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BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden

Achtung, es besteht dringender Handlungsbedarf: Obwohl der genaue Text des Koalitions-„Kompromisses“ zu den neuen Befugnissen des Bundeskriminalamts noch nicht einmal bekannt ist, soll er bereits am Mittwoch nächster Woche (!) im Bundestag verabschiedet werden. Wenn der Bundesrat dann auch noch zustimmt, könnten wir zum ersten Januar ein deutsches FBI bekommen, mit allen Problemen, die damit…

  • Ralf Bendrath

Achtung, es besteht dringender Handlungsbedarf: Obwohl der genaue Text des Koalitions-„Kompromisses“ zu den neuen Befugnissen des Bundeskriminalamts noch nicht einmal bekannt ist, soll er bereits am Mittwoch nächster Woche (!) im Bundestag verabschiedet werden.

Wenn der Bundesrat dann auch noch zustimmt, könnten wir zum ersten Januar ein deutsches FBI bekommen, mit allen Problemen, die damit verbunden sind – Vermischung von Polizei und Geheimdienstarbeit, fehlende richterliche und bundesanwaltliche Kontrollen, Kompetenzwirrwarr mit den Ländern, Auskunftspflicht für Journalisten, großem Spähangriff auf Privatwohnungen und natürlich der heimlichen Online-Durchsuchung.

Die Einigung in der Koalitionsrunde auf den Entwurf für das neue BKA-Gesetz hat daher nicht unerwartet sehr viele kritische Reaktionen hervorgerufen – unten folgt eine kleine Auswahl mit den wichtigsten Argumenten. Mehr Hintergrund-Infos gibt es z.B. im Archiv der Artikel zum Thema bei heise, bei der Humanistischen Union, in der Petition des AK Vorrat, und in den Berichten zur Experten-Anhörung im Bundestag bei Fefe und Ravenhorst.

Wichtig ist jetzt, dass bis nächste Woche die Abgeordneten von SPD und Union massiv zu hören kriegen, dass dieses Überwachungsmonster von der breiten Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird.

Werdet also bitte schnellstens aktiv! Ruft eure Wahlkreisabgeordneten an, besucht sie möglichst morgen noch im Wahlkreisbüro, bloggt darüber, macht Mahnwachen vor dem Bundestag, und tut alles andere was euch einfällt, um diesen gefährlichen Unsinn noch zu verhindern.

Vor allem muss denen klar gemacht werden, dass die Großdemo gegen den Überwachungswahn im Oktober der Startschuss für weitere Aktionen der wachsenden Bürgerrechtsbewegung gerade im Wahlkampfjahr 2009 war. Wenn sie das nicht verstehen, wird es ihnen wie John McCain gehen, der ebenfalls nicht verstanden hat, auf die Internet-Generation einzugehen. Statt weiterhin auf eine Politik der Angst zu setzen, wollen wir nämlich mehr Freiheit, eine lebenswerte digitale Umwelt ohne ständige Überwachung, und daher eine neue Sicherheitspolitik.

Zur heimlichen Online-Durchsuchung (Bundestrojaner): FDP-Fraktionsvize Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nannte die Befristung der heimlichen Online-Durchsuchung im Jahr 2020 eine „Farce“. Der fehlende Richtervorbehalt bei „Gefahr im Verzuge“ sei darüber hinaus sinnlos, denn Online-Razzien seien „technisch und zeitlich so aufwendig, dass gar keine Eilfälle denkbar sind“. Das hat übrigens gerade auch der BKA-Chef Ziercke bestätigt, der sagte,

„dass jede Online-Durchsuchung ein sorgfältig programmiertes Unikat sein werde, weil jeder Rechner andere Virenscanner, Firewalls oder Spyware-Sucher aufweisen würde, die überlistet werden müssten.“

Wer unter solchen Umständen immer noch von „Gefahr im Verzug“ redet (wie Ziercke übrigens selber auch), dem geht es gar nicht um die Online-Durchsuchung, sondern um einen generellen Abbau rechtsstaatlicher Bremsen der Überwachungs- und Sicherheitsbehörden.

Der ehemalige BND-Chef Hansjörg Geiger fordert für solche und andere heimliche Ermittlungsmaßnahmen: Hier „sollte der Staat einen Bürgeranwalt beauftragen, die Rechte der Betroffenen wahrzunehmen, auch wenn diese zunächst nichts davon erfahren.“ Der Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Christoph Frank, verlangt dagegen weiterhin eine unabhängige Kontrolle durch einen Richter.

