Kultur
Meme, Veranstaltungen, Kunst, Museen, Remixe, Musik, Internetphänomene, Computerspiele und Archive.
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: Das WWW wird 25! Tim Berners-Lee will eine Internet-Verfassung
CC-BY-NC 2.0 via Flickr/amattox : Das WWW wird 25! Tim Berners-Lee will eine Internet-Verfassung Heute ist nicht nur Welttag gegen Internetzensur, sondern auch der 25. Geburtstag des World Wide Web. Am 12. März 1989 präsentierte Tim Berners-Lee, damals Informatiker am Kernforschungszentrum CERN, seinem Chef die Idee von einem Informationsaustausch- und Verwaltungssystem für Forscher. Seitdem ist vieles passiert. Das „Internet“ wird oftmals synonym für das World Wide Web genannt, auch wenn letzteres genaugenommen nur aus den verbundenen Websites besteht, die wir über das http(s)-Protokoll anrufen können. Dieses Netz ist größer geworden und aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Aber neben aller Euphorie gibt es auch Probleme. Tim Berners-Lee hat zum heutigen Anlass mit The Guardian geredet und einige davon adressiert.
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: Traurig, aber wahr: Die nächste Ausgabe der De-Bug wird die letzte sein
: Traurig, aber wahr: Die nächste Ausgabe der De-Bug wird die letzte sein
Seit Jahren gibt es bei mir im Briefkasten nur noch ein Print-Produkt, für das ich jährlich gerne einen Abo-Betrag überweise. Das wird sich im nächsten Monat leider ändern. Nach 16 Jahren verkündet die De-Bug auf ihrer Seite die vermutlich letzte Ausgabe und nicht nur mein Briefkasten wird dann trauern.Ein unabhängiges Magazin (manchmal denken wir immer noch es wäre eine Zeitung) zu machen, ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden und die Beine, die man sich dafür ausreißen musste, wachsen auch nicht nach. Sechzehn Jahre Untergrund für alle! Ihr kennt die Geschichte. De:Bug wollte immer alles vereinen: Musik, Technik, Netz, Selbstbeherrschung. Wir wollten die Schnittstelle zum Glück sein. Das Glück aber liegt am Ende wohl nicht unbedingt zwischen gedruckten Seiten. An Ideen für alternative Modelle hat es uns nie gemangelt, allein die Umsetzung aus dem Flickenteppich der Unabhängigkeit heraus erwies sich aber immer als unmöglich. Dann doch lieber mit Liebe die nächste Ausgabe machen.
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: „Nothing to hide“ – Privacy-Spiel unter freier Lizenz macht Crowdfunding
: „Nothing to hide“ – Privacy-Spiel unter freier Lizenz macht Crowdfunding
Das Open Source Spiel „Nothing to hide“ macht gerade eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung der Weiterentwicklung. Bis Morgen Abend müssen 40.000 Dollar erreicht werden. Bisher hat das Projekt knapp 36.000 Dollar eingesammelt. Alle Grafiken, Sounds und der Sourcecode stehen unter einer CC0-Lizenz. Ein Video-Trailer beschreibt das Spiel und hier findet sich eine spielbare HMTL5-Demo. -
: Reverse Engineering als journalistische Praxis?
CC-BY-SA <a href="https://secure.flickr.com/photos/7398484@N02/8730759961/in/set-72157600324592902">Alx_Chief</a> : Reverse Engineering als journalistische Praxis? Kritisches Schreiben in ein kritisches Coding überführen – klingt leichter als getan. Caroline O’Donovan spekuliert in einem Artikel wie mit Reverse Engineering journalistische Kritik geübt werden kann. Der Begriff Reverse Engineering (RE) ist dem Maschinenbau entnommen und wird im Zusammenhang mit digitaler Technologie seit einiger Zeit stärker diskutiert. Zu deutsch, umgekehrt entwickeln, rekonstruieren – geht es vor allem darum das Innenleben von Geräten und Objekten kennenzulernen. Durch diese Öffnung können ihre Funktionsweisen und Prinzipien analysiert werden. Mit Reverse Engineering wird auch der Anspruch formuliert an diesem ‚inneren’ Wissen teilzuhaben, die Wechselwirkung aller Teile untereinander bzw. den Quell-Code zu verstehen. Und möglicherweise als eine journalistische Praxis vermittelbar zu machen.
