Netzpolitik

Internet-Community soll Knigge fürs Netz schreiben

Die Springer-Zeitung die Welt arbeitet gerade an besseren Umgangsformen im Netz. Das ist ja der neue Renner unter konservativen Spitzenpolitiker_innen. Gestern gab es in der Welt gleich zwei Artikel zum Thema. Erstmal fordert unsere Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner „eine Art Knigge für das Internet“. Der soll aber aus der ominösen Internet-Community kommen:

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WELT ONLINE: Brauchen wir also doch differenziertere Regeln für das Internet?

Aigner: Wir bräuchten einen Ehrenkodex, eine Art Knigge für das Internet, zehn goldene Regeln – kurz, knapp und klar.

WELT ONLINE: Wer soll einen solchen Knigge aufstellen?

Aigner: Solche Regeln können nur aus der Internetcommunity kommen. Es wäre schön, wenn die Nutzer selbst Vorschläge machen würden. Orientieren könnte man sich dabei auch an den sozialen Netzwerken, die bereits eine „Netiquette“ haben.

Die einzigen zehn Regeln, die ich für die Offline-Welt kenne, sind die zehn Gebote aus der Bibel. Die sollen auch mal in Stein gemeisselt gewesen sein. Ob diese das Vorbild für die Idee waren? Mal schauen, wann der erste Politiker fordert, dass die Enquete-Kommission mal den Knigge schreiben soll. Man könnte Ilse Aigner auch den Tip geben, dass es eine „Netiquette“ auch schon vor Social Networks gab.

Praktisch, dass in derselben Ausgabe die Deutsche Telekom gleich „101 Regeln für das digitale Benehmen“ präsentiert. Das sind zwar einige zuviel, aber die Welt-Redaktion hat sich wahrscheinlich sehr gefreut, weil man diese 101 Regeln gleich in einer umfangreichen Klickstrecke unterbringen kann. Dazu gibt es noch einen Artikel mit Stilblüten wie:

Wenn es um die Manieren der Gesellschaft 2.0 geht, ist das Zeugnis weitgehend vernichtend: Auf digitale Weise bohren wir in der Nase, kauen Fingernägel und kippeln mit den Stühlen.

Regel 9 der Telekom ist übrigens:

Nutze die „ Copy & Paste“ Funktion, um Namen anderer nicht versehentlich falsch zu schreiben.

Das klingt schon ziemlich golden.

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40 Kommentare
  1. Mein Kniggevorschlag:

    1. Lasst uns in Ruhe.
    2. Lasst uns in Ruhe.
    3. Lasst uns in Ruhe.
    4. Lasst uns in Ruhe.
    5. Lasst uns in Ruhe.
    6. Lasst uns in Ruhe.
    7. Lasst uns in Ruhe.
    8. Lasst uns in Ruhe.
    9. Lasst uns in Ruhe.
    10. Lasst uns in Ruhe.

    Grundsätzlich aber eine super Idee.

    1. Rule 1 of the internet is: You do not talk about the internet!
      Rule 2 of the internet is: You do NOT talk about the internet!

      Passt wunderbar, coole Idee, PhilmcF^H^H^H
      PhilmacFLy (da hat mich Regel 9 doch grade noch vor einem faux pas gerettet…)

  2. Christian Stöcker hat das wunderbar als Tweet formuliert mit Hinweis auf die allseits bekannte — bis auf die Kugelschreiberfraktion — Netiquette:

    Regel Nummer 1, die in jedem anderen Bereich gilt: Kenne die Vergangenheit, um in der Gegenwart nicht mit Redundanz zu nerven.
    https://twitter.com/ChrisStoecker/statuses/18426631125

    Lustigerweise scheint das nicht nur für die ältere Generation, die sich von dem neumodischen Zeug fernhält, zu gelten, sondern auch für die junge, hippe, die glaubt, alles sei neu und die Vergangenheit nicht so wichtig.
    Denn Martin Weigert stellt in der Diskussion auf netzwertig um Klarnamenpflicht und die Hinweise auf die Tatsache, daß das schon ewig im Usenet durchgekaut wurde, fest:

    Achja, es ist wohl an der Zeit, dass wir das Thema Usenet hinter uns lassen. 99 Prozent der Internetnutzer haben damit nichts am Hut, insofern spielt es überhaupt keine Rolle, was dort mal üblich war oder noch immer ist.
    http://netzwertig.com/2010/07/09/identitaet-im-netz-das-glaubwuerdigkeitsproblem-anonymer-kritik/#comment-151004

    So kommen wir echt voran, wenn wir alles immer wieder neu von Null aufrollen.