Renate Künast von den Grünen und Gerhart Baum von der FDP haben bereits Verfassungsklage angekündigt.

Zu den weiteren BKA-Kompetenzen: Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken, kritisierte,

dass das BKA von Journalisten die Herausgabe von Recherchematerial verlangen kann, obwohl ein Zeugnisverweigerungsrecht zum Schutz der Informanten besteht. „Mit diesem Gesetz werden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts schlicht ignoriert“, kritisierte Konken. Es entziehe Journalisten den Schutz, den sie bei Recherchen bräuchten.

Annalist schreibt zum Spähangriff in Privatwohnungen:

Ich kann nicht sagen, dass ich die Aufregung um die Nacktscanner an Flughäfen letzte Woche schlecht gefunden hätte, aber was ich nicht verstehe ist: Warum ist das so viel dramatischer als die sog. ‚Visuelle Wohnraumüberwachung’, also Kameras, die das BKA ab nächster Woche legal heimlich in Wohnungen einsetzen darf? Am Flughafen kann ich ihnen dabei wenigstens in die Augen gucken. Und es ist nur ein Moment.

Ex-BND-Chef Geiger befürchtet eine Vermischung von Bundes- und Länderkompetenzen:

Es ist nicht klar geregelt, wann nun das BKA und wann die Länder für die Abwehr internationalen Terrors zuständig sind. Deshalb droht eine doppelte Zuständigkeit, die die Bürger übermäßig belastet, zudem ineffizient ist und politische Verantwortlichkeit verwischt.

Darüber hinaus weist er darauf hin, dass bei der Gefahrenabwehr das BKA nicht mehr der Kontrolle durch die Bundesanwaltschaft unterliegt. Zu dem Argument der Überwachungspolitiker, das BKA bekomme nur Kompetenzen, die die Landeskriminalämter auch schon haben, sagte Geiger:

Das BKA ist personell und technisch ganz anders ausgestattet als ein Landeskriminalamt, das führt zu einem qualitativen Sprung. Denn das BKA kann und wird von diesen Befugnissen – Lausch- und Spähangriff, Computer- und Telefonüberwachung – viel mehr Gebrauch machen als die Länder. Da entsteht eine Art deutsches FBI.

Allgemeines: Die Innenpolitiker der großen Koalition sind stolz auf die Einigung:

Der Innenexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter-Uhl, betonte, dass der Kompromiss Sicherheit und Freiheit in ein ausgewogenes Verhältnis bringe. SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz lobte das Ergebnis als „qualifiziertestes Polizeigesetz Deutschlands“.

Dazu der treffende Kommentar von Fefe:

Wer hat uns verraten? Na klar, die Sozialdemokraten.

Zur „Überprüfung“ im Jahr 2020 hat er ebenfalls die richtigen Worte gefunden:

Boah ich kann mich gar nicht beruhigen, dass die das hier als Fortschritt zu verkaufen versuchen, dass sie das Gesetz nach ein paar Jahren nochmal angucken. Hallo? Das ist Standard! Die nächste Regierung kann euren ganzen Flurschaden wieder weg machen. Das nennt man Demokratie. Dass ausgerechnet IHR das jetzt UNS als Vorteil zu verkaufen versucht, das ist eine Schande.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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59 Kommentare zu „BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden“


  1. […] durch den Bundestag gepeitscht werden” von Ralf Bendrath, veröffentlicht ursprünglich auf netzpolitik.org. Bendrath forscht seit über zehn Jahren zu Themen der Technologie‑, Friedens- und […]


  2. […] Ausführliche Infos hier […]


  3. […] (wenn sie denn mehr als eine fixe Idee – oder ein Ablenkungsmannöver – sein sollte). BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden (netzpolitik) – und zwar ohne dass der genaue Text des Koalitions-Kompromisses zu den neuen […]


  4. pah kompromiss.
    Die SPD hat wirklich schlecht die opposition gespielt
    „bis 2020 begrenzt, großer erfolg.“
    Dass ich nicht lache.
    Unsre Junta ist von vorn bis hinten eingekauft


    1. Wir haben hier keine Junta in Deutschland. Davon zu sprechen ist eher Demokratie-schädigend. Und gekauft sind die meisten Politiker im Bereich der Inneren Sicherheit nicht, das sind meist wahlweise Überzeugungstäter, Populisten und/oder Karrieristen.


