Generell

Heute, in Berlin: Treffen mit Daniel Mathews, Ex-Wikileaks (Update: Malzcafé!)

Normalerweise bin ich ja der Ansicht, dass man Politik nicht mit Bier mischen sollte („Don’t mix beer with politics …„), Rausch und Ratio vertragen sich einfach nicht. Andererseits heißt die Veranstaltung, auf die ich hiermit kurzfristig hinweisen möchte, nun einmal „Netzpolitisches Biertrinken“ und überhaupt sind wir ja alles vernünftige Menschen.

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Vor allem aber dürfte es nicht sonderlich oft Gelegenheit geben, Daniel Mathews, einen der Gründer von Wikileaks zum Smalltalk zu treffen. Eine dieser Gelegenheit besteht heute, und zwar in Form eines von Anne Roth spontan organisierten „Netzpolitisches Biertrinkes“ heute abend irgendwo in Berlin Prenzelberg im Malzcafé (es gibt sicher auch Saft!):

Daniel Mathews, der in Melbourne an der Gründung von Wikileaks beteiligt war, ist *nur heute* in Berlin und würde sich freuen, Interessierte kennenzulernen. Er ist bisher kaum in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten, taucht aber an mehreren Stellen im Spiegel-Buch über Wikileaks auf. Nach dem ‚Julius-Bär‘-Verfahren 2008 hat er Wikileaks verlassen.

Deswegen ein spontanes „Netzpolitisches Biertrinken“, Ort wird im Laufe des Tages noch bekannt gegeben.

Mehr zum #npbb: https://npbx.wordpress.com/about

Details zur Veranstaltung gibt es beim Facebook: https://www.facebook.com/event.php?eid=148605028544796

PS: Wem Berlin zu nah ist oder der Termin zu kurzfristig ist, kann sich auch den 21. Juni 23. November notieren. Am 21. Juni 23. November wird Daniel Domscheit-Berg abends Gast an der Uni Paderborn sein. Zeit zum Plausch wird es sicher auch geben ,)

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19 Kommentare
  1. @cola: Bisher afaik nicht. Grundlagen sind das Seminar „Wikileaks und die Folgen. Über Wissen, Macht und Öffentlichkeit.“ (Details via PAUL ,) von Dr. Jutta Weber in der Mediensoziologie und die Veranstaltungsreihe „Tool Time“ in der Medienwissenschaft.

    Ich gehe im Moment davon aus, dass die Veranstaltung um 18:00 im Seminarraum E2.339 stattfinden wird (Möglicherweise aber auch kurzfristig in einen der größere Hörsäale verlegt wird). Details dürfte es demnächst auf der Webseite der Medienwissenschaft, der Uni und über Aushänge auf E2 geben (Oder hier im Blog).

  2. „Facebook Login
    You must log in to see this page.“

    Wo kommt eigentlich die Unart her, dass jetzt sogar netzpolitisch gebildete Menschen ausgerechnet die Datenkrake Facebook für Termine, Organisation, usw. nutzen?

    1. Das gleiche fragte ich mich auch gerade, als ich dem Link folgte. Schade, dann kann ich mich wohl nicht informieren, wenn man hier davon ausgeht, jeder Besucher sei Facebook-Nutzer (was böswillig auch als Beleidigung der Zielgruppe ausgelegt werden kann).

      1. Statt theatralisch rumzunölen („Schade, dann kann ich mich wohl nicht informieren“) hättet ihr einfach den Links oben folgen können. Es gab nicht nur die Facebook-Seite, sondern auch ein Doodle und inzwischen auch nähere Informationen zu Termin und Veranstaltungsort.

        Eigentlich ist es aber viel einfacher: Wenn die Anne u.a. Facebook nutzt, um mit möglichst geringem Aufwand möglichst schnell möglichst viele Bekannte zu erreichen, ist das ihre Entscheidung. Statt rumzumaulen, hättet ihr ja Hilfe und Alternativen anbieten können.

  3. ja, Gesichtsbuch ist so eine Sache. Da wird anscheinend ERHEBLICH viel Geld reingepumpt, um es in Betrieb zu halten. Warum eigentlich? Die Nutzer zahlens doch nicht.

    Uns aber was verklickern wollen vom Milliardär in Aldiletten…

    1. ja, Gesichtsbuch ist so eine Sache. Da wird anscheinend ERHEBLICH viel Geld reingepumpt, um es in Betrieb zu halten.

      Gerüchten kommt auch ein wenig Geld rein. Sagen wo die, die da Ahnung von haben.

      Warum eigentlich?

      Komm, das wissen wir doch alle! Damit die US-Schlapphütte schneller an Daten kommen. Das ist doch gerade das ganz große Ding, Data Love auf der einen, staatliches Netzwerkschnüffeln auf der anderen Seite ,)

  4. Jörg-Olaf, wenn man die Facebook-Seite nicht lesen kann, kann man auch nicht erfahren, was dort gleiches oder anderes als auf den anderen Seiten steht. Da kann man dann auch keine „Hilfen“ anbieten. Und wie sollte die Hilfe überhaupt aussehen? Webspace anbieten? Anne hat doch ein Blog, wo sie sowas für alle lesbar veröffentlichen kann.

