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  • : Mittwoch Abend: Chaosradio auf Fritz über Reisepass
    Mittwoch Abend: Chaosradio auf Fritz über Reisepass

    Am morgigen Mittwoch Abend, 28.09.2005, läuft von 22–1 Uhr auf Fritz-Radio in Berlin und Umgebung das Chaosradio 106 mit dem Thema „Der neue elektronische Reisepass“:

    Ab 1. November ist es soweit: Unsere Reisepässe bekommen einen Chip, auf dem unsere Daten digital gespeichert sind. Aber das ist nicht alles: Bei der Grenzkontrolle sollen automatisch die gespeicherten Daten mit einer elektronischen Gesichtsvermessung kontrolliert werden.

    In einem weiteren Schritt werden auch unsere Fingerabdrücke mit in den Chip aufgenommen. Dann ähnelt die Beantragung eines Reisepasses der erkennungsdienstlichen Behandlung von Tatverdächtigen.

    Unser scheidener Innenminister hat mit viel Engagement die neue Technologie vorangetrieben – technische Aspekte und vor allem eine öffentliche Diskussion über den Sinn und die Kosten sind außen vor geblieben.

    Das wollen wir in diesem Chaosradio nachholen. Dazu gibt es alle wichtigen Informationen über die neue Technologie und sicher viele Fragen von euch!

    „Mich betrifft es nicht!“? Keine Sorge, auch für die Personalausweise ist der Chip ab 2007 geplant…

    Fragen und Kommentare zu dieser Sendung sowie allgemeine Anfragen bitte an chaosradio(-at-)ccc.de

    Außer im Radio könnt ihr Chaosradio während der Sendung auch per Livestream empfangen. Danach liegen die Streams mit einigen Tagen Verzögerung unter ftp://ftp.ccc.de/chaosradio, oder siehe http://www.ccc.de/club/ftp

    27. September 2005
  • : Veranstaltung: Biometrisch vermessen – leben wir so sicherer?
    Veranstaltung: Biometrisch vermessen – leben wir so sicherer?

    Biometrisch vermessen – leben wir so sicherer?

    Republikanische Vesper mit

    Frank Rosengart, CCC Berlin
    Jörg Radek, Mitglied im GdP Bundesvorstand, stellvertretnder Vorsitzender der GdP Bezirk Bundespolizei

    am Donnerstag, den 29. September, um 19.00 Uhr, im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Str. 4, Nähe Alexanderplatz)

    Am 1. November ist es soweit. Als erstes Land der Europäischen Union werden biometrische Merkmale in die bundesdeutschen Reisepässe aufgenommen. Der Druck der US-Regierung, die Visafreiheit für Pässe ohne biometrische Angaben aufzuheben, und der Wunsch der EU-Innenminister, effektiver gegen den internationalen Terrorismus vorzugehen, waren für diese Entscheidung maßgebend.

    Was wird in den Pässen gespeichert? Was kann in ihnen gespeichert werden? Werden wir mit diesen Pässen sicherer leben? Welchen Verlust an Freiheit müssen wir befürchten?

    Veranstalter: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Humanistische Union, Internationale Liga für Menschenrechte, Ossietzky

    27. September 2005
  • : Lobbyverband will mehr Überwachungstechnik verkaufen
    Lobbyverband will mehr Überwachungstechnik verkaufen

    Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) will durch seine Mitglieder mehr Überwachungstechnik verkaufen. Dafür wurden jetzt die Generalsekretäre der Parteien befragt, wie sie denn zu den neuen und innovativen Technologien, wie Biometrie und Videoüberwachung, stehen. Das Ergebnis wurde in eine Pressemitteilung gepackt. Zwar werden auf der Seite auch die kompletten Antworten der Parteien versprochen, hinter dem passenden Link findet man allerdings nichts.

    „Bei einigen Techniken allerdings sind die Politiker unnötig skeptisch“, konstatiert Bernd Seibt, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Sicherheitssysteme. „Es würde Deutschland gut tun, wenn die Parteien die Vorteile der Sicherheitstechnik und nicht die Risiken in den Vordergrund stellten. Eine gute Sicherheitsinfrastruktur erhöht die innere Sicherheit als Standortvorteil Deutschlands.“

    Natürlich befürwortet nur die CDU/CSU uneingeschränkt diese Technologien und wird dafür lobend in der Pressemitteilung erwähnt. Ansonsten kann ich mir über die Antworten der anderen Parteien jetzt keine Meinung bilden, weil ich dazu gerne die kompletten Antworten der Parteien lesen würde. Und nicht nur den Best-of-remix aus Sicht des ZVEI in deren Pressemitteilung.

