Der Ende Februar bekanntgewordene Angriff auf angeblich sichere IT-Infrastruktur der deutschen Bundesregierung sorgt in Behördenkreisen weiterhin für großes Grübeln. Langsam werden immer mehr Details zu der Attacke bekannt, die zumindest zwei Monate andauerte und in deren Visier offenbar Dokumente zur Osteuropa-Politik der Bundesregierung stand.
Die Süddeutsche Zeitung hat nun in einem Artikel den Ablauf des Angriffs aus Regierungssicht nachgezeichnet:
Beamte in den Sicherheitsbehörden, aber auch externe Kontrolleure haben die Vorgänge in den vergangenen Tagen genau rekonstruiert. Zu den unangenehmen Erkenntnissen zählt, dass die deutschen Behörden den Eindringling nicht selbst entdeckten, sondern erst am 19. Dezember 2017 durch den Hinweis eines ausländischen Geheimdienstes darauf aufmerksam gemacht wurden. Den Hackern war es gelungen, ins gesicherte deutsche Regierungsnetz einzudringen, ohne einen Alarm auszulösen. So wirft der Fall die Frage auf, ob in der Vergangenheit genug getan worden ist, um das sensible Netz zu schützen – und warum die Alarmanlage derart versagt hat?
