Anne Roth

Anne Roth war bis 2023 netzpolitische Referentin der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag und schreibt und spricht jetzt freiberuflich über netzpolitische Themen. Außerdem bloggt sie gelegentlich über Innenpolitik, Netzpolitik, Medien und Feministisches in ihrem Blog annalist. Kontakt per Mail oder Messenger.

  • Haecksen-Konferenz: „Bislang fehlte eine Diskussion über Utopien“
    Selbstgebaute Tastaturen auf einem Holztisch, auf einer fertigen Tastatur tippen zwei Hände
    Beim Workshop "Mechanische Tastaturen" konnte probegetippt werden.
    Haecksen-Konferenz „Bislang fehlte eine Diskussion über Utopien“

    Anfang Juli fand in Hamburg die erste „Chaos Feminist Convention“ statt. Zwei „Haecksen“ berichten im Gespräch mit netzpolitik.org, wie es dazu kam, wie es war und wie es weitergeht.

    4. August 2025
  • Femizide: „Unverantwortlich, die Risikobewertung einem Algorithmus zu überlassen“
    Demoschild mit Spruch "No estamos todas" - Wir sind nicht alle.
    "Wir sind nicht alle." - Feministische Demonstration in Madrid, die auch auf Femizide aufmerksam macht.
    Femizide „Unverantwortlich, die Risikobewertung einem Algorithmus zu überlassen“

    In Spanien gab es in den letzten Jahrzehnten immer wieder Gesetze und Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Das System „VioGén“ soll die Wahrscheinlichkeit solcher Gewalt einschätzen. Wir reden im Interview mit Gala Pin, die im spanischen Parlament für das Thema zuständig war.

    9. Juni 2025 2
  • Interview on location trackers: Google and Apple „are hoping to avoid being banned“
    Person holding AirTag in one and phone in other hand. Phone shows some map with location indicator.
    Location Trackers are often small and can easily be hidden in a bag.
    Interview on location trackers Google and Apple „are hoping to avoid being banned“

    AirTags can be super useful. But in women’s shelters they’re deadly. Topics such as stalking are a new thing for the standards organization IETF. But this is what was needed when discussing a standard for location trackers. Mallory Knodel says the IETF should be proud of itself to be expanding its mandate.

    31. Mai 2024
  • Interview zu Standort-Trackern: Google und Apple kooperieren lieber, als ein Verbot zu riskieren
    Eine Person hält in der linken Hand einen AirTag und in der rechten Hand ein Smartphone, auf dem eine Ortungsanwendung zu sehen ist.
    Standort-Tracker sind oft klein und können unauffällig in eine Tasche gesteckt werden.
    Interview zu Standort-Trackern Google und Apple kooperieren lieber, als ein Verbot zu riskieren

    Für das Standardisierungsgremium IETF ist es neu, sich mit Themen wie Stalking zu beschäftigen. Doch bei der Diskussion um einen Standard für Standort-Tracker war genau das notwendig. Mallory Knodel sagt, die Standards-Community sollte stolz darauf sein, jetzt auch gesellschaftliche Auswirkungen miteinzubeziehen.

    28. Mai 2024 5
  • NETmundial+10: Internet Governance 10 Jahre nach dem Snowden-Schock
    Foto von der Eröffnung von NETmundial+10. Zu sehen sind mehr als zehn Menschen, die auf einer breiten Bühne sitzen und der Zuschauerraum
    Eröffnung des NETmundial+10.
    NETmundial+10 Internet Governance 10 Jahre nach dem Snowden-Schock

    700 Menschen aus 60 Ländern verhandelten über Regeln für das Internet, die Mitsprache für alle gesellschaftlichen Gruppen ermöglichen. Doch wie verhält sich NETmundial zu anderen Versuchen, Grundprinzipien des Netzes zu erarbeiten? Und was beschäftigte die Teilnehmer*innen besonders?

    23. Mai 2024 1
  • Digitalzwang: In zweifacher Hinsicht abgehängt
    An extremely close up of patch cable over black Copyright: xTitoxWongx/xDesignxPicsx , 31238997 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: TitoxWongx/xDesignxPics 31238997
    Drei Millionen Menschen sind hierzulande dauerhaft offline,
    Digitalzwang In zweifacher Hinsicht abgehängt

    Drei Millionen Menschen sind hierzulande dauerhaft offline. Sie sind damit doppelt benachteiligt: Denn erstens sind „Offliner*innen“ meist auch im Analogen weniger privilegiert. Und zweitens gibt es mehr und mehr Service-Angebote nur noch im digitalen Raum. Doch auch für alle anderen bietet die Zwangsdigitalisierung nicht nur Vorteile.