    27. September 2005
  • : Frankreich baut Überwachung massiv aus
    Frankreich baut Überwachung massiv aus

    Wie die Futurezone berichtet, plant die französische Regierung einen massiven Ausbau der staatlichen Überwachung. Dazu gehören eine Vorratsdatenspeicherung auf mindestens zwölf Monate und der massive Ausbau der Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen, Synagogen und grösseren geschäften. Hier sollen die Aufzeichnungen der Videoüberwachung auch länger als einen Monat gespeichert werden.

    Hier noch ein paar Stimmen dazu:

    Auf Bedenken bezüglich des Datenschutzes erwiderte Sarkozy, die größte Freiheit sei, ohne Angst um das eigene Leben die Metro oder den Bus nehmen zu können.
    […]
    Der Generalsekretär der Richtergewerkschaft SM, Come Jacquemin, nannte Sarkozys Gesetzesvorhaben einen „Angriff auf die Freiheit der Bürger“.

    Der Kriminologe Xavier Raufer sprach von einem rückwärts gewandten Gesetz, das die Entwicklung der Bedrohung nicht beachte. Selbstmordattentäter seien mit Kameras nicht abzuschrecken.

    27. September 2005 1
  • : Offener Brief ans EP wegen Vorratsdatenspeicherung
    Offener Brief ans EP wegen Vorratsdatenspeicherung

    Privacy International hat mit Unterstützung der European Digital Rights Initiative einen offenen Brief an die Mitglieder des LIBE-Ausschusses im Europaparlament zum Thema Vorratsdatenspeicherung geschrieben:

    London/Amsterdam, 26 September 2005

    Privacy International, supported by European Digital Rights, has prepared an urgent letter to the members of the LIBE committee of the European Parliament. On 27 September they will have a renewed vote about data retention.

    PI and EDRI urge all parties to reconfirm their initial rejection of the principle of systematic surveillance of all 450 million EU citizens and residents. The fact that meanwhile, the European Commission has launched a proposal for a directive does not free the Commission from the need to prove this measure is absolutely necessary in a democratic society.

    In fact, on analysis of the proposal, PI and EDRI find that the Commission proposal is even more invasive and costly than the Council’s proposed Framework Decision.

    26. September 2005
  • : EU-Kommission legt Entwurf der Vorratsdatenspecherungs-Richtlinien vor
    EU-Kommission legt Entwurf der Vorratsdatenspecherungs-Richtlinien vor

    Huete ist mal wieder Tag der Vorratsdatenspeicherung. Die EU-Kommission hat sich auf einen offiziellen Richtlinienentwurf geeinigt und diesen heute präsentiert.

    Heise geht, wie immer, recht ausführlich auf die Thematik ein: EU-Kommission legt Entwurf zur Speicherung von Telefon- und Internetdaten vor

    Ansonsten umfassen die zwei Seiten langen Anforderungswünsche nach wie vor sämtliche Daten, welche die Quelle, das Ziel, die Art und im Mobilfunk den Ort einer Kommunikation bestimmen. Dies können etwa dynamische oder feste IP-Adressen sein, aber auch nähere Angaben zu verschickten SMS. Dabei würden auch die Kommunikationsinhalte erfasst, die laut des Papiers eigentlich nicht gespeichert werden sollen. Bei den zu identifizierenden Kommunikationsgeräten liegen die Interessen nicht nur bei IMSI- und IMEI-Nummern von Handys, sondern auch bei den MAC-Adressen von Netzwerkkarten in Computern. Insgesamt könnten die Daten bei entsprechender Auswertung ein komplettes Profil der elektronischen Kommunikationsnetzwerke eines Nutzers ergeben und somit auch einen begehrten Angriffspunkt für Cybergangster bilden.


    Golem zitiert Thilo Weichert
    , den Leiter des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein:

    „Die umfassende Verbindungsdatenerfassung ist ebenso wie die längerfristige Speicherung dieser Daten nach deutschem Recht verfassungswidrig. Es würde sich um eine Rundumüberwachung ins Blaue hinein handeln. Diese kann nicht damit gerechtfertigt werden, dass im Glücksfall hierdurch vielleicht einmal ein Terroranschlag aufgeklärt werden kann. Selbst das Ziel der Bekämpfung schrecklicher Verbrechen kann es nicht rechtfertigen, das Kommunikationsverhalten der europäischen Bevölkerung zu 100 Prozent elektronisch zu erfassen und zur Rasterung bereit zu halten.“

    Die Futurezone weiss über noch weitergehende Pläne zu berichten: Parallel-Duell um Datenspeicherpflicht

    Manch anderen Staaten geht der Ratsentwurf – der vom Ansatz her im Widerspruch zur EU–Richtlinie zum Datenschutz und zu bestehenden nationalen Datenschutzgesetzen steht – noch nicht weit genug.

