : Heise über Vorratsdatenspeicherung und EDRi
    Heise über Vorratsdatenspeicherung und EDRi

    Monika Ermert hat das aktuelle EDRi-gram gelesen und berichtet auf Heise über die Vorratsdatenspeicherungs-Kampagne und die General Assembly der European Digital Rights Initiative letztes Wochenende hier in Berlin: Petition gegen Vorratsspeicherung von TK-Verbindungsdaten findet Unterstützung. Bisher liegt Deutschland bei den Unterschriften auf Platz 3, was uns etwas verwundert. Mehr Unterstützer haben bisher die Finnen und die Niederländer gesammelt. Helft uns, die Kampagne bekannter zu machen und stellt Banner auf Eure Webseite. Natürlich können wir auch noch bessere Banner gebrauchen. Für die Kampagne gibt es auch ein Wiki, welches aber demnächst eine eigene Subdomain bei dataretentionisnosolution.com bekommt.

    Die Schwerpunkte unserer Arbeit für das nächste Jahr werden bei Heise auch vorgestellt:

    Die Vorratsdatenspeicherung wird nach einem Beschluss der inzwischen 21 EDRI-Mitgliedsorganisationen in 14 Ländern bei ihrer Sitzung am vergangenen Wochenende in Berlin zu den wichtigsten Aktionsfeldern gehören. Daneben will man sich auf die Biometrie und das Nachfolgedokument zur Durchsetzungsrichtlinie für geistiges Eigentum konzentrieren. Außerdem will man die Entwicklungen bei RFID und beim anstehenden Weltgipfel der Informationsgesellschaft verfolgen.

    11. August 2005
  • : TP: Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005, Teil1
    TP: Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005, Teil1

    Falk Lüke hat wieder für Telepolis über den Online-Wahlkampf geschrieben: Die Mehrheit ist drin

    Der Onlinewahlkampf in der Bundesrepublik ist bereits in vollem Gange. Doch wen können, wen wollen die Parteien über die Onlinekommunikation erreichen? Wo liegen die Vorzüge des e‑Campaignings gegenüber der klassischen politischen Kommunikation? Die Antwort liegt nicht zuletzt daran, wer überhaupt online ist. Der Artikel ist der erste Teil einer vierteiligen Serie über Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005.

    11. August 2005
  • : Politikerblog-Thementag in deutschen Medien
    Politikerblog-Thementag in deutschen Medien

    Es gibt zwei neue Artikel über Politiker-Weblogs im Bundestagwahlkampf:

    Das Handelsblatt (bzw. dpa) schreibt über „neue Wege im Wahlkampf“: Politiker entdecken Weblogs

    Politikwissenschaftler Kleinsteuber meint, wenn man im Wahlkampf schon auf Blogs setze, sollten sie auch Teil des Wahlkampfkonzepts werden. „Man könnte zum Beispiel die Adressen auf Wahlplakaten veröffentlichen.“ Mit Weblogs könnten internetaffine, jüngere Wähler erreicht werden. Derzeit seien Blogs aber kaum in die Wahlkampfstrategien der Parteien eingebunden und das merke man auch an der Qualität der Angebote.

    Für die Deutsche Welle kommentiert Nico Lumma den aktuellen Stand im Netz: Politiker-Blogs: Noch keine Bereicherung der Blogosphäre

    Blogs spielen in diesem Wahlkampf eine Rolle, aber anders, als sich die Parteien es vorstellen. Denn die Politiker-Blogs werden eher mit Schmunzeln oder Kopfschütteln zur Kenntnis genommen, nicht aber als wirkliche Bereicherung der Blogosphäre. Im Gegensatz dazu ziehen die Blogs von Unterstützern oder die Gruppenblogs zur Wahl viele User an sich und stellen sich der Diskussion. Die Diskussionen verlaufen teilweise auf hohem Niveau, teilweise ist ein Niveau nicht zu erkennen. Blogs spiegeln in diesem Sinne das wieder, was Politiker bei Diskussionen am Infostand auch erleben können. Man sollte sich der Diskussion stellen und gut mitlesen.

    Update: Hab ich einen Politikerblog-Thementag in deutschen Medien verpasst?

    Jetzt berichtet der Spiegel: Wenn Politiker-Blogs zu Bumerangs werden

    Realitäts-Check für Volksvertreter
    Was als direkter Draht zum Bürger gedacht war, entpuppt sich in Wahrheit zum Blitzableiter des Frusts der Bürger. Teilweise seitenlange Konvolute werden den Politikern ins Webtagebuch geschrieben – ein so wohl kaum beabsichtigter Realitäts-Check für die Volksvertreter. Geklagt wird über Hartz IV, arrogante Ossis, korrupte Berufspolitiker und die Sozis, die sieben Jahren nichts auf die Reihe gekriegt haben.

