Bundeszentrale für politische Bildung
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"Netzwerk für digitale Aufklärung": Dorothee Bärs intelligente Suchmaschine ist leider ziemlich doof
Die bärenstarke Suchmaschine wird die nächste Luftnummer bei der Digitalisierung der Bundesregierung. (Symbolbild) "Netzwerk für digitale Aufklärung": Dorothee Bärs intelligente Suchmaschine ist leider ziemlich doof Die Suchmaschine der Bundesregierung ist ein weiteres Beispiel für aufgeblasene PR rund um ein nutzloses Digitalprojekt und der nächste Akt in der peinlichen Initiative der Staatsministerin für Digitalisierung. Ein Kommentar.
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Digitalkompetenz: Was wurde eigentlich aus der Bundeszentrale für digitale Aufklärung, Frau Bär?
Dorothee Bär, Staatministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt (Archivbild) Digitalkompetenz: Was wurde eigentlich aus der Bundeszentrale für digitale Aufklärung, Frau Bär? Die Initiative der Digitalstaatsministerin zur Förderung der digitalen Mündigkeit ist mit großen Versprechen gestartet. Obwohl fast alle hinter dem Anliegen stehen, sind davon bis heute wenige eingelöst. Eine Spurensuche.
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Bundeszentrale für digitale Aufklärung: Digitale Bildungsinitiative der Bundesregierung lässt beinahe alle Fragen offen
In etwa so stellen sich Dorothee Bär und ihre Mitarbeiter:innen vermutlich die digitale Transformation der Gesellschaft vor. Bundeszentrale für digitale Aufklärung: Digitale Bildungsinitiative der Bundesregierung lässt beinahe alle Fragen offen Relativ unbemerkt startete Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, in der vergangenen Woche eine Bundeszentrale für digitale Aufklärung. Sie soll Informationen liefern, Berührungsängste abbauen und Bürger:innen helfen, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden. Doch zentrale Fragen sind noch ungeklärt.
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: Wahl-O-Mat: Verbot nimmt kurz vor der EU-Wahl wichtige Orientierungshilfe
Aktuell offline: Der Wahl-O-Mat in seiner jetzigen Form benachteiligt kleine Parteien, urteilte ein Gericht. : Wahl-O-Mat: Verbot nimmt kurz vor der EU-Wahl wichtige Orientierungshilfe Wenige Tage vor der EU-Wahl muss die Bundeszentrale für politische Bildung ihr wichtigstes Info-Angebot vom Netz nehmen. Die Kleinpartei Volt hatte wegen Benachteiligung gegen den Wahl-O-Mat geklagt – und vor dem Verwaltungsgericht Köln Recht bekommen. Ein unverhältnismäßiges Urteil, das gerade Erstwähler*innen eine wichtige Orientierungshilfe nimmt, kommentiert Daniel Seitz.
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: Netzpolitik in Schrankenhusen-Borstel? Bundesweite Aktionstage im Juni!
: Netzpolitik in Schrankenhusen-Borstel? Bundesweite Aktionstage im Juni! Viele netzpolitische Veranstaltungen finden in Berlin oder anderen größeren Städten statt. Das ist schade, denn viele können so nicht dabei sein. Die Bundeszentrale und 15 Landeszentralen für politische Bildung haben sich nun zusammengetan, um bundesweite Aktionstage zu Netzpolitik & Demokratie zu organisieren.
Zwischen dem 7. und 9. Juni 2018 sollen an möglichst vielen Orten unterschiedliche Veranstaltungen stattfinden, seien es Ausstellungen, Vorträge, Filmvorführungen, Workshops oder Performances. Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen, das Programm so bunt und vielfältig wie möglich mitzugestalten:
Egal, ob euer gewünschter Veranstaltungsort Aachen oder Zingst, Berlin oder Schrankenhusen-Borstel heißt: Wir freuen uns über jeden Programmvorschlag und unterstützen euch im Rahmen unserer Möglichkeiten finanziell bei der Veranstaltungsrealisierung.
Die Einreichungsfrist läuft noch bis zum 14. April.
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: Politische Bildung auf YouTube: Zwischen Beutelsbacher Konsens und LeFloid
YouTuber wie LeFLoid sind für Jugendliche wichtige Informationsquellen. - <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/re-publica/14087656860/">re:publica</a> : Politische Bildung auf YouTube: Zwischen Beutelsbacher Konsens und LeFloid Fast zwei Drittel der Jugendlichen in Deutschland nutzen Youtube als Informationsquelle. Für die politische Bildungsarbeit ergeben sich dadurch neue Chancen, die Zielgruppe zu erreichen. Doch das ist schwieriger als gedacht.