    Neben Verkehrsdaten von E‑Mail – wer hat wann wem eine Mail geschickt bzw. eine erhalten – und VoIP-Telefonaten verlangt eine nordische Allianz von Dänemark, Schweden, Litauen und Estland sowie Belgien auch die Speicherpflicht von Web-Logfiles, Chat, FTP-Übertragungen und Peer-to-Peer-Verbindungen.

    Und auchd ie Deutsche Welle berichtet heute: Heißt Daten speichern Terroristen fassen?

    Der Europa-Abgeordnete Alexander Alvaro sieht das Papier der Kommssion mit gemischten Gefühlen. Auf Anfrage von DW-WORLD erklärte der FDP-Politiker und Berichterstatter des Parlaments zur Datenspeicherung im Vorfeld der Entscheidung, dass die Kommission noch mehr Daten speichern wolle als im ursprünglichen Vorschlag der britischen Ratspräsidentschaft vorgesehen. Er bemängelte darüber hinaus die Schaffung eines neuen Expertengremiums bei der Europäischen Kommission, das entscheiden soll, ob künftig mehr oder weniger Daten gespeichert werden: Es unterliege keinerlei parlamentarischer Kontrolle. Der Kommissionsvorschlag enthalte aber auch einige positive Punkte. Erstmalig werde festgelegt, dass die Wirtschaft eventuelle Mehrkosten erstattet bekomme, auch wenn die Regelung den Mitgliedstaaten überlassen werde. Zudem wolle die Kommission eine regelmäßige Evaluierung durchführen, ob die Erfassung der Daten nützlich sei.

    Lustig ist die Tagesschau: Die liefert gleich ein paar skurriler Argumente mit, weshalb wir jetzt die komplette Überwachung brauchen: Telefon- und E‑Mail-Daten sollen gespeichert werden

    Die EU-Kommission in Büssel hat einen Gesetzentwurf zur höchst umstrittenen Speicherung aller Telefon- und E‑Mail-Verbindungen beschlossen. Die Daten sollen der besseren Terror-Bekämpfung dienen. Jugendliche sollen vor Radikalisierung geschützt, Hasspropaganda über Internet oder Satellit verhindert werden. „Wir können nicht erlauben, dass junge Leute im Fernsehen Aufrufe zum Hass sehen“, sagte Justizkommissar Franco Frattini. Zugleich betonte er, dass die Meinungsfreiheit aber nicht eingeschränkt werden solle.

    Kann es sein, dass die Herren und Damen in ihrem Übereifer, die Welt vor dem Bösen zu retten, ein klein wenig durchdrehen? Mit der Argumentation müsste man das Fernsehen verbieten. Auf dem Weg dahin erstmal noch die Berichterstattung über Bekenner-Videos unter Strafe stellen und nicht alle Kommunikationsdaten der europäischen Bürger speichern.

    Jetzt gibt es auch einen Kommentar der Frankfurter Rundschau: Brüsseler Zauberlehrlinge

    Aber auch in der Polizei gibt es Stimmen, die vor der Datenflut warnen, die hier aufgestaut werden soll, wobei der prinzipielle Nutzen für die Fahndung herausgestrichen wird. Das ist ein Argument, das gewichtig ist. Allerdings gerät dabei leicht aus dem Blick, dass den Brüsseler Zauberlehrlingen die Bändigung der technischen Möglichkeiten, derer sie sich bedienen wollen, auch entgleiten kann. Bank‑, Telefon‑, Internet‑, Versicherungs‑, Passagier- und Gesundheitsdaten, biometrische Daten in Pässen, Videoüberwachung und Bewegungsprofile: Die Sammelwut braucht Grenzen.

    21. September 2005 1
  • : DRadio über CCC-Kritik zum Thema Biometrie
    DRadio über CCC-Kritik zum Thema Biometrie

    Constanze Kurz war für den Chaos Computer Club beim Deutschlandradio und hat dort zur CCC-Kritik an den tollen neuen Biometrie-Systemen Rede und Antwort gestanden. Das Transcript der Sendung vom vergangenen Samstag ist jetzt online: Bitte nicht lächeln!