  3. Es gibt die FIS-Regeln für den Skisport, die von Gerichten regelmäßig als verbindliche Verkehrsregeln herangezogen werden. Die stammen aber von einem Welt-Sportverband, vergleichbares gibt es im Netz natürlich nicht.

  4. @Marc B.: Ich betrachte die Internet Engineering Task Force (IETF) und ihre RFCs durchaus als vergleichbar. Nur vielleicht nicht als so bekannt. Was aber auch nicht anders zu erwarten ist von Personen, die sich nie besonders mit dem Internet beschäftigt haben.

  5. Mein Senf dazu (vor allem an die WELT) Klickstrecken mit 102 (!) Klicks sind eine schamlose Beleidigung des Lesers/Werbeflächenaufwerters.
    Also mein Vorschlag: Verbot von Klickstrecken!
    Oder sind die Werbefuzzis da wirklich immer noch so geil drauf?

  6. Sehr verehrte Ilse Aigner!

    Ihre Absicht in Ehren, aber das gibt es schon seit mehr als 15 Jahren. Es ist bei http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/ ausführlich dokumentiert und begründet. Leider wird dieses Dokument von der Regierung in Spreedorf nicht akzeptiert oder unbekannt. Das die Regierungspresse davon keine Kenntnis hat, ist nicht weiter verwunderlich. Sie sollten es aber wissen. Warum wissen Sie es nicht?

    1. @Marc B.(11): Das war hoffentlich ironisch gemeint, sonst müsste ich zu Bedenken geben, dass unser Bürgerliches Gesetzbuch auf dem technischen und sozialen Stand von 1896 ist, und deshalb komplett und von Grund auf neu erfunden werden muss.

  7. @Mithos: Die IETF war in einer entscheidenden Phase der Erweiterung des Internets unglaublich wirksam und hilfreich. Aber ich bin mir nicht sicher, ob die IETF willens und legitimiert ist, ethische Regeln für „das Internet“ (oder meinetwegen auch beliebige einzelne soziale Sphären darin) der Gegenwart zu formulieren.

    Es muss ohne Zweifel Konventionen, Normen, Verhaltenscodizes, Codes of Conduct, was auch immer geben, sobald Menschen miteinander interagieren und kommunizieren; implizit sind die in aller Regel auch vorhanden, und seien es nur Konventionen und Erwartungen, die aus anderen Bereichen des sozialen Miteinander in onlinebasierte Räume übertragen werden.
    Aber sobald man sie explizit macht, treten Konflikte und Ausschlüsse auf (wer formuliert die Regeln? Für wen sollen sie gelten? Wer bestimmt, wann sie übertreten sind?), also Machtfragen, und damit kann man das Vorhaben eigentlich vergessen, „die Internetcommunity“ (die es ja nicht gibt) solle so etwas entwerfen…

  8. Also die 101 vorgestellten Regeln gleichen doch eher Ironie als einem tieferen Sinn:
    „Solltest du dein Büro mit anderen teilen, bedenke deine Lautstärke beim Tippen.
    Es gilt dabei nicht, ein Maschinengewehr zu imitieren.“ Ich meine fürs Verhalten im Internet ist es schon wichtig, dass man leise tippt… Ich meine, wie dumm wird man denn angemacht, wenn die Leser merken, man hat seinen Text in ohrenbetäubendem Lärm geschrieben…
    Nr38: „Halte mindestens drei Meter Abstand zu anderen Menschen, wenn du in der Öffentlichkeit mit dem Handytelefonierst.“ Wenn das die Kunden wüssten, T-mobil könnte einpacken.
    Nr57: „Stelle nur Bilder ins Netz, die deine Mutter freigeben würde.“ Muhaha
    Nr68: „Stöbere nicht unerlaubt in fremden iPods oder sogar iPhones herum.“ Waah, markenfetischisten. gilt dies denn nicht auch für andere mobile Geräte wie Handy, PDAs, Tabletpcs, für die das selbe gilt?
    Nr94: Hey der erste Hinweis, den ich wirklich unterstützenswert finde: „Surfe gemeinsam mit deinen Kindern im Netz, statt ihre Internetnutzung zu überwachen.“