    Falk Lüke hat sich jetzt für die Netzeitung die Blogs angesehen: Politiker suchen mit Blogs den «direkten Draht», und weiss vom neuen Weblog der Grünen Partei:

    Die Grünen starten am heutigen Freitag ein Blog mit ihren neun Spitzenpolitikern. Neben dem Spitzenkandidaten und Außenminister Joschka Fischer bloggen dort auch Renate Künast und Jürgen Trittin sowie die Partei- und Fraktionsspitzen. Die Grünen-Pressespecherin Sigrid Wolff «Mit dem Blog wollen wir zum Dialog über grüne Politik einladen, sowie live und authentisch aus dem grünen Wahlkampf berichten. Damit sind Bündnis 90/Die Grünen die erste Partei in diesem Wahlkampf mit einem eigenen Web-Blog, in dem alle SpitzenpolitikerInnen zusammen bloggen werden.»

    Und auch die Tagesschau berichtet: Was Politiker so bloggen (lassen)

    Eine persönliche Website gehört inzwischen zur Grundausstattung für Politiker. Das Kandidaten-Weblog dagegen ist noch relativ jung. Im Wahlkampf 2005 spielen die aufgebohrten Online-Tagebücher trotzdem eine Rolle. Ein Streifzug durch Politikerblogs.

    11. August 2005
  • : Thought Thieve$ Filmwettbewerb
    Thought Thieve$ Filmwettbewerb

    Eine witzige Idee ist der Gegenwettbewerb zur Microsoft UK-Kampagne über „Gedankendiebe“. Junge Menschen werden da aufgefordert, Filme zum Thema Intellectual Property hinzuschicken. Kritische sind natürlich nicht erwünscht. Seit heute gibt es aber „THOUGHT THIEVE$“, um allen kritisch denkenden die Gelegenheit zu geben, auch bei einem Wettbewerb mit zu machen:

    Ausschreibung: THOUGHT THIEVE$ Kurz-Film-Schau

    THOUGHT THIEVE$ ist eine Kurz-Film-Schau darüber, wie Konzerne sich Wissen, Kultur und Kreativität unter den Nagel reißen und die Antwort der Basis auf die Micro$oft-Wettbewebs­propaganda gleichen Namens [siehe http://www.msn.co.uk/thoughtthieves/Default.asp].

    Bei unserer Version von THOUGHT THIEVE$ geht es um große Konzerne, um den von ihnen begangenen Diebstahl und ihren Profit am Wissen des gewöhnlichen Volkes. Einfach gefragt: was löst es wohl für eine Reaktion aus, wenn die eigene traditionelle Kultur, die gemeinsame Kreativität, die tausende von Jahre alten Samen-Bestände, das althergebrachte medizinische Wissen oder gar das eigene genetische Muster als Eigentum eines multinationalen Konzerns angesehen wird? Was würdet Ihr tun?

    Wir wollen es wissen!

    Schickt uns Euren Kurzfilm über Konzern-Piraterie bis zum 16. September, 2005. Damit hat Euer Film die Chance, an einer internationalen Aufführungs-Tour teilzunehmen. Steht noch nicht fest: die Macher der kreativsten Filme der Publikumswertung werden zu einer Premierenaufführung ihres Filmes in Tunis, Genf oder London eingeladen.

    Wir können auch alle eine riesige Auswahl neuester Gratis-Software gewinnen; massig Recherche-Material zu Public Domain, Fair Use, Creative Commons, und Copyleft; nicht genveränderte Nahrung; erschwingliche Allgemeinmedizin … und weitere tolle Sachen, die wir bald bekanntgeben werden.

    TERMIN: Abgabeschluss 16. September 2005.

    Ein Poster zum Wettbewerb zum selber ausdrucken und aufhängen gibt es hier als PDF.

    10. August 2005
  • : Mehr Banner gegen Vorratsdatenspeicherung
    Mehr Banner gegen Vorratsdatenspeicherung

    Für die Vorratsdatenspeicherungs-Kampagne gibt es neue deutschsprachige Banner:

    Stellt sie in Euer Weblog oder auf Eure Homepage und verbreitet die Nachricht weiter. Bisher haben 18000 Europäer unterschrieben. Das können und sollen aber noch viel mehr werden. Wir freuen uns natürlich über mehr Banner!