    20. September 2005 1
  • : Neue zentrale Datenbank für niederländische Bürger
    Neue zentrale Datenbank für niederländische Bürger

    Sehr befremdlich: Das niederländische Gesundheitsministerium will tatsächlich aus Jugendschutzgründen ab 2007 viele Daten aller Bürger von Geburt bis zum Tod in einer Datenbank speichern, wie AP berichtet:
    Dutch to Open Electronic Files on Children.

    The intention is to protect troubled children, Brouwer said. Until now, schools and police have been unable to communicate with each other about truancy records and criminality, which are often linked. „Child protection services will say, ‚Hey, there’s a warning flag from the police. There’s another one from school. There’s another one from the doctor,“ Brouwer said. „Something must be going on and it’s time to call the parents in for a meeting.“ Every child will get a Citizens Service Number, making it easier to keep track of children with problems even when their families move, said Secretary of Health Clemence Ross.

    Laut Aussagen eines Sprechers soll es einzelnen Personen nicht möglich sein, alle erhobenen Daten anzuschauen. Aber Organisationen (wozu dann wohl Schulen, Jugendämter, etc. gehören) sollen bei Problemen mit „Roten Flaggen“ in der Datenbank aufmerksam machen. Zu den Daten, welche gespeichert werden sollen, gehören Informationen zur Familie, Gesundheit, Bildung und Polizeiberichte.

    15. September 2005
  • : Rasterfahndung in Bayern
    Rasterfahndung in Bayern

    In Bayern läuft gerade eine riesige Rasterfahndung bei mehr als 2000 Banken und Kreditinstituten, um eine Mordserie aufzudecken – berichtet die FTD: Rasterfahndung stellt Banken vor Probleme

    „Die Rasterfahndung ist ein sehr teurer Versuch, die Morde aufzuklären“, sagte der Justizsprecher. „Bei diesem Kaliber müssen wir aber alle Chancen nutzen.“ Die Justiz hofft, dass der Täter in der Nähe der Tatorte seine Kredit- oder EC-Karte zum Beispiel an einem Geldautomaten oder einer Tankstelle benutzt hat. Wurde dieselbe Karte an mehreren Tatorten eingesetzt, könnte die Justiz den Karteninhaber überprüfen. „Falls wir den Täter finden und es zu einer Verurteilung kommt, wird er aber die Kosten der Rasterfahndung tragen müssen“, sagte der Sprecher.

    Allerdings gibt es noch massive Probleme, u.a. mit unterschiedlichen Datenformaten.

    14. September 2005
  • : Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz
    Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz

    Passend zur Popkomm haben wir uns nochmal genauer die ganzen tollen neuen Downloadshops angesehen, welche in den kommenden Tagen in den höchsten Tönen gepriesen werden. Als Verbraucher interessierte uns, welche Datenformate verwendet werden können, welche Informationen angeboten werden und ob wir überhaupt als Konsumenten in Frage kommen. Dies ist vorläufig eine Beta-Version. Im Laufe des Mittwochs und in den kommenden Tagen wird dieser Text noch erweitert.

    Das Ergebnis ist eigentlich ziemlich enttäuschend. Als Apple- und Linux-Nutzer wurden wir beim Microsoft- und Sony-Store schonmal nicht zugelassen. Wir mussten extra ein altes Windows 2000 booten, damit wir via Internet Explorer überhaupt sehen konnten, was sich hinter dieser Seite befindet. Mit allen Sicherheitsrisiken, die dabei auftreten können.

    14. September 2005 26
  • : Orwell für Anfänger: Der IE 7.0 Phishing Filter
    Orwell für Anfänger: Der IE 7.0 Phishing Filter

    Der IE 7.0 soll einen Phishing-Filter erhalten, der mal wieder leicht orwellsche Ausmasse anzunehmen scheint. Mit aktiviertem Phishing-Schutz schickt IE7 jede aufgerufene URL an einen Microsoft-Server um sie mit einer Blacklist abzugleichen. Tolle Sache, damit kann man superviel tracken, was die Konsumenten so machen.

    Natürlich kann man sich auch auf eine „White-List“ eintragen:

    If you are a site owner and your website is shown as suspicious or blocked, you too can click on the red or yellow warning in the Security Status Bar and click on the link to send feedback about the mistake. On the feedback page you can fill out the necessary information and request to have your website reevaluated. Once a request has been submitted it is reevaluated by the Phishing Filter team. Based on the reevaluation, the site will either be removed from the list or left as it is.