O’Donovan bemerkt, dass unsere Tendenz Technik zu vertrauen es schwieriger macht ihr gleichzeitig kritisch gegenüber zu bleiben. Bestärkt wird dieses Phänomen dadurch, dass technologische Objekte weniger auf sich, als etwas technisch gemachtes aufmerksam machen, sondern sich zunehmend durch ein Design des Verschwindens zu einer Beiläufigkeit entwickeln. Diese greift in allen Aspekten des Lebens und konstituiert unserer Wahrnehmung von Wirklichkeit .
Die Quell-Codes der Endprodukte mit denen wir momentan am häufigsten interagieren, werden nach wie vor als Betriebsgeheimnisse gehandelt und unterliegen in den Vereinigten Staaten zum Beispiel, der Ausnahme-Regelung 4 des Freedom Of Information Act (FOIA). An diesem Verschluss regelt sich die Verteilung von Wissen und Profit. ‚Öffnung’ bedeutet aus dieser Perspektive mit den Software-Schreibern selbst in einen Dialog zu treten und politisch-rechtliche Schnittstellen in der Software-Entwicklung bewusst transparenter zu gestalten.
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: Der Erfinder von Bitcoin
: Der Erfinder von Bitcoin Die Newsweek hat eine schöne Geschichte über den wahrscheinlichen Erfinder von Bitcoin gemacht, der aber wiederum damit nichts mehr zu tun haben will und auch schwer zu finden war: The Face Behind Bitcoin.
Update: Scheint, dass die Newsweek ganz daneben lag und den falschen gefunden hat.
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: Von Katzen und Memen: Grumpy Cat
: Von Katzen und Memen: Grumpy Cat
Meme sind nicht nur kulturelle Bewusstseinsinhalte sondern als Internet-Phänomene in popkultureller Größenordnung starke Marketing-Instrumente, die zwischen verschiedenen Netzwerkseiten wandern und darüber zu großen Geschäftsmodellen wachsen. Web-Geburten aus kreativer Langeweile wie Katzeninhalte eignen sich dafür insbesondere. Die übelgelaunte Grumpy Cat ist ein berühmtes Beispiel wie weit dieser Domino-Effekt führt und nach wie vor anhält. Im September 2012 besuchte Bryan Bundesen, ein Techniker aus Ohio seine Schwester Tabatha in Arizona und machte ein Schnappschuss von ihrer Katze mit dem Namen Tadar Sauce bzw. dem Spitzname Tard. Sobald er das Foto auf Reddit hochlud fingen die User an Memes zu basteln. Ihre ungebrochene Beliebtheit verdankt sie (genauso wie ihren Namen Grumpy Cat – mürrische Katze) ihrer feline-zwergischen Schnute, die ihr stets einen gelangweilt‑, grimmigen Ausdruck verleiht und damit auch möglicherweise den Zustand vieler ihrer Anhänger reflektieren kann.
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: Mems im Alltag: Die Merkel-Raute
Quelle: http://merkelraute.tumblr.com/page/11 http://lifewentpear.tumblr.com/ : Mems im Alltag: Die Merkel-Raute In unserer Reihe „Mems im Alltag“ präsentieren wir euch im März regelmäßig Mems – neue und alte, interessante und obskure, mal (netz-)politisch, mal quatschig. Zum Anfang wollen wir den Bundestagswahlkampf Revue passieren lassen und euch einige (deutschsprachige) Mems vorstellen, die uns die letzten Wochen vor der Wiederwahl Merkels versüßt haben – oder eben auch nicht.
Was sind Mems überhaupt? Mems werden als kulturelle Informationen verstanden, die sich schlagartig und massenhaft in einer Gesellschaft verbreiten können und sich oft durch Techniken des Remixes als verankerte Zeichensprache äußern. Vom gesenkten, auf der Hand liegenden Kopf der Philosophinnen bis hin zu Grumpy Cat sind diese Phänomene für viele Menschen auf Anhieb nachvollziehbar, bedeutungsaufgeladen oder zumindest bekannt. Sie sind fester Bestandteil der Internetkultur, wohl auch deshalb, weil uns das Internet eine Kommunikationsstruktur ermöglicht, von der die Entstehung und Verbreitung von Mems maßgeblich profitieren.
