Demokratie

Digitale Demokratie, politische Kommunikation, e‑Government, Wahlen & Wahlkampf, Lobbyismus, Campaigning, soziale Bewegungen & Protest.

  • : Stasi 2.0‑Shirt-Spendenaktion bringt >11.000 Euro
    Stasi 2.0‑Shirt-Spendenaktion bringt >11.000 Euro

    Die Stasi 2.0‑Shirt-Spendenaktion hat dem AK Vorratsdatenspeicherung mehr als 11.000 Euro beschert!

    Spreadshirt hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben: Die Vorwahl der anderen – Spreadshirt spendet Datenschützern.

    Das „Stasi 2.0“ Motiv hat eine bewegte Geschichte. Adler, Initiator der Aktion „Überwach!“, wollte mit dem Motiv auf die Gefahren durch staatliche Kontrolle aufmerksam machen – und zwar in möglichst drastischer Weise. Etwas zu drastisch, befand die Spreadshirt Rechtsabteilung, die das Motiv zunächst ablehnte. Doch Spreadshirt-Gründer und CEO Lukasz Gadowski setzte sich nachhaltig für den Druck ein: „Ich respektiere Schäuble und habe Verständis für die sensible Sicherheitslage. Aber mit Satire müssen Politiker einfach rechnen.“ Ganz unabhängig vom Missbrauchspotenzial seien die Schäuble-Pläne außerdem ineffektiv und wirtschaftlich wenig effizient. Ergebnis: das Shirt wurde nicht nur gedruckt und verkauft, sondern auch mit einer Spende von 5 Euro pro Verkauf verknüpft. Ergänzt wurde der Spreadshirt-Beitrag durch eine weitere optionale Spende seitens der Kunden, die sie über einen variablen Kaufpreis festlegten.

    Die Stasi 2.0‑Shirts gibt es seit dem 30.6.2007 nicht mehr über Spreadshirt mit einer automatischen Spende an den AK Vorrat. Im AK wird gerade überlegt, die T‑Shirts künftig selber zu vertreiben. Auch an Aufkleber und andere Devotionalien wird gedacht.

    16. Juli 2007 18
  • : Free the Iphone
    Free the Iphone

    Die US-NGO FreePress hat die Kampagne „Free the Iphone“ gestartet, die sich für mehr Wahlfreiheit einsetzt.

    We need to unlock the potential of these devices and open the public airwaves to real competition. At FreetheIphone.org, the campaign for Wireless Freedom is a fight for:

    * The freedom to use whatever device we want on any network
    * The freedom to choose among providers in a competitive wholesale marketplace
    * The freedom to access any content or services we want through our devices

    16. Juli 2007 3
  • : Free EUtube
    Free EUtube

    Die Kampagne „Free EUtube“ fordert „Our Right to comment on Eutube propaganda“:

    * Recently the European Commission launched EUtube, EUtube is a Youtube channel for EU content
    * In an unprecedented move the European Commission disabled EUtube user comments.
    * European Union officials educate us why they need to listen to citizens. ‚EU communication must be a two way street’, says Commissioner Wallström. How does video propaganda improve our participation? How do disabled «user comments» improve EU listening?
    * Youtube.com is no European company. It uses public content from the European Commission for free. However, European citizens may not download, use, or remix these videos without permission: Copyright infringement!
    * The European Union cannot guarantee that Youtube respects European privacy and data protection standards.
    * The EU Commission cooperates with commercial platforms from abroad such as Youtube but not Wikipedia and true European civil society groups. Why does the Commission discriminate non-commercial platforms?

    We demand:

    1. Citizens and democratic institutions define EU policies. Commission officials are obliged to serve.
    2. Public EU content needs to be free, that is public domain or published under a license such as Creative Commons
    3. Public video content has to be released without copy protection, using open formats.
    4. Public video content has to be unbiased or multipartisan, informative and decent.
    5. EUtube comments censorship must stop.

    Wir hatten vor zwei Wochen mal über EUTube geschrieben: Europa-Propaganda für weniger Politikverdrossenheit?

    12. Juli 2007 1
  • : Blümchenwiese 2.0
    Blümchenwiese 2.0

    Die Antwort des Chaos Computer Club zum Hackerparagraphen:

    bluemchenwiese.jpg

    Es geht darum.