  5. Facebook geht gar nicht. Kinder. Ort, Raum, Zeit, Datum. Ist das so schwer? Oder geht es jetzt nur noch mit Google Calender und iPhone? Aua. Keine Lust mehr auf PB.

  6. Hallo zusammen,

    die Kritik an Facebook ist berechtigt, immer und sowieso, allerdings ist es genauso, wie Jörg-Olaf es beschrieb: ich habe es einfach zusätzlich genutzt, um Leute zu informieren. Konkret: Bekannte von mir. Nicht ‚die Öffentlichkeit‘, dazu gabe es das Doodle und Twitter, was natürlich auch nur bedingt ‚offen‘ ist. Ob allerdings alle, die dann kamen, gekommen wären, wenn ich es nur in mein Blog gepostet hätte, bezweifle ich.

    Die Idee ist genau Samstag abend entstanden, d.h. es war ein Tag Zeit, um – für Sonntag abend – Leute zu erreichen und einzuladen. Deswegen habe ich jeden Kanal genutzt, der mir gerade unter die Tasten kam, sozusagen. Die FB-Ankündigung war sicher nicht Teil einer durchdachten PR-Strategie. Wäre denn die bessere Alternative aus SIcht der KritikerInnen, Facebook dann nicht zu nutzen? Wenn ja: warum?

    Zum Ort: der stand Sonntag morgen einfach deswegen noch nicht fest, weil er erst gefunden werden musste: ein Ort in Prenzlauer Berg (weil da Daniels Hotel war), der Sonntag abend auf und genug Platz hat, und akustisch die Möglichkeit, sich in einer Gruppe zu unterhalten. Deswegen für ein paar Stunden eine Einladung ohne Ort, später mit.

    Es war tatsächlich ein ziemlich interessanter Abend, mit sehr unterschiedlichen Leuten – ein bisschen netzpolitisches Berlin, Gruppen von den PH-Neutral und Re-Touching McLuhan Konferenzen, die auch dieses Wochenende stattfanden. Es wurde gleichermaßen über Wikileaks und Openleaks diskutiert, was sicher mit den Anwesenheit von Anke Domscheit-Berg zu tun hatte. und der Tatsache, dass allerhand Leute zusammenkamen, die sich sonst nicht unbedingt begegnen.

    1. Klingt doch nett. Sind weitere Treffe dieser Art geplant? Mir ist das alles a weng zu avantgardistisch, aber danke für den kurzen Bericht. Was wohl McLuhan dazu gesagt hätte … Ich persönlich mag den Spruch mit den Erfahrungen, den Wissen und dem Handeln …

      1. Geplant ist nichts, auch dieses Treffen kam ja ziemlich zufällig zustande. Aber gibt es nicht – gerade in Berlin – alle naselang netzpolitische Events? Ist wirklich nötig, noch welche zu organisieren? An was dachtest du denn?

      2. Nö, alles gut. Danke für die Organisation. Die ideologische Debatte über die richtige Wahl der Informationskanäle war an dieser Stelle sicherlich nicht so sinnvoll, aber so etwas wird leicht getriggert.

        In Berlin gibt es genug Treffen, da stimme ich zu. Ich bin persönlich ja für mehr Thesen und weniger Treffen, damit man auf den Treffen mehr zu diskutieren hat …

  7. @Weirdo: Man könnte einfach fragen. Ansonsten muss man bei derart spontanen Aktionen manchmal damit leben, dass Veranstaltungsankündigungen auch mal nicht in einer formal gewünschten und ideologisch genehmen Form erfolgen.

    @Icke: Zum Zeitpunkt des Blogeintrags wurde – wie oben nachzulesen ist – noch gemeinschaftlich nach einem Veranstaltungsort/genauen Termin gesucht. Das entsprechende Doodle und Annes Twitterstream waren verlinkt.

    Wenn du mehr Service einforderst, gibt es zweieinhalb Möglichkeiten: All inkl. buchen, selber besser machen oder helfen. Es ist so einfach.

    1. Ich habe den Artikel gelesen. Doodle und Annes Twitterstream sind vollkommen okay, mehr braucht es nicht, ggf. noch einmal den genauen Termin inklusive aller Daten auf die Homepage packen — fertig. Eine Seite für “Netzpolitisches Biertrinken” bei FB klingt für mich nach Schnapsidee.

      Naja, hoffentlich war es ein nettes Treffen und es gibt hier evtl.noch einen kurzen Bericht.

      „Selber besser machen oder helfen. Es ist so einfach.“ Homepage? Doodle, Kommentare? Ich denke es geht auch ohne Facebook.

      Ansonsten freue ich mich über Deinen Beitrag hier, dass Facebook und iPhone für die politische und journalistische Arbeit mittlerweile unverzichtbar sind. Wäre ja auch mal interessant und wenn man sich die „Profis“ mal so ansieht, geht es ja auch genau in diese Richtung …

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