  9. Hab da auch mal ein paar „Verhaltensregeln“… allerdings für Staat und Politiker:

    1) Kaum jemand der im Netz unterwegs ist, ist ein Terrorist, Online-Abzocker, professioneller Raubkopierer, Phishing-Seiten-Betreiber oder Kinderschänder. Hört endlich auf, uns alle pauschal zu verdächtigen.

    2) Unsere Daten gehören uns und haben den Staat so gut wie garnicht zu interessieren. Deshalb weg mit der Vorratsdatenspeicherung.

    3) Meinungsfreiheit ist eines der heiligsten Grundprinzipien des Netzes. Hört auf sie einzuschränken, insbesondere vorgeblich im Kampf um die unter 1) erwähnten verschwindend kleinen Randguppen.

    4) Arbeitet ENDLICH mal an eurer eigenen Internet-Kompetenz. Gute Netzpolitik für und im Sinne aller Internetnutzer kann man nur betreiben, wenn man selbst etwas von der Materie versteht.

    5) Hört auf, Ängste vor dem Internet in der Bevölkerung zu schüren, denn es sind in Wirklichkeit nur eure eigenen Ängste vor Machtverlust und entgleitender Meinungskontrolle, die ihr auf das Netz projiziert.

    usw usw

    Aber solche Bitten verhallen ja eh immer ohne Wirkung…

  10. Nachdem Terrorismus und KiPo nicht mehr ganz so zünden, sind’s jetzt also die „besseren Umgangsformen“. Einfallsreich sind sie ja schon, unsere Konservativen.

    Wenn die mal so „engagiert“ bei dem eigenen rechtsfreien Raum im Bundestag (Stichwort: Abgeordnetenbestechung) wären …

  11. Man könnte natürlich nen Nachfolger zur RFC1855 schreibt. RFC1855 in aktuellere Sprache übersetzen. Andererseits ist das doch echt völlig egal. Hält sich doch eh keiner dran.

    Und wenn Frau Aigner das unbedingt will, soll sie doch einfach ne Arbeitsgruppe einrichten und das (bitte auf englisch und RFC konform) veranlassen und einreichen. Warum sollen denn andere Menschen Frau Aigner ihre Herzenswünsche erfüllen und ihre Zeit damit vergeuden, redundante Dinge zu kreieren?

  12. Ich glaube, dass die Internet irgendwann nicht mehr zu kontrollieren sein wird. Die Abhängigkeit der Menschheit vom Internet nicmmt immer zu. Gestern hatten wir nur Emails geschrieben, jetzt aber machen wir alles. Ich hab vor kurzem gesehen, dass man imn Internet sogar faxen oder auch Anrufe automatisch verwalten. Ich hab sowas bei axiatel.com gesehn, aber es müssen schon mehrere anbieter geben. bald werden ohne internet nicht mehr auskommen können.

  13. Aigner: Solche Regeln können nur aus der Internetcommunity kommen.

    Na dann Markus, als Vorsitzender des Internetcommunity e.V. solltest du mal einen Vorschlag für die neue Vereinssatzung machen. ;-)

  14. Ja nee, is klar. Wir brauchen unbedingt – weil WIR ja den Gürtel enger schnallen müssen – noch ein paar Arbeitsgruppen, noch ein paar Studien und Gutachten, noch ein paar Kommissionen –

    Merken die eigentlich noch was? *Hals*

  15. Da sollte die Telekom aber erst einmal selbst konsequent sein. Es ist nämlich ein erheblicher unterschied, ob in meiner Signatur steht, „Von meinem Handy aus gesendet“ oder „Von meinem aus gesendet.“ Vor allem beim iPhone ist letzteres Voreinstellung. Hier sollte T-Mobile vor Auslieferung diese Voreinstellung ändern, alles andere wäre inkonsequent. Auch sollte man klarstellen, dass hier wirklich neutrale Begriffe zu verwenden sind.