Die Merkel-Raute ist der hochoffizielle Name (steht sogar bei Wikipedia!!1) einer Körperhaltung Angela Merkels, in der sie sehr regelmäßig vor allem bei öffentlichen Auftritten verweilt. Dabei hält sie ihre Zeigefinger und Daumen vor ihren Bauch, sodass eine Raute gebildet wird. Ende 2012 auf den Grund angesprochen sagte sie, die Raute helfe ihr dabei, eine gerade Rückenhaltung zu haben. Am Anfang mag es auch nur eine Frage der Haltung gewesen sein, mittlerweile ist die Raute aber fester Bestandteil der Politikerin Merkel, ihre Corporate Identity und nicht selten sehen Feuilletonistinnen in der Raute DAS Symbol für die gesamte bundesdeutsche Politik.
Aber die Verknüpfung mit einer Person in der Öffentlichkeit macht noch kein Mem. Die stete mediale Berichterstattung und nicht zuletzt der genaue Blick vieler Karikaturistinnen, Fotografinnen und Kamerafrauen haben den Prozess ziemlich erleichtert, und irgendwann auch in der eigenen Partei von Merkel dazu geführt, dass ein Bewusstsein für die Handbewegungen ihrer Kanzlerin entstanden ist. Eine besonders süffisant kommentierte Adaption des Mems, welche im Wahlkampf nichtsdestotrotz eine große Verbreitung gefunden hatte, stammt aus dem Hause der Jungen Union. Auf Plakaten und T‑Shirts thronte eine Vektorgrafik der Raute, und darunter ein „Cool bleiben und Kanzlerin wählen“. Damit kombinierte die Kaderschmiede der Unionsparteien nicht nur das alte britische Propagandaplakat (welches selber erst 2000 wieder entdeckt wurde) und später zum Mem gemachte „Keep Calm and Carry On“, sondern sie praktizierten auch echte Remix-Kultur – auch wenn sich hier wieder zeigt, dass Praxis und politisches Wirken hin zu einer echten Urheberinnenrechtsreform noch etwas weit auseinander liegen.
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: Unser Vermarktungsdilemma
: Unser Vermarktungsdilemma Wir stecken echt in einem Vermarktungsdilemma und wissen keine Antwort. Daher stellen wir das gerne vor und fragen Euch nach Rat, wie wir das lösen könnten.
Das vorrangige Geschäftsmodell für Onlinejournalismus ist Werbung verkaufen und einblenden. Oftmals in Verbindung mit einer Querfinanzierung,aber wir haben kein gedrucktes Medium, die wir bewerben könnten. Die Rechnung ist einfach: Je mehr Reichweite man hat, um so mehr Werbung kann ausgesendet werden und umso mehr Geld bleibt für Journalismus. In der Theorie. An der Praxis verzweifeln wir gerade etwas. Bis vor kurzem hatten wir Zeit-Online als Vermarkter. Der Vertrag ist ausgelaufen und uns fehlen darüber 2000 Euro an Einnahmen, die sicher jeden Monat reinkamen (plus manchmal mehr, wenn Werbung verkauft wurde). Auf der Suche nach einem neuen Vermarkter haben wir einige Gespräch geführt und haben auch eine Präferenz. Das Problem: Wir haben hier viel Reichweite, aber zu wenig, um darüber ausreichend mit klassischen Werbeformen Einnahmen zu generieren. -
: Das Ende von MtGox? Das Ende der Bitcoin?
: Das Ende von MtGox? Das Ende der Bitcoin? Bitcoin, die Piratenpartei unter den Währungen, hat seit einiger Zeit ein etwas ramponiertes Image, vor allem durch technische Probleme und zunehmende Zweifel am Konzept. Dieses Image ist heute nicht unbedingt besser geworden: MtGox, der bekannteste und jahrelang mit Abstand größte Handelsplatz für Bitcoins, ist nicht mehr erreichbar. Bei dem Dienst, der in den vergangenen Wochen immer seltener seine Aufgabe erfüllte und seit 7. Februar keine Auszahlungen mehr zuließ, waren Bitcoins zuletzt nur noch ein Fünftel von dem wert, was man an anderen Tauschplätzen für sie bekam.