    10. April 2024 31
  • Stand der Dinge: Ein Update zu digitaler Gewalt
    Eine Illustration, die eine Frau zeigt, die sich vor Pfeilen schützt.
    Digitale Gewalt hat viele Gesichter.
    Stand der Dinge Ein Update zu digitaler Gewalt

    Was ist digitale Gewalt? Was bringt das Eckpunktepapier des Bundesjustizministeriums zu einem neuen Gesetz? Und was braucht es wirklich, um Betroffenen zu helfen? Anne Roth hat das in einem Talk auf dem Chaos Communication Camp 2023 zusammengefasst.

    15. September 2023 8
  • 20 Jahre Indymedia: Ein anderes Internet schien möglich
    Collage aus Indymedia-Bildern
    Indymedia blickt auf eine lange Geschichte zurück.
    20 Jahre Indymedia Ein anderes Internet schien möglich

    Vor 20 Jahren gab es den ersten Beitrag auf einer Indymedia-Website. Daraus entstand ein gigantisches Internet-Demokratie-Projekt, das mit denselben Schwierigkeiten kämpfte, die das Netz bis heute beschäftigen.

    27. November 2019 3
  • : Indien zensiert 32 Websites
    Indien zensiert 32 Websites

    Liste der zensierten URLsDas indische Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie hat am 17. Dezember die indischen ISPs dazu verpflichtet, 32 Websites zu blockieren. Grund für die Anweisung war die Anforderung der Anti-Terror-Abteilung der Polizei von Mumbai, die behauptet, die Websites werden für dschihadistische Propaganda genutzt und trieben Jugendliche in die Arme des Islamischen Staates (ISIS/ISIL).

    Unter den 32 Websites sind beliebte wie vimeo.com, archive.org oder pastebin.com sowie zahlreiche ähnliche, die vor allem von Software-Entwickler_innen genutzt werden. Die pauschale Sperrung dieser Websites lässt sich kaum mit Terrorismus-Bekämpfung begründen.

    Die ‚Blocking List’ des IT-Ministeriums (PDF, 1,9 mb) wird in einem Blogpost für Huffington Post India von Kaustubh Srikanth (Tactical Tech) gemeinsam mit Leif Ryge, Aaron Gibson und Claudio Guarnieri erstmals veröffentlicht. Da zunächst keine weiteren Informationen die Internet-Sperren bekannt waren,  hat das Team letzte Woche untersucht, wie die Sperren von sieben indischen ISPs, darunter TATA Communications und die staatliche Mahanagar Telecom Nigam Limited (MTNL), umgesetzt wurden.

     

    Recherche zur Internet-Zensur in Indien

    Die Recherche wurde mithilfe des Open Source Zensur-Recherche-Toolkits des Open Observatory of Network Interference (OONI) sowie weiterer Schritte durchgeführt. Die Anweisung des Ministeriums gab zwar vor, welche Websites blockiert werden sollten, überließ aber den ISPs die Umsetzung, die entsprehend variierte.

    So gab es unterschiedliche Nachrichten an Nutzer_innen, die versuchten, die zensierten Website aufzurufen:

    Die Umsetzung der Sperren variierte ebenfalls von ISP zu ISP, teilweise wurden auch bei einem ISP verschiedene Methoden eingesetzt. Anscheinend nutzte TATA Proxy-Server, um Traffic zu bestimmten IP-Adressen zu modifizieren. Bei einigen TATA-Verbindungen wurden Requests an manche IP-Adressen auf der Basis des Inhalts mancher HTTP-Requests blockiert, während dieselben HTTP-Requests an andere IPs nicht blockiert wurden. Hier wurden bspw. Unterschiede zwischen an Google-IPs gerichtete Requests und and Yahoo-IPs gerichtete Requests festgestellt.

    Der staatliche ISP MTNL nutzt anstelle von Deep Packet Inspection eine Kombination aus DNS- und IP-basierten Sperren. Mehr Details zur Recherche im Original-Blogpost, außerdem sind die meisten OONI-Berichte hier einsehbar.

    Mit Blick auf die indischen Leser_innen wird noch beschrieben, dass alle blockierten Websites mit dem Tor Browser, VPNs oder Psiphon für Android erreichbar sind und auf zusätzliche Information zum Thema Internet-Zensur verwiesen.

    Aktuelle Situation

    Vier der 32 URLs sind seit dem 31. Dezember wieder erreichbar: github.com, vimeo.com, dailymotion.com and weebly.com. Das Team beobachtet die Situation und kündigt weitere Veröffentlichungen an.

    Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das per Mail an censorship-in@chaoslab.in (PGP). Twitter-Hashtag zum Thema ist #GOIblocks.

    7. Januar 2015 3
  • : 31C3: Trackography – You never read alone
    31C3: Trackography – You never read alone

    Beim 31. Chaos Communication Congress, auch 31C3, wurde ein neues Projekt von Tactical Tech gelauncht: Trackography.

