Linkschleuder

Britische Ermittler erklären besorgten Eltern „Cyber-Kriminalität“

Dank eines Fragebogens der britischen Ermittlungsbehörde „National Crime Agency“ können besorgte Eltern nun herausfinden, ob ihr Kind nicht heimlich kriminelle Dinge in diesem Internet macht. So sollten sich Eltern Gedanken machen, wenn ihr Kind unregelmäßig schläft, Interesse am Programmieren hat und den Internetanschluss voll auslastet. Da die Fragen auch von großen Teilen der Redaktion positiv beantwortet werden könnten, sind wir gespannt auf die beunruhigten Anrufe unserer Eltern. Schließlich könnten auch wir „Cyber-Kriminelle“ sein!

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The following behaviours may indicate a young person is at risk of getting involved in cyber crime:

  • Is your child spending all of their time online?
  • Are they interested in coding? Do they have independent learning material on computing?
  • Do they have irregular sleeping patterns?
  • Do they get an income from their online activities, do you know why and how?
  • Are they resistant when asked what they do online?
  • Do they use the full data allowance on the home broadband?
  • Have they become more socially isolated?

Zu der Kampagne gehört auch noch ein großartiges Video:

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16 Kommentare
  1. > Is your child spending all of their time online?
    Check.
    > Are they interested in coding? Do they have independent learning material on computing?
    Check.
    > Do they have irregular sleeping patterns?
    Check.
    > Do they get an income from their online activities, do you know why and how?
    Während meiner Kindheit nicht. Mittlerweile: Check.
    > Are they resistant when asked what they do online?
    Check. Ich erzähl doch nicht meinen Eltern welche Erotikfilme ich schaue.
    > Do they use the full data allowance on the home broadband?
    Check.
    > Have they become more socially isolated?
    „More“? Geht kaum.

    Hm, sieht nicht gut aus.
    ________________________________________
    Aber betrachten wir die Aufkärungsarbeit der britschen Ermittler doch mal positiv: Wenn den Kindern in England mit so Sachen wie „Are they interested in coding? Do they have independent learning material on computing?“ der Spaß an der Informatik ausgetrieben wird, dann wird dem GCHQ wohl auf Dauer auch der Nachwuchs an talentierten Mitarbeitern ausgehen. Oder so.

  2. Das sind keine kybernetisch kriminellen Kinder, das sind hochqualifizierte Nachwuchsfachkräfte. Einfach mal diesen Zettel im Silicon Valley rumreichen zur Gegenprobe …

  3. Ich finde es schade, dass die Kritik so schlecht ist, die hier geübt wird. Als Leser hoffe ich immer auf differenzierte Berichterstattung. Dass man einen Fragebogen der für Kinder ist, mit euch (und dem was ihr tut) vergleicht ist einfach am Thema vorbei. Zumindest bei einem Artikel der nur aus vier Sätzen besteht (bei einem längeren Artikel würde ein solcher Witz nicht so einen Stellenwert einnehmen).
    Dafür würde mich entweder mehr interessieren, warum der Fragebogen wirklich schlecht ist, oder ihr sagt halt einfach, dass es ihn gibt und ihr das kritisch seht. Aber nicht: guck mal es gibt einen Fragebogen, den finden wir blöd und machen uns darüber lustig (oder üben schlechte Kritik). Ihr seid doch kein Satire-Magazin..
    Danke trotzdem für eure sonst wunderbare Arbeit!

    1. Kannst Du Deine und unsere Zeit nicht mit etwas Sinnvollem füllen? Was Du in der Zeit Deiner sinnlosen Kritik alles hättest tun können. Zum Beispiel eine Online-Überweisung an die NGO Deines Vertrauens absenden, damit so eine Scheiße wie diese „Ihr-Kind-ist-wahrscheinlich-so-gut-wie-kriminell!-Melden-Sie-es-sofort-der-Polizei!“-Fragebögen auf der Müllkippe landen.

    2. Die Fragen sind einfach Blödsinn.
      Es gibt legale, wen auch nicht immer pädagogisch anstrebenswerte, Gründe alles mit ja zu beantworten.
      Und sollte das Kind nicht grenzdebil sein wird es, so es sich entsprechend illegal beschäftigt nicht wahrheitsgemäß antworten.
      Brauch ich als Elternteil so einen Fragebogen oder nehme so eine behördliche Hilfestellung als solche ernst hab ich auch ein Problem.
      Auf der einen Seite keine Ahnung von der Materie, auf der anderen Seite grenzenloses unbegründetes Vertrauen in die Sicherheitsbehörden.
      Wie sagte schon E. Mielke, ich liebe Euch doch alle, ich liebe alle Menschen :-).