    Ein weiteres deutschsprachiges Banner habe ich gerade bei Lucomo gefunden:

    6. August 2005 1
  • : Phillipinen: Politische Probleme durch Blogs
    Phillipinen: Politische Probleme durch Blogs

    Gestern berichtete Tilmann Baumgärtl in der TAZ über Blogs auf den Philippinen: Typen, die im Pyjama schreiben. Eine sehr spannende Sache, denn die philippinische Präsidentin Gloria Arroyo hat ein grosses Problem, u.a. durch Blogs verursacht. Letztes Jahr wurde dort gewählt und es existiert die Audioaufnahme eines Telefongespräch, welches sie mit dem phillipinischen Wahlleiter in der Wahlnacht führte. Sie erkundigte sich vor Auszählung der Stimmen nach ihrem Sieg. Unklar ist, wer das Gespräch aufgezeichnet hat, auf jeden Fall wurde es später in MP3 konvertiert, in viele Blogs gestellt und auch via Filesharing verbreitet. Mittlerweile gibt es Klingeltöne und auch die Raubkopier-Mafia sorgt dafür, dass in dem Land, wo nur die Oberklasse Zugang zum Netz hat, CD-Aufnahmen grossflächig vertrieben wird.

    Zur selben Zeit hatte das unabhängige Philippine Center for Investigative Journalism (PCIJ) die Bänder digitalisiert und transkribiert und veröffentlichte das Material, zum leichteren Download im beliebten Audioformat MP3 unterteilt, in seinem eigenen Internet-Blog. Die Website erlebte in den folgenden Tagen einen solchen Ansturm, dass der Server mehrfach wegen Überlastung zusammenbrach. In einem Monat griffen fast zwei Millionen Menschen auf die Site zu.

    Andere philippinische Blogger kamen zur Hilfe und „spiegelten“ die Dateien auf ihren eigenen Blogsites. Der Oppositionspolitiker Manuel Quezon speiste die Dateien in Filesharing-Netzwerke wie Limewire oder RapidShare ein. Die Mitschnitte wurden zur Grundlage von inzwischen über fünfzig Klingeltönen, die auf Websites wie der von TXTpower.org herunter geladen werden können. Auf dem Handy kann man „Hello Garci“ inzwischen unter anderem in HipHop- und Techno-Versionen hören.

    Gerade läuft ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Frau. Spannende Story!

    2. August 2005 2
  • : Mehr Awards zum wählen
    Mehr Awards zum wählen

    Die US Netz-Verbraucherschutzorganisation Public Knowledge veranstaltet zum zweiten Mal den IP3-Award:

    “We live in a world in which the law and policies surrounding intellectual property, information policy, and the Internet are increasingly interconnected, and even converging with one another. This new three-dimensional policy arena poses important challenges for us, but it also creates important opportunities for creative individuals in each of the three underlying fields of endeavor to advance the public interest. For this reason, Public Knowledge has instituted the annual IP3 Awards, given to individuals who over the past year (or over the course of their careers) who have advanced the public interest regarding one of the three kinds of „IP“ – Intellectual Property, Information Policy, and the Internet Protocol.

    Bis zum 1. August können Vorschläge an geschickt werden. Letztes Jahr gewannen u.a. DJ Danger Mouse (Grey Album) und Brewster Kahle, einer der Gründer des Internet Archive.

    Und dann fragt PoliticsOnline wie jedes Jahr nach „The 10 Who Are Changing the World of Politics & Internet“:

    „This year marked the toughest year ever in choosing the 20 finalists. The integration of politics and the Internet has spread like wildfire around the globe, reflected in this year’s diverse, international nominees.“

    Ich wundere mich ein wenig über die Vornominierungen. Die meisten Plattformen kenne ich, aber richtig umwerfendes ist nicht dabei. Wundere mich auch, dass Firmen wie JibJab nominiert wurden. Die haben zwar einen netten Flash-Film zur US-Präsidentschaftswahl gemacht, wo Kerry und Bush ähnlich wie im „Bundesdance“ wild rumhüpften, aber eine Revolution sehe ich da weniger. Wahrscheinlich lag es an der Zahl von mehr als 60 Millionen Menschen, die das angeklickt hatten. Mit Accenture eDemocracy Services kann man auch eine Unternehmensberatung wählen. Die haben aber nichts mit der Arbeitsamt-Software zu tun, die Accenture halb in den Sand gesetzt hatte, oder? Der Begriff eDemocracy wird ja so inflationär verwendet, dass selbst sowas darunter fallen kann.