    Trackography (Betonung auf der 2. Silbe) zeigt, welche Wege Nutzer_innen-Daten nehmen, wenn sie News-Websites lesen: Welche Länder (oder deren Geheimdienste), welche Server und welche Unternehmen wissen, für welche Nachrichten ich mich interessiere? Der geringste Teil dieser Server sind die von Berliner Zeitung, Washington Post oder Guardian.

    Nutzer_innen können auf trackography.org auswählen, welche News sie lesen und dann auf einer Karte beobachten, wie sich ihre Informationen durch’s Netz bewegen.

    Hier klicken, um den Inhalt von www.youtube-nocookie.com anzuzeigen.

    Maria Xynou und Claudio Agosti haben das am Montag an einem aktuellen Beispiel vorgeführt:

    Am Abend vorher hatten Laura Poitras und Jakob Applebaum ebenfalls beim 31C3 neue Snowden-Dokumente präsentiert, die gleichzeitig bei Spiegel Online veröffentlicht wurden: Inside the NSA’s War on Internet Security. Sie bestätigten damit, dass viele vielbenutzte Methoden zur Verschlüsselung im Internet von der NSA geknackt werden können. Als Maria am Montag fragte, wieviele den Spiegel-Artikel während des Talks angeklickt hatten, ohne den Anonymisierungsdienst Tor zu benutzen, hoben sich viele Hände.

    Und Trackography führte vor, wem sie damit ihre Daten frei Haus geliefert hatten:

    Ihre Daten – also Daten über ihren Browser, ihr Surf-Verhalten, den Rechner/das Smartphone oder Tablet, und verschiedenes anderes, das ausreicht, um Nutzer_innen jeweils persönlich zu identifizeren, das ist hinreichend nachgewiesen – werden im Fall von Spiegel Online von 37 anderen Instanzen aufgezeichnet. Sie wandern über die Niederlande, Großbritannien, Dänemark, Spanien und die USA.

    Die verschiedenen gefundenen Tracker werden in einer Tabelle erkärt, die auflistet, welche spezifischen Probleme sie mitbringen: Dauer der Vorratsdatenspeicherung in dem Land, in dem sie sitzen; ob sie die Initiative ‘Do Not Track‘ unterstützen (oder nicht), ob Profilbildung mit den Daten stattfindet.

    Zum Vergleich: Beim Guardian sind es 29, bei O Globo 36 unbeabsichtigte Verbindungen.

    Trackography ist noch im Beta-Stadium, also noch nicht ganz fertig: Einiges fehlt noch, hier bspw. Infos über die Tracker plista, Admeta und Meetrics, aber für die anderen gibt es ausführliche Übersichten und dazu jeweils auch Erklärungen: was bedeutet Profiling, was ist Do Not Track, etc. Außerdem lassen sich zusätzliche Informationen über die Länder und die Firmen abrufen, die auf die Nutzer_innen-Daten zugreifen können.

    Im Fall des Spiegel-Artikels fällt auf, dass die Daten auch in Spanien getrackt werden. In diesem Fall ist der Server i.ctnsnet.com in Spanien beheimatet ist. Wer möchte, kann bei Coookiepedia erfahren, dass nicht viel über ctsnet.com bekannt ist, außer dass es allgemein viele Cookies von dort gibt, aktuell 1445, die auf 662 verschiedenen Websites zu finden sind. Spiegel Online liefert also in diesem Fall die Daten seiner Leser_innen an einen Server in Spanien, der seinen Besitzer_innen die Möglichkeit bietet, viele Informationen über viel Menschen zusammenzuführen.

    Die Grafik zum NSA-Krypto-Artikel bei Spiegel Online ist nicht online. Alles andere aber schon und so ist zu sehen, dass das Ergebnis für spiegel.de etwas anders ausfällt. Hier gibt es kein Twitter und Facebook, soweit wenig überraschend, denn die finden sich jeweils bei den Artikeln zum weiterverteilen. Aber warum die Daten statt in Spanien, wie bei der Spiegel-Hauptseite, jetzt in Italien vorbeikommen, müsste wohl Spiegel Online erklären:

    Hier haben wir stattdessen auch andere Werbefirmen, etwa AppNexus, die alle Daten volle zwei Jahre auf Vorrat speichern.

    An diesem Punkt startet gewöhnlich die Debatte darüber, wie Online-Journalismus sonst finanziert werden soll. In diesem Fall geht es nicht aber nicht (primär) darum, Nachrichtenseiten dafür zu kritisieren, keine anderen Finanzierungsmodelle zu haben.

