Linkschleuder

China baut eine Biometrie- und DNA-Datenbank aller Bürger in Xinjiang auf

CC-BY 2.0 umseas

China baut eine Datenbank aller Bürgerinnen und Bürger zwischen 12 und 65 Jahren in der Provinz Xinjiang auf. In dieser Datenbank werden Blutgruppe, Fotos des Gesichtes, ein Iris-Scan, Fingerabdrücke und DNA gespeichert, berichtet der Guardian.

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Die Provinz Xinjiang ist Heimat der Uiguren, einer muslimischen Minderheit. Laut einem Bericht der Organisation Human Rights Watch werden die Daten unter anderem während kostenloser medizinischer Untersuchungen entnommen, bei denen die Betroffenen nicht wissen, was mit den Daten geschieht. Nach Informationen von Human Rights Watch hat die Polizei in Xinjiang DNA-Sequenziergeräte der US-Firma Thermo Fisher Scientific gekauft.

Sophie Richardson von Human Rights Watch kritisiert: „Die Erfassung der Biodaten und der DNA der gesamten Bevölkerung ist eine grobe Verletzung internationaler Menschenrechtsnormen.“

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5 Kommentare
  1. Das ist doch bestimmt auch der feuchte Traum eines jeden autoritär-konservativen Politikers der Union. Ich wette, dass De Maiziere und Joachim Herrmann schon ganz neidisch auf China schauen. Nur eine Frage der Zeit bis die ersten Leute dieses Vorgehen auch für Deutschland fordern ( wegen Terrorismus und anderer pöser Purchen)

  2. Glaubt irgendjemand Entsprechendes geschähe nicht auch bei uns? Im Telekommunikationsbereich orientiert sich der Staat bereits seit Jahrzehnten nicht am juristisch Vertretbaren sondern am technisch Machbaren. Es bedarf keiner allzu großen Phantasie dieses Verhalten auf die permanente Speicherung genetischer Daten aus _jeglicher_ erhobener DNA zu extrapolieren um bei zukünftig geringeren gesetzlichen Hürden bereits über eine große Initialmenge zu verfügen.

    Anm. der Moderation: Bitte belegt Behauptungen mit Quellen. Unsere Kommentarregeln gibt es hier: https://netzpolitik.org/kommentare/

  3. „Die Provinz Xinjiang ist Heimat der Uiguren, einer muslimischen Minderheit.“

    Das ist kein Zufall. Minderheiten sind immer die ersten, an denen derlei ausprobiert wird, denn sie haben selten eine Lobby. Mit denen kann man es machen.
    Sieht in Deutschland ja genauso aus, wenn man sich bspw. die unfassbar invasive Schnüffelei bei Asylsuchenden ansieht.

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