    Da wähl ich lieber Adam Curry (Podcasting), das Digital Divide Network oder das BBC Action Network. Aber es gibt leider nur eine Stimme.

    19. Juli 2005
  • : Telefonhotline der Bundesregierung zum ePass
    Telefonhotline der Bundesregierung zum ePass

    Wie praktisch: Büger können sich bei einer Telefonhotline der Bundesregierung über den ePass informieren:

    Praktische Fragen rund um den ePass werden im Internetportal des Bundesministeriums des Innern unter www.bmi.bund.de beantwortet. Für Bürgerinnen und Bürger, die sich speziell zur technischen Sicherheit des ePass informieren möchten, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die E‑Mail-Adresse ePass@bsi.bund.de sowie eine ePass-Hotline eingerichtet. Die Hotline ist von 8 bis 17 Uhr unter der Nummer 01805–274 300 erreichbar (12 ct/min).

    Wer Fragen rund um biometrische Pässe, Sicherheit und Datenschutz hat, sollte sich dort melden! e‑Democracy muss auch genutzt werden. Aber immer freundlich bleiben, die Personen auf der anderen Seite am Telefon machen nur ihren Job, für die politischen Entscheidungen sind andere zuständig.

    13. Juli 2005 1
  • : Auch Dänemark findet Offene Standards toll
    Auch Dänemark findet Offene Standards toll

    Der dänische Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation hat eine Liste mit 20 Standards veröffentlicht, die allesamt bedeutend für die dänische Reform des öffentlichen Sektors ist. Fast alle sind Offene Standards:

    12. Juli 2005
  • : Nagative-Campaigning-Tipps aus Österreich
    Nagative-Campaigning-Tipps aus Österreich

    In der österreichischen Steiermark finden demnächst Landtagswahlen statt. Die konservative ÖVP-Partei hatte ganz schlau ihren Helfern und Angestellten einen Wahlkampfleitfaden erstellt, mit so praktischen Tipps wie:

    … und gegen den politischen Gegner
    So heißt es etwa: Leserbriefe sind ein geeignetes Mittel, um Gerüchte zu streuen, die im Rahmen der offiziellen Medienarbeit nicht eingesetzt werden können. Oder: Postings „bieten auch die Möglichkeit, sachlich unqualifizierte, aber für die Stimmung wichtige Einträge zu veröffentlichen“. Weiters wird den ÖVP-Mitarbeitern geraten, Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und die Volkspartei lobend zu erwähnen, SPÖ-Chef Franz Voves könne hingegen durchaus „wieder einmal als Faulpelz und Verhinderer“ bezeichnet werden.

    Mehr weiss der ORF zu berichten: Leitfaden für ÖVP-Mitarbeiter

    [via Wahlblog]

    Jetzt gibt es auch den passenden Telepolis-Artikel dazu: „Unsachlich und untergriffig“

    12. Juli 2005
  • : Informationsfreiheitsgesetz beschlossen
    Informationsfreiheitsgesetz beschlossen

    Der Bundesrat hat tatsächlich das Informationsfreiheitsgesetz beschlossen. Wer hätte das gedacht? Heise berichtet darüber: Bundesrat gibt grünes Licht fürs Informationsfreiheitsgesetz

    Mit dem Informationsfreiheitsgesetz soll ein allgemeiner Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen des Bundes geschaffen werden. Einschränkungen erfährt dieses prinzipielle Recht aber durch eine Reihe weit gefasster Ausnahmetatbestände. Dazu gehören etwa nachteilige Auswirkungen auf internationale Beziehungen, sicherheitsempfindliche Belange der Bundeswehr, Aufgaben der Finanz‑, Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden und bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Anfragen können sogar mit der schwammigen Begründung abgewiesen werden, dass „fiskalische Interessen des Bundes“ tangiert würden. Industrieverbände pochten zudem auf einen breiten Schutz von Geschäftsgeheimnissen und ihres geistigen Eigentums: Sind Daten von Unternehmen mit betroffen, dürfen die Akten daher nur geöffnet werden, wenn die Betroffenen einwilligen. Sind personenbezogene Informationen im Spiel, kann eine Behörde dagegen selbst abwägen, wessen Interesse am Aktenzugang mehr wiegt.

    Siehe auch Telepolis: Informationsfreiheitsgesetz gerettet

    Das Gesetz könnte zwar besser und umfassender sein, aber so kann man schon sagen, dass es besser ist als kein Informationsfreiheitsgesetz.