    Trackography hat News-Websites als Beispiel genommen, weil das Ziel des Projekts ist, normalen Userinnen und Usern deutlich zu machen, was Tracking tatsächlich bedeutet. In der Annahme, dass die meisten Menschen Nachrichten online lesen, geht es um News, aber natürlich hätte es auch um Online-Shops gehen können, oder Sport, oder oder..  Das Problem ist überall dasselbe. Tracking findet statt, damit das Modell ‘Daten gegen Informationen’ funktioniert. Wenn wir uns einig sind, dass es nicht erstrebenswert ist, dass irgendwo Profile von uns existieren, die wir nicht beeinflussen und nicht mal korrigieren können, wenn sie fehlerhaft sind, dann muss über das Internet neu nachgedacht werden. Spätestens seit wir wissen, dass die besten Kunden der Profilsammler die Geheimdienste sind.

    Trackography zeigt nicht nur, welche News-Sites wie tracken, sondern erklärt auch die Systematik dahinter, wie die Daten aufbereitet wurden: Meet the Trackers.

    Die Visualisierung zeigt nicht in Echtzeit, welche Wege die Daten nehmen. Für jedes Land, für das bei Trackography Daten vorliegen, wurde im Land von Freiwilligen Skripte ausgeführt – alles legal und mit öffentlich verfügbaren Informationen – um den Weg der Daten nachzuvollziehen. Es sind viel mehr Länder geworden, als anfangs geplant war, aber es fehlen auch noch viele.

    track-world

    Im Talk wird die Geschichte über Russland und die Ukraine erzählt, das Video steht unten. Das faszinierendste Beispiel aktuell: Syrien.

    Wer Daten aus weiteren Ländern beisteuern kann, kann hier und hier weitere Informationen dazu finden, oder einfach eine Mail an trackmap@tacticaltech.org schicken.

    Und schließlich gibt es natürlich auch viele Tips dazu, wie Tracking individuell reduziert werden kann: What can I do to prevent being tracked when reading the news online? mit den passenden Browser-Add-Ons dazu.

    Ein paar Highlights aus der bisherigen Auswertung der Daten:

    • 90% alles Nachrichten-Websites weltweit routen ihre Daten über US-Infrastruktur
    • Die meisten Tracker finden sich bei
      • Wall Street Journall
      • Philippine Daily Inquirer
      • Kashmir Times
    • Libertad Digital, eine spanische News-Website, die für engagierten Journalismus steht, lässt 49 Firmen auf ihrer Seite tracken
    • Einige deutsche News-Websites routen ihre Daten über Indien, das derzeit überhaupt kein Datenschutzgesetz hat

    Wie die Daten gesammelt und ausgewertet werden, steht hier: Trackography methodology.

    Es gibt auch eine Aufzeichnung des Talks ohne Tracker und die Präsentation ist ebenfalls online.

    Disclaimer: Ich habe von April 2012 – August 2014 bei Tactical Tech gearbeitet und war an den ersten Schritten von Trackography beteiligt.

    1. Januar 2015 32
  • : Der Google-Hoax
    Aufkleber zu Google Nest
    Der Google-Hoax

    Bei der re:publica wurden eine Reihe neuer Google-Produkte vorgestellt: Google Trust, Google Bee, Google Hug und schließlich Google Bye. Paul van Ribbeck und Gloria Spindle haben eine eindrucksvoll Performance auf Bühne 1 abgeliefert:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    10. Mai 2014 12
  • : Die Gedanken sind frei
    Die Gedanken sind frei

    Dieser Beitrag von Anne Roth ist zuerst in unserem Buch „Überwachtes Netz“ erschienen, das als eBook für 7,99 Euro und als gedrucktes Buch für 14,90 Euro zu kaufen ist.

    Hast du eigentlich irgendwas an deinem Verhalten geändert nach den Snowden-Leaks?

    Meine erste Reaktion auf die Frage war anfangs „Nein“. Ich habe vorher schon E‑Mails verschlüsselt, benutze Browser-Add-Ons gegen Tracking durch Unternehmen; ich weiß, dass Überwachung stattfindet. Seit Jahren nerve ich meine Umgebung mit Erklärungen, warum ich keine Post von Gmail-Accounts kriegen will: Weil bekannt ist, dass Google seine Services nicht verschenkt, sondern eine Gegenleistung erwartet, nämlich Informationen über die Nutzer/innen, und dazu auch in den Mails nach interessanten Details sucht. Inklusive der Informationen über die, mit denen korrespondiert wird, auch wenn die keine Mail-Accounts bei Gmail haben.

