Clubsterben: GEMA versucht die Offensive

Zum Thema Tariferhöhung für Diskotheken und Clubs (In Berlin aufgrund der lokalen Brisanz auch als „Clubsterben“ bekannt geworden) geht die GEMA jetzt in die Offensive. Im Vorfeld eines deutschlandweiten Aktionstages wurde wohl ein Schreiben per eMail an die Mitglieder verschickt, die eine Mailadresse haben. Unserem Einsender nach war das das erste Mal, dass die GEMA ihm gegenüber mit eMail kommunizierte.

Das Schreiben liest sich ganz lustig, wird aber vermutlich aufgrund der Formulierungen den gegenteiligen Effekt auf eine Gegenmobilisierung zum Aktionstag am 6. September haben. Mein Lieblingsabschnitt ist ja:

Wie agieren wir?

Ein rechtliches Vorgehen der GEMA dagegen ist – auch wenn von den Organisatoren vielfach mit falschen und polemischen Behauptungen gearbeitet wird – aufgrund des grundgesetzlich gewährleisteten Versammlungsrechts nicht möglich.

Ausnahmsweise will man auch mal auf „posts“ und „tweets“ antworten, aber wohl nur am Aktionstag. Der offizielle Twitter-Account heißt zwar GEMAdialog, kommuniziert wird da in der Regel aber nur in eine Richtung. Auf die „sachliche Steuerung“ der Diskussion im Netz können wir gespannt sein.

Unser Ziel ist es, die Diskussion zu versachlichen. Wir bereiten uns kommunikativ sowie medial darauf vor – im Vorfeld über Interviews, Statements und lancierte Medienberichte und ein Schreiben an die Diskotheken- und Clubbetreiber. Am Tag selbst laden wir die Presse in alle Bezirksdirektionen und Generaldirektionen zu einem Gespräch ein. Die Dynamik in den Social-Media-Kanälen verfolgen wir mit einem erweiterten Backup-Team, das hier schnell und schlagkräftig posts und tweets kommentiert und die Diskussion rund um die Demo sachlich steuert.

Das Bündnis kultur-retten.de organisiert in verschiedenen Städten Demonstrationen vor den GEMA-Generaldirektionen. In Berlin beginnt die Kundgebung um 14 Uhr.

31 Kommentare
    • Sterin McCollis 4. Sep 2012 @ 9:19
  1. Pseudo Nym 4. Sep 2012 @ 10:57
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