Wie wir im Juli berichteten, wurden bei der US-Personalverwaltung für den öffentlichen Dienst Daten von 21,5 Millionen Personen kopiert. Nun musste das Office for Personnel Management (OPM) eingestehen, dass darunter auch die gespeicherten Fingerabdrücke von 5,6 Millionen Beschäftigten von Bundeseinrichtungen waren. Zunächst war nur von 1,1 Millionen Fingerabdruckdaten die Rede gewesen. Der Leak umfasste die Daten von Beschäftigten bei US-Bundesbehörden ebenso wie Personen, die einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen wurden, und deren persönliches Umfeld.
Das OPM versuchte in einer Stellungnahme, die Relevanz der entwendeten Fingerabdrucksdaten zwar herunterzuspielen, war sich der Brisanz jedoch wohl bewusst:
Federal experts believe that, as of now, the ability to misuse fingerprint data is limited. However, this probability could change over time as technology evolves.
Dass Fingerabdruck-Scanner häufig schon mit einfachen Mitteln zu überwinden sind, wurde bereits mehrfach dargelegt. Daneben verfügen die Angreifer über viele weitere sensible Informationen wie Sozialversicherungsnummern, Wohnort, Bildungsweg und vorherige Arbeitgeber, familiäres Umfeld, gesundheitliche Informationen, finanzieller Hintergrund oder eventuelle Vorstrafen.