Gleichzeitig machte die Meldung die Runde, dass MtGox insolvent ist, nachdem 744.408 Bitcoins (rund 6% aller erschaffenen Bitcoins, je nach Verkausplatz und Zeit-Koordinate können das deutlich über 300 Millionen Dollar sein) über Jahre unbemerkt geklaut wurden.
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: Kanadische Studie sieht Zusammenhang zwischen Trollen und Sadismus
: Kanadische Studie sieht Zusammenhang zwischen Trollen und Sadismus Drei WissenschaftlerInnen kanadischer Universitäten untersuchten in zwei Online-Studien den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen von (Online-)Trollen und der sogenannten Dunklen Tetrade (auch „dunkle Eigenschaften“) der Persönlichkeit – diese umfasst Machiavellismus, Narzissmus, Psychopathie und Sadismus. „Trollen“ wird dabei definiert als
the practice of behaving in a deceptive, destructive, or disruptive manner in a social setting on the Internet with no apparent instrumental purpose.
Die WissenschaftlerInnen entdeckten teilweise starke Korrelationen zwischen dem Verhalten von Trollen und dieser Dunklen Tetrade. Zudem seien alle „dunklen Eigenschaften“ außer Narzissmus umso ausgeprägter, je mehr ein Troll zeitlich online kommentiert.
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: Jung & Naiv: Diskriminierung digitaler Journalisten im Bundestag?
: Jung & Naiv: Diskriminierung digitaler Journalisten im Bundestag? In den letzten Wochen hat die Pressestelle des Bundestages entschieden: Blogger und andere digitale Journalisten kommen ab sofort nur noch mit Presseausweis rein. Auch Jahresakkreditierungen, wie sie die Journalisten von ARD, ZDF und Print fast selbstverständlich bekommen, wurden Journalisten wie Tobias Schwarz (netzpiloten), Markus Beckedahl (netzpolitik.org) sowie dem Team von „Jung & Naiv“ verwehrt.
Was steckt hinter dieser Entscheidung? Wird nun getrennt zwischen neuen und alten Journalisten? Darf die Bundestagsverwaltung eigentlich da trennen und auswählen? Ich hab dazu heute Jens Koeppen (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) interviewt.
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: Edward Snowden auf der Berlinale
: Edward Snowden auf der Berlinale Der rote Teppich ist ausgerollt auf der Berlinale, nicht nur für George Clooney, sondern auch für Edward Snowden. Ganz kurzfristig wurde das Interview von Hubert Seipel mit Edward Snowden als offizieller Programmpunkt für die Berlinale aufgenommen. Super eigentlich, aber warum denn so kurzfristig und warum überhaupt Berlinale, wenn es denn schon im Fernsehen gelaufen ist?
Dazu sagte uns Dieter Kosslick, der Berlinale-Chef:
Wir möchten einem internationalen Publikum die Möglichkeit geben, dieses umfangreiche Interview zu sehen, denn bisher lief es ja ausschließlich im deutschen Fernsehen. Die Berlinale ist ein guter Ort für dieses Screening.
Hintergrund ist die schwierige rechtliche Situation dieses Interviews. Laut FAZ sei das Interview mit Snowden im Zusammenhang mit einer geplanten Dokumentation „Abgehört und abgenickt“ für den NDR entstanden, die am 5. Mai 2014 in der ARD laufen solle und im Widerspruch zur Ankündigung des weltweit ersten Interviews mit Edward Snowden nur im deuschen Fernsehen zu sehen war.
Die am Sonntag gezeigte Fassung ziele „auf die Verbreitung einer deutschen Version – entsprechend des Auftrags des NDR“. Daraus ergebe sich auch das „Geoblocking“ im Internet. […] Auslandsrechte dürfe der NDR „prinzipiell nicht selbst verwerten“.
Insofern ist die Berlinale, schon immer als politisches Filmfestival bekannt, genau der richtige Ort, um das Interview einem internationalen Publikum in einem offiziellen Rahmen zu zeigen.