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: 25 Jahre Mauerfall: Gesellschaftliche und technologische Innovation und die Entstehung freier Wissensgesellschaften
: 25 Jahre Mauerfall: Gesellschaftliche und technologische Innovation und die Entstehung freier Wissensgesellschaften Am kommenden Samstag, dem 5. September 2015, findet im Berliner Club „Tresor“ die Veranstaltung „Gesellschaftliche und technologische Innovation und die Entstehung freier Wissensgesellschaften“ statt. Die Türen öffnen um 19 Uhr, los geht es um 20 Uhr mit einer einstündigen Podiumsdiskussion. Danach geht es mit einem CC-DJ-Set von Reto Zweifuss und einer kinetischen Tanzperformance von Nagual Sounds weiter. Ab Mitternacht geht die Party in eine Clubnacht mit offenem Ende über. Parallel dazu gibt es Datenvisualisierungen zu bestaunen.
Der Eintritt ist bis 23 Uhr frei. Wer also einen Tag nach unserer Geburtstags- und Landesverräterparty Lust auf eine After-After-Hour-Party hat, ist herzlich eingeladen.
- Talk mit Tomas Rudl (netzpolitik.org), Wolfgang Rüddenklau (Mit-Initiator der Ostberliner Umweltbibliothek), Dr. Markus Neuschäfer (Open Knowledge Foundation), Moderation Nancy Fischer (radioeins)
- Musik von Reto Zweifuss (Creative Commons DJ Set) und einer kinetischen Tanzperformance von Nagual Sounds.
- Datenvisualisierungen von Mozilla Foundation, Wikimedia Deutschland, OpenDataCity, Tactical Technology Collective, Berliner Morgenpost und anderen.
Ein zentraler Erfolgsfaktor für das Gelingen der „Wende“ in Deutschland war die unabhängige Produktion von Wissen, dessen „virale“ Verbreitung und die Vernetzung der unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Akteure. Dieser Prozess geschah ohne das Internet oder soziale Medien und trotz massiver staatlicher Repressionen und einem Überwachungsapparat, der in der vordigitalen Zeit beispiellos war.
Fünfundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall ist unsere freie Wissensgesellschaft, die auf unabhängiger Wissensproduktion und dem ungehinderten Zugang zu diesem Wissen basiert, vor neue Herausforderungen gestellt:
Das Internet hat den freien und grenzenlosen Austausch von Wissen und Meinungen erstmals ermöglicht. Unabhängige, freie Wissensquellen, wie Wikipedia, stellen das gesammelte Wissen der Menschheit zur freien Verfügung. Kommunen und auch ganze Staaten stellen Daten im Rahmen von Open Governance ins Netz und schaffen dadurch eine nie dagewesene Transparenz für seine Bürgerinnen und Bürger. Andererseits sammeln Geheimdienste wieder weitgehend unkontrolliert persönliche Daten im Netz und multinationale Konzerne gefährden die Grundlagen für die freie Verbreitung von Wissen, beispielsweise durch die Einschränkung der Netzneutralität.
Technologische Innovation, Freiheitsrechte und die freie Wissensgesellschaft stehen in einem engen Verhältnis zueinander. Im Rahmen von Installationen, die mit großflächigen Datenvisualisierungen arbeiten, sollen gesellschaftliche und politische Innovationsprozesse sicht- und erlebbar gemacht werden, aber auch über aktuelle Gefahren und Handlungsoptionen aufgeklärt werden.
Protagonisten dieser Innovationen, wie Wikimedia, die Open Knowledge Foundation, sowie zivilgesellschaftliche Akteure, wie Netzpolitik.org, Forschungseinrichtungen und Künstler sollen zu einer Zusammenarbeit eingeladen werden. Darüber hinaus wird eine Diskussionsrunde die neuen Herausforderungen für die freie Wissensgesellschaft, 25 Jahre nach dem Mauerfall, diskutieren. Im Anschluss darf natürlich auch getanzt werden. Neben einem Creative-Commons-DJ-Set von Reto Zweifuss werden kinetische Tanzperformances von Nagual Sounds dargeboten.
Die Veranstaltung findet am 5. September 2015 im Berliner Club „Tresor“ im Rahmen eines umfangreichen Musik- und Kulturprogramms statt, das den Abschluss der Dialogreihe „25 Jahre Mauerfall“ der Bundeszentrale für politische Bildung bildet.