    8. Juli 2005
  • : Ergebnis der grünen Wiki-Programmdiskussion vorgestellt
    Ergebnis der grünen Wiki-Programmdiskussion vorgestellt

    Die Grünen haben nun das Ergebnis ihrer Wiki-Programmdiskussion vorgelegt:

    Wir fördern das Potential Neuer Medien für mehr Demokratie und weniger Bürokratie. Wir wollen die „digitalen“ Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher ausbauen und stellen der Wirtschaft die notwendigen Rahmenbedingungen für die Entfaltung von Innovationen zur Verfügung. Und wir unterstützen Offene Innovationen für eine offene Informationsgesellschaft.

    Der Beschluss basiert auf dem ersten Wiki-Prozess einer politischen Partei in Europa. Dieses politische Experiment ist geglückt. Etwa 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich konstruktiv eingebracht – dabei blieb das Wiki von Vandalismus weitestgehend verschont und hat sich selbst reguliert. Wer neue Wege geht, lernt aber auch dazu. So hätte es einer inhaltlichen Moderation bedurft. Wir mussten den Text am Ende stark kürzen, sowie inhaltlich und sprachlich überarbeiten. Trotzdem finden sich zahlreiche inhaltliche Anregungen von TeilnehmerInnen im Beschluss des Bundesvorstandes wieder.“

    Die Endversion gibt es anscheinend leider nur als PDF: „Offen und vielfältig – Grüne Wege für die digitale Gesellschaft“. Liest sich aber besser als alles andere von den übrigen Parteien.

    Immer noch aktuell: Meine Analyse der Wiki-Programmdiskussion

    4. Juli 2005
  • : Backstage-Live-bloggen bei Live8
    Backstage-Live-bloggen bei Live8

    Für die Live8-Konzerte in verschiedenen Städten werden noch Blogger gesucht. Wie Joe Trippi in seinem Blog „The Revolution will not be televised“ schreibt, sollen in jeder Stadt ausser London 10 Blogger live von Backstage über das jeweilige Konzert berichten:

    There will be a backstage area that will be held for credentialed Bloggers to cover the Live 8 concerts on July
    2nd. Credentials will be issued for 10 bloggers for each concert venue – except for London where we are still trying to work this out. But Philadelphia, Rome, Paris, Berlin, Tokyo will all have space backstage for 10 bloggers.

    Für Berlin werden noch Blogger gesucht. Wer wie zu den Ausgewählten zählen darf, erklärt Trippi in seinem Blog. Nettes Buzz-Marketing.

    28. Juni 2005
  • : Datenschützer nutzen ein Wiki
    Datenschützer nutzen ein Wiki

    Die Landesdatenschützer und der Bundesbeauftragte für den Datenschutz haben ein Wiki aufgesetzt, um Orientierungsleitfäden für wichtige Themen in einem kollaborativen Prozess zu schreiben. Das Projekt ist noch im Anfangsstadium und derzeit können nur die Mitglieder des Autorenteams die Inhalte sehen und bearbeiten. Aber das soll sich bald ändern:

    Künftig sollen aber die Seiten geöffnet werden, sodass jede® mitarbeiten kann, sofern er/sie angemeldet ist. Wenn Sie im Autorenteam mitarbeiten möchten, wenden Sie sich bitte an das Referat VI beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz.

    Ich finde die Herangehensweise klasse. Bisher werden zwei Orientierungsleitfäden entwickelt, jeweils zu RFID und Linux. Bin mal auf den Prozess gespannt, wenn er offener wird und Menschen aus der Zivilgesellschaft sich einbringen können.

    17. Juni 2005 1
  • : Die Zeit über Weblogs im Iran
    Die Zeit über Weblogs im Iran

    Die Zeit berichtet über Weblogs im Iran und wie diese zur Vernetzung der Oppositionellen genutzt werden, die gegen das Regime sind: In Weblogistan

    Das iranische Establishment wird zusehends nervös. Viele Seiten werden geblockt, zahlreiche Blogger wurden inhaftiert und gefoltert. Und nun wollen die Ajatollahs selbst im Web präsent sein. Der reformerische ehemalige Parlamentspräsident Ali Abtahi kommentiert die Weltlage in seinem eigenen Blog. Sogar Chomeinis Nachfolger, der oberste Revolutionsführer Chamenei, hat sich eine Website bauen lassen.

    16. Juni 2005 1