    6. Juli 2007 9
  • : Aktionsbündniss „Urheberrecht fuer Bildung und Wissenschaft“ gegen 2. Korb
    Aktionsbündniss „Urheberrecht fuer Bildung und Wissenschaft“ gegen 2. Korb

    Das Aktionsbündniss „Urheberrecht fuer Bildung und Wissenschaft“ hat heute Nacht diese Mail noch an alle Unterstützer verschickt. Heute kann man sich noch bei den Abgeordneten im Bundestag beschweren.

    Sehr geehrte Unterzeichner der Goettinger Erklaerung,

    am 5. Juli soll im Bundestag die zweite Anpassung des Urheberrechtsgesetzes in zweiter und dritter Lesung verabschiedet werden. Obgleich, soweit das bekannt geworden ist, in letzter Minute offenbar kleinere Zugestaendnisse an Bildung und Wissenschaft gemacht worden sind, sieht das Aktionsbuendnis seine schlimmsten Befuerchtungen dennoch bestaetigt: Mit den gegenueber dem Regierungsentwurf erneuten Einschraenkungen zu Lasten eines freien Umgangs mit Wissen und Information in der Wissenschaft hat die Bundesregierung ihr selbst erklaertes Ziel, naemlich ein „bildungs- und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht“ zu schaffen, vollstaendig verfehlt.

    Bildung und Wissenschaft sind leider auf das Unverstaendnis und die mangelnde Bereitschaft der Politik gestossen, sich mit den
    Beduerfnissen und dem aktuellen Informationsverhalten von Wissenschaftlern, (Hochschul-)Lehrern, Studierenden und Schuelern
    auseinanderzusetzen.

    Die politische Dimension, Rahmenbedingungen fuer eine Informationsgesellschaft zu schaffen, die auch und vor allem bezueglich Bildung und Wissenschaft diesen Namen verdient und die diese in die Lage versetzt, kreativ und auch international kompetitiv
    zu agieren, blieb weitgehend ausgeklammert.

    Das Aktionsbuendnis hat in einem letzten Appell noch einmal entschieden gegen die Vernachlaessigung der Argumente und der Kritik
    aus Bildung und Wissenschaft protestiert und ein Aussetzen der Novellierung angeregt. In der Politik zaehlt letztlich aber nur die
    grosse Zahl. Deshalb moechten wir Sie bitten, den beiliegenden Musterbrief in einer E‑Mail an die Adresse mail@bundestag.de mit der Bitte um Weiterleitung an die Bundestagsabgeordneten zu schicken.

    Dem Aktionsbuendnis ist auch klar, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt kaum noch eine Aenderung oder ein Aussetzen der Novellierung erreichen koennen. Aber es wichtig, dass die Politik weiss, dass die „Basis“ von Bildung und Wissenschaft mit dieser fortschreitenden Beguenstigung der kommerziellen Verwertung auch von mit oeffentlichen Mitteln unterstuetzten Forschungsergebnissen nicht einverstanden ist.

    Ihr persoenlicher Protest ist aber vor allem deshalb wichtig, damit so schnell wie moeglich ein erneuter Anlauf zu einem Dritten Korb
    genommen wird, der dann weitgehend auf die Moeglichkeiten einer freizuegigen Nutzung von Wissen und Information in Bildung und
    Wissenschaft zugeschnitten sein soll. An der Spitze des BMJ scheint sich eine Bereitschaft dafuer abzuzeichnen, auch um ueber das
    Urheberrecht einen breiteren Einstieg in Open Access moeglich zu machen. Schon jetzt versucht der Boersenverein dies mit allen Mitteln zu verhindern.

    Ihr Brief ist also auch zur Unterstuetzung dieses Dritten Korbs wichtig. Ihre Mail muss allerdings spaetestens am Dienstagmittag auf
    den Weg gebracht werden, damit sie noch zu den einzelnen Abgeordneten gelangt.