  16. Hmm… also hier steht über der Kommentarfunktion doch eindeutig: „Halte Dich bitte an die üblichen Benimmregeln!“ Dann wird es doch solche Regeln wohl auch geben, oder? Nur weil die nicht irgendwo aufgeschrieben sind, wo Fr. Aigner sie nachlesen kann, heißt das ja noch lange nicht, daß es sie nicht gibt, oder?

  17. Es existiert seit dem ersten Chat den ich kenne, nud zwar das Efnet anno 1997 eine „Chatiquiette“.

    Was denken diese dummen Spastards von der Telekomik eigentlich wer sie sind?

    [Zeug gelöscht, weil laute Pöbeleien]

    …so…war das eEtiquettenkonform?

    Das Internet 2010 STINKT BIS ZUM HIMMEL! PFUI DEIBEL!

    ..so, ich wünsche euch allen einen sonnigen Tag, und dem System in dem wir (noch) leben, den totalen BLUESCREEN.

    BYE

  18. Hallo Online-Moderation,

    ich finde eure Weise Kommentare zu zensieren sehr bemüht und akzeptabel – Kompliment :)

    Ich hätte meinen eigenen Kommentar selbst gelöscht, aber ich wollte hier direkt die erste Regel auf brachiale und plakative Weise auf die Probe stellen:
    „Nr. 1 – Nutzt du einen neuen Kommunikationskanal, beobachte zuerst und erkunde die grundlegenden Verhaltensregeln.“

    Ansonsten bin ich btw: strikt gegen Zensur.

    Mein Fazit gleich vorweg: Meines erachtens ist dieses Regelwerk in jeglicher Hinsicht überflüssig, da sich die dort aufgeführten Fallbeispiele ausnahmslos selbst erklären.

    Entweder durch gegebene (offline) Benimmregeln, einfache Logik, oder schlichtweg durch intuitiv geerbte menschliche Kommunikations- und Verhaltensmuster.

    Ich habe mich wirklich gefragt, an wen sich das Regelwerk richten soll?
    Zudem verwundert es mich doch sehr warum dafür „hochtrabend“ ein Team aus Forschern der Telekom, gemeinsam mit dem Royal College of Art, ein halbes Jahr lang in Workshops – mit Teilnehmern aus mehr als zwölf Nationen – zusammen „forschen“ musste, um am Ende zu einem Konsens solch plumper Erkenntnisse zu gelangen.
    Ja, darüber hinaus versuchen viele dieser „Regeln“ auch noch auf recht stumpfe und uncharmante Weise, witzig zu wirken…

    Um jetzt mal – etwas differenzierter – auf dieses Online-Knigge Regelwerk einzugehen, habe ich ein paar der (viel zu vielen) Regeln heraus gepickt, anhand dessen ich mein Statement verdeutlichen möchte.

    Wer in Großraumbüros arbeitet, der wird z.B. Regel 20-23 längst verinnerlicht haben. Das ergibt sich schon alleine aus dem Respekt seinen Kollegen gegenüber.

    Beispiel Regel Nr. 20:
    „Solltest du dein Büro mit anderen teilen, bedenke deine Lautstärke beim Tippen. Es gilt dabei nicht, ein Maschinengewehr zu imitieren.“

    Ein Maschinengewehr – her je, wie militant und dämlich das in diesem Kontext klingt!
    Da hätte ich vom Knigge eine schönere Wortwahl erwartet. Aber weiter.

    „Nr. 41 – Führe in fremden Wohnungen keine langen Telefonate und entschuldige dich für deine schlechten Manieren.“

    Worauf bezieht sich das? Eingehender- oder Abgehender Anruf? Und was hat das mit meinen „Manieren“ überhaupt zu tun?
    Wenn, dann muss das heißen: Man entschuldigt sich für das Geschehen, die Störung, aber nicht für seine Manieren.

    „Nr. 45 – Lege dein Handy in Restaurants immermit dem Display nach unten auf den Tisch. Sobald eine Tischdecke aufliegt, sollte das Telefon in der Tasche bleiben.“

    Das würde ich aus rein pragmatischen Erwägungen genau anders herum machen, denn auf der Tischdecke ist die Wahrscheinlichkeit das mein Display darauf zerkratzt, geringer.
    Und überhaupt: wird hier ein „Klassenunterschied“ anhand gedeckter, und ungedeckter Tische sublimiert?

