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25 Jahre Mauerfall: Gesellschaftliche und technologische Innovation und die Entstehung freier Wissensgesellschaften

Am kommenden Samstag, dem 5. September 2015, findet im Berliner Club „Tresor“ die Veranstaltung „Gesellschaftliche und technologische Innovation und die Entstehung freier Wissensgesellschaften“ statt. Die Türen öffnen um 19 Uhr, los geht es um 20 Uhr mit einer einstündigen Podiumsdiskussion. Danach geht es mit einem CC-DJ-Set von Reto Zweifuss und einer kinetischen Tanzperformance von Nagual Sounds weiter. Ab Mitternacht geht die Party in eine Clubnacht mit offenem Ende über. Parallel dazu gibt es Datenvisualisierungen zu bestaunen.

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Der Eintritt ist bis 23 Uhr frei. Wer also einen Tag nach unserer Geburtstags- und Landesverräterparty Lust auf eine After-After-Hour-Party hat, ist herzlich eingeladen.

  • Talk mit Tomas Rudl (netzpolitik.org), Wolfgang Rüddenklau (Mit-Initiator der Ostberliner Umweltbibliothek), Dr. Markus Neuschäfer (Open Knowledge Foundation), Moderation Nancy Fischer (radioeins)
  • Musik von Reto Zweifuss (Creative Commons DJ Set) und einer kinetischen Tanzperformance von Nagual Sounds.
  • Datenvisualisierungen von Mozilla Foundation, Wikimedia Deutschland, OpenDataCity, Tactical Technology Collective, Berliner Morgenpost und anderen.

Ein zentraler Erfolgsfaktor für das Gelingen der „Wende“ in Deutschland war die unabhängige Produktion von Wissen, dessen „virale“ Verbreitung und die Vernetzung der unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Akteure. Dieser Prozess geschah ohne das Internet oder soziale Medien und trotz massiver staatlicher Repressionen und einem Überwachungsapparat, der in der vordigitalen Zeit beispiellos war.

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall ist unsere freie Wissensgesellschaft, die auf unabhängiger Wissensproduktion und dem ungehinderten Zugang zu diesem Wissen basiert, vor neue Herausforderungen gestellt:

Das Internet hat den freien und grenzenlosen Austausch von Wissen und Meinungen erstmals ermöglicht. Unabhängige, freie Wissensquellen, wie Wikipedia, stellen das gesammelte Wissen der Menschheit zur freien Verfügung. Kommunen und auch ganze Staaten stellen Daten im Rahmen von Open Governance ins Netz und schaffen dadurch eine nie dagewesene Transparenz für seine Bürgerinnen und Bürger. Andererseits sammeln Geheimdienste wieder weitgehend unkontrolliert persönliche Daten im Netz und multinationale Konzerne gefährden die Grundlagen für die freie Verbreitung von Wissen, beispielsweise durch die Einschränkung der Netzneutralität.

Technologische Innovation, Freiheitsrechte und die freie Wissensgesellschaft stehen in einem engen Verhältnis zueinander. Im Rahmen von Installationen, die mit großflächigen Datenvisualisierungen arbeiten, sollen gesellschaftliche und politische Innovationsprozesse sicht- und erlebbar gemacht werden, aber auch über aktuelle Gefahren und Handlungsoptionen aufgeklärt werden.

Protagonisten dieser Innovationen, wie Wikimedia, die Open Knowledge Foundation, sowie zivilgesellschaftliche Akteure, wie Netzpolitik.org, Forschungseinrichtungen und Künstler sollen zu einer Zusammenarbeit eingeladen werden. Darüber hinaus wird eine Diskussionsrunde die neuen Herausforderungen für die freie Wissensgesellschaft, 25 Jahre nach dem Mauerfall, diskutieren. Im Anschluss darf natürlich auch getanzt werden. Neben einem Creative-Commons-DJ-Set von Reto Zweifuss werden kinetische Tanzperformances von Nagual Sounds dargeboten.

Die Veranstaltung findet am 5. September 2015 im Berliner Club „Tresor“ im Rahmen eines umfangreichen Musik- und Kulturprogramms statt, das den Abschluss der Dialogreihe „25 Jahre Mauerfall“ der Bundeszentrale für politische Bildung bildet.

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Ein Kommentar
  1. Regierung hat 80%ige Mehrheit, Miniopposition noch vorhanden um sagen zu können „was wollt ihr denn, wir sind doch eine Demokratie“, Totalüberwachung der gesamten Bevölkerung, willkürliches Vorgehen gegen regierungskritische Journalisten … kann es sein, dass die BRD von der DDR übernommen wurde, und sich die DDR dann in BRD umbenannt hat?

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