    Wenn ich darüber nachdenke, merke ich, dass nicht ganz stimmt, dass sich nichts geändert hat. Ich verschlüssele wieder mehr. Nicht nur E‑Mails, in denen Telefonnummern, Adressen oder andere persönliche oder politische Informationen stehen, von denen ich denke, dass sie niemanden etwas angehen, sondern auch E‑Mails mit vollkommen banalem Inhalt. Auf mehreren meiner Mailinglisten wurde darum gebeten, dass Mail-Adressen bei den Providern, bei denen durch die Snowden-Leaks bekannt wurde, dass sie Daten an die NSA weitergeben, bitte durch andere ersetzt werden mögen. Gefolgt von der obligatorischen Debatte, welche Anbieter denn besser wären: lokale kommerzielle Anbieter, weil die Daten dann vielleicht nicht durch Unterseekabel sofort bei GCHQ und NSA landen? Lieber keine kommerziellen Anbieter, weil die im Zweifelsfall nicht mitteilen würden, dass eine Strafverfolgungsbehörde vor der Tür stand und wissen wollte, wer wem wann was geschickt hat, oder womöglich dem BND die Daten direkt weiterleiten, genauso wie es in den USA passiert? Nur welche mit Servern in Island? Oder doch in den USA, weil es da keine Vorratsdatenspeicherung gibt? Ein derzeit nicht aufzulösendes Dilemma, weil wir nicht alles wissen und weil es keine gute Alternative gibt.

    Natürlich gibt es kein Szenario, das vor allen denkbaren Gefahren schützt; das war schon vor den Leaks klar. Seit wir aber wissen, dass die Realität alle paranoiden Ideen lässig überholt, wissen wir etwas besser, dass wir mit etwas Aufwand zwar manchen Facetten der Überwachung begegnen können. Vor allem aber wissen wir, dass sehr viel mehr überwacht wird, als die es sich die meisten vorher vorstellen wollten.

    22. Januar 2014 9
  • : Warum protestiert eigentlich niemand?
    Warum protestiert eigentlich niemand?

    Beim Jahresrückblick des Chaos Computer Clubs (CCC) während des 30C3-Kongresses Ende Dezember in Hamburg berichtete Constanze Kurz: »Es gibt eigentlich kein Interview, was wir seit diesen Monaten geführt haben, das nicht auch die Frage enthält: ›Wie erklären Sie sich denn, dass sich niemand empört?‹. Und nach dem Wahlergebnis: ›Wie erklären Sie sich denn dieses hohe Wahlergebnis für Merkel?‹«.

    Constanze Kurz gehört zum Presseteam des CCC. Die Frage, die sie wieder und wieder beantworten soll ist, warum es keine größeren Proteste gegen die Durchleuchtung aller Kommunikation durch die Geheimdienste gibt, die die Leaks von Edward Snowden seit Juni vergangenen Jahres ans Licht bringen.

    Es hat wenig Protest gegeben

    Es hat wenig Protest gegeben, das stimmt. Was nicht stimmt ist, dass sich die meisten nichts daraus machen, dass die Regierungen, die sich gern selbst als gutes Beispiel für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit präsentieren, offensichtlich lügen. Und zwar nicht nur andere Regierungen belügen, sondern die jeweils eigene Bevölkerung.

    21. Januar 2014 87
  • : Border Check zeigt, wo Daten reisen
    Border Check zeigt, wo Daten reisen

    BCv0.1-Screenshot-1024x640Die Browser-Erweiterung „Border Check“ bietet Hilfe bei einer in den letzten Monaten vieldiskutierten Frage: wie bzw. wo bewegen sich meine Daten durch’s Netz? Eng verbunden damit ist die Frage, wie und ob wir kontrollieren können, an welchen Geheimdienst-Anzapf-Stationen unsere Daten vorbeikommen. Wo ist das Netz sicher? Das bewegt ja zuletzt auch die Bundesregierung, die gern ein deutsches oder wenigstens europäisches Netz hätte, in der Annahme, wir hätte noch nie von deutschen Geheimdiensten oder der Idee der Vorratsdatenspeicherung gehört.

    Border Check löst das Problem nicht, zeigt aber, wo und an welchen Stationen vorbei sich Daten bewegen. In eigenen Worten:

    Border Check illustriert die physischen und politischen Realitäten der Infrastruktur des Internets. (Read me)

    Und:

    As one surfs the net, data packets are sent from the user’s computer to the target server. The data packets go on a journey hopping from server to server potentially crossing multiple countries until the packets reach the desired website. In each of the countries that are passed different laws and practices can apply to the data, influencing whether or not authorities can inspect, store or modify that data. (Border Check, Centro de Arte y Creación Industrial)

    Border Check ist noch nicht ganz fertig, was bedeutet, dass die Add-Ons für Firefox, Chromium, Galeon, Chrome oder Safari (nur OSX/Unix, nicht für Windows) selbst zusammengebaut werden müssen. Die fertigen Add-On-Dateien soll es aber demnächst geben.