  5. Ich erlaube mir, hier auf zwei Artikel hinzuweisen, die

    1. als Hilfestellung für Argumente gegen das BKA-Gesetz insgesamt dienen könnten:
    http://tinyurl.com/6ogwxl

    2. sowie als Argumente gegen einzelne Befugnisnormen:
    http://tinyurl.com/6mxtuc


  6. […] Update 06.11.2008 18:51 Fefes Blog Netzpolitik: BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden […]


  7. […] BKA-Gesetz jetzt stoppen Veröffentlicht November 6, 2008 Politik Tags: überwachung, bka, bundestag, online-durchsuchung Höchste Zeit zu handeln! […]


  8. […] netzpolitik.org – BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden: Achtung, es besteht dringender Handlungsbedarf: Obwohl der genaue Text des Koalitions-”Kompromisses” zu den neuen Befugnissen des Bundeskriminalamts noch nicht einmal bekannt ist, soll er bereits am Mittwoch nächster Woche (!) im Bundestag verabschiedet werden. […]


  9. […] Muss nächste Woche mal mit Vor-Ort-Politikern reden Zu den Kommentaren Nein. Ich habe keine Interviews mit denen vor. Das nun nicht. Aber mit Schrecken sehe und lese ich, dass die bundesweite Demonstration gegen die Einschränkung von Bürgerrechten offenbar mal wieder verpufft ist wie ein Baisez in der Hand eines gierigen Kindes. […]


  10. Der Punkt ist: Wir muessen raus aus dem eigenen Zimmer. Netzaktionen sind nur dann erfolgreich, wenn ihnen reale Taten folgen. Solange das nicht passiert werden die „Internetausdrucker“ immer weiter das machen, was ihnen in den Sinn kommt.


  11. […] Man hat es offenbar eilig: Näheres bei Netzpolitik.org. […]


  12. […] schon mal eben die kommunikative Privatsphäre abgeschafft wurde soll nächste Woche dann auch der Rest der neuen STASI durchs Parlament gewunken werden: […] Obwohl der genaue Text des Koalitions-”Kompromisses” zu den neuen Befugnissen des […]


  13. […] Netzpolitik ruft zu einer massiven Aktion gegen das sogenannte BKA-Gesetz auf. Ich zitiere – aufgrund der […]


  14. Einigung beim BKA-Ermächtigungsgesetz…

    Im Schein meiner Nachttischlampe lese ich derzeit ein sehr spannendes Buch. Auf Seite 82 fand ich gerade den passenden Kommentar zur Einigung von CDU/CSU und SPD für das BKA-Ermächtigungsgesetz.

    Heise dokumentiert die glorreiche Heldenhaftigkeit…


  15. Wider dem geplanten deutschen FBI!…

    Bitte informiert Euch:
    “BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden“
    Das war’s dann mit dem winzigen Rest an Privatsphäre der noch übrig ist.
    Bitte gebt die Informationen jeweils weiter, je mehr Menschen i…


  16. […] Netzpolitik bringt ausführliche Informationen zum geplanten “BKA-Kompromiss”, Links und dieses hier: Wichtig ist jetzt, dass bis nächste Woche die Abgeordneten von SPD und Union massiv zu hören kriegen, dass dieses Überwachungsmonster von der breiten Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird. […]


  17. […] Wie Netzpolitik schreibt, soll schon nächste Woche das BKA-Gesetz durch den Bundestag gejagt werden. Lest selbst… […]


  18. […] ist, soll er bereits am Mittwoch nächster Woche (!) im Bundestag verabschiedet werden.“ So steht es bei netzpolitik.org am heutigen Donnerstag, 6.11.08. […]


  19. […] BKA-Gesetz beschlossen werden — obwohl momentan noch nicht einmal der genaue Text feststeht, wie Netzpolitik.org mitteilt: Wenn der Bundesrat dann auch noch zustimmt, könnten wir zum ersten Januar ein deutsches FBI […]


  20. Denk ich an Deutschland in der Nacht…

    …so bin ich um den Schlaf gebracht. Netzpolitik.org ruft auf zum Protest gegen die Verabschiedung des geplanten BKA Gesetzes. Recht so!Orwell, du warst ein Optimist!


