Auf den PunktÜberweisungen sollten keine privaten Daten offenbaren.

  • Timur Vorkul

Liebe Leser*innen,

wer schon mal Geld an die falsche Person geschickt hat, kennt das Gefühl: Man ärgert sich – und schämt sich obendrein, wenn man dabei auch noch auf Betrüger*innen reingefallen ist.

Gut, dass es nun eine Funktion gibt, die solchen Fehlüberweisungen entgegenwirken soll. Mit der sogenannten Empfängerüberprüfung sollen Bankkunden prüfen, ob die eigene Überweisung tatsächlich an die gewünschte Person geht.

Allerdings möchte ich, wenn ich Geld sende, nicht unbedingt erfahren, wie die Person noch so heißt oder gar, wer dieses Konto außerdem noch nutzt. Umgekehrt möchte auch ich nicht, dass meine Daten auf diesem Weg Dritten sichtbar gemacht werden, nur weil diese mir Geld schicken. Und gerade hier hakt die praktische Umsetzung derzeit noch.

Ich finde, Überweisungen sollten ausschließlich dem Zahlungsverkehr dienen – und nicht zu einem Instrument der Datenoffenbarung werden.

Einen guten Start in die Woche wünscht

Timur

Unsere Artikel des Tages

EmpfängerüberprüfungIBAN eingeben, Klarnamen bekommen

Eigentlich soll die Empfängerprüfung Fehlüberweisungen verhindern. Doch die praktische Umsetzung zeigt: In vielen Fällen legen Banken den vollständigen Namen der Kund*innen offen. Betroffen sind Millionen.

BreakpointWir alle sollten mehr übereinander wissen

Auf Social Media wird Reichweite massenhaft mit intimen Details erzeugt. Während wir Fremden beim Oversharing zusehen, verlieren wir den Blick für die Menschen, die wirklich zählen. Wir wissen nicht zu viel übereinander, findet unsere Kolumnistin: Wir wissen das Falsche über die falschen Personen.

Tickermeldungen

Lesenswert, wichtig und spannend – hier fasst die Redaktion netzpolitische Meldungen von anderswo als Linktipps zusammen.

Ticker-News von Der Standard vom 01. 12. 2025

Der norwegische Staatsfonds will sich bei der nächsten Hauptversammlung gegen Microsoft-Chef Satya Nadella stellen und bei dem US-Tech-Konzern auf eine stärkere Beachtung von Menschenrechten pochen. Der Fonds ist der achtgrößte Aktionär von Microsoft.

Ticker-News von Golem vom 01. 12. 2025

Die Telekom und die Schwarz-Gruppe nehmen offenbar einen neuen Anlauf für den Bau einer KI-Gigafactory. Eine Einigung, sich für die von der EU geförderten Projekte zu bewerben, stehe kurz bevor. Im Juni scheiterten die beiden Unternehmen noch daran.

Ticker-News von Jugend hackt vom 01. 12. 2025

Junge Menschen, die mit Tech die Welt verbessern wollen, bekommen von „Jugend hackt“ jetzt längerfristigen Support. Die Initiative hat ein Projektstipendium ausgeschrieben. Anmeldefrist ist der 11. Januar, am 10. Dezember gibt’s eine Online-Veranstaltung.

Ticker-News von Heise vom 01. 12. 2025

Die russische Telekommunikationsbehörde Roskomnadsor droht, WhatsApp in Russland komplett zu sperren. Kriminelle nutzten den Messenger-Dienst angeblich für Erpressung, Betrug und die Vorbereitung von Sabotageakten.

Ticker-News von ORF.at vom 28. 11. 2025

Drei betagte Nonnen haben ihr Kloster besetzt, weil sie nicht im Altersheim bleiben wollten. Nun gibt es ein Angebot: Sie dürfen bleiben, wenn sie aufhören, auf Social Media zu posten. Die widerständigen Schwestern lehnen das ab.

Ticker-News von CNN vom 28. 11. 2025

Drohnen verändern die moderne Kriegsführung grundlegend, was sich derzeit besonders in der Ukraine zeigt. CNN schaut auf die Anfänge kriegerischer Drohneneinsätze, die bis zum Ersten Weltkrieg zurückreichen, und auf das, was nun droht.

Ticker-News von heise group vom 28. 11. 2025

Einige Firmen sind aus dem sogenannten Familienunternehmer-Verband nach dem Kuschelkurs mit der AfD ausgetreten. Nicht so die Heise-Verlagsgruppe. Deren CEO sagt nun, man wolle sich nicht öffentlich zu politischen Themen äußern.

Über die Autor:innen

  • Timur Vorkul
    Darja Preuss

    Timur ist seit September 2025 Volontär bei netzpolitik.org. Er hat Sozialwissenschaften und Kulturanthropologie studiert und zuletzt für den MDR gearbeitet. Neben seinem Volontariat macht er Beiträge für den Fernsehsender KiKA. Er interessiert sich für staatliche Überwachung, Migrationsregime und Ungleichheit.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP)


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