Auf Anfrage der Wochenzeitung „Der Freitag“ hat sich die gemeinnützige Wau Holland Stiftung zu der Spendensammlung für die Whistleblower-Plattform WikiLeaks geäußert:
„Bisher haben wir etwa 30.000 Euro ausgezahlt“, sagte der 2. Vorsitzende der Stiftung, Hendrik Fulda, am Dienstag auf Anfrage des Freitag. (…) „Geld gibt es von uns nur gegen Ausgabebeleg. Wir zahlen den Wikileaks-Leuten kein Gehalt, keine Honorare, keine Tagessätze und nicht einmal die Spesenpauschalen wie sie im deutschen Steuerrecht vorgesehen sind“, sagte Fulda.
Nach teilweise heftiger Kritik am Projekt WikiLeaks in Folge der Verhaftung eines mutmaßlichen Informanten tauchten auf der Gerüchte-Plattform cryptome.org unbestätigte Vorwürfe angeblicher „WikiLeaks-Insider“ über Veruntreuung von Spendengeldern für das Informationsfreiheitsportal auf. Die europäische Spendenadresse für WikiLeaks liegt bei der Wau Holland Stiftung, die sich dem Erbe des 2001 verstorbenen Mitgründer des Chaos Computer Club, Wau Holland, verpflichtet fühlt. Sie unterliegt der Kontrolle des Finanzamts und der zuständigen Stiftungsaufsicht.