    Vielen Dank, mit freundlichen Gruessen,

    Prof. Dr. Rainer Kuhlen
    Sprecher des Aktionsbuendnisses „Urheberrecht fuer Bildung und Wissenschaft“

    3. Juli 2007 5
  • : Urheberrecht nächste Woche im Bundestag
    Urheberrecht nächste Woche im Bundestag

    Nächste Woche könnte der zweite Korb im Bundestag durchgewunken werden. Wie schon beim ersten Korb sollen alle weiteren strittigen Punkte in den dritten Korb ausgelagert werden. Urheberrecht 3.0 heisst das dann wahrscheinlich. Erstmal soll es wohl am Dienstag im Rechtsausschuss beschlossen werden. Die zweite und dritte Lesung könnte dann schon am Mittwoch oder Donnerstag erfolgen. Damit wäre das Gesetz durch. Die Zeit drängt also, falls man sich nochmal an die Abgeordneten wenden möchte. Bei denen besteht noch viel Beratungsbedarf.

    Es soll ja mal ein ungeschriebens Gesetz gegeben haben, wonach Änderungen am Urheberrecht immer interfraktionell von allen Fraktionen beschlossen werden. Das würde mich bei diesem Gesetzentwurf mehr als wundern. Weiss jemand vielleicht, wie die aktuelle Praxis im Bundestag ist?

    Ein klein wenig Hintergrund zum Nachlesen und informieren:

    3. Oktober 2006: Digital Rights Management
    31. August 2006: Kopierschutz entmündigt!
    13. Juli 2006: Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen (Mit Video-Interviews)
    22. März 2006: Reaktionen zum 2. Korb Kabinettsbeschluss.
    26. Januar 2006: Live-Stream von Urheberrechtsanhörung.
    12. Januar 2005: Keine Veränderung beim Urheberrecht

    27. Juni 2007 2
  • : Neuer Greenpeace Guide to Greener Electronics
    Neuer Greenpeace Guide to Greener Electronics

    Greenpeace International hat die Ausgabe des „Greenpeace Guide to Greener Electronics“ veröffentlicht. Apple konnte sich durch das Versprechen etwas nach vorne arbeiten, zukünftig auf PVC und andere Chemikalien verzichten zu wollen. Aber toll ist die Leistung immer noch nicht. Nokia führt die Liste an, weil hier nach Versprechungen schon Taten folgten. Mehr Informationen bietet die verlinkte Webseite.

    4th-ranking-meter.jpeg

    The electronics ranking guide has been our answer to getting the electronics industry to face up to the problem of e‑waste. We want manufacturers to take responsibility for the unprotected child labourers who scavenge the mountains of cast-off gadgets created by our gizmo-loving ways. We’ve been happily surprised at how quickly many corporations have risen to the competitive challenge. It’s especially rewarding to see more than a few CEOs openly vying for the top green spot, and challenging their competitors to adopt industry-wide policies to reduce the problem of e‑waste.

    27. Juni 2007
  • : Sechs Fragen an die nationalen Standardisierungsgremien
    Sechs Fragen an die nationalen Standardisierungsgremien

    Die Free Software Foundation Europe hat ein Dokument mit sechs Fragen online gestellt, welche sich an nationale Standardisierungsgremien wendet: Six questions to national standardisation bodies. Hintergrund ist der Versuch von Microsoft, das eigene Format MS-OOXML als offenen Standard bei der ISO-Behörde durchegsetzt zu bekommen.

    Das sind die Themenbereiche:

    1. Application independence?
    2. Supporting pre-existing Open Standards?
    3. Backward compatibility for all vendors?
    4. Proprietary extensions?
    5. Dual standards?
    6. Legally safe?

    All these questions should have answers that should be provided by the national standardisation bodies through independent counsel and experts, and in particular not by Microsoft or its business partners, which have a direct conflict of interest on this issue. If there is no good answer to any one of them, a national body should vote no in ISO/IEC.

    Der FFII fährt momentan noch die OOXML-Kampagne mit einer Petition.

    26. Juni 2007 1
  • : Schwedischer Aussenminister leidet unter Forenhaftung
    Schwedischer Aussenminister leidet unter Forenhaftung

    Der schwedische Aussenminister und Vorzeige-Blogger Carl Bildt hat gerade Probleme mit seinem Blog. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen ihn wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Grund sind viele rassistische Kommentare. In Schweden besteht aber die Pflicht, u.a. rassistische und volksverhetzende Äusserungen umgehend aus Webseiten zu entfernen. Das Problem kennt man in Deutschland unter dem Begriff „Forenhaftung“.

