DOKeins: Unter Verdacht – Im Visier der Geheimdienste

Im ORF lief am Donnerstag die rund 80 Minuten lange Dokumentation: DOKeins: Unter Verdacht – Im Visier der Geheimdienste.


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„Hanno Settele will den Geheimnissen der Geheimdienste auf den Grund gehen. Auf der Jagd nach potenziellen Terroristen gerät eine ganze Gesellschaft ins Visier der Geheimdienste, alle stehen unter Verdacht. „

Update: Hat wohl eine Geo-Sperre, auch bei Youtube. Falls das jmd woanders hochlädt, binden wir das gerne ein.

19 Kommentare
  1. Aber nein, wer behauptet denn so was, wir haben doch keine Zensur in der EU, denn alle Mitgliedsländer sind doch „Rechtsstaaten“ in denen es Meinungsfreiheit gibt – WTF

  2. Versucht es doch über das Hinter-Tor ;-)

    Aber die Sperre ist normal. Gibt es meines Wissen auch bei ARD u. ZDF.
    Nur mit dem Unterschied, dass du GEZ-Gebühren für ganz Europa bezahlst und in Österreich nur Gebühren für Österreich bezahlt werden. Daher die Sperre, sonst könntest du ja ORF in Deutschland frei empfangen.
    (Die Welt soll genesen, am deutschen Wesen) (Und wieder in der NSA-Datenbank gelandet)

    Also, alles gut

    1. ???

      Achtung: Bei online Straftaten wie Drohung, Stalking und unauthorisierter Login in fremde Systeme usw. kooperiert Webproxy.at mit den Behörden – Anonymitaet steht an oberster Stelle aber in solche Fällen geht es nicht anders. Danke für deine Kenntnisnahme.

  3. Schon gehört/gelesen.

    Die Bahn will 15 gefährliche Bahnhöfe mit noch mehr Kameras ausstatten. Einen den ich benutze ist mit auf der Liste. Ein läscherliches Argument. Seit 14 Jahre fahren ich fast jeden Tag zu dem Bahnhof und wieder zurück. Da ist nichts passiert und ich fühle mich nicht bedroht. Auch mit mehr Kameras läßt sich kein Anschlag verhindern oder nachträglich Aufklären wenn Profis am Werke sind. Liebe Bahn, laßt es, ich möchte nicht auf schritt und tritt überwacht werden. Es sind schon genug Kameras auf dem Bahnhof. Ich habe mit anderen Reisenden gesprochen und diese missbilligen auch den Ausbau der Überwachung.
    Hierzu werde ich auch noch den Vorstand und unsere Lokalmedien anschreibe.

    1. Kameras? Noch nicht daran gewöhnt? Gestern auf dem Weihnachtsmarkt, da schaute den Kamera aus dem Vorraum eines Restaurants genau auf den Gehweg. Jeder, der da vorbei kommt wurde erfasst. Das vorgeschriebene Warnschild habe ich vermutlich nur übersehen.

      Das ist eindeutig illegal und offensichtlich scheißegal.

      Ist vermutlich wegen Amok laufenden Weihnachtsmännern, die den Posaunenchor nicht mehr ertragen konnten. Jedenfalls haben wir das Restaurant sofort wieder verlassen. Bin ich Filmschauspieler oder was?

      Nee, vermutlich Terrorist oder wenigsten Raubmorderkopierer (so wie die AD-Blocker). Weil ich nicht einsehe, dass Fahrpreise erhöht werden, um der hausgemachten Paranoia zu begegnen. Irgend jemand, die oder ich, haben da ein Problem.

      Die Preise werden nicht deshalb erhöht? Jedenfalls gibt es eine Korrelation. Das dies keine Kausalität bedeutet, das interessiert doch auch sonst niemanden. Also, Pipi Lotta spielen kann ich auch.

      Also nicht Terrorist. Aber weil ich nicht einsehe, das Kameras Personal ersetzen? Weil, fragen kann man nicht nur bei der Bahn niemanden mehr. „Liebe Kamera, hält der Zug in …? Bitte sag es mir!“. Ja ja, meine Schuld. Hätte ich doch die Bahn-App und würde ich endlich die „Rationalisierungen“ zur Preisoptimierung, sorry ich meine Verdienstoptimierung der AG, mit meinen Daten bezahlen. Obwohl, so als Bit oder Avatar hat man keine Probleme. Nicht einmal das Löschen tut mehr weh. Und Bits kann man als Bytes und DWORD ins Abteil packen. Fragt sich nur, wer dann noch Zug fahren soll. Kein Problem. Menschen werden einfach abgeschafft. Klappt ja auch mit Streiks, Gewerkschaften und dem Personal.