      1. Nachtrag,
        Das ist so sinnvoll wie die Fragen bei der Einreise in die USA ob man ansteckende Krankheiten hat oder einen bewaffneten Umsturz herbeiführen will.
        Man fragt sich wie verblödet die Ersteller von sowas sind.
        Kein Wunder wenn Drittklassige Terroristen immer wieder Zufallserfolge erzielen.

      2. Diese Fragen sind Fallen, wie willst Gemüse oder Schokolade mit ins Flugzeug nehmen?
        Schon mal Probiert?
        Sie wollen, das du mindestens eine Lüge dort ankreuzt!
        Schon bei einem Schnupfen bist du diskreditiert!
        Du gehst durch den Wärmesensor und bist der Lüge überführt!
        Also, die Fragen haben schon einen Sinn!
        Das mit den Pflanzen auch, weist du denn, was sich in deinem Schuhprofil verbirgt?
        Ein Samen einer gewissen Pflanze, z.B. einer Herbstzeitlose, aus der man ein Gift gewinnen kann, mit dem man einen Terroranschlag verüben könnte … es steht ja nicht im Fragebogen, wie lange man für die Vorbereitung braucht!
        Z.B. du fliegst hin und lässt ein Feld pflanzen, die Gärtner Ernten und verpacken alles … nach zwei Jahren kommst du wieder … bekommst deine Ernte und … verübst deinen Anschlag!
        … klar ich bin Böse … krank?
        Wohl eher nicht, das sind gefestigte Szenarien … geplant, ausgeführt … aber nie verhindert worden!

  4. ? Die scheinen ihre Seite aktualisiert zu haben…

    Auf der im Artikel verlinkten Seite steht unter anderem:
    „Many children will have an active interest in coding, spend a lot of time online and have independent learning materials. These are all signs of a healthy and positive interest in computing.“

    Auch die Frage „Do they use the full data allowance on the home broadband?“ kann ich auf der Seite nicht finden.

    Wenn man sich die Seite mal komplett durchliest…sooo schlecht finde ich es jetzt nicht…

  5. Ich denke, wir sollten das Engagement der NCA, der Agentur für Kriminelle mit etwas Humor sehen und uns da doch Fragen, was eine solche Agentur mit den Fragebögen anstellt?
    Recruiting?
    -> https://en.m.wikipedia.org/wiki/Recruitment
    -> https://en.m.wikipedia.org/wiki/Social_recruiting
    -> https://en.m.wikipedia.org/wiki/Internet_recruiting
    … um labile potentiell beeinflussbare neue Mitarbeiter zu finden?
    Ich habe eine Tochter/Sohn (oder sauge ich mir das gerade aus den Fingern?) und würde einen Teufel tun, einen solchen Fragebogen auszufüllen!
    So ein „Recruiting“ war zu DDR Zeiten quasi an der „Tagesordnung“, der Unterschied ist hier, das besorgte Eltern diese Formulare ausfüllen und ihr eigenes Kind Denunzieren!
    … und ja, ich bin verärgert, da solche Profile auch in der Schule erstellt werden und nicht nur von Lehren, auch von älteren Schülern … zumeist mit dem Ergebnis, das einige Kinder gezielt sozial „abgefangen“ werden, um dann später radikalisiert wieder aufzutauchen!
    Das passiert insbesondere mit Kindern, die vernachlässigt worden sind … statt Hilfe, bekommen sie den Terror eingeimpft!
    Wer so etwas macht?
    Jeder Dienst, der davon profitiert …

  6. In 1984 haben „Kinderhelden“ ihre Eltern angezeigt
    Hier andersherum?

    So oder so soll die Gesellschaft totalitär auf Kurs gebracht werden, zu subversive, zu inquisitive aussortiert …

    Was ist bloß aus UK geworden

  7. SHIT, I can not speak English. I was trained and educated by German native speaker. IT s awful, I AM not able to follow the FEEDS, the TWEEDS and anything else. Otherwise I should have been a great programmierer. This is German education, isn’t.
    LIONS Regards SUSI

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