Öffentlichkeit

3sat Neues über Netzpolitik

Am Sonntag hat 3sat.Neues eine Sendung mit dem Titel „Generation Download“ gemacht. Dazu bin ich als Studiogast für ein kleines Gespräch über Netzpolitik nach Mainz eingeladen worden. Das findet sich im Podcast als MP4 oder hier als Ausschnitt auf Youtube. Im ganzen Podcast komme ich später nochmal zum Thema „digital Güter“ vor.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

9 Kommentare
  1. Hallo Markus,
    es ist zwar gut, dass solche Themen auch in anderen Medien diskutiert werden, dennoch hab ich hier zwei Kritikpunkte: 1. Dein Wunsch das Netz zur „Chefsache“ zur erklären, ist vielleicht nicht so gut. Wenn ich daran denke, wo viele Dinge endeten, die zur „Chefsache“ erklärt wurden und wer diese „Chefs“ im allgemeinen sind… 2. Ehrlich gesagt finde ich diese ganze Wettbewerbsrethorik gegen Ende eher fragwürdig. Wir sollten gewisse Dinge nicht für den Standort Deutschland tun, sondern für die Art Gesellschaft in der wir leben wollen.

    Ehrlich gesagt, bin ich fast ein bisschen schockiert, dass jemand wie du (ich lese dein Blog seit langem gerne) so locker flockig Demokratie im Netz mit eher reaktionären Hierarchiemodellen und Wettbewerb (dem neokonservativen, ultraliberalen Allheilmittel) betreiben will. Wo doch im Netz so viel mit Hilfe von Kooperation zwischen Gleichen erreicht wurde.

    1. Ich denke manchmal muss man der Sau das Futter einfach schmackhaft machen. Den Grauhaardackeln im Bundestag ist das Internet als Priorität momentan außer als ökonomischer Standort- und Wettbewerbsvorteil einfach kaum zu vermitteln.

    2. @Christian: Ich möchte schon, dass Netzpolitik endlich Ernst genommen wird und in der Politik nicht mehr als Spielwiese / Gedöns für die jungen Nachwuchspolitiker gesehen wird, die sonst keine Posten und Themen bekommen haben. Und die Wettbewerbsmetapher habe ich bewusst gewählt, weil man in einer solchen Sendung andere Zielgruppen erreicht und wie Peter schon geschrieben hat, man viele Zielgruppen durch eine solche Rhetorik besser von der Notwendigkeit überzeugen kann, dass man sich mal mit dem Netz beschäftigen sollte.

  2. Mir ist schon klar, was hier der Hintergedanke ist. Dabei besteht natürlich die Gefahr, sich im Wunsch ernst genommen zu werden, zu weit vom eigentlichen Pfad zu bewegen. Bei gewissen Dingen sollte es keine Kompromisse geben. Und ich habe von dieser ganzen Rhetorik einfach die Schnauze voll. Ich bitte das jetzt nicht falsch zu verstehen, mir schon klar wie die reale Welt funktioniert. Aber gerade das letzte Jahr hat gezeigt auf welchem Pfad wir uns befinden (für all die, die es immer noch nicht begriffen hatten). Es wäre schön, wenn man vielleicht einen dritten Weg finden könnte, abseits solcher Floskeln, der aber trotzdem packend ist (Ich weiss, nicht einfach…).

  3. Mal wieder ne „tolle“ sendung!

    Frau Moderatorin lässt mal ebent ihre persönliche meinung los!

    Leider hat die Dame nicht beantwortet wieso man ein iphone Nutzer recht auf ne Tagesschau app hat,aber ein androit user kein recht auf eine heute journal app!

    Versteh nicht wieso du in so eine untesrchichten sendung gehst,seriöse informationen bekommt man da nicht!

    Immer wieder intressant zu sehen,das die Ör ihre kritiker nicht zu wort kommen lassen,aber ihre fans wie dich lobo und sixtus dafür um so öfter!

    Tja,seine meinung darf man im ör halt nur sagen wenn man wichtig ist!
    Und wenn es die richtige meinung ist!

    Wieso hast du nichtmal die gelegenheit genutzt und kritische fragen gestellt?

    1. @Stefan: In der Diskussion ist gerade die iPhone-App der Tagesschau, weil Springer was gegen sie hat. Sicherlich ist auch eine Android-App geplant, das ist aber noch nicht in der öffentlichen Diskussion angekommen. Vermutlich, weil Springer keine eigene hat.

      Welche kritischen Fragen hätte ich denn stellen sollen?

      Im übrigen halte ich 3sat neues nicht für eine Unterschichten-Sendung.

  4. @christian, @stefan
    meinung wird nun mal in mainstream-sendungen ‚gemacht‘ (wobei ’neues‘ eher am rand dazu gehört). wenn markus die möglichkeit hätte, zu anne will zu gehen, würde er das sicher auch machen und seine argumentation entsprechend verpacken, damit möglichst viele menschen begreifen, worum es geht. das ist nicht nur legitim, das ist auch clever.
    wem hilft es, wenn die einzigen zuschauer/zuhörer leute sind, die es sowieso schon wissen?

  5. Im übrigen halte ich 3sat neues nicht für eine Unterschichten-Sendung.

    Peng! :)

    Meine unwesentliche Meinung: Hat mir ganz gut gefallen. Besonders gefällt mir, dass du ein wenig steif im TV wirkst. Du bist nicht so ein glitschiges, substanzloses Heißluftgebläse. Schließe ich mich Christian (#1) an, habe für deine Strategie allerdings gewisses Verständnis.

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