Allerdings war der Saal bei der Vorstellung nicht gerade bis auf den letzten Platz gefüllt. In der anschließenden Fragerunde mit Hubert Seipel lag der Schwerpunkt des Interesses auf der Person Edward Snowdens und den Umständen des Interviews, wie er wirke, ob er in Russland sicher sei. Dazu hatte Seipel bereits im Vorfeld ausführlich Auskunft gegeben. Snowden sei sehr präzise und konzentriert, für seine Sicherheit sei Sorge getragen. Neu war die Information, dass Seipel das Interview, das Ende Januar durchgeführt wurde, bereits seit Juli geplant hatte. Er vermutete: „Die Konkurrenz war sehr groß“.
Angesichts der Überwachungsaffäre waren Seipels Kommentare zu seinem eigenen Kommunikationsverhalten amüsant. Er sei „ein hoffnungsloser Fall“, was verschlüsselte Kommunikation angehe und stamme noch aus der „analogen Welt“. Dafür habe er andere, die dafür sorgen, dass er als investigativer Journalist sicher mit seinen Quellen in Kontakt treten könne.
Falls im nächsten Jahr Filme zum Thema Snowden, Hacker, Geheimdienste und Überwachung fertig gestellt würden, wäre ein thematischer Schwerpunkt auf der Berlinale wünschenswert. Das könnte sich Dieter Kosslick auch gut vorstellen:
Sollten sich solche Inhalte herauskristallisieren, spräche nichts gegen diese thematische Ausrichtung.
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: I can haz digital security – Lolcats support open source and strong crypto
: I can haz digital security – Lolcats support open source and strong crypto Diesen Titel trägt ein tumblr-Blog, der am 27. Januar gestartet ist. Das Prinzip ist einfach und trifft in der heutigen Zeit genau ins Schwarze: Es gibt niedliche Katzen und die Katzen geben Tipps, wie man sich besser vor Überwachung, Zensur und anderen unliebsame Bedrohungen des Internets schützen kann.
Das Konzept ist großartig und innovativ, da es sich erfrischend von dem mahnenden Zeigefinger unterscheidet, der oft mitschwingt, wenn man gesagt bekommt, man solle doch „einfach“ all seine Mails mit PGP verschlüsseln. Und neben den Linktipps zu nützlichen Tools und Infoseiten schafft es das Blog, mit Sprüchen wie „Long cat iz long, but mah password iz longer“ im Gedächtnis zu bleiben und trägt hoffentlich dazu bei, digitalen Selbstschutz auch in anderen Zielgruppen „cool“ zu machen.
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: Überwachungsskandal illustrieren: Blogs werden schöner, und gewinnen kann man auch was
: Überwachungsskandal illustrieren: Blogs werden schöner, und gewinnen kann man auch was Um zu verhindern, dass wir hier ebenso wie andere Blogs und Online-Medien weiterhin unsere Artikel mit NSA-Powerpointfolien bebildern und entstellen müssen, hat die „Web We Want“-Kampagne ein Preisausschreiben gestartet: Bis zum 8. Februar kann man anlässlich des „Day We Fight Back“ drei Tage später Karikaturen einsenden, die den Überwachungsskandal illustrieren. Der Gewinner erhält 1000$, auch die nächsten beiden Plätze werden ausgezeichnet. Bedingung für die Teilnahme: Die Werke müssen unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 Attribution Share Alike stehen.
Design a cartoon about how awesome we are at spying on you and win $1000 from @WebWeWant!
http://t.co/wmPIR5tSPy— PRISM US Gov (@PRISM_NSA) 4. Februar 2014
Teilnehmen kann man, indem man sein Bild per Mail an grants@webfoundation.org oder per Twitter an @webwewant schickt.
