Gerüchte über Todesstrafe für Bassel Khartabil

Der syrische Aktivist Bassel Khartabil sitzt seit mehr als drei Jahren in Syrien in Haft und wurde am 3. Oktober aus dem Adra Gefängnis in Damaskus an einen unbekannten Ort gebracht. Damals deutete alles darauf hin, dass Bassel in ein kleines Gefängnis verlegt wurde, welches zu einem Kriegsgericht gehört – warum er von einem Kriegsgericht erneut verurteilt werden sollte, war jedoch unklar.


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Seine Frau Noura Ghazi wurde nun von Mitgliedern der syrischen Regierung kontaktiert und darüber informiert, dass Bassel heimlich zum Tode verurteilt wurde. Auf Nouras Facebook-Seite schreibt sie dazu:

Ich habe soeben die verstörende und schockierende Nachricht erhalten, dass Bassel zum Tode verurteilt wurde. Ich denke das bedeutet, dass seine Verlegung in ein Militärgefängnis sehr gefährlich war. Ich weiß wirklich nichts anderes. Möge Gott ihm beistehen, wir hoffen es ist nicht zu spät. Wir sind krank vor Sorge um sein Leben.

Auf dem Internet Governance Forum (IGF) in Brasilien wurde vergangene Woche eine Stellungnahme (PDF) veröffentlicht, in der die syrische Regierung aufgefordert wird, über Bassels Aufenthaltsort zu informieren und ihn zu begnadigen.

Bassels Inhaftierung ist willkürlich und stellt eine Verletzung der internationalen Menschenrechte dar. Die Weigerung der Behörden, seinen Aufenthaltsort bekanntzugeben, ist ein Verschwindenlassen von politischen Gegnern. Seine strafrechtliche Verfolgung entspricht nicht den Standards eines gerechten Verfahrens. Bassel kann und sollte bedingungslos freigelassen und in die Obhut seiner Familie übergeben werden

5 Kommentare
    1. Deshalb macht es auch keinen Sinn auch nur in Erwägung zu ziehen, mit Assad zu sprechen, weil er das „kleinere Übel“ neben dem IS sein könnte. Assad bekämpft übrigens den IS nicht ernsthaft, statt dessen bekämpft er vorrangig die gemäßigten Rebellen und die Zivilbevölkerung in deren Gebieten (Stichwort Fassbomben). Den IS bekämpft ja netterweise die internationale Allianz für Assad.
      Der IS wiederum kämpft auch lieber gegen andere Rebellen oder die Kurden im Norden als gegen Assad.

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