    Also wenn ich ein Phisher wäre, würde ich auf die später zu nutzende Seite erstmal „harmlosen“ Content setzen, eine Mail ans MS-Phishing-Team schreiben, mich auf die Whitelist setzen lassen und dann den Content gegen die Phishing-Seite austauschen.

    Auf die Idee kommt auch ein Mozilla-Developer in seinem Blog, der auch noch andere Rückschlüsse zieht:

    Server-blacklist-based anti-phishing implementations put you in an arms race, and one in which the phishers hold all the cards. They have 20,000-strong botnets with automatic deployment tools; you have to check every submitted URL by hand. They can invent new ways of obfuscating and redirecting URLs; you are limited by the tools built into your deployed client. They have a large financial incentive; you are giving away a free product.

    There’s no magic bullet, but I believe the correct route to take is a combination of greater SSL use (which means we need SSL vhosting), stronger certificate field verification and OCSP, combined with in-browser standalone heuristics and a sprinkling of user education. A minimal amount of the latter is IMO, sadly, unavoidable – it’s very hard to protect people who will put their credit card number into just any web form which asks for it.

    Viel Spass mit dem IE 7.0.

    13. September 2005 1
  • : Tagesschau-Special zum e‑Voting
    Tagesschau-Special zum e‑Voting

    Die Tagesschau hat ein Sonder-Special zum Thema e‑Voting: Zukunftsvision Internet-Wahl?

    Die Wahlkabine hat bald ausgedient, ebenso Stimmzettel aus Papier. Wählen heißt klicken – mit der Maus am Rechner, via Internet. Statt Menschen zählen dann Maschinen die Stimmen. Das spart Geld, Zeit und macht das Wählen einfacher. Oder etwa nicht?

    Folgende Artikel gehen verschiedenen Fragestellungen nach:

    * Wie sicher ist die Internet-Wahl?.
    * Wo bleibt das Wahlgeheimnis?.
    * Sparen wir mit E‑Voting Geld?.
    * Macht das Internet die Wahl demokratischer?.
    * Szenario Internet-Wahl: Fazit

    Eine dort vorgeschlagene Idee sind selbstbootende, sichere Betriebssysteme, welche die Wähler in ihre Rechner einlegen sollen, um Online wählen zu können. Auf den ersten Blick eine logische Sache, so ne Special-Knoppix (Oder anderes Derivat). Probleme dürfte es allerdings mit dem Internetzugang geben, wenn die Voreinstellung nicht DHCP ist. Ausserdem wird ein Problem nicht gelöst: Selbst wenn die Software zertifiziert und offen ist, die Hardware ist es nicht.

    13. September 2005
  • : Hamburg: Videoüberwachung statt Hausmeister
    Hamburg: Videoüberwachung statt Hausmeister

    Wie der NDR berichtet, wird zur Zeit an 400 Hamburger Schulen geprüft, wie man die Arbeitszeit der Hausmeister neu regeln kann. Das Ziel ist die Verkürzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden in der Woche. Das Mittel, welches geprüft wird, ist die Videoüberwachung! Vielleicht kann man ja mit der Videoüberwachung langfristig die Hausmeister ganz ersetzen, wenn die Kameras anfangen, kleine Reparaturen durchzuführen. Wenigstens wollen sie nicht an allen Schulen Videoüberwachung einführen, denn das Modell sei nur an bestimmten Schulen sinnvoll. Viele Schulen sind wegen der extrem unübersichtlichen Bauweise für eine Videoüberwachung nicht geeignet.

    Ich finde ja Videoüberwachung an Schulen genauso suspekt, wie die Überwachung des öffentlichen Raumes. Wenn etwas passiert, kann man vielleicht nur im Nachhinein schauen, was passiert ist. Wenn Hausmeister vor Ort sind, können diese wenigstens noch direkt in Streitereien eingreifen – eine Kamera kann das nicht. Abgesehen davon ist das Argument ein neues – „Wir brauchen Kameras, damit die Hausmeister entlastet werden“.

    13. September 2005
  • : EU-Event in Strassburg zu Menschenrechte in der Informationsgesellschaft
    EU-Event in Strassburg zu Menschenrechte in der Informationsgesellschaft

    Am Montag und Dienstag veranstaltet das „Council of Europe“ in Strassburg eine Veranstaltung zum Thema „Human Rights in the Information Society: Responsible Behaviour by Key Actors“. Zu der Veranstaltung wird es noch einen Web-Cast geben.

