Das FAZ-Blog 10 vor 8 berichtet über den Troll und Menschenhasser Andrew Alan Escher Auernheimer: Cyber-Narzissmus: Der Fall weev.
Von außen betrachtet handelt es sich bei diesem Troll wohl um eine jener radikal narzisstischen Persönlichkeiten, die mit altbekannten, altbewährten Strategien antreten: Durch die stetige Erniedrigung anderer versichert man sich seiner eigenen Größe, und zwar immer wieder, geradezu zwanghaft. Die berühmte „narzisstische Wut“, so der auf diesem Gebiet wegweisende Analytiker Otto F. Kernberg, ist dabei meist nur ein Euphemismus für Hass – für Eigenhass, der in einem martialischen Akt der Verdrängung gnadenlos auf andere projiziert wird. Ist weev also letztlich ein armer Wicht? Vielleicht. Aber was macht ihn dann so bedrohlich? Auernheimers Gefährlichkeit entsteht erst durch den gigantischen applaudierenden Chor, der ihm im Netz entgegenschallt. Seine Existenz ist die eines narzisstischen Nerds im Echo-Space, einem Raum permanenter Selbstreferentialität und Selbstbestätigung.
Leider kein Einzelfall. Was man leider immer wieder wiederholen muss: Hassnachrichten haben nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Auch im Grundgesetz steht die Menschenwürde höher.