      1. Scheiße, ich glaube ich bin an der Kameraaufrüstung mit schuld.
        Ich habe zweimal nach eine Taube (Luftratte) getreten, die sehr aufdringlich geworden ist.
        Dafür gehöre ich sicher bestraft. Unseren Besitz, das Bahngebäude zu verscheißen ist wahrscheinlich erlaubt. So sieht auch der Bahnhof aus. Das Gute an den Tauben ist nun, sie haben keinen Respekt vor der Technik und scheißen darauf. :-)
        Ich möchte die Dinger nicht reinigen. Also Tauben füttern.

  4. Hallo zusammen,

    der Bericht hat eine Kernaussage. Solange der breiten Masse nicht bewusst ist, dass sie täglich überwacht wird und alle Daten die sie produzieren irgendwo gesammelt werden, wird wenig passieren und die Geheimdienste, besonders die weltmoralinstanz USA können mit Unterstützung der Politik weitermachen. Was auch aus dem Bericht hervorgeht, dass damit kein Anschlag verhindert wurde und wenn es doch einen Anschlag gab, wurde dies als Argument für noch mehr Überwachung benutzt. Es ist schon traurig, dass unsere Regierung das Spiel so mit macht.
    Ich vermute, dass der Geheimdienst der USA Dinge über unsere Politiker weiß, deren Veröffentlichung nicht in deren Interesse liegt.

    Aber wie kann man jetzt die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisieren?
    Dies geht nur, wenn man ihnen vor Augen führt welche privaten Daten von ihnen dort gesammelt werden.

    Beispiel 1: Ich habe ein Bankkonto mit einer eindeutigen Kontonummer. Dazu meinen Namen und Geburtstag und Adresse. Anhand dieser Information kann ich das erste Profil anlegen. Da wir gelernt haben, dass verschlüsselte Kommunikation im besonderen Interesse liegt, werden diese Daten erfasst. Der Geheimdienst ist also bestens über meine finanzielle Verhältnisse informiert.
    Alle Daten die von und zu meinem Konto laufen, werden anhand der Kontodaten meinem Profil zugeordnet.

    Beispiel 2: Da ich Krankenversichert bin und eine Krankenkassennummer habe, kann anhand dieser Information mein Profil um meinen Gesundheitszustand bereichert werden. Wenn ich zum Arzt gehe, schiebt er meine Karte in den Computer zu Abrechnung seiner Leistung. Auch diese gehen über das Netz und der Geheimdienst kann diese abfischen und meinem Profil zuordnen. Die sind damit besser über meinen Krankheiten informiert, als mein Arzt selbst.

    Beispiel 3: Meine Telefonnummer ist auch meinem Namen und Adresse zugeordnet. Über die Metadaten, die ja nicht persönlich sind, kann man wie bekannt nun noch ein Bewegungsprofil erstellen. Damit sind meine sozialen Kontakte außerhalb Facebook usw. erfaßt.

    Beispiel 4: Ich habe eine PayBack-Karte. Auch diese Nummer wird meinem Profil zugeordnet.
    Damit kann man erfahren (sobald ich diese benutze), wann wo ich was gekauft habe.
    Nutze ich jetzt meine EC-Karte oder was auch immer, kann man dies wunderbar wieder meinem Konto zuordnen.

    Beispiel 5: Ich habe eine Steuer-Identifikationsnummer, die lebenslang gültig ist. Weitere Ausführungen spare ich mir, was damit alles möglich ist.

    Jetzt bauen wir doch einmal einen Datensatz auf.

    Vorname, Nachname, Adresse, Land, Geburtstag.

    Eindeutige Nummernzuordnung (länderspezifisch)
    Steuernummer, Nummer des Reisepaß/Personalausweis

    Mehr brauche ich nicht, um eine Person dauerhaft zu erfassen.

    Änderbare Zuordnung. Also eine 1:n Beziehung.

    Kontonummer
    Kartennummer
    Telefonnummer
    Krankenkassennummer
    E-Mail Account
    usw.

    Dies sind die dynamischen Daten, die sich ändern können. Diese Daten können aber anhand der Festwerte immer wieder mir zugeordnet werden.

    Bingo!!!
    Ich habe zentral alles was ich über eine Person wissen muss, ohne Sie zu kennen und kann alles schön abspeichern.

    Wie im Film beschrieben, ist jede Datenbank für sich alleine keine Bedrohung.
    Die NSA fast aber diese Informationen zu einem Profil zusammen.

    So, jetzt denk einmal darüber nach, wann ihr wem was gespendet, mit wem Telefoniert oder Mails ausgetauscht habt. Oder welche Sachen ihr eingekauft oder mit wem ihr gesehen wurdet.
    (z.B. Bilder in der Cloud)
    Da gibt es doch sicher etwas verwertbares dabei, was vielleicht einem terroristischen Hintergrund haben könnte und man bei Bedarf nutzen kann.

    So und nun?

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