Dieser Artikel ist mehr als 14 Jahre alt.

3D-Drucker als Open-Source-Hardware

Bisher sind 3D-Drucker eine Nischenerscheinung. Das soll sich jedoch demnächst ändern. Unter 3Ders.org wird ein Bausatz des in Hong Kong angesiedelten Start-Ups Makible vorgestellt, der das 3D-Drucken zuhause für 300 US-Dollar (etwa 235 €) ermöglichen soll. Der Drucker soll so kompakt gebaut sein, dass er auf einen Schreibtisch passt, die damit erzeugten Modelle können in…

  • Andreas Müller

Bisher sind 3D-Drucker eine Nischenerscheinung. Das soll sich jedoch demnächst ändern. Unter 3Ders.org wird ein Bausatz des in Hong Kong angesiedelten Start-Ups Makible vorgestellt, der das 3D-Drucken zuhause für 300 US-Dollar (etwa 235 €) ermöglichen soll. Der Drucker soll so kompakt gebaut sein, dass er auf einen Schreibtisch passt, die damit erzeugten Modelle können in etwa DIN A5 groß und ca. 10cm hoch sein.

Das besondere an 3D-Druckern: Sie sollten die Fähigkeit haben, sich zum größten Teil selbst zu reproduzieren, so dass neben einigen handelsüblichen Materialien, die man in einem gut ausgestatteten Baumarkt bekommt, nichts weiter benötigt um einen weiteren Drucker herzustellen. Die meisten der Bauteile stehen unter OpenSource-Lizenzen wie der GPL. Auch die Creative Commons-Lizenzen werden für freie 3D-Modelle immer häufiger genutzt. Eine aktive Community sorgt hier für permanente Verbesserungen der Geräte.

Die beiden bekanntesten OpenSource-3D-Print-Systeme sind das 2006 gegründete RepRap und Makerbot, von dem bereits mehrere hundert Maschinen im Einsatz sind. Auch MakerBot Industries kündigten eine neue Version ihres Printers an – in Form versteckter Hinweise in einem eigens entwickelten Textadventure.

Auch diverse Designvorlagen werden unter Creative Commons angeboten, so zum Beispiel auf der Social-Prototyping-Plattform „Thingiverse“. Einige Beispiele, was man mit 3D-Druckern anfertigen kann, sind ein Bikini, eine Flöte, ein Fahrrad oder diese Zahnrad-Herzskulptur.

3D printing is an incredible new medium which has great potential to change the world as we know it. The ways it can empower us are in line with the philosophy of the read/write culture that Creative Commons works to support, and we should all be very excited about this.

Über die Autor:innen

  • Andreas Müller

    Freundlicher Nerd von Nebenan. Gebürtiger Erdinger, studiert seit ein paar Jahren, zurzeit Film- und Fernsehregie. Likes: Coffee&Cigarettes.


Veröffentlicht

Kategorie

Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

22 Kommentare zu „3D-Drucker als Open-Source-Hardware“


  1. Philipp

    ,

    Wenn die sich auch noch selbst weiterentwickeln haben wir aber ein Problem..


  2. Die spannende Fähigkeit der „Selbstreplikation“ ist indes nichts Neues, sondern das Feature der RepRap-Serie seit Anfang an (das „Rep“ steht genau dafür).

    Die Baumarktbehauptung ist leicht geschönt – es handelt sich zwar um Industrieteile, die Beschaffung ist aber unterschiedlich schwer. Mittlerweile gibt es aber immer mehr Anbieter für Bausätze und Einzelteile.