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: Netzpolitische Filmtipps: Berlinale
: Netzpolitische Filmtipps: Berlinale Wie mittlerweile auch in die etwas isolierteren Filterblasen vorgedrungen sein durfte, laufen morgen die alljährlichen Berliner Filmfestspiele an. Seit jeher ist die Berlinale eines der politischeren Filmfestspiele, aber netzpolitische Anliegen, die ja gerade im Kunstbereich eben auch kulturpolitische Fragen aufwerfen, sind noch immer eine Randerscheinung. 2012 ließ sich die Berlinale von Lobbyverbänden einen Spot bei der Preisverleihung platzieren, der vor der „Demokratisierung der Kunst“ warnte und um „klare gesetzliche Regelungen“ in der Urheberrechtsthematik bat – eine Forderung, die wir natürlich auch unterschreiben können, aber der Subtext, dass nur ein stärker durchgesetzes restriktives Urheberrecht das Abendland retten könne, der ist natürlich … diskussionswürdig.
Nichtsdestotrotz gab es in den letzten Jahren immer wieder Beiträge in den verschiedenen Sektionen, die entweder vom Inhalt, der Produktion oder der Lizensierung die Nutzung des Internets und das (künstlerische) Potenzial der Neuen Öffentlichkeit und rechtliche Alternativen erforscht haben. Es gibt auf dieser Berlinale zwar Beiträge die entweder direkt oder indirekt Bezug auf das Internet nehmen, doch die Thematisierung einer allgegenwärtigen Überwachungserfahrung, wie es vielleicht nach dem letzten Jahr zu erwarten gewesen wäre, geschieht nicht. Nichtsdestotrotz haben wir für euch eine kleine Auswahl an Filmen aus diesem und aus vergangenen Jahrgängen erstellt. Finden, kaufen und gucken könnt ihr sie natürlich über die wohlbekannten Vertriebswege. Hinweise auf weitere interessante Filme die auf der Berlinale gelaufen sind könnt ihr uns gerne in den Kommentaren zukommen lassen.
Berlinale 2014
Obietnica (2014)
In der Sektion 14plus läuft dieses Jahr mit Obietnica ein Jugenddrama, welches maßgeblich über Textnachrichten, Skype-Gespräche und Chats erzählt wird. Damit fängt der Film einen erheblichen Teil der Lebenswirklichkeit der heutigen Generation ein, die mit den Selbstverständlichkeiten des Internets aufgewachsen ist. Die Nutzung dieser Kommunikationstechnologien wird nicht bewertet, kein Verlust von Nähe oder Wirklichkeit wird beklagt – und obwohl die Handlung des Films ganz und gar nicht Technologien behandelt, sind sie ständig präsent.
House of Cards – Staffel 2, Episoden 1 & 2 (2013/14)
House of Cards erzählt die Machtspiele des fiktiven US-Demokraten Frank Underwood und ist ähnlich wie die dänische Serie Borgen unter PolitikerInnen ausgesprochen beliebt. Es ist explizit keine inhaltlich netzpolitische Serie aber dafür ist der Vertriebsweg, der eingeschlagen wurde, fortschrittlich. Es ist eine der ersten TV-Serien, die ausschließlich per Online-Streaming verfügbar sind und aus dieser Reihe die erste, die mit haufenweise Preisen überschüttet wurde (und das zu Recht!). House of Cards hat gezeigt, dass Formate die nur noch das Internet als Vertriebsweg benutzen keine inhaltliche und kommerzielle Nullnummer sein müssen. Am 14. Februar wird die gesamte zweite Staffel online gestellt und am 16. Februar zeigt die Berlinale die beiden ersten Folgen im Haus der Berliner Festspiele als „Berlinale Special TV Event“.
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: „This Is Not a Conspiracy Theory“
: „This Is Not a Conspiracy Theory“ Kirby data-epi-spacing Ferguson, data-epi-spacing der data-epi-spacing Kopf data-epi-spacing hinter data-epi-spacing der data-epi-spacing urheberrechtskritischen data-epi-spacing Dokumentation data-epi-spacing Everything data-epi-spacing Is data-epi-spacing A data-epi-spacing Remix data-epi-spacing (Teil data-epi-spacing 1, data-epi-spacing Teil data-epi-spacing 2, data-epi-spacing Teil data-epi-spacing 3 & Teil data-epi-spacing 4 können data-epi-spacing alle data-epi-spacing auf data-epi-spacing Youtube data-epi-spacing eingesehen data-epi-spacing werden) data-epi-spacing hat data-epi-spacing nun data-epi-spacing sein data-epi-spacing neues data-epi-spacing Projekt data-epi-spacing angekündigt, data-epi-spacing dessen data-epi-spacing erste data-epi-spacing Episode data-epi-spacing frei data-epi-spacing auf data-epi-spacing Youtube data-epi-spacing verfügbar data-epi-spacing ist: data-epi-spacing This data-epi-spacing Is data-epi-spacing Not data-epi-spacing a data-epi-spacing Conspiracy data-epi-spacing Theory.