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: Löschungen im Internet: Bundesregierung erklärt Google & Co. die „hiesige Auslegung von Anstand, Sitte und Moral“
Die InnenministerInnen von Luxemburg, Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein wollen " terroristische Inhalte möglichst rasch aus dem Internet" löschen. : Löschungen im Internet: Bundesregierung erklärt Google & Co. die „hiesige Auslegung von Anstand, Sitte und Moral“ Eigentlich ist das Bundesinnenministerium mit der Praxis von „Telemediendiensten“ zufrieden, gewaltverherrlichende Inhalte „ohne Aufforderung durch Behörden“ zu sperren oder zu löschen. Für den Geltungsbereich des Grundgesetzes seien der Bundesregierung hierzu „keine konkreten Defizite“ bekannt. So steht es in der Antwort auf eine parlamentarische Initiative, die sich nach dem Löschen von Internetinhalten erkundigte.
Das gilt jedoch nicht für Twitter, Google, Microsoft und Facebook. Denn dabei handele es sich laut dem Ministerium um amerikanische Unternehmen, die für ihre Geschäftsbedingungen amerikanisches Recht zugrunde legen. Google & Co. könnten demnach bei der Bewertung gewaltverherrlichender Inhalte zu anderen Ergebnissen kommen, „als es nach deutschem Recht oder hiesiger Auslegung von Anstand, Sitte und Moral der Fall wäre“.
Abendessen mit den EU-Innenministern
Die Bundesregierung unternimmt deshalb gleich auf mehreren Ebenen Anstrengungen, um „Großunternehmen der Internet-Branche“ zu mehr Kooperation zu bewegen. Im Oktober hatten die EU-Innenminister mehrere Konzerne zum Abendessen mit der damals noch amtierenden italienischen Ratspräsidentschaft und der ebenfalls mittlerweile abgelösten Innenkommissarin Cecilia Malmström eingeladen. Zum Inhalt ist wenig bekannt, in der nun vorliegenden Antwort ist die Rede von „Herausforderungen, die aus der Nutzung des Internets durch Terroristen erwachsen“. In einer früheren Antwort hieß es, bei dem Dinner seien „Verfahrensanforderungen“ erörtert worden.
Auf dem informellen G6-Treffen hatte sich das Bundesinnenministerium schließlich mit fünf weiteren EU-Regierungen sowie den USA, Kanada und der Türkei über das Thema „Digitaler Djihad“ sowie „Radikalisierung durch das Internet und die Zusammenarbeit mit Industrie und Providern“ ausgetauscht. Dabei geht es wohl um den Ausbau vorhandener Möglichkeiten zur Löschung von Inhalten, denn deutsche Behörden machen längst von der Möglichkeit Gebrauch, Diensteanbieter „auf islamistische, rechtsextreme oder strafrechtlich relevante Internetinhalte hinzuweisen“.
Mehr Anstrengungen zu „Gegenpropaganda“
Viele Regierungen wollen aber auch Gegenpropaganda (O‑Ton FAZ im Gespräch mit dem Bundesinnenminister Thomas de Maizière) im Internet verbreiten. Auf EU-Ebene wurde mittlerweile ein „Syria Strategic Communication Advisory Team“ (SSCAT) ins Leben gerufen. Die neuartige Einrichtung soll die EU-Mitgliedstaaten bei der Ausarbeitung von Kampagnen zur „strategischen Kommunikation“ bezüglich „ausländischer Kämpfer“ unterstützen. Auf diese Weise soll eine „Anwerbung für den Terrorismus“ eingedämmt werden. Die EU-Kommission fördert das Projekt zunächst mit einer Million Euro. Das noch im Aufbau befindliche „Ratgeber Team“ wird von einer Arbeitsgruppe des britischen Innenministeriums angeführt. Perspektivisch sollen auch Drittstaaten teilnehmen, anvisiert sind Tunesien, Marokko, Jordanien und die Türkei.
Eine ähnliche Initiative hat das niederländische Ministerium für Sicherheit und Justiz gestartet. Unter dem Namen „European Joint Initiative an Internet and Counterterrorism“ (EJI-ICT) soll laut der Bundesregierung „gegen die Nutzung des Internets durch Terroristen zu Propagandazwecken, Rekrutierung, Kommunikation und Planung von Anschlägen vorgegangen werden“. Im Gegensatz zum SSCAT soll es aber lediglich um den Austausch von Maßnahmen und Erfahrungen gehen. Das Bundesinnenministerium habe sich bisher nicht beteiligt.
Auf dem sogenannten „Fünfländertreffen“ der InnenministerInnen aus Luxemburg, Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein haben die zuständigen Behörden jedoch Ende Oktober die Entwicklung eines „deutschsprachigen Aufklärungsangebots im Internet“ verabredet. In Deutschland ist die Bundeszentrale für politische Bildung mit entsprechenden Vorhaben befasst.