  21. Hier mal als kleine Vorlage für eine E‑Mail an eure Abgeordneten eures Wahlkreises:

    „Sehr geehrter ,

    ich als Einwohner und somit auch Einwohner Ihres Wahlkreises möchte Ihnen hiermit meine Besorgnis über den „Entwurf eines Gesetzes zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt“ ausdrücken.

    Durch diese Änderungen fühle ich mich nicht vor den Gefahren eines internationalen Terrorismus geschützt. Im Gegenteil, ich befürchte eine enorme Überwachung der Bürger, welche nun mal Missbrauchspotential besitzt.

    Ich möchte Sie bitten bis zum nächsten Mittwoch über Sinn und Unsinn des Gesetzentwurfes nachzudenken. Wenn Ihnen Zweifel kommen:
    – Im Zweifel für freien Meinungsaustausch ohne Überwachung
    – für freie Bürger
    – NEIN zum „Entwurf eines Gesetzes zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt“!

    Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben um dies zu lesen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Is noch nicht dit gelbe vom Ei.


    1. Habe tatsächlich eine Antwort auf meinem Brief an den Abgeordneten meines Wahlkreises Peter Koeppen (CDU) bezüglich meiner Bedenken zur BKA-Novelle bekommen. Nicht gerade just in time…
      Hier die Antwort: https://doingtext.com/discussions/b2jqc5.pdf


  22. […] Netzpolitik.org kann man folgendes (und noch mehr) lesen: Achtung, es besteht dringender Handlungsbedarf: Obwohl der genaue Text des […]


  23. […] zum Schutz der Informanten von Journalisten. Weitere und fundiertere Informationen hier, hier und […]


  24. Was mir heute wichtig erscheint #46…

    Peitsche: Obwohl der genaue Text des Koalitions-”Kompromisses” zu den neuen Befugnissen des Bundeskriminalamts noch nicht einmal bekannt ist, soll er bereits am Mittwoch nächster Woche im Bundestag verabschiedet werden. Mehr Hintergrund-Infos sow…


  25. Rezepte gegen den Terror: Schnelles Bundestrojaner-Menü nach deutscher Art…

    Nun legt die Regierung aber richtig los. Vorgestern wurde die Einigung in Sachen BKA-Gesetz verkündet und laut heise.de schon nächste Woche Mittwoch (!) soll es im Bundestag verabschiedet
    werden. Man setzt alles daran, dass das Gesetz Anfang 2009 in …


  26. […] Ralf Bendrath hat auf netzpolitik.org die Probleme mit diesem neuen/alten Projekt der großen Koalition zusammengestellt. […]


  27. […] Kompromissen wie einer Befristung bis 2020, die die SPD als Erfolg verkauft. Zu Recht ruft netzpolitik.org zum handeln auf (dort auch Hintergründe): Druckmachen bei den Bundestagsabgeordneten, da schon nächsten […]


  28. […] hat die Große Koalition den endgültigen Kompromiss zum BKA-Gesetz beschlossen. Wie es leider so unüblich ist, wird der Text natürlich nicht rechtzeitig online […]


  29. […] Bundestag bereits zustimmen. Deshalb Druck machen beim eigenen Abgeordneten. Bundesweite Infos bei netzpolitik.org, Bonner klicken […]


  30. […] das Bundeskriminalamt in eine Mischung aus Bundespolizei und Geheimdienst umwandlen soll, schon nächste Woche Mittwoch zur Abstimmung reif ist. Ab dann soll es (so der Bundesrat dann auch noch mitspielt) die […]


  31. Wer noch eine Vorlage für seinen Wahlkreisabgeordneten braucht, findet diese auf meiner Seite!


  32. Im AK-Wiki findet sich ein erstes Muster-Anschreiben, das alle an ihre Abgeordneten schicken sollten:

    http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Anschreiben_BKA-Gesetz_stoppen!

    Bitte helft mit das Schreiben zu verbessern und zu verbreiten!