Die data-epi-spacing kommenden data-epi-spacing Beiträge data-epi-spacing werden data-epi-spacing über data-epi-spacing den data-epi-spacing Indie-Filmdistributionsdienst data-epi-spacing VHX data-epi-spacing veröffentlicht, data-epi-spacing auf data-epi-spacing dem data-epi-spacing die data-epi-spacing Serie data-epi-spacing DRM-frei data-epi-spacing zum data-epi-spacing Kauf data-epi-spacing angeboten data-epi-spacing werden data-epi-spacing wird.
In data-epi-spacing seinem data-epi-spacing neuen data-epi-spacing Werk data-epi-spacing wird data-epi-spacing sich data-epi-spacing Ferguson data-epi-spacing erneut data-epi-spacing mit data-epi-spacing einem data-epi-spacing Kulturphänomen data-epi-spacing beschäftigen, data-epi-spacing welches data-epi-spacing nicht data-epi-spacing direkt data-epi-spacing mit data-epi-spacing dem data-epi-spacing Internet data-epi-spacing zusammen data-epi-spacing hängt, data-epi-spacing allerdings data-epi-spacing durch data-epi-spacing dieses data-epi-spacing sichtbarer data-epi-spacing wird: data-epi-spacing Der data-epi-spacing politischen data-epi-spacing Verschwörungstheorie data-epi-spacing und data-epi-spacing dem data-epi-spacing Versuch, data-epi-spacing die data-epi-spacing Strukturen data-epi-spacing und data-epi-spacing Technologien, data-epi-spacing die data-epi-spacing unsere data-epi-spacing Leben data-epi-spacing beeinflussen, data-epi-spacing nachvollziehen data-epi-spacing zu data-epi-spacing können. data-epi-spacing Konzentrieren data-epi-spacing tut data-epi-spacing er data-epi-spacing sich data-epi-spacing dabei data-epi-spacing vor data-epi-spacing allem data-epi-spacing auf data-epi-spacing Verschwörungstheorien data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing englischsprachigen data-epi-spacing Öffentlichkeit, data-epi-spacing wie data-epi-spacing dem data-epi-spacing Attentat data-epi-spacing auf data-epi-spacing John data-epi-spacing F. data-epi-spacing Kennedy data-epi-spacing oder data-epi-spacing der data-epi-spacing Mondlandung, data-epi-spacing und data-epi-spacing auf data-epi-spacing die data-epi-spacing Rolle, data-epi-spacing die data-epi-spacing Informationstechnologien data-epi-spacing in data-epi-spacing ihrer data-epi-spacing Entstehung data-epi-spacing und data-epi-spacing Verbreitung data-epi-spacing spielen.
Vor data-epi-spacing dem data-epi-spacing Spiegel data-epi-spacing der data-epi-spacing zeitgleich data-epi-spacing ablaufenden data-epi-spacing Veränderungen data-epi-spacing im data-epi-spacing Vertrauensverhältnis data-epi-spacing Öffentlichkeit-Staat data-epi-spacing und data-epi-spacing der data-epi-spacing fortschreitenden data-epi-spacing Technologisierung data-epi-spacing des data-epi-spacing Alltags data-epi-spacing versucht data-epi-spacing er data-epi-spacing zu data-epi-spacing dokumentieren, data-epi-spacing wie data-epi-spacing Verschwörungstheorien data-epi-spacing funktionieren, data-epi-spacing welche data-epi-spacing Vorannahmen data-epi-spacing sie data-epi-spacing benötigen data-epi-spacing und data-epi-spacing was data-epi-spacing sie data-epi-spacing darüber data-epi-spacing aussagen, data-epi-spacing wie data-epi-spacing wir data-epi-spacing die data-epi-spacing komplexen data-epi-spacing Zusammenhänge data-epi-spacing unserer data-epi-spacing Welt data-epi-spacing verarbeiten. data-epi-spacing Wir data-epi-spacing sind data-epi-spacing gespannt!
