Wissen

Alternativlos-Interview mit Matthias Döpfner

Frank Rieger und Felix von Leitner haben für den Alterativlos-Podcast Folge 24 den Axel-Springer-Chef Matthias Döpfner interviewt. Darin geht es u.a. um die Bild, aber auch um das Leistungsschutzrecht – und das macht das Gespräch wieder für uns interessant. Die Aussagen von Döpfner zum Leistungsschutzrecht hören sich recht interessant an, z.B. diese Erklärung, wie die Ausgestaltung sein soll:

Uns fehlen noch 62.000 Euro!
netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Man kann aber einen Prozess auch überfordern, in dem man sagt, es muß jede kleine Unschärfe sofort aufgelöst werden. Dann wird nie irgendein Gesetz ergehen, dann wird es nie einen Schritt geben. Ich will nochmal eines festhalten, weil Sie es eben noch einmal wiederholt haben, da liegt echt ein Mißverständnis vor: Felix von Leitner wird völlig unbeschränkt weiter zitieren können und benutzen können: Überschriften, Text, solange er sie entweder selbst eintippt, deswegen ist z. B. Twitter auch nicht davon betroffen, wenn ich bei Twitter irgendwas eingebe, fällt das nicht unter Leistungsschutzrecht, weil ich muß es ja selbst eintippen, daher ist es egal, ob ich mir das selber ausgedacht habe, oder einen klugen Gedanken von Herrn Rieger weiterverbreite. Und wenn er es in seinem Blog macht, dann ist es es dann nicht vom Leistungsschutzrecht erfaßt, oder wird dann nicht angegriffen, wenn er die Quelle nennt. Und das ist doch sowieiso journalistisch sauber, daß machen Sie doch ohnehin.

Also alles, was man abtippt, wird nicht unters Leistungsschutzrecht fallen, auch wenn wir die Bild abtippen? Da bin ich mal gespannt, wie das zukünftig die Springer-Vertreter erklären.

Das Gespräch gibt es als MP3 und OGG. Ein Großteil ist mittlerweile auch transcribiert. Der Teil mit dem Leistungsschutzrecht ist vor allem zwischen Minute 25 und Minute 40.

11 Kommentare
  1. Unter Eintippen versteht man dann auch ctrl-C und ctrl-V? Wobei Fefe natürlich die Zitate immer alle selbst abgetippt hat. Klingt so, als wollte man nur die Texte erfassen, die automatisch „übernommen“ werden. Wobei bei Fefe auch steht dass Google News (wenn wie bisher werbefrei) auch nicht betroffen sein soll. Fragt sich nur, auf wen das LSR dann noch angewendet werden soll…

  2. „… wenn ich bei Twitter irgendwas eingebe, fällt das nicht unter Leistungsschutzrecht, weil ich muß es ja selbst eintippen …“

    Haha! Gut, dass Döpfner Twitter verstanden hat erwartet ja niemand, aber woraus nimmt er die (falsche) Erkenntnis, man könnte auf Twitter nicht guttenbergen? Ich glaube, das Interview kann man sich nur mit reichlich Popcorn anhören. :-)

    1. Seltsame Aussage „…bei Twitter muß ich es ja selbst eintippen…“
      Twitters Kernfunktionalität ist RETWEET, wobei man nix eintippen muss.

  3. öhm…..zum thema leistungsschutz und so: wäre es nicht im sinne des fair use eine feine sache, wenn du statt mp3 & ogg direkt zu verlinken auf die page: http://alternativlos.org/24/ linken würdest, wo sich dann auch ein flatttr-button findet, dessen erträge tatsächlich den machern von alternativlos zukommen?

    1. @tommegg: Nö, denn wir bekommen hier so gut wie keine Flattr gespendet, insofern ist die Befürchtung, wir würden Fefe und Frank ihre Flattrs wegnehmen, unbegründet. Und dann mache ich das seit acht Jahren genauso, nämlich direkt auf eine MP3 zu verlinken, wenn die verfügbar ist. Und hab auch nicht vor, das zu ändern.

      1. klar, ist ja dein gutes recht. es ging mir ja auch nicht um „wegnehmen“, sondern darum den hörer_innen die flattr-möglichkeit für alternativlos überhaupt aufzuzeigen. aber wie du meinst.

  4. Dieser Alternativos ist der wiedersprüchlichte Podcas aus der Podcastreihe!!! Dr. Matthias Döpfner hat sich mehrfach wiedersprochen!! WIE ha er einen Doktortitel….15 sinnvolle Sätze in 1:35 Stunden – der restl. Content war logisches Zeug und weiss ein 25jähriger!!!
    Sonst SUPERPodcast & Blog!! macht weiter so!!!

    Liebe Grüße

    Jürgen Lang

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.