
Kurz nach seiner öffentlichen Zeugenaussage im Bundestagsuntersuchungsausschuss (NSAUA) wurde die Mutter des ehemaligen Air Force Drohnenoperators Brandon Bryant von zwei Männern besucht, die sich als Mitarbeiter der Air Force Organisation OSI ausgaben. Sie behaupteten, dass LanAnn Bryant auf einer Tötungsliste des Islamischen Staates stehen würde. Ihre Adresse und persönliche Informationen sollen durch den Hack des zentralen Personalregisters OPM in fremde Hände gelangt sein. Der ehemalige Drohnenpilot Bryant hatte wenige Stunden zuvor die Abgeordneten im NSAUA über die Rolle und Bedeutung Deutschlands im Drohnenkrieg der USA informiert. Seine Anwältin Jesselyn Radack sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Bryants Aussage und dem Besuch bei dessen Mutter. Für sie handelt es sich um einen plumpen Einschüchterungsversuch, wie die Seite shadowproof berichtet:
It is very peculiar that the OSI claims it sent officers to personally meet with someone to talk about their identity being compromised. Radack has clients like NSA whistleblower Thomas Drake, who had their information compromised, and they were notified with a boilerplate letter advising them on what had happened.
The government attempted this same “ruse” seven months ago, according to Radack. In March, Bryant was notified by the FBI he was on an Islamic State “hit list.” It changed from Islamic State “hit list” to “a terrorist group in the Middle East searched his name.”
Die fruchtbare Zusammenarbeit von deutschen und amerikanischen Behörden beim US-Drohnenprogramm, die der NSAUA behandelt, könnte möglicherweise auch erklären, warum die Militärpolizei der Air Force mit einem Foto der rheinland-pfälzischen Polizei ihren höchstprofessionellenTwitter-Account schmückt.