  33. […] CDU/CSU und SPD haben sich auf ein neues BKA-Gesetz geeinigt und nun sollen Bundestag und ‑rat im Schnellverfahren das Gesetz durchwinken. Mit im Gepäck sind Onlinedurchsuchung, heimliche Wohnraumüberwachung mit Kameras und […]


  34. […] ebenfalls Blogger bei Netzpolitik, veröffentlichte einen Aufruf mit konkreten Vorschlägen, gegen das BKA-Gesetz aktiv zu werden. Ich werde diesen Aufruf hier in […]


  35. […] Weitere Infos, Ideen und Aktionsinput gibt’s in aller Ausführlichkeit auf netzpolitik.org […]


  36. […] des neuen Kompromisses der großen Koalition am kommenden Mittwoch im Deutschen Bundestag bei Netzpolitik erfahren. Das mit dem BKA-Gesetz verbundene Missbrauchspotential sehe auch ich als deutlich […]


  37. Kolhaas

    ,

    Ein Bundestag, der der eigenen Bevölkerung so misstraut, dass er sie faktisch unter Generalverdacht stellt und grundlegende Rechte verweigert, ist unser Vertrauen nicht wert und muss weg.


  38. […] Begonnen hatte der Tag mit einer neuen ‑erweiterten- Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen Vorratsdatenspeicherung, durch die dem ausufernden Sicherheitsstaat erneut Einhalt geboten wurde. Dann ging es weiter mit der Verkündung einer Einigung der großen Koalition über das neue BKA-Gesetz, dass bereits nächste Woche im Bundestag verabschiedet werden soll. Einen guten Überblick über die Kommentare und Rückmeldungen zu dem Vorhaben BKA-Gesetz findet sich bei netzpolitik. […]


  39. […] netzpolitik.org: BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden […]


  40. Innenausschuss stimmt für BKA-Gesetz

    Berlin: (hib/CHE) Das BKA-Gesetz kann am 12. November im Bundestag verabschiedet werden. Dafür sorgte der Innenausschuss am Montagnachmittag, indem er die gleichlautenden Gesetzentwürfe der Koalition (16/9588) und der Bundesregierung (16/10121) mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen annahm. Die Opposition nutzte die Sitzung des Innenausschusses noch einmal für deutliche Kritik am Vorhaben der Koalition. In dem „Gesetz zur Abwehr des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt“ (16/9588) sehen die Grünen „eine einzigartige Machtkonzentration“ und kritisierten, dass bisher originäre Aufgaben der Länderbehörden an den Bund übergehen. Dabei bleibe vor allem die Frage der Kontrolle unklar: „Es entsteht ein Moloch, der parlamentarisch nicht zu kontrollieren ist.“ Vor allem die neue Rolle des Generalbundesanwaltes empörte die Fraktion. „Bisher war der ganze Komplex Terrorbekämpfung beim Generalbundesanwalt angesiedelt und nun wird dieser nur noch durch das BKA informiert. Der uralte Traum der Polizei, die Knechtsrolle abzulegen, wird hier wahr, der Generalbundesanwalt hat dann nichts mehr zu sagen“, ärgerte sich die Grünenfraktion. Die Sicherheitsarchitektur werde mit dem Gesetz in „schlimmer Weise“ verändert, obwohl sich die föderalen Strukturen bisher bewährt hätten.

    Auch die FDP-Fraktion konnte keinen Grund erkennen, Kompetenzen von den Landesbehörden auf das Bundeskriminalamt (BKA) zu übertragen: „Die Landeskriminalämter haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich gearbeitet.“ Eine solche Beschneidung der Befugnisse hätten die LKAs nicht verdient, sagte die FDP. Gegen den Vorwurf der Opposition, die föderalen Strukturen zu missachten, wehrten sich die Koalitionsfraktionen vehement: „Das ist ein Gesetz, das die Föderalismusreform umsetzt und die unterschiedlichen Ebenen der föderalen Strukturen berücksichtigt.“ Außerdem seien 80 Prozent der Vorgaben, die das neue BKA-Gesetz formuliere, bereits in den Polizeigesetzen der Länder festgeschrieben, auch in jenen Bundesländern, in denen die Opposition mitregiere. Deshalb sei deren Empörung unglaubwürdig, sagte die CDU-Fraktion.