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: Programmtip: Geek Night mit Nerd Alarm! (noch bis 1. Februar)
CC-BY-NC-SA 2.0 via Flickr/joachim_s_mueller : Programmtip: Geek Night mit Nerd Alarm! (noch bis 1. Februar) Manchmal ärgert man sich, wenn man im Nachhinein merkt, dass es im Fernsehen ausnahmsweise etwas Lohnenswertes gab, aber man es wiedermal verpasst hat. So ging es mir mit der Geek Night auf ARTE, die Samstag Nacht ausgestrahlt wurde. Aber zum Glück gibt es die Mediathek und sieben Tage Zeit zum Nachschauen (die Diskussion über die Sieben-Tages-Frist lasse ich mal außen vor). Zu sehen gibt es:
- Star Wars – Die Geschichte einer Saga:Hintergründe zu Star Wars, den Figuren, den literarisch-religiös-historischen Inspirationen und der entstandenen popkulturellen Bedeutung
- Tracks – Spezial „Return of the Geeks“: Was passiert, wenn Geeks Kunst machen? Dann entstehen Projekte wie „Tanz den Algorithmus!“, Genres wie Post-Dubstep und Drone-Art
- Nerd-Alarm! – Von Gamern, Geeks und großen Brillen geht den Ursprüngen der Nerd-Kultur auf den Grund und arbeitet dokumentarisch auf, was den Nerd ausmacht und wie/ob er sich vom Geek unterscheidet
Frohes Fernsehen!
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: Interview mit Dirk Franke über „Grenzen der Bezahlung“ in der Wikipedia
Dirk Franke (Foto: Tobias Schumann, CC-BY-SA-3.0) : Interview mit Dirk Franke über „Grenzen der Bezahlung“ in der Wikipedia Die Entlassung von Sarah Stierch durch die Wikimedia Foundation, weil sie neben ihrer offiziellen Tätigkeit gegen Bezahlung in der Wikipedia geschrieben hatte (vgl. „Neue Probleme mit bezahlten Artikeln in der Wikipedia“), sorgt immer noch für Diskussionen. So widmet sich auch die aktuelle Ausgabe der Wikipedia-Onlinezeitung „Signpost“ fast ausschließlich der Angelegenheit.
Die Kontroverse bietet aber auch einen guten Anlass, noch einmal etwas grundsätzlicher über die Frage des Für und Wider von bezahltem Schreiben in der Wikipedia zu diskutieren. In Deutschland bietet sich in diesem Zusammenhang besonders der langjährige Wikipedia-Autor und seit 1. Januar 2014 Wikimedia-Deutschland-Mitarbeiter Dirk „Southpark“ Franke an. Denn Dirk Franke hat bis vor kurzem zu „Grenzen der Bezahlung“ in der Wikipedia gearbeitet und wird sich auch weiterhin in seiner Freizeit mit dem Thema beschäftigen. Das folgende Interview hat deshalb auch nichts mit seiner Tätigkeit für Wikimedia Deutschland zu tun und seine Aussagen sind rein persönlicher Natur.
Du hast Dich für die Wikimedia Foundation in einem Projekt mit den „Grenzen der Bezahlung“ auseinandergesetzt. Was war da die Fragestellung?
Dirk Franke: Das stimmt so nicht so ganz. Gefördert wurde das Projekt vom Verein Wikimedia Deutschland, der rechtlich unabhängig von der Stiftung ist. Ich habe es auch nicht für den Verein gemacht, sondern im Rahmen eines Förderprogramms in dem Mitglieder der Community verschiedene Projekte vorschlagen können – ich habe das immer so verstanden, dass ich das Projekt für die Wikipedia-Community mache, und nicht so sehr für den Verein. Die Fragestellung war auch eher eine praktische: bezahltes Schreiben ist einfach absehbar ein kommendes Problem und eine kommende Entwicklung: Wie schaffe ich es, die Community dazu zu animieren, sich Gedanken zum Thema zu machen, noch bevor das Problem in der Tür steht, und es eigentlich zu spät ist?

