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Flickr erweitert Creative-Commons-Unterstützung um CC0 and the CC Public Domain Mark

Ende 2014 sorgte die in der Folge eingestellte Praxis der vergütungslosen Nutzung von Creative-Commons-lizenzierten Fotos durch Yahoos Fotoplattform Flickr für einige Aufregung. Im Zuge der damaligen Diskussion hatte Flickr auch angekündigt, die Lizenznutzung gemeinsam mit Creative Commons weiterzuentwickeln.

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Gestern verkündeten Flickr und Ryan Merkley, CEO von Creative Commons, wieder im Gleichklang das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Flickr wird künftig nicht nur die Standardlizenzen von Creative Commons unterstützen, sondern auch die besonders liberale Lizenz CC Zero sowie die CC Public Domain Mark. In beiden Fällen handelt es sich um allgemeine, das heißt nicht an nationales Recht angepasste Lizenzen (CC0) bzw. Hinweise (Public Domain Mark). In Deutschland gibt es meines Wissens nach noch keine Judikatur zu diesen Lizenzen.

In beiden Fällen entfallen für Nutzer der Werke die mit Creative-Commons-Lizenzen sonst verbundenen Pflichten zur Namensnennung sowie zum Verweis auf die Lizenz. Einer der ersten Accounts, der seine Inhalte ab sofort unter CC Zero zugänglich macht ist jener von SpaceX, auf dem sich Bilder wie das Folgende finden:

Foto: SpaceX, CC0
Foto: SpaceX, CC0

Eine unmittelbare Folge der Unterstützung des Public Domain Marks ist auch, dass Institutionen wie Archive und Museen dadurch klarer kenntlich machen können, dass von ihnen digitalisierte Werke mittlerweile gemeinfrei, d.h. nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind.

In der Ankündigung der Änderung am Flickr-Blog findet sich aber auch die Bitte an potentielle Nutzer, diese mögen sich genau über die Bedeutung und möglichen Konsequenzen von CC Zero und Public Domain Mark informieren:

As with any license you choose, it’s important to be informed about what the Public Domain and CC0 designations mean.

Und tatsächlich sind die Konsequenzen von CC Zero sehr weitereichend. Wie die Aufregung rund um Flickrs durchaus legale Nutzung von anderen, liberal lizenzierten Werken gezeigt hat, ist das Bewusstsein über mögliche Folgen der Nutzung offener Lizenzen nicht immer sehr ausgeprägt.

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