    „Nr. 46 – Schalte dein Handy in Flugzeugen, Krankenhäusern und Teilchenbeschleunigern aus, um keine elektronischen Hochleistungsgeräte zu stören.“

    Vielen Dank für diesen Sinn freien Hinweis, Knigge! Bei meinem nächsten Besuch im Teilchenbeschleuniger CERN, werde ich dieses zu beherzigen wissen.

    „Nr. 50 – Melde dich mit deinem vollständigen Namen, wenn dich ein unbekannter Teilnehmer anruft.“

    Genau das mache ich aus Prinzip nicht! Ein Unbekannter Anrufer hat sich erst einmal mir gegenüber zu authentifizieren, denn anders herum. Er ist ja derjenige der meine Nummer aus einer Intention heraus gewählt hat.

    „Nr. 57 –
    Stelle nur Bilder ins Netz, die deine Mutter freigeben würde.“

    Das ist wirklich eine Regel die ich auch unterstreichen würde.
    Schließlich sind unsere Mütter doch letztlich (im optimal Fall) die einzigen Menschen auf dem Planeten, denen man gänzlich vertrauen kann und deren Ratschläge es gut mit einem meinen.

    „Nr. 64 – Überschätze nie deine digitalen Freunde. Über ein soziales Netzwerk befreundet zu sein heißt nicht, Freunde im realen Leben zu sein.“

    Stimmt. Ich schuf persönlich vor Jahren den Begriff „Elektronische Freunde“ dafür, und jeder sollte das im Hinterkopf behalten.

    „Nr. 74 – Leite eine Videokonferenz mit nettem Geplauder ein. Vermittle den Gesprächsrahmen über einen kurzen 360º Kameraschwenk.“

    Bei dieser Aufforderung muss ich schmunzeln, denn a) was hat „Geplauder“ mit „Gesprächsrahmen“ zu tun, und b) Was hat es die Teilnehmer zu interessieren wie chaotisch mein Schreibtisch ausschaut? Ist das wirklich förderlich, Knigge? Da würde ich noch einmal ein halbes Jahr in einem weiteren Konsortium drüber sinnieren, bevor ich solche Ratschläge gebe…

    „Nr. 98 – Schlage nicht auf Telefone, Computerbildschirme oder Fotokopierer ein. Wenn sie nicht funktionieren, kann dies nur auf menschliches Versagen zurück zu führen sein.“

    Anmk: Ersetzt man [..]kann dies nur[..] durch: „könnte es womöglich“, dann wäre das nicht nur näher an der Wahrheit, sondern auch in diesem Kontext deeskalierender…

    Ich hoffe ich habe den Rahmen des Kommentars durch meine Kritik hier nicht gesprengt, und möchte am Schluss noch eines loswerden: egal für wen dieses Regelwerk „erarbeitet“ wurde, stellt es für mich nicht nur reinste Vergeudung von Zeit dar, sondern es enttäuscht mich persönlich zutiefst auf welchem Niveau es verfasst ist.
    Zudem stelle ich mir abschließend die Frage durch welchen Ausschuss diese selbsterklärenden Regeln; gewürzt durch ein reichliches Maß an Plattitüden und unwitzigen Elementen, als Ergebnis einer sicherlich hoch dotierten „Forschung“ bewilligt wurde, um sie in der Form auf die Menschheit los zu lassen.
    Da hätten imho Köpfe rollen müssen, in Anbetracht des Kosten – Nutzen Verhältnisses.

    Ade Knigge – Du wirst der heutigen (modernen online) Menschheit heute keinen weiteren Dienst mehr erweisen, wenn du dich so erbärmlich darbietest.
    Und wenn sich dieses Londoner College mit „Königlicher Kunst“ beschäftigt, so ließ sich das daraus auch nicht herleiten.
    Man fragt sich eher auf welch geistigem Level sich heutige britische Studenten befinden, wozu man fairerweise aber dann erst mal hinterfragen müsste, welche Rolle sie in dieser „Forschung“ überhaupt spielten.

    Alle Behauptungen und Spitzen in diesem Kommentar, können nur auf den Verfasser zurückgeführt werden und besitzen keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit.

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