    Die TAZ berichtet über den Fall und die Krisenkommunikation: Vom Blogger zum Volksverhetzer?

    Die verspätete und nur teilweise Entfernung der fraglichen Kommentare entschuldigte Carl Bildt (in einem Blog-Beitrag vom EU-Gipfel in Brüssel) damit, dass in seinem Blog mittlerweile 13.000 Kommentare zu seinen Beiträgen geschrieben worden seien – es ist einer der meistgeklickten Schwedens. Die fraglichen „besonders unpassenden“ Kommentare habe er wohl „übersehen“.

    23. Juni 2007 7
  • : Wie grün wird das iPhone sein?
    Wie grün wird das iPhone sein?

    Gute Frage von Greenpeace: How green is that iPhone?

    Like everyone else we don’t know what’s in the iPhone yet. It debuts June 29th. But we already know how green a phone can be. Nokia, Sony Ericsson, and Motorola have both removed some of the worst chemicals from their phones and identified extra toxic chemicals they intend to remove in the future – even beyond the minimal legal requirements.

    Nokia and Sony Ericsson have a global take-back policy for their phones and accept their responsibility to reuse and recycle the phones they manufacture. That saves resources and helps prevent old phones ending up as e‑waste dumped in Asia. Due to our successful Green my Apple campaign Steve claimed: „Apple is ahead of, or will soon be ahead of, most of its competitors“ on environmental issues. This is Apple’s chance to prove it.

    To be only as good as Nokia and Sony Ericsson, Apple should:

    * Not use toxic chemicals like brominated flame retardants and Polyvinyl Chloride in the iPhone.
    * Offer for free worldwide take-back for the iPhone.

    15. Juni 2007 1
  • : „Vergiss niemals, dass China noch immer eine Diktatur ist“
    „Vergiss niemals, dass China noch immer eine Diktatur ist“

    Der Dauerkrisenfall China v Pressefreiheit geht in eine neue Runde. Bereits letzte Woche und im April in den News (u.a. beim Inquirer bzw. bei heise), diese Woche um so aktueller qua Prominenz. Der Journalist Shi Tao (师涛/師濤) hat vergangene Woche von der World Association of Newspapers (WAN) die goldene Feder der Freiheit verliehen bekommen. Noch in Haft, schließt er sich einer Klage gegen Yahoo an. Geführt wird die Klage von Wang Xiaoning (王小宁), der ebenfalls in Haft sitzt, weil er zwischen 2000 und 2002 pro-demokratische Mails über Yahoo-Mailserver verschickt und in dortigen Foren gepostet hatte. Die Klage wurde bereits im April erhoben:

    Wang war angeklagt worden, zwischen 2000 und 2002 pro-demokratische Artikel in einem elektronischen Newsletter per E‑Mail verschickt zu haben. Laut HRIC nannte das Urteilsschreiben mehrere Texte, darunter einen mit dem Titel: „Vergiss niemals, dass China noch immer eine Diktatur ist“. Das Schreiben zeige, dass die Informationen des in Hongkong sitzenden Zweiges von Yahoo dabei halfen, die Verbindung zwischen Wang Xiaoning und den beanstandeten Nachrichten in einem Diskussionsforum herzustellen.

    Reporter ohne Grenzen hat deutlichere Worte: Bei heise.de liest man heute zur Ausweitung der Klägerschaft:

    Der Journalist Shi Tao hat sich der Klage der Menschenrechtsorganisation World Organization for Human Rights USA gegen den Internetdienstleister Yahoo angeschlossen. Shi war im April 2005 wegen angeblicher Enthüllung von Staatsgeheimnissen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden, da er per E‑Mail behördliche Instruktionen für Journalisten weitergeleitet hatte. Zu seiner Verhaftung hatte Yahoo beigetragen, in dem das Unternehmen die Kundendaten den chinesischen Ermittler übergeben hatte. Dafür müsse Yahoo bestraft werden, sagte laut Medienberichten Shis Mutter Gao Qinsheng.

    Auch Futurezone berichtet: Chinesische Dissidenten vs. Yahoo

    Das bestätigte die Mutter des Journalisten am Sonntag in Hongkong. Shi Tao war 2005 von den chinesischen Behörden zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er in einer E‑Mail die Restriktionen kritisierte, die der chinesische Staat den Medien auferlegt.