    Hier wird in nachvollziehbaren Schritten gezeigt, wie’s geht und was Ihr dann mit Border Check sehen könnt.

    https://www.youtube.com/watch?v=0_r-VBeDYyM

    Hier gibt’s noch Tips und einen Hinweis auf dem IRC-Kanal zum Projekt, wo weitere Fragen gestellt werden können. Border Check ist ein Open-Source-Projekt mit GPL v3-Lizenz.

    6. November 2013 6
  • : Alternative Medienakademie Wien 7.–17.11.
    Alternative Medienakademie Wien 7.–17.11.

    AlMA-logoVom 7.–17. 11. findet in Wien erstmals die Alternative Medienakademie (AlMA) statt. Das Motto „Wer alternative Medien will, muss sie auch machen“ steht auch für die Struktur hinter der AlMA: selbstorganisiert. Eine Gruppe von Medien‑, Netz- und politische Aktivist_innen hat sich zusammengetan und für den Rahmen gesorgt. Inhalt gibt’s in Workshops und Podiumsdiskussionen zu den vier zentralen Themen

    • Journalistisches Handwerk
    • Diskurs
    • Netzwerke
    • Organisierung

    Damit befindet sich die AlMA genau in der Schnittmenge zwischen Netz, Medien und Bewegung und bietet ein spannendes Programm.

    30. Oktober 2013
  • : Ein Päckchen für Herrn Rajab
    Ein Päckchen für Herrn Rajab

    Die !Mediengruppe Bitnik hat ein Päckchen auf die Reise geschickt. Es reist seit Montag nachmittag von Julian Assange in der ekuadorianischen Botschaft in London zu Nabeel Rajab in Bahrain. Im Päckchen steckt eine Kamera, die alle 15 Sekunden ein Bild sendet, damit die Reise des Päckchens live verfolgt werden kann. „Delivery for Mr. Rajab“ ist ein Kunstprojekt und bereits das zweite nach „Delivery for Mr. Assange“ im Januar 2013.

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    Nabeel Rajab ist aktives Mitglied der Opposition in Bahrain und Präsident des Bahrain Centre for Human Rights (BCHR). Im Juli 2012 wurde er wegen eines Tweets festgenommen, mit dem er „Bahrainer beleidigt“ haben soll. Im Dezember 2012 wurde er zu zwei Jahren Haft verurteilt.

    Das Päckchen, das Dienstag abend am Flughafen Stansted (London) angekommen war, kann per LiveWebcam als auch über eine Karte verfolgt werden.

    !Mediengruppe Bitnik twittert außerdem unter @bitnk die Stationen der Reise.

     

    29. Oktober 2013 2
  • : Folgerungen der Parteien aus den Snowden-Leaks
    Folgerungen der Parteien aus den Snowden-Leaks

    teufelsbergUpdate: Die SPD hat am 5.9. nachmittags ihre Antworten geschickt.

    Wir haben den im 17. Bundestag vertretenen Parteien plus Piraten vier Fragen dazu gestellt, welche Konsequenzen sie aus den Leaks von Edward Snowden ziehen (würden, wenn sie regierten). Gefragt wurde, was sie unternehmen würden, um die in den letzten Wochen und Monaten aufgedeckte Überwachung in Deutschland durch NSA, GCHQ und BND zu beenden, welchen konkreten Änderungebedarf sie für das Agieren des NSA in Deutschland sowie des BND sehen und ob Deutschland Snowden Asyl gewähren sollte. Geantwortet haben FDP, Bündnis 90 / Die Grünen, Die Linke und die Piraten.

    Wenig überraschend wollen alle vier Parteien prüfen, ob stimmt, was bisher über die Überwachung geleakt wurde. Die FDP unterscheidet sich darin, dass dies vom Ausschuss für bürgerliche Freiheiten des Europäischen Parlamentes klären lassen will und dazu eine ministerielle „Task Force“ einrichten möchte, die ebenfalls prüft und dann Vorschläge unterbreitet. Linke, Grüne und Piraten wollen auch rechtlich gegen die Verantwortlichen vorgehen bzw. Ermittlungen anregen. Die Grünen wollen außerdem Ermittlungen wegen der Überwachung durch den GCHQ. Die FDP möchte nur darauf „drängen, das anlasslose Ausspähen von Inhalt und Verbindungsdaten der Telekommunikation sofort zu beenden“.

    5. September 2013 19
  • : Crowdfunding-Kampagne für Riseup
    Crowdfunding-Kampagne für Riseup

    Bekannte US-amerikanische Netz-Aktivist_innen haben eine Crowdfunding-Kampagne zur Unterstützung des nicht-kommerziellen Providers Riseup gestartet. Ziel ist, $10.000 für einen dringend benötigten neuen Server samt Administrator_in zu sammeln:

    Hier klicken, um den Inhalt von www.youtube-nocookie.com anzuzeigen.