  3. Wer sich so einen 3D Drucker mal in Wien ansehen möchte kann das jederzeit im Metalab tun! http://metalab.at/
    Dort kannst Du auch Deinen eigenen Objekte ausdrucken.
    @MacLemon


  4. Damit könnte man die Pizzabringdienste revolutionieren!


    1. jaja, ‚revolutionieren’, jetzt wird die revolution höchstselbst schon als euphemismus fürs wegrationalisieren, abschaffen und privatisieren benutzt!
      so ne scheiße mann, mein einziger sozialer kontakt„ die einzige hoffnung ist, daß es doch noch ein paar jahre dauert, bis das geschmacklich essbar ist und der käse auch so schön goldbraun und fädenziehend aus dem ding kommt – obwohl, zu ersterem fällt mir gerade ein, die leute kaufen ja auch heute schon bei pizza-hut- die geschmackshoffnung hat sich also soeben erledigt


  5. michey

    ,

    Wenn mit 3D-Drucker hergestellte Materialien bezüglich ihrer Materialeigenschaften wie zulässige Zugspannung, Druckspannung, Torsionsspannung u.s.w. in Abhängigkeit ihrer Struktur und des Druckverfahrens experimentell vermessen werden und diese Messwerte veröffentlicht werden, wird das ganze erst richtig spannend …


    1. Die Eigenschaften sind von den Herstellern abhängig. Du kannst es auch einfach selbst herstellen und testen – das Wunder von open-source.
      Oder du googlest einfach nach PLA und ABS.


  6. BWL Student

    ,

    Ich bin dafür die Dinger konsequent von Anfang an für Privatnutzer zu verbieten. Wenn die Technologie mal ausgereift ist und mann damit alles herstellen könnte, dann wären doch eine Menge Arbeitsplätze in der Industrie in gefahr. Und überhaupt, was wenn sich damit jemand eine Kalaschnikow druckt oder urheberrechtlich geschützte Objekte drucken und somit gegen das Gesetz verstoßen könnte.

    Nein, ich denke die Produktion von Gegenständen sollte ein reines Privileg der Industrie bleiben und nicht jedem Möglich werden. Ansonsten wird ja unsere derzeitige Ordnung der freien Kapitalistischen Marktwirtschaft gefährdet.


    1. am ende druckt sich wer ein rechteck mit abgerundeten ecken


    2. Gut das ich nicht Dreher gelernt habe


    3. neusprech

      ,

      „Ansonsten wird ja unsere derzeitige Ordnung der freien Kapitalistischen Marktwirtschaft gefährdet.“

      Fast richtig ausgedrückt.
      Aber man sagt: „das gefährdet unsere DEMOKRATIE“. hrhrhr


      1. angela

        ,

        Deswegen setze ich mich aktiv und ernsthaft dafür ein, daß diese Demokratie auch in Zukunft marktkonform ist.

        * Hände zu einem Dreieck form*


  7. Naja, also so neu sind OpenSource 3D-Drucker ja nun eigentlich nicht. Ich verweise zum Beispiel mal auf das RepRap-Projekt http://reprap.org/wiki/RepRap oder auch auf den MakerBot. Beide sind schon etliche Jahre alt.


    1. hanjok

      ,

      Hat da einer den Artikel nicht komplett gelesen? ;)


      1. Ups, mea culpa, ich hatte nach

        > Bisher sind 3D-Drucker eine Nischenerscheinung.

        abgebrochen.


  8. […] Der entsprechende Netzpolitik-Artikel ist lesenswert. […]


  9. Was das Internet für die Musikindustrie ist, wird der 3D-Drucker für die (Teile-)Industrie sein – insbesondere die Spielzeugindustrie. Ich tippe ja auf Jahreswechsel 2014/15 bis zum ersten Verbotsgesetz. Falls es noch einen richtigen Wirtschaftscrash gibt ggf. auch eher (weil dann mehr Leute sowas suchen werden)


    1. Wir warten gespannt aufs erste Anscheins-Barbie-Gesetz (AnschBG).


  10. […] des WGMS ist raus Bis zum jüngsten Tag Spidertag 30 Hornissen gegen 30000 Bienen, in Makro 3D-Drucker als Open-Source-Hardware Streetart: “Geometric” by […]


  11. Wer sich das ganze mal in München anschauen möchte, im FabLab München stehen mehrere Exemplare.

    http://fablab-muenchen.de

    Der ccc hat im Hackerspace München ebenfalls einen (oder zwei) und eine kleine Gruppe Münchener von der Objektdruckerei.de arbeiten gerade an einem ähnliche günstigen Exemplar.

    Ansonsten mal Makers von Doctorow lesen:
    http://craphound.com/makers

Dieser Artikel ist älter als 14 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.