    Building an inclusive Information Society, based on respect for human rights, requires new forms of solidarity, partnership and cooperation among governments, civil society, the private sector and international organisations. Through open discussions and exchanges of information worldwide, a multi-stakeholder governance approach will help shape agendas and devise new regulatory and non-regulatory models which will account for challenges and problems arising from the rapid development of the Information Society.

    The Council of Europe is inviting interested representatives of states, industry (e.g. internet service providers, mobile phone operators, gaming industry, software manufacturers, etc), civil society and the media, as well as other organisations, institutions and experts, to take part in the Pan-European Forum on “Human Rights in the Information Society: Responsible Behaviour by Key Actors” which will take place at the Council of Europe, Strasbourg, on 12 and 13 September 2005.

    In the light of a recent Declaration of the Committee of Ministers on Human Rights and the Rule of Law in the Information Society and Council of Europe priorities regarding the protection of children and internet content, the Forum will identify and discuss responsible and irresponsible behaviour by key actors in the Information Society and how states, industry and civil society can work together (inter alia through partnerships, policy making, greater awareness and education) to ensure the promotion and protection of human rights in the Information Society.

    11. September 2005
  • : Die Welt über Vorratsdatenspeicherung
    Die Welt über Vorratsdatenspeicherung

    „Die Welt“ berichtet über Vorratsdatenspeicherung und erwähnt EDRi dabei: EU-Justizminister können sich nicht auf Speicherdauer von Telefondaten einigen

    „Unschuldige und unverdächtige Nutzer von Telekommunikationsdiensten würden quasi „auf Vorrat“ überwacht. Ähnlich sehen das auch Dänemark und nicht eingeladene Organisation wie European Digital Rights. Deren Sprecher Sjoera Nas organisiert eine Petition an die Europäische Kommission, um das Vorhaben zu verhindern. Seiner Meinung nach ist das Monitoring „ineffektiv und verstößt gegen die Europäische Konvention der Menschenrechte“. Eine Alternative sieht er in einer Auflage für Telekomfirmen, bestehende oder künftige Daten von Verdächtigen offenzulegen. “

    Lustigerweise wurde leicht verpeilt, dass Sjoera eine Frau ist.

    9. September 2005 1
  • : Datenvorratspeicherung bekommt Gegenwind
    Datenvorratspeicherung bekommt Gegenwind

    Die Innen- und Justizminister der EU werden morgen in Newcastle einen neuen Entwurf zur verpflichtenden Speicherung aller Verkehrsdaten für Internet und Telefon diskutieren. Das Papier soll dann nächste Woche in Brüssel in Arbeitsgruppen weiter poliert werden.

    Währenddessen wird der Widerstand gegen diese Pläne immer stärker. Die EDRI-Unterschriftensammlung gegen die EU-Pläne hat bereits über 41.000 Unterstützer bekommen. Deutschland liegt inzwischen auf Platz zwei nach den Niederlanden, wo die Kampagne gestartet wurde. Wir können aber ruhig noch ein wenig aufholen! Unterschreiben kann man hier.

    Auch die Provider laufen Sturm gehen die Pläne der EU. EuroISPA, eco-Forum und andere werden morgen direkt vor den EU-Ministern ihre Bedenken vortragen, und nächsten Dienstag gibt es in Brüssel ein Treffen zwischen ISPs und EU-Parlamentariern, um sich weiter zu besprechen. BITKOM, VATM und BDI haben ebenfalls kürzlich ihre Position gegen die Pläne veröffentlicht.

    Das Europaparlament ist mehrheitlich gegen die Pläne der EU-Minister. Einerseits, weil der Berichterstatter Alexander Alvaro sich massiv gegen die Massenüberwachung der Kommunikation in Europa ausgesprochen hat, zum anderen, weil das Parlament sich übergangen fühlt. Die EU-Minister wollen die Sache als „Rahmenabkommen“ in der Innen- und Justizpolitik durchsetzen, wo das Parlament immer noch keine echten Mitbestimmungsrechte hat. Am 21. September wird die Kommission ihren Entwurf für eine EU-Richtlinie veröffentlichen. Einen Entwurf dafür hat EDRI schon vor Wochen veröffentlicht. Hier könnte das Parlament zwar ein Veto einlegen, dafür ist der Entwurf der Kommission teilweise noch schärfer als der der Minister. Viele Abgeordnete haben inzwischen auch den Eindruck, die britische EU-Präsidentschaft geht zu weit. Innenminister Clarke hat ja gerade gefordert, die Europäische Menschenrechtskonvention einzuschränken (via Rabenhorst). Dieser Schritt könnte für die britische Regierung nach hinten losgehen, zumal selbst der Präsident des europäischen Polizisten-Verbandes EuroCOP sagt, dass Data Retention nichts bringen wird.