    Die Bürgerrechtler werfen Yahoo und dessen chinesischem Partnerunternehmen Alibaba.com vor, durch ihre Kooperation mit den chinesischen Behörden Dissidenten wie Shi der Folter auszuliefern.

    Yahoo, wie auch anderen Großunternehmen, bedauert das (und meint immer die schlechte PR, die so eine Unternehmung bringt), ändert aber nichts an der Geschäftspraxis. Die Reporter ohne Grenzen müssen weiter Kampagnen fahren.

    Unterdessen wurden in China drei Journalisten entlassen, weil sie die Mütter von Opfern des Tiananmen-Massakers interviewt hatten. Der Slogan im Titel ist jedenfalls so aktuell wie immer.

    11. Juni 2007 10
  • : Vorratsdatenspeicherung und Proteste in der Süddeutschen
    Vorratsdatenspeicherung und Proteste in der Süddeutschen

    Jetzt.de stellt die Vorratsdatenspeicherung und den Protest dagegen ausführlich in der heutigen Süddeutschen Zeitung vor:

    Jetzt.de: Alle sind verdächtig – warum Ralf Bendrath gegen die Vorratsdatenspeicherung ist.

    Der Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung wird vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung koordiniert. Einer der Aktiven dort ist Ralf Bendrath, mit dem wir über seine Kritik an dem Gesetz sprachen.

    Jetzt.de: Vorratsdatenspeicherung bis Bundestrojaner – was man über die Überwachungspläne wissen muss.

    Das Internet wird politisch – weil die Menschen dort nicht überwacht werden wollen. In der Blogosphäre sammelt sich gerade der Protest gegen die Pläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, Kommunikationsdaten zu speichern. Zeit für eine Begriffsklärung.

    Heribert Prantl kommentiert in der Süddeutschen Zeitung: Der artgerechte Staat.

    Das Recht der inneren Sicherheit in Deutschland ist gekennzeichnet vom Verlust der Maßstäbe und von der Veralltäglichung der Maßlosigkeit.

    11. Juni 2007 1
  • : G8: Video-Clip von Ärzte ohne Grenzen
    G8: Video-Clip von Ärzte ohne Grenzen

    Ärzte ohne Grenzen haben einen Video-Clip zu ihrem G8-Protest online gestellt. In diesem geht um AIDS-Bekämpfung und wie starke Geistige Eigentumsrechte die AIDS-Bekämpfung behindern.

    Update: Gab leider kleine Probleme wegen der Musikrechte und ich wurde gebeten, den Clip bis zur Lösung des Problems erstmal wieder runter zu nehmen.

    9. Juni 2007 3
  • : G8 – Act now!
    G8 – Act now!

    Tolle Aktion:

    Die Tagesschau hat Auszüge gesendet. Die ganze Tagesschau als Podcast gibt es hier. Bei Spiegel-Online sieht man, wie ein Polizeiboot ein Greenpeace-Boot „überschwimmt“.

    Die Meinung von Greenpeace zum G8-Gipfel: Die G8 haben versagt.

    Die Chance zu einem echten Fortschritt war da und ist vertan worden, sagt Tobias Münchmeyer, Klimaexperte von Greenpeace zur Abschlussdeklaration des G8-Gipfels am Donnerstagabend. In dem Papier ist nachzulesen, dass die G8-Staaten eine Halbierung der Kohlendioxidemissionen bis 2050 ernsthaft in Betracht ziehen. Dazu Münchmeyer: Die G8 hätte mit ehrgeizigen Verpflichtungen zeigen können, dass sie in der Lage ist, Verantwortung und Vorreiterschaft zu übernehmen. Die G8 haben versagt.

    7. Juni 2007 6
  • : Morgen Abend: Live-Event im Netz von Amnesty International
    Morgen Abend: Live-Event im Netz von Amnesty International

    Amnnesty International UK und der britische Observer veranstalten morgen Abend im Rahmen der irrepressible.info-Kampagne einen Online-/Offline Event rund um die Anstrengungen im Kampf für Meinungsfreiheit im Netz: „Some people think the internet is a bad thing

    Join Amnesty International UK and The Observer for a unique global event. We will use the internet to link activists from around the world to discuss the struggle against internet repression and to celebrate the irrepressible desire of people towards freedom of expression.