    (Falls Ihr hier kein Video seht, liegt das möglicherweise daran, dass Ihr Firefox 23 benutzt. Hier ist das Video bei YouTube)

    Riseup bietet u.a. Mail-Accounts, Mailinglisten, VPN und Jabber-Accounts an, allerdings nicht für alle, sondern für alle, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen. In den letzten Monaten ist die Zahl der Anfragen enorm gestiegen. In ihren eigenen Worten:

    Riseup provides online communication tools for people and groups working on liberatory social change. We are a project to create democratic alternatives and practice self-determination by controlling our own secure means of communications.

    Gabriella Coleman, Josh Levy, Elizabeth Stark und Holmes Wilson erklären im Video, warum sie als Gründer_innen der Stop Watching Us-Kampagne zum Spenden für Riseup aufrufen:

    We used a Riseup mailing list we knew we could trust to keep our data secure while we organized grassroots opposition to government and corporate surveillance. If we had not, every piece of our organizing and communication would have been tracked, stored, and likely examined by the very powers that we are organizing against. We were so lucky to have Riseup’s tools and expertise to help us.

    Riseup hat seinen Sitz in Seattle, Washington, und hat in den letzten Wochen zwei Texte veröffentlicht. In Space for Dissent beschreiben sie die politische Bedeutung der Überwachung, die durch die Leaks der letzten Monate bekannt wurde und warum jetzt umso wichtiger ist, Verschlüsselungsprogramme zu entwickeln, die einfach zu bedienen sind. Riseup and the recent email provider closures geht auf Fragen ein, ob Riseup als us-amerikanischem Provider vertraut werden kann.

    Wer für Riseup spenden möchte und kein Paypal / Indiegogo benutzen will, findet hier eine Reihe von Alternativen: Spenden für Riseup.

    29. August 2013 4
  • : Exportkontrollen für Überwachungstechnologie im Bundestag
    Screenshot von frieden2punkt0.de
    Exportkontrollen für Überwachungstechnologie im Bundestag

    Auch um Exportkontrollen für Überwachungs- und Zensurtechnologie ging es – pro forma – am Donnerstag im Bundestag. Faktisch wurde der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (PDF) zum Thema einen Tag vorher fertig und die „Reden“ je eines Abgeordneten pro Fraktion zwar für’s Protokoll geschrieben, aber nie gehalten.

    Das Ergebnis der Debatte ist vorläufig die Überweisung des Antrags in die zuständigen Ausschüsse, mit der Annahme durch die Regierungskoalition in der 2. und 3. Lesung im Parlament ist nicht zu rechnen.

    Im Antrag der Grünen wird u.a.

    • das Verbot des Exports von Überwachungstechnologie und ‑software in autoritäre Regime,
    • ihre Erfassung als „digitale Rüstungsgüter“ und eine Regulierung, die der von Waffen entspricht,
    • die Einstellung öffentlicher Förderung für die Entwicklung und stattdessen die
    • Entwicklung und Verbreitung von Umgehungssoftware

    gefordert.

    Wohl in der realistischen Einschätzung, dass die Debatte allein nicht viel Wirkung entfaltet, gibt es die begleitende Website Frieden 2.0, die über die Bedeutung von Überwachungstechnologie informiert und dazu aufruft, Protest-Mails an CDU, CSU und FDP zu schicken. Leider hält die Website nicht, was sie auf den ersten Blick verspricht: es ist keine interaktive Visualisierung deutscher Exporte, aufgeschlüsselt nach Firmen. Sie informiert aber im Text über die deutsche Produktion und den Einsatz im Nahen Osten.

    Im Blogpost bei Grün Digital werden auch frührere Aktivitäten zum Thema beschrieben. Der Einsatz von beispielsweise Trojanern wie FinFisher in nicht-autoritäre Staaten wird hier nicht kritisiert, genauso wenig wird definiert, aufgrund welcher Definition Staaten als autoritäre Regime klassifiziert werden. Dessen ungeachtet ist es ein guter und wichtiger Schritt, den Export deutscher Überwachungstechnologie auch im Parlament zu thematisieren.

    In seiner zu Protokoll gegebenen Rede thematisierte Konstantin von Notz (Grüne) auch den Einsatz von Trojanern in Deutschland:

    Wir fordern nicht nur den Einsatz entsprechender Programme in Deutschland solange auszusetzen, bis einwandfrei nachgewiesen werden konnte, dass verfassungsrechtliche Vorgaben auch eingehalten werden können. Zudem fordern wir die schwarz-gelbe Bundesregierung seit  mehreren Jahren auf, dafür zu sorgen, dass deutsche Technik nicht länger einen entscheidenden Beitrag zu massiven Menschenrechtsverletzungen weltweit leistet. Wir haben sie, meine Damen und Herren von CDU/CSU und FDP, immer und immer wieder aufgefordert, nicht länger die Augen vor diesen höchst fragwürdigen Geschäften zu verschließen, sondern sich stattdessen für eine Effektivierung der Exportbestimmungen einzusetzen. Geschehen ist nichts.