    EDRI, Privacy International und andere werden nächste Woche vor der Weltkonferenz der Datenschutzbeauftragten in Montreux eine eigene Veranstaltung zu Datenvorratsspeicherung und Biometrie durchführen. Ich werde das Panel zu Data Retention moderieren. Besonders freut mich, dass unter anderem Hielke Hijmans zugesagt hat, der gerade die Stellungnahme des EU-Datenschutzbeauftragten Hustinx zur Datenvorratsspeicherung vorbereitet.

    Wenn es gelingt, die „Regenbogen-Koalition“ von Europaabgeordneten, Industrie und Cyber-Rights Gruppen zusammenzuhalten und vielleicht noch die Verbraucherschützer und Organisationen wie Amnestie für das Thema zu interessieren, haben wir gute Chancen, dass die Massenüberwachung in der EU nicht passieren wird. Zumal auch die Mitgliedsstaaten noch zu uneinig sind bezüglich der Speicherfristen und vieler Details. Es wird auf jeden Fall ein heisser Herbst! Hilfe und Spenden sind dabei sehr willkommen. Aktionsideen, viele Hintergrundinfos und auch deutsche Banner gibt es im Kampagnen-Wiki .

    8. September 2005 3
  • : CCC warnt vor Biometrie-Desaster bei neuen Reisepässen
    CCC warnt vor Biometrie-Desaster bei neuen Reisepässen

    Die neueste Stellungnahme vom Chaos Computer Club: CCC warnt vor Biometrie-Desaster bei neuen Reisepässen

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat kürzlich die „BioP2-Studie“ zur Leistungsfähigkeit biometrischer Verfahren für die neuen Reisepässe („ePass“) veröffentlicht. Der Chaos Computer Club (CCC) warnt nach Auswertung der Studie nachdrücklich vor dem Einsatz der offensichtlich untauglichen Biometriesysteme. Angesichts der unzulänglichen Technik und den enormen Kosten droht der Bundesrepublik ein neues Hi-Tech-Debakel.

    Die Kritikpunkte im Überblick:

    8. September 2005 2
  • : Neuigkeiten zur Vorratsdatenspeicherung
    Neuigkeiten zur Vorratsdatenspeicherung

    Die Diskussion rund um die Vorratsdatenspeicherung wird immer abstruser. Die Futurezone berichtet nun, dass Firmen verpflichtet werden sollen, alle Bewegungen ihrer Mitarbeiter mitzuprotokollieren und ein halbes Jahr zu speichern. Ob das für jeden kleinen mittelständischen Betrieb gilt, weiss ich nicht, von Ausnahmen stand dort nichts: Speicherpflicht von Internet-Logfiles

    Zugriffsdaten aus Firmennetzen
    In den Erläuterungen zum neuen EU-Dokument heißt es, für Kriminelle und Terroristen solle es nicht möglich sein, ihre Kommunikation „hinter einer Firma zu verstecken“. Zugriffsdaten aus Firmennetzen würden für die Ermittler zwar nicht direkt auf eine Person hinweisen, seien aber ein „nützlicher Anfangspunkt für weitere Untersuchungen“.

    Währenddessen fand am Mittwoch im EU-Parlament in Strassburg eine dreieinhalbstündige Plenardebatte zu diesem Thema statt. Heise berichtet ausführlich darüber: EU-Parlament debattiert über Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten.