    Speakers include:

    * Martha Lane Fox – lastminute.com
    * Clark Boyd – BBC
    * Ron Deibert – Open Net Initiative
    * Sami Ben Garbia – Tunisian cyber-dissident
    * Josh Wolf – US cyber-dissident
    * Morton Sklar –Yahoo! Court case
    * Shava Nerad – The TOR Project
    * Yan Sham-Shackleton – glutter.org
    * Kevin Anderson – The Guardian

    With contributions from:

    * Jimmy Wales – wikipedia
    * Richard Stallman – Free Software Movement
    * Ethan Zuckerman – Global Voices
    * Dan Gillmor – Center for Citizen Media
    * Yu Ling – wife of Chinese cyber-dissident
    * Markus Beckedahl – netzpolitik.org
    * Cory Doctorow – boing boing
    * … and you

    Der Event wird unter www.amnesty.org.uk/webcast um 19:30 (Unserer Zeit) ausgestrahlt. Wer in London ist, kann im „Human Rights Action Centre“ vorbeischauen.

    Ich fühle mich geehrt, bei diesem interessanten Event dabei sein zu können. Zuerst wurde ich angefragt, ob ich live zugeschaltet werden kann. Aber das klappt wohl aus technischen Gründen nicht, bzw. ist diese Idee wohl verworfen worden, weil dabei wohl zuviel schief gehen könnte. Ich sprech später noch einen Podcast ein, wo ich eher die Situation in Europa beschreibe in Zeiten von Vorratsdatenspeicherung und dem Wandel zum Präventivstaat.

    5. Juni 2007 13
  • : Demo „Freiheit statt Angst“ in Wien am Donnerstag
    Demo „Freiheit statt Angst“ in Wien am Donnerstag

    In Österreich regt sich ja der Widerstand gegen die drohende Vorratsdatenspeicherung nun auch etwas stärker. Über die Platterone hatten wir schon berichtet, am Donnerstag gibt es nun eine Offline-Aktion in Wien:

    Unsere Grundrechte sind in Gefahr! Mit der Vorratsdatenspeicherung stellt der Staat Österreich jeden Bürger unter Generalverdacht. Privat und unbeobachtet telefonieren, E‑Mails schreiben und im Internet surfen wird nach aktueller Planung nicht mehr möglich sein. Die Umsetzung der EU Vorratsdatenspeicherung sorgt für heftige Diskussionen in Österreich. Die Gesetzesänderung sieht vor Telekommunikationsdaten, die bisher nicht gespeichert werden durften, mindestens ein halbes Jahr lang für die Strafverfolgung aufzubewahren. Wer, wann mit wem telefoniert hat oder E‑Mails geschrieben hat wird ebenso erfasst, wie die Adressen von besuchten Websites. Es liegt nun an uns ein klares Zeichen gegen diesen rasanten Kurs in Richtung Überwachungsstaat zu setzen. Zunehmend setzt sich die Einsicht durch, dass die immer breitere Überwachung der gesamten Bevölkerung die Arbeit von Beratungsstellen ebenso behindert wie unbefangenes demokratisches Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

    7. Juni 2007: Freiheit statt Angst – Demonstration gegen Sicherheits- und Überwachungswahn

    Treffpunkt: 19:00 Universität Wien, Ziel: Verkehrsministerium

    Mehr Infos gibt es hier.

    4. Juni 2007 6
  • : Republikanische Vesper: Wer unschuldig bleiben will, telefoniere nicht!
    Republikanische Vesper: Wer unschuldig bleiben will, telefoniere nicht!

    Nächste Woche Donnerstag, den 31. Mai, veranstaltet die Humanistische Union im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin eine „Republikanische Vesper“ zum Thema Vorratsdatenspeicherung: „Wer unschuldig bleiben will, telefoniere nicht!

    Die Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten als Abschied vom Kommunikationsgeheimnis

    Es klingt harmlos und vernünftig: Nachdem immer mehr Straftaten mit moderner Kommunikationstechnik vorbereitet und begangen werden, will der Staat jetzt nachrüsten. Künftig sollen alle Verbindungsdaten für Telefone, Handys und Internetzugänge für ein halbes Jahr gespeichert werden. Sollte es zu einem Ermittlungsverfahren kommen, könne so die Aufklärung erheblich verbessert werden.