    Er verweist auch darauf, dass sich das Auswärtige Amt und das Wirtscahftsministerium (beide FDP) beim Thema Exportkontrollen völlig widersprüchlich äußern.

    So, meine Damen und Herren, sieht also die „verantwortungsbewusste Exportkontrolle” aus, von der Sie bis heute schwadronieren. Sie suggerieren, sich für die Freiheit des Netzes einzusetzen, und in Wirklichkeit ermöglichen Sie  – zumindest indirekt – Verfolgung und Folter made in Germany.

    Für die LINKE begrüßte Andrej Hunko grundsätzlich den Antrag, forderte aber, dass die Liste der Dual-Use-Güter noch deutlich erweitert werden soll:

    Die Liste jener Dual-Use Güter, für deren Export es einer Genehmigung benötigt, müsste deutlich erweitert werden. Hierzu gehören Anwendungen zur Versendung einer „Stillen SMS“ oder die sogenannten IMSI-Catcher und WLAN-Catcher, um Mobiltelefone zu lokalisieren und die Kommunikation der Besitzerinnen und Besitzer abzuhören. Auch die sogenannte Funkzellenauswertung gehört immer mehr zum Standard. Die beschriebenen Kommunikationsvorgänge laufen in „Monitoring Centres“ zusammen, wie sie etwa Siemens Nokia und nun die Firma Trovicor in arabische Länder exportiert.

    Angesichts der Vorverlagerung von Strafverfolgung zähle ich auch die zunehmende Nutzung von Data Mining-Software zu jenen Technologien, die – etwa im Namen eines „Kampfes  gegen Terrorismus“ gegen missliebige Aktivitäten eingesetzt werden.

    Er kritisierte außerdem, dass deutsche Sicherheitsbehörden

    .. zahlreiche ausländische Behörden in der Anwendung der Spionagewerkzeuge beraten: So geschehen etwa in Belarus oder in Kirgistan. Zur Verkaufsförderung von Trojaner-Software hatte das Bundeskriminalamt mit den deutschen Herstellern ein informelles Netzwerk eingerichtet, das in mehreren Ländern regelrechte Tupper-Parties zum „Informationsaustausch“ organisierte. In Ländern des Arabischen Frühlings führt das Bundeskriminalamt Schulungen zur „Open Source Internetauswertung“ durch – entsprechende Lehrgänge fanden sogar noch unter den damaligen Machthabern statt.

    Für die CDU „redete“ Erich Fritz (PDF), der aufgrund der ihm zustehenden längeren Redezeit etwas weiter ausholen konnte:

    Cyber Security ist daher eine große politische Herausforderung auf nationaler und internationaler Ebene. Eines ist sicher: kein Staat kann Cyberspace alleine regulieren.

    Auch die CDU kann sich der Idee anschließen, dass es Exportkontrollen für Überwachungssoftware geben soll.

    Gefährlich wird es in der Tat, wenn diese Überwachungstechnologie missbraucht wird zu Zwecken der internen Repression z. B. für die Überwachung und Verfolgung Oppositioneller und Minderheiten. Undemokratische Staaten dürfen nicht die technischen Mittel bekommen, um Ihre Bürger auszuspionieren und zu bedrohen. Dieses Ziel eint uns. (…)

    Unser Problem besteht darin, dass Softwareprodukte nicht immer als Dual-Use-Güter gelten oder auf der Ausfuhrliste stehen und daher oft nicht unter die zu kontrollierenden Güter fallen. Es gibt noch keine übergreifende Exportkontrolle für jede Form von Überwachungssoftware. Die Bundesregierung arbeitet aktuell daran, den Export von Überwachungssoftware stärker regulieren zu können.

    Er ist allerdings der Meinung, dass die Bundesregierung hier ausreichend viel unternimmt und wirft den Grünen vor, das Thema für den Wahlkampf zu instrumentalisieren.

    Ein Beispiel: Der Begriff „digitale Waffen“ für Überwachungssoftware ist plakativ, könnte aber zu einer Verharmlosung der schrecklichen unmittelbar tödlichen Wirkung „echter“ Waffen führen.

    Die Reden von Martin Lindner (FDP) und Klaus Barthel (SPD) waren am Freitag auf Nachfrage nicht zu erhalten und fehlten leider auch im Bundestags-Protokoll.

    18. Mai 2013 2