    Sehr lesenswert ist auch der Beitrag „Clarke vor dem Europäischen Parlament“ bei raben.horst. Kai Raven hat dort nochmal die Passage aus der der Rede von Charles Clark, Innenminister von Grossbritanien, gepostet, in der dieser die EU-Menschenrechtskonvention in Frage stellt. Klar, Menschenrechte sind auch echt hinderlich, wenn man das Organisierte Verbrechen, Terroristen und Drogenhändler bekämpfen will. Sagen doch auch die Chinesen immer…

    8. September 2005
  • : 10 Wege, eine Vorratsdatenspeicherung zu umgehen
    10 Wege, eine Vorratsdatenspeicherung zu umgehen

    Die Debatte um eine drohende Einführung der Vorratsdatenspeicherung auf europäischer Ebene wird diesen Monat noch heftig werden. Auf einer niederländischen Webseite finden sich zehn Wege als Beispiele, wie man eine eingeführte Vorratsdatenspeicherung umgehen könnte. Eine Möglichkeit ist, beim chatten auf Multi-Playerspiele umzusteigen oder Chatserver auf anderen Kontinenten zu nutzen. Oder ein Prepaid-Handy zu kaufen (Gibts die noch anonym in Deutschland zu kaufen?), freie WLANs zu nutzen oder sich per Modem auf eine Mailbox in einem anderen Land einzuloggen. Bei letzterem würde sich nur der Anruf zurückverfolgen lassen, nicht aber die Art der Kommunikation. Gleiches gilt für Tunneling zu einem eigenen Server, um die genutzten Protokolle verschleiern zu lassen. Hier hat man doch den praktischen Nutzen, dass wenn die Sicherheitsbehörden im Zuge einer Ermittlung die Herausgabe der Logfiles verlangen, ein nettes Frühwarnsystem vorhanden ist. TOR und Freenet werden auch noch als praktische Tools vorgestellt.

    Und worum gehts jetzt genau in den zehn Vorschlägen? Einerseits können sie später mal genutzt (mehr oder weniger) von Menschen umgesetzt werden, denen ihre eigene Privatsphäre noch wichtig ist. Andererseits wird aufgezeigt, wie idiotisch das Vorgehen ist, wenn diese Wege auch Terroristen und Kriminelle nutzen, was sie in der Organisierten Kriminalität jetzt schon tun, wenn sie nicht ganz dumm sind. Es trifft also den normalen Bürger, der sich nicht schützen kann, weil ihm das notwendige Bewusstsein und Wissen fehlt. Aber dafür werden Unsummen ausgegeben und massiv Bürgerrechte eingeschränkt.

    Der Autor Brenno de Winter schreibt abschliessend:

    This is a non-exhaustive list of examples. It clearly shows data retention is a very ineffective approach, certainly for criminals with the energy to prevent the logging of their internet tracks. Only regular internet users, using regular internet access will be caught by their traffic data. The consequence is that a lot of money and manhours of secret services and law enforcement will be wasted on the wrong kind of investigation. Security expert Bruce Sneier once told: „You can only spend a dollar once. Who spends his money the wrong way, doesn’t increase security but reduces it.”

    [via Maha]

    4. September 2005 2
  • : Am Wochenende: „Metarheinmain-Chaosdays“ in Darmstadt
    Am Wochenende: „Metarheinmain-Chaosdays“ in Darmstadt

    Dieses Wochenende findet folgender spannender Event in Darmstadt statt:

    Vom 2. bis 4. September finden in Darmstadt die „Metarheinmain-Chaosdays“ statt, eine Veranstaltung für alle am Bereich Informationstechnologie (IT) Interessierte. In Kooperation mit dem Fachbereich Informatik der TU Darmstadt richten die regionalen Chaostreffs des Chaos Computer Clubs im Rhein-Main-Gebiet und die Hochschulgruppe Chaos Darmstadt e.V. die inzwischen dritte Konferenz dieser Art aus. Dabei stehen der Informationsaustausch und die Förderung von Kontakten zwischen Entwicklern, Anwendern und Wissenschaftlern im Mittelpunkt. Es werden aktuelle Themen aus allen Gebieten der Informationstechnologie diskutiert, Schwerpunktthemen sind IT-Sicherheit, Kryptographie, Biometrie, Überwachung und Datenschutz. Daneben sollen verschiedene Großprojekte des Chaos Computer Clubs besprochen und bewertet werden.

    Die Metarheinmain-Chaosdays sind bewusst für ein breites Publikum offen, um möglichst vielfältige Perspektiven berücksichtigen zu können und auch gesellschaftskritische Aspekte der IT-Umsetzung näher ins Blickfeld zu rücken. +Es werden mehrere hundert Teilnehmer erwartet.

    Weitere Informationen: Veranstaltungsort: Audimaxgebäude der TU Darmstadt, Karolinenplatz 5. Zeit: Freitag, 02.09.2005, 16 Uhr bis Sonntag, 04.09.2005, 16 Uhr. Eintrittspreise: 13,37 Euro, bei Voranmeldung 3,37 Euro Rabatt.

    2. September 2005