    24. Mai 2007
  • : Amnesty International Jahresbericht 2007
    Amnesty International Jahresbericht 2007

    Amnesty International hat gestern den Jahresbericht 2007 veröffentlicht. Hier sind die einzelnen Dokumente:

    Foreword (PDF, 12 pages, 60KB)
    Regional overviews (PDF, 23 pages, 96KB)
    Country entries (PDF, 242 pages, 1MB)
    Year in Campaigning (PDF, 9 pages, 56KB)

    Heise berichtet kurz darüber: Amnesty kritisiert Begünstigung von Internetzensur durch große IT-Firmen.

    „Das Internet ist zur neuen Front im Kampf um das Recht zur abweichenden Meinungsäußerung geworden“, betont die Generalsekretärin von Amnesty International, Irène Khan, im Vorwort des heute veröffentlichten Jahresberichts der weltweit bekanntesten NGO. Der Bericht prangert jedoch nicht nur die Zensurmaßnahmen in verschiedenen Staaten an, sondern weist ausdrücklich auch auf die Mitverantwortung westlicher Firmenpolitik hin. Dass die Regierungen in Weißrussland, China, Ägypten, Iran, Saudi-Arabien und Tunesien „Chat-Rooms überwachen, Blogs löschen und die Arbeit von Suchmaschinen beschränken“ könnten, geschehe mit der „Hilfe der weltgrößten IT-Unternehmen“.

    Es gibt auche ine offizielle Pressemitteilung dazu, auf die Heise sich bezieht: Report 2007: Politics of fear creating a dangerously divided world.

    „Just as global warming requires global action based on international cooperation, the human rights meltdown can only be tackled through global solidarity and respect for international law.“

    24. Mai 2007 1
  • : Bundesregierung glaubt: Wahlcomputer sind sicher
    Bundesregierung glaubt: Wahlcomputer sind sicher

    Heute im Bundestag informiert über eine Antwort der Bundesregierung zu einer kleinen Anfrage der Linksfraktion bezüglich des Einsatzes von Wahlcomputern: Bundesregierung: Kein umfassender Einsatz von Wahlcomputern geplant.

    Da gibt es tolle politische Prosa, wie dieser hier:

    Obwohl sie der Überzeugung ist, dass Wahlcomputer „hinreichend manipulationssicher“ sind, plant die Regierung den verstärkten Einsatz dieser Geräte nicht: Die Entscheidung über die Anschaffung und den Einsatz von Wahlgeräten liege bei den Städten und Gemeinden, das Innenministerium entscheide nur über die Bauartzulassung für Wahlgeräte bei Bundestags- und Europawahlen.

    Warum sollte die Bundesregierung auch den Einsatz planen, wenn sie nicht zuständig ist?

    Die Sicherheit der Geräte werde durch organisatorische Maßnahmen wie etwa Kontrollen und Überprüfungen bei der Vorbereitung der Geräte zur Wahl sowie die Möglichkeit, jederzeit einen Vergleich der eingesetzten Geräte einschließlich Software mit dem geprüften Baumuster vornehmen zu können, gewährleistet. Zudem sei die Fälschung einer Wahl „strafbewehrt“, was gegenüber Manipulationen präventiv wirke. Bislang seien Manipulationen an Wahlcomputern in Deutschland weder festgestellt, noch behauptet worden. Dennoch überprüfe die Bundesregierung derzeit die Bundeswahlgeräteverordnung auf Novellierungsbedarf.

    Viel dazu gelernt haben sie nicht von der Kritik an Wahlcomputern.

    23. Mai 2007 4
  • : Zahlen spazieren führen
    Zahlen spazieren führen

    In unserem Posting „Die verbotene Zahl“ hatten wir dazu aufgerufen, den String „09 f9 11 02 9d 74 e4 d8 f1 56 c5 63 56 88″ in kreativer Form zu verwenden. Eine weitere Idee hab ich eben per Mail zugeschickt bekommen: Einfach eine kleine Spontan-Demo veranstalten:

    Ein kleines Video der Aktion gibt es als MP4 zum Download oder hier zum anschauen. Etwas Musik im Video hätte diesem sicherlich nicht geschadet. Hier bietet sich der grosse Pool an Creative Commons lizenzierter Musik an.

    22. Mai 2007