    Streit gab es erwartungsgemäß auch um die Pläne zum Schutz von Berufsgeheimnisträgern. FDP, Bündnisgrüne und Linkspartei bezeichneten es als völlig unzureichend, Journalisten, Rechtsanwälten und Ärzten nur ein eingeschränktes Zeugnisverweigerungsrecht zuzugestehen, wohingegen bei Strafverteidigern, Geistlichen und Abgeordneten der volle Informantenschutz gelte. „Mit diesem Gesetz sind weitgehende Eingriffe in die Grundrechte vorprogrammiert. Das BKA ähnelt künftig mehr einem Geheimdienst als einer Polizeibehörde“, sagte die Linksfraktion. Die SPD hielt dagegen: „Wenn man sich anschaut, wer überall mit Journalistenausweis herumläuft: Dafür kann man nicht die Schranken öffnen.“ Auch jenseits der Detailfragen verteidigte die Koalition ihren Gesetzentwurf, der am Mittwoch im Bundestag verabschiedet werden soll. „Das BKA-Gesetz schließt eine bestehende Lücke im Sicherheitssystem“. Die Behörden müssten die Möglichkeit erhalten, ihre Ermittlungsmethoden an den technischen Fortschritt anzupassen. Darüber hinaus würden die neuen Instrumente wie Rasterfahndung und Online-Durchsuchungen nach fünf Jahren auf ihren Nutzen hin evaluiert.

    http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_308/01.html


  41. BKA-Gesetz wird durchgepeitscht…

    Das BKA-Gesetz soll noch diese Woche (womöglich morgen) durch den Bundestag gepeitscht werden – gestern abend wurde es bereits vom Innenausschuß abgenickt.
    Das Vorgehen gleicht einer Nacht-und-Nebel-Aktion einer Räuberpistole: Die Einigung der Koali…


  42. […] Zufällig hat die Tagesschau vergessen, die Bevölkerung über die Widersprüche im neuen BKA-Gesetz zu informieren, das, nachdem die Bundesregierung es durchgewunken hat, am heutigen Mittwoch auch im […]


  43. PHOENIX vor ORT
    Mi, 12.11.08, 14.15 – 19.15 Uhr

    - Terrorismusbekämpfung durch das Bundeskriminalamt

    LiveStream
    http://www.phoenix.de/vor_ort/2008/11/12/0/209071.1.htm


  44. […] ist der BKA-Gesetz – Tag. Der Bundestag wird am Nachmittag das umstrittene Gesetzes-Paket mit den Stimmen der großen Koalition beschließen. Die er Pro- und Kontra-Reden der […]


  45. […] Zufällig hat die Tagesschau vergessen, die Bevölkerung über die Widersprüche im neuen BKA-Gesetz zu informieren, das, nachdem die Bundesregierung es durchgewunken hat, am heutigen Mittwoch auch im […]


  46. […] Gedankengang, doof nur wenn das Leben zum Kino wird und man durch Seiten wie Netzpolitik.org auf diesen Missstand aufmerkssam gemacht wird. Achtung, es besteht dringender Handlungsbedarf: […]


  47. […] hat sowohl die Vorratsdatenspeicherung, als auch das neue BKA-Gesetz, das einer Behörde geheimdienstähnliche Privilegien übergibt, […]


  48. […] BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden Der Bundestrojaner ist toll! Online-Durchsuchung: Grüne wollen klagen Kritik am BKA-Gesetz – Neue […]


  49. maik schramm

    ,

    dieses gesetz ist vor den arsch fuck up!!!!


  50. […] Gleichzeitig mahnt er konkreten Handlungsbedarf an: Werdet also bitte schnellstens aktiv! Ruft eure Wahlkreisabgeordneten an, besucht sie möglichst morgen noch im Wahlkreisbüro, bloggt darüber, macht Mahnwachen vor dem Bundestag, und tut alles andere was euch einfällt, um diesen gefährlichen Unsinn noch zu verhindern. […]


  51. Rezepte gegen den Terror: Schnelles Bundestrojaner-Menü nach deutscher Art…

    Nun legt die Regierung aber richtig los. Vorgestern wurde die Einigung in Sachen BKA-Gesetz verkündet und laut heise.de schon nächste Woche Mittwoch (!) soll es im Bundestag verabschiedet werden. Man setzt alles daran, dass das Gesetz Anfang 2009 in …


  52. […] VDS, die Änderung des §13 GG ohne Sinn und Beschränkung, nun das BKA-Gesetz. Es ist zum *******. Landesflucht ist leider auch keine Lösung, die Engländer z.B. sind noch […]


  53. […] BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden […]

Dieser Artikel ist älter als 17 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.