Überwachung

„Spies Without Borders“: EFF beleuchtet weltweite Spionage

Die „Electronic Frontier Foundation“ (EFF) hat eine neue Serie mit dem Namen „Spies Without Borders“ gestartet. Ziel der Artikelserie ist es, einen Überblick über die weltweiten Folgen der neuesten Enthüllungen rund um PRISM und die NSA zu liefern. In dem ersten Artikel „Using Domestic Networks to Spy on the World“ gibt die EFF einen Überblick darüber, wie sich internationale Spionage in den letzten Jahren entwickelt hat.

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Now, even as it becomes feasible for foreign intelligence agencies to capture all data on all individuals everywhere, states are moving to impose this troubling carte blanche foreign intelligence paradigm to digital networks. The United States government’s FISA powers represent just such a move.

Mit eigenen Worte: die Überwachung der Bürger schreitet alleine deshalb immer weiter voran, weil sie ohne großen Aufwand möglich ist. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass Gesetze immer weiter gelockert werden und ausländischen Geheimdiensten so oftmals Tür und Tor geöffnet wird.

Far from reigning in this growing technical capacity, domestic laws are increasingly removing all remaining barriers to extra-territorial spying.

Die Regierungen heißen diese Einschränkungen der Bürgerrechte gut, da im Gegenzug oftmals die eigenen Geheimdienste ebenfalls Zugriff auf die erhobenen Daten der eigenen Bürger erhalten. Die Geheimdienste bekommen also Daten ohne die eigenen Bürger selbst überwacht zu haben und somit auch gegen keinerlei Gesetze verstoßen zu haben. Beispiele hierfür lassen sich auch bei PRISM ausmachen. Nach aktuellen Informationen hatten mindestens britische, niederländische und belgische Geheimdienste Zugriff auf die gesammelten Daten der NSA – und die Liste muss womöglich noch um einige Einträge ergänzt werden.

Auch PRISM ist in erster Linie eine Spionageprogramm was nicht darauf abzielt amerikanische Bürger zu überwachen, sondern Bürger außerhalb der USA. Dieses lege Zahlen zu den gesammelten Daten nahe:

For example, in March 2013 alone, it seems the NSA collected 97 billion pieces of intelligence from computer networks worldwide, bringing new meaning to the term ‘big data’. As explained below, given the questionable legality of NSA domestic surveillance, a lot of the attention from this final revelation will be focused on the close to 3 billion data points marked as ‘United States’. However, the rest of the world should be more concerned with the remaining 94 billion data points […].

Auch wenn immer neue Details zu PRISM ans Licht kommen, sind immer noch viele Fragen ungeklärt. Eine mögliche Liste dieser Fragen samt Antworten wurde ebenfalls von der EFF veröffentlicht: „What We Need To Know About PRISM“.

Der komplette Artikel ist auf der Website der EFF zu finden.

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