Cyber-Narzissmus: Der Fall weev

Das FAZ-Blog 10 vor 8 berichtet über den Troll und Menschenhasser Andrew Alan Escher Auernheimer: Cyber-Narzissmus: Der Fall weev.


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Von außen betrachtet handelt es sich bei diesem Troll wohl um eine jener radikal narzisstischen Persönlichkeiten, die mit altbekannten, altbewährten Strategien antreten: Durch die stetige Erniedrigung anderer versichert man sich seiner eigenen Größe, und zwar immer wieder, geradezu zwanghaft. Die berühmte „narzisstische Wut“, so der auf diesem Gebiet wegweisende Analytiker Otto F. Kernberg, ist dabei meist nur ein Euphemismus für Hass – für Eigenhass, der in einem martialischen Akt der Verdrängung gnadenlos auf andere projiziert wird. Ist weev also letztlich ein armer Wicht? Vielleicht. Aber was macht ihn dann so bedrohlich? Auernheimers Gefährlichkeit entsteht erst durch den gigantischen applaudierenden Chor, der ihm im Netz entgegenschallt. Seine Existenz ist die eines narzisstischen Nerds im Echo-Space, einem Raum permanenter Selbstreferentialität und Selbstbestätigung.

Leider kein Einzelfall. Was man leider immer wieder wiederholen muss: Hassnachrichten haben nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Auch im Grundgesetz steht die Menschenwürde höher.

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7 Kommentare
  1. „Leider kein Einzelfall. Was man leider immer wieder wiederholen muss: Hassnachrichten haben nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Auch im Grundgesetz steht die Menschenwürde höher.“

    Da habe ich aber einige CDU/CSU Leute aber anders in Erinnerung, die bedienen sich doch gerne Hassnachrichten. Genauso wie die Harms von den Grünen gegenüber Russland.

  2. Hassnachrichten haben nichts mit Meinungsfreiheit zu tun

    Leider haben sie, wie man am Kommentar von Konsument von heute Nacht sieht, doch viel damit zu tun.
    Derzeit wird von vielen engagierten Aktivisten jede missliebiger Meinungsäußerung als „hate speech“ bezeichnet, um nicht auf deren Inhalt eingehen zu müssen und deren Autor zu disqualifizieren.
    Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Unsere Rechtsordnung hat genug Rechstnormen wie das StGB oder GewSchG um wirksam gegen eine solche Verfolgung vorzugehen.

  3. Der verlinkte Artikel ist vom März 2014.
    Und es scheint, die Autorin hat weder sauber recherchiert, noch mit weev selbst kommuniziert.
    Falsch ist zum Beispiel, dass weev bei AT&T irgendetwas gehackt hat. Er hat nicht einmal das script geschrieben, mit dem der Server angefragt wurde, und aufgrund dessen E-Mail-Adressen zurück gemeldet wurden.

    Gibt es überhaupt einen dokumentierten Hack von weev?

    Wer mit weev kommuniziert, erlebt einen intelligenten, gebildeten, humorvollen, provokanten Polemiker. Der genauso gut einstecken kann, wie er austeilt.

    Gern nimmt weev die ungebildete, Sensations-lüsterne Journaille auf die Schippe, die im all zu oft hanebüchene Geschichten abkauft, auf Überprüfung verzichtet, und dann auch noch unreflektiert voneinander abschreibt. Wie es offensichtlich auch die FAZ Bloggerin tat.

    1. Wer mit weev kommuniziert, erlebt einen intelligenten, gebildeten, humorvollen, provokanten Polemiker. Der genauso gut einstecken kann, wie er austeilt.

      Sein Hakenkreuz-Tattoo ist sicher auch nur ironisch gemeint…

      1. Sein Hakenkreuz-Tattoo ist sicher auch nur ironisch gemeint…Na bravo! Kaum habe ich auf die Gefahr von Totschlag-Betitelungen wie hate speech hingewiesen, schlägst Du mit der Nazi-Keule auf einen missliebigen Kommentar ein. Dein Troll-Waffenschrank scheint ja auch gut bestückt zu sein ;-)

  4. Ein Arschloch zu sein, nur um sich nach heftigen und destruktiven Angriffen hinter einer lächerlichen und unglaubwürdigen „war doch nur Spaß“-Ausrede zum
    eigenen Schutz zu verstecken, ist NICHT tolerabel. Da kann jemand davon abgesehen noch so intelligent oder humorvoll sein. Leider trifft man sehr, sehr häufig auf solche Idioten, wenn man eine Frau ist und sich der Gegenüber geistig oder vom Rang her unterlegen fühlt.

    Wer es nicht glaubt: Die #Aufschrei-Kampagne hat es unter anderem dokumentiert. Noch besser sieht mam es aber in der Studie(?) zu verbaler Gewalt gg. Frauen in Computerspielen von 2012 oder 2013, bitte selber danach suchen. Dort können extrem viele männliche Spieler offensichtlich nicht gegen Frauen verlieren und greifen reflexartig zu Unterdrückungsmaßnahmen. Die dokumentierten Fälle – bis auf die extremen Privatnachrichten – kann ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen.

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