Überwachung

Total Information Awareness: National Security Agency betreibt eingestelltes Überwachungsprogramm weiter

Der amerikanische Nachrichtendienst National Security Agency betreibt das eingestellte Überwachungsprogramm „Total Information Awareness“ weiter und erstellt aus allen Kommunikationsvorgängen ein riesiges Netzwerkdiagramm. Das berichtet die New York Times in einem Op-Ed. Mit zwei Änderungen: Auf die Daten kann jetzt auch ohne Gerichtsbeschluss zugegriffen werden und Zugriffe werden nicht mehr protokolliert.


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Der Journalist Shane Harris beschreibt den Umfang der Überwachung:

The N.S.A. created what one senior Bush administration official later described as a “mirror” of AT&T’s databases, which allowed ready access to the personal communications moving over much of the country’s telecom infrastructure. The N.S.A. fed its bounty into software that created a dizzying social-network diagram of interconnected points and lines. The agency’s software geeks called it “the BAG,” which stood for “big ass graph.”

Und den Verzicht auf Datenschutz-Hindernisse:

What’s missing, however, is a reliable way of keeping track of who sees what, and who watches whom. After T.I.A. was officially shut down in 2003, the N.S.A. adopted many of Mr. Poindexter’s ideas except for two: an application that would “anonymize” data, so that information could be linked to a person only through a court order; and a set of audit logs, which would keep track of whether innocent Americans’ communications were getting caught in a digital net.

Das alles soll in dem neuen Spionage-Center in Utah gespeichert werden, über das auch Christiane Schulzki-Haddouti berichtete.

11 Kommentare
    1. Solche Spionagenetze sind auch in Europa aktiv, weltweit. Und nein, das ist sicherlich keine Verschwörungstheorie sondern Realität:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Echelon

      Die Aufgabe des Kapitalistischen Staates ist es die Leute unter Kontrolle zu halten damit man sie leichter dem Verwertungsprozess zum zwecke der Kapital Akkumulation zuführen kann. Um da unnötige Gewalt, Unruhen etc zu verhindern ist es doch von Vorteil alles und jeden überwachen zu lassen. So lässt sich auffälliges Verhalten unterbinden bevor es zu einer Gefahr für die herrschende Ordnung wird. Im Sozialismus genauso, nur da hat man die Bevölkerung wissen lassen das man sie überwacht um sie einzuschüchtern. Den gleichen Effekt könnten solche News haben, denkt erst gar nicht daran irgendwas zu hacken oder zu Leaken. Wir überwachen alles und Kriegen euch sowieso und dann gehts euch an den Kragen (S. Bradley Manning). D.h das immer mehr Infos über solche Programme durchsickern könnte durchaus absicht sein um die Leute zu verängstigen, das war bei der Stasi auch Strategie das man die Kontrolle gar nicht erst verheimlicht sondern sehr offen praktiziert hat um Angst zu schüren.

      In Sofern unterscheiden sich Kapitalismus und Staats-Sozialismus in ihrer Rolle als Unrechtssystem gar nicht so stark voneinander.

  1. Freiheit und Persönlichkeitsrecht like USA für die der Durchschnittsamerikaner kämpfen würde, sind das Recht lästige Staubsaugervertreter (und schwazhäutige Rasenschänder im Vorgarten) mit der Familienwumme von der Türschwelle schießen zu
    dürfen und dabei aus wenigstens drei Kaliber frei wählen zu können. Alles andere ist bedeutungsloser Kram, oder kommunistisch.
    Sollte jemand meinen das da irgendwo ein „Zyn-on/off“ fehlt, dann kann er es